UNIVERSALLOGIK

Hier schreibt Maciej Zasada

Tag: Physik

Das antisymmetrische Universum. 

Behauptung: Die Gegenwart ist innerhalb des Universums das universelle Bezugssystem.

1. Die Raumzeit als Bühne der Wahrnehmung.

1.1) Feststellung: Sämtliche Objekte der Beobachtung befinden sich aus Sicht des Beobachters in umgebendem Raum.

1.1.1) Anders ausgedrückt: alles, was wahrgenommen oder gemessen werden kann, ist aus Prinzip Bestandteil der Raumzeit.

Deshalb gilt:

1.1.2) These: Bezogen auf die Gegenwart der Wahrnehmung, gehören sämtliche Objekte der Wahrnehmung der Vergangenheit an.

1.1.2.1) Gilt die These, dass innerhalb der Gegenwart aus Prinzip keine Entfernung bewältigt werden kann (denn jede Entfernung nur unter Zeitverlust zu bewältigen ist), so ist es unmöglich, dass Dinge der aktuellen Gegenwart beobachtet werden (denn innerhalb der Gegenwart findet keinerlei Übertragung der Signale statt). 

Die Gegenstände der Betrachtung können demnach ausschließlich als Signale der Vergangenheit wahrgenommen werden.

Abbildung I: Dargestellt ist ein Koordinatensystem mit einer Zeit- und einer Ortsachse. Weiter zu sehen ist ein Raumpunkt (A), der sich bezogen auf die Gegenwart der Wahrnehmung (Koordinatenursprung) in umgebendem Raum befindet (Koordinatenwert: -ct’/x‘). Es ist ersichtlich, dass kein Objekt der Wahrnehmung, sich innerhalb der Gegenwart der Wahrnehmung befinden kann. Kein Objekt der Wahrnehmung kann den Koordinatenwert (x=0; -ct=0) besitzen. Dieser Koordinatenwert bestimmt nämlich den Ursprung des Koordinatensystems des Beobachters. Ich betrachte deshalb die These 1.1.2 als bewiesen: Objekte der Raumzeit und Objekte der Gegenwart unterscheiden sich darin, dass die ersteren der Vergangenheit, während die zweiteren der Gegenwart angehören.

1.1.2.1.1) Aus der Perspektive der Gegenwart werden Den Rest des Beitrags lesen »

Polemik mit Martin Bäker: über die Gültigkeit der radialsymmetrischen Definition der Gleichzeitigkeit.

Martin Bäker schrieb:

„Und ich habe dir mehrfach gesagt und gezeigt, dass das bloße Ersetzen von zwei Punkten entlang einer Linie durch eine Kugeloberfläche in 3D weder neu, noch besodners interessant ist, weil das schon jeder weiß (siehe auch die verlinkte Internetseite).“

Dass Dinge „bekannt“ sind, bedeutet nicht, dass sie auch richtig verstanden und richtig interpretiert werden. Der Tag-und-Nacht-Rhythmus ist seit Menschenbedenken bekannt, trotzdem wurden seine Ursachen in altem Ägypten anders interpretiert, als heute. Den Rest des Beitrags lesen »

Der unwiderlegbare Beweis dafür, dass die Gleichzeitigkeitsdefinition von Albert Einstein unvollständig ist, und auf Widersprüche führt.

Zusammenfassung: Es wird genau das behandelt, was der Titel verspricht.

Definition der Gleichzeitigkeit im Vakuum:
„Es seien A, B zwei Punkte des Inertialsystems K, etwa die Endpunkte eines relativ zu K ruhenden Stabes, dessen Mittelpunkt M sei. Von M werde ein Lichtsignal nach allen Seiten ausgesandt. Das Prinzip der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit zwingt uns zur Festsetzung, dass die Ankunft des Lichtsignals in A und die Ankunft in B gleichzeitig seien. Damit haben wir eine physikalisch sinnvolle Definition der Gleichzeitigkeit gewonnen.“

A. Einstein

Die Gleichzeitigkeit erweist sich hier, außer dass sie, verständlicherweise, zurecht, als eine physikalische Eigenschaft der Systeme bezeichnet wird, als eine „geometrische Eigenschaft“ zweiter Ordnung.
(Setzt man die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit und die „Sendevorrichtung“ der kugelförmigen Lichtimpulse als eine axiomatische Bedingung der Konstruktion voraus, und dann, gerade aus Grund ihrer Selbstverständlichkeit, sogleich aus dieser entfernt, so erweist sich, in Folge, die Symmetrie der Punkte-Anordnung als entscheidend für die Ermittlung und für die Bestimmung ihrer Gleichzeitigkeit…s. hier).
Die geometrische Anordnung der Punkte, erweist sich also genauso gut dazu geeignet, die Gleichzeitigkeit bezogen auf die Form der Signalfront (der Lichtimpulse) zu ermitteln, wie die durch Konstanz der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum bedingte Kugelförmichkeit der Licht-Signalfront innerhalb der physikalischen Anordnung A-M-B.

Es zeigt sich also, dass die Dreh-Symmetrie bezüglich eines Symmetrie-Mittelpunktes, als geometrische Eigenschaft, zur Bestimmung der Gleichzeitigkeit der geeigneten Punkte der Mannigfaltigkeit verwendet werden darf.
Es ist zu beachten, dass eine Gleichzeitigkeit sämtlicher Punkte, welche sich innerhalb ein und derselben Gegenwart auf der gesamten kugelförmigen „Oberfläche“ der Signalfront eines aus M ausgesandten Lichtsignals befinden, unter diesen Umständen notwendig angenommen werden muss (Gleichzeitigkeit der gesamten Signalfront). Die Tatsache, dass wir hier, wie Albert Einstein, bloß einige wenige Punkte dieser „Signalfront-Oberfläche“ betrachten, welche diesem Kriterium tatsächlich genügen (hier: Punkte A und B), ist zufällig und sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass es von solchen geeigneten Punkten auf der Kugeloberfläche einer Signalfront unendlich viele geben muss.

