UNIVERSALLOGIK

Hier schreibt Maciej Zasada

Tag: Zeit

Das antisymmetrische Universum. 

Behauptung: Die Gegenwart ist innerhalb des Universums das universelle Bezugssystem.

1. Die Raumzeit als Bühne der Wahrnehmung.

1.1) Feststellung: Sämtliche Objekte der Beobachtung befinden sich aus Sicht des Beobachters in umgebendem Raum.

1.1.1) Anders ausgedrückt: alles, was wahrgenommen oder gemessen werden kann, ist aus Prinzip Bestandteil der Raumzeit.

Deshalb gilt:

1.1.2) These: Bezogen auf die Gegenwart der Wahrnehmung, gehören sämtliche Objekte der Wahrnehmung der Vergangenheit an.

1.1.2.1) Gilt die These, dass innerhalb der Gegenwart aus Prinzip keine Entfernung bewältigt werden kann (denn jede Entfernung nur unter Zeitverlust zu bewältigen ist), so ist es unmöglich, dass Dinge der aktuellen Gegenwart beobachtet werden (denn innerhalb der Gegenwart findet keinerlei Übertragung der Signale statt). 

Die Gegenstände der Betrachtung können demnach ausschließlich als Signale der Vergangenheit wahrgenommen werden.

Abbildung I: Dargestellt ist ein Koordinatensystem mit einer Zeit- und einer Ortsachse. Weiter zu sehen ist ein Raumpunkt (A), der sich bezogen auf die Gegenwart der Wahrnehmung (Koordinatenursprung) in umgebendem Raum befindet (Koordinatenwert: -ct’/x‘). Es ist ersichtlich, dass kein Objekt der Wahrnehmung, sich innerhalb der Gegenwart der Wahrnehmung befinden kann. Kein Objekt der Wahrnehmung kann den Koordinatenwert (x=0; -ct=0) besitzen. Dieser Koordinatenwert bestimmt nämlich den Ursprung des Koordinatensystems des Beobachters. Ich betrachte deshalb die These 1.1.2 als bewiesen: Objekte der Raumzeit und Objekte der Gegenwart unterscheiden sich darin, dass die ersteren der Vergangenheit, während die zweiteren der Gegenwart angehören.

1.1.2.1.1) Aus der Perspektive der Gegenwart werden Den Rest des Beitrags lesen »

Eine universallogische Untersuchung der klassischen Aussagenlogik.

Abstract: Wir zeigen hier, dass die zweiwertige Aussagenlogik ein diabolisches System der Lügenverwaltung ist. Um dies zu erkennen, gehen wir bis ans Ende: wir dekonstruieren die Sprache und ihre Logik.—

Den Rest des Beitrags lesen »

Der unwiderlegbare Beweis dafür, dass die Gleichzeitigkeitsdefinition von Albert Einstein unvollständig ist, und auf Widersprüche führt.

Zusammenfassung: Es wird genau das behandelt, was der Titel verspricht.

Definition der Gleichzeitigkeit im Vakuum:
„Es seien A, B zwei Punkte des Inertialsystems K, etwa die Endpunkte eines relativ zu K ruhenden Stabes, dessen Mittelpunkt M sei. Von M werde ein Lichtsignal nach allen Seiten ausgesandt. Das Prinzip der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit zwingt uns zur Festsetzung, dass die Ankunft des Lichtsignals in A und die Ankunft in B gleichzeitig seien. Damit haben wir eine physikalisch sinnvolle Definition der Gleichzeitigkeit gewonnen.“

A. Einstein

Die Gleichzeitigkeit erweist sich hier, außer dass sie, verständlicherweise, zurecht, als eine physikalische Eigenschaft der Systeme bezeichnet wird, als eine „geometrische Eigenschaft“ zweiter Ordnung.
(Setzt man die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit und die „Sendevorrichtung“ der kugelförmigen Lichtimpulse als eine axiomatische Bedingung der Konstruktion voraus, und dann, gerade aus Grund ihrer Selbstverständlichkeit, sogleich aus dieser entfernt, so erweist sich, in Folge, die Symmetrie der Punkte-Anordnung als entscheidend für die Ermittlung und für die Bestimmung ihrer Gleichzeitigkeit…s. hier).
Die geometrische Anordnung der Punkte, erweist sich also genauso gut dazu geeignet, die Gleichzeitigkeit bezogen auf die Form der Signalfront (der Lichtimpulse) zu ermitteln, wie die durch Konstanz der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum bedingte Kugelförmichkeit der Licht-Signalfront innerhalb der physikalischen Anordnung A-M-B.

Es zeigt sich also, dass die Dreh-Symmetrie bezüglich eines Symmetrie-Mittelpunktes, als geometrische Eigenschaft, zur Bestimmung der Gleichzeitigkeit der geeigneten Punkte der Mannigfaltigkeit verwendet werden darf.
Es ist zu beachten, dass eine Gleichzeitigkeit sämtlicher Punkte, welche sich innerhalb ein und derselben Gegenwart auf der gesamten kugelförmigen „Oberfläche“ der Signalfront eines aus M ausgesandten Lichtsignals befinden, unter diesen Umständen notwendig angenommen werden muss (Gleichzeitigkeit der gesamten Signalfront). Die Tatsache, dass wir hier, wie Albert Einstein, bloß einige wenige Punkte dieser „Signalfront-Oberfläche“ betrachten, welche diesem Kriterium tatsächlich genügen (hier: Punkte A und B), ist zufällig und sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass es von solchen geeigneten Punkten auf der Kugeloberfläche einer Signalfront unendlich viele geben muss.

Vereinbarungen:
1. Eine sich vom Symmetrie-Mittelpunkt M in alle Richtungen ausbreitende Licht-Signalfront ist aufgrund der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum stets M-symmetrisch und kugelförmig.

2. Jeder Punkt einer aus M ausgehenden, kugelförmigen und M-symmetrischen Licht-Signalfront ist innerhalb ein und derselben Gegenwart (innerhalb einer „Momentaufnahme“) gleichzeitig mit jedem anderen Punkt dieser Licht-Signalfront, denn jeder Punkt, der durch die Licht-Signalfront erfasst wird, wird aufgrund der angenommenen omnidirektionalen Konstanz der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum, gleichzeitig mit jedem anderen geometrisch günstig gelegenen Punkt, von der gleichmäßig fortschreitenden, kugelförmigen, M-symmetrischen Licht-Signalfront erfasst.

3. Wenn die besagte Signalfront sämtliche geometrisch günstig gelegenen Punkte innerhalb ein und derselben Gegenwart erfasst, dann spielt die Bewegung und die Bezugszugehörigkeit der betroffenen Punkte keine Rolle (keine Relativität der Gleichzeitigkeit), denn es existiert innerhalb einer Gegenwart prinzipiell keine Bewegung und, außer der geometrischen, auch keine kausale Verbindung.

Konsequenzen:
Ausgehend von der geometrischen Konstruktion (VII) der Anordnung A-M-B und von dem von Einstein definierten Begriff der Gleichzeitigkeit, können wir aufgrund der getroffenen Vereinbarungen folgendes behaupten:

Wird innerhalb der Anordnung A-M-B eine weitere Strecke konstruiert, welche gleich lang wie die Strecken MA und MB ist, mit dem Mittelpunkt M der Strecke AB als einem Ende, so liegt das andere Ende dieser Strecke (C) innerhalb der potenziellen Licht-Signalfront-Oberfläche.

Für die Gleichzeitigkeit der Punkte bezüglich M erweist sich also nicht (nur) ihre Seitensymmetrie bezüglich Mittelpunktes M ihrer Entfernungsstrecke, sondern überhaupt jede Symmetrie der Punkte bezüglich M. Punkt M muss sich also nicht, wie noch von Einstein gefordert, auf der Verbindungsstrecke in der Mitte zwischen den Endpunkten A und B befinden, um zu gewährleisten, dass die von ihm ausgehende Lichtsignale Punkte A und B (und C) gleichzeitig erreichen. Punkt M soll bloß symmetrisch (gleich weit entfernt) bezüglich AB(C) platziert sein, um die Gleichzeitigkeit dieser Punkte zu indizieren.

Auch dann wenn nach gleichem Muster, wie in der Abbildung VIIi, eine Strecke wie MD konstruiert wird (VIIii), werden die Punkte C und D aus demselben Grund gleichzeitig bezüglich ihres Symmetrie-Mittelpunktes M, wie die Punkte A und B.

Stachel:
Aufgrund einer von der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit bedingten Kugelförmigkeit der Licht-Signalfront und aufgrund der angenommenen Konstanz der Lichtgeschwindigkeit an sich, ist die Behauptung Einsteins, dass das aus dem Mittelpunkt M ausgesandte Lichtsignal, bloß die beiden Enden (AB) des geradlinigen Stabes gleichzeitig erreicht, unvollständig.
Vollständig und widerspruchsfrei wäre die Behauptung, dass die Licht-Signalfront sämtliche Punkte gleichzeitig erfasst, welche (innerhalb ein und derselben Gegenwart) gleich weit von M entfernt sind.

Widersprüchlich ist dabei die geometrische Konstruktion der Definition Einsteins: wie wir der Abbildung VIIii leicht entnehmen können, erfüllt die Verbindung BD (rot gezeichnet) die Bedingung der Gleichzeitigkeit, nicht aber die von Einstein definierte. Die Bezugsebene der Gleichzeitigkeit darin, ist die Symmetrie der Punkte B und D bezüglich M. Diese ist aber keine von Einstein verlangte Seitensymmetrie bezüglich eines Punktes, der „auf einer Verbindungsstrecke“ in „der Mitte“ „zwischen“ p,q platziert ist.

Ein weiterer Widerspruch zeigt es sich auch darin, dass zwischen B und D ein zusätzlicher Symmetrie-Mittelpunkt m definiert werden könnte, welcher der Definition Einsteins genügen würde, obwohl die Punkte B und D anhand ihrer Ausrichtung bezüglich M bereits als gleichzeitig zu bezeichnen wären (VIIiii). Die Punkte B und D würden somit jede Verbindung mit ihrem Symmetriemittelpunkt M verlieren und einem komplett anderem physikalisch-geometrischen System angehören. Ihre Gleichzeitigkeit mit den Punkten A und C könnte gänzlich unerkannt bleiben.
Dies würde nicht passieren, wäre die anfangs zitierte Definition vollständig formuliert.

Wir haben somit gezeigt, dass die Definition der Gleichzeitigkeit von A. Einstein unvollständig ist, und (deshalb) auf Widersprüche führt, qed.

Vollständig formulierte Definition der Gleichzeitigkeit:
Zwei oder mehr beliebige Punkte A,B,C werden dann gleichzeitig von einer sich im Vakuum mit Lichtgeschwindigkeit ausbreitenden, kugelsymmetrischen Signalfront erfasst, wenn sie im Augenblick der Erfassung identische Distanz zum Symmetrie-Mittelpunkt M dieser Signalfront besitzen. Identische Distanz der Punkte A,B,C zum Symmetrie-Mittelpunkt M, zusammen mit dem Prinzip der Konstanz der Vakuum-Lichtgeschwindigkeit determinieren, dass die Ankunft des Lichtsignals in A, in B und in C gleichzeitig erfolgt.

Notiz: Wenn zwei oder mehr Punkte innerhalb ein und derselben Gegenwart von einer sich aus ihrem gemeinsamen Symmetrie-Mittelpunkt M ausbreitenden Licht-Signalfront L erfasst werden, dann sind diese Punkte, als eine Konstellation, kugelsymmetrisch um M angeordnet – nur in diesem Fall ist es nämlich möglich, dass sie von L gleichzeitig erfasst werden.

Zur Gültigkeit der absoluten Gegenwart.

Zur Erinnerung.

Definition der Gleichzeitigkeit von A. Einstein: „Es seien A, B zwei Punkte des Inertialsystems K, etwa die Endpunkte eines relativ zu K ruhenden Stabes, dessen Mittelpunkt M sei. Von M werde ein Lichtsignal nach allen Seiten ausgesandt. Das Prinzip der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit zwingt uns zu der Festsetzung, dass die Ankunft des Lichtsignals in A und die Ankunft in B gleichzeitig seien.“

Definition der Gleichzeitigkeit von M. Zasada: Ereignisse geschehen gleichzeitig, wenn sie innerhalb einer und derselben Gegenwart geschehen.

Feststellung z: Zwei kausal entkoppelte Ereignisse A und B erfolgen gleichzeitig genau dann, wenn sie innerhalb einer und derselben Gegenwart eines geeigneten Referenzsystems als gleichzeitig konstatiert werden, und/oder beide innerhalb einer absolut gültigen Gegenwart geschehen.

Beweis z: Wenn zwei distante Ereignisse A und B aus der Perspektive des Mittelpunktes M der Strecke A-B gleichzeitig erfolgen, dann erfolgen sie gleichzeitig innerhalb einer und derselben Gegenwart des Punktes M, sowie gleichzeitig bezogen auf die Gegenwart in absolutem Sinne.


Zum Unterschied zwischen der Gleichzeitigkeit und der Gegenwart der Ereignisse.

