UNIVERSALLOGIK

Hier schreibt Maciej Zasada

Kategorie: Gott

Mein Beitrag zur Weltverbesserung.

Für Resi.

„Gott liebt alle, universell“.

Selbst wenn es so wäre, wäre Mensch immer noch des Problems Kern: Indem er göttliche Liebe durch Prisma seiner Lokalität betrachtete, versuchte er (wie er es auch jetzt tut) Gottes Gunst zu gewinnen, um seine eigene Position vor den anderen auszeichnen. Indem Mensch gottes Liebe auf sich selbst und auf seinen lokalen Umkreis bezöge, entstünden (wie sie auch jetzt entstehen) Hierarchien, in denen das eigene Verhalten Gott gefallen würde, während das der anderen weniger, Hierarchien in denen das Gute im eigenen Bezugskreis, während das Böse in fremdem zu finden wäre.
Selbst wenn Gottes Liebe absolut wäre, stellte das für das Problem keine Lösung dar, denn eine solche Liebe oder Zuwendung für Menschen unvorstellbar sei.
(Hier ist der Mensch das Problem)
Einen neuen Sinn kann nur die Übernahme der Perspektive Gottes schaffen. Diese berücksichtigt nämlich keine menschlichen Hierarchien, keine menschlichen Werte, keine Dogmen, sie berücksichtigt nicht den Unterschied zwischen dem Guten, das auf eigene Lokalität beschränkt ist und dem Bösen, das von den Fremden verkörpert wird – nicht die zahnlose „Nächstenliebe“ wird den Paradigmenwechsel herbeiführen, sondern die Übernahme der göttlichen Vollkommenheit – seiner Perspektive (die Augen des Orakels).
Warum das?
Weil indem wir „Nächstenliebe“ wählen, werden wir uns dem Einfluss des lokalen Bezugs nie entziehen können (2000 Jahre lang mißlingt der gegenwärtige Versuch). Indem wir dagegen Gottes Perspektive übernehmen, verpflichten wir uns, werden wir gezwungen, wie Gott zu betrachten und wie Gott zu urteilen – selbst unsere Feinde werden nach göttlichem Maßstab beurteilt und behandelt. Diese göttliche Erfahrung wird die Erkenntnis Gottes zur Konsequenz haben.

Göttlicher Maßstab ist weder mit unserer Lokalität, noch mit jeweils lokal gültigen Wertesystemen logisch gekoppelt. Gottes Perspektive verpflichtet zur Gerechtigkeit gegenüber allen. Diese Gerechtigkeit hat ihren Motiv in der Erkenntnis und in dem Bewusstsein des Göttlichen.
Die universelle Perspektive ist das Band, von dem Du sprichst:

„das Band, das alles vollkommen macht“.

Durch Liebe lässt sich das Menschliche definieren. Liebe schließt allerdings das Göttliche in uns aus. Sie ist nicht universell, sie ist dialektisch. Sie betrifft nur diejenigen, die lieben und diejenigen, welche geliebt oder nicht geliebt werden.
Für Götter begrenzt Gut und Böse, Liebe und Haß und all die anderen sich gegenüberstehenden dialektischen Werte, die Sphere des Menschlichen.
Für Götter ist die Menschheit ein Zustand des Absurden…das Absurde ist das Menschliche. Die Werte, die auf lokalgültige Umstände bezogen werden, erscheinen nur uns sinnvoll – in Wirklichkeit sind sie voller Widerspruch.
Es reicht, wenn wir den Unsinn der Feindlichkeit zwischen den russischen und ukrainischen Bezugssystemen und ihren aktuellen Umständen erkennen, um zu verstehen, was dieser Unsinn bedeutet und was seine Konsequenzen sind. Da vergeht einem das Lachen.

Wenn wir die Perspektive Gottes übernehmen, der die Welt zugleich mit den Augen der Gerechten und der Ungerechten, der Guten und der Bösen, der Russen und der Ukrainer sieht, dann werden wir uns schnell überzeugen, dass jeder aus eigener Perspektive gut und gerecht ist – die Bösen sind stets die anderen.
Die Erkenntnis dieser Regel ist ein Meilenstein auf dem Weg hin zur Erkenntnis der Wahrheit über die menschliche Unvollkommenheit und über die absurde Ordnung der menschlich verstandenen Wirklichkeit.
Es ist eine mächtige Perspektive und eine mächtige Erkenntnis… die imstande ist, unsere Existenz im Widerspruch des Zweiwertigen zu überwinden.

Ich habe den Ausgang aus dem Fliegenglas gefunden.

Es ist mein Beitrag zur Weltverbesserung 🙂
Es ist nicht gerade wenig.
OK, sagt den Sternen, es kommt (1,2,3…) der METEOR!

Wichtig.

Und noch eine Sache. Ich gebe Dir eine klare Anweisung. 

Es ist keine Religion, die mit aller Macht gegen andere Religionen vorgehen will und entweder Überzeugung hervorruft oder Abneigung weckt.

Ich schlage keinen Gott vor, der mit anderen Göttern konkurriert, oder schlimmer noch, der mit sich selbst konkurriert (wie in den meisten Fällen).

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Logischer Paradigmenwechsel.

Obwohl ich schon seit langem über Universallogik schreibe und mir ihrer Wirksamkeit und Effizienz bewusst bin, so konnte ich bisher kein Motiv finden, warum ein Wechsel des logischen Paradigmas aus Sicht der Menschheit notwendig oder auch nur „wünschenswert“ sein sollte.

Schließlich scheinen uns die Prinzipien unserer bestehenden Logik klar, stabil und unantastbar zu sein. Unsere Logik bestätigt sich nicht nur in Bezug auf alle großen wissenschaftlichen Errungenschaften der Menschheit, sondern vor allem in Bezug auf jede einzelne Alltagssituation.

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eBook zum Downloaden: „Logisches Traktat über Gott, Menschheit und das Universelle Bewusstsein.“

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Was soll das mit dem Gottesbeweis? Als Agnostiker, brauch ich doch keinen.

Das stimmt, ich bin ein Agnostiker. Dass ich aber ale Agnostiker einen Gottesbeweis fabriziere, ist kein Widerspruch…
Bei meinem Gottesbeweis geht es mir nämlich nicht um Gott selbst, sondern um die Logik, mit der ich seine Existenz begründe. Gott ist nur der Vorwand. Für mich ist Gott in erster Linie eine logische Instanz, eine Veranlassung, über Menschen nachzudenken, über Differenzen, die uns von seinem idealen Wesen unterscheiden, über unseren Platz im Universum und über die Möglichkeit, seine universelle Rationalität einzuführen.

Solange wir nämlich eine zweiwertige Logik verwenden, in der die Lüge einer der beiden logischen Werte, und in der das Böse einer der beiden ethischen Werte ist, wird die Brücke, die uns mit unseren entferntesten, primitivsten und blutrünstigsten Vorfahren und mit ihrer trostlosen Realität verbindet, erhalten bleiben.

Die These, die ich in diesem Punkt vertrete ist, Den Rest des Beitrags lesen »

Warum mein Gottesbeweis funktioniert? Was zeichnet Gott aus, wie ist er zu definieren?

Obwohl die Antwort auf diese Fragen bereits im Text meines Beweises selbst enthalten ist, so fragen mich die Leute danach – vielleicht habe ich mich nicht klar genug ausgedrückt …

Im ontologischen Beweis von Hlg. Anselm von Canterbury wird Gott als ein „vollkommenes“ Wesen definiert – der Begriff „vollkommen“ selbst jedoch gar nicht…

Dies ist ein Kardinalfehler. Derselbe, den uns die Kinder vorhalten, wenn wir versuchen, sie von unserer intellektuellen Überlegenheit zu überzeugen. Kinder fragen so lange, bis wir nicht in der Lage sind, die verwendeten Bedeutungen zu definieren, bis wir uns in Translationen verlieren und am Ende ein apodiktisches „… weil es so ist! Ende der Diskussion “ ausstoßen…womit wir gar unsere intellektuelle Hilflosigkeit unter Beweis stellen…

Die undefinierte Qualität, die der Gegenstand von Anselms Beweis ist, macht diesen unvollständig. Solange wir nämlich nicht genau wissen, wovon wir sprechen, indem wir „vollkommen“ sagen, solange können wir nicht über die Existenz eines Wesens spekulieren, dessen essenzielle Eigenschaft „die Vollkommenheit“ ist. Ohne genau zu wissen, worin Gottes Vollkommenheit besteht, können wir uns nicht auf sie berufen, um seine Existenz zu belegen. Den Rest des Beitrags lesen »

Universallogischer Gottesbeweis.

1.) Die Eigenschaften.

1.1) Aufgrund ihrer Eigenschaften lassen sich Dinge voneinander unterscheiden.

Dinge und Wesen unterscheiden sich. Wesen sind Dinge, Dinge sind nicht Wesen.

1.2) Definition der kollektiven Eigenschaft:

Eine Eigenschaft eines Wesens ist kollektiv, falls sich diese mehreren Wesen zuordnen lässt (wenn sich beispielsweise aufgrund dieser Eigenschaft Gruppen, Klassen oder Spezies bilden lassen).

1.3) Definition der individuellen Eigenschaft:

Eine Eigenschaft eines Wesens ist dann individuell, wenn es sich, aufgrund dieser Eigenschaft, von allen anderen unterscheidet.

1.4) Wahrnehmungsfähigkeit als Eigenschaft.

1.4.1) Die Wahrnehmungsfähigkeit ist eine kollektive Eigenschaft aller seienden Wesen. Aufgrund des Vorhandenseins oder Nichtvorhandenseins der Wahrnehmungsfähigkeit lassen sich seiende von nichtseienden Wesen unterscheiden.

1.4.2) Eine kollektive Eigenschaft aller seienden Wesen ist auch ihre Existenz innerhalb der Natur.

1.4.3) Eine kollektive Eigenschaft der seienden Wesen ist auch die Fähigkeit der (selektiven) Wahrnehmung.

2.) Das Göttliche.

2.01) Die Fähigkeit der Universellen Wahrnehmung ist eine individuelle Eigenschaft eines besonderen Wesens.

2.02) Falls eine individuelle Eigenschaft existiert, die ein einziges Wesen oder eine bestimmte Klasse von Wesen von all den anderen unterscheidet, dann ist diese Eigenschaft als göttlich zu bezeichnen.

2.1) Behauptung: Es existiert genau eine individuelle Eigenschaft, welche Gott von all den anderen Wesen unterscheidet. Diese Eigenschaft, wenn sie von Gott erfüllt wird, determiniert seine Existenz. Den Rest des Beitrags lesen »

Über die Notwendigkeit der Veränderung des logischen Referenzrahmens der Menschheit.

Was ich vorschlage, sind definitiv nicht die interessantesten Themen, die für den durchschnittlichen Internetfresser von Interesse sind. Die Menschen sind normalerweise an einfachen Lösungen, an einfachen Informationen interessiert.

Was ich schreibe, betrifft indes eines der wichtigsten Dinge, die sich heutzutage abspielen und entscheiden – aus diesem Grund sollten sie eigentlich jeden interessieren…wäre mein Gegenstand nicht abstrakt…

Wir sehen, was in der Welt passiert. Ob es am Coronavirus oder an untergehenden Werten oder an der instabilen wirtschaftlichen Situation liegt – es stehen uns wohl einige endgültige Entscheidungen bevor. Diese werden u.a. die Umstände der gesamten Menschheit betreffen.

Den Grund dafür sehe ich darin, dass wir an einem Punkt angelangt sind, an dem die Effizienz unseres logischen Systems ihren höchsten, unüberschreitbaren Wert erreicht hat. Die Logik folgt nicht mehr der Realität. Die Dinge entziehen sich der Vernunft…Entgegen der Vorstellung ist dies ein gutes Zeichen. Es läutet nämlich das baldige Ende des archaischen Zeitalters auf diesem Planeten ein.