Vereinbarungen:
1. Eine sich vom Symmetrie-Mittelpunkt M in alle Richtungen ausbreitende Licht-Signalfront ist aufgrund der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum stets M-symmetrisch und kugelförmig.

2. Jeder Punkt einer aus M ausgehenden, kugelförmigen und M-symmetrischen Licht-Signalfront ist innerhalb ein und derselben Gegenwart (innerhalb einer „Momentaufnahme“) gleichzeitig mit jedem anderen Punkt dieser Licht-Signalfront, denn jeder Punkt, der durch die Licht-Signalfront erfasst wird, wird aufgrund der angenommenen omnidirektionalen Konstanz der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum, gleichzeitig mit jedem anderen geometrisch günstig gelegenen Punkt, von der gleichmäßig fortschreitenden, kugelförmigen, M-symmetrischen Licht-Signalfront erfasst.

3. Wenn die besagte Signalfront sämtliche geometrisch günstig gelegenen Punkte innerhalb ein und derselben Gegenwart erfasst, dann spielt die Bewegung und die Bezugszugehörigkeit der betroffenen Punkte keine Rolle (keine Relativität der Gleichzeitigkeit), denn es existiert innerhalb einer Gegenwart prinzipiell keine Bewegung und, außer der geometrischen, auch keine kausale Verbindung.

Konsequenzen:
Ausgehend von der geometrischen Konstruktion (VII) der Anordnung A-M-B und von dem von Einstein definierten Begriff der Gleichzeitigkeit, können wir aufgrund der getroffenen Vereinbarungen folgendes behaupten:

Wird innerhalb der Anordnung A-M-B eine weitere Strecke konstruiert, welche gleich lang wie die Strecken MA und MB ist, mit dem Mittelpunkt M der Strecke AB als einem Ende, so liegt das andere Ende dieser Strecke (C) innerhalb der potenziellen Licht-Signalfront-Oberfläche.

Für die Gleichzeitigkeit der Punkte bezüglich M erweist sich also nicht (nur) ihre Seitensymmetrie bezüglich Mittelpunktes M ihrer Entfernungsstrecke, sondern überhaupt jede Symmetrie der Punkte bezüglich M. Punkt M muss sich also nicht, wie noch von Einstein gefordert, auf der Verbindungsstrecke in der Mitte zwischen den Endpunkten A und B befinden, um zu gewährleisten, dass die von ihm ausgehende Lichtsignale Punkte A und B (und C) gleichzeitig erreichen. Punkt M soll bloß symmetrisch (gleich weit entfernt) bezüglich AB(C) platziert sein, um die Gleichzeitigkeit dieser Punkte zu indizieren.

Auch dann wenn nach gleichem Muster, wie in der Abbildung VIIi, eine Strecke wie MD konstruiert wird (VIIii), werden die Punkte C und D aus demselben Grund gleichzeitig bezüglich ihres Symmetrie-Mittelpunktes M, wie die Punkte A und B.

Stachel:
Aufgrund einer von der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit bedingten Kugelförmigkeit der Licht-Signalfront und aufgrund der angenommenen Konstanz der Lichtgeschwindigkeit an sich, ist die Behauptung Einsteins, dass das aus dem Mittelpunkt M ausgesandte Lichtsignal, bloß die beiden Enden (AB) des geradlinigen Stabes gleichzeitig erreicht, unvollständig.
Vollständig und widerspruchsfrei wäre die Behauptung, dass die Licht-Signalfront sämtliche Punkte gleichzeitig erfasst, welche (innerhalb ein und derselben Gegenwart) gleich weit von M entfernt sind.

Widersprüchlich ist dabei die geometrische Konstruktion der Definition Einsteins: wie wir der Abbildung VIIii leicht entnehmen können, erfüllt die Verbindung BD (rot gezeichnet) die Bedingung der Gleichzeitigkeit, nicht aber die von Einstein definierte. Die Bezugsebene der Gleichzeitigkeit darin, ist die Symmetrie der Punkte B und D bezüglich M. Diese ist aber keine von Einstein verlangte Seitensymmetrie bezüglich eines Punktes, der „auf einer Verbindungsstrecke“ in „der Mitte“ „zwischen“ p,q platziert ist.

Ein weiterer Widerspruch zeigt es sich auch darin, dass zwischen B und D ein zusätzlicher Symmetrie-Mittelpunkt m definiert werden könnte, welcher der Definition Einsteins genügen würde, obwohl die Punkte B und D anhand ihrer Ausrichtung bezüglich M bereits als gleichzeitig zu bezeichnen wären (VIIiii). Die Punkte B und D würden somit jede Verbindung mit ihrem Symmetriemittelpunkt M verlieren und einem komplett anderem physikalisch-geometrischen System angehören. Ihre Gleichzeitigkeit mit den Punkten A und C könnte gänzlich unerkannt bleiben.
Dies würde nicht passieren, wäre die anfangs zitierte Definition vollständig formuliert.

Wir haben somit gezeigt, dass die Definition der Gleichzeitigkeit von A. Einstein unvollständig ist, und (deshalb) auf Widersprüche führt, qed.

Vollständig formulierte Definition der Gleichzeitigkeit:
Zwei oder mehr beliebige Punkte A,B,C werden dann gleichzeitig von einer sich im Vakuum mit Lichtgeschwindigkeit ausbreitenden, kugelsymmetrischen Signalfront erfasst, wenn sie im Augenblick der Erfassung identische Distanz zum Symmetrie-Mittelpunkt M dieser Signalfront besitzen. Identische Distanz der Punkte A,B,C zum Symmetrie-Mittelpunkt M, zusammen mit dem Prinzip der Konstanz der Vakuum-Lichtgeschwindigkeit determinieren, dass die Ankunft des Lichtsignals in A, in B und in C gleichzeitig erfolgt.

