UNIVERSALLOGIK

Hier schreibt Maciej Zasada

Tag: Universallogik

Mein Beitrag zur Weltverbesserung.

Für Resi.

„Gott liebt alle, universell“.

Selbst wenn es so wäre, wäre Mensch immer noch des Problems Kern: Indem er göttliche Liebe durch Prisma seiner Lokalität betrachtete, versuchte er (wie er es auch jetzt tut) Gottes Gunst zu gewinnen, um seine eigene Position vor den anderen auszeichnen. Indem Mensch gottes Liebe auf sich selbst und auf seinen lokalen Umkreis bezöge, entstünden (wie sie auch jetzt entstehen) Hierarchien, in denen das eigene Verhalten Gott gefallen würde, während das der anderen weniger, Hierarchien in denen das Gute im eigenen Bezugskreis, während das Böse in fremdem zu finden wäre.
Selbst wenn Gottes Liebe absolut wäre, stellte das für das Problem keine Lösung dar, denn eine solche Liebe oder Zuwendung für Menschen unvorstellbar sei.
(Hier ist der Mensch das Problem)
Einen neuen Sinn kann nur die Übernahme der Perspektive Gottes schaffen. Diese berücksichtigt nämlich keine menschlichen Hierarchien, keine menschlichen Werte, keine Dogmen, sie berücksichtigt nicht den Unterschied zwischen dem Guten, das auf eigene Lokalität beschränkt ist und dem Bösen, das von den Fremden verkörpert wird – nicht die zahnlose „Nächstenliebe“ wird den Paradigmenwechsel herbeiführen, sondern die Übernahme der göttlichen Vollkommenheit – seiner Perspektive (die Augen des Orakels).
Warum das?
Weil indem wir „Nächstenliebe“ wählen, werden wir uns dem Einfluss des lokalen Bezugs nie entziehen können (2000 Jahre lang mißlingt der gegenwärtige Versuch). Indem wir dagegen Gottes Perspektive übernehmen, verpflichten wir uns, werden wir gezwungen, wie Gott zu betrachten und wie Gott zu urteilen – selbst unsere Feinde werden nach göttlichem Maßstab beurteilt und behandelt. Diese göttliche Erfahrung wird die Erkenntnis Gottes zur Konsequenz haben.

Göttlicher Maßstab ist weder mit unserer Lokalität, noch mit jeweils lokal gültigen Wertesystemen logisch gekoppelt. Gottes Perspektive verpflichtet zur Gerechtigkeit gegenüber allen. Diese Gerechtigkeit hat ihren Motiv in der Erkenntnis und in dem Bewusstsein des Göttlichen.
Die universelle Perspektive ist das Band, von dem Du sprichst:

„das Band, das alles vollkommen macht“.

Durch Liebe lässt sich das Menschliche definieren. Liebe schließt allerdings das Göttliche in uns aus. Sie ist nicht universell, sie ist dialektisch. Sie betrifft nur diejenigen, die lieben und diejenigen, welche geliebt oder nicht geliebt werden.
Für Götter begrenzt Gut und Böse, Liebe und Haß und all die anderen sich gegenüberstehenden dialektischen Werte, die Sphere des Menschlichen.
Für Götter ist die Menschheit ein Zustand des Absurden…das Absurde ist das Menschliche. Die Werte, die auf lokalgültige Umstände bezogen werden, erscheinen nur uns sinnvoll – in Wirklichkeit sind sie voller Widerspruch.
Es reicht, wenn wir den Unsinn der Feindlichkeit zwischen den russischen und ukrainischen Bezugssystemen und ihren aktuellen Umständen erkennen, um zu verstehen, was dieser Unsinn bedeutet und was seine Konsequenzen sind. Da vergeht einem das Lachen.

Wenn wir die Perspektive Gottes übernehmen, der die Welt zugleich mit den Augen der Gerechten und der Ungerechten, der Guten und der Bösen, der Russen und der Ukrainer sieht, dann werden wir uns schnell überzeugen, dass jeder aus eigener Perspektive gut und gerecht ist – die Bösen sind stets die anderen.
Die Erkenntnis dieser Regel ist ein Meilenstein auf dem Weg hin zur Erkenntnis der Wahrheit über die menschliche Unvollkommenheit und über die absurde Ordnung der menschlich verstandenen Wirklichkeit.
Es ist eine mächtige Perspektive und eine mächtige Erkenntnis… die imstande ist, unsere Existenz im Widerspruch des Zweiwertigen zu überwinden.

Ich habe den Ausgang aus dem Fliegenglas gefunden.

Es ist mein Beitrag zur Weltverbesserung 🙂
Es ist nicht gerade wenig.
OK, sagt den Sternen, es kommt (1,2,3…) der METEOR!

Wichtig.

Und noch eine Sache. Ich gebe Dir eine klare Anweisung. 

Es ist keine Religion, die mit aller Macht gegen andere Religionen vorgehen will und entweder Überzeugung hervorruft oder Abneigung weckt.

Ich schlage keinen Gott vor, der mit anderen Göttern konkurriert, oder schlimmer noch, der mit sich selbst konkurriert (wie in den meisten Fällen).

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Logischer Paradigmenwechsel.

Obwohl ich schon seit langem über Universallogik schreibe und mir ihrer Wirksamkeit und Effizienz bewusst bin, so konnte ich bisher kein Motiv finden, warum ein Wechsel des logischen Paradigmas aus Sicht der Menschheit notwendig oder auch nur „wünschenswert“ sein sollte.

Schließlich scheinen uns die Prinzipien unserer bestehenden Logik klar, stabil und unantastbar zu sein. Unsere Logik bestätigt sich nicht nur in Bezug auf alle großen wissenschaftlichen Errungenschaften der Menschheit, sondern vor allem in Bezug auf jede einzelne Alltagssituation.

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eBook zum Downloaden: „Logisches Traktat über Gott, Menschheit und das Universelle Bewusstsein.“

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Was soll das mit dem Gottesbeweis? Als Agnostiker, brauch ich doch keinen.

Das stimmt, ich bin ein Agnostiker. Dass ich aber ale Agnostiker einen Gottesbeweis fabriziere, ist kein Widerspruch…
Bei meinem Gottesbeweis geht es mir nämlich nicht um Gott selbst, sondern um die Logik, mit der ich seine Existenz begründe. Gott ist nur der Vorwand. Für mich ist Gott in erster Linie eine logische Instanz, eine Veranlassung, über Menschen nachzudenken, über Differenzen, die uns von seinem idealen Wesen unterscheiden, über unseren Platz im Universum und über die Möglichkeit, seine universelle Rationalität einzuführen.

Solange wir nämlich eine zweiwertige Logik verwenden, in der die Lüge einer der beiden logischen Werte, und in der das Böse einer der beiden ethischen Werte ist, wird die Brücke, die uns mit unseren entferntesten, primitivsten und blutrünstigsten Vorfahren und mit ihrer trostlosen Realität verbindet, erhalten bleiben.

Die These, die ich in diesem Punkt vertrete ist, Den Rest des Beitrags lesen »

Warum mein Gottesbeweis funktioniert? Was zeichnet Gott aus, wie ist er zu definieren?

Obwohl die Antwort auf diese Fragen bereits im Text meines Beweises selbst enthalten ist, so fragen mich die Leute danach – vielleicht habe ich mich nicht klar genug ausgedrückt …

Im ontologischen Beweis von Hlg. Anselm von Canterbury wird Gott als ein „vollkommenes“ Wesen definiert – der Begriff „vollkommen“ selbst jedoch gar nicht…

Dies ist ein Kardinalfehler. Derselbe, den uns die Kinder vorhalten, wenn wir versuchen, sie von unserer intellektuellen Überlegenheit zu überzeugen. Kinder fragen so lange, bis wir nicht in der Lage sind, die verwendeten Bedeutungen zu definieren, bis wir uns in Translationen verlieren und am Ende ein apodiktisches „… weil es so ist! Ende der Diskussion “ ausstoßen…womit wir gar unsere intellektuelle Hilflosigkeit unter Beweis stellen…

Die undefinierte Qualität, die der Gegenstand von Anselms Beweis ist, macht diesen unvollständig. Solange wir nämlich nicht genau wissen, wovon wir sprechen, indem wir „vollkommen“ sagen, solange können wir nicht über die Existenz eines Wesens spekulieren, dessen essenzielle Eigenschaft „die Vollkommenheit“ ist. Ohne genau zu wissen, worin Gottes Vollkommenheit besteht, können wir uns nicht auf sie berufen, um seine Existenz zu belegen. Den Rest des Beitrags lesen »

Über die Notwendigkeit der Veränderung des logischen Referenzrahmens der Menschheit.

Was ich vorschlage, sind definitiv nicht die interessantesten Themen, die für den durchschnittlichen Internetfresser von Interesse sind. Die Menschen sind normalerweise an einfachen Lösungen, an einfachen Informationen interessiert.

Was ich schreibe, betrifft indes eines der wichtigsten Dinge, die sich heutzutage abspielen und entscheiden – aus diesem Grund sollten sie eigentlich jeden interessieren…wäre mein Gegenstand nicht abstrakt…

Wir sehen, was in der Welt passiert. Ob es am Coronavirus oder an untergehenden Werten oder an der instabilen wirtschaftlichen Situation liegt – es stehen uns wohl einige endgültige Entscheidungen bevor. Diese werden u.a. die Umstände der gesamten Menschheit betreffen.

Den Grund dafür sehe ich darin, dass wir an einem Punkt angelangt sind, an dem die Effizienz unseres logischen Systems ihren höchsten, unüberschreitbaren Wert erreicht hat. Die Logik folgt nicht mehr der Realität. Die Dinge entziehen sich der Vernunft…Entgegen der Vorstellung ist dies ein gutes Zeichen. Es läutet nämlich das baldige Ende des archaischen Zeitalters auf diesem Planeten ein.

Wenn wir einsehen, dass „die Grenzen unserer [Logik] bedeuten die Grenzen unserer Welt“ (paraphrasiert nach L. Wittgenstein), dann konstatieren wir konsequenterweise, dass wir in Wirklichkeit in einer zweidimensionalen Welt leben. Gleichzeitig erkennen wir selbstverständlich, dass die logische Zweidimensionalität nichts mit der Dimensionalität der beobachtbaren Welt zu tun hat. Den Rest des Beitrags lesen »

Eine universallogische Untersuchung der klassischen Aussagenlogik.

Abstract: Wir zeigen hier, dass die zweiwertige Aussagenlogik ein diabolisches System der Lügenverwaltung ist. Um dies zu erkennen, gehen wir bis ans Ende: wir dekonstruieren die Sprache und ihre Logik.—

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Kommentar

Wir haben mit der Eintragung 86. „Das einzige logische Konsistenzkriterium betrifft die Vollständigkeit der Aussagen“ eine universallogische Behauptung aufgestellt, welche für die Logik insgesamt relevant ist. Es ist heute noch üblich, dass Sätze der Logik, die der Alltagssprache, und auch ganze logische Systeme (wie Mathematik) anhand ihrer Widerspruchsfreiheit bewertet werden. Mit Gödels Unvollständigkeitssätzen entstand 1931 eine universell gültige Argumentation, welche diejenigen logischen Systeme betrifft, die mächtig genug sind (ihre Mächtigkeit im Sinne der Vollständigkeit), um zu erlauben, über sie und über ihre Bestandteile zu urteilen (die übrigen Systeme sind in diesem Zusammenhang irrelevant, denn sie postulieren ihre eigene Unvollständigkeit oder ihre Unvollständigkeit versteht sich von selbst). Diese Argumentation entscheidet aber eindeutig, dass die Widerspruchsfreiheit der widerspruchsfreien Aussagen unentscheidbar ist.