Wenn wir einsehen, dass „die Grenzen unserer [Logik] bedeuten die Grenzen unserer Welt“ (paraphrasiert nach L. Wittgenstein), dann konstatieren wir konsequenterweise, dass wir in Wirklichkeit in einer zweidimensionalen Welt leben. Gleichzeitig erkennen wir selbstverständlich, dass die logische Zweidimensionalität nichts mit der Dimensionalität der beobachtbaren Welt zu tun hat. Den Rest des Beitrags lesen »

Überwindung der traditionellen Wertesysteme. Überwindung der Lüge. Perspektive Gottes.

Die Angst ist allgegenwärtig.
Menschen befürchten den Virus, den Tod, den Verfall von Recht, Ordnung, Kirche, Familie, sie befürchten Apokalypse, Greta Thunberg und den morgigen Tag. Zudem, angesichts der ungewissen Zukunft, denken sie rückschrittlich – sie wollen tatsächlich, dass alles so bleibt, wie es ist.
Leider ist die Unbeständigkeit, eine der Prinzip-Eigenschaften dieses Universums. Nichts verharrt hier in Ruhe, panta rhei…
Die vernünftigste Wahrnehmungsmethode wäre daher die Akzeptanz der daherkommenden Veränderungen. Die Angst vor der Zukunft lähmt das Gegenwärtige. Und eben das ist irrational – Zukunft wird ja so oder so entstehen – unabhängig davon, ob sie einem gefällt oder nicht.


Dekonstruktion der Sentimentalwerte.

These: die meisten Wertesysteme sind virtuelle Sprachkonstrukte – sie besitzen kein reales Dasein innerhalb der Wirklichkeit der Gegenstände – sie sind virtuell.

Die Natur der Begriffe und der Werte innerhalb der Natur.
Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.
Ludwig Wittgenstein („Tractatus Logico-Philosophicus”, Satz 5.6)

Ich war lange unter dem Einfluss dieser Worte und lange glaubte ich, dass sie definitive Wahrheit ausdrücken. Heute weiß ich jedoch, dass die Wirklichkeit der Welt vor allem außerhalb des sprachlich Ausdrückbaren sich abspielt. Heute weiß ich sogar mehr: es existiert gar keine Verbindung zwischen der realen Welt (welche ich weiter als „Natur“ bezeichnen will) und der Welt der Begriffe und Bezeichnungen der Sprache. Es ist zwar schwer vorstellbar, aber diese zwei Mengen besitzen überhaupt keine gemeinsamen Punkte.
Die Begriffswelt existiert real nur im Kontext des artikulierenden Bewusstseins, die Natur dagegen operiert mit gar keinen Begriffen (meine abgewetzte Metapher: ein Baum am Straßenrand, ist dieser ein Gegenstand der sprachlichen Beschreibung, kann als solcher existieren oder nicht, kann grüne Blätter, Nadeln oder andere Attribute besitzen, kann auf der rechten oder linken Straßenseite stehen…Derselbe Baum, betrachten wir ihn in Wirklichkeit, ist genau so, wie er ist – er existiert oder nicht – aber gewiss unterliegt er keinen Gesetzen der dialektischen Zweiwertigkeit, dh. seine Existenz oder Nichtexistenz kann, im Gegensatz zu einer beliebigen Beschreibung, unter gar keinen Umständen falsch sein…).

Alles innerhalb der nichtsprachlichen Welt ist, auch für ein bewusst operierendes Wesen, höchstens ein Bildnis, kein Wort.

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Homo Deus.

Die Tatsache der Existenz oder Nichtexistenz Gottes, des Universums oder einer gegebenen Wahrheit ist unabhängig von unseren Ansichten oder aktuellem Wissensstand. Die Erde dreht sich um die Sonne unabhängig davon, ob wir daran glauben oder nicht.

Das Beispiel kopernikanischer Himmelsmechanik zeigt, dass nicht alles, was uns lokal evident erscheint, auch aus der universellen Perspektive Den Rest des Beitrags lesen »

Über die Unvollkommenheit der klassischen Logik.

Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass das, was „Logik” genannt wird, also logische Operationen, Definitionen, Behauptungen, Thesen, Erkenntnisse etc. haben alle mit Sprache zu tun, oder, etwas allgemeiner, mit Kommunikationssystemen (Alltagssprachen, Zeichenmengen, Mathematik etc.). Unsere Logik betrifft grundsätzlich keine außersprachliche Wirklichkeit. Der Grund dafür ist der Dualismus der klassischen Logik – derselbe findet in der außersprachlichen Wirklichkeit gar nicht statt.

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Gottes Logik: Zentrale Ordnung als Grundlage der neuen Universallogik.

Gott existiert für mich vor Allem als ein logisches Konzept, nicht als ein Dasein. Gott als ein nützliches Konzept bewährt sich jedenfalls als eine nützliche logische Instanz.

Voraussetzung: ich postuliere die Existenz Gottes als einer universellen und einer absoluten logischen Instanz. „Gott“ ist an sich nur ein Wort. Die Bedeutung dieses Wortes ist im Grunde alles, was ich über das Absolute erfahren kann. Dies reicht aus. Die Logik besteht aus Sätzen, welche aus Worten bestehen. Ich setze voraus, dass ich in der Lage bin, die Sätze zu begreifen – ihren Sinn für mich zu entziffern.

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iLogik. Die Werteasymmetrie innerhalb der klassischen Logik als Gründungsimpuls.

Eine erkannte Lüge ist potenziell die verlässlichste der erreichbaren Erkenntnisse (vorausgesetzt, sie wird endgültig als Lüge identifiziert). Die Erkenntnis der Falschheit kann nämlich, im Gegensatz zu der Erkenntnis der Wahrheit, absolut sein…(die logische Allgemeingültigkeit der Falschheit kann durchaus entschieden werden – die logische Allgemeingültigkeit der Wahrheit dagegen nicht).

Wenn daher behauptet wird, dass es keine absolute Wahrheit gibt, dann gilt diese Behauptung bis auf die Wahrheit der Erkenntnis der Falschheit einer endgültig als Lüge erkannten Lüge [wir erkennen darin eine Lüge endgültig und behaupten: „es ist nicht der Fall, dass p“…und es stimmt: es ist wahr, dass ¬p].

Wenn man erkennt, dass klassisch-aristotelische Logik ein System der Falschaussagenverwaltung ist (verlinkt ist ein Artikel, in dem wir dies behaupten und unsere Behauptung hinreichend begründen), sollte man gleichzeitig erkennen, dass die Behauptung der Nichtexistenz der absoluten Wahrheit falsch, bzw. unvollständig sei, denn eine endgültig erkannte Falschheit, als eine Erkenntnis, sehr wohl absolut sei, und als solche, sei sie eine Form der Erkenntnis (der Wahrheit)…

Dies als ein Beweis der Unvollständigkeit und der Widersprüchlichkeit des logischen Wertigkeitsprinzips der Aussagenlogik…

Die Metaebene der logischen Betrachtung. Eine neue Logik?

Die Emanzipierung von zweiwertigem, widerspruchsfreiem Denken gestaltet sich ausgesprochen schwierig. Das Denken in Kategorien der Zweiwertigkeit hat ein beinahe „physiologisches“ Motiv, das sich in Gegenüberstellung des seienden „Ichs“ und des objekthaften „Es“ vollzieht. Die Trennung von dem zweiwertigen Paradigma ist vielleicht aus dem aktuellen Stand der Logik überhaupt nicht denkbar. Vom Fleck kommen, sollte dennoch versucht werden…

132.) Der Bruch: Wenn man über die Wahrheit von p diskutiert, und wenn in der Diskussion für zwei logisch getrennte, sich gegenseitig ausschließende Standpunkte (p / ¬p) argumentiert wird, und wenn sich im Laufe der Diskussion herausstellen soll, dass p (dass es nicht der Fall sei, dass ¬p), dann ist die resultierende Wahrheit, welche sich aus dieser Disskussion ergibt, nicht etwa, wie die klassische Logik verlangt, p, sondern gerade ¬p. 

Die Tatsache, dass sich innerhalb einer zweiwertigen Dialektik, nie eine absolute Wahrheit herleiten lässt (was zur Folge hat, dass jede behauptete Wahrheit, sich früher oder später als falsch erweist), impliziert nämlich, dass auch die behauptete Wahrheit p, sich früher oder später als falsch erweisen wird. Dies hat wiederum zur Folge, dass die einzige verlässliche und belastbare „Wahrheit“, welche aus der Auseinandersetzung (p / ¬p) folgt, gerade die soeben untergegangene „Falschheit“ (¬p) ist.

Es erscheint daher fraglich, ob ein logisches System, welches uns nach Wahrheit suchen lässt und welches die Qualität der Erkenntnis der Wahrheit über die Qualität der Erkenntnis der Falschheit stellt, überhaupt sinnvoll ist, denn wäre es nicht sinniger, gezielt nach Falschheit zu suchen, um auf diese Art und Weise verlässliche Wissensstrukturen zu begründen; wäre es nicht sinniger, die Erkenntnisse der Falschheit, statt die der Wahrheit zu sammeln, um mit Gewissheit sagen zu können „es ist nicht der Fall, dass p,q“, statt immer wieder nach der ständig vor uns weglaufenden, amorphen Wahrheit zu suchen?

Der Beweis für die Werteasymmetrie des aussagenlogischen Kalküls und die Vorstellung der sich daraus ergebenden Möglichkeit einer universellen Ebene der Logik.

133.) These:  Es ist durchaus möglich, eine universelle Ebene des Denkens vom Standpunkt des hiesigen Wahr-Falsch-Formalismus aus zu erreichen.

Eine Aufwertung des logischen Bezugsrahmens des Denkens wird sich im Zuge eines induktiven Entwicklungsprozesses innerhalb des zweiwertig-logischen Paradigmas erreichen lassen, oder auch nicht…

Wir behaupten zwar, dass die klassisch-zweiwertige Aussagenlogik und verwandte Systeme unvollständig und widersprüchlich sind, wir hegen aber die Hoffnung, dass sie, gleichzeitig, als Teilmengen der übergeordneten und vollständigeren Universallogik betrachtet werden können, und dass sie als solche, eine Verbindung mit der Universallogik bilden.

Wir behaupten hier, dass die endgültige Erkenntnis der Unvollständigkeit und der Widersprüchlichkeit der Aussagenlogik nicht weniger ist, als eine universallogische Erkenntnis. Wir erkennen nämlich absolut und endgültig.

133.1) Repräsentanz statt Reflexion.

Die Widersprüchlichkeit der Aussagen muss an sich kein universallogisches Ausschlusskriterium sein. Die Widersprüchlichkeit kann ein Merkmal sein, mit dem eine Universallogik durchaus operieren kann. Die Frage ist nämlich, was wir als widersprüchlich bezeichnen und ob diese Bezeichnung universal gilt.

Praktisch jede wahrheitsfähige und gültige Aussage ist nämlich widersprüchlich – teilweise, wegen ihrer bloß temporären Geltung, teilweise, weil eine Aussage und ihre Logik ganz verschiedenen logischen Kategorien angehören (logisch kann eine Aussage lediglich repräsentieren – sie ist stets eine formale Darstellung der Welt und der logischen Verhältnisse darin).

Die gültigen Grundkategorien der Repräsentation sind wie folgt:

– Logik(en)

– Welt(en)

– Aussage(n)).

Es gibt logische Welten, innerhalb derer, alle gültigen Aussagen absolut sind, und es gibt welche, in denen es nicht der Fall ist (als logische Welten verstehe ich die abgeschlossenen Bedeutungsräume, wie die Bedeutungsräume der mathematischen Ausdrücke, oder die Bedeutungsräume der elektronischen Prozesse, oder den Bedeutungsraum der Aussagen über die Welt, wie sie einerseits als logische Kategorie ist, und wie sie andererseits durch die Aussagen repräsentiert wird).

133.1.2) These: Die Bedeutungen sind Repräsentanzen.