Mit dem Erstellen universalgültiger Beweise und Definitionen der „Gegenwart“ und der „Gleichzeitigkeit“ entstand eine neue physikalische Konvention. Es entstand eine theoretische Berechtigung und zugleich eine Möglichkeit, die Existenz einer absoluten Gegenwart des Universums zu postulieren.
Die Gegenwart ist keine Information, kein Ereignis und keine Welle, welche sich innerhalb des Raumes mit einer endlichen Lichtgeschwindigkeit fortpflanzen würde. Die Gegenwart wird auch durch keine kausal-zeitliche Relation der „Gleichzeitlichkeit“ übertragen („Postulate der Gleichzeitigkeit 1-3″). Sie hat vielmehr mit dem Wesen der Wirklichkeit selbst zu tun.
Das Konzept der „Gegenwart“ im engeren Sinn erweist sich als unvereinbar mit dem Konzept der Relativität, sodass in der Relativitätstheorie generell mit dem Begriff „Gleichzeitigkeit“, statt mit dem Begriff „Gegenwart“ operiert wird. Wikipedia behauptet sogar, Gegenwart sei kein „Gegenstand“ der Physik. Doch kann das wirklich ernst gemeint sein? Wie soll Gegenwart kein Gegenstand der Physik sein, wenn Zeit ein solcher ist, und dieselbe Wikipedia an einer anderen Stelle beschreibt „die wohl markanteste Eigenschaft der Zeit“ als einen Umstand, „dass es [innerhalb der Zeit] stets eine in gewissem Sinne aktuelle und ausgezeichnete Stelle zu geben scheint, die wir die Gegenwart nennen, und die sich unaufhaltsam von der Vergangenheit in Richtung Zukunft zu bewegen scheint.“

Die Idee der Gegenwart wirkt sich deshalb auflösend auf die Idee der Relativität aus, weil die absolute Gültigkeit der Gegenwart nicht bloß denkbar ist, sondern, nimmt man die Sache eng, notwendig angenommen werden muss.

These: Die absolute Gegenwart muss notwendig im gesamten Raum des Universums gelten.

Wenn nämlich innerhalb der lokalen Gegenwart kein kausaler Zeitverzug stattfindet, dann ist auch innerhalb der universellen Gegenwart kein kausaler Zeitverzug möglich (Zum allgemeingültigen Begriff der Gegenwart. Definition 3.| Behauptung 2.). Die Gegenwart besitzt keine Bezugssysteme, zwischen denen sich eine Verbindung zwischen Ursache und Wirkung oder eine sonstige Bezugsrelation bilden könnte.

Bei der „Gleichzeitigkeit“ der Relativitätstheorie handelt es sich u.a. noch um „Konstatierung der Koinzidenz„, also um die Wahrnehmung einer übermittelten Information über einen bestimmten Zustand der Welt. Diese Information wird nicht instantan, sondern mit einer bestimmten Geschwindigkeit übermittelt – im günstigsten Fall mit der höchsten Geschwindigkeit, die es gibt – mit der Lichtgeschwindigkeit. Doch auch der Wert dieser Grenzgeschwindigkeit ist in der Natur begrenzt. Diese Tatsache entscheidet über die Gültigkeit der „Relativität“ in bezug auf die Wahrnehmung, darunter auf die Wahrnehmung der Information über „Gleichzeitigkeit“ bestimmter Ereignisse. Deshalb auch ist jede „Gleichzeitigkeit“ von Ort und Zeit ihrer Wahrnehmung so stark abhängig – und gerade deshalb ist die Gleichzeitigkeit der Ereignisse fast immer relativ.

Die Relativitätstheorie gilt offensichtlich ausschliesslich für Systeme, in welchen eine Information über räumliche, und, infolge der prinzipiellen Endlichkeit der Übertragungsgeschwindigkeit, über zeitliche Distanzen übermittelt wird.
Innerhalb der Gegenwart findet aber keine Aktion, keine Verbindung zwischen den Punkten und auch keine noch so mikroskopische Übermittlung der Signale statt. Innerhalb der Gegenwart können sich deshalb gar keine Relationen zwischen den Systemen bilden. Innerhalb der Gegenwart sind auch wir Menschen kommunikationsunfähig und völlig einsam.


Über Definition der Gleichzeitigkeit .

Wir definieren zwar die „Gleichzeitigkeit“ zweier Ereignisse über Gegenwart, d.h. wir definieren die Gegenwart als „Maß“ oder als „Bezugselement“ der Gleichzeitigkeit, doch eine umgekehrte Relation erweist sich als ausgeschlossen. Jede Definition der Gegenwart, welche über „Gleichzeitigkeit“ ginge müsste geradezu falsch sein, denn die „Gegenwart“, im Gegensatz zur „Gleichzeitigkeit“ sehr konkret innerhalb der Zeit verankert ist.
Der Zeitpunkt der Gleichzeitigkeit der Dinge ist dagegen völlig irrelevant – Dinge können morgen oder vor 100 Jahren gleichzeitig (gewesen) sein. Die Gegenwart eines Ereignisses (auch die der Gleichzeitigkeit) bestimmt dagegen sowohl die Simultanität der beteiligten Ereignisse, als auch ihren genauen Zeitpunkt.
Wir können daran nicht nur die Bezugsasymmetrie zwischen den Begriffen „Gegenwart“ und „Gleichzeitigkeit“, sondern auch die Vergeblichkeit jeder Anstrengung erkennen, die „Gegenwart“ des Geschehens mittels der „Gleichzeitigkeit“ der Ereignisse zu definieren, denn täte man das, fehlte der Gegenwart das wichtigste Attribut: der genaue Zeitpunkt…Wir erkennen jedoch daran, mittelbar, dass unsere „Definition der Gleichzeitigkeit“, welche die Gleichzeitigkeit der Ereignisse über ihre Gegenwart definiert, richtig ist.


Über das Universum als Bezugssystem. Über die Gegenwart darin.

Wenn man die Wirklichkeit aus der Perspektive der Gegenwart betrachtet, verlieren sämtliche Naturprinzipien, wie das Relativitätsprinzip oder das Prinzip der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum ihre Gültigkeit und ihren Sinn.

Es ist klar und unstrittig, dass sämtliche Bezugssysteme des Universums grundsätzlich gleichberechtigt sind, und das kein Bezugssystem vor den anderen bevorzugt gilt…mit einer einzigen, durchaus eminenten Ausnahme: mit Ausnahme des Bezugssystems „Universum“ selbst.
Definieren wir nämlich das gesamte Universum als ein Bezugssystem, können wir zwar all seine Bestandteile darauf beziehen, doch die Bildung einer umgekehrten Relation erweist sich als ausgeschlossen. Die Bezugsrelation zwischen den Bestandteilen des Universums und dem Universum selbst, ist nämlich nicht wie alle anderen Bezugsrelationen symmetrisch. Das Universum kann nicht als sein eigener Bestandteil betrachtet werden…somit kann es ausschliesslich auf sich selbst als eine Einheit und auf das, was sich eventuell außerhalb von ihm befindet, bezogen werden (hier endet die universelle Gültigkeit des Relativitätsprinzips)

Das Koordinatennetz des Universums beinhaltet zwar sämtliche an ihm beteiligte Punkte, aber es lässt sich kein universalgültiges Koordinatensystem aus der Perspektive der an dem Universum beteiligten Bezugssysteme bilden. Es besteht also einerseits die Relation der Identität zwischen dem Universum und den beteiligten Bezugssystemen, es besteht aber andererseits keine umgekehrte Relation, denn kein Bezugssystem des Universums kann, wenn man es auf das Universum selbst bezieht, als gleichberechtigt betrachtet werden.
Das Universum als eine Ganzheit kann zudem auf keine Bewegung und auf keine sonstige Dynamik in seinem Inneren bezogen werden, denn es kann ihm keine Referenz eines übergeordneten Bezugssystems zugeteilt werden kann.
Dies bedeutet konkret, dass das Universum mit jedem Bestandteil, mit jeder Bewegung in seinem Inneren als identisch betrachtet werden kann, aber kein Bestandteil und keine Bewegung wird darin umgekehrt als das Referenzsystem seiner eigenen Dynamik betrachtet.
Die Gültigkeit des Relativitätsprinzips kann daher nicht als absolut betrachtet werden. Die bekannten Naturgesetze betreffen nicht das Universum als Ganzes. Ihre Gültigkeit ist vielmehr lokal, denn die letztere lässt sich anhand keiner endgültigen Referenz absolut und endgültig entscheiden.
Insbesondere lässt sich unter bestimmten Umständen die Existenz nichtrelativistischer Eigenschaften annehmen, welche das Universum als Ganzes betreffen, wie etwa die Existenz einer absolut gültigen Gegenwart.

In einem System der absoluten Gegenwart wäre aber die Konstatierung der Gleichzeitigkeit der Ereignisse unabhängig davon möglich, ob eine reelle Möglichkeit der Konstatierung dieser Gleichzeitigkeit jeweils bestehen würde, oder nicht.
In einem solchen System wäre die Konstatierung der Gleichzeitigkeit vor allem unabhängig von der Gleichzeitigkeit bestimmter Anzeigen mit konkreten Ereignissen und unabhängig vom Bewegungszustand der betroffenen Bezugssysteme möglich.
Wenn sich nämlich die Existenz der Gegenwart zwischen zwei beliebig weit voneinander entfernten Punkten des Universums beweisen lässt (dieses haben wir im vorangegangenen Paragraphen gezeigt), ist die Existenz der absoluten Gegenwart innerhalb des gesamten Kontinuums bereits erwiesene Tatsache, und zwar nicht nur aufgrund des durchgeführten Beweises, sondern vielmehr anhand dessen, dass die Gegenwart keine Information ist, welche etwa übertragen werden würde und welche von der Übertragungsgeschwindigkeit ihrer Signale abhängig wäre, sowie anhand der Erkenntnis, dass die Gegenwart ein universalgültiger Kontext des Geschehens ist, daher keinen Gesetzen der Relativität unterliegt. Diesem unterliegen nämlich ausschliesslich Übertragungssignale, Körper oder Informationen, wie die in blau gezeichneten:

img_2848Fig. 1

These: Den Gesetzen der Relativität unterliegen ausschliesslich Dinge (Informationen, Körper, Felder, Signale…), welche durch den Raum zwischen den Punkten des materiellen Universums unter Zeitverlust übermittelt werden.

Unterläge auch Gegenwart den Gesetzen der Relativität, müsste die Existenz der „Gegenwartswelle“ postuliert werden, denn jede Information und jedes Signal, welche übermittelt werden, eines Übertragungsmediums, wie etwa Licht-, Funk- oder Schallwellen etc. benötigt.

Man kann anhand der obigen Zeichnung erkennen, dass die Information, welche raumzeitlich zwischen den Punkten verschickt wird, mit einer endlichen Geschwindigkeit übermittelt wird, und dass (gerade deshalb) eine instantane Übermittlung der Information ausgeschlossen ist. Wir erkennen aber,  dass eine instantane Verbindung zwischen den räumlichen Punkten einer und derselben Ebene der Gegenwart dennoch existiert (und zwar jeweilig zwischen den Punkten a,b,c,d,e,f / a‘,b‘,c‘,d‘,e‘,f‘ und a“,b“,c“,d“,e“,f“). Diese Verbindung existiert ungeachtet der Tatsache, dass überhaupt keine Übermittlung der Information zwischen den genannten Punkten möglich ist. Diese Verbindung existiert allein anhand der Existenz der jeweiligen „Ebene der Gegenwart“. Da aber Gegenwart nicht den Gesetzen der Relativität unterstellt werden kann, kann ihre Absolutheit angenommen, und auch die Tatsache bestätigt werden, dass eine singuläre Gegenwart eines beliebigen Punktepaares bereits über die Gegenwart sämtlicher Punkte innerhalb des Universums entscheidet.

Fig. 2: Dargestellt ist der identische Koordinatenbereich wie bei Fig. 1. Hervorgehoben ist die unterste „Ebene der Gegenwart“ – darin die Verbindung zwischen den Punkten a und (respektive a und e‘)Die Linie „Informationsübertragung a-e“, welche die Punkte a  und e‘  verbindet, zeichnet den Weg, welchen die zu übertragende Information zurücklegen muss, wenn die Absicht besteht, diese von a nach e zu übertragen.

In Fig. 3 ist der betrachtete Bereich nochmals hervorgehoben: Punkt a könnte darin die aktuelle Gegenwart der Erde, Punkt e die aktuelle Gegenwart des Mondes darstellen:


Fig. 3

Zu erkennen ist die Verbindungslinie der Informationsübertragung zwischen den Punkten a und e‘ und die gestrichelte kürzeste Verbindungslinie zwischen den Punkten a und e. Die letztere ist im Sinne der Einsteinschen „Definition der Gleichzeitigkeit“ präpariert [aus dem Mittelpunkt M der Strecke a-e werden kugelförmig Lichtsignale ausgesandt, deren Ankunft bei a und e (Konstanz der Lichgeschwindigkeit im Vakuum vorausgesetzt), gleichzeitig erfolgt].
Die daraus logisch zu schliessende Existenz einer und derselben Gegenwart in den Punkten a (Erde) und e (Mond) wird notwendig angenommen.

Beweis: Wenn zwei distante Ereignisse a und e aus der Perspektive des Mittelpunktes M der Strecke a-e gleichzeitig erfolgen, dann erfolgen sie gleichzeitig innerhalb einer und derselben Gegenwart des Punktes M sowie gleichzeitig bezogen auf die Gegenwart im absoluten Sinne.  (Die Gültigkeit der „Definition der Gleichzeitigkeit“ von M. Zasada vorausgesetzt)

Die Gewissheit dessen, dass die Ereignisse bei Erde und Mond gleichzeitig erfolgen, erzielen wir dadurch, dass wir die Anordnung der originellen „Definition der Gleichzeitigkeit“ von Albert Einstein (s.o.) derart adaptieren, dass die Ankunft der Lichtsignale, welche vom Mittelpunkt M der Strecke Erde-Mond kugelförmig ausgesandt werden, bei beiden Endpunkten der Strecke, gleichzeitig erfolgen muss (Konstanz der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum vorausgesetzt).