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Über die Unvollkommenheit der klassischen Logik.

Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass das, was „Logik” genannt wird, also logische Operationen, Definitionen, Behauptungen, Thesen, Erkenntnisse etc. haben alle mit Sprache zu tun, oder, etwas allgemeiner, mit Kommunikationssystemen (Alltagssprachen, Zeichenmengen, Mathematik etc.). Unsere Logik betrifft grundsätzlich keine außersprachliche Wirklichkeit. Der Grund dafür ist der Dualismus der klassischen Logik – derselbe findet in der außersprachlichen Wirklichkeit gar nicht statt.

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Einstein: ERSTER EINWAND (erste Widerrede).

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Es hat sich eine Diskrepanz zwischen Einsteins und meiner Auffassung des Begriffes der Gleichzeitigkeit ergeben. Ich bin wohl auf ein kleines Problem gestoßen. Große Sache. Hier werden die Einzelheiten besprochen.

Definition der Gleichzeitigkeit von A. Einstein:Es seien A, B zwei Punkte des Inertialsystems K, etwa die Endpunkte eines relativ zu K ruhenden Stabes, dessen Mittelpunkt M sei. Von M werde ein Lichtsignal nach allen Seiten ausgesandt. Das Prinzip der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit zwingt uns zu der Festsetzung, dass die Ankunft des Lichtsignals in A und die Ankunft in B gleichzeitig seien. Damit haben wir eine physikalisch sinnvolle Definition der Gleichzeitigkeit gewonnen.“

A. Einstein: „Physikalische Erfahrungen sind immer Konstatierungen der Koinzidenzen. Diese finden darin Ausdruck, dass zwei oder mehr Ereignisse dieselben Koordinaten xyzt bzw, x1…x4 haben“.

Prinzip der Gleichzeitigkeit von M. Zasada: Zwei oder mehr Ereignisse können nur dann gleichzeitig geschehen, wenn sie einander distant sind.

Eine Gleichzeitigkeit getrennter Ereignisse im Sinne Einsteins (im Sinne der Identität räumlich-zeitlicher Koordinatenwerte bei den gleichzeitig erfolgenden Ereignissen) ist prinzipiell unmöglich (wg. der Verletzung des „Postulats der Identität der Sache mit sich selbst„*).
Prinzip der Gleichzeitigkeit besagt, dass eine Gleichzeitigkeit zwischen Ereignissen durchaus stattfinden kann, nicht aber dann, wenn sie koinzidieren, d.h. prinzipiell nur dann, wenn sie in einer (beliebigen) Entfernung zueinander stattfinden.

Zasada’s Definitionen der Gleichzeitigkeit.

Beide Aussagen (Einstein / Zasada) sind offenbar parallel gültig, denn fassen wir „Ereignis“ als einen Akt der Beobachtung im Einsteins Sinne auf, so gilt die Definition Einsteins, denn es ist durchaus möglich, die Gleichzeitigkeit zweier Lichtimpulse/Signale an einem einzigen Ort zu konstatieren (Aussage Zasadas gilt in ihrem Kontext ohne weitere Prämissen).

Die Relativitätstheorie beruht bekannterweise auf zwei Grundprinzipien: auf dem Relativitätspostulat und auf dem Prinzip der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum.
Es existiert jedoch ein drittes und vielleicht sogar wichtigeres Prinzip der Relativitätstheorie, das sich zwar aus dem zweit genannten ableiten lässt, das aber elementar für die Relativitätstheorie insgesamt ist. Es ist das Prinzip der Relativität der Gleichzeitigkeit. Dieses dritte Prinzip ist so wichtig, weil es nicht nur über die Relativität der Gleichzeitigkeit der Ereignisse, sondern auch über die Relativität der Gegenwart und über die Relativität von Raum und Zeit im ganzen theoretischen Gebäude der Relativitätstheorie entscheidet.

Dass, wie man die Gleichzeitigkeit der Ereignisse begreift, beurteilt und deutet, entscheidet offenbar über die Physik und die Naturgesetze, die man daraus als logische Schlüße zieht.
Eine Definition der Gleichzeitigkeit ist daher entscheidend für die Logik, welche unserem physikalischen System zugrunde gelegt wird.

Einstein’scher Begriff der Gleichzeitigkeit beruht auf der punktbezogenen Beobachtung. Es ist der inmitten des Naturgeschehens stehender Beobachter oder ein Instrument der Messung, der für Einstein der Bezugspunkt der Gleichzeitigkeit ist. Nur der Beobachter, der sich genau in der Mitte zwischen zwei Ereignissen A und B befindet, ist aus Einsteins Sicht in der Lage, die Gleichzeitigkeit dieser Ereignisse auf eine exakte Weise zu beurteilen. Daraus ergeben sich natürlich Schwierigkeiten, welche in dem Moment auftreten, in dem die Systeme, welche gleichzeitig geschehen in bezug auf den Beobachter in Bewegung geraten, oder wenn sie dem Einfluss der Gravitation ausgesetzt sind. Und gerade dort setzt Einsteinsche „spezielle Relativitätstheorie“ ein. Sie erklärt den Grund der Relativität und beschreibt ihre Effekte, sie macht die Natur in dem Sinne berechenbar. Sie ist daher in ihrem Sinne sinnvoll. Die Frage ist bloß, ob die Gleichzeitigkeit im Sinne Einsteins Definition die einzig mögliche ist, und wenn nicht, ob sich aus der anders definierten Gleichzeitigkeit andere (parallel gültige) nichtrelativistische Naturgesetze ergeben?

Im Gegensatz zu Einstein betrachte ich die Gleichzeitigkeit der Ereignisse als Konstatierung der Tatsache der Gleichzeitigkeit aus der Perspektive der Systeme, welche an dieser beteiligt sind.
Diese Sicht entsteht nicht aus der Perspektive der Systeme, welche sich außerhalb der an der Gleichzeitigkeit beteiligten Systeme befinden (Bezugssysteme), und welche die Tatsache der Gleichzeitigkeit u.U. von Außen beurteilen, sondern aus der Perspektive der wirkenden Gleichzeitigkeit selbst. Ich betrachte die Systeme getrennt und stelle ihre Gleichzeitigkeit nicht anhand der Signale fest, welche mich als einen Beobachter von Außen erreichen und welche so der Relativität von Raum und Zeit unterworfen, und welche zudem von dem jeweiligen Bewegungszustand abhängig sind, sondern ich stelle die Gleichzeitigkeit der Ereignisse anhand der absoluten Koordinatenwerte dieser Ereignisse fest.
Für mich besitzt nämlich jedes einzelne Ereignis stets einen dedizierten, singulären Koordinatenwert x,y,z,t (Ereignis-Nummer im Sinne einer „Gödel-Nummer“)
Ich betrachte ferner die Tatsache der Gleichzeitigkeit der Ereignisse als einen natürlichen Umstand innerhalb des Universums, welcher existiert, völlig unabhängig von der Ausführbarkeit der physikalischen Erforschung (Auswertung) seiner Evidenz.

Ich gehe nämlich von der Annahme aus, dass Dinge im Universum einfach parallel geschehen, unabhängig davon, ob ihre Gleichzeitigkeit jeweils feststellbar ist, oder nicht, und unabhängig davon, wo sie jeweils (aktuell) stattfinden und ob Signale ihrer Gleichzeitigkeit dem unbeteiligten Beobachter zugänglich sind, oder nicht.

Das Bezugssystem der Gleichzeitigkeit in meinem Sinne ist das gesamte Universum als ein universelles Koordinatensystem („Mulluske“ im Einstein’s Sinne), kein singulärer, materieller Bezugspunkt darin. Somit aber verlasse ich die Gewässer der Relativität, denn wenn Dinge überall gleichzeitig geschehen, dann geschehen sie innerhalb einer und derselben Gegenwart, dann aber muss eine solche notwendig existieren…Wenn aber eine Gegenwart existiert, welche für sämtliche gleichzeitig erfolgende Ereignisse gemeinsam ist, dann muss auch eine  gemeinsame Zeit für all diese Ereignisse existieren, denn einige davon geschehen früher, die anderen wiederum später als die abermals anderen.

Die Annahme einer gemeinsamen Zeitlichkeit innerhalb des gesamten Universums lässt sich aber mit den Ergebnissen der Relativitätstheorie nicht vereinbaren. Jetzt nicht und vielleicht niemals in der Zukunft; vielleicht sind wir aber gerade jetzt dabei, eine neue Ordnung der Wirklichkeit zu entdecken?

Die Annahme der gemeinsamen Zeitlichkeit innerhalb des Universums ist zum einen logisch einwandfrei, zum anderen zwingend, wenn man an das Universum als an ein Prozess denkt, der aus dem Urknall hervorgetreten ist. Im Augenblick des Urknalls nämlich, in seinem ersten Augenblick, hätte das Universum durchaus die erste Gegenwart und die erste Gleichzeitigkeit besessen, welche gemeinsam für all seine damaligen und all seine späteren Bestandteile gewesen ist. Der Anfang gerade dieser Zeitrechnung wäre der Anfang einer bis heute universell gültigen Zeitrechnung.

Diese Deduktion ist logisch geschlossen.

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*) Postulat der Identität der Sache mit sich selbst (Zasada): Ein Ereignis ist dann und nur dann mit sich selbst identisch (wesensgleich), wenn es innerhalb seines exklusiven Koordinatenwertes x,y,z,t mit keinem anderen Ereignis gleichzeitig (t = t‘) und zugleich an einem Ort ((x,y,z) = (x‘,y‘,z‘)) stattfindet.

In Verbindung mit Definition der Gleichzeitigkeit von M. Zasada konstatieren wir, dass die Ereignisse K und K‘ nur dann gleichzeitig erfolgen, wenn K die Koordinaten x,y,z,t und K‘ die Koordinaten x‘,y‘,z‘,t besitzt.


Hinweis: Erstveröffentlichung 30.11.2017 / ©Maciej Zasada
Nachdruck, Verwertung und / oder Verbreitung nur mit schriftlicher Genehmigung. Der Artikel und der Inhalt unterliegt dem deutschen Urheberrecht.

iLogik. Theorie der Zeit XXXII: Die Formen der Raumzeit. Die formale Widerlegung des Exklusivanspruches der relativistischen Zeitvorstellung.

Wikipedia:

„Der Newtonsche Zeitbegriff liegt auch heute noch dem Alltagsverständnis des Phänomens zugrunde, obwohl sich durch viele Präzisionsmessungen (in Verbindung mit scharfen logischen Schlüssen) erwiesen hat, dass nicht Newton, sondern Einstein „Recht hatte“[…]“Durch die Entdeckungen im Zusammenhang mit der Relativitätstheorie musste der newtonsche Begriff der absoluten Zeit aufgegeben werden.“

„…der Begriff der absoluten Zeit musste aufgegeben werden…“

Soweit Wikipedia…

134.) These: Im logischen Raum der vorstellbaren Tatsachen existieren nebeneinander zwei unabhängige Maßstäbe der Zeit: ein absoluter und ein relativistischer. 

Beide Maßstäbe haben ihren eigenen Gültigkeitsbereich. Die Gültigkeit des relativistischen Zeitmaßstabs schließt jedoch die Gültigkeit des absoluten Zeitmaßstabs nicht aus. Beide Vorstellungen stehen nämlich in keinem ausschliessendem „Entweder-Oder“-Verhältnis – sie bestehen vielmehr unabhängig voneinander, bedingen sich aber gegenseitig und bedingen dadurch die Existenz des räumlich und zeitlich divergierten Universums, d.h. eines Universums, zu dessen Eigenschaften mindestens eine räumliche und eine zeitliche Diversität gehört.