Dass Aussagen selbst nichts anderes als Repräsentanzen sind, ist selbstverständlich. Als Repräsentanzen gehören aber sämtliche Aussagen derselben logischen Kategorie, wie alles, was sie ausdrücken. Deshalb kann der Weg gefunden werden, die Welt sowie ihre Repräsentanzen und Aussagen miteinander zu vergleichen.

Beispiel: absolut und wahr ist fraglos folgende formelle Repräsentanz:

p → q“

die Aussage „wenn es regnet, dann gehe ich heim„, welche genau ihre Bedeutung repräsentiert, ist aber nicht absolut, denn sie entspricht nicht immer der Wahrheit…

133.1.3) These:Die Wahrheit wird offenbar oft zur Lüge, sobald sie sprachlich erfasst wird, sobald sie durch Ausdrücke konkret repräsentiert (bezeichnet) wird. Dies liegt an der Logik der Aussagen, nicht an der Logik der Welt.

Beispiel: p und ¬p drücken meistens das Vorhandensein oder das Fehlen eines besonderen Prädikats oder eines Umstandes („es regnet / es regnet nicht“, „p ist grün / p ist nicht grün“). Es muss formal sichergestellt sein, wann eine Negation eine Verschiedenheit und wann sie einen absoluten und ausschließenden Gegensatz der Elementarwerte meint. Die Gegensatz-Aussagen (B lebt / B ist tot) werden sich dann eindeutig von den Prädikaten-Aussagen (p ist grün / p ist nicht grün) unterscheiden.

133.1.4) These: Eine „absolute“ Logik muss, wenn sie mit Wahrheitswerten der klassischen Logik operiert, mit absoluten (also universalgültigen / unvergänglichen) Wahrheitswerten operieren.

Wenn es möglich sein soll, eine gültige Verbindung mit der Ebene des Absoluten herzustellen, dann kann dies nur mithilfe der absoluten Aussagen erfolgen, d.h. mithilfe solcher Aussagen, welche innerhalb der klassischen Logik realisiert werden, und deren Wahrheitswerte absolut sind (d.h. auch in Rahmen einer Universallogik notwendig gelten). Dafür müsste aber der Aussagenlogik ein stabiler Bedeutungsrahmen verleiht werden.

Wir werden daher die semantische Berechtigung und die Bedeutung der Grundwerte der klassischen Logik hinterfragen – namentlich den Grundwert der Wahrheit und den Grundwert der Falschheit. Wir werden nicht nur die Bedeutung der Grundwerte, sondern auch die Notwendigkeit der „Umwertung“ der orthodox-logischen Wertemechanik erkennen.

133.1.4.1) Frage: Kann etwa die Falschheit der Aussagen als „absolut“ betrachtet werden, sobald erkannt wird, dass der Ausdruck einer absoluten Wahrheit innerhalb der Aussagenlogik praktisch ausgeschlossen ist?

Wenn ja, dann müssten die Wahrheitswerte der Aussagenlogik, bezogen auf ihre Absolutheit, asymmetrisch beschaffen sein…

133.1.5) Beweis der These #132.):

Ist das Verhältnis zwischen Wahrheit und Falschheit, bezogen auf ihre Absolutheit tatsächlich asymmetrisch, würde es weitreichende Konsequenzen für die Logik haben.

133.1.5.1) Behauptung: Wir behaupten, dass das Verhältnis zwischen Wahrheit und Falschheit innerhalb des klassisch-zweiwertigen Formalismus, bezogen auf ihre Absolutheit, tatsächlich asymmetrisch ist.

133.1.5.2) Das Existenzargument.

Wir können die Wahrheit der Existenz von Sokrates mit ziemlicher Sicherheit bejahen (die Annahme, dass Sokrates einmal gelebt haben soll, ist sehr wahrscheinlich wahr). Wir können die gegenwärtige Existenz von Sokrates dagegen mit Sicherheit ausschließen (die Aussage, dass Sokrates gegenwärtig lebt, ist falsch). Auch die zukünftige Existenz von Sokrates kann getrost ausgeschlossen werden.

Die „Falschheit“ der Existenz von Sokrates erweist sich also spätestens im Augenblick seines Todes als absolut.

Eine Falschheit der Existenzaussage kann also als absolut (allgemeingültig) betrachtet werden, weil sie in die Zukunft wirkt (eine überführte, endgültige Falschheit der Existenzaussage wird auch in Zukunft gelten). Die gegenwärtige Wahrheit dagegen wirkt ausschließlich in die Vergangenheit (wir können mit Sicherheit behaupten, was wahr (gewesen) ist – ob dagegen die Wahrheit von heute noch morgen gültig wird, ist aus der gegenwärtigen Sicht unabsehbar).

Über die Asymmetrie der Wahrheitswerte…dialektisch mit R.

R: Mein Problem bei der ganzen Sache ist, dass ich nicht verstehe, warum eine Falschheit absolut erkannt werden kann, eine Wahrheit (bis auf die der Falschheit) aber nicht, wenn für beide die gleichen Kriterien von Widerspruchsfreiheit und Vollständigkeit und auch Abstufungen sowie temporäre (Un-)Gültigkeiten gelten? Wenn ich behaupte, die Sonne scheint, kann das doch genauso wahr, wie falsch sein.

mz: Es ist ganz einfach: wenn behauptet wird, dass es keine absolute Wahrheit gibt, dann ist eben die Falschheit absolut, denn dass einem logischen Werte eine absolute Geltung zukommt ist nach den Regeln der zweiwertigen Logik entschieden. Dies folgt aus den Prinzipien der Zweiwerigkeit, bei denen ausschließlich entweder p oder ¬p wahr sein kann. Wenn von der Prämissen-Existenz-Zweiheit (p und ¬p), kein p existiert, dann existiert eben ¬p, tertium non datur.

Der Sinn des ganzen ist, sich zu fragen, warum suche ich nach Wahrheit, warum die Logik, welche ganz nach Wahrheit ausgerichtet ist, wo Falschheit mindestens gleichberechtigt, und u.U. einfacher und eindeutiger zu extrahieren ist. Denn überführte, endgültige Falschheit ist in dem Sinne absolut, als sie unmöglich (jetzt und in Zukunft) wahr werden kann.

R: Gleichberechtigung von Wahrheit und Falschheit ist, glaube ich, das, was ich meine. Aber dann würde auch gelten, dass überführte Wahrheit in dem Sinne absolut ist, als sie unmöglich falsch sein kann. Wenn absolute Falschheit überführbar ist, warum bei Gleichberechtigung nicht auch absolute Wahrheit? Sorry…

mz: Wenn beide Werte gleichberechtigt (symmetrisch) wären, warum dann ausgerechnet Wahrheit „gut“ und „erstrebenswert“ sein soll?

R: Wahrheit deshalb, weil sie ein Wert ist – und Du gerade um sie ringst…Wahrheit gleich Verlässlichkeit, Struktur, Orientierung, Halt. Falschheit gleich Chaos, Beliebigkeit, Lüge. Mit allen Konsequenzen.

mz: Eine Lüge, die zur Wahrheit mutiert, welche dann Struktur und Orientierung gibt?Merkst Du die „verkehrte Logik“ darin? Von der eingemauerten und „ewigen“ „Wahrheit“ ganz zu schweigen.

Die Lüge ist mir so alltaglich, die Wahrheit habe ich noch nie getroffen. Ich ringe nicht um die Wahrheit und vor Allem: ich ringe nicht mit Lüge um die Wahrheit, ich ringe um eine Rationalität, in welcher die logische Alternativdynamik der logischen Werte keine Rolle mehr spielt.

R: Falsches, das wahr werden kann, aufgrund neuer Erkenntnisse. Ganz sicher nicht generell, sondern punktuell. Wahrheit begegnet mir, lieber Mattes. So wie Falschheit auch. Aber Wahrheit fühlt sich so viel besser an. Deine Logik oder Rationalität wird den Anspruch auf Wahrheit haben. Wer will schon so kluge Dinge entwickeln und dann sagen, ist aber sowieso falsch? Du nicht.

mz: Genau das, weil es darum geht, jahrtausendealte „Prozeduren“ aufzubrechen. Es kann doch nicht sein, dass das Denken so eingleisig und schmalspurig in alle Ewigkeit geht…Dies wäre eine Katastrophe.

Die Falschheit des körperlichen Daseins von Sokrates ist, seit dem Augenblick seines Todes, absolut.

R: Du Drückst eine Wahrheit negativ aus! Minus mal minus gleich plus! 😉

mz: Die Wahrheit des Seienden, dessen Dasein, sich im Moment des Todes endgültig und für alle Zeiten als falsch erweist…😗

R: Wahr. Aber vielleicht auch nicht. Änderung der Daseinsform. Alles wird wahr. Erkenntnis absoluter Wahrheit.

mz: Nichts ist falsch. Nichts ist wahr. Guter Ausgangspunkt: die Erkenntnis der Ungültigkeit des Wertigkeitsprinzips.

R: Immerhin Gleichberechtigung von Wahrheit und Falschheit, wenn auch in ihrer Nichtexistenz… 🙃

mz: Einspruch. Keine begriffliche Gleichberechtigung, denn die Falschheit des Seins ist (irgendwann, sogar und auch für Sokrates) absolut. Die Wahrheit des Seins kann für Sokrates nicht als absolut bezeichnet werden. Nicht ab dem Zeitpunkt, ab dem das Leben von Sokrates geendet hat. Man bedenke, dass die alternative Bedeutung von der „Falschheit des Seins“, die „Wahrheit des Seins“ ist, und nicht die (von dir unterstellte) „Wahrheit des Nichtseins“.

„Falschheit des Seins“ und „Wahrheit des Nichtseins“ sind nämlich synonyme Begriffe, keine in dem Fall erforderlichen Antonyme (antonym bezeichnend, wie „wahr“ und „falsch“).

R: Warum kann ich nicht (Beispiel Sokrates) sagen, die Wahrheit der körperlichen Nichtexistenz von Sokrates ist seit dem Augenblick seines Todes absolut?  Ist ein Synonym, das auf den Begriff der Falschheit verzichtet. Und beide Aussagen sind gleichermaßen absolut. Oder?

mz: Beide Aussagen („Falschheit des Seins“ und „Wahrheit des Nichtseins“) sind gleichermaßen absolut, weil sie eben synonyme Aussagen sind. Dass synonyme Aussagen, oder bedeutungsgleiche Ausdrücke dieselbe semantische und logische Wirkung (Bedeutung) haben, ist ja selbstverständlich, oder?

Zwischen der Bedeutung von „Falschheit des Seins“ und „Wahrheit des Nichtseins“ besteht kein semantischer Gegensatz, der aber dadurch, was durch sie ausgedrückt werden soll (Existenz oder Nichtexistenz des jeweiligen Seins), notwendig wäre. Beide Aussagen sollen ja gegensätzliche Zustände repräsentieren

R: Wahrheit der Nichtexistenz bedeutet dasselbe wie Falschheit der Existenz. Also sind doch absolut wahre Aussagen möglich??? 

mz: Nur dann offenbar, wenn sie dasselbe wie absolut falsche Aussagen ausdrücken…Dies hat aber keinen logischen mehr, sondern einen semantischen Grund [logisch ausgedrückt erreichen wir damit: wenn a=b und wenn b=c, dann a=c (was trivial ist); gesucht ist aber: wenn a ein Gegenteil von b ist, und wenn a = c, dann b ≠ c]

R: Aber die Absolutheit der Wahrheit gibt es trotzdem nicht?

mz: Nein, Formal ausgedrückt bedeutet „Wahrheit der Nichtexistenz von Sokrates“ folgendes:

– „es ist wahr, dass es falsch ist, dass Sokrates lebt…“, [I]

was einfach ausgedrückt bedeutet:

– „es ist falsch, dass Sokrates lebt“ [II]

Obwohl die Aussagen I und II dasselbe ausdrücken und im gleichen Sinne absolut sind, ist nur Aussage II logisch korrekt.