Notiz: Wenn zwei oder mehr Punkte innerhalb ein und derselben Gegenwart von einer sich aus ihrem gemeinsamen Symmetrie-Mittelpunkt M ausbreitenden Licht-Signalfront L erfasst werden, dann sind diese Punkte, als eine Konstellation, kugelsymmetrisch um M angeordnet – nur in diesem Fall ist es nämlich möglich, dass sie von L gleichzeitig erfasst werden.

Konzepte der Gleichzeitigkeit und ihre logische Berechtigung. Der endgültige Beweis für die parallele Gültigkeit der absoluten Gleichzeitigkeit.

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Ich wiederhole die wichtigsten Definitionen, um Dir, mein lieber und geduldiger Gast, zu ermöglichen, meinem Gedankengange zu folgen, ohne hin und her durchs Internet springen zu müssen.

Definition der Gleichzeitigkeit von A. Einstein I (Fig. I):
Es seien A, B zwei Punkte des Inertialsystems K, etwa die Endpunkte eines relativ zu K ruhenden Stabes, dessen Mittelpunkt M sei. Von M werde ein Lichtsignal nach allen Seiten ausgesandt. Das Prinzip der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit zwingt uns zu der Festsetzung, dass die Ankunft des Lichtsignals in A und die Ankunft in B gleichzeitig seien. Damit haben wir eine physikalisch sinnvolle Definition der Gleichzeitigkeit gewonnen.“

Die Gleichzeitigkeit der Ereignisse A, B wird in (I) an einem Referenzpunkt (M) konstatiert. Sie berücksichtigt also die Relativität der Gleichzeitigkeit in bezug auf ein externes Bezugssystem und seinen Bewegungszustand.IMG_2678

 Fig. I, Die Lichtsignale werden von M ausgesandt und erreichen Punkte A, B gleichzeitig.

Wir wissen, dass die Gleichzeitigkeit vom Typ (I) eine Bezugspunkt-abhängige Gleichzeitigkeit ist. Befindet sich M nicht genau in der Mitte der Strecke A B, befinden sich K / K‘ (System K ist das in den Zeichnungen I-III dargelegte Bezugssystem A-M-B, System K‘ ist ein beliebiges Bezugsystem A-M‘-B) einzeln oder bezogen auf sich gegenseitig in Bewegung, oder unterliegen sie etwa dem Einfluss der Gravitation, so kann die reale Gleichzeitigkeit zwischen A und B nicht festgestellt werden. Die Gleichzeitigkeit von Typ (I) und (II) wird unmittelbar im Punkt M des Bezugssystems K oder im Punkt M‘ des Bezugssystems K‘ festgestellt. Mittelbar, und zwar durch Information über die Anordnung des Systems K / K‘, kann auf diese Gleichzeitigkeit aber auch von den Punkten A und B aus geschlossen werden (und zwar dann, wenn in Punkten AB die Information darüber vorhanden ist, dass Punkt M, von dem die Lichtsignale in AB empfangen werden, genau in der Mitte der Strecke AB liegt). Ist diese Information vorhanden und ist, ferner, die Information über die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit vorhanden, so können Beobachter in A und B durch logische Folgerung (nicht durch eine unmittelbar durchgeführte Messung) auf die Gleichzeitigkeit der Ereignisse AB schliessen).
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Fig. I.I, „Perspektive der Beteiligten“ auf das Bezugssystem K.

Es zeigt sich, dass die Information über das System K ausschlaggebend dafür ist, was über die Gleichzeitigkeit der Ereignisse A und B gewusst und ausgesagt wird. Denn befindet man sich als Beobachter im Punkt A oder B der Anordnung K, so kann man über die Mittelposition M auch ohne das Anlegen des Maßstabs entscheiden. Etwa dadurch, dass man den zeitlichen Unterschied der Lichtimpulse, welche von M ausgesandt werden, und welche von den in Punkten A und B aufgestellten Spiegeln reflektiert zurück im Punkt M ankommen solange vergleicht und so lange den sich in M befindlichen Lichtdetektor in der Achse A-B hin und her bewegt, bis man die Gleichzeitigkeit der von A und B kommenden Signale feststellt.
Daraus kann zugleich geschlossen werden, dass Punkt M sich genau in der Mitte zwischen A und B befindet und dass Ereignisse A und B gleichzeitig erfolgen (wir betrachten hier den Fall eines ruhenden Systems K).

Erkenntnis: Man kann also die Ergebnisse der physikalischen Messung durch logische Folgerung vorwegnehmen oder gar ersetzen.

Nichts anderes geschieht in der folgenden Modifizierung.

Definition der Gleichzeitigkeit von A. Einstein II(Fig. II): Die oben aufgeführte Definition (I) kann einfach modifiziert werden, indem an den Punkten A, B Spiegel aufgestellt werden, welche jeweils das von M kommende Lichtsignal reflektieren und in Richtung M zurückschicken. Die Signale, welche, auf diese Weise umgeleitet, den Punkt M erreichen, sollten, die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit vorausgesetzt, den Mittelpunkt zwischen A,B gleichzeitig erreichen und seinen Ort (M) eindeutig bestimmen.
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Fig. II. Die reflektierten Lichtsignale erreichen Punkt M gleichzeitig.

Erkenntnis z: Die Konstatierung der Gleichzeitigkeit im Punkt M im Sinne (II) ist ein einziges Ereignis mit exklusiven Koordinaten x,y,z,t.
Noch einmal: im Punkt M geschieht ein einziges Ereignis der „Konstatierung der Gleichzeitigkeit“, keine zwei Ereignisse gleichzeitig. Die Ereignisse, deren Gleichzeitigkeit in M konstatiert wird, befinden sich außerhalb von M und haben von M verschiedene Koordinaten, nämlich die der Punkte A und B.
Die im Punkt M konstatierte Gleichzeitigkeit erfolgt nicht im Punkt M, sie manifestiert sich lediglich darin. Punkt M ist ihre „Anzeige“, wie jeder andere berechtigte Bezugspunkt, welcher sich in geeigneter Position bezüglich AB befindet. Es ist daher klar, dass die Festellung der Gleichzeitigkeit im Punkt M eine Abbildung jener mehr oder weniger tatsächlich stattfindenden (vom Ort des Bezugskörpers abhängigen) Gleichzeitigkeit ist.