Es wird in Fig. 3 anschaulich dargestellt, dass zwischen Erde und Mond zwei Zeitordnungen parallel existieren – zum einen die Zeitordnung der absoluten Gegenwart (der Beweis der Existenz dieser erfolgte gerade), zum anderen die Zeitordnung der relativistischen Signalübertragung, welche wie eine Relation zwischen zwei Objekten der Relativitätstheorie zu behandeln sei.
Es ist auf der Rechten Seite der Fig. 3 der Zeitversatz zwischen der irdischen Gegenwart a und der „Empfangs-Gegenwart“ des Mondes (e‘) dargestellt, welche übertragungsbedingt, in bezug auf die irdische Gegenwart, um ca. 1 Sekunde „später“ stattfindet (in der Zukunft liegt!). Zu beachten ist, dass nicht die Gegenwart zwischen Erde und Mond verzögert übertragen wird, sondern beispielsweise die Funksignale, die im Fall dieser singulären Entfernung ca. 1 Sekunde lang unterwegs sind, bis sie empfangen werden.

Das Gesetz der Distribution der Gegenwart: Lässt sich die Existenz einer und derselben Gegenwart zwischen zwei beliebig voneinander entfernten Punkten des Universums beweisen, so wird dadurch zugleich die Existenz einer universell für sämtliche Punkte des Universums gültigen Gegenwart bewiesen. Die Gegenwart ist nämlich keine Information, die unter Zeitverlust übertragen wird. Sie ist der absolute Kontext der Wirklichkeit. Als solcher attribuiert sie ohne Zeitverlust innerhalb des gesamten Raumes des Universums.

Fig. 4: Wir gehen aus von der Konstatierung der Gleichzeitigkeit zwischen den distanten Punkten A,B,C,D der quadratischen Anordnung I. Für diesen Zweck bestimmen wir den Mittelpunkt M der Strecken A-D/C-B. Aus diesem Punkt heraus wird ein Lichtsignal nach allen Seiten (kugelförmig) ausgesandt, welches, Konstanz der Lichtgeschwindigkeit vorausgesetzt, die Punkte A,B,C,D gleichzeitig erreicht. Um sich zu überzeugen, dass die Ankunft des Lichtsignals bei A,B,C,D nicht nur gleichzeitig, sondern auch innerhalb einer und derselben Gegenwart erfolgt, werden aus M gleichmäßig wiederholte Lichtsignale ausgesandt, welche von den bei A,B,C,D aufgestellten Uhren als Impuls-Referenzquelle ihrer jeweiligen Zeit übernommen werden. Damit stellen wir fest, dass in den Punkten A,B,C,D die Uhren absolut synchron laufen und dieselbe Zeit anzeigen (Gegenwart-Identität).

Nachfolgend teilen wir die Strecken A-M, B-M, C-M, D-M, indem wir deren jeweiligen Mittelpunkt m bestimmen (II). Wir gehen ähnlich vor, wie bei I, um die Gleichzeitigkeit an den Endpunkten der Strecken A-M, B-M, C-M, D-M zu konstatieren. Wir wiederholen den Vorgang unendlich oft (III, IV, V…).

Wir stellen fest, dass die Zeit sämtlicher Punkte INNERHALB der quadratischen Anordnung ABCD gleich ist (Gleich-Zeitigkeit) und dass sich sämtliche Punkte innerhalb dieser Anordnung, innerhalb einer und derselben Gegenwart befinden. Durch beliebig und beliebig oft durchgeführte (auch räumlich angeordnete, s. Fig. 5) Iteration der Operationen I, II, III, IV… der Anordnung ABCD kommen wir zur Einsicht, dass das „Gesetz der Distribution der Gegenwart“ eine allgemeine Gültigkeit im gesamten Raum des Universums besitzen muss. Somit ist die Aussage dieses Gesetzes folgerichtig.


Fig. 5

Fazit: Die Gegenwart ist absolut. Die Gegenwart ist keine Größe, die in der Zeit gemessen wird, sie ist vielmehr eine Eigenschaft der Zeit selbst, wie ein „Meter“ keine Eigenschaft einer bestimmten Strecke A-B ist, sondern die eines Meterstabes, mit dem der Abstand der Endpunkte der Strecke A-B abgetragen wird.

Mit „Gegenwart“ meine ich bestimmt kein Bezugssystem im Sinne der Relativitätstheorie, in welchem das Relativitätsprinzip, bzw. Äquivalenzprinzip und das Prinzip der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum gelten…die Gegenwart enthält ja keinen Inhalt, welcher mit einer bestimmten Geschwindigkeit zu übertragen wäre. Da in der Gegenwart keine Ereignisse und keine Informationen übertragen werden, ereignet sie sich auch nicht – sie ist vielmehr ein Umstand oder ein Kontext der Ereignisse. Sie ist deshalb nicht an die Referenz irgendwelcher relativistischen Bezugssysteme gebunden.

Der Kategorienfehler der Gegenwart.

Ich entdecke einen kapitalen Fehler in der Physik: nicht die Gegenwart wird nämlich über Distanzen übertragen, sondern die Signale und Informationen, welche aus einer bestimmten Gegenwart versendet und in einer bestimmten Gegenwart empfangen werden. Die Behauptung, die Gegenwart auf dem Mond in Bezug auf die irdische, um eine Sekunde versetzt sei, sei falsch. Nicht die Gegenwart wird nämlich zwischen Erde und Mond übemittelt, sondern die Information, das Licht oder die Funksprüche der Bodenstation und der Apollo-Crew. Es stimmt auch nicht, dass die Gegenwart der Andromeda-Galaxie und die aktuelle Gegenwart auf Erden um ca. 2.500 000 Lichtjahre auseinanderliegen. Die Signale der Andromeda-Galaxie, welche uns hier erreichen, sind Träger der Information, welche über 2,5 Millionen Jahre unterwegs gewesen sind, um uns zu erreichen.
Es ist nicht die Zeit (also auch nicht eine bestimmte „Gegenwart“), welche mit dem Licht der Andromeda-Sterne übertragen wird – übertragen wird
 allein das Licht (das Bild) dieser Sterne. Allein aufgrund der Entfernung zwischen der Milchstrasse und der Galaxie M-31 und aufgrund dessen, dass der Wert der Lichtgeschwindigkeit endlich sei, sei dieses Licht nach 2,5 Millionen Jahren hier zu empfangen. Das, was mit dem Licht übermittelt wird, ist bestimmt nicht die seit seiner Emission vergangene Zeit, sondern eine Information. Man kann mit Gewissheit behaupten, dass es aktuell, parallel zu irdischem Hier und Jetzt, das Licht der Andromeda-Sterne produziert wird, welches uns erst in 2,5 Millionen Jahren erreichen wird…Es ist die Information über einen bestimmten Zustand, welche so lange unterwegs gewesen ist, nicht etwa die Gegenwart.
Die Überzeugung, die Gegenwart (im Sinne der Gleichzeitigkeit) sei „relativistisch“, ist, angesichts der vorgestellten Fakten und Beweise, unhaltbar. Es ist und bleibt ein Postulat der Relativitätstheorie und kein Naturgesetz.


Anhang: Das Gesetz der Existenz innerhalb der Gegenwart.

These 1: Neben der Beweise der absoluten Gegenwart und neben des Gesetzes der Distribution der Gegenwart, lässt sich auch die Gleichzeitigkeit sämtlicher Ereignisse innerhalb einer singulären und absolut gültigen Gegenwart des Universums beweisen…

Sie sagen nicht „es ist unmöglich“, Sie sagen nicht „aber Einstein, aber die Relativität der Gleichzeitigkeit!“, Sie sagen nicht „es gibt kein einziges Objekt im Universum, das sich nicht relativ zu einem anderen Objekt bewegen würde“…Sie sagen es nicht, weil Sie nun wissen, dass es für die allgemeine Gültigkeit des Relativitätsprinzips eine Ausnahme gibt: das Universum selbst.

These 2: Es existiert kein einziges Bezugssystem innerhalb des Universums, das in bezug auf das Universum nicht absolut gleichzeitig (mit ihm) wäre („gleichzeitig“ in meinem Sinne: „sich innerhalb einer und derselben Gegenwart wie das Universum befindend“).

Bezeichnung: Wir definieren das Universum als „Bezugssystem U„.

Wir betrachten das Universum als ein Bezugssystem, das (mangels weiterer äquivalenter Bezugssysteme U’,U”) lediglich in Bezug zu sich selbst steht.

These 3: Es existiert innerhalb von U kein einziges System u, in Bezug auf welches, sich die Bewegung von U konstatieren ließe.

Der Ausdruck “Es existiert innerhalb von U kein einziges System u” bedeutet, dass neben U keine äquivalente (gleichwertige, gleichberechtigte) Bezugssysteme u’,u” oder U’,U” existieren, welche in einem gleichwertigen Bezug zu U stehen würden. Gäbe es solche Bezugssysteme, ließe sich anhand dieser Existenz beispielsweise über Bewegung von U oder seine Dynamik aussagen.

Sämtliche Bezugssysteme, welche innerhalb U bestehen, oder definiert werden können, können nicht in einem gleichberechtigten, symmetrischen Bezug zu U stehen. Dies bedeutet ausdrücklich nicht, dass sie prinzipiell in keinem Bezugsverhältnis zu U stehen – wenn sie aber in einem Bezugsverhältnis zu U stehen, stehen sie jedoch in keinem wechselseitig gleichberechtigten, symmetrischen Bezugsverhältnis mit U.

Feststellung 1: Es Existiert innerhalb von U kein einziges System u, das in bezug auf U nicht innerhalb von einer und derselben Gegenwart mit ihm stünde.

Die Existenz innerhalb einer und derselben Gegenwart erfüllt die Voraussetzung der Identität des Universums mit sich selbst. Nur das, was in derselben Gegenwart wie das Bezugssystem U geschieht, kann auch U oder ein „Bestandteil von U“ genannt werden.

Die Gegenwart ist die Eigenschaft einer jeden Existenz, ob es sich nun um meine, um Ihre, um die Existenz des gesamten Universums oder bloß um die der Galaxie M-34 handelt ist gleich. Die Gegenwart ist überall dieselbe.

Das Gesetz der Existenz innerhalb der Gegenwart: Wenn zwei Existenzen (Ereignisse), wie etwa Sie und ich, koinzidieren, koinzidieren sie innerhalb einer und derselben Gegenwart.

Sie und ich „koinzidieren“, indem wir bloß simultan, d.h. gleichzeitig existieren, um zu koinzidieren, müssen wir uns nicht etwa am selben Ort und zur selben Zeit begegnen…die Tatsache unserer „Koinzidenz“ muss auch nicht großartig konstatiert werden. Wenn wir zugleich (auf Erden oder zwischen beliebigen Punkten des Universums) existieren, koinzidieren wir innerhalb einer und derselben Gegenwart.

————

Hinweis: Erstveröffentlichung 05.02.2018 / ©Maciej Zasada
Nachdruck, Verwertung und / oder Verbreitung nur mit schriftlicher Genehmigung. Der Artikel und der Inhalt unterliegen dem deutschen Urheberrecht.

————

Universelle Definition der Gegenwart (gültig für Paare beliebig entfernter Punkte) von M. Zasada

Ursprünglich bei Scilogs publiziert (mit dem Hinweis auf eine interessante „wissenschaftliche“ Auseinandersetzung. So ergeht es einem wie mir, wenn er mit Beamten und Polizisten des Geistes kommuniziert – ich wurde gesperrt)

Motto: Jede Aussage ist wahrscheinlich falsch, doch jedes Vorausgesagte kann der Angelpunkt des Denkens sein.


Definition 1.

Definition der punkt-gültigen Gegenwart von M. Zasada:
Ein Ereignis geschieht innerhalb der Gegenwart, wenn es innerhalb seines exklusiven raumzeitlichen Standortes mit keinem anderen Ereignis identisch ist.

Definition 2.
Universelle Definition der Gegenwart (gültig für Paare beliebig entfernter Punkte) von M. Zasada
[die Feststellung einer universellen Gleichzeitigkeit unter Geltung einer Referenz (a) oder unter Geltung einer übergeordneten Information (b)]

Zwei beliebig voneinander entfernte Punktereignisse A,B geschehen innerhalb einer und derselben Gegenwart:
a) wenn A,B, bezogen auf einen konkreten, jeweils bei A,B lokal empfangenen Impuls einer geometrisch günstig gelegenen Impuls-Referenzquelle, gleichzeitig erfolgen, oder
b) wenn die Gleichzeitigkeit von A und B die Folge einer übergeordneten physikalischen Gesetzmäßigkeit ist, welche in Form einer verlässlichen Information vorliegt.

Geometrische Voraussetzung der universellen Gleichzeitigkeit a):
Zwei beliebig entfernte Punktereignisse A,B geschehen gleichzeitig, d.h. innerhalb einer und derselben Gegenwart, wenn folgende Bedingungen für A,B erfüllt sind:
Punkte A,B seien zwei Punkte auf der Geraden G. Es sei M der Mittelpunkt der Strecke A-B. Sei die Entfernung A-M genau bekannt. Sei Punkt B ein Punkt im Raum, der hinsichtlich M als eines symmetrischen Mittelpunktes der Strecke A-B, gegenüber A auf der Geraden G liegt. Sei B also genauso weit von M entfernt, wie A von M entfernt ist. Das gesamte Arrangement A-M-B befindet sich im Ruhezustand.

img_2807

Physikalische Voraussetzung der universell gültigen Gleichzeitigkeit a) und b):
Es werden aus dem Mittelpunkt M der Strecke A-B, sich gleichmäßig wiederholende Lichtimpulse in alle Richtungen (kugelförmig) ausgesandt. Konstanz der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum vorausgesetzt, erreichen die einzelnen Lichtimpulse Punkte A und B gleichzeitig, also innerhalb einer und derselben Gegenwart (wenn man dem Begriff der Gegenwart die vorgeschlagene “Definition der absolut-gültigen Gegenwart I” zugrundelegt). Diese Voraussetzung ist von der etwaigen Konstatierung der Gleichzeitigkeit der Ereignisse bei A und bei B (Koinzidenz) aus beliebigem Punkt Z heraus unabhängig. Sie zeugt von der Universalgültigkeit der Definition 2., denn sie ergibt sich aus dem logischen Aufbau des Arrangements A-M-B (und nicht aus der Konstatierung der Koinzidenz bei A,B). Sie gilt daher als eine allgemeingültige und verlässliche Information universell, denn ist ein Beobachter über die geometrischen und physikalischen Voraussetzungen der Definition 2. informiert, muss er der Information über die Gleichzeitigkeit der Ereignisse bei A und B der Konstatierung der Koinzidenz oder Nicht-Koinzidenz Vorrang geben.