Wenn also die kategoriale Abgrenzung von Wahrheit und Falschheit beibehalten wird, sind die logischen Verhältnisse klar und die Werteasymmetrie zwischen den Grundwerten der klassischen Aussagenlogik deutlich erkennbar.
Um diese Deutlichkeit in der Logik zu erreichen, postuliere ich die Ergänzung der Aussagenlogik um universalgültige Funktoren für
a) „wahr“,
b) „falsch“,
c) „absolut“, ablt
d)“temporär“, temp
e) „p ist verschieden von 
¬p“, (p><¬p)
Beispiel:
 p ∧ ¬p (wobei p><¬p)
f) „p ist ein Gegenteil von 
¬p“ , (p<>¬p)
Beispiel:
 p ∨ ¬p (wobei p<>¬p)(denn der jeweilige Wert von p und von ¬p muss, wie wir festgestellt haben, nicht unbedingt und apriorisch als ein Gegensatz formuliert sein – das Zeichen „¬“ im Ausdruck „¬p“ markiert nämlich bislang nur die Verschiedenheit des Wertes von p bezüglich des Wertes von ¬p, d.h. alles, was nicht p ist [namentlich auch das, was absolut keine logische Verbindung mit p hat, oder gar unsinnig ist], kann als ¬p bezeichnet werden – dies führt zu Missverständnissen, wie oben gezeigt. Diese Missverständnisse führen im richtigen Leben manchmal dazu, dass auf Leben und Tod gekämpft wird)

g) „p und ¬p schließen sich gegenseitig aus“

h) „p und ¬p schließen sich nicht gegenseitig aus“

i) „(endgültig) erkanntals
Wir erkennen hier, dass das Kalkül, dass sich der o.g. Symbolik, zusätzlich zu der Funktorenmenge der Aussagen-, bzw. Prädikatenlogik bedienen würde, kein klassisches Kalkül im Sinne der Aussagenlogik sein kann, denn es sich sowohl dem Verbot des Widerspruchs, als auch dem Prinzip „Tertium non Datur“, als auch dem Gebot der Selbstidentität des Seienden widersetzt, bzw. diese nicht berücksichtigt (es gelten nämlich in ihm p und ¬p gleichzeitig, mit allen Konsequenzen…z.B. der Konsequenz, dass kein Gegensatz der Werte logisch obligatorisch wäre – dies bedeutet, dass der Kampf der Gegensätze nicht sinnvoll im logischen Sinne erscheinen müsste. Dies erachte ich als eine ziemliche Errungenschaft, obwohl sie so unspektakulär, wie nur möglich ist – dies ist das logische Ende der archaischen Epoche auf Erden).“Dies ist vielleicht nicht das Ende und nicht der Anfang vom Ende, aber der Anfang vom Anfang vom Ende“.

Die relativ zur Aussagenlogik erhöhte Sinnhaftigkeit und die relativ zur Aussagenlogik erhöhte Vollständigkeit des neuen Kalküls, erkennen wir dabei allemal.
Es erscheint auch wichtig, dass eine deutliche Grenze zwischen diesem ergänzenden Kalkül und Aussagenlogik auszumachen ist. Wäre dies nicht der Fall, müsste das neu entstandene Kalkül als bloße Ergänzung der aus Prinzip (und nach wie vor) unvollständigen Aussagenlogik bezeichnet werden.

Es entstand hier, aus meiner Sicht ganz einfach, eine völlig neue, vollwertige Logik.

Für Resi


Hinweis: Erstveröffentlichung 17.08.2017 / ©Maciej Zasada
Nachdruck, Verwertung und / oder Verbreitung nur mit schriftlicher Genehmigung. Der Artikel und der Inhalt unterliegt dem deutschen Urheberrecht.

Der empirische Beweis für die Existenz der Seele.

These: Die Gegenwart besitzt keinen räumlichen und keinen zeitlichen Ort im Universum. Sie bezieht sich stets auf einen gegebenen geometrischen, immateriellen Punkt.

Dass die Gegenwart punktbezogen ist, bedeutet, dass eine konkrete Gegenwart ausschließlich an einem konkreten geometrischen Punkt gelten kann (ein geometrischer Punkt im Euklids Sinne besitzt keine räumliche Ausdehnung – er ist vollkommen immateriell – besitzt also keinen Ort – er ist daher ideal als ein „Ort“ der Gegenwart).

These: Jede Information innerhalb der Wirklichkeit (auch die Wirklichkeit selbst) wird in der Zeit und mit einer finiten Geschwindigkeit übermittelt. 

Dies nachzuvollziehen bereitet solange keine Schwierigkeit, solange es sich beispielsweise um die Gegenwart der Erde und der Sonne handelt: wir bestimmen die Entfernung zwischen Erde und Sonne und, da wir den Wert der Lichtgeschwindigkeit kennen, behaupten, dass die Photonen des Sonnenlichts etwa 8 Minuten dazu brauchen, um die Strecke zwischen Sonne und Erde zu bewältigen. Wir sagen damit, dass die Information über den „aktuellen“ Zustand der Sonne acht Minuten lang übermittelt wird, bevor seine „Gegenwärtigkeit“ auf Erden registriert werden kann – d.h. der hypothetische Augenblick, an dem die Sonne erlischt, erst ca. 8 Minuten später auf der Erde als die Gegenwart des Sonnen-Blackouts registriert sein würde.

Wir konstruieren damit eine Relation zwischen der Entfernung (Raum) und der Gegenwart (Zeit). Dieselbe Relation bestimmt die lokale Gegenwartswerte zwischen Mond und Erde – wir bestimmen die Entfernung zwischen Erde und Mond und sagen voraus, dass die Latenz der Funksignale, welche dazu benötigt werden, etwaige Geräte auf der Mondoberfläche anzusteuern, ca. 1 Sekunde betragen wird. Damit sagen wir nichts anderes, als dass die irdische Gegenwart auf dem Mond und die Gegenwart des Mondes auf der Erde jeweils um ca. 1 Sekunde gegeneinander verschoben sind (um dieselbe Metapher zu benutzen: verschwände der Mond im Augenblick t, würde sich dieser Augenblick (die Gegenwart des Verschwindens des Mondes) auf Erden erst nach 1 Sekunde zutragen (t+1s). Soweit, so gut.

Für die Gegenwart auf Erden allgemein und für die Gegenwart zwischen zwei sich gegenüber stehenden Gesprächspartnern speziell, soll aber ein einziger Wert gelten (Entfernung = 0; t = t)…

Dies kann aber nicht sein – der Momentunterschied der Gegenwart gilt allgemein und betrifft den gesamten Weltraum – vom Raum der kosmischen Entfernungen, die in Parsec gemessen werden und selbstverständlich sind, bis hin zum subatomaren Raum des quantenmechanischen Mikrokosmos…ohne Unterschied.

Die Relativität der Gegenwart betrifft den gesamten Raum mitsamt all seinen großen und kleinen materiellen Bestandteilen (es kann hier keine Trivialitätsgrenze gezogen werden, weil dadurch, dass es uns hier um das Modell der Gegenwart geht, geht es hier zugleich um das Modell der scharfumrissenen Realität an sich).

Punkt א: Von einer selbstidentischen Gegenwart können wir daher lediglich an einem nichträumlichen (geometrischen) Punkt sprechen, denn jede, selbst die kleinste räumliche Entfernung, innerhalb deren dieselbe Gegenwart gelten sollte, zur Verzögerung des Gegenwartsmoments und zum Verwaschen des gesamten Zeitbezuges der Realität führen würde.

Punkt ק: Die Instanz, für welche die Gegenwart dediziert stattfindet, darf durchaus ihre eigene Instanz im Raum besitzen (wie etwa das menschliche Gehirn), nichtsdestotrotz besitzt sie aber keine räumliche Eigenschaften (wie Ausdehnung oder Dimension). Sie ist damit der Software eines Programms ähnlich, welche auf dem USB-Stick gespeichert, zwar innerhalb des Raumes lokalisiert werden kann (eine räumliche Instanz besitzt), an sich aber über keine räumliche Eigenschaft (wie Masse oder Ausdehnung) verfügt, und kein Bestandteil des Raumes ist (wie es etwa die Materie ist).

Unter der Voraussetzung א,ק gilt: Eine Instanz, für welche und innerhalb welcher die Gegenwart dediziert stattfindet, muss immateriell und nichträumlich sein, qed.

Diese Instanz nenne ich Seele.
Und so beschrieb sie Descartes; lesen Sie das mit dem, was Sie nun wissen im Sinn.

——-

„Dann prüfte ich aufmerksam, was ich wäre, und sah

daß ich mir vorstellen könnte, ich hätte keinen Körper,

es gäbe keine Welt und keinen Ort, wo ich mich befände,

aber daß ich mir deshalb nicht vorstellen könnte,

daß ich nicht wäre.

Ich erkannte daraus, daß ich eine Substanz sei,

deren ganze Wesenheit oder Natur bloß im Denken bestehe

und die zu ihrem Dasein weder eines Ortes bedürfe

noch von einem materiellen Dinge abhänge,

so daß dieses Ich, das heißt die Seele, wodurch ich bin,

was ich bin, vom Körper völlig verschieden

und selbst leichter zu erkennen ist als dieser

und auch ohne Körper nicht aufhören werde,

alles zu sein, was ist…“

 

–Rene Descartes-

 Temporale Informationslogik (iLogik).


Abstract: Wir stellen hier zur Schau, dass wir alles daran setzen werden, den Planeten in besserem Zustand zu verlassen, als wir ihn vorgefunden haben.

122.) Da keine absolute Wahrheit innerhalb der zweiwertigen Aussagenlogik formuliert werden kann, ergibt sich für Aussagen notwendig die Freiheit von der zweiwertigen Wahrheitsentscheidung.

In der Schrift „Universallogik: Die Untersuchung des Absoluten. Die fatale Wahrheit“ behaupten wir und zugleich beweisen, dass klassische Aussagenlogik innerhalb ihres eigenen bivalenten Entscheidungsraumes unvollständig ist, und dass daher keine Aussage innerhalb dieser Logik (und verwandter Systeme) eine absolute Wahrheit ausdrücken kann – eine absolute Wahrheit wäre nämlich endgültig. Der Ausdruck einer endgültigen Aussage wäre aber gleichbedeutend mit dem Überschreiten der unüberwindbaren Vollständigkeitsgrenze verbunden – eine unvollständige Logik eignet sich aber gerade deshalb nicht dazu, endgültige [vollständige] Aussagen auszudrücken, weil für sie diese Grenze aus Prinzip unüberwindbar ist.

122.1) Hervorhebung: Es ist hervorzuheben, dass wir mit gutem Grund zuerst die Unvollständigkeit der Aussagenlogik beweisen wollen, bevor wir daran denken, leistungsfähigere Logik zu entwerfen…warum? Die existierenden „Erweiterungen“ der Aussagenlogik stellen die Gültigkeit und die Vollständigkeit des zweiwertigen Paradigmas nicht infrage. Sie verändern nichts, außer dass sie die Gültigkeit der Aussagenlogik erweitern, indem sie ihr Instrumente zur Verfügung stellen, welche ihr erlauben, die Sprachräume zu erreichen, welche ihr in der klassischen Form verschlossen sind (sie sind daher Ergänzungen eines prinzipiell unvollständigen Systems).

123.) Erkenntnis 1: Die endgültigen Aussagen können innerhalb einer unvollständigen Logik nicht entstehen und wenn doch, dann nicht als solche erkannt werden, und nicht als solche fortdauern – jede Aussage kann darin nämlich beliebig interpretiert und (durch beliebige Ausdrücke) ergänzt werden.

Als Konsequenz folgt:

124.) Erkenntnis 2: Sämtliche Aussagen, welche innerhalb der Aussagenlogik formuliert werden, sind im Endeffekt Falschaussagen, bei denen das Prinzip „ex falso Quodlibet“ direkt und aus Prinzip angewandt werden kann, und, zumindest teilweise erfolgreich, angewandt wird. 