134.01.) Zwei Formen der Raumzeit: Wir unterscheiden zwischen [1] der Raumzeit als einem starren (nichtdynamischen) geometrischen Platzhalter, der das materielle Universum, aber auch das, was sich eventuell außerhalb des Universums befindet, enthält (der Zeitmaßstab dieser Raumzeit ist universalgültig und absolut), und [2] der eigentlichen Raumzeit des materiellen Universums im Sinne Einsteins, innerhalb deren die Materie und sämtliche Bestandteile des Universums enthalten sind (diese dynamische Raumzeit ist ein anderer Begriff für ein materielles Universum als solches). Der Zeitmaßstab dieser Raumzeit ist punktbezogen und relativistisch.

134.01.1.) Der Grund der Existenz zweierlei Formen der Raumzeit: Die Notwendigkeit der Existenz beider Formen der Raumzeit ergibt sich in unserem Modell unmittelbar daraus, dass wir außerhalb des Universum sowohl Raum als auch Zeit…aber keine Bezugspunkte vermuten, welche zueinander in Relation stünden.

Die Tatsache, dass wir die Raumzeit außerhalb des Universums für einen starren und einen absolut leeren „Platzhalter“, oder anders ausgedrückt, für eine geometrische Voraussetzung eines sich räumlich und zeitlich ausbreitenden (dynamischen) Universums halten (unabhängig davon, welches Modell des dynamischen Universums wir bevorzugen: dieses breitet sich dimensional aus), determiniert die Form dieser Raumzeit als eines nichtdynamischen (starren) und an sich absoluten Koordinatensystems.

Die Tatsache, dass wir ferner das Universum als effektiv dimensionslos (in sich hinein kollabierend) betrachten (siehe hier), bestimmt, dass das Platzhalter-Modell der Raumzeit [1] tatsächlich aufrechterhalten werden kann, da diese Raumzeit keine Bezugspunkte enthalten muss, auch dann nicht, wenn unser Universum nicht als das einzige innerhalb dieser Raumzeit existierte…

Unser Modell erlaubt die Annahme eines Universums innerhalb der Platzhalter-Raumzeit (welche selbst ein rein geometrisches Gebilde ist, und als solches eine Struktur besitzt, die ohne die Eigenschaft eines materiell Seienden auskommt, daher sehr gut mit dem Begriff „Nichts“ identifizierbar ist), welches effektiv dimensionslos, d.h. räumlich nicht vorhanden wäre. Ein in sich hinein kollabierendes Universum (oder Universen), welches bloß einen gemeinsamen geometrischen Punkt mit der Platzhalter-Raumzeit (mit dem Nichts) besäße, existierte zwar für sich intern, wäre aber innerhalb der Platzhalter-Raumzeit trotzdem nicht seiend (ein solches Universum könnte innerhalb des Nichts existieren und die absolute Leerheit des Nichts nicht einmal stören)…

134.01.2) Das Problem der logischen Wahrheit der Theorie: Anhand der oben gestellten These, lassen sich die grundlegenden Aussagen der Relativitätstheorie infrage stellen. Dies verwundert nicht – diese Aussagen müssen sich, wie alle anderen Aussagen, notwendig infrage stellen lassen, denn logisch unterliegen auch sie dem Mechanismus der Aussagenlogik. Diese ist aber ein System der Falschaussagenverwaltung, dessen Funktion es ist, einerseits die Wahrheit als einen essenziellen logischen Wert zu etablieren, andererseits die Wahrheit der Falschaussagen zu konstruieren (durchzusetzen) und diese, durch Argumente verfestigten Falschaussagen, als vollwertige und vollständige Wahrheiten (z.B. wissenschaftliche Theorien) eine Zeitlang zu erhalten.

134.1) Behauptung: Im Absoluten sind sämtliche Aussagen der Aussagenlogik, darunter auch die Grundaussagen beider Relativitätstheorien, darunter auch die Interpretationen der quantenmechanischen Effekte, falsch.

Das, was in der Welt wahr ist, sind die Existenzen, korrekt aufgestellte Gleichungen, Maschinen, Konstrukte und endgültige Erkenntnisse der Falschheit, sonst gar nichts: keine Bezeichnungen, keine Interpretationen und keine Aussagen.

134.1.1) Beweis: Die Relativität der Raumzeit innerhalb eines dynamischen Universums [2], ergibt sich aus der starren Universalität der Zeit und des Raumes innerhalb der starren und absolut leeren Platzhalter-Raumzeit [1].

Nur anhand der universellen Zeitrechnung, können die relativen Zeit- und Raumunterschiede angenommen, gemessen und/oder berechnet werden. Bei der Messung einer beliebigen Entfernung zwischen zwei Punkten A und B spielt nämlich der Maßstab, mit dessen Hilfe diese Entfernung gemessen wird; die Perspektive des Punktes, an dem der Maßstab angelegt (beispielsweise A); und der Punkt, dessen Entfernung für die punktuelle Perspektive A ermittelt wird (B), eine Rolle.

Wäre die absolute Zeitrechnung nicht vorhanden, wäre ausschließlich eine punktuelle Relativität von bewegtem A bezogen auf B (bewegt oder nicht) und umgekehrt möglich, keine universelle Relativität, welche erlaubt, eine Relativität von A und B bezogen sowohl aufeinander, als auch auf ein externes (starres) Koordinatensystem anzunehmen (Beispiel GPS- oder  ein beliebiges zukünftiges Positionierungssystem, bei dem, neben den relativistischen Abweichungen von der Normzeit, gerade die absolute, d.h. innerhalb der Messung universalgültige Zeit gültig wird).

134.1.1.1) Anmerkung zu GPS: Es wird zwar behauptet, dass die Gültigkeit der Speziellen Relativitätstheorie anhand der Funktionsweise des GPS-Systems bewiesen wird, doch dies ist nur zur Hälfte wahr. Das GPS-System funktioniert nämlich vor Allem deshalb, weil die Zeitgrundlage der Positionsberechnung darin absolut ist (der systeminterne Zeitimpuls des GPS-Systems, also seine systeminterne „Gegenwart“, gilt universell für alle teilnehmenden Satelliten und Instanzen: das GPS-System operiert mit einer absoluten Zeitlichkeit). Die Positionsbestimmung mittels GPS erfordert also einer universell synchronisierten (absoluten) Zeit. Die Zeit zu „synchronisieren“ bedeutet aber nichts anderes als ihr eine absolute und universalgültige Gegenwart zugrunde zu legen. Wenn die Errichtung eines Systems der räumlichen (interstelaren) Positionsbestimmung irgendwann notwendig sein wird (und zwar dann, wenn Reisen im All alltäglich werden, wie das heutige Autofahren etwa), dann wird sich die Notwendigkeit der Unifikation des Zeitimpulses im gesamten Raum des Universums von alleine ergeben; dann wird sich die Position im Raum anhand des relativen, ortsabhängigen Zeitunterschiedes, bezogen auf das absolute Impuls der Zeit, berechnen lassen; dann wird die Existenz der absoluten Zeit und der universalgültigen Gegenwart im Raum des Universums selbstverständlich sein. Warum nicht jetzt?

134.2) Postulat: Wir postulieren die Existenz einer universell gültigen, absoluten Zeit als einer logisch anzunehmender Notwendigkeit, einerseits um die Gültigkeit des Modells der relativen Zeit, andererseits um die Existenz des räumlich und zeitlich divergierten Universums zu erklären (genau hier werden wir mit Identität des Denkens und des Seins par excellence konfrontiert).

134.2.1) Anmerkung zur Gültigkeit der relativen Zeit im Hinblick auf die Gültigkeit der normativen Absolutheit: Wenn wir etwa von Gravitation als einer Krümmung der Raumzeit sprechen, dann operieren wir bereits mit einem Modell der Abweichung von der universalgültigen Norm (wir können uns die gekrümmte Raumzeit nur dann singulär vorstellen, wenn wir uns die Raumzeit ansonsten als eben (oder flach), d.h. nicht gekrümmt, vorstellen, bzw. wir sind in der Lage eine Krümmung nur innerhalb einer nichtgekrümmten Umgebung erkennen – die Ebenheit der Raumzeit ist die Norm oder der modellhafte Standardzustand, in dem sich die Raumzeit im „ausbalancierten“ „Normalzustand“ befindet. Dieser Standardzustand gilt als ein Richtwert, an dem wir uns sowohl beim Definieren (ART), als auch beim vergleichenden Erkennen der Gravitation (Gravitationswelle) halten, und an dem wir uns auch dann halten, wenn wir das auszudrücken versuchen, was wir mit bloßem Begriff „Gravitation“ bezeichnen möchten.

Dasselbe gilt für den Begriff der „Relativität“: wenn wir diesen Begriff in ein Zeitmodell einführen, dann nehmen wir stets absolute Werte als einen Maßstab der Relativität der Zeit. Wir können nur mittels der absoluten Zeitwerte den Maß an Zeitrelativität ermitteln.

Wie wollen wir denn, unter diesen Umständen, den Begriff der absoluten Zeit aufgeben?

134.3) Anmerkungen zum Wesen der Gegenwart:

134.3.1) Behauptung: Die Existenz der absoluten Zeit ist nicht nur innerhalb eines Modells wesentlich, sondern notwendig für die materielle Existenz eines Universums wie dieses.

134.3.1.1) Beweis: Die Existenz der absoluten Zeit ist logisch durch die Existenz der allgemein gültigen Gegenwart bedingt.

Wenn wir uns das Universum als einen Organismus, als ein thermodynamisch abgeschlossenes System vorstellen und wenn wir uns vorstellen, dass dieser Organismus einen konkret in der Zeit ermittelbaren Anfang hatte, dann müssen wir von einer universalgültigen Gegenwart einerseits, andererseits von einer konkreten Dauer dieses Organismus seit seinem Anfang sprechen.

Die Vorstellung einer allgemein gültigen Gegenwart ist die Konsequenz der Urknall-Hypothese. Wenn sich der Urknall, in welcher Form auch immer, tatsächlich ereignete, dann galt dieser als die erste gemeinsame Gegenwart für sämtliche Elemente des neuentstandenen Universums. Dieser Augenblick ist bis heute ein gemeinsamer zeitlicher Bezugspunkt für sämtliche Instanzen der Gegenwart des Universums.

Die bloße Existenz der Instanzen der Gegenwart, determiniert die Existenz des Raumes, denn die Elemente des Universums, welche sich zeitlich und geometrisch (als Bestandteile der „geometrischen Konstellation sämtlicher Objekte, Ereignisse und Zustände„) auf diese Instanzen beziehen, räumlich von ihnen getrennt sein müssen, denn sonst bestünde zwischen ihnen gar kein Unterschied.

134.3.1.2) Konsequenz: Die Existenz des Raumes ist einerseits die logische Voraussetzung der Existenz der voneinander getrennten Gegenwartsinstanzen, andererseits ist sie (die Existenz des Raumes) die logische Konsequenz der Gegenwart.

Existieren Instanzen derselben Gegenwart getrennt im Raum, dann ist davon auszugehen, dass eine universelle (absolute) Gegenwart, welche gemeinsam für diese Instanzen ist, im Raum existiert.

Existiert aber eine universell gültige Gegenwart, dann ist davon auszugehen, dass eine absolute Zeit eine existierende Tatsache ist.