Die soeben aufgeführte Voraussetzung genügt sowohl Punkt a) als auch Punkt b) der Definition 2.

“Quantenmechanische” Voraussetzung der universell gültigen Gleichzeitigkeit b):
Würden zwei physikalische Körper p, q miteinander wechselwirken, und würde ihre Wechselwirkung darin Ausdruck finden, dass p und q sich gegenseitig vernichteten oder synchron ihre Eigenschaften (bspw. ihre Polarität oder Spin) änderten, dann spielte es physikalisch keine Rolle, ob aus der Perspektive eines bestimmten Beobachters der Augenblick der Veränderung von p und q als gleichzeitig konstatiert wäre, oder nicht.
Die Information, dass der Wechsel der Eigenschaften von p und q synchron zu erfolgen hat, wäre jeder physikalisch-relativistischen Erfahrung (Konstatierung) übergeordnet, d.h. auch in dem Fall, in dem, aus welchen Gründen auch immer, keine Gleichzeitigkeit der Ereignisse bei p und q festgestellt werden könnte, wäre diese prioritär anzunehmen (Weil eine verlässliche Information über die Gleichzeitigkeit von p,q vorliegen würde).
Der Besitz gerade dieser entscheidenden Information wäre jeder tatsächlichen “Konstatierung der Koinzidenz” oder “Nicht-Koinzidenz” übergeordnet.

Die soeben aufgeführte Voraussetzung genügt Punkt b) der Definition 2.

Weiterführend: Vollständig formulierte Definition und Beweis der Existenz der absoluten Gegenwart.


Hinweis: Erstveröffentlichung 14.01.2018 / ©Maciej Zasada
Nachdruck, Verwertung und / oder Verbreitung nur mit schriftlicher Genehmigung. Der Artikel und der Inhalt unterliegt dem deutschen Urheberrecht.

Die Vorstellung der absoluten Zeit. Die Anmerkungen zur Gültigkeit.

Anmerkung zu GPS:
Das GPS-System funktioniert vor Allem deshalb, weil die Zeitgrundlage der Positionsberechnung darin absolut ist (die Taktfrequenz des GPS-Systems, also seine systeminterne “Gegenwart”, gilt universell für alle teilnehmenden Satelliten und Instanzen: das GPS-System operiert mit einer absoluten Zeitlichkeit – es existiert eine GPS-Zeit, mit der das gesamte Global Positioning System synchronisiert wird. Geringe Abweichungen von dieser Zeit bei der integrierten Uhr des GPS-Empfängers führen dazu, dass eine Position des GPS-Empfängers berechnet werden kann.
Die Positionsbestimmung mittels GPS erfordert also einer universell synchronisierten (absoluten) Zeit. Die Zeit zu “synchronisieren” bedeutet aber nichts anderes als ihr eine absolute und universalgültige Gegenwart zugrunde zu legen. Wenn die Errichtung eines Systems der interstelaren Positionsbestimmung irgendwann notwendig sein sollte (spätestens dann, wenn Reisen im All alltäglich werden, wie das heutige Autofahren etwa), dann wird sich die Notwendigkeit der Unifikation des Zeitimpulses innerhalb des  gesamten Raum des Universums von alleine ergeben; dann wird sich die Position im Raum anhand des relativen, ortsabhängigen Zeitunterschiedes, bezogen auf das absolute Impuls der Zeit, berechnen lassen; dann wird die Existenz der absoluten Zeit und der universalgültigen Gegenwart im Raum des Universums selbstverständlich sein. Warum nicht jetzt?

Anmerkung zur Gültigkeit der relativen Zeit im Hinblick auf die Gültigkeit der normativen Absolutheit:
Wenn wir etwa von Gravitation als einer Krümmung der Raumzeit sprechen, dann operieren wir bereits mit einem Modell der Abweichung von der universalgültigen Norm (wir können uns die gekrümmte Raumzeit nur dann singulär vorstellen, wenn wir uns die Raumzeit ansonsten als eben (oder flach), d.h. nicht gekrümmt, vorstellen. Wir sind in der Lage eine Krümmung nur innerhalb einer nichtgekrümmten Umgebung erkennen – die Ebenheit der Raumzeit ist die Norm oder der modellhafte Standardzustand, in dem sich die Raumzeit im “ausbalancierten” “Normalzustand” befindet. Dieser Standardzustand gilt als ein Richtwert, an dem wir uns sowohl beim Definieren (ART), als auch beim vergleichenden Erkennen der Gravitation (Gravitationswelle) halten, und an dem wir uns auch dann halten, wenn wir das auszudrücken versuchen, was wir mit bloßem Begriff “Gravitation” bezeichnen möchten.
Dasselbe gilt für den Begriff der “Relativität”: wenn wir diesen Begriff in ein Zeitmodell einführen, dann nehmen wir stets absolute Werte als einen Maßstab der Relativität (der Zeit). Wir können nur mittels der absoluten Zeitwerte den Maß an Zeitrelativität ermitteln.

Wie und warum wollen wir denn, unter den oben aufgeführten Umständen, den Begriff der absoluten Zeit als “falsch” bezeichnen und “praktisch” aufgeben?


Hinweis: Erstveröffentlichung 14.01.2018 / ©Maciej Zasada
Nachdruck, Verwertung und / oder Verbreitung nur mit schriftlicher Genehmigung. Der Artikel und der Inhalt unterliegt dem deutschen Urheberrecht.

Konzepte der Gleichzeitigkeit und ihre logische Berechtigung. Der endgültige Beweis für die parallele Gültigkeit der absoluten Gleichzeitigkeit.

image

Ich wiederhole die wichtigsten Definitionen, um Dir, mein lieber und geduldiger Gast, zu ermöglichen, meinem Gedankengange zu folgen, ohne hin und her durchs Internet springen zu müssen.

Definition der Gleichzeitigkeit von A. Einstein I (Fig. I):
Es seien A, B zwei Punkte des Inertialsystems K, etwa die Endpunkte eines relativ zu K ruhenden Stabes, dessen Mittelpunkt M sei. Von M werde ein Lichtsignal nach allen Seiten ausgesandt. Das Prinzip der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit zwingt uns zu der Festsetzung, dass die Ankunft des Lichtsignals in A und die Ankunft in B gleichzeitig seien. Damit haben wir eine physikalisch sinnvolle Definition der Gleichzeitigkeit gewonnen.“

Die Gleichzeitigkeit der Ereignisse A, B wird in (I) an einem Referenzpunkt (M) konstatiert. Sie berücksichtigt also die Relativität der Gleichzeitigkeit in bezug auf ein externes Bezugssystem und seinen Bewegungszustand.IMG_2678

 Fig. I, Die Lichtsignale werden von M ausgesandt und erreichen Punkte A, B gleichzeitig.

Wir wissen, dass die Gleichzeitigkeit vom Typ (I) eine Bezugspunkt-abhängige Gleichzeitigkeit ist. Befindet sich M nicht genau in der Mitte der Strecke A B, befinden sich K / K‘ (System K ist das in den Zeichnungen I-III dargelegte Bezugssystem A-M-B, System K‘ ist ein beliebiges Bezugsystem A-M‘-B) einzeln oder bezogen auf sich gegenseitig in Bewegung, oder unterliegen sie etwa dem Einfluss der Gravitation, so kann die reale Gleichzeitigkeit zwischen A und B nicht festgestellt werden. Die Gleichzeitigkeit von Typ (I) und (II) wird unmittelbar im Punkt M des Bezugssystems K oder im Punkt M‘ des Bezugssystems K‘ festgestellt. Mittelbar, und zwar durch Information über die Anordnung des Systems K / K‘, kann auf diese Gleichzeitigkeit aber auch von den Punkten A und B aus geschlossen werden (und zwar dann, wenn in Punkten AB die Information darüber vorhanden ist, dass Punkt M, von dem die Lichtsignale in AB empfangen werden, genau in der Mitte der Strecke AB liegt). Ist diese Information vorhanden und ist, ferner, die Information über die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit vorhanden, so können Beobachter in A und B durch logische Folgerung (nicht durch eine unmittelbar durchgeführte Messung) auf die Gleichzeitigkeit der Ereignisse AB schliessen).
IMG_2685

Fig. I.I, „Perspektive der Beteiligten“ auf das Bezugssystem K.

Es zeigt sich, dass die Information über das System K ausschlaggebend dafür ist, was über die Gleichzeitigkeit der Ereignisse A und B gewusst und ausgesagt wird. Denn befindet man sich als Beobachter im Punkt A oder B der Anordnung K, so kann man über die Mittelposition M auch ohne das Anlegen des Maßstabs entscheiden. Etwa dadurch, dass man den zeitlichen Unterschied der Lichtimpulse, welche von M ausgesandt werden, und welche von den in Punkten A und B aufgestellten Spiegeln reflektiert zurück im Punkt M ankommen solange vergleicht und so lange den sich in M befindlichen Lichtdetektor in der Achse A-B hin und her bewegt, bis man die Gleichzeitigkeit der von A und B kommenden Signale feststellt.
Daraus kann zugleich geschlossen werden, dass Punkt M sich genau in der Mitte zwischen A und B befindet und dass Ereignisse A und B gleichzeitig erfolgen (wir betrachten hier den Fall eines ruhenden Systems K).

Erkenntnis: Man kann also die Ergebnisse der physikalischen Messung durch logische Folgerung vorwegnehmen oder gar ersetzen.

Nichts anderes geschieht in der folgenden Modifizierung.

Definition der Gleichzeitigkeit von A. Einstein II(Fig. II): Die oben aufgeführte Definition (I) kann einfach modifiziert werden, indem an den Punkten A, B Spiegel aufgestellt werden, welche jeweils das von M kommende Lichtsignal reflektieren und in Richtung M zurückschicken. Die Signale, welche, auf diese Weise umgeleitet, den Punkt M erreichen, sollten, die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit vorausgesetzt, den Mittelpunkt zwischen A,B gleichzeitig erreichen und seinen Ort (M) eindeutig bestimmen.
IMG_2679

Fig. II. Die reflektierten Lichtsignale erreichen Punkt M gleichzeitig.

Erkenntnis z: Die Konstatierung der Gleichzeitigkeit im Punkt M im Sinne (II) ist ein einziges Ereignis mit exklusiven Koordinaten x,y,z,t.
Noch einmal: im Punkt M geschieht ein einziges Ereignis der „Konstatierung der Gleichzeitigkeit“, keine zwei Ereignisse gleichzeitig. Die Ereignisse, deren Gleichzeitigkeit in M konstatiert wird, befinden sich außerhalb von M und haben von M verschiedene Koordinaten, nämlich die der Punkte A und B.
Die im Punkt M konstatierte Gleichzeitigkeit erfolgt nicht im Punkt M, sie manifestiert sich lediglich darin. Punkt M ist ihre „Anzeige“, wie jeder andere berechtigte Bezugspunkt, welcher sich in geeigneter Position bezüglich AB befindet. Es ist daher klar, dass die Festellung der Gleichzeitigkeit im Punkt M eine Abbildung jener mehr oder weniger tatsächlich stattfindenden (vom Ort des Bezugskörpers abhängigen) Gleichzeitigkeit ist.

Folgende Behauptung Einsteins, welche zusammen mit seiner Definition der Gleichzeitigkeit formuliert wurde, erachte ich somit für widerlegt:

Physikalische Erfahrungen sind immer Konstatierungen der Koinzidenzen. Diese (Koinzidenzen) finden darin Ausdruck, dass zwei oder mehr Ereignisse dieselben Koordinaten (x, y, z, t) haben“.

Die Behauptung Einstein’s ist falsch, weil man nicht behaupten könne, die Welt, die man an einem bestimmten Punkt M zu einer bestimmten Zeit t wahrnimmt, geschehe an diesem konkreten Punkt M(t). Vielmehr nimmt man sie im Punkt M(t) wahr, inklusive all den sich darin punktuell manifestierenden, distanten Ereignissen.
Die Teilnahme an der Welt im Punkt M(t) berechtigt den Betrachter dazu, die Welt aus M heraus zu beobachten; sie berechtigt nicht die Welt (x‘,y‘,z‘,t‘) innerhalb des Punktes M (x,y,z,t) parallelerweise zu geschehen. Die Welt geschieht nämlich nicht in M, sie zeigt sich, sie ist aus der Perspektive von M sichtbar.
Diese Erkenntnis berechtigt mich dazu, eine prinzipielle Anmerkung zu machen.


Prinzip der absoluten Gleichzeitigkeit von M. Zasada:
Zwei oder mehr Ereignisse können nur dann gleichzeitig erfolgen, wenn sie einander distant sind.

In dem Prinzip der absoluten Gleichzeitigkeit von M. Zasada wird der Möglichkeit der Koordinaten-Identität differenter Ereignisse (Koordinaten-Koinzidenz: x,y,z,t = x‘,y‘,z‘,t‘) widersprochen.
Folgendes Postulat bekräftigt die Aussage des Prinzips noch einmal.

Postulat der Identität der Sache mit sich selbst (Zasada):
Ein Ereignis ist dann und nur dann mit sich selbst identisch (wesensgleich), wenn es innerhalb seiner exklusiven Koordinaten x,y,z,t mit keinem anderen Ereignis gleichzeitig ist.