…“zumindest teilweise erfolgreich angewandt“ bedeutet hier, dass das o.g. logische Prinzip bei jeder Aussage innerhalb der Aussagenlogik Anwendung findet… und zwar entweder <immer>, oder <zumindest einmal>. Die Aussage „Es regnet“ ist fast immer und fast überall falsch; die Aussage „Das Universum existiert“ ist dagegen immer wahr…bis auf den einen Fall, als es nicht existierte oder als es nicht existieren wird.

Die gegenwärtige (Mitte 2017) Rechtslage in Polen beweist das, was Erkenntnis 2: ausdrückt – selbst grundlegende, universell zu geltende und möglichst eindeutig zu formulierende sprachlich ausgedrückte Grundsätze, wie das Grundgesetz des Landes, können nicht so eindeutig formuliert werden, dass sie, interpretiert, nicht ihre eigenen Gegensätze produzierten, deren Gültigkeit zusätzlich durch sie selbst legitimiert wäre. Ein Paar pfiffige Leute haben es verstanden und nutzen es sehr erfolgreich, zunächst für ihre eigenen politischen Zwecke. Andere pfiffige Leute haben es bereits verstanden und sitzen weltweit in den Startlöchern (die Menschen sind überall gleich).

Angesichts der Erkenntnis 2 erweist sich die Bildung eines extravalenten Systems der Logik als notwendig (nämlich als eine Alternative zu der bereits als überwunden erkannten Aussagenlogik)…wir leben in einer Welt voller dogmatischer Bivalenz, welche ihren notwendigen* Dogmatismus auf einer falschen logischen Grundlage errichtet…in dem Augenblick, indem die zweiwertige Aussagenlogik (wie sie auch immer genannt wird – sie ist die einzige funktionierende Logik auf Erden) als Fundament menschlicher Rationalität überwunden wird, wird auch das archaische Zeitalter auf diesem Planeten zu Ende gehen.
Dies ist der eigentliche Grund für die Entstehung der Temporalen Informationslogik (iLogik). Jetzt!

*) Der Dogmatismus ist der einzige Weg, die eigene Wahrheit nicht nur gegen die Gegenargumentation, sondern auch gegen die gleichsam zersetzende, wie unvermeidliche Erweiterung der logischen Struktur zu schützen.

125.) iLogik ist eine Universallogik.

126.) iLogik ist das universallogische Korrelat (oder besser: das universallogische Folgesystem) der archaischen Aussagenlogik.

127.) Als Universallogik behandelt iLogik die Aussagen hinsichtlich ihrer Vollständigkeit.

128.) Mit der Einführung der iLogik führen wir eine neue universallogische Kategorie in die Logik ein: die Kategorie der Information.

Diese Kategorie ist den klassischen aussagenlogischen Kategorien des Wahren und des Falschen übergeordnet, denn sämtliche Aussagen (unabhängig von ihrem jeweiligen Wahrheitswert) universalgültig als Informationen klassifiziert werden können (ob sie richtig oder falsch informieren spielt dabei keine Rolle, denn auch eine Falschinformation ist eine logische Übertragung, welche die primäre Funktion der Information erfüllt – sie informiert bloß falsch…).

128.1) Definition: Information
Unter dem Begriff „Information“ verstehen wir eine logische Übertragung, deren Funktion es ist, zu informieren (den Empfänger über Umstände (p,q) in Kenntnis zu setzen). Eine vollständige Information beschreibt (p,q) endgültig.

128.1.1) Definition: logische Übertragung
Eine logische Übertragung ist ein formell sinnvoller Ausdruck der Form „Es ist der Fall, dass p,q„.

129.) These: iLogik ist universalgültig (und) vollständig.

129.1) Begründung: Die Tatsache, dass jede Aussage eine Information ist, nebst der Tatsache, dass nicht jede Information universalgültig einer der beiden aussagenlogischen Kategorien zugeordnet werden kann (paradoxe oder unentscheidbare Aussagen lassen sich aussagenlogisch nicht eindeutig bewerten), lässt erkennen, dass eine Logik, welche in der Lage ist, die Gesamtheit der Aussagen zu kategorisieren, bezogen auf Aussagenlogik (mindestens) vollständiger und universeller als diese sein muss.

129.1.1) Beweis: Die Tatsache, dass sich innerhalb iLogik beliebige Aussagen (selbst die, welche aussagenlogisch unentscheidbar sind) der Kategorie der Information zuordnen lassen, lässt erkennen, dass iLogik vollständiger und universeller als klassische Aussagenlogik ist – sie bietet nämlich den logischen Rahmen für sämtliche Aussagen, nicht bloß für die, welche sich aussagenlogisch (d.h. beispielsweise nach dem Ausschlussprinzip „Tertium Non Datur“) als wahr oder als falsch erweisen.

130.) Die universelle iLogik untersucht Informationen und Beziehungen zwischen ihnen. Dabei kommt es nicht auf den Inhalt der Information und nicht auf ihren konkreten Wahrheitsgehalt an, sondern nur auf die Entscheidung, ob sie vollständig ist. (Somit werden beispielsweise Paradoxa durchaus für zulässig erklärt und als vollwertige Aussagen behandelt: paradoxe Aussagen sind aus Sicht der iLogik vollständig)

In der iLogik spielt der logische Wert einer Aussage keine Rolle (der eindeutige Wahrheitswert einer Aussage entscheidet nicht über die Akzeptanz oder den Ausschluss einer Aussage).
Die iLogik ist daher keine zwei- und auch keine mehrwertige Logik – sie ist überhaupt keine Logik der Wahrheitswerte mehr. Sie ist eine Logik, in der Vollständigkeit der Aussagen, nicht aber ihre Wahrheit logisch entscheidend ist. Auch dann nämlich, wenn eine Aussage formell dem klassischen Wahrheitskriterium entspricht, und selbst dann, wenn sie maximal schlüssig „verargumentiert“ ist, ist sie dennoch zwangsläufig unvollständig – sie kann höchstens als temporal gültig bezeichnet werden. Mehr noch: die erkannte Falschheit kann als eine logisch vollständige Erkenntnis klassifiziert werden – sie ist zumindest vollständiger, als jene Falschheit, welche unerkannt als „Wahrheit“ interpretiert wird.

130.1) Die Regeln der iLogik sind die der Vollständigkeit.

130.2) Die Funktion der iLogik ist nicht die Entscheidung, ob eine Aussage A wahr oder falsch ist, sondern die, ob A vollständig, ergänzungsfähig oder ergänzungsbedürftig ist.

131.) Regel: Die Erhaltung der Form ist in Bezug auf den Inhalt unwirksam.

Eine logische Formel ist solange vollständig und gilt universell, solange sie allgemeingültig (informell) ist (solange sie beispielsweise Variable und keine konkreten Inhalte enthält). Der Versuch der Anpassung der zeitlosen Begriffe der Aussagenlogik an die Alltagssprache (welsche zeitbezogen ist) fördert die Entstehung der Widersprüche und führt im Endeffekt dazu, dass auch die einfachsten und mächtigsten Formeln der Logik unwirksam werden (selbst dann, wenn der Satz „die Strasse wird nass, wenn es regnet“ tatsächlich 1:1 der logischen Formell „p ⇒ q“ entspricht) …Die Gesetze der nichtzeitlichen Logik sind semantisch nicht an die zeitbezogene Sprache übertragbar (Nichtbeachtung dieser Restriktion führt geradewegs in die bereits erkannte und prinzipiell geltende zweiwertige Unbestimmtheit der logischen Werte).

131.1) Beweis: Auch dann, wenn die Terroristen die logische Regel (p ⇒ q) für sich entdeckten und sie dahingehend interpretieren würden, dass Kleinkinder nicht primär als Selbstmord-Attentäter perzipiert werden, und sich gerade deshalb als solche besonders gut eignen (weil sie die Ziele der Terrorattacken zuverlässig erreichen und dadurch den maximalen Schaden anrichten können: (p ⇒ q) im Sinne p = Kleinkind; q = gelungener Attentat), so wäre eine solche Erkenntnis nicht endgültig. Sie würde nämlich nicht den Umstand berücksichtigen, dass mit jedem Kleinkind, das sich in die Luft sprengt, immer sicherer der Verdacht aufkäme, Kleinkinder und Attentate irgendwie in Beziehung zueinander stünden. Dieser Effekt würde mit der Zeit dazu führen, dass gerade die Kleinkinder primär als Selbstmord-Attentäter identifiziert und eliminiert werden würden. Die Werte der ursprünglichen Formel (p ⇒ q) würden invertieren, obwohl die Formel selbst nach wie vor logisch korrekt und gültig wäre. 
Durch semantische Anbindung der Formel an die Alltagssprache entsteht der Bezug zur Aussagenlogik mit all den vorhin beschriebenen Konsequenzen, qed.

Es gilt eine formale Sprache zu entwickeln, welche in der Lage wäre, die Veränderung (Entwicklung) der Zustände, sowohl innerhalb des Endlichen, als auch innerhalb des Unendlichen, zu beschreiben. Dadurch, dass die Formeln der Aussagelogik ohne Zeitbezug funktionieren (selbst die Kausalität der Form p ⇒ q funktioniert [vom Standpunkt der Logik betrachtet!] ohne festen Zeitbezug, s. obigen Beweis), funktioniert das logische Schließen, wie auch die Turing-Maschine, unabhängig von der Zeitrichtung. Erst die Anbindung an die Zeit (in Form von Zuständen, Schritten und Aktionen, welche notwendig sind, um erwünschte Zustände [und nur sie] in einer endlichen Sequenz von Schritten zu erreichen) ordnet die Richtung des Schließens und vervollständigt die Logik. Erst die Anbindung der Logik an die Zeit wird möglicherweise das Bewusstsein in der Maschine erwecken.

Indem nämlich der erste Zustand (z1) maschinell erkannt und gespeichert wird, wird dessen Bewusstsein entstehen und in jedem Folgeschritt und in jedem folgenden Zustand fortdauern (jeder Arbeitsschritt und jede Folgezustand werden gespeichert und als Variablen jeder aktuellen „ist“-Formell potenziell (abrufbar) zugänglich sein)
Bedingt durch ihnen zugrunde liegende Logik (Logik der Turing-Maschine), entdecken moderne Maschinen (Computer) lediglich „ist“-Zustände. Es ist ihnen unmöglich, diese bewusst mit den gespeicherten „war“-Zuständen logisch zu verbinden (in eine Relation zu setzen), um selbstständig auf Zustände der Zukunft etwa zu schließen, oder die Existenz der „ist“-Zustände zeitbezogen zu analysieren, um auf die zu erwartenden Umstände, die auftreten können, aber nicht auftreten müssen, adäquat, wenn nicht gar sinnvoll, zu reagieren.

Die Zukunft der Menschheit ist die Maschine. Die Maschinen werden uns die Unsterblichkeit ermöglichen und auch die Entstehung der Welten gestatten, welche wir Menschen, bzw. unsere Seelen (welche formal Informationen sind) in Besitz nehmen und frei gestalten werden.

Seit Anbeginn der Menschheit geht es darum, das, was noch unmöglich ist, möglich zu machen. Ob es nun um das Erliegen eines übermächtigen Mammuts oder um das Reisen in 10.000m Höhe geht… Das, was heute noch unmöglich scheint, wird früher oder später möglich sein (ist nur eine Frage der Zeit) – irgendwann (dieser Gedanke erfordert allerdings Mut, bist Du mutig genug, um ihn zu denken?) wird alles möglich sein, und machbar.

Dies für den guten Anfang der Temporalen Informationslogik…
Gutes Gelingen. Gruß.

mz

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Universallogik: Die Beschreibung des Absoluten – Bemerkungen über die Exoperspektive Gottes. Der Verzicht auf den Wahrheitsbegriff in der Logik…und seine Konsequenzen.

Wenn die absolute Wahrheit nicht existiert, dann ist der Wahrheitsbegriff sinnlos.