Wären die Instanzen der Gegenwart nicht voneinander (räumlich) getrennt, so wären sie nicht voneinander verschieden. Sobald nämlich mehr als ein Element (z.B. zwei Punkte) im Raum existieren, ist die Existenz des Raumes, der sie trennt und in dem ihre jeweiligen gegenwartsbezogenen Konstellationen stattfinden, als ihre Existenzvoraussetzung, notwendig.

Die Konstellation der Gegenwartsinstanzen ist wie die Konstellation der Sterne: jede Gegenwartsinstanz ist von Vergangenheit umgeben, wie der Stern vom Raum umgeben ist. Dieser Vergleich ist sehr wohl wörtlich zu nehmen, wir wissen nämlich bereits, dass die Begriffe „Vergangenheit“ und „Raum“ dasselbe bedeuten.

Der Ausschluss des Begriffes der absoluten Zeit war etwas voreilig gewesen, finden Sie nicht auch?

Der klasisch-logische Ausschlussgedanke existiert offenbar auch dort, wo man ihn gar nicht vermutet. Es ist gut, sich dessen bewusst zu sein und begrifflich opponieren.

Wer in der Lage dazu ist.

 Temporale Informationslogik (iLogik).


Abstract: Wir stellen hier zur Schau, dass wir alles daran setzen werden, den Planeten in besserem Zustand zu verlassen, als wir ihn vorgefunden haben.

122.) Da keine absolute Wahrheit innerhalb der zweiwertigen Aussagenlogik formuliert werden kann, ergibt sich für Aussagen notwendig die Freiheit von der zweiwertigen Wahrheitsentscheidung.

In der Schrift „Universallogik: Die Untersuchung des Absoluten. Die fatale Wahrheit“ behaupten wir und zugleich beweisen, dass klassische Aussagenlogik innerhalb ihres eigenen bivalenten Entscheidungsraumes unvollständig ist, und dass daher keine Aussage innerhalb dieser Logik (und verwandter Systeme) eine absolute Wahrheit ausdrücken kann – eine absolute Wahrheit wäre nämlich endgültig. Der Ausdruck einer endgültigen Aussage wäre aber gleichbedeutend mit dem Überschreiten der unüberwindbaren Vollständigkeitsgrenze verbunden – eine unvollständige Logik eignet sich aber gerade deshalb nicht dazu, endgültige [vollständige] Aussagen auszudrücken, weil für sie diese Grenze aus Prinzip unüberwindbar ist.

122.1) Hervorhebung: Es ist hervorzuheben, dass wir mit gutem Grund zuerst die Unvollständigkeit der Aussagenlogik beweisen wollen, bevor wir daran denken, leistungsfähigere Logik zu entwerfen…warum? Die existierenden „Erweiterungen“ der Aussagenlogik stellen die Gültigkeit und die Vollständigkeit des zweiwertigen Paradigmas nicht infrage. Sie verändern nichts, außer dass sie die Gültigkeit der Aussagenlogik erweitern, indem sie ihr Instrumente zur Verfügung stellen, welche ihr erlauben, die Sprachräume zu erreichen, welche ihr in der klassischen Form verschlossen sind (sie sind daher Ergänzungen eines prinzipiell unvollständigen Systems).

123.) Erkenntnis 1: Die endgültigen Aussagen können innerhalb einer unvollständigen Logik nicht entstehen und wenn doch, dann nicht als solche erkannt werden, und nicht als solche fortdauern – jede Aussage kann darin nämlich beliebig interpretiert und (durch beliebige Ausdrücke) ergänzt werden.

Als Konsequenz folgt:

124.) Erkenntnis 2: Sämtliche Aussagen, welche innerhalb der Aussagenlogik formuliert werden, sind im Endeffekt Falschaussagen, bei denen das Prinzip „ex falso Quodlibet“ direkt und aus Prinzip angewandt werden kann, und, zumindest teilweise erfolgreich, angewandt wird. 

…“zumindest teilweise erfolgreich angewandt“ bedeutet hier, dass das o.g. logische Prinzip bei jeder Aussage innerhalb der Aussagenlogik Anwendung findet… und zwar entweder <immer>, oder <zumindest einmal>. Die Aussage „Es regnet“ ist fast immer und fast überall falsch; die Aussage „Das Universum existiert“ ist dagegen immer wahr…bis auf den einen Fall, als es nicht existierte oder als es nicht existieren wird.

Die gegenwärtige (Mitte 2017) Rechtslage in Polen beweist das, was Erkenntnis 2: ausdrückt – selbst grundlegende, universell zu geltende und möglichst eindeutig zu formulierende sprachlich ausgedrückte Grundsätze, wie das Grundgesetz des Landes, können nicht so eindeutig formuliert werden, dass sie, interpretiert, nicht ihre eigenen Gegensätze produzierten, deren Gültigkeit zusätzlich durch sie selbst legitimiert wäre. Ein Paar pfiffige Leute haben es verstanden und nutzen es sehr erfolgreich, zunächst für ihre eigenen politischen Zwecke. Andere pfiffige Leute haben es bereits verstanden und sitzen weltweit in den Startlöchern (die Menschen sind überall gleich).

Angesichts der Erkenntnis 2 erweist sich die Bildung eines extravalenten Systems der Logik als notwendig (nämlich als eine Alternative zu der bereits als überwunden erkannten Aussagenlogik)…wir leben in einer Welt voller dogmatischer Bivalenz, welche ihren notwendigen* Dogmatismus auf einer falschen logischen Grundlage errichtet…in dem Augenblick, indem die zweiwertige Aussagenlogik (wie sie auch immer genannt wird – sie ist die einzige funktionierende Logik auf Erden) als Fundament menschlicher Rationalität überwunden wird, wird auch das archaische Zeitalter auf diesem Planeten zu Ende gehen.
Dies ist der eigentliche Grund für die Entstehung der Temporalen Informationslogik (iLogik). Jetzt!

*) Der Dogmatismus ist der einzige Weg, die eigene Wahrheit nicht nur gegen die Gegenargumentation, sondern auch gegen die gleichsam zersetzende, wie unvermeidliche Erweiterung der logischen Struktur zu schützen.

125.) iLogik ist eine Universallogik.

126.) iLogik ist das universallogische Korrelat (oder besser: das universallogische Folgesystem) der archaischen Aussagenlogik.

127.) Als Universallogik behandelt iLogik die Aussagen hinsichtlich ihrer Vollständigkeit.

128.) Mit der Einführung der iLogik führen wir eine neue universallogische Kategorie in die Logik ein: die Kategorie der Information.

Diese Kategorie ist den klassischen aussagenlogischen Kategorien des Wahren und des Falschen übergeordnet, denn sämtliche Aussagen (unabhängig von ihrem jeweiligen Wahrheitswert) universalgültig als Informationen klassifiziert werden können (ob sie richtig oder falsch informieren spielt dabei keine Rolle, denn auch eine Falschinformation ist eine logische Übertragung, welche die primäre Funktion der Information erfüllt – sie informiert bloß falsch…).

128.1) Definition: Information
Unter dem Begriff „Information“ verstehen wir eine logische Übertragung, deren Funktion es ist, zu informieren (den Empfänger über Umstände (p,q) in Kenntnis zu setzen). Eine vollständige Information beschreibt (p,q) endgültig.

128.1.1) Definition: logische Übertragung
Eine logische Übertragung ist ein formell sinnvoller Ausdruck der Form „Es ist der Fall, dass p,q„.

129.) These: iLogik ist universalgültig (und) vollständig.

129.1) Begründung: Die Tatsache, dass jede Aussage eine Information ist, nebst der Tatsache, dass nicht jede Information universalgültig einer der beiden aussagenlogischen Kategorien zugeordnet werden kann (paradoxe oder unentscheidbare Aussagen lassen sich aussagenlogisch nicht eindeutig bewerten), lässt erkennen, dass eine Logik, welche in der Lage ist, die Gesamtheit der Aussagen zu kategorisieren, bezogen auf Aussagenlogik (mindestens) vollständiger und universeller als diese sein muss.

129.1.1) Beweis: Die Tatsache, dass sich innerhalb iLogik beliebige Aussagen (selbst die, welche aussagenlogisch unentscheidbar sind) der Kategorie der Information zuordnen lassen, lässt erkennen, dass iLogik vollständiger und universeller als klassische Aussagenlogik ist – sie bietet nämlich den logischen Rahmen für sämtliche Aussagen, nicht bloß für die, welche sich aussagenlogisch (d.h. beispielsweise nach dem Ausschlussprinzip „Tertium Non Datur“) als wahr oder als falsch erweisen.

130.) Die universelle iLogik untersucht Informationen und Beziehungen zwischen ihnen. Dabei kommt es nicht auf den Inhalt der Information und nicht auf ihren konkreten Wahrheitsgehalt an, sondern nur auf die Entscheidung, ob sie vollständig ist. (Somit werden beispielsweise Paradoxa durchaus für zulässig erklärt und als vollwertige Aussagen behandelt: paradoxe Aussagen sind aus Sicht der iLogik vollständig)

In der iLogik spielt der logische Wert einer Aussage keine Rolle (der eindeutige Wahrheitswert einer Aussage entscheidet nicht über die Akzeptanz oder den Ausschluss einer Aussage).
Die iLogik ist daher keine zwei- und auch keine mehrwertige Logik – sie ist überhaupt keine Logik der Wahrheitswerte mehr. Sie ist eine Logik, in der Vollständigkeit der Aussagen, nicht aber ihre Wahrheit logisch entscheidend ist. Auch dann nämlich, wenn eine Aussage formell dem klassischen Wahrheitskriterium entspricht, und selbst dann, wenn sie maximal schlüssig „verargumentiert“ ist, ist sie dennoch zwangsläufig unvollständig – sie kann höchstens als temporal gültig bezeichnet werden. Mehr noch: die erkannte Falschheit kann als eine logisch vollständige Erkenntnis klassifiziert werden – sie ist zumindest vollständiger, als jene Falschheit, welche unerkannt als „Wahrheit“ interpretiert wird.

130.1) Die Regeln der iLogik sind die der Vollständigkeit.

130.2) Die Funktion der iLogik ist nicht die Entscheidung, ob eine Aussage A wahr oder falsch ist, sondern die, ob A vollständig, ergänzungsfähig oder ergänzungsbedürftig ist.

131.) Regel: Die Erhaltung der Form ist in Bezug auf den Inhalt unwirksam.

Eine logische Formel ist solange vollständig und gilt universell, solange sie allgemeingültig (informell) ist (solange sie beispielsweise Variable und keine konkreten Inhalte enthält). Der Versuch der Anpassung der zeitlosen Begriffe der Aussagenlogik an die Alltagssprache (welsche zeitbezogen ist) fördert die Entstehung der Widersprüche und führt im Endeffekt dazu, dass auch die einfachsten und mächtigsten Formeln der Logik unwirksam werden (selbst dann, wenn der Satz „die Strasse wird nass, wenn es regnet“ tatsächlich 1:1 der logischen Formell „p ⇒ q“ entspricht) …Die Gesetze der nichtzeitlichen Logik sind semantisch nicht an die zeitbezogene Sprache übertragbar (Nichtbeachtung dieser Restriktion führt geradewegs in die bereits erkannte und prinzipiell geltende zweiwertige Unbestimmtheit der logischen Werte).