Im Umkehrschluss bedeutet das Postulat der Identität der Sache mit sich selbst folgendes. Wenn ein Ereignis K an einem bestimmten Punkt im Raum zu einer gegebenen Zeit stattfindet (K = x,y,z,t), dann kann es entweder gleichzeitig mit einem anderen Ereignis K‘ stattfinden, das an einem anderen Ort geschieht (K = x,y,z,t; K‘ = x‘,y‘,z‘,t), oder mit K‘ an demselben Ort, dafür aber nicht gleichzeitig geschehen (K = x,y,z,t; K‘ = x,y,z,t‘).
Eine raumzeitliche Koinzidenz im Sinne Einsteins ist unmöglich.
Aus dieser Erkenntnis folgt:

Definition der absoluten Gleichzeitigkeit von M. Zasada (Fig. III):
Ereignisse geschehen gleichzeitig, wenn sie innerhalb einer und derselben Gegenwart an verschiedenen Orten stattfinden.

IMG_2677Fig. III, Ereignisse A,B erfolgen gleichzeitig, unabhängig von der Existenz eines externen Referenzsystems.

Die Gleichzeitigkeit zwischen Ereignissen A,B ist hier (Fig. III) vom Bezugspunkt unabhängig. Sie ergibt sich aus dem absoluten Wert der Gegenwart und einer daraus resultierenden absoluten Koordinatenordnung.
Die Existenz der absoluten Werte wird zwar von der Relativitätstheorie strikt abgelehnt, aber nur aufgrund der Gültigkeit der relativen Zeit (Gleichzeitigkeit), welche aus den Gleichzeitigkeits-Modellen (I) und (II) logisch folgt. Wenn aber an der Relativität der Gegenwart und an der Relativität der Eigenzeit eines jeden Koordinatensystems unkritisch festgehalten wird, so folgt daraus, dass es überhaupt keine Gleichzeitigkeit der Ereignisse im Universum möglich ist. Diese Annahme ist tragisch und absurd, doch keine andere Aussage kann aus dem Kontext der unbedingten Relativität dazu entstehen. Es ist aber (auf der anderen Seite) selbstverständlich und unumstritten, dass die Tatsache, dass ich mir im Moment Butter aufs Brot schmiere, gleichzeitig mit unzähliger Anzahl der Ereignisse im gesamten Universum ist.

Fazit: Auch dann, wenn Einstein jede nichtphysikalische Erfahrung für „nicht physikalisch“ hält (physikalische Erfahrung hier: durch eine Messung bestätigtes Ergebnis einer Untersuchung), so haben wir in (I) gezeigt, dass durchaus physikalisch relevante Ergebnisse erreicht werden können, welche nur auf Basis logischer Überlegung entstehen.
Daher, auch wenn wir nicht imstande sind, die Faktizität der aktuellen Gegenwart auf den unbekannten Planeten der Andromeda-Galaxie unmittelbar festzustellen, so, aufgrund der logischen Folgerung, sind wir dennoch in der Lage, diese Faktizität anzunehmen, genauso, wie wir die Universalität der lokalen Gegenwart hier auf Erden nicht nur hypothetisch anzunehmen pflegen.
Wir können mit ruhigen Gewissen voraussetzen, dass eine absolute Gleichzeitigkeit der Ereignisse existiert (dies ist die logische Konsequenz daraus, dass die Existenz synchron laufender Uhren bei GPS, eine physikalische Voraussetzung dieses System ist; und auch daraus, dass die Existenz synchron laufender Uhren auf Erden und auf dem Mond oder Mars denkbar ist – wie? Genauso, wie wir es bei (I) gezeigt haben:

Modell der Gleichzeitigkeitsermittlung bei distanten, in keiner unmittelbaren Beziehung zueinander stehenden Ereignissen.
Denken wir uns die Synchronität zwischen zweier Uhren, die jeweils auf Erden und auf dem Mars platziert sind. Für diesen Zweck würde eine Sender-Empfänger-Einheit „M“ in den Weltraum zwischen Erde und Mars geschickt. Diese würde ein kugelwelliges elektromagnetisches Signal aussenden, das, eine „zentrale“ Position von M bezüglich Mars und Erde vorausgesetzt, jeweils gleichzeitig Erde und Mars erreichte. Von dort wären seine Impulse, mittels angebrachter Vorrichtung reflektiert und zurück zum Sendeeinheit „M“ geschickt. Die Synchronität dieser Anordnung könnte selbstständig durch die Einheit „M“ gewährleistet sein: die Ungenauigkeit der Uhren, sowie andere Unstimmigkeiten (bsw. variierende Entfernung zwischen Erde und Mars im Bezug auf M etc.), könnten durch stetige Veränderung der Position von „M“ in Achse Erde-Mars korrigiert werden. Somit erhielte man ein System, das die Zeit zwischen Erde und Mars weitgehend perfekt synchronisierte (die Einheit M in der Mitte der Strecke zwischen Erde und Mars würde die Synchronität der Zeit zwischen Mars und Erde gewährleisten, sodass die irdische Zeit, der Zeit auf dem Mars genau entspräche).
Wenn dies denkbar ist, dann ist eine universelle Synchronität sämtlicher Zeit- und Koordinatensysteme des Universums denkbar und kein Wunder, womit die Formulierung der Definition der universellen Gleichzeitigkeit berechtigt ist.


Definition der universellen Gleichzeitigkeit von M. Zasada
(Fig.I, II, III):
Ereignisse geschehen gleichzeitig, wenn sie innerhalb einer und derselben Gegenwart geschehen.

Die Definition der universellen Gleichzeitigkeit verbindet die Prinzipien der Relativität und der Absolutheit der Gleichzeitigkeit (und der Zeit). Es finden zwei bis jetzt als unvereinbar geltende Perspektiven darin Platz:

Perspektive a (Fig. I, II: relativ)
Die Gleichzeitigkeit (die Gegenwart) der Ereignisse A und B ist relativ und abhängig von der Referenz eines Betrachtungspunktes dann, wenn dieser der Bezugspunkt dieser Gleichzeitigkeit ist (Bezugspunkt der Gleichzeitigkeit AB hier: Punkt M und sämtliche Bezugspunkte, welche sich in geeigneter Position bezüglich AB befinden).

Bemerkung: Wenn ich behaupte „die Gleichzeitigkeit der Ereignisse A und B ist abhängig von der Referenz eines Betrachtungspunktes“, meine ich nicht, dass die Gleichzeitigkeit AB vom Zustand des Bezugspunktes M abhängt, ich meine damit ausdrücklich, dass Gleichzeitigkeit der Ereignisse A und B nur bezogen auf die Position und den Bewegungszustand des Punktes M existiert. Diese Gleichzeitigkeit existiert ausdrücklich nicht bezogen auf Ereignisse A und B selbst (Erkenntnis z, s.o.). Innerhalb der Perspektive a sind die Begriffe der Relativitätstheorie gültig.

Perspektive b (Fig. III: absolut)
Die Gleichzeitigkeit (die Gegenwart) der Ereignisse A und B ist absolut und unabhängig von der Referenz eines Betrachtungspunktes dann, wenn sie sich allein auf sich selbst bezieht (d.h. auf die Elemente des Systems K, welche bezugspunktunabhängig gleichzeitig geschehen (hier: A,B).

Bemerkung: Wenn ich behaupte „die Gleichzeitigkeit der Ereignisse A und B ist unabhängig von der Referenz eines Betrachtungspunktes“, so meine ich, dass die Gleichzeitigkeit der Ereignisse A und B sich ausschliesslich auf die Punkte A und B bezieht. Ich betrachte diese Gleichzeitigkeit als eine objektive Tatsache, die völlig unabhängig vom Beobachter und seinem Bewegungszustand stattfindet. Man könnte mit Recht behaupten, Perspektive b wäre die Perspektive eines nicht observierenden Beobachters!

Daraus folgt:
Auf der universellen Ebene stellen wir fest, dass das, wie die Ereignisse interpretiert werden (aber auch das, wie sie sich dem Beobachter zeigen – Stichwort: „Gleichzeitigkeit“), maßgeblich davon abhängt, ob sie sich nun auf den Beobachter beziehen oder nicht (d.h. ob sie observiert werden oder nicht).
Ist der Beobachter der Bezugspunkt des Ereignisses A (Perspektive a), so entsteht eine relativistische Beziehung, bei welcher der gegenseitiger Bewegungszustand, Beschleunigung etc. eine wesentliche Rolle spielt.
Ist der Beobachter kein Bezugspunkt des Ereignisses A (Perspektive b), so entsteht auch keine relativistische Beziehung innerhalb von K.

Wenn Sie nun die Zeichnungen I-III betrachten, sehen Sie selbst, dass die Relativität dann entsteht, wenn gemessen (beobachtet) wird. Erst, wenn ein Bezugspunkt existiert können wir von der Relativität sprechen. Die Werte der Ereignisse, welche keinen Bezugskörper haben, sind offensichtlich absolut. Bemerkenswert ist, dass dies die sichtbare Wirklichkeit betrifft, nicht das quantenmechanische Mikrokosmos; und, vor Allem, es betrifft den Akt der Beobachtung selbst. Es betrifft u.a. die einer Beobachtung zugängliche Bereiche des Universum, aber auch solche, die nicht observabel sind, wie etwa dunkle Materie

Der endgültige Beweis für die parallele Gültigkeit der absoluten Gleichzeitigkeit.

Würden zwei physikalische Körper p, q miteinander wechselwirken, und würde ihre Wechselwirkung darin Ausdruck finden, dass p und q sich gegenseitig vernichteten oder synchron ihre Eigenschaften (bspw. ihre Polarität oder Spin) änderten, dann spielte es physikalisch keine Rolle, ob aus der Perspektive eines bestimmten Beobachters der Augenblick der Veränderung von p und q gleichzeitig erfolgte oder nicht.
Die Information, dass der Wechsel der Eigenschaften von p und q synchron zu erfolgen hat, wäre jeder physikalisch-relativistischen Erfahrung übergeordnet, d.h. auch in dem Fall, in dem, aus welchen Gründen auch immer, keine Gleichzeitigkeit der Ereignisse bei p und q festgestellt werden könnte, wäre diese prioritär anzunehmen.
Dies zeigt unmittelbar, dass eine absolute Zeitlichkeit einer relativistischen Zeitlichkeit mindestens äquivalent ist, und notwendig existiert, denn es ist offensichtlich der Fall, dass die Prämisse der Gleichzeitigkeit manchmal einen absoluten und keineswegs immer einen relativen Wert besitzen darf und muss.

Die Annahme der Existenz einer universellen Ebene der Zeit betrachte ich daher, auch aus dieser Perspektive, als berechtigt, denn das Einzige, was notwendig wäre, um diese Existenz anzuerkennen, wäre die Erkenntnis der Komplementarität zweier als unvereinbar geltender Begriffe der Zeit („relative Zeit“ und „absolute Zeit“). Und dieses haben wir gerade anerkannt, und zwar indem wir die Begriffe der relativen und der absoluten Gleichzeitigkeit definiert haben.

 


Hinweis: Erstveröffentlichung 07.12.2017 / ©Maciej Zasada
Nachdruck, Verwertung und / oder Verbreitung nur mit schriftlicher Genehmigung. Der Artikel und der Inhalt unterliegt dem deutschen Urheberrecht.

Einstein: ERSTER EINWAND (erste Widerrede).

img_2613-1

Es hat sich eine Diskrepanz zwischen Einsteins und meiner Auffassung des Begriffes der Gleichzeitigkeit ergeben. Ich bin wohl auf ein kleines Problem gestoßen. Große Sache. Hier werden die Einzelheiten besprochen.

Definition der Gleichzeitigkeit von A. Einstein:Es seien A, B zwei Punkte des Inertialsystems K, etwa die Endpunkte eines relativ zu K ruhenden Stabes, dessen Mittelpunkt M sei. Von M werde ein Lichtsignal nach allen Seiten ausgesandt. Das Prinzip der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit zwingt uns zu der Festsetzung, dass die Ankunft des Lichtsignals in A und die Ankunft in B gleichzeitig seien. Damit haben wir eine physikalisch sinnvolle Definition der Gleichzeitigkeit gewonnen.“

A. Einstein: „Physikalische Erfahrungen sind immer Konstatierungen der Koinzidenzen. Diese finden darin Ausdruck, dass zwei oder mehr Ereignisse dieselben Koordinaten xyzt bzw, x1…x4 haben“.

Prinzip der Gleichzeitigkeit von M. Zasada: Zwei oder mehr Ereignisse können nur dann gleichzeitig geschehen, wenn sie einander distant sind.

Eine Gleichzeitigkeit getrennter Ereignisse im Sinne Einsteins (im Sinne der Identität räumlich-zeitlicher Koordinatenwerte bei den gleichzeitig erfolgenden Ereignissen) ist prinzipiell unmöglich (wg. der Verletzung des „Postulats der Identität der Sache mit sich selbst„*).
Prinzip der Gleichzeitigkeit besagt, dass eine Gleichzeitigkeit zwischen Ereignissen durchaus stattfinden kann, nicht aber dann, wenn sie koinzidieren, d.h. prinzipiell nur dann, wenn sie in einer (beliebigen) Entfernung zueinander stattfinden.

Zasada’s Definitionen der Gleichzeitigkeit.

Beide Aussagen (Einstein / Zasada) sind offenbar parallel gültig, denn fassen wir „Ereignis“ als einen Akt der Beobachtung im Einsteins Sinne auf, so gilt die Definition Einsteins, denn es ist durchaus möglich, die Gleichzeitigkeit zweier Lichtimpulse/Signale an einem einzigen Ort zu konstatieren (Aussage Zasadas gilt in ihrem Kontext ohne weitere Prämissen).