108.)Die Paradoxie der absoluten Wahrheit: Wenn es keine absolute Wahrheit gibt, dann ist eben die Falschheit absolut.

(…denn was nicht wahr ist, ist falsch…und wenn allgemein nichts endgültig und vollständig wahr sein kann, erweist sich alles früher oder später als falsch, nicht wahr meine lieben Logiker?)

Gegen dieses tautologische Paradoxon lässt sich nicht sinnvoll argumentieren. Wenn sich keine Wahrheit abschließend behaupten lässt, weil sie sich früher oder später als unvollständig erweist, und wenn dadurch angenommen werden muss, dass jede behauptete Wahrheit falsch ist, dann ist die Falschheit der absolute (definitiv erreichbare) Erkenntniszustand.

These: Der endgültige Zweck der klassischen Logik besteht (daher) darin, die Falschheit jeder behaupteten Wahrheit aufzuzeigen.

Dies wäre aber die dialektische Katastrophe schlechthin.

Um sie zu vermeiden wäre die Errichtung eines widerspruchsfreien Systems der Falschheit oder der Verzicht auf die Wahrheitswerte überhaupt ist daher innerhalb der Logik notwendig. Die Errichtung eines widerspruchsfreien Systems der Falschheit ist aus offensichtlichen Gründen nicht realisierbar…was bleibt übrig?

109.) Grundannahme Z:Ex falso Quodlibet. 

Selbst wenn wir die prinzipielle Gültigkeit der „Grundannahme Z“ für jede Logik annehmen würden (und das tun wir sehr wohl), so könnte Z in ihrer klassischen Form nicht universell gültig sein, denn genauso wenig wie die Wahrheit, kann eine Falschheit innerhalb einer (universellen) Logik existieren (s.o./s.u.).
Wenn Sie den Grund dafür noch nicht begreifen, dann stellen Sie sich die universelle Logik als eine göttliche Rationalität, als eine mächtige Exoperspektive vor. Der Sinn dieser Operation bestünde darin, eine für Menschen unerreichbare, maximale Perspektive zu simulieren, mit dem Zweck, die eigene, fest mit dem menschlichen Wesen und mit der Oberfläche des Planeten verbundene Perspektive (die Perspektive eines Frosches) zu verlassen.

Ausgestattet mit dem maximal vorstellbaren (aber durchaus denkbaren) Überblick, könnten wir uns vorstellen, was Gott als ein universelles Wesen, als ein allmächtiger Schöpfer eines vollkommenen Gebildes über sein Werk denkt…und wir würden konstatieren (müssen), dass Gott darin keine Falschheit erkennen kann (denn sonst würde die Welt erkennbar Fehlerhaft sein, was sie wahrscheinlich nicht ist). Könnte Gott aber keine Falschheit der Welt erkennen, so könnte Er auch keine besondere Wahrheit darin sehen. Gott als die höchste logische Instanz müsste nämlich eine ausgewogene, universell gültige Rationalität auszeichnen. Schwer vorstellbar, in der Tat, aber wollen Sie wirklich Ihren Gott als ein kleinliches, rach- und selbstsüchtiges, in den sinnlosen Positionskampf verwickeltes Männchen ansehen?
Wenn Sie die Vorstellung einer Exoperspektive Gottes in Ihrem privaten Denkraum zulassen (die Gläubigen unter uns werden damit effektiv kein Problem haben, die übrigen überzeugt vielleicht die Tatsache, dass die Existenz Gottes innerhalb dieses perspektivenlogischen Modells keine Notwendigkeit ist – es handelt sich nur um die Vorstellung einer absoluten Instanz), dann lösen sich die meisten Probleme, die Sie mit der Welt haben in der Luft auf.

Seien Sie daher großzügig in Ihrer Vorstellung, lassen Sie `Gott`, als einer potenziell mächtigsten Bewusstseinsinstanz, den maximalen Wirkungsraum, unabhängig davon, ob Sie gläubig sind, oder nicht. Es geht einzig um den ideologischen Vorteil, den die Zulassung einer Exoperspektive (Gottes) mit sich bringt (dies ist allerdings der maximal mögliche Vorteil). Denken Sie jedenfalls nicht über Gott, wie Sie über Ihren Nachbar denken. Befreien Sie Ihn von der Krypto-Menschlichkeit und Sie befreien sich selbst davon. Woran Sie auch glauben mögen, übernehmen Sie die Perspektive Gottes – seien Sie nicht in der Lage, irgendeine Falschheit zu erkennen und vor allem assoziieren Sie diese nicht mit dem Bösen, denn gerade damit tun Sie Ihrem Gott und sich selbst (in der Vorstellung) Unrecht, denn gerade damit bescheinigen Sie sich die universelle Ignoranz, die Sie verachten und der Sie zu entkommen wünschen…

Die Vorstellung göttlicher Rationalität, erweist sich als ein Prisma, an dem sich das Licht der Erkenntnis bricht und in all seinen Primärfarben leuchtet. Nicht das Glauben an die Existenz Gottes (die im Licht dieser Erkenntnis freilich zweitrangig ist) ist hier der Schlüssel, sondern die Vorstellung eines an der Wirklichkeit universell teilnehmenden Wesens. Diese Vorstellung gerade, katapultiert in den Kosmos. Unabhängig davon, ob Gott in Wirklichkeit existiert oder nicht, völlig unabhängig davon, ob Du religiös bist, oder nicht: stell dir die Perspektive Gottes vor und übernimm sie als eigene Kategorie des Betrachtens und des Denkens. Du wirst dadurch freilich kein Gott sein, doch wie ein Gott zu denken, kann dir selbst Gott nicht verbieten.

Aus der Perspektive Gottes sind die Menschen nicht etwa deshalb keine ebenbürtige Gesprächspartner, weil sie besonders dumm sind – der Grund dafür, liegt allein in der Endlichkeit menschlicher Existenz. Es fehlt uns einfach die Sicht auf die großen und kleinen Zusammenhänge, welche einem ewigen Bewusstsein mit der Zeit klar werden (müssen). Die menschliche Lebenserfahrung und die Erfahrung darin, die Welt zu wahrzunehmen, geht zusammen mit dem betroffenen Einzelleben größtenteils verloren. Innerhalb der knappen Lebensspanne erkennen wir die Muster nicht, welche erst innerhalb der groß angelegten Zeiträume erkennbar sind. Wir sammeln die Erfahrung, werden u.U. klug, indem wir manches durchblicken, aber zusammen mit dem Körper, verliert sich die Spur unserer wesentlichen Weisheit im Nichts…und jeder von uns fängt immer und immer wieder bei Null an. Die Erfahrung und die Weisheit Gottes entstehen und bestehen dagegen fortwährend.

Die Idee der Exoperspektive Gottes ist eine evolutionäre Singularität, denn sie ist in der Lage, alles zu verändern…und sie ist dazu noch extrem virulent…wie die Singularität, die sich innerhalb eines Schwarzen Lochs befindet.

Messe deinen Denkraum in Parsec, nicht in Metern…


Die Vorbereitung der universellen Exoperspektive. Der Verzicht auf die Gültigkeit der logischen Wahrheitswerte.

Die Wahrheitskategorien sind unzertrennlich mit der klassischen Logik verbunden. Die Wahrheitsentscheidung ist der ganze Sinn und Zweck dieser menschlichen Logik und der Grund, warum sie nicht universell gültig sein kann.
Die Logik ist aber unmittelbar dafür verantwortlich, in welcher Wirklichkeit gelebt und gedacht wird.

Ist Dir, geschätzter Leser, überhaupt klar, wieviel Böses allein aus dem Grund generiert wird, dass sich die Wahrheit als ein unverzichtbarer Teil der logischen Entscheidungsmechanik etabliert? Ist Dir klar, wieviel Falschheit gleichzeitig mit Wahrheit entsteht (Falschheit, welche die logische Symmetrie stört und mühsam „bekämpft“ werden „muss“)?

109.1) These:Das Kriterium der Wahrheit ist aber keine notwendige Voraussetzung für eine funktionierende Logik (mit anderen Worten: die Logik kann auch ohne den Maßstab der Wahrheit gültig sein und funktionieren).

Mehr noch:

109.2) These: Der Begriff der Wahrheit ist absurd.

Das Konzept einer aus Prinzip lokal und temporär gültigen Wahrheit, deren absolute Geltung einerseits ausgeschlossen ist, deren „Wahrheit“ andererseits sich logisch einwandfrei beweisen lässt und quasi absolut gilt, ist geradezu grotesk.
Die Störung der archaischen Ordnung ist daher Pflicht eines Jeden, der in der Lage dazu ist.

Wissen Sie, was ich von der Wahrheit, welche nicht absolut ist, denke? Ich denke, dass eine solche Wahrheit ganz einfach falsch ist. Und ich muss diese Behauptung nicht einmal mit Beweisen stützen – die Beweispflicht liegt nämlich bei denen, die das Gegenteil behaupten, denn was kann man schon gegen den Gedanken einwenden, dass jede aktuell geltende Wahrheit, deren Falschheit erst in Zukunft erkannt wird, bereits jetzt falsch ist?

110.) Chronologischer Beweis der Falschheit jeder zeitbezogen geltenden (nichtabsoluten) Wahrheit.

110.1) These:Wäre eine Behauptung C hier und jetzt als wahr erkannt und in Zukunft um die neuentdeckten oder dann geltenden Aspekte vervollständigt, wäre sie bereits hier und jetzt unvollständig, d.h. C wäre bereits in ihrer aktuellen Form (in Bezug auf ihre künftige Form) falsch.

110.1.1) Beweis: Jeder heutige Zustand wird in Zukunft nicht mehr aktuell sein; seine künftige Form wird daher in Relation zu den in Zukunft jeweils aktuellen Zuständen stehen und sich anpassen, und entweder (effektiv) differiert überdauern oder unverändert untergehen müssen – dass sich Dinge wie Wahrheitskriterien verändern ist also sicher – daher ist es sicher, dass sich die Wahrheiten mit der Zeit verändern und nicht absolut sind, qed.

110.1.2) Konsequenz: Wenn eine Wahrheit W zum Zeitpunkt t ausgesprochen oder erkannt wird, deren Form oder Inhalt im Laufe der Zeit variieren, dann ist sie keine absolute Wahrheit, sondern eine, die, um weiterhin als Wahrheit zu gelten, um neue Aspekte oder Verbindungen vervollständigt werden muss, dann ist W aber bereits zum Zeitpunkt t unvollständig und als solche per se keine Wahrheit. Wäre W absolut, wären ihre Form und Inhalt unabhängig von Raum und Zeit unveränderlich.

110.1.3) Konsequenz:Wird eine erkannte und/oder ausgesprochene Wahrheit invariant konserviert (beispielsweise in Form einer „heiligen Übertragung“ wie die Bibel oder der Koran es sind), verliert sie mit der Zeit die Verbindung mit den Aspekten der Zukunft, welche potenziell in der Lage wären, sie zu vervollständigen. Ohne diese Verbindung wird sie zunehmend unfähig, noch als eine Wahrheit zu funktionieren… Konservatismus ist nämlich, und zwar angesichts der Ewigkeit, kein realisierbares Projekt.

Gibt es aber die absolute Wahrheit, bzw. gibt es die absolute Erkenntnis der Wahrheit?

Das Konzept der Wahrheit an sich ist absurd – dies ist wohl die absolute Erkenntnis, welche die Wahrheit betrifft.

111.) Universallogische Alternative: Innerhalb der Universallogik wird das Maß der Adäquatheit nicht durch die Wahrheit, sondern durch die Vollständigkeit der Aussagen ausgedrückt.