Folgende Behauptung Einsteins, welche zusammen mit seiner Definition der Gleichzeitigkeit formuliert wurde, erachte ich somit für widerlegt:

Physikalische Erfahrungen sind immer Konstatierungen der Koinzidenzen. Diese (Koinzidenzen) finden darin Ausdruck, dass zwei oder mehr Ereignisse dieselben Koordinaten (x, y, z, t) haben“.

Die Behauptung Einstein’s ist falsch, weil man nicht behaupten könne, die Welt, die man an einem bestimmten Punkt M zu einer bestimmten Zeit t wahrnimmt, geschehe an diesem konkreten Punkt M(t). Vielmehr nimmt man sie im Punkt M(t) wahr, inklusive all den sich darin punktuell manifestierenden, distanten Ereignissen.
Die Teilnahme an der Welt im Punkt M(t) berechtigt den Betrachter dazu, die Welt aus M heraus zu beobachten; sie berechtigt nicht die Welt (x‘,y‘,z‘,t‘) innerhalb des Punktes M (x,y,z,t) parallelerweise zu geschehen. Die Welt geschieht nämlich nicht in M, sie zeigt sich, sie ist aus der Perspektive von M sichtbar.
Diese Erkenntnis berechtigt mich dazu, eine prinzipielle Anmerkung zu machen.


Prinzip der absoluten Gleichzeitigkeit von M. Zasada:
Zwei oder mehr Ereignisse können nur dann gleichzeitig erfolgen, wenn sie einander distant sind.

In dem Prinzip der absoluten Gleichzeitigkeit von M. Zasada wird der Möglichkeit der Koordinaten-Identität differenter Ereignisse (Koordinaten-Koinzidenz: x,y,z,t = x‘,y‘,z‘,t‘) widersprochen.
Folgendes Postulat bekräftigt die Aussage des Prinzips noch einmal.

Postulat der Identität der Sache mit sich selbst (Zasada):
Ein Ereignis ist dann und nur dann mit sich selbst identisch (wesensgleich), wenn es innerhalb seiner exklusiven Koordinaten x,y,z,t mit keinem anderen Ereignis gleichzeitig ist.

Im Umkehrschluss bedeutet das Postulat der Identität der Sache mit sich selbst folgendes. Wenn ein Ereignis K an einem bestimmten Punkt im Raum zu einer gegebenen Zeit stattfindet (K = x,y,z,t), dann kann es entweder gleichzeitig mit einem anderen Ereignis K‘ stattfinden, das an einem anderen Ort geschieht (K = x,y,z,t; K‘ = x‘,y‘,z‘,t), oder mit K‘ an demselben Ort, dafür aber nicht gleichzeitig geschehen (K = x,y,z,t; K‘ = x,y,z,t‘).
Eine raumzeitliche Koinzidenz im Sinne Einsteins ist unmöglich.
Aus dieser Erkenntnis folgt:

Definition der absoluten Gleichzeitigkeit von M. Zasada (Fig. III):
Ereignisse geschehen gleichzeitig, wenn sie innerhalb einer und derselben Gegenwart an verschiedenen Orten stattfinden.

IMG_2677Fig. III, Ereignisse A,B erfolgen gleichzeitig, unabhängig von der Existenz eines externen Referenzsystems.

Die Gleichzeitigkeit zwischen Ereignissen A,B ist hier (Fig. III) vom Bezugspunkt unabhängig. Sie ergibt sich aus dem absoluten Wert der Gegenwart und einer daraus resultierenden absoluten Koordinatenordnung.
Die Existenz der absoluten Werte wird zwar von der Relativitätstheorie strikt abgelehnt, aber nur aufgrund der Gültigkeit der relativen Zeit (Gleichzeitigkeit), welche aus den Gleichzeitigkeits-Modellen (I) und (II) logisch folgt. Wenn aber an der Relativität der Gegenwart und an der Relativität der Eigenzeit eines jeden Koordinatensystems unkritisch festgehalten wird, so folgt daraus, dass es überhaupt keine Gleichzeitigkeit der Ereignisse im Universum möglich ist. Diese Annahme ist tragisch und absurd, doch keine andere Aussage kann aus dem Kontext der unbedingten Relativität dazu entstehen. Es ist aber (auf der anderen Seite) selbstverständlich und unumstritten, dass die Tatsache, dass ich mir im Moment Butter aufs Brot schmiere, gleichzeitig mit unzähliger Anzahl der Ereignisse im gesamten Universum ist.

Fazit: Auch dann, wenn Einstein jede nichtphysikalische Erfahrung für „nicht physikalisch“ hält (physikalische Erfahrung hier: durch eine Messung bestätigtes Ergebnis einer Untersuchung), so haben wir in (I) gezeigt, dass durchaus physikalisch relevante Ergebnisse erreicht werden können, welche nur auf Basis logischer Überlegung entstehen.
Daher, auch wenn wir nicht imstande sind, die Faktizität der aktuellen Gegenwart auf den unbekannten Planeten der Andromeda-Galaxie unmittelbar festzustellen, so, aufgrund der logischen Folgerung, sind wir dennoch in der Lage, diese Faktizität anzunehmen, genauso, wie wir die Universalität der lokalen Gegenwart hier auf Erden nicht nur hypothetisch anzunehmen pflegen.
Wir können mit ruhigen Gewissen voraussetzen, dass eine absolute Gleichzeitigkeit der Ereignisse existiert (dies ist die logische Konsequenz daraus, dass die Existenz synchron laufender Uhren bei GPS, eine physikalische Voraussetzung dieses System ist; und auch daraus, dass die Existenz synchron laufender Uhren auf Erden und auf dem Mond oder Mars denkbar ist – wie? Genauso, wie wir es bei (I) gezeigt haben:

Modell der Gleichzeitigkeitsermittlung bei distanten, in keiner unmittelbaren Beziehung zueinander stehenden Ereignissen.
Denken wir uns die Synchronität zwischen zweier Uhren, die jeweils auf Erden und auf dem Mars platziert sind. Für diesen Zweck würde eine Sender-Empfänger-Einheit „M“ in den Weltraum zwischen Erde und Mars geschickt. Diese würde ein kugelwelliges elektromagnetisches Signal aussenden, das, eine „zentrale“ Position von M bezüglich Mars und Erde vorausgesetzt, jeweils gleichzeitig Erde und Mars erreichte. Von dort wären seine Impulse, mittels angebrachter Vorrichtung reflektiert und zurück zum Sendeeinheit „M“ geschickt. Die Synchronität dieser Anordnung könnte selbstständig durch die Einheit „M“ gewährleistet sein: die Ungenauigkeit der Uhren, sowie andere Unstimmigkeiten (bsw. variierende Entfernung zwischen Erde und Mars im Bezug auf M etc.), könnten durch stetige Veränderung der Position von „M“ in Achse Erde-Mars korrigiert werden. Somit erhielte man ein System, das die Zeit zwischen Erde und Mars weitgehend perfekt synchronisierte (die Einheit M in der Mitte der Strecke zwischen Erde und Mars würde die Synchronität der Zeit zwischen Mars und Erde gewährleisten, sodass die irdische Zeit, der Zeit auf dem Mars genau entspräche).
Wenn dies denkbar ist, dann ist eine universelle Synchronität sämtlicher Zeit- und Koordinatensysteme des Universums denkbar und kein Wunder, womit die Formulierung der Definition der universellen Gleichzeitigkeit berechtigt ist.


Definition der universellen Gleichzeitigkeit von M. Zasada
(Fig.I, II, III):
Ereignisse geschehen gleichzeitig, wenn sie innerhalb einer und derselben Gegenwart geschehen.

Die Definition der universellen Gleichzeitigkeit verbindet die Prinzipien der Relativität und der Absolutheit der Gleichzeitigkeit (und der Zeit). Es finden zwei bis jetzt als unvereinbar geltende Perspektiven darin Platz:

Perspektive a (Fig. I, II: relativ)
Die Gleichzeitigkeit (die Gegenwart) der Ereignisse A und B ist relativ und abhängig von der Referenz eines Betrachtungspunktes dann, wenn dieser der Bezugspunkt dieser Gleichzeitigkeit ist (Bezugspunkt der Gleichzeitigkeit AB hier: Punkt M und sämtliche Bezugspunkte, welche sich in geeigneter Position bezüglich AB befinden).

Bemerkung: Wenn ich behaupte „die Gleichzeitigkeit der Ereignisse A und B ist abhängig von der Referenz eines Betrachtungspunktes“, meine ich nicht, dass die Gleichzeitigkeit AB vom Zustand des Bezugspunktes M abhängt, ich meine damit ausdrücklich, dass Gleichzeitigkeit der Ereignisse A und B nur bezogen auf die Position und den Bewegungszustand des Punktes M existiert. Diese Gleichzeitigkeit existiert ausdrücklich nicht bezogen auf Ereignisse A und B selbst (Erkenntnis z, s.o.). Innerhalb der Perspektive a sind die Begriffe der Relativitätstheorie gültig.

Perspektive b (Fig. III: absolut)
Die Gleichzeitigkeit (die Gegenwart) der Ereignisse A und B ist absolut und unabhängig von der Referenz eines Betrachtungspunktes dann, wenn sie sich allein auf sich selbst bezieht (d.h. auf die Elemente des Systems K, welche bezugspunktunabhängig gleichzeitig geschehen (hier: A,B).

Bemerkung: Wenn ich behaupte „die Gleichzeitigkeit der Ereignisse A und B ist unabhängig von der Referenz eines Betrachtungspunktes“, so meine ich, dass die Gleichzeitigkeit der Ereignisse A und B sich ausschliesslich auf die Punkte A und B bezieht. Ich betrachte diese Gleichzeitigkeit als eine objektive Tatsache, die völlig unabhängig vom Beobachter und seinem Bewegungszustand stattfindet. Man könnte mit Recht behaupten, Perspektive b wäre die Perspektive eines nicht observierenden Beobachters!

Daraus folgt:
Auf der universellen Ebene stellen wir fest, dass das, wie die Ereignisse interpretiert werden (aber auch das, wie sie sich dem Beobachter zeigen – Stichwort: „Gleichzeitigkeit“), maßgeblich davon abhängt, ob sie sich nun auf den Beobachter beziehen oder nicht (d.h. ob sie observiert werden oder nicht).
Ist der Beobachter der Bezugspunkt des Ereignisses A (Perspektive a), so entsteht eine relativistische Beziehung, bei welcher der gegenseitiger Bewegungszustand, Beschleunigung etc. eine wesentliche Rolle spielt.
Ist der Beobachter kein Bezugspunkt des Ereignisses A (Perspektive b), so entsteht auch keine relativistische Beziehung innerhalb von K.

Wenn Sie nun die Zeichnungen I-III betrachten, sehen Sie selbst, dass die Relativität dann entsteht, wenn gemessen (beobachtet) wird. Erst, wenn ein Bezugspunkt existiert können wir von der Relativität sprechen. Die Werte der Ereignisse, welche keinen Bezugskörper haben, sind offensichtlich absolut. Bemerkenswert ist, dass dies die sichtbare Wirklichkeit betrifft, nicht das quantenmechanische Mikrokosmos; und, vor Allem, es betrifft den Akt der Beobachtung selbst. Es betrifft u.a. die einer Beobachtung zugängliche Bereiche des Universum, aber auch solche, die nicht observabel sind, wie etwa dunkle Materie

Der endgültige Beweis für die parallele Gültigkeit der absoluten Gleichzeitigkeit.