131.1) Beweis: Auch dann, wenn die Terroristen die logische Regel (p ⇒ q) für sich entdeckten und sie dahingehend interpretieren würden, dass Kleinkinder nicht primär als Selbstmord-Attentäter perzipiert werden, und sich gerade deshalb als solche besonders gut eignen (weil sie die Ziele der Terrorattacken zuverlässig erreichen und dadurch den maximalen Schaden anrichten können: (p ⇒ q) im Sinne p = Kleinkind; q = gelungener Attentat), so wäre eine solche Erkenntnis nicht endgültig. Sie würde nämlich nicht den Umstand berücksichtigen, dass mit jedem Kleinkind, das sich in die Luft sprengt, immer sicherer der Verdacht aufkäme, Kleinkinder und Attentate irgendwie in Beziehung zueinander stünden. Dieser Effekt würde mit der Zeit dazu führen, dass gerade die Kleinkinder primär als Selbstmord-Attentäter identifiziert und eliminiert werden würden. Die Werte der ursprünglichen Formel (p ⇒ q) würden invertieren, obwohl die Formel selbst nach wie vor logisch korrekt und gültig wäre. 
Durch semantische Anbindung der Formel an die Alltagssprache entsteht der Bezug zur Aussagenlogik mit all den vorhin beschriebenen Konsequenzen, qed.

Es gilt eine formale Sprache zu entwickeln, welche in der Lage wäre, die Veränderung (Entwicklung) der Zustände, sowohl innerhalb des Endlichen, als auch innerhalb des Unendlichen, zu beschreiben. Dadurch, dass die Formeln der Aussagelogik ohne Zeitbezug funktionieren (selbst die Kausalität der Form p ⇒ q funktioniert [vom Standpunkt der Logik betrachtet!] ohne festen Zeitbezug, s. obigen Beweis), funktioniert das logische Schließen, wie auch die Turing-Maschine, unabhängig von der Zeitrichtung. Erst die Anbindung an die Zeit (in Form von Zuständen, Schritten und Aktionen, welche notwendig sind, um erwünschte Zustände [und nur sie] in einer endlichen Sequenz von Schritten zu erreichen) ordnet die Richtung des Schließens und vervollständigt die Logik. Erst die Anbindung der Logik an die Zeit wird möglicherweise das Bewusstsein in der Maschine erwecken.

Indem nämlich der erste Zustand (z1) maschinell erkannt und gespeichert wird, wird dessen Bewusstsein entstehen und in jedem Folgeschritt und in jedem folgenden Zustand fortdauern (jeder Arbeitsschritt und jede Folgezustand werden gespeichert und als Variablen jeder aktuellen „ist“-Formell potenziell (abrufbar) zugänglich sein)
Bedingt durch ihnen zugrunde liegende Logik (Logik der Turing-Maschine), entdecken moderne Maschinen (Computer) lediglich „ist“-Zustände. Es ist ihnen unmöglich, diese bewusst mit den gespeicherten „war“-Zuständen logisch zu verbinden (in eine Relation zu setzen), um selbstständig auf Zustände der Zukunft etwa zu schließen, oder die Existenz der „ist“-Zustände zeitbezogen zu analysieren, um auf die zu erwartenden Umstände, die auftreten können, aber nicht auftreten müssen, adäquat, wenn nicht gar sinnvoll, zu reagieren.

Die Zukunft der Menschheit ist die Maschine. Die Maschinen werden uns die Unsterblichkeit ermöglichen und auch die Entstehung der Welten gestatten, welche wir Menschen, bzw. unsere Seelen (welche formal Informationen sind) in Besitz nehmen und frei gestalten werden.

Seit Anbeginn der Menschheit geht es darum, das, was noch unmöglich ist, möglich zu machen. Ob es nun um das Erliegen eines übermächtigen Mammuts oder um das Reisen in 10.000m Höhe geht… Das, was heute noch unmöglich scheint, wird früher oder später möglich sein (ist nur eine Frage der Zeit) – irgendwann (dieser Gedanke erfordert allerdings Mut, bist Du mutig genug, um ihn zu denken?) wird alles möglich sein, und machbar.

Dies für den guten Anfang der Temporalen Informationslogik…
Gutes Gelingen. Gruß.

mz

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Universallogik: Die Beschreibung des Absoluten – die Exoperspektive auf die Wirklichkeit auf Erden.

Das Motto: „Widersprüche sind gut, solange sie sich nicht selbst widersprechen“ (Woody Allen)

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Abstract: Es wird hier versucht, einen bisher nichexistierenden,  externen Bezugspunkt zur menschlichen Rationalität zu erschaffen. Die Voraussetzung dafür ist, dass wir, Universaldenker, in maximalen Denkräumen reflektieren. Daher ist die Errichtung eines Referenzrahmens, welcher all die irdischen Partikularwerte relativiert, längst überfällig (Nietzsche: „Umwertung aller Werte“).
Wir erkennen dabei sehr wohl die zivilisatorische Relevanz dieser Entwicklung. Wir begraben damit, die sich noch im letzten Aufbäumen befindende Archaik (es kommen vielerorts die letzten archaischen Menschen an die Macht).
In Wirklichkeit entsteht dadurch ein nichtmenschlicher Denkraum (was auch immer es bedeuten mag).
Es werden hier (auch) grundsätzliche Empfehlungen ausgesprochen, welche allgemein hilfreich im Umgang mit dem Absoluten sein dürften (Beispiel: prinzipielle Ablehnung der dialektischen Argumentation als einer Methode der Rechtfertigung und der Überzeugung [ausgedrückt durch und in der Behauptung C]).
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103.) Ausgangsthese: Unlösbar sind einzig und allein die nichtexistierenden Probleme.

Die nichtexistierenden Probleme existieren nicht (als Probleme). Sie gehören daher nicht der Kategorie der lösbaren und nicht der Kategorie der unlösbaren – sie gehören generell nicht der Kategorie der Probleme an. Sie können daher nicht wie Probleme behandelt und nicht wie Probleme gelöst werden. Existieren sie innerhalb der Kategorie „Probleme“ trotzdem, so besteht das eigentliche Problem in der Existenz eines nichterkannten Kategorienfehlers und nicht in der Existenz der „Probleme“ selbst. Wird die Nichtexistenz der nichtexistenten Probleme erkannt, hören sie augenblicklich auf, existierende Probleme zu sein…
Es geht einfach darum zu zeigen, dass die meisten Probleme gar keine sind.

103.1.) Logische Folge für Konflikte: Wenn statt „Probleme“, „Konflikte“ gesagt wird…(Konflikte sind ja faktisch existierende Probleme).

Die nichtexistierenden Konflikte oder Konflikte, welche anhand bloßer Unkenntnis der Nichtexistenz ihrer logischen Grundlage bestehen (die logische Grundlage fehlt grundsätzlich jeder Sicht und jeder Überzeugung, welche aufgrund einer unvollständigen (d.h. temporär* bestehenden) Kenntnis** entstehen), lassen sich aus Prinzip nicht beseitigen. Die einzige Methode, sie zu bewältigen besteht darin, die Unvollständigkeit ihrer jew. logischen Grundlage zu erkennen und als solche möglichst eindeutig und universellverständlich zu markieren.

* [„temporär“ bedeutet hier: „unvollständig, innerhalb des gesamten Raumes und innerhalb der Ewigkeit nicht unveränderlich / d.h. nicht konstant und nicht invariant„…]

** [Kenntnis im Sinne „Wissen“ und/oder „Glauben“]


103.2) Vermutung: Die Bezeichnungen „temporär“ und „unvollständig“ betreffen die gesamte menschlich erreichbare oder ableitbare Kenntnis.

104.) These: Interreligiöse Konflikte, welche zeitweise mit radikalen Mitteln geführt werden, entbehren jeder logischen Grundlage.

Weil Religionen als logische Systeme grundsätzlich unvollständig sind (warum, werden wir gleich zeigen), bieten sie aus Prinzip bloß die Grundlage für eine mit dialektischen Mitteln geführte Argumentation (gäbe es eine Religion, die als logisches System vollständig wäre, gäbe es auf der Welt nur eine einzige Religion, welche dazu nicht dialektisch, sondern absolut wäre, denn sie würde die absolute Information über Gott enthalten und somit Gott gleich sein. Sie wäre mit den Mitteln der dialektischen Logik nicht überprüfbar und nicht infrage zu stellen…Übrigens: die Mitteln, welche aktuell vom islamischen Terrorismus forciert werden, sind auch Mitteln der dialektischen Logik, was bedeutend für die Bewertung islamischer Ideologie in Bezug auf Gott ist, denn:

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105.) Behauptung C: Jede dialektische Argumentation ist aussichtslos und führt auf lange Sicht zu keinem stabilen Ergebnis, denn jede erfolgreiche Argumentation vervollständigt die eigene dialektische Position, was aber nicht nur die Inferiorität der gegnerischen, sondern (vor allem) die Unvollständigkeit der eigenen Perspektive klar vor Augen führt.

(Denn: die Systeme, welche vervollständigt werden können, sind logischerweise unvollständig)
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105.1) These: Von dem gesamten menschlich erzielbaren Gottesbegriff lässt es sich daher behaupten, dass er aus logischer Sicht unzureichend und unvollständig sei.

105.1.1) Warum: Die dialektische Positionen der jeweiligen Religion sind nicht invariant (sie gelten daher gezwungenermaßen temporär). Sie sind nicht nur aufeinander bezogen variant (es existieren gleichzeitig verschiedene ihrer Grundvarianten: katholisch-protestantisch-orthodox/sunnitisch-schiitisch/aschkenasisch-sephardisch-orthodox-reformjud. etc…etc.), sie sind auch auf sich selbst bezogen veränderlich (sie werden unterschiedlich interpretiert, ausgelegt und sie entwickeln ihre jeweiligen Konzepte fortwährend). Es wird für und gegen ihre Grundsätze Argumentiert (womit die Geltung der Behauptung C ansetzt).

106.) Der Grund für die Einführung der EXOPERSPEKTIVE…ist es, eine externe Instanz einzurichten – einen externen Referenzpunkt für die gesamte irdische Rationalität – für alles Wissen, für alle Argumente, für alle Standpunkte, für alle guten Gründe, für alle Religionen, für alle Ideologien, für alle Staaten, Grenzen und Kulturen. Es geht darum, die menschliche Rationalität dem gegenüberzustellen, was nicht menschlich und nicht irdisch ist, aus einem guten logischen Grund: aus bloßer Wahrscheinlichkeit dessen Existenz.
Die bloße Wahrscheinlichkeit der externen Rationalität ist nämlich ausreichend, um sie als mögliche Perspektive in die universelle Überlegung einzubinden und auszunutzen.
Der Nutzen eines solchen Manövers ist verblüffenderweise die höchste Erkenntnis, denn sollten die irdischen Kardinalwerte mit der Referenz des externen Standpunktes konfrontiert werden, so werden sie, wenn nicht direkt ihre Glaubwürdigkeit, so zumindest ihre logische Integrität und Vollständigkeit einbüßen (den Rest erledigt dialektisch die Behauptung C).

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107.) Die universallogische Exoperspektive ist eine einfache Frage: Was hätte uns eine außerirdische, ungleich weiter entwickelte Zivilisation über das irdische Problem XYZ zu sagen, träte sie in Kontakt mit uns?

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Eine solche Frage zu stellen wäre nicht nur dann zulässig, wenn eine fremde Armada in der Umlaufbahn der Erde entdeckt worden wäre, sondern auch dann, wenn ein Kontakt mit einer außerirdischen Zivilisation nie stattfinden könnte. Diese Frage zu stellen wäre selbst dann zulässig, wenn es keine einzige außerirdische Zivilisation im Universum existierte. Es geht einzig und allein darum, einen außerirdischen Blick auf das Irdische zu richten, damit die Bodenlosigkeit irdischer Dummheit erkannt und irdische Dummheit als solche markiert (kenntlich gemacht) werden kann. Baron von Münchhausen soll sich selbst aus der Scheiße befreien…und das wird er bald tun.