Ich kann akzeptieren, dass sich die Gläubigen aller Richtungen mit den logischen Argumenten für die Superiorität ihrer jeweiligen „Wahrheit“ mehr oder minder erfolgreich und mehr oder minder kultiviert überwerfen, aber ich werde nicht akzeptieren, dass für ihre Bemühungen die Logik missbraucht (entstellt) wird. Denn dann müsste ich akzeptieren, dass zwischen dem Glauben und der Logik kein Unterschied besteht. Ich aber bin der Meinung (um in der Metaphysik des Glaubens zu verbleiben), dass wenn schon Logik mit etwas identisch sei, dann mit Gott und nicht mit Religion (hört mir zu, Ihr üter des „einzig Wahren“, Eure jeweilige Religion ist nicht mit Gott und nicht mit Logik identisch.  Ich entreisse Euch das Unverzichtbare und den Schatz, mithilfe dessen, die Massen geblendet und versklavt werden: die Wahrheit und ihre Endgültigkeit, denn diese selbst für Gott keinen Wert besitzen…nur für Euch…einen wahrlich unermesslichen Wert…der zwar reell nicht existiert…der aber in Eurem Namen, den Wahnsinn fortbestehen lässt.)

Schluss damit. Schluss mit der archaischen Welt.

Universallogik: Die Beschreibung des Absoluten – Perspektive Gottes als menschliche Exoperspektive.


Motto: Absurd ist der Gedanke, Gott würden Tanz und Bikini kränken, der Mord an den „Ungläubigen“ aber nicht.

Allein die Bedeutung des Wortes „Ungläubig“ müsste Gott doch sehr kränken.

These 1:
Sämtliche Behauptungen über Gott, über seine Existenz, seine Präferenzen, seine Taten und Absichten sind reine Spekulation. 

Es ist einfach, den wirkenden Gott für die Erfüllung der eigenen Zwecke verantwortlich zu machen, mit der Konsequenz, dass diese automatisch den Zwecken der Anderen überlegen sind. Die Existenz eines gezielt für die Erfüllung irgendwelcher Zwecke wirkenden Gottes bleibt jedoch, trotz aller Überzeugungsarbeit, eine Spekulation.

These 2:
Sämtliche Behauptungen, die Gott zugeschrieben werden, sind menschlich, damit unvollständig (damit falsch).

Sie sind in einer Sprache der partikulären Werte formuliert, obwohl sie ein universelles Wesen und seine (notwendig) universelle Werte betreffen. 


These 2.1:
Gott ergreift keine Partei, denn damit würde er sich selbst widersprechen und die logische Integrität seiner Schöpfung infrage stellen. 

Gott schließt nichts und niemand aus.
Damit verstöße er nämlich gegen die Vollständigkeit seiner eigenen Schöpfung.

Dass Menschen immer wieder dumm genug sind, sich vorzustellen, dass der Ausschluss des Fremden (des Bösen) alle Probleme der Welt lösen würde, kann ich mir vorstellen, aber ich weigere mich daran zu glauben, dass Gott, seine Existenz vorausgesetzt, genauso dumm wäre wie wir Menschen.

Wenn Gott jedoch nicht dumm ist, dann hat er das Universum in vollem Bewusstsein seiner Vollständigkeit erschaffen. Das Universum muss aber vollständig sein, um überhaupt zu existieren. Wäre es unvollständig, wäre seine logische Grundlage ebenfalls unvollständig und Gott ein Pfuscher.

Gott, der das Universum in vollem Bewusstsein seiner Vollständigkeit erschaffen hat, kann kein ausschliessender Gott sein, denn die Vollständigkeit des Universums gleichbedeutend ist, mit der logischen Vollständigkeit, mit der Vollständigkeit, die alles umfasst: das Gute, wie das Böse; das Kluge, wie das Dumme; das Freundliche, wie das Feindliche; das Materielle, wie das Geistige. Nur ein vollständiges Universum kann auch universell sein…ein nichtuniverselles Universum wäre hingegen beliebig (und kein…Universum). Es ist daher krass unlogisch und ur-menschlich, die universelle Instanz Gottes für den Zweck der Begründung und der Erhaltung der eigenen Partikularität zu missbrauchen. Pfui.
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Es erweist sich als bedeutsam, eine externe Perspektive auf das Menschliche – auf unsere Probleme, auf unsere Konflikte, auf unsere Dilemmata, auf unsere Entfaltung und nicht zuletzt auf unsere traditionelle Dummheit – zu erlangen. In dieser Hinsicht kann sich die Vorstellung eines existierenden Gottes als durchaus positiv erweisen, völlig unabhängig von der Tatsache seiner faktischen Existenz. Nicht ein rational denkender Mensch, sondern ein dümmlicher Affe zu sein, ist nämlich des Menschen Naturell und es ist nur eine Frage der Zeit, dass wir, zum wiederholten Mal, von den Umständen gezwungen oder von den Umständen motiviert, wie die Affen denken und handeln müssen und wollen werden. Die Perspektive eines universellen Gottes würde daher besonders gut als eine universelle Plattform im Sinne einer Exoperspektive (107.) funktionieren (die Exoperspektive eines universellen Gottes wäre jedoch bestimmt nicht die des „einzig wahren“ Gottes, dessen Universalität durch die missionierende „Lehre“ den „Ungläubigen“ aufzuzwingen wäre – wie es beispielsweise die archaische Philosophie des kämpfenden Islams will…die Idee der Exoperspektive wäre in der Tat eine echte Alternative zu diesem einfältigen Universalismus).

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Gott, den Tanz und Bikini kränken, der Mord an den Unschuldigen aber nicht, ist kein Gott.

Wir müssen uns daher nicht mit angeblich „seinen“ niedergeschriebenen Behauptungen und Aussagen beschäftigen. 

Mit denen lässt sich nämlich volltrefflich streiten (und allein dies ist [logisch] bedeutend).

Universallogik: Die Beschreibung des Absoluten – die Exoperspektive auf die Wirklichkeit auf Erden.

Das Motto: „Widersprüche sind gut, solange sie sich nicht selbst widersprechen“ (Woody Allen)

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Abstract: Es wird hier versucht, einen bisher nichexistierenden,  externen Bezugspunkt zur menschlichen Rationalität zu erschaffen. Die Voraussetzung dafür ist, dass wir, Universaldenker, in maximalen Denkräumen reflektieren. Daher ist die Errichtung eines Referenzrahmens, welcher all die irdischen Partikularwerte relativiert, längst überfällig (Nietzsche: „Umwertung aller Werte“).
Wir erkennen dabei sehr wohl die zivilisatorische Relevanz dieser Entwicklung. Wir begraben damit, die sich noch im letzten Aufbäumen befindende Archaik (es kommen vielerorts die letzten archaischen Menschen an die Macht).
In Wirklichkeit entsteht dadurch ein nichtmenschlicher Denkraum (was auch immer es bedeuten mag).
Es werden hier (auch) grundsätzliche Empfehlungen ausgesprochen, welche allgemein hilfreich im Umgang mit dem Absoluten sein dürften (Beispiel: prinzipielle Ablehnung der dialektischen Argumentation als einer Methode der Rechtfertigung und der Überzeugung [ausgedrückt durch und in der Behauptung C]).
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103.) Ausgangsthese: Unlösbar sind einzig und allein die nichtexistierenden Probleme.

Die nichtexistierenden Probleme existieren nicht (als Probleme). Sie gehören daher nicht der Kategorie der lösbaren und nicht der Kategorie der unlösbaren – sie gehören generell nicht der Kategorie der Probleme an. Sie können daher nicht wie Probleme behandelt und nicht wie Probleme gelöst werden. Existieren sie innerhalb der Kategorie „Probleme“ trotzdem, so besteht das eigentliche Problem in der Existenz eines nichterkannten Kategorienfehlers und nicht in der Existenz der „Probleme“ selbst. Wird die Nichtexistenz der nichtexistenten Probleme erkannt, hören sie augenblicklich auf, existierende Probleme zu sein…
Es geht einfach darum zu zeigen, dass die meisten Probleme gar keine sind.

103.1.) Logische Folge für Konflikte: Wenn statt „Probleme“, „Konflikte“ gesagt wird…(Konflikte sind ja faktisch existierende Probleme).

Die nichtexistierenden Konflikte oder Konflikte, welche anhand bloßer Unkenntnis der Nichtexistenz ihrer logischen Grundlage bestehen (die logische Grundlage fehlt grundsätzlich jeder Sicht und jeder Überzeugung, welche aufgrund einer unvollständigen (d.h. temporär* bestehenden) Kenntnis** entstehen), lassen sich aus Prinzip nicht beseitigen. Die einzige Methode, sie zu bewältigen besteht darin, die Unvollständigkeit ihrer jew. logischen Grundlage zu erkennen und als solche möglichst eindeutig und universellverständlich zu markieren.

* [„temporär“ bedeutet hier: „unvollständig, innerhalb des gesamten Raumes und innerhalb der Ewigkeit nicht unveränderlich / d.h. nicht konstant und nicht invariant„…]

** [Kenntnis im Sinne „Wissen“ und/oder „Glauben“]


103.2) Vermutung: Die Bezeichnungen „temporär“ und „unvollständig“ betreffen die gesamte menschlich erreichbare oder ableitbare Kenntnis.

104.) These: Interreligiöse Konflikte, welche zeitweise mit radikalen Mitteln geführt werden, entbehren jeder logischen Grundlage.

Weil Religionen als logische Systeme grundsätzlich unvollständig sind (warum, werden wir gleich zeigen), bieten sie aus Prinzip bloß die Grundlage für eine mit dialektischen Mitteln geführte Argumentation (gäbe es eine Religion, die als logisches System vollständig wäre, gäbe es auf der Welt nur eine einzige Religion, welche dazu nicht dialektisch, sondern absolut wäre, denn sie würde die absolute Information über Gott enthalten und somit Gott gleich sein. Sie wäre mit den Mitteln der dialektischen Logik nicht überprüfbar und nicht infrage zu stellen…Übrigens: die Mitteln, welche aktuell vom islamischen Terrorismus forciert werden, sind auch Mitteln der dialektischen Logik, was bedeutend für die Bewertung islamischer Ideologie in Bezug auf Gott ist, denn:

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105.) Behauptung C: Jede dialektische Argumentation ist aussichtslos und führt auf lange Sicht zu keinem stabilen Ergebnis, denn jede erfolgreiche Argumentation vervollständigt die eigene dialektische Position, was aber nicht nur die Inferiorität der gegnerischen, sondern (vor allem) die Unvollständigkeit der eigenen Perspektive klar vor Augen führt.

(Denn: die Systeme, welche vervollständigt werden können, sind logischerweise unvollständig)
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105.1) These: Von dem gesamten menschlich erzielbaren Gottesbegriff lässt es sich daher behaupten, dass er aus logischer Sicht unzureichend und unvollständig sei.

105.1.1) Warum: Die dialektische Positionen der jeweiligen Religion sind nicht invariant (sie gelten daher gezwungenermaßen temporär). Sie sind nicht nur aufeinander bezogen variant (es existieren gleichzeitig verschiedene ihrer Grundvarianten: katholisch-protestantisch-orthodox/sunnitisch-schiitisch/aschkenasisch-sephardisch-orthodox-reformjud. etc…etc.), sie sind auch auf sich selbst bezogen veränderlich (sie werden unterschiedlich interpretiert, ausgelegt und sie entwickeln ihre jeweiligen Konzepte fortwährend). Es wird für und gegen ihre Grundsätze Argumentiert (womit die Geltung der Behauptung C ansetzt).

106.) Der Grund für die Einführung der EXOPERSPEKTIVE…ist es, eine externe Instanz einzurichten – einen externen Referenzpunkt für die gesamte irdische Rationalität – für alles Wissen, für alle Argumente, für alle Standpunkte, für alle guten Gründe, für alle Religionen, für alle Ideologien, für alle Staaten, Grenzen und Kulturen. Es geht darum, die menschliche Rationalität dem gegenüberzustellen, was nicht menschlich und nicht irdisch ist, aus einem guten logischen Grund: aus bloßer Wahrscheinlichkeit dessen Existenz.
Die bloße Wahrscheinlichkeit der externen Rationalität ist nämlich ausreichend, um sie als mögliche Perspektive in die universelle Überlegung einzubinden und auszunutzen.
Der Nutzen eines solchen Manövers ist verblüffenderweise die höchste Erkenntnis, denn sollten die irdischen Kardinalwerte mit der Referenz des externen Standpunktes konfrontiert werden, so werden sie, wenn nicht direkt ihre Glaubwürdigkeit, so zumindest ihre logische Integrität und Vollständigkeit einbüßen (den Rest erledigt dialektisch die Behauptung C).