Würden zwei physikalische Körper p, q miteinander wechselwirken, und würde ihre Wechselwirkung darin Ausdruck finden, dass p und q sich gegenseitig vernichteten oder synchron ihre Eigenschaften (bspw. ihre Polarität oder Spin) änderten, dann spielte es physikalisch keine Rolle, ob aus der Perspektive eines bestimmten Beobachters der Augenblick der Veränderung von p und q gleichzeitig erfolgte oder nicht.
Die Information, dass der Wechsel der Eigenschaften von p und q synchron zu erfolgen hat, wäre jeder physikalisch-relativistischen Erfahrung übergeordnet, d.h. auch in dem Fall, in dem, aus welchen Gründen auch immer, keine Gleichzeitigkeit der Ereignisse bei p und q festgestellt werden könnte, wäre diese prioritär anzunehmen.
Dies zeigt unmittelbar, dass eine absolute Zeitlichkeit einer relativistischen Zeitlichkeit mindestens äquivalent ist, und notwendig existiert, denn es ist offensichtlich der Fall, dass die Prämisse der Gleichzeitigkeit manchmal einen absoluten und keineswegs immer einen relativen Wert besitzen darf und muss.

Die Annahme der Existenz einer universellen Ebene der Zeit betrachte ich daher, auch aus dieser Perspektive, als berechtigt, denn das Einzige, was notwendig wäre, um diese Existenz anzuerkennen, wäre die Erkenntnis der Komplementarität zweier als unvereinbar geltender Begriffe der Zeit („relative Zeit“ und „absolute Zeit“). Und dieses haben wir gerade anerkannt, und zwar indem wir die Begriffe der relativen und der absoluten Gleichzeitigkeit definiert haben.

 


Hinweis: Erstveröffentlichung 07.12.2017 / ©Maciej Zasada
Nachdruck, Verwertung und / oder Verbreitung nur mit schriftlicher Genehmigung. Der Artikel und der Inhalt unterliegt dem deutschen Urheberrecht.

Einstein: ERSTER EINWAND (erste Widerrede).

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Es hat sich eine Diskrepanz zwischen Einsteins und meiner Auffassung des Begriffes der Gleichzeitigkeit ergeben. Ich bin wohl auf ein kleines Problem gestoßen. Große Sache. Hier werden die Einzelheiten besprochen.

Definition der Gleichzeitigkeit von A. Einstein:Es seien A, B zwei Punkte des Inertialsystems K, etwa die Endpunkte eines relativ zu K ruhenden Stabes, dessen Mittelpunkt M sei. Von M werde ein Lichtsignal nach allen Seiten ausgesandt. Das Prinzip der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit zwingt uns zu der Festsetzung, dass die Ankunft des Lichtsignals in A und die Ankunft in B gleichzeitig seien. Damit haben wir eine physikalisch sinnvolle Definition der Gleichzeitigkeit gewonnen.“

A. Einstein: „Physikalische Erfahrungen sind immer Konstatierungen der Koinzidenzen. Diese finden darin Ausdruck, dass zwei oder mehr Ereignisse dieselben Koordinaten xyzt bzw, x1…x4 haben“.

Prinzip der Gleichzeitigkeit von M. Zasada: Zwei oder mehr Ereignisse können nur dann gleichzeitig geschehen, wenn sie einander distant sind.

Eine Gleichzeitigkeit getrennter Ereignisse im Sinne Einsteins (im Sinne der Identität räumlich-zeitlicher Koordinatenwerte bei den gleichzeitig erfolgenden Ereignissen) ist prinzipiell unmöglich (wg. der Verletzung des „Postulats der Identität der Sache mit sich selbst„*).
Prinzip der Gleichzeitigkeit besagt, dass eine Gleichzeitigkeit zwischen Ereignissen durchaus stattfinden kann, nicht aber dann, wenn sie koinzidieren, d.h. prinzipiell nur dann, wenn sie in einer (beliebigen) Entfernung zueinander stattfinden.

Zasada’s Definitionen der Gleichzeitigkeit.

Beide Aussagen (Einstein / Zasada) sind offenbar parallel gültig, denn fassen wir „Ereignis“ als einen Akt der Beobachtung im Einsteins Sinne auf, so gilt die Definition Einsteins, denn es ist durchaus möglich, die Gleichzeitigkeit zweier Lichtimpulse/Signale an einem einzigen Ort zu konstatieren (Aussage Zasadas gilt in ihrem Kontext ohne weitere Prämissen).

Die Relativitätstheorie beruht bekannterweise auf zwei Grundprinzipien: auf dem Relativitätspostulat und auf dem Prinzip der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum.
Es existiert jedoch ein drittes und vielleicht sogar wichtigeres Prinzip der Relativitätstheorie, das sich zwar aus dem zweit genannten ableiten lässt, das aber elementar für die Relativitätstheorie insgesamt ist. Es ist das Prinzip der Relativität der Gleichzeitigkeit. Dieses dritte Prinzip ist so wichtig, weil es nicht nur über die Relativität der Gleichzeitigkeit der Ereignisse, sondern auch über die Relativität der Gegenwart und über die Relativität von Raum und Zeit im ganzen theoretischen Gebäude der Relativitätstheorie entscheidet.

Dass, wie man die Gleichzeitigkeit der Ereignisse begreift, beurteilt und deutet, entscheidet offenbar über die Physik und die Naturgesetze, die man daraus als logische Schlüße zieht.
Eine Definition der Gleichzeitigkeit ist daher entscheidend für die Logik, welche unserem physikalischen System zugrunde gelegt wird.