Die Relativitätstheorie beruht bekannterweise auf zwei Grundprinzipien: auf dem Relativitätspostulat und auf dem Prinzip der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum.
Es existiert jedoch ein drittes und vielleicht sogar wichtigeres Prinzip der Relativitätstheorie, das sich zwar aus dem zweit genannten ableiten lässt, das aber elementar für die Relativitätstheorie insgesamt ist. Es ist das Prinzip der Relativität der Gleichzeitigkeit. Dieses dritte Prinzip ist so wichtig, weil es nicht nur über die Relativität der Gleichzeitigkeit der Ereignisse, sondern auch über die Relativität der Gegenwart und über die Relativität von Raum und Zeit im ganzen theoretischen Gebäude der Relativitätstheorie entscheidet.

Dass, wie man die Gleichzeitigkeit der Ereignisse begreift, beurteilt und deutet, entscheidet offenbar über die Physik und die Naturgesetze, die man daraus als logische Schlüße zieht.
Eine Definition der Gleichzeitigkeit ist daher entscheidend für die Logik, welche unserem physikalischen System zugrunde gelegt wird.

Einstein’scher Begriff der Gleichzeitigkeit beruht auf der punktbezogenen Beobachtung. Es ist der inmitten des Naturgeschehens stehender Beobachter oder ein Instrument der Messung, der für Einstein der Bezugspunkt der Gleichzeitigkeit ist. Nur der Beobachter, der sich genau in der Mitte zwischen zwei Ereignissen A und B befindet, ist aus Einsteins Sicht in der Lage, die Gleichzeitigkeit dieser Ereignisse auf eine exakte Weise zu beurteilen. Daraus ergeben sich natürlich Schwierigkeiten, welche in dem Moment auftreten, in dem die Systeme, welche gleichzeitig geschehen in bezug auf den Beobachter in Bewegung geraten, oder wenn sie dem Einfluss der Gravitation ausgesetzt sind. Und gerade dort setzt Einsteinsche „spezielle Relativitätstheorie“ ein. Sie erklärt den Grund der Relativität und beschreibt ihre Effekte, sie macht die Natur in dem Sinne berechenbar. Sie ist daher in ihrem Sinne sinnvoll. Die Frage ist bloß, ob die Gleichzeitigkeit im Sinne Einsteins Definition die einzig mögliche ist, und wenn nicht, ob sich aus der anders definierten Gleichzeitigkeit andere (parallel gültige) nichtrelativistische Naturgesetze ergeben?

Im Gegensatz zu Einstein betrachte ich die Gleichzeitigkeit der Ereignisse als Konstatierung der Tatsache der Gleichzeitigkeit aus der Perspektive der Systeme, welche an dieser beteiligt sind.
Diese Sicht entsteht nicht aus der Perspektive der Systeme, welche sich außerhalb der an der Gleichzeitigkeit beteiligten Systeme befinden (Bezugssysteme), und welche die Tatsache der Gleichzeitigkeit u.U. von Außen beurteilen, sondern aus der Perspektive der wirkenden Gleichzeitigkeit selbst. Ich betrachte die Systeme getrennt und stelle ihre Gleichzeitigkeit nicht anhand der Signale fest, welche mich als einen Beobachter von Außen erreichen und welche so der Relativität von Raum und Zeit unterworfen, und welche zudem von dem jeweiligen Bewegungszustand abhängig sind, sondern ich stelle die Gleichzeitigkeit der Ereignisse anhand der absoluten Koordinatenwerte dieser Ereignisse fest.
Für mich besitzt nämlich jedes einzelne Ereignis stets einen dedizierten, singulären Koordinatenwert x,y,z,t (Ereignis-Nummer im Sinne einer „Gödel-Nummer“)
Ich betrachte ferner die Tatsache der Gleichzeitigkeit der Ereignisse als einen natürlichen Umstand innerhalb des Universums, welcher existiert, völlig unabhängig von der Ausführbarkeit der physikalischen Erforschung (Auswertung) seiner Evidenz.

Ich gehe nämlich von der Annahme aus, dass Dinge im Universum einfach parallel geschehen, unabhängig davon, ob ihre Gleichzeitigkeit jeweils feststellbar ist, oder nicht, und unabhängig davon, wo sie jeweils (aktuell) stattfinden und ob Signale ihrer Gleichzeitigkeit dem unbeteiligten Beobachter zugänglich sind, oder nicht.

Das Bezugssystem der Gleichzeitigkeit in meinem Sinne ist das gesamte Universum als ein universelles Koordinatensystem („Mulluske“ im Einstein’s Sinne), kein singulärer, materieller Bezugspunkt darin. Somit aber verlasse ich die Gewässer der Relativität, denn wenn Dinge überall gleichzeitig geschehen, dann geschehen sie innerhalb einer und derselben Gegenwart, dann aber muss eine solche notwendig existieren…Wenn aber eine Gegenwart existiert, welche für sämtliche gleichzeitig erfolgende Ereignisse gemeinsam ist, dann muss auch eine  gemeinsame Zeit für all diese Ereignisse existieren, denn einige davon geschehen früher, die anderen wiederum später als die abermals anderen.

Die Annahme einer gemeinsamen Zeitlichkeit innerhalb des gesamten Universums lässt sich aber mit den Ergebnissen der Relativitätstheorie nicht vereinbaren. Jetzt nicht und vielleicht niemals in der Zukunft; vielleicht sind wir aber gerade jetzt dabei, eine neue Ordnung der Wirklichkeit zu entdecken?

Die Annahme der gemeinsamen Zeitlichkeit innerhalb des Universums ist zum einen logisch einwandfrei, zum anderen zwingend, wenn man an das Universum als an ein Prozess denkt, der aus dem Urknall hervorgetreten ist. Im Augenblick des Urknalls nämlich, in seinem ersten Augenblick, hätte das Universum durchaus die erste Gegenwart und die erste Gleichzeitigkeit besessen, welche gemeinsam für all seine damaligen und all seine späteren Bestandteile gewesen ist. Der Anfang gerade dieser Zeitrechnung wäre der Anfang einer bis heute universell gültigen Zeitrechnung.

Diese Deduktion ist logisch geschlossen.

—————————————
*) Postulat der Identität der Sache mit sich selbst (Zasada): Ein Ereignis ist dann und nur dann mit sich selbst identisch (wesensgleich), wenn es innerhalb seines exklusiven Koordinatenwertes x,y,z,t mit keinem anderen Ereignis gleichzeitig (t = t‘) und zugleich an einem Ort ((x,y,z) = (x‘,y‘,z‘)) stattfindet.

In Verbindung mit Definition der Gleichzeitigkeit von M. Zasada konstatieren wir, dass die Ereignisse K und K‘ nur dann gleichzeitig erfolgen, wenn K die Koordinaten x,y,z,t und K‘ die Koordinaten x‘,y‘,z‘,t besitzt.


Hinweis: Erstveröffentlichung 30.11.2017 / ©Maciej Zasada
Nachdruck, Verwertung und / oder Verbreitung nur mit schriftlicher Genehmigung. Der Artikel und der Inhalt unterliegt dem deutschen Urheberrecht.

Einstein: Reloaded.

Für Resi

Aussage 1: A. Einstein

„Physikalische Erfahrungen sind immer Konstatierungen der Koinzidenzen. Diese finden darin Ausdruck, dass zwei oder mehr Ereignisse dieselben Koordinaten xyzt bzw, x1…x4 haben“.

///

Es stimmt nicht ganz, dass die physikalischen Erfahrungen immer nur Konstatierungen der Koinzidenzen sind. Die physikalischen Erfahrungen haben ja auch mit der Erfahrung des Universums als Ganzes zu tun. Gerade diese Erfahrungen waren beispielsweise für die Formulierung des Äquivalenzprinzips oder des Relativitätspostulats massgeblich.

Wir stellen uns mechanisch vor, wie die Welt funktioniert und bilden in unseren Modellen die Mechanismen ab, von denen wir glauben, dass sie beim Funktionieren der Welt eine Rolle spielen. Dies ist auch Physik. Aber auch in dem Fall, in dem die Modellvorstellung nichts mit der Physik zu tun haben soll, wenn unsere Vorstellungen nur metaphysisch sind, dann nennen wir halt dies, womit wir uns hier beschäftigen Metaphysik und üben unsere Wirkung auf die Physik von Außen aus, ich habe nichts dagegen.

Zurück zum Thema:

These z:Zwei oder mehrere Ereignisse können nicht dieselben Koordinatenwerte x1…x4 besitzen. Das Postulat Einsteins, dass „physikalische Erfahrungen immer Konstatierungen der Koinzidenzen sind, welche ihren Ausdruck darin finden, dass zwei oder mehr Ereignisse dieselben Koordinaten xyzt bzw, x1…x4 haben““ muss daher falsch sein.

Beweis 1: Drei Definitionen der Gleichzeitigkeit von Zasada.

Wir haben das Thema der Gleichzeitigkeit bereits ausführlich behandelt (hier). Wenn zwei oder mehrere Ereignisse dieselben Koordinaten besitzen, dann müssen sie gleichzeitig an einem Ort stattfinden. Es ist zwar vorstellbar, aber praktisch unmöglich, wenn das Postulat der Identität der Sache mit sich selbst seine Gültigkeit beibehalten sollte (siehe unten). Auch die Gleichzeitigkeit scheint hier eine unüberwindbare Hürde zu sein…

Definition der Gleichzeitigkeit von Einstein:Es seien A, B zwei Punkte des Inertialsystems K, etwa die Endpunkte eines relativ zu K ruhenden Stabes, dessen Mittelpunkt M sei. Von M werde ein Lichtsignal nach allen Seiten ausgesandt. Das Prinzip der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit zwingt uns zu der Festsetzung, dass die Ankunqft des Lichtsignals in A und die Ankunft in B gleichzeitig seien. Damit haben wir eine physikalisch sinnvolle Definition der Gleichzeitigkeit gewonnen.“

Bitte beachten:
Diese Definition, obwohl durchaus sinnvoll, gilt nur für statische, unbewegte Inertialsysteme (die Gleichzeitigkeit ist auch für Einstein relativ). Außerdem koinzidieren hier nicht die Punkte A und B jeweils miteinander (im besagten Punkt mit Koordinaten xyzt), sondern die jeweiligen, um die Strecke A-B voneinander entfernten Anzeigen der „Gleichzeitigkeit“. Dieser Umstand zeigt, dass die obige Definition als Indikat der raumzeitlichen Koinzidenz unbrauchbar ist, und, ferner, dass ausschliesslich Ereignisse, welche voneinander entfernt sind, gleichzeitig geschehen können.

Die „Gleichzeitigkeit“ bedeutet wohl etwas anderes, als Einstein im Sinn hatte.

Definition der Gleichzeitigkeit 1:Zwei Ereignisse geschehen gleichzeitig, wenn für sie beide in keinem einzigen Bezugssystem innerhalb des gesamten Universums eine physikalische Möglichkeit besteht, den Augenblick des jeweils anderen Ereignisses wahrzunehmen, bzw. diesen Augenblick aus ihrer aktuellen Position zu registrieren (sprich: zu messen), denn egal wo und wann ihre Gleichzeitigkeit stattfindet, findet sie innerhalb einer und derselben Gegenwart statt.

Unabhängig davon, ob gleichzeitig erfolgende Ereignisse in verschiedenen Galaxien stattfinden oder in unmittelbarer Nähe zueinander, sie finden innerhalb einer einzigen Gegenwart statt. Allein dies ist entscheidend dafür, dass die Feststellung ihrer Gleichzeitigkeit prinzipiell unmöglich ist, nicht etwa die relative Entfernung der Ereignisse voneinander oder die Tatsache, ob sie sich geradlinig und gleichförmig bewegen oder nicht.

Die Unmöglichkeit der Feststellung der Gleichzeitigkeit bei weit voneinander entfernten Ereignissen leuchtet jedem ein. Es erreichen uns keine Signale von der Andromeda-Galaxie, welche dortige Gegenwart für uns beobachtbar, messbar und vergleichbar mit der Gegenwart irdischer Ereignisse machen würden. Man bemüht sich aber die Gleichzeitigkeit der Ereignisse zu bestimmen, welche in einer überschaubaren Entfernung zueinander stattfinden. Ich behaupte, dass generell keine Gleichzeitigkeitsmessung gelingen kann, denn „Gleichzeitigkeit“ schlicht „in der gemeinsamen Gegenwart erfolgend“ bedeutet.

Definition der Gleichzeitigkeit 2:Ereignisse geschehen gleichzeitig, wenn kein kausaler Zusammenhang zwischen Ihnen besteht, denn egal wo und wann ihre Gleichzeitigkeit stattfindet, findet sie innerhalb einer und derselben Gegenwart statt.

Wenn Ereignisse gleichzeitig geschehen, dann geschehen sie innerhalb einer und derselben Gegenwart. Dies bedeutet, dass die kausale Verbindung zwischen ihnen aus Prinzip ausgeschlossen ist, denn die Existenz einer kausalen Verbindung die Existenz einer zeitlichen Dauer voraussetzte, innerhalb derer, die Kausalität dieser Verbindung sich entfalten könnte, was im Fall der Gegenwart aus Prinzip unmöglich ist.

Definition der Gleichzeitigkeit 3: Ereignisse geschehen gleichzeitig, wenn kein zeitlicher Zusammenhang zwischen ihnen besteht, denn egal wo und wann ihre Gleichzeitigkeit stattfindet, findet sie innerhalb einer und derselben Gegenwart statt.

Dass eine Gleichzeitigkeit innerhalb der Gegenwart stattfindet, bedeutet, dass sie keine messbare Zeitlichkeit auszeichnet. Wäre es der Fall sein, müsste die Gegenwart einen messbaren zeitlichen Wert besitzen, also keine Gegenwart mehr sein.