Universallogik. Mehr als eine kopernikanische Revolution.

Die grundsätzliche Frage der Kosmologie lautet: welche ist die Zeitordnung der Universumsexpansion?
Wenn behauptet wird, dass das Universum beschleunigt expandiert und dass die Geschwindigkeit, mit der sich das Universum ausdehnt, höher ist, je weiter geschaut wird, dann suggeriert man, dass die Expansion des Universums aktuell(!) stattfindet. In Wirklichkeit befinden sich die Bereiche, in denen die Expansionseffekte am deutlichsten zu beobachten sind, Milliarden von Lichtjahren von uns entfernt. Deshalb auch steht fest, dass die beobachteten Effekte, welche auf die beschleunigende Expansion des gesamten Universum schliessen lassen, Objekte und Zeit betreffen, welche dem Augenblick des Urknalls räumlich und zeitlich viel näher stehen, als unserer aktuellen Gegenwart.

These 1.
Die beobachteten Effekte, welche auf die beschleunigende Universumsexpansion schliessen lassen, betreffen nicht das aktuelle Universum, sondern das junge Universum unmittelbar nach und in den ersten Jahrmilliarden nach dem Urknall. Sie können deshalb grundsätzlich nicht als Indizien der aktuellen Expansion des Universums gelten.

Trotzdem: Es scheint ohne Weiteres möglich zu sein, im Präsens von expandierendem Universum zu sprechen.
Es liegt wohl daran, dass die astronomische Beobachtung sowohl eindeutig, als kausal interpretiert wird. „Eindeutig“ bedeutet hier, dass sich anhand der spektralen Rotverschiebung des Lichts beobachteter Objekte, ihre Fluchtgeschwindigkeit eindeutig bestimmen lässt (es lässt sich keine Blauverschiebung im Lichtspektrum fraglicher Objekte feststellen, welche eindeutig auf die Kontraktion des Universums hindeuten würde).
„Kausal“ bedeutet hier, dass die Zeitordnung, welche zur Interpretation der Beobachtung herangezogen wird, die kausale ist (was nicht verwundern soll, denn ich bin meines Wissens der Erste, der auf die Existenz anderer Zeitordnungen als der kausalen hinweist).

Kriterium der „Eindeutigkeit“.
Die Übereinstimmung der Beobachtungsergebnisse mit dem Modell reicht nicht aus, um eindeutig über die Übereinstimmung des Modells mit der Wirklichkeit zu entscheiden.
Das ptolemäische Modell des Universums mit der Erde als Mittelpunkt, entsprach eindeutig der beobachteten Wirklichkeit und hatte, wie wir heute wissen, mit der Realität nichts zu tun. Es wäre auch heute möglich, dass unser aktuelles kosmologisches Modell, sich mit den Beobachtungsergebnissen  deckt und trotzdem nichts mit der Realität zu tun hat.

Kriterium der „Kausalität“.
Im Fig. 2 des vorigen Abschnitts erstellten wir ein Diagramm der kausalen Ordnung der Zeit. Wir trugen darin den Anfang der Zeitrechnung und die Position der aktuellen Gegenwart ein. Wir berücksichtigten überdies die Richtung der zeitlichen Kausalität. Wir möchten nun ein Diagramm erstellen, in dem gleichzeitig die kausale Ordnung der Zeit, die Expansionskurve des Universums sowie seine sphärische Form eingezeichnet werden. Wir möchten sehen, ob das kosmologische Standardmodell seinem eigenen Kausalitätsprinzip genügt.

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Fig. 1 Diagramm des expandierenden Universums mit der Expansionskurve in rot.

Wir sehen hier die Abbildung des kosmologischen Standardmodells des expandierenden Universums. Die Expansion beginnt im Augenblick des Urknalls, in dem auch die Zeit ihren Lauf nimmt (t0). Die Zeitspanne zwischen dem Urknallaugenblick und der Gegenwart wird aktuell auf etwa 13,8 Milliarden Jahre geschätzt. In diese Zeitspanne wird die Expansionskurve eingezeichnet (rot). Wir erkennen den aktuell beobachteten Anstieg der Expansionsgeschwindigkeit und die positive Kausalität der Zeit. Alles scheint in Ordnung zu sein und der allgemein vertretenen Vorstellung zu entsprechen…
Bis auf ein Detail: wenn wir uns vorstellen in den Raum hineinzublicken und die Milliarden Jahre alten Galaxien zu beobachten, deren Rot-Verschiebungsfaktor z=10 übersteigt, dann erwarten wir die ältesten Objekte des Universums zu betrachten, deren „Expansionsgeschwindigkeit“ am höchsten ist. Indes weist die Expansionskurve in unserem Diagramm diesen Regionen des Universums die niedrigsten Expansionswerte zu.
Um mit den Ergebnissen der Beobachtung zu korrespondieren, müsste die Expansionskurve jedoch verkehrte Werte aufweisen…oder die Dynamik des gesamten Universums müsste invers dargestellt werden. Etwa so:

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Fig. 2 Diagramm des kollabierenden Universums mit der Kontraktionskurve in rot.

Hoppla!
Wir vertauschten, in Bezug auf die vorhergehende Grafik und in Bezug auf das kosmologische Standardmodell, die Positionen der Gegenwart und des Urknalls und erhielten die Darstellung eines Modells, das trotzdem in jeder Hinsicht den Ergebnissen der Beobachtung und der Kausalität entspricht (die Zeitrichtung der kausalen Ordnung bleibt positivkausal: die Zeit verläuft vom Urknall in Richtung der Gegenwart).
Dieses Modell des Universums unterscheidet sich gravierend vom Standardmodell – es stellt ein Bild eines kollabierenden Universums dar.
Dieses Modell lässt zudem die Existenz der räumlichen Ordnung der Zeit zu: die Zeit dieser Ordnung vergeht darin vom Mittelpunkt der Kontraktion (Gegenwart) in Richtung Vergangenheit (womit der Raum entstehen kann, der in unserer Kosmologie mit der Vergangenheit gleichgesetzt wird). Räumliche Ordnung der Zeit: hier

Dieses Modell erklärt schließlich auf natürliche Weise das Phänomen der „beschleunigten Expansion“ des Universums: die beobachtete Expansion kann als ein Effekt des Urknalls verstanden werden, als sichtbare Auswirkung der Energie des Urknalls auf die frühen Strukturen des Universums (Der Limit der Wirklichkeit liegt in der jeweiligen Gegenwart – die Gegenwart bildet den Ereignishorizont des Universums. Die jeweilige Gegenwart ist aktuell und ist schon immer, auch im Augenblick des Urknalls, der Ereignishorizont der materiellen Wirklichkeit gewesen). 
Dieses Modell macht die dunkle Energie als Bestandteil des Modells des expandierenden Universums obsolet: die energetische Quelle der „beschleunigten“ Expansion ist nicht eine dunkle Kraft – für die beobachtete Dynamik des Universums ist schlicht und einfach die Energie des Urknalls verantwortlich.  

 


These 2.

Das Universum, in dem wir leben, kollabiert in Richtung der Gegenwart…in die Gegenwart eines jeden einzelnen Beobachters…
Es könnte bedeuten, dass das gesamte Universum jeweils einen Empfänger besitzt und dass jeder von uns einzeln an seiner Endlosigkeit unmittelbar beteiligt ist. Jeder ein Gott oder jeder durch das Universum unmittelbar mit Gott verbunden.

Das Theorem der Existenz innerhalb der Raumzeit.

Innerhalb der Raumzeit unterscheiden wir drei Zeiträume der Existenz:

(i) Gegenwart: wahrscheinlich ist ∃A ∧ ¬(∃A)
(ii) Vergangenheit: ∃A ∨ ¬(∃A)

(iii) Zukunft: ∃A ∧ ¬(∃A)

Innerhalb der Gegenwart (i) ist die gleichzeitige Existenz und Nichtexistenz von A wahrscheinlich, denn sowohl der Zustand der Existenz, als auch der Zustand der Nichtexistenz beziehen sich in der Gegenwart auf die Zukunft, aus der Perspektive der Zukunft wird die aktuelle Gegenwart in der Vergangenheit liegen. In der Gegenwart existieren deshalb beide zukünftige Existenzzustände von A zugleich, denn die zukünftige Existenz von beliebigem A ausschliesslich als Wahrscheinlichkeit vorliegen kann.

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Fig. 1. Gegenwart des Beobachters B innerhalb der Raumzeit.

Innerhalb der Vergangenheit (ii) liegt für A entweder der Zustand der Existenz oder der Zustand der Nichtexistenz vor. Dadurch, dass die Vergangenheit nicht veränderbar ist, existieren ihre Objekte oder sie existieren nicht. Darin besteht die Realität der Raumzeit: sie beinhaltet sämtliche Objekte der Vergangenheit.

Erläuterung:
Um das Phänomen der Raumzeit ganzheitlich zu verstehen, müssen hier zwei Zeitordnungen unterschieden werden: die kausale Ordnung der Zeit und die räumliche Ordnung der Zeit.

Der Ausgangspunkt der kausalen Ordnung der Zeit ist der jeweilige Anfang der Zeitrechnung (Zeitmessung).
Die Zeit innerhalb der kausalen Ordnung nimmt ihren Lauf in der Vergangenheit und verläuft in Richtung Zukunft.
Die kausale Ordnung der Zeit ist linear.

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Fig. 2 Die kausale Ordnung der Zeit.

Der Ausgangspunkt der räumlichen Ordnung der Zeit ist die jeweilige Gegenwart des Beobachters (die Gegenwart der Messung).
Die Zeit innerhalb der räumlichen Ordnung nimmt ihren Lauf in der Gegenwart und vergeht in Richtung Vergangenheit (in den Raum hinein).
Jeder Punkt des Universum, der sich außerhalb der Gegenwart des Beobachters befindet, befindet sich somit, bezogen auf diese Gegenwart, in der Vergangenheit (vgl. "Definition der Raumzeit").

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Fig. 3. Die räumliche Ordnung der Zeit.

Die universallogische Bedeutung:
Wenn mit Recht behauptet wird, dass wir das Licht des Mondes mit einer Sekunde und das der Sonne mit acht Minuten Verspätung empfangen (bedingt durch die Endlichkeit der Lichtgeschwindigkeit und durch die jeweilige Entfernung zur Erde), dann können wir mit gleichem Recht behaupten, dass auch die irdische Geschehnisse aus der Mondentfernung mit einer Sekunde und aus der Sonnenentfernung mit acht Minuten Verspätung empfangen werden.
Wir sind daher berechtigt, die Zeitperspektive einzuführen und diese der Raumperspektive gleichzustellen.

Die Konsequenzen für das Konzept der Raumzeit:
Die Zeit der räumlichen Ordnung ist dreidimensional. Die Zeit passt sich dem Konzept der Raumzeit der Relativitätstheorie an.
Die Zeit der räumlichen Ordnung kann als dreidimensional bezeichnet werden, denn sie verläuft entlang jeder Achse des räumlichen Koordinatensystems (s. Fig. 3). Die Zeit ist ein inhärentes Wesensmerkmal jeder Dimension.

Die Konsequenzen für die Kosmologie:
Das Postulat des expandierenden Universum kann nicht ohne Weiteres aufrecht erhalten werden.