Einstein’scher Begriff der Gleichzeitigkeit beruht auf der punktbezogenen Beobachtung. Es ist der inmitten des Naturgeschehens stehender Beobachter oder ein Instrument der Messung, der für Einstein der Bezugspunkt der Gleichzeitigkeit ist. Nur der Beobachter, der sich genau in der Mitte zwischen zwei Ereignissen A und B befindet, ist aus Einsteins Sicht in der Lage, die Gleichzeitigkeit dieser Ereignisse auf eine exakte Weise zu beurteilen. Daraus ergeben sich natürlich Schwierigkeiten, welche in dem Moment auftreten, in dem die Systeme, welche gleichzeitig geschehen in bezug auf den Beobachter in Bewegung geraten, oder wenn sie dem Einfluss der Gravitation ausgesetzt sind. Und gerade dort setzt Einsteinsche „spezielle Relativitätstheorie“ ein. Sie erklärt den Grund der Relativität und beschreibt ihre Effekte, sie macht die Natur in dem Sinne berechenbar. Sie ist daher in ihrem Sinne sinnvoll. Die Frage ist bloß, ob die Gleichzeitigkeit im Sinne Einsteins Definition die einzig mögliche ist, und wenn nicht, ob sich aus der anders definierten Gleichzeitigkeit andere (parallel gültige) nichtrelativistische Naturgesetze ergeben?

Im Gegensatz zu Einstein betrachte ich die Gleichzeitigkeit der Ereignisse als Konstatierung der Tatsache der Gleichzeitigkeit aus der Perspektive der Systeme, welche an dieser beteiligt sind.
Diese Sicht entsteht nicht aus der Perspektive der Systeme, welche sich außerhalb der an der Gleichzeitigkeit beteiligten Systeme befinden (Bezugssysteme), und welche die Tatsache der Gleichzeitigkeit u.U. von Außen beurteilen, sondern aus der Perspektive der wirkenden Gleichzeitigkeit selbst. Ich betrachte die Systeme getrennt und stelle ihre Gleichzeitigkeit nicht anhand der Signale fest, welche mich als einen Beobachter von Außen erreichen und welche so der Relativität von Raum und Zeit unterworfen, und welche zudem von dem jeweiligen Bewegungszustand abhängig sind, sondern ich stelle die Gleichzeitigkeit der Ereignisse anhand der absoluten Koordinatenwerte dieser Ereignisse fest.
Für mich besitzt nämlich jedes einzelne Ereignis stets einen dedizierten, singulären Koordinatenwert x,y,z,t (Ereignis-Nummer im Sinne einer „Gödel-Nummer“)
Ich betrachte ferner die Tatsache der Gleichzeitigkeit der Ereignisse als einen natürlichen Umstand innerhalb des Universums, welcher existiert, völlig unabhängig von der Ausführbarkeit der physikalischen Erforschung (Auswertung) seiner Evidenz.

Ich gehe nämlich von der Annahme aus, dass Dinge im Universum einfach parallel geschehen, unabhängig davon, ob ihre Gleichzeitigkeit jeweils feststellbar ist, oder nicht, und unabhängig davon, wo sie jeweils (aktuell) stattfinden und ob Signale ihrer Gleichzeitigkeit dem unbeteiligten Beobachter zugänglich sind, oder nicht.

Das Bezugssystem der Gleichzeitigkeit in meinem Sinne ist das gesamte Universum als ein universelles Koordinatensystem („Mulluske“ im Einstein’s Sinne), kein singulärer, materieller Bezugspunkt darin. Somit aber verlasse ich die Gewässer der Relativität, denn wenn Dinge überall gleichzeitig geschehen, dann geschehen sie innerhalb einer und derselben Gegenwart, dann aber muss eine solche notwendig existieren…Wenn aber eine Gegenwart existiert, welche für sämtliche gleichzeitig erfolgende Ereignisse gemeinsam ist, dann muss auch eine  gemeinsame Zeit für all diese Ereignisse existieren, denn einige davon geschehen früher, die anderen wiederum später als die abermals anderen.

Die Annahme einer gemeinsamen Zeitlichkeit innerhalb des gesamten Universums lässt sich aber mit den Ergebnissen der Relativitätstheorie nicht vereinbaren. Jetzt nicht und vielleicht niemals in der Zukunft; vielleicht sind wir aber gerade jetzt dabei, eine neue Ordnung der Wirklichkeit zu entdecken?

Die Annahme der gemeinsamen Zeitlichkeit innerhalb des Universums ist zum einen logisch einwandfrei, zum anderen zwingend, wenn man an das Universum als an ein Prozess denkt, der aus dem Urknall hervorgetreten ist. Im Augenblick des Urknalls nämlich, in seinem ersten Augenblick, hätte das Universum durchaus die erste Gegenwart und die erste Gleichzeitigkeit besessen, welche gemeinsam für all seine damaligen und all seine späteren Bestandteile gewesen ist. Der Anfang gerade dieser Zeitrechnung wäre der Anfang einer bis heute universell gültigen Zeitrechnung.

Diese Deduktion ist logisch geschlossen.

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*) Postulat der Identität der Sache mit sich selbst (Zasada): Ein Ereignis ist dann und nur dann mit sich selbst identisch (wesensgleich), wenn es innerhalb seines exklusiven Koordinatenwertes x,y,z,t mit keinem anderen Ereignis gleichzeitig (t = t‘) und zugleich an einem Ort ((x,y,z) = (x‘,y‘,z‘)) stattfindet.

In Verbindung mit Definition der Gleichzeitigkeit von M. Zasada konstatieren wir, dass die Ereignisse K und K‘ nur dann gleichzeitig erfolgen, wenn K die Koordinaten x,y,z,t und K‘ die Koordinaten x‘,y‘,z‘,t besitzt.


Hinweis: Erstveröffentlichung 30.11.2017 / ©Maciej Zasada
Nachdruck, Verwertung und / oder Verbreitung nur mit schriftlicher Genehmigung. Der Artikel und der Inhalt unterliegt dem deutschen Urheberrecht.

Einstein: Reloaded.

Für Resi

Aussage 1: A. Einstein

„Physikalische Erfahrungen sind immer Konstatierungen der Koinzidenzen. Diese finden darin Ausdruck, dass zwei oder mehr Ereignisse dieselben Koordinaten xyzt bzw, x1…x4 haben“.

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Es stimmt nicht ganz, dass die physikalischen Erfahrungen immer nur Konstatierungen der Koinzidenzen sind. Die physikalischen Erfahrungen haben ja auch mit der Erfahrung des Universums als Ganzes zu tun. Gerade diese Erfahrungen waren beispielsweise für die Formulierung des Äquivalenzprinzips oder des Relativitätspostulats massgeblich.

Wir stellen uns mechanisch vor, wie die Welt funktioniert und bilden in unseren Modellen die Mechanismen ab, von denen wir glauben, dass sie beim Funktionieren der Welt eine Rolle spielen. Dies ist auch Physik. Aber auch in dem Fall, in dem die Modellvorstellung nichts mit der Physik zu tun haben soll, wenn unsere Vorstellungen nur metaphysisch sind, dann nennen wir halt dies, womit wir uns hier beschäftigen Metaphysik und üben unsere Wirkung auf die Physik von Außen aus, ich habe nichts dagegen.

Zurück zum Thema:

These z:Zwei oder mehrere Ereignisse können nicht dieselben Koordinatenwerte x1…x4 besitzen. Das Postulat Einsteins, dass „physikalische Erfahrungen immer Konstatierungen der Koinzidenzen sind, welche ihren Ausdruck darin finden, dass zwei oder mehr Ereignisse dieselben Koordinaten xyzt bzw, x1…x4 haben““ muss daher falsch sein.

Beweis 1: Drei Definitionen der Gleichzeitigkeit von Zasada.

Wir haben das Thema der Gleichzeitigkeit bereits ausführlich behandelt (hier). Wenn zwei oder mehrere Ereignisse dieselben Koordinaten besitzen, dann müssen sie gleichzeitig an einem Ort stattfinden. Es ist zwar vorstellbar, aber praktisch unmöglich, wenn das Postulat der Identität der Sache mit sich selbst seine Gültigkeit beibehalten sollte (siehe unten). Auch die Gleichzeitigkeit scheint hier eine unüberwindbare Hürde zu sein…

Definition der Gleichzeitigkeit von Einstein:Es seien A, B zwei Punkte des Inertialsystems K, etwa die Endpunkte eines relativ zu K ruhenden Stabes, dessen Mittelpunkt M sei. Von M werde ein Lichtsignal nach allen Seiten ausgesandt. Das Prinzip der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit zwingt uns zu der Festsetzung, dass die Ankunqft des Lichtsignals in A und die Ankunft in B gleichzeitig seien. Damit haben wir eine physikalisch sinnvolle Definition der Gleichzeitigkeit gewonnen.“

Bitte beachten:
Diese Definition, obwohl durchaus sinnvoll, gilt nur für statische, unbewegte Inertialsysteme (die Gleichzeitigkeit ist auch für Einstein relativ). Außerdem koinzidieren hier nicht die Punkte A und B jeweils miteinander (im besagten Punkt mit Koordinaten xyzt), sondern die jeweiligen, um die Strecke A-B voneinander entfernten Anzeigen der „Gleichzeitigkeit“. Dieser Umstand zeigt, dass die obige Definition als Indikat der raumzeitlichen Koinzidenz unbrauchbar ist, und, ferner, dass ausschliesslich Ereignisse, welche voneinander entfernt sind, gleichzeitig geschehen können.

Die „Gleichzeitigkeit“ bedeutet wohl etwas anderes, als Einstein im Sinn hatte.

Definition der Gleichzeitigkeit 1:Zwei Ereignisse geschehen gleichzeitig, wenn für sie beide in keinem einzigen Bezugssystem innerhalb des gesamten Universums eine physikalische Möglichkeit besteht, den Augenblick des jeweils anderen Ereignisses wahrzunehmen, bzw. diesen Augenblick aus ihrer aktuellen Position zu registrieren (sprich: zu messen), denn egal wo und wann ihre Gleichzeitigkeit stattfindet, findet sie innerhalb einer und derselben Gegenwart statt.

Unabhängig davon, ob gleichzeitig erfolgende Ereignisse in verschiedenen Galaxien stattfinden oder in unmittelbarer Nähe zueinander, sie finden innerhalb einer einzigen Gegenwart statt. Allein dies ist entscheidend dafür, dass die Feststellung ihrer Gleichzeitigkeit prinzipiell unmöglich ist, nicht etwa die relative Entfernung der Ereignisse voneinander oder die Tatsache, ob sie sich geradlinig und gleichförmig bewegen oder nicht.

Die Unmöglichkeit der Feststellung der Gleichzeitigkeit bei weit voneinander entfernten Ereignissen leuchtet jedem ein. Es erreichen uns keine Signale von der Andromeda-Galaxie, welche dortige Gegenwart für uns beobachtbar, messbar und vergleichbar mit der Gegenwart irdischer Ereignisse machen würden. Man bemüht sich aber die Gleichzeitigkeit der Ereignisse zu bestimmen, welche in einer überschaubaren Entfernung zueinander stattfinden. Ich behaupte, dass generell keine Gleichzeitigkeitsmessung gelingen kann, denn „Gleichzeitigkeit“ schlicht „in der gemeinsamen Gegenwart erfolgend“ bedeutet.

Definition der Gleichzeitigkeit 2:Ereignisse geschehen gleichzeitig, wenn kein kausaler Zusammenhang zwischen Ihnen besteht, denn egal wo und wann ihre Gleichzeitigkeit stattfindet, findet sie innerhalb einer und derselben Gegenwart statt.

Wenn Ereignisse gleichzeitig geschehen, dann geschehen sie innerhalb einer und derselben Gegenwart. Dies bedeutet