Fazit zur Definition 3: Jede Diskussion über den jeweiligen Stand der Anzeige in den synchron laufenden, ruhenden oder bewegten Uhren ist, bezogen auf die Gleichzeitigkeit der Ereignisse, sowie auf ihre Gegenwart sinnlos, denn sowohl die Gleichzeitigkeit, als auch die Gegenwart mit der Zeit im Sinne einer messbaren Größe nichts zu tun haben.(

Fazit zu These z: Wenn zwei Ereignisse exakt dieselben Koordinaten haben, dann muss es sich bei ihnen um ein Ereignis handeln, nicht um mehrere.

Beweis 2: Postulat der Identität der Sache mit sich selbst: Ein Ereignis ist dann und nur dann mit sich selbst identisch (wesensgleich), wenn es (innerhalb seines Koordinatensystems x,y,z,t) nur aus sich selbst besteht.

Besteht ein Ereignis A aus mehreren Erscheinungen p,q,r, welche gleichzeitig mit ihm an einem und demselben Ort stattfinden (dies müsste der Fall sein, wenn A und p,q,r dieselben Koordinaten x,y,z,t besitzen), so ist A identisch mit p,q,r. Von einem selbstidentischen Ereignis A oder einer Koinzidenz des A mit p,q,r, kann dann keine Rede mehr sein: A und p,q,r sind dann identisch.

Aussage 2:A. Einstein

„Es zeigte sich, dass die Aussage der Gleichzeitigkeit zweier Ereignisse nur in bezug auf ein Koordinatensystem (und nicht in bezug auf einen materiellen Bezugskörper! Anmerkung: mz) Sinn habe, dass die Gestalt von Messkörpern und die Ganggeschwindigkeit der Uhren, von deren Bewegungszustand (in bezug) zum Koordinatensystem (und nicht in bezug zum materiellen Bezugskörper: mz) abhängen müsse.“

Diese Aussage stellt unsere „Kritik“ in rechtem Licht.
Es zeigt sich, dass A. Einstein genauso dachte wie wir…
Es wurde bloß vergessen, und/oder von ihm selbst geschickt „verschleiert“. Die Bezugskörper (Bahn, Bahndamm, Mann, Kasten) verlieren ihren Sinn, wenn man mit gaußschen Koordinatensystemen arbeitet. Diese sind dann allgemeingültige Bezugssysteme…
Versteht das jemand da draußen?

Das eine ist die Koinzidenz oder die Gleichzeitigkeit zweier Ereignisse A und B, das andere ist die Übereinstimmung beider Ereignisse in bezug auf ihre Koordinaten. Es ist durchaus möglich, dass Ereignisse in bezug auf die Koordinatenzeit gleichzeitig erfolgen, aber sie erfolgen dann an zwei verschiedenen (beliebigen) Orten des Koordinatennetzes. Wenn Koordinatennetz ein Bezugssystem der Koinzidenz ist, und nicht die Bezugskörper füreinander, dann ist die zeitliche Koinzidenz zweier Eregnisse selbstverständlich denkbar, allerdings für Ereignisse, welche räumlich voneinander entfernt sind (dass A und B gleichzeitig und an einem Ort stattfinden ist wg. Beweis 1 und 2 ausgeschlossen).

Verwandt: Prinzip der Gleichzeitigkeit


Hinweis: Erstveröffentlichung 27.11.2017 / ©Maciej Zasada
Nachdruck, Verwertung und / oder Verbreitung nur mit schriftlicher Genehmigung. Der Artikel und der Inhalt unterliegt dem deutschen Urheberrecht.

Zasada: Prinzip der Gleichzeitigkeit.

Voraussetzung 1: Wenn unabhängig von der Messmethode Ereignisse im Universum gleichzeitig stattfinden, dann muss, neben der singulär gültigen, eine universell gültige (absolute) Gegenwart existieren, in der die Gleichzeitigkeit zwischen diesen Ereignissen stattfinden kann.

Dass manche Ereignisse auf Erden, aber auch in den Weiten des Universumsa miteinander gleichzeitig geschehen, ist unstrittig:

Dass Ereignisse auf Erden nicht gleichzeitig mit den aktuell beobachteten Ereignissen in der Andromeda-Galaxie stattfinden, ist selbstverständlich, dass aber aktuelle Ereignisse in der Andromeda-Galaxie gleichzeitig mit den aktuell auf Erden stattfindenden Ereignissen geschehen, muss notwendig angenommen werden (die einzige Voraussetzung: die (aktuelle) Existenz des Andromeda-Nebels).

Voraussetzung 2: Die Tatsache, dass Ereignisse gleichzeitig stattfinden, bedeutet, dass sie innerhalb einer und derselben, universell für sie geltenden Gegenwart erfolgen. Dies bedeutet aber, dass eine solche Gegenwart existiert, gänzlich unabhängig davon, ob ihre Existenz überprüft (gemessen, ermittelt) werden kann.

Kommentar: Sie sehen, wir gehen hier anders vor, als Herr Albert Einstein, der die Existenz der Gleichzeitigkeit von ihrer Messbarkeit und von der Synchronizität der verwendeten Uhren abhängig macht – wir machen die Existenz der Gleichzeitigkeit schlicht von der Existenz einer universell gültigen Gegenwart abhängig.

Wir unterscheiden uns in diesem Punkt wesentlich von Herrn Einstein, denn wir gehen davon aus, dass die Gleichzeitigkeit ein Prinzip ist, das jeden kausalen Zusammenhang zwischen Objekt der Messung und Anzeige der Messung ausschliesst. Dies ist bedeutend, denn legt man die Stellung der „Zeiger“ einer Uhr, die jeweils einem individuellen Ereignis zugeteilt wird, dem Effekt der Gleichzeitigkeit zugrunde, begeht man womöglich einen kapitalen Fehler, denn jeder Messgerät (darin eine Uhr) und jede Messung unterliegt sehr wohl einer kausalen Beeinflussung, und zwar allein schon durch den Gegenstand der Messung. Damit würde sich aber die physikalische Voraussetzung der speziellen Relativitätstheorie als fraglich erweisen (die philosophische Voraussetzung – das Relativitätsprinzip – wäre nicht betroffen… es geht ausschließlich um die Möglichkeit der Messung…die Gültigkeit des Relativitätsprinzips an sich kann nicht bezweifelt werden) – dieser Fehler beträfe die Vorstellung der Gleichzeitigkeit, welche eine der Grundlagen der speziellen Relativitätstheorie ist (mit anderen Worten: die genaue Messung der Gleichzeitigkeit wäre prinzipiell unmöglich, denn jede materielle Messmethode aus Prinzip zu träge wäre (zu träge sein müsste!), um die Gleichzeitigkeit der Ereignisse, bzw. ihre gemeinsame (und jede andere) Gegenwart festzuhalten…
Grund: Da die Gleichzeitigkeit innerhalb einer und derselben Gegenwart erfolgt, müsste das Festhalten der Gleichzeitigkeit gleichbedeutend mit dem Festhalten der Gegenwart sein, was unmöglich ist).

Feststellung z: Zwei kausal entkoppelte Ereignisse S und S‘ erfolgen gleichzeitig genau dann, wenn sie innerhalb einer und derselben universellen Gegenwart erfolgen.

Als Konsequenz entstehen drei einzeln gültige Definitionen der Gleichzeitigkeit.

Definition der Gleichzeitigkeit 1: Ereignisse geschehen gleichzeitig, wenn für sie in keinem einzigen Bezugssystem innerhalb des gesamten Universums eine physikalische Möglichkeit besteht, den Augenblick des jeweils anderen Ereignisses wahrzunehmen, bzw. diesen Augenblick aus ihrer aktuellen Position zu registrieren (sprich: zu messen), denn egal wo und wann ihre Gleichzeitigkeit stattfindet, findet sie innerhalb einer und derselben Gegenwart statt.

Unabhängig davon, ob gleichzeitig erfolgende Ereignisse in verschiedenen Galaxien stattfinden oder in unmittelbarer Nähe zueinander, sie finden innerhalb einer einzigen Gegenwart statt. Allein dies ist entscheidend dafür, dass die Feststellung ihrer Gleichzeitigkeit prinzipiell unmöglich ist, nicht etwa die relative Entfernung der Ereignisse voneinander oder die Tatsache, ob sie sich geradlinig und gleichförmig bewegen, oder nicht.

Die Unmöglichkeit der Feststellung der Gleichzeitigkeit bei weit voneinander entfernten Ereignissen leuchtet jedem ein. Es erreichen uns keine Signale von der Andromeda-Galaxie, welche dortige Gegenwart für uns beobachtbar, messbar und vergleichbar mit der Gegenwart irdischer Ereignisse machen würden. Man bemüht sich aber die Gleichzeitigkeit der Ereignisse zu bestimmen, welche in einer überschaubaren Entfernung zueinander stattfinden. Ich behaupte, dass generell keine Gleichzeitigkeitsmessung gelingen kann, denn „Gleichzeitigkeit“ schlicht „in der gemeinsamen Gegenwart erfolgend“ bedeutet.

Definition der Gleichzeitigkeit 2: Ereignisse geschehen gleichzeitig, wenn kein kausaler Zusammenhang zwischen Ihnen besteht, denn egal wo und wann ihre Gleichzeitigkeit stattfindet, findet sie innerhalb einer und derselben Gegenwart statt.

Wenn Ereignisse gleichzeitig geschehen, dann geschehen sie innerhalb einer und derselben Gegenwart. Dies bedeutet, dass die kausale Verbindung zwischen ihnen aus Prinzip ausgeschlossen ist, denn die Existenz einer kausalen Verbindung die Existenz einer zeitlichen Dauer voraussetzte, innerhalb derer, die Kausalität dieser Verbindung sich entfalten könnte, was im Fall der Gegenwart aus Prinzip unmöglich ist.

Definition der Gleichzeitigkeit 3: Ereignisse geschehen gleichzeitig, wenn kein zeitlicher Zusammenhang zwischen ihnen besteht, denn egal wo und wann ihre Gleichzeitigkeit stattfindet, findet sie innerhalb einer und derselben Gegenwart statt.

Dass eine Gleichzeitigkeit innerhalb der Gegenwart stattfindet, bedeutet, dass sie keine messbare Zeitlichkeit auszeichnet. Wäre es der Fall sein, müsste die Gegenwart einen messbaren zeitlichen Wert besitzen, also keine Gegenwart mehr sein.

Fazit zur Definition 3: Jede Diskussion über den jeweiligen Stand der Anzeige in den synchron laufenden, ruhenden oder bewegten Uhren ist, bezogen auf die Gleichzeitigkeit der Ereignisse, sowie auf ihre Gegenwart sinnlos, denn sowohl die Gleichzeitigkeit, als auch die Gegenwart mit der Zeit im Sinne einer messbaren Größe nichts zu tun haben.

Prinzip der Gleichzeitigkeit: Zwei oder mehrere Ereignisse können nur dann gleichzeitig geschehen, wenn sie räumlich getrennt erfolgen (eine Gleichzeitigkeit gilt ausschließlich bei x,y,z,t = x‘,y‘,z‘,t; gelte die Identität x,y,z,t, = x‘,y‘,z‘,t‘ gäbe es keine Welt außerhalb des Beobachters)

1. Eine Gleichzeitigkeit getrennter Ereignisse im Sinne der Identität räumlich-zeitlicher Koordinatenwerte ist prinzipiell unmöglich.
Prinzip der Gleichzeitigkeit besagt, dass eine Gleichzeitigkeit zwischen Ereignissen durchaus stattfinden kann, aber nur dann, wenn diese voneinander entfernt sind.

2. Eine Gleichzeitigkeit im Sinne der Einstein’schen Definition ist nur unter einer Bedingung universal gültig: wenn auf das raumzeitliche (und universalgültige) Koordinatensystem insgesamt, nicht aber auf die Identität der singulären materiellen Bezugskörper (oder Bezugs-Koordinaten), bezogen wird.


Hinweis: Erstveröffentlichung 12.11.2017 / ©Maciej Zasada
Nachdruck, Verwertung und / oder Verbreitung nur mit schriftlicher Genehmigung. Der Artikel und der Inhalt unterliegt dem deutschen Urheberrecht.

Der empirische Beweis für die Existenz der Seele.

These: Die Gegenwart besitzt keinen räumlichen und keinen zeitlichen Ort im Universum. Sie bezieht sich stets auf einen gegebenen geometrischen, immateriellen Punkt.

Dass die Gegenwart punktbezogen ist, bedeutet, dass eine konkrete Gegenwart ausschließlich an einem konkreten geometrischen Punkt gelten kann (ein geometrischer Punkt im Euklids Sinne besitzt keine räumliche Ausdehnung – er ist vollkommen immateriell – besitzt also keinen Ort – er ist daher ideal als ein „Ort“ der Gegenwart).

These: Jede Information innerhalb der Wirklichkeit (auch die Wirklichkeit selbst) wird in der Zeit und mit einer finiten Geschwindigkeit übermittelt. 

Dies nachzuvollziehen bereitet solange keine Schwierigkeit, solange es sich beispielsweise um die Gegenwart der Erde und der Sonne handelt: wir bestimmen die Entfernung zwischen Erde und Sonne und, da wir den Wert der Lichtgeschwindigkeit kennen, behaupten, dass die Photonen des Sonnenlichts etwa 8 Minuten dazu brauchen, um die Strecke zwischen Sonne und Erde zu bewältigen. Wir sagen damit, dass die Information über den „aktuellen“ Zustand der Sonne acht Minuten lang übermittelt wird, bevor seine „Gegenwärtigkeit“ auf Erden registriert werden kann – d.h. der hypothetische Augenblick, an dem die Sonne erlischt, erst ca. 8 Minuten später auf der Erde als die Gegenwart des Sonnen-Blackouts registriert sein würde.