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107.) Die universallogische Exoperspektive ist eine einfache Frage: Was hätte uns eine außerirdische, ungleich weiter entwickelte Zivilisation über das irdische Problem XYZ zu sagen, träte sie in Kontakt mit uns?

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Eine solche Frage zu stellen wäre nicht nur dann zulässig, wenn eine fremde Armada in der Umlaufbahn der Erde entdeckt worden wäre, sondern auch dann, wenn ein Kontakt mit einer außerirdischen Zivilisation nie stattfinden könnte. Diese Frage zu stellen wäre selbst dann zulässig, wenn es keine einzige außerirdische Zivilisation im Universum existierte. Es geht einzig und allein darum, einen außerirdischen Blick auf das Irdische zu richten, damit die Bodenlosigkeit irdischer Dummheit erkannt und irdische Dummheit als solche markiert (kenntlich gemacht) werden kann. Baron von Münchhausen soll sich selbst aus der Scheiße befreien…und das wird er bald tun.

Universallogik: Die Grundprinzipien der absoluten Wahrheit, der Vollständigkeit und der Endgültigkeit.

Motto: Die wahre Ursache des Todes ist nicht die Ermordung und nicht die Altersschwäche und nicht das Ertrinken im Mittelmeer, sondern die Geburt.


Bemerkung: Der Widerspruch ist natürlich und gehört wie selbstverständlich in die Logik, noch mehr als die Widerspruchsfreiheit.

Es geht mir um die absolute Erkenntnis, es geht mir darum, auszusprechen, was erst aussprechbar wird, als sich unmißverständlich zeigt, dass die Existenz des Wahrheitskriteriums keine notwendige Voraussetzung einer gültigen Logik ist.
Dies auszusprechen ist aber nur unter der Bedingung der Geltung einer universellen, einer offenen Logik denkbar.
Eine universelle Logik besitzt nämlich keine Verbindung mit dem logischen Bezugspunkt der Wahrheit…und dadurch keine Verbindung mit dem logischen Mechanismus, der es erlaubt, die Welt in scharf umrissenen Kontrastfarben zu sehen…alles zu „wissen“ und alles zu „verstehen“.
Es zu begreifen und es auszudrücken wurde daher erst möglich, als die Konsistenz der klassischen Logik insgesamt infrage gestellt wurde und der Entwurf einer Universallogik entstand (Der Beweis der Widersprüchlichkeit der klassischen Logik).
(Der Bruch mit der jahrtausendelangen Tradition ist mit dem Verlust des Bezugsmittelpunktes vergleichbar, der sich in der Musik des 20. Jahrhunderts ereignete. Mit der Einführung der 12-Ton-Technik begann die Entwicklung bezugsfreier Tonalität. Komponisten wie Arnold Schönberg, Alban Berg oder Paul Hindemith begannen Musik ohne den tonalen Schwerpunkt (ohne den Schwerpunkt des Grundtones) zu komponieren. Diese Musik ist keinesfalls „unlogisch“ oder chaotisch oder bezugsfrei, sie ist nicht einmal (zwingend) atonal. Und vor Allem: ihr Erscheinen markierte keinesfalls das Ende der Musik…Was in der Musik gelungen ist, wird auch in der Logik gelingen, zumal ich zwischen Musik und Logik keinen relevanten Unterschied auszumachen vermag.

91.) Es ist vollbracht.
Der winzige, der größtmögliche Unterschied und seine Bedeutung wurden erkannt: der Unterschied zwischen zwei Sätzen, die jeweils ein logisches System begründen:

91.1) Satz i) ∀A: A ∨¬A

91.2) Satz ii) ∀A: A ∧¬A

Dieser Unterschied, so unspektakulär er auch ist (die obigen Sätze unterscheidet ein einziges Zeichen), repräsentiert den ganzen Gegensatz zwischen der klassischen und der Universallogik.


92.) Behauptung: Ich behaupte, dass Satz i) der Gründungssatz der archaischen (klassischen) Logik ist. Sämtliche Sätze der archaischen Logik, außer Satz ii), lassen sich aus ihm ableiten.


92.1) Beweis: Satz i) begründet den klassischen Logizismus. Er führt unmittelbar zur Entstehung des Wahrheitsbegriffes („wahr“ ist entweder A oder ¬A) und des Ausschlussmechanismus der klassischen Logik (in der Formel (∀A: A ∨¬A) enthalten sind sowohl der Grundsatz der Zweiwertigkeit [es gilt A oder ¬A], als auch der Grundsatz des „Tertium non datur“ der klassischen Logik: [es gilt entweder A oder ¬A…und nichts weiter]. In ihm zeigt es sich auch, warum der Widerspruch der klassischen Logik durch die Mitteln der klassischen Logik nicht tangiert wird: wenn nämlich behauptet wird:“es gilt A oder ¬A“, bedeutet dies notwendig, dass A und ¬A nicht gleichzeitig gelten können (gelten sie gleichzeitig haben wir mit einem Widerspruch zu tun, dessen Existenz innerhalb der klassischen Wahrheitslogik nicht toleriert wird…und zwar (zirkulär) durch die konstitutive Geltung des Gründungsprinzips „∀A: A ∨¬A“))


93.) These: Die Existenz des Widerspruchs innerhalb des widerspruchsfreien Formalismus ist ein Zeichen dessen Unvollständigkeit.

93.1) Beweis: Wenn ein logisches System als widerspruchsfrei dargestellt wird; die Widerspruchsfreiheit zur Bedingung der Gültigkeit seiner Bestandteile (wie Sätze) erhebt und trotzdem Widersprüche erkennt und enthält, dann kann davon ausgegangen werden, dass seine Widerspruchsfreiheit die Konsequenz der prinzipiell bestehenden Unvollständigkeit ist, denn wäre ein widerspruchsfreies System vollständig, wäre die Existenz des Widerspruchs nicht nur verboten, sondern innerhalb dieses Systems mechanisch ausgeschlossen. Behauptet ein System seine Widerspruchsfreiheit und enthält trotzdem Widersprüche, so beruht seine behauptete Widerspruchsfreiheit auf unvollständigen und/oder falschen Voraussetzungen.
Dies aber bedeutet, dass die Grundprinzipien der klassischen Logik allgemein und des Satzes i) insbesondere unwirksam sind (qed).
Sie bedeuten jedenfalls nicht universell, sondern sind Stand- und Zeitpunkt abhängig. Sie sind tragisch irreführend.

94.) Satz ii) fundiert eine offene Logik. Diese ist frei vom Wahrheitsbegriff und frei vom Ausschlussprinzip der klassischen Logik und führt den Widerspruch als ein vollwertiges Element (es gelten gleichzeitig A und ¬A). Die Gründungsformel ii) (∀A: A ∧¬A) bestimmt nicht die Widerspruchsfreiheit universallogischer Sätze, sondern ihre Vollständigkeit.


95.) These: Universell gültige Sätze sind vollständig.

Universell gültige Sätze lassen sich durch keine bekannten und durch keine unbekannten Variablen vervollständigen.
Über Vollständigkeit der Sätze lässt sich zeitbezogen urteilen.


96.) These: Universell gültige Sätze sind endgültig.


Universell gültige Sätze lassen sich durch keine bekannten und durch keine unbekannten Variablen vervollständigen, nicht gegenwärtig und nicht in der fernsten Zukunft. Die Endgültigkeit der Sätze ist zeitlos universell.


97.) These: Universell gültige Sätze sind nicht etwa deshalb vollständig, weil sie die ganze oder die endgültige Wahrheit ausdrücken, sondern weil sie vollumfänglich aussagen.

97.1) Die erkennbar universelle Sätze der Logik sind paradox (sic!).

Die Selbstbezüglichkeit und die Widersprüchlichkeit vollumfänglich aussagender Sätze sind selbstverständlich, denn solche Sätze, außer dass sie über das, wie die Wirklichkeit ist (positive Beschreibung) und/oder wie sie nicht ist (negative Beschreibung), auch über sich selbst aussagen und selbstidentisch sind – also nicht mit der beschriebenen Wirklichkeit, sondern lediglich mit sich selbst identisch sind – entstehen verständlicherweise Diskrepanzen zwischen dem, wie die Wirklichkeit beschrieben wird, und wie sie wirklich ist (Wirklichkeit-Information / Satz-Information).


98.) These: Die Information der vollumfänglich aussagenden Sätze ist vollständig.

Die Information der übrigen Sätze ist unvollständig, daher nicht endgültig. Sie steht unter Vervollständigungszwang (Die unvollständige Information der Sätze steht meistens im Konkurrenzkampf mit der Wahrheit der Information anderer Sätze).


99.) These: Das Merkmal des Wahrseins (die Wahrheit als behauptete Eigenschaft der Aussagen) zeigt evident die Unvollständigkeit der betroffenen Aussagen an.

Die unvollständige Information benötigt den Begriff der Wahrheit, um im Konkurrenzkampf (der unvollständigen Aussagen) zu bestehen (und sich ggf. durchsetzen).

99.1) Behauptung: Es kann im Umkehrschluss behauptet werden, dass einzelne Sätze, zusammengesetzte Aussagen oder ganze logische Systeme (wie etwa Religionen), welche sich im argumentativen Konkurrenzkampf mit anderen Sätzen, Aussagen und logischen Systemen befinden, unvollständig sind.


Solange Argumente entstehen, welche die behauptete „Wahrheit“ infrage stellen, solange wird diese vervollständigt (dies gilt selbst für den Fall, dass für jene „Wahrheit“ Argumente entstehen, welche die Schlüssigkeit der gegnerischen Argumentation erschüttern).
Allein die Tatsache, dass Argumente ausgetauscht werden, entscheidet über die Unvollständigkeit der konkurrierenden Aussagen.


100.) Behauptung: Die Gültigkeitsgrenze der vollständigen Aussagen ist für zweiwertige Argumentation unerreichbar.

Die Gültigkeit des Satzes des Lügners als einer zusammengesetzten Aussage ist für Argumente der Wahrheit (also Argumente, welche die Wahrheit oder die Falschheit des Satzes behaupten) unerreichbar. Der Satz des Lügners ist im Rahmen der klassischen Logik unerschütterlich.

101.) Behauptung: Es kann angenommen werden, dass Sätze, welche von sich oder von dem, was sie aussagen, behaupten wahr zu sein, unvollständig sind.


Behauptung: Die Wahrheit und die Falschheit charakterisieren die unvollständigen  Aussagen.

Die Wahrheit universell gültiger Sätze ist aus Prinzip unentscheidbar.


101.01) Definition: Unter der Bezeichnung „universell gültiger Satz“ verstehen wir einen Satz, der logisch vollständig, d.h. endgültig vollständig ist.


101.02) Definition: Der Begriff „vollständig“ bezeichnet die Entitäten der Logik (Sätze, Aussagen, Systeme), die nicht vervollständigungsfähig sind.


101.03) Definition: Der Begriff „nicht vervollständigungsfähig“ bezeichnet die Sätze, Aussagen und Systeme, welche durch keine Variablen vervollständigt werden und gegen/ für welche sich nicht argumentieren lässt. Es wird unterschieden zwischen Sätzen, Aussagen und Systemen, welche temporär und welche endgültig nicht vervollständigungsfähig sind.


102.) Behauptung: Die Wahrheit als Eigenschaft der Aussagen ist entscheidbar nur für unvollständige Sätze, Aussagen und logische Systeme.

Damit wird die Wahrheit als Eigenschaft logischer Gegenstände bedeutungslos. Damit gilt universell der Satz ii).