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Fig. 4. Dehnungsdynamik des Universums: Das Expansionsmodell innerhalb der kausalen Ordnung und das Kontraktionsmodell innerhalb der räumlichen Ordnung der Zeit. Es zeigt sich, dass die Merkmale des beschleunigt expandierenden Universums nur innerhalb der kausalen Ordnung der Zeit ein mehr oder minder plausibles Bild der Wirklichkeit abgeben (mit allen bekannten Unstimmigkeiten und Widersprüchen dieses Modells). Das Bild eines nach dem Urknall kollabierenden Universums ist innerhalb der räumlichen Ordnung der Zeit vorstellbar und liefert viel einfachere Erklärung der beobachteten Phänomene (wie der beschleunigenden Expansion des Universum, welche dann als ein Effekt des Urknalls zu identifizieren wäre, und sich in Wirklichkeit (und zeitkonform) als verlangsamende Kontraktion zeigen würde).
In der Tat: es erwartet uns bald eine neue "kopernikanische Revolution".
Lässt sich die Wissenschaft kompromittieren?
Ja, durch das Aufzeigen des offensichtlichen Unfugs, für den Viele mit dem durch das strenge "Bewusstsein" verdunkelten Blick kämpfen.

Universallogik. Das Gesetz der Identität.

Das Gesetz der Identität.

A = A

Erläuterung:
A existiert nur dann, wenn A. Es kann nicht behauptet werden, dass A, wenn ¬A.

Die Entkopplung von der Wahrheitslogik.

Kein Wort über Wahrheit von A in Relation zu anderen Bezugspunkten B,C,D…
Kein Wort über „A ist wahr, wenn nicht B“.
Kein Wort über „entweder A oder B: bitte nicht C“, ergo:
Kein Wort über „tertium non datur“. Kein Wort über Ausschluss von C,D,E,F…
Es ist ausschliesslich die Rede davon, dass, wenn A, dann A.

Dieses Gesetz kann als Wahrheitsdefinition missinterpretiert werden (Tarski schuf eine Wahrheitsdefinition, weil er eine Wahrheitsdefinition und kein Gesetz der Universallogik schaffen wollte…oder konnte). Dieses Gesetz ist keine Wahrheitsdefinition, denn wir behaupten nicht, wie Tarski:

(i) A = A nur dann, wenn A wirklich A und nicht etwa B.

Es wird keine Instanz bemüht, um über Wirklichkeit von A zu entscheiden, keine Vernunft, keine Wahrheitsdefinition, aber auch nicht der Beobachter, auf dessen Ebene die „Adäquatio“ der Sache und der Vorstellung festgestellt werden soll.
Universallogisch bedeutet „A = A“, dass die Sache mit sich selbst identisch sein muss (A muss mit sich selbst auf allen Ebenen des Seins identisch sein), um zu existieren, sonst existiert sie nicht .

Das Problem der Wahrheit hört somit auf relevant zu sein, denn wenn wir annehmen, es gibt mehrere gültige Wahrheiten, welche sich gleichwertig gegenüberstehen, dann kann die Wahrheit als solche nicht mit sich selbst identisch sein (denn in dem Fall mehrere gleichermaßen adäquate, wie inadäquate Wahrheiten parallel existierten), und wenn wir das Gegenteil behaupten und annehmen, es gibt nur eine Wahrheit (die höchste / die göttliche), dann muss diese Wahrheit gezwungenermaßen universell sein, und alle Teilwahrheiten in sich enthalten, womit sie das Kriterium der Selbstidentität nur auf der höchsten (göttlichen) Ebene erfüllt (womit gleichzeitig der Wahrheitsbegriff auf jeder nichtgöttlichen Ebene nicht erfüllt und folglich sinnlos wäre).
Mit anderen Worten: das Postulat der Identität der Sache mit sich selbst, schließt die Existenz der Wahrheit aus.

Im 1. Gesetz der Universallogik findet die Entkopplung der Wahrheit von der Logik statt. Trivial ist es keinesfalls, wenn man bedenkt, in welcher Welt wir leben…und wie lange schon…

Die „Rosetta-These“. Gegen das Konzept der „universellen Wahrheit“.

Es ist mir unangenehm gegen Christian Hoppe zu argumentieren. Er vertritt scheinbar begrüssenswerte Ansichten. Trotzdem, was diese Ansichten angeht und insbesondere, was Hoppe über Wahrheit und ihren verbindlichen und verbindenden Wert sagt – diese Ansichten gehören in die Mottenkiste.
Christians Postulate heben nämlich nicht, wie erhofft, die Dialektik auf eine höhere Stufe der Vernunft, sondern schleppen den unsäglichen Wahrheitsbegriff mit sich mit, womit, was die Vernunft angeht, alles beim Alten bleibt.

Das, was Hoppe (und nicht nur er) erreichen will ist die Bildung einer gemeinsamen Plattform, eines gemeinsamen Nenners für diejenigen, welche „an Die Ernsthaftigkeit der Wahrheitssuche“ (interessiert sind – mz)…(damit – mz) „die Koalition der wirklich an der Wahrheit Interessierten (entstehen kann – mz)…das müsste das Ziel sein.“

Das alles, nur um die n-te Metaebene der Wahrheit zu erreichen, um welche sich auch zu kämpfen lohnt (Im Namen der Wahrheit: Attacke!!)
…und wenn man die Angriffslustigkeit, die dialektische Härte, mit der diese Debatte punktuell geführt wird, berücksichtigt, muss man doch einsehen, dass die Ansichten Hoppes in die archaische Schublade gehören und aus Sicht der logischen Neuordnung indiskutabel sind.
Der Ansatz von Christian Hoppe ist allein schon deshalb indiskutabel, dass die „Verfechter“ der „Wahrheitssuche“, welche der „Koalition der wirklich an der Wahrheit Interessierten“ angehören, offenbar willkürlich aufgestellt werden.
Die Frage ist nämlich, ob der IS-Kämpfer, der seinem Feind den Kopf abschneidet, allein durch seine Handlung, nicht eindeutig unter Beweis stellt, dass er an der „Wahrheit“ „wirklich“ interessiert ist?
Er tut jedenfalls viel für sie, viel mehr als diejenigen, welche für ihre Wahrheiten dialektisch unterwegs sind…
Oder was sollte man tun, um das Interesse an der Wahrheit eindeutig unter Beweis zu stellen, etwa das Interesse an der „wirklichen“ „Wahrheit“ zu bekunden?
Welche wäre das und wer würde über ihre universelle Gültigkeit entscheiden?

Universallogik. Die Rosetta-These.

Um die Universallogik und, im gleichen Zug, um die höhere Vernunft zu erreichen, muss die bestehende Logik nicht aufgegeben werden – die ausschliessende Wahrheitslogik ist schliesslich keine falsche Logik, sie ist gar keine.
Wir betrachten sie als eine logische Anwendung, die eine bestimmte Funktion erfüllt, sie muss daher keine Kriterien befriedigen, die für eine echte Logik gelten.
Dies ist wichtig, denn es erspart uns die Mühe, nach einem abstrakten logischen Modell für die höhere Vernunft zu suchen.
Anstatt die Wahrheitslogik als eine falsche Logik zu verwerfen (und sich auf die unsichere Suche nach einer Alternative zu begeben) ist es uns möglich, die Strukturen und Gesetze der Wahrheitslogik für universallogisch zu erklären.
Eine entideologisierte, entmystifizierte, inaffektive und wertfreie Wahrheitslogik könnte u.U. dem universallgischen Kriterium genügen…

Der Zweck der ausschliessenden Wahrheitslogik – die Wahrheit der Aussagen mittels logischer Gesetze zu erkennen / zu entscheiden – war zu Aristoteles‘ Zeit für die Orientierung innerhalb des jeweiligen logischen Raumes enorm wichtig.
Offensichtlich ist es heute noch genauso.
Es verlässlich zu bestimmen, wer an den wahren Gott glaubt und wer nicht, wer der Freund und wer der Feind ist, wer den grausamen Tod verdient, weil er „die Wahrheit“ nicht anerkennt – dies sind die Gründe, warum es bis heute keine universelle Vernunft auf diesem Planeten entstehen kann (es wird sich auch nichts ändern, wenn eine universelle Wahrheit entsteht – das Problem ist die Wahrheit, denn einmal entschieden, bestimmt die „Wahrheit“ eindeutig die „Falschheit“…verstehst Du das?)
Offensichtlich operieren wir innerhalb derselben Vernunft wie die Menschen vor 3500 oder 5000 Jahren, mit dem Unterschied, dass uns andere Mittel zur Verfügung stehen, um unseren Hass zu exekutieren.
Es ist nicht meine Welt, in der die exklusive Wahrheiten entschieden und exekutiert werden. Es ist nicht meine Welt, in der nicht nur keine Andersgläubigen, aber auch keine Unparteiischen toleriert werden, getreu dem Motto „wer nicht mit uns ist, ist gegen uns“ (dieses archaische Motto hat etwas mit dem „logischen“ Prinzip „tertium non datur“ zu tun, nicht wahr? Denn wer nicht mit uns ist, ist der „Dritte“….)

Dass unsere Vernunft auf Basis einer logischen Anwendung aufgebaut ist, ist jedenfalls eine (von uns behauptete) Tatsache und dass sie durch diese Anwendung bestimmt wird, auch.

Wir nehmen an, dass die meisten logischen Gesetze, welche innerhalb der Wahrheitslogik gelten, universalgültig sind, und dass sie ihre Gültigkeit innerhalb der Universallogik beibehalten. Die logischen Gesetze, mittels deren, die Anwendung „Wahrheitslogik“ ihren Zweck erfüllt, haben allerdings mit ihrem konkreten Zweck nichts zu tun – sie sind universallogisch, also sinnleer und zwecklos.
Diese Annahme berechtigt uns nun folgende These aufzustellen:

Die Rosetta-These.
Anhand der Strukturen und Verbindungen der logischen Anwendung „ausschliessende Wahrheitslogik“, lassen sich die Strukturen und Verbindungen (Sprache) der Universallogik rekonstruieren (ähnlich der Hieroglyphen-Übersetzung, welche als eine Rekonstruktion gelang, und zwar durch den Fund der Rosetta-Stele, auf welcher der selbe Text sowohl in den griechischen Buchstaben, als auch in den ägyptischen Hieroglyphen geschrieben wurde).
Die ausschliessende Wahrheitslogik betrachten wir als den Rosettastein der höheren Vernunft…

Die Universallogik ist wertfrei.
Eine irdische Wahrheitslogik ist es nicht, denn sie besagt eindeutig, was rechts und was links ist (Achtung – eine vereinfachende Verbildlichung). Sie ist in dem Sinne widersprüchlich, dass sich Gegenüberstehende jeweils für umgekehrte Werte entscheiden (müssen) und jeweils für sich (logisch begründet) absolute Wahrheit (ihrer eigenen Perspektive) beanspruchen.
Eine Universallogik entscheidet keine Wahrheit. Sie operiert perspektivisch und wertet gleichgültig (gleichgültig was jeweils für Links, Rechts, Oben oder Unten gehalten wird), bzw. sie operiert mit universellen Orientierungsmaßstäben, die unabhängig sind von den jeweiligen Koordinatensystemen und Maßstäben einzelner Beobachter.

Der Widerspruch, der sich auf der Ebene der Wahrheitslogik bildet, existiert nicht in Wirklichkeit.
Das Universum kennt nämlich kein Links und kein Rechts, kein Oben und kein Unten, kein Norden und kein Süden.
Das Universum kennt keinen Allah, keinen Jesus und keinen Buddha und keine von ihren Wahrheitslehren.