Wir konstruieren damit eine Relation zwischen der Entfernung (Raum) und der Gegenwart (Zeit). Dieselbe Relation bestimmt die lokale Gegenwartswerte zwischen Mond und Erde – wir bestimmen die Entfernung zwischen Erde und Mond und sagen voraus, dass die Latenz der Funksignale, welche dazu benötigt werden, etwaige Geräte auf der Mondoberfläche anzusteuern, ca. 1 Sekunde betragen wird. Damit sagen wir nichts anderes, als dass die irdische Gegenwart auf dem Mond und die Gegenwart des Mondes auf der Erde jeweils um ca. 1 Sekunde gegeneinander verschoben sind (um dieselbe Metapher zu benutzen: verschwände der Mond im Augenblick t, würde sich dieser Augenblick (die Gegenwart des Verschwindens des Mondes) auf Erden erst nach 1 Sekunde zutragen (t+1s). Soweit, so gut.

Für die Gegenwart auf Erden allgemein und für die Gegenwart zwischen zwei sich gegenüber stehenden Gesprächspartnern speziell, soll aber ein einziger Wert gelten (Entfernung = 0; t = t)…

Dies kann aber nicht sein – der Momentunterschied der Gegenwart gilt allgemein und betrifft den gesamten Weltraum – vom Raum der kosmischen Entfernungen, die in Parsec gemessen werden und selbstverständlich sind, bis hin zum subatomaren Raum des quantenmechanischen Mikrokosmos…ohne Unterschied.

Die Relativität der Gegenwart betrifft den gesamten Raum mitsamt all seinen großen und kleinen materiellen Bestandteilen (es kann hier keine Trivialitätsgrenze gezogen werden, weil dadurch, dass es uns hier um das Modell der Gegenwart geht, geht es hier zugleich um das Modell der scharfumrissenen Realität an sich).

Punkt א: Von einer selbstidentischen Gegenwart können wir daher lediglich an einem nichträumlichen (geometrischen) Punkt sprechen, denn jede, selbst die kleinste räumliche Entfernung, innerhalb deren dieselbe Gegenwart gelten sollte, zur Verzögerung des Gegenwartsmoments und zum Verwaschen des gesamten Zeitbezuges der Realität führen würde.

Punkt ק: Die Instanz, für welche die Gegenwart dediziert stattfindet, darf durchaus ihre eigene Instanz im Raum besitzen (wie etwa das menschliche Gehirn), nichtsdestotrotz besitzt sie aber keine räumliche Eigenschaften (wie Ausdehnung oder Dimension). Sie ist damit der Software eines Programms ähnlich, welche auf dem USB-Stick gespeichert, zwar innerhalb des Raumes lokalisiert werden kann (eine räumliche Instanz besitzt), an sich aber über keine räumliche Eigenschaft (wie Masse oder Ausdehnung) verfügt, und kein Bestandteil des Raumes ist (wie es etwa die Materie ist).

Unter der Voraussetzung א,ק gilt: Eine Instanz, für welche und innerhalb welcher die Gegenwart dediziert stattfindet, muss immateriell und nichträumlich sein, qed.

Diese Instanz nenne ich Seele.
Und so beschrieb sie Descartes; lesen Sie das mit dem, was Sie nun wissen im Sinn.

——-

„Dann prüfte ich aufmerksam, was ich wäre, und sah

daß ich mir vorstellen könnte, ich hätte keinen Körper,

es gäbe keine Welt und keinen Ort, wo ich mich befände,

aber daß ich mir deshalb nicht vorstellen könnte,

daß ich nicht wäre.

Ich erkannte daraus, daß ich eine Substanz sei,

deren ganze Wesenheit oder Natur bloß im Denken bestehe

und die zu ihrem Dasein weder eines Ortes bedürfe

noch von einem materiellen Dinge abhänge,

so daß dieses Ich, das heißt die Seele, wodurch ich bin,

was ich bin, vom Körper völlig verschieden

und selbst leichter zu erkennen ist als dieser

und auch ohne Körper nicht aufhören werde,

alles zu sein, was ist…“

 

–Rene Descartes-

Kosmologie der Mitte – die Thesen.

DEFINITIONEN

Definition der Raumzeit: Die Raumzeit ist die Summe aller Koordinatenpunkte der Vergangenheit.

Definition der Gegenwart: Wir definieren die Gegenwart als einen Augenblick, der, in der Raumzeitskala eines singulären Beobachtersystems gemessen, jeweils am weitesten von der Urknall-(Linie)* entfernt ist.

*Urknall-Linie innerhalb des sphärischen Modells des Indiversums.

Definition der Raumzeitskala: Eine Raumzeitskala ist der raumzeitliche Maßstab eines singulären Indiversums. Raumzeitskala ist unabhängig von der Bewegung, Zustandsveränderung oder Trägheit innerhalb des Universums und gilt jeweils für das Indiversum eines einzelnen Beobachters.

Definition des Indiversums: Ein Indiversum ist die gesamte Raumzeit, welche sich im Augenblick der Beobachtung auf ihren Mittelpunkt – die Gegenwart der Beobachtung – bezieht (siehe Th12., um zu verstehen, was dies bedeutet).

THESEN

1. Der Raum und die Zeit sind dasselbe – der Zeitbegriff kann nicht getrennt vom Raumbegriff betrachtet werden. Die Existenz der Raumzeit ist eine Tatsache.

Solange Abstrakta „Raum“ und „Zeit“ für Tatsachen gehalten werden, muss Abstraktum „Raumzeit“ für eine Tatsache gehalten werden.

2. Das Koordinatensystem der Raumzeit füllt das gesamte Universum, bis auf die Gegenwart aus. Die Gegenwart ist kein Bestandteil der Raumzeit.

3. Der punktförmige Ort der Gegenwart ist mit dem Ort identisch, an dem die jeweilige Beobachtung stattfindet. Die Gegenwart kann ausschließlich mit dem räumlichen Aufenthaltsort einer Gegenwartsinstanz in Verbindung stehen (Gegenwartsinstanz: Beobachter / Messapparatur / Objekt (dem die Beobachterperspektive zugeordnet wird) oder ein raumzeitlicher Koordinatenpunkt (dem die Beobachterperspektive zugeordnet wird), in ihrer jeweiligen Gegenwart.)

4. Die Zukunft ist keine Tatsache der Welt – die Existenz der Zukunft als einer physikalischen Größe ist nicht möglich (Th3. / Th5.). Die physikalische Existenz der Zukunft, wie die Existenz des zukünftigen Raumes sind ausgeschlossen (Raum entsteht erst in dem Augenblick, in dem die Gegenwart aufhört). Beide existieren höchstens als Abstrakta, Vorstellungen oder kausale Projektionen (der Vergangenheit).

5. Der Begriff der Raumzeit und der Begriff der Vergangenheit sind synonym. (Räumliche) Entfernung kann als (zeitliche) Vergangenheitstiefe zwischen zwei Punkten oder zwischen der Gegenwart eines Beobachters und der Vergangenheit eines Objektes dargestellt werden.

6. Es existiert nur ein verbindlicher Zeitpfeil der Raumzeit – der Zeitpfeil thermodynamischer Kausalität.

7. Jeder Beobachtungsakt findet aus der Perspektive der Gegenwart statt. Die einzige Möglichkeit zu beobachten besteht daher darin, in die Vergangenheit zu schauen.
Aus der Aussage der Thesen 3., 6. und 7. ergibt sich der Widerspruch der akausalen Ausrichtung der Beobachtung (von der Gegenwart in die Vergangenheit) bezüglich der Ausrichtung thermodynamischer Kausalität (von der Vergangenheit in die Gegenwart).
Die Beobachtete Expansion des Universum kann daher als tatsächliche Kontraktion interpretiert werden. Wir haben mit einem implosiven Prozess zu tun, wenn wir einen expansiven Prozess zeitverkehrt wahrnehmen.
Zwischen den beiden Perspektiven wird dennoch nicht unterschieden (ja, ich behaupte lediglich, dass eine verkehrte Auslegung der akausalen Beobachtungsrichtung möglich ist).

7a. Zwischen dem Modell eines expandierenden und dem eines kontrahierenden Universums besteht kein logischer Unterschied – (hier endet herkömmliche Dialektik)

7b. Es besteht ein wesentlicher Unterschied zwischen dynamischer Zustandsveränderung des gesamten Universums und dynamischer Zustandsveränderung seiner Bestandteile in Bezug aufeinander.
Die erste besitzt, außer der Gegenwart, keinen Bezugspunkt.

Wenn wir Objektmerkmale beobachten, welche ihren Ursprung in der dynamischen Veränderung des gesamten Universums haben (z.B. wenn wir Rotverschiebung im Lichtspektrum einer entlegenen Galaxie feststellen), dann bezieht sich unsere Beobachtung auf das gesamte Universum und nicht allein auf die Universumsteile, welche diese Merkmale aufweisen.
Deshalb sollten wir, wenn wir von der expansiven Dynamik des Universums sprechen, auf die wir anhand beobachteter Merkmale bestimmter Objekte schließen, von der Dynamik des gesamten Universums sprechen und nicht von der individuellen Dynamik dieser Objekte.
Die gegenseitige Beobachtung, welche zwischen den Bezugssystemen des Universums stattfindet, unterscheidet sich daher gravierend von der Beobachtung, welche aus der Gegenwartsperspektive ausgeht und auf das Universum als Ganzes gerichtet ist – die Universumsperspektive ist, im Gegensatz zu Subjekt-Objekt-Perspektive, im strengeren Sinn bezugslos (damit wird die Aussage der These 7a zusätzlich bekräftigt).

8. Jede Entfernung zwischen Objekt A und Beobachter B besitzt aus ihrer jeweiligen Perspektive eine bestimmte Vergangenheitstiefe, jede beliebige Entfernung besitzt daher einen Wert in einer bestimmten Raumzeitskala.
Nach Th3 kann keine Entfernung zwischen Gegenwartsinstanz und Objekt klein genug sein, um Objekt und Subjekt als Bestandteile derselben Gegenwart zu betrachten.
Kein Objekt der Beobachtung kann sich in der Gegenwart der Beobachtung befinden. Einer Beobachtung unterliegen ausschließlich Objekte der Vergangenheit (Th7.)

9. Die Perspektive auf das Universum ist allzeit die Perspektive eines unmittelbar beteiligten (internen) Beobachters. Eine externe Perspektive ist allenfalls als Verbildlichung komplexer Sachverhalte zulässig. Der Ort einer Beobachtung ist stets und war bereits im Augenblick des Urknalls ein inhärenter Bestandteil des Universums.
Die Perspektive eines Beobachters (auch des ESA-Mikrowellenempfängers) wird von der Zentralsymmetrie des Universums bestimmt (als sein geometrischer Mittelpunkt) und sie bestimmt ihrerseits diese Symmetrie (als Bezugsmittelpunkt des Universums)

10. Quantenmechanik beschreibt das Verhalten von und Wechselwirkung zwischen den Subjekten der Gegenwart.
Relativitätstheorie beschreibt das Verhalten von und Wechselwirkung zwischen den Subjekten der Gegenwart und den Objekten der Vergangenheit.

11. Jede Gegenwartsinstanz ist der Bezugsmittelpunkt der gesamten Raumzeit.

12. Das Grundprinzip der Wirklichkeit ist das Prinzip der ökonomischen Informationsverteilung – keine Wirklichkeit bedarf absoluter Vollständigkeit.

Hier offenbart sich die Verbindung zwischen dem Beobachter und der quantenmechanischen Objektlogik. Hier beginnt die Wirkung der Perspektivenlogik.

Der Widerspruch der Zeitvorstellung

4.3.4.3 Widerspruch der Zeitvorstellung.

Ein weiterer Widerspruch, den wir im Standardmodell entdecken zeigt sich in der Tatsache, dass in ihm zwei unabhängige Zeitperspektiven gültig sind.

Zwei gleichwertige Zeitachsen sind tatsächlich notwendig, um die Schlüssigkeit des klassischen Expansionsmodells aufrecht zu erhalten.
Es ist zum einen die Zeitachse, die vom Urknall aus in Richtung Gegenwart verläuft – die Hauptzeitachse der Raumzeit (x) – zum anderen die Zeitachse, welche zu x quer verlaufen muss: die Zeitachse der Gegenwart (y). Gerade diese erlaubt uns die Universum-Expansion als ein Phänomen der Gegenwart überhaupt in Erwägung zu ziehen (was selbst ein Widerspruch ist, doch darüber kann ich hier nicht schreiben, wäre zu langweilig für meine Leser).

Modelklasyczny2D
Abbildung 2.

Die Inkonsistenz einer doppelten Zeitvorstellung ist offensichtlich. Solche Vorstellung hat jedoch einen praktischen Sinn – sie ermöglicht die Annahme gleichzeitiger und voneinander entkoppelter Expansion des vergangenen und des gegenwärtigen Universums.
Dies wiederum erlaubt uns die Kausalität eines gegenwärtig expandierenden Universums im Rahmen des Standardmodells zu erhalten – die Vergangenheit und die Gegenwart stehen somit in diesem Modell in direkter Beziehung zueinander.
Die Paradoxien des Standardmodells des Universums, die Paradoxien, welche sich hier ohne große Mühe erkennen lassen, führen also absurderweise dazu, dass sich aus den kosmologhischen Voraussetzungen des Standardmodells ein beinahe konsistentes Bild des Universums ergibt.
Die pragmatische Grundlage dafür liefert das Korrespondenzprinzip.
Dieses Prinzip verkommt im Dienste eines bestimmten Wissenschaftsethos und einer bestimmten Perspektive zum Referenz- oder Korrektheitsprinzip, d.h. zum Prinzip axiomatischer Übereinstimmung mit dem Anerkannten.

Die Freiheit der Erkenntnis braucht keine Autorität, keine Regel und keine erkenntnistheoretische Vorgabe, sie erkennt lediglich die Autorität einer schöpfenden Gegenperspektive an.