Dies ist das universallogische Prinzip: es ist prinzipiell unmöglich, die Wahrheit einer Aussage oder eines Zustandes (oder einer Religion oder eines Gottes) außerhalb ihres jeweiligen Koordinatensystems zu bestimmen – es gibt keine universelle Wahrheit, denn es gibt auf Erden kein zusammenhängendes Koordinatensystem, das eine universelle Wahrheit logisch rechtfertigen würde.
Gesetzt den Fall, es entstünde irgendwann so ein Koordinatensystem, so würde seine universelle Wahrheit jede singulär gültige Maxime(!) und jede individuelle Wahrheit obsolet machen.
Die Frage nach Gott gehört nicht in die Kategorie „ob“ oder „welcher“ (von den vielen der wahre ist), die Frage nach Gott, als eine universelle, gehört in keine der momentan erreichbaren Kategorien – diese Frage zu stellen ist daher sinnlos…wie auch jeder Versuch auf sie eine Antwort zu finden.

…und endlich aufgewacht! Gegen das Wahre, gegen das Falsche – gegen die Logik der Werte.

Für Helmut Wicht

„Die Tatsache, dass das logische Prinzip auf der Ebene der ausschliessenden Wahrheitslogik zum dogmatischen Maßstab des Wahrheitsgehaltes verkommen ist, halte ich für das schlimmste Desaster in der Geschichte der Menschheit.“
Zasada, „Über die Logik und darüber, was sie nicht ist“ (2015)

 

Die Absichtserklärung.
Wenn ich die Gültigkeit der Wahrheitslogik infrage stelle, dann stelle ich nicht etwa ihre Logik infrage – ich stelle ihre Wahrheit als Logik infrage.

Die Herleitung.
Der Grund, warum ich die zweiwertige Logik, welche auf diesem Planeten den Alltag bestimmt, als „ausschliessende Wahrheitslogik“ bezeichne ist zum einen die Bedeutung, welche innerhalb dieser Logik das Prinzip „tertium non datur“ spielt (der Ausschluss der dritten Möglichkeit), zum anderen die Bedeutung der Wahrheitswert-Zuordnung, welche innerhalb der Wahrheitslogik mittels logischer Gesetze für Aussagen und Zustände entschieden wird (die Entscheidung einer eindeutigen Wahrheit).
Was den Mechanismus der ausschliessenden Wahrheitslogik angeht, so bedient er zwei Entscheidungsfelder: einerseits wird der Wahrheitsgehalt der Aussagen und Zustände entschieden, andererseits wird entschieden, das einmal entschiedene Wahrheit eine exklusive Stellung im zweiwertigen Wertesystem erhält (Ausschlussprinzip des „tertium non datur“).

Das Problem.
Der Funktionsmechanismus der ausschliessenden Wahrheitslogik, ihre innere Spannung, ihre Dynamik entsteht nicht auf der Ebene der logischen Entscheidung, sondern, wie könnte es anders sein, auf der affektiven Ebene der Wahrheits- und Ausschlussentscheidung.
Bei der näheren Betrachtung stellt sich heraus, dass das, was wir seit Jahrtausenden für eine Logik halten, gar keine ist.
Die ausschliessende Wahrheitslogik ist keine Logik im Sinne einer universellen Logik, sondern eine zweckerfüllende Anwendung der universallogischen Gesetze.

These 1.
Die ausschliessende Wahrheitslogik – die logische Anwendung, welche auf diesem Planeten vernunftsbestimmend ist – ist ein Relikt des archaischen Zeitalters und als solches der Grund ideologischer, kultureller, religiöser, dialektischer Konflikte, Missverständnisse und Differenzen und der Grund dafür, dass die hiesige Vernunft nur in zwei Richtungen funktioniert (zweiwertiges „wahr – falsch“)

Es ist etwas schwierig, diese Information verständlich und nachvollziehbar zu vermitteln – die menschliche Vernunft leistet ja gegenwärtig soviel, wie nie zuvor und die Tatsache, dass die Welt um uns verrückt spielt, scheint einerseits nicht unbedingt mit der Entscheidung der Frage zu tun zu haben, ob die Wahrheitslogik eine Logik ist oder nicht, andererseits ist sie (die Welt) heute nicht bedeutend schlimmer als sie in der Vergangenheit gewesen ist.
Auf den ersten Blick sehen wir daher keine unmittelbare Notwendigkeit einer logischen Revolution. Wozu also das Ganze, wofür kämpfen wir?

Die Hymne an die höhere Vernunft.
Die Revolution der menschlichen Vernunft ist notwendig, um den Menschen von seinem Affen zu befreien, denn der Affe, der mit menschlicher Vernunft umgeht und mit den Möglichkeiten ausgestattet ist, die seine Vorstellung bald überragen werden, nichts Gutes für seine und seines Planeten Zukunft bedeutet.
Wer glaubt, dass er Kraft einer geeigneten logischen Argumentation in die Köpfe und in die Herzen der jungen IS-Kämpfer vordringen kann, wer glaubt, dass er Kraft seiner logischen Argumentation, die Grundfragestellungen, welche zwischen den THEISTEN, den ATHEISTEN, den Kommunisten, den Faschisten, den Liberalisten, den Hedonisten, den Sunniten, den Schiiten, den Christen und allen Anderen bestehen, lösen kann, dem sei gesagt, dass es ihm nicht gelingen wird.
Das Problem, mit dem wir nämlich zu tun haben, liegt nicht in der Ambiguität der Werte, sondern in der diesen Werten zugrundeliegenden Logik, welche gleichzeitig (beispielsweise) sowohl die „westlichen“ Werte, als auch die Grundwerte des Islamischen Staates bestimmt.
Innerhalb dieser Logik muss es und wird es immer wieder zu den Ausbrüchen entgegengesetzter Vernunftsströmungen kommen, die angesichts ihrer zweiwertig-logischen Vollständigkeit und Schlüssigkeit als „endgültige Wahrheiten“ anerkannt werden. Es wird in ihrem Namen und im Namen ihrer jeweiligen „Logik“ nicht nur debattiert, sondern auch mit der Waffe in der Hand und mit dem Sprengstoffgürtel um die Hüfte gekämpft.

Die Überzeugung, dass sich die „Affenwelt“ durch das Einwirken der Vernunft kanalisieren oder „zivilisieren“ lässt ist ein schwerer Irrtum (die Überzeugung, dass man „die Wahrheit für alle“ erfindet, dass dazu nur noch ein wenig fehlt, ist ebenfalls Unfug).
Gerade, weil die vermeintliche Vernunft innerhalb der gleichen Logik, innerhalb der gleichen logischen Gleichmäßigkeit operiert wie die vermeintliche Unvernunft wird die Kanalisierung der „Unvernunft“ nie gelingen (es gibt sie nämlich nicht, die „Unvernunft“…es ist nur von der jeweiligen Sicht abhängig, was einem vernünftig und was einem unvernünftig erscheint, was wahr ist und was falsch, nicht wahr?).
Der Entwurf der Neuwelt ist nur mittels einer überlegenen, nichtdialektischen Vernunft, welche auf Grundlage einer Universallogik aufgebaut ist, möglich.
Die Lösung ist immer schon in unserer Reichweite gewesen.
Das, was notwendig ist, um sie zu erreichen ist die Anbindung der menschlichen Vernunft an die universelle Logik und die Entkopplung der menschlichen Vernunft vom Einfluss der logischen Anwendung, deren Zweck es ist, das Wahre von dem Falschen zu unterscheiden und das Wahre von dem Einfluss des Falschen zu emanzipieren.

Indem wir erkennen, dass die aristotelische Wahrheitslogik keine vollwertige Logik, sondern eine zweckerfüllende logische Anwendung ist, werden wir klar die Ursachen der affenmenschlichen Tragödie erkennen und in der Lage sein, gegen ihre Konsequenzen erfolgreich anzukämpfen…für die Neuwelt.
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Kommentar.
Wir behaupten nicht, dass die ausschliessende Wahrheitslogik nicht leistungsfähig ist, wie wir nicht behaupten, dass sie etwas böses, etwas verwerfliches ist. Wir behaupten lediglich, dass sie keine Logik ist.
Sie ist eine zweckerfüllende Anwendung der universallogischen Gesetze.
Als solche erfüllt sie ihre Aufgabe gut.
Das Problem mit der Wahrheitslogik entsteht erst dann, wenn sie als eine universelle Logik verstanden wird, und somit die Vernunftqualität der menschlichen Rasse auf Erden bestimmt.
Der Zweck, die Grundlage der menschlichen Vernunft zu bilden, kann nur durch eine Universallogik (welche keinen konkreten Zweck besitzt) erfüllt werden und nicht durch eine logische Anwendung, welche einen konkreten Zweck besitzt (nämlich das Wahre von dem Falschen zu unterscheiden und das Wahre vom Einfluss des Falschen zu emanzipieren).

These 2.
Die Gesetze der universellen Logik gelten auch dann uneingeschränkt, wenn sie dazu verwendet werden, einen konkreten Zweck innerhalb einer logischen Anwendung zu erfüllen.

Indem die Gesetze der universellen Logik die Grundlage der logischen Anwendung bilden, erfüllen sie einen universellen Zweck.
Indem die Gesetze der logischen Anwendung die Grundlage der menschlichen Vernunft bilden, erfüllen sie den spezifischen und konkreten Zweck der logischen Anwendung.

Ein gültiges universallogisches System erfüllt keinen Zweck, außer eine logische Grundlage für einen beliebigen Zweck einer beliebigen Gesetzesanwendung (einer logischen Anwendung oder einer bestimmten Vernunft) zu bilden.
Eine „Logik“, welche diese Bezeichnung verdient, darf nicht wertend, nicht urteilend, nicht deutend und nicht strafend sein. Eine Logik kann nicht ideologisch oder dialektisch sein.

Innerhalb eines jeden menschlich-logischen Systems wird mit unterschiedlichsten Wahrheitswerten und mit unterschiedlichsten Wahrheitsbegriffen operiert.
Dennoch, indem man logische Gesetze dafür anwendet, den Begriff „wahr“, dem Begriff „logisch“ gleichzustellen und dadurch den Eindruck vermittelt, das (damit) eine vollständige Logik entsteht, unterliegt man einem Irrtum – man erschafft eine zweckmäßige Anwendung der logischen Gesetze und keine Logik (allein schon die Tatsache, dass diese Bemühung zum Ziel hat, den Wahrheitswert der Aussagen zu bestimmen, disqualifiziert diese Bemühung als logisch im universellen Sinne).

These 3.
Die Wahrheit kann nicht als „logisch“ bezeichnet werden, sie ist auch kein Bestandteil des logischen Kalküls. Der Begriff der Wahrheit führt notwendigerweise ad Absurdum, soll er logisch begründet sein.

Vorbereitung
Genauso wie es unzulässig ist, von einem Weg (x) als „dem einzig wahren“ zu sprechen (es ist unzulässig, denn wenn man die exklusive Wahrheit des (x) annimmt, muss man gleichzeitig annehmen, dass andere Wege (y,z) weniger wahr oder gar falsch sind…was wiederum nicht sein kann, denn, wenn angenommen wird, dass jeder Weg „wahr“ ist, der zum Ziel führt und wenn angenommen wird, dass es viele völlig unterschiedliche, gar sich ausschliessende, dennoch parallel gültige (valide) Ziele gibt, welche durch andere Wege (y,z) erreicht werden können, dann ist die Exklusivität des Wahrheitsbezugs (x) ausgeschlossen), so ist es unzulässig, dass innerhalb der universellen Logik von „der Wahrheit“ als einem logischen Wert (als einem exklusiven Wert) gesprochen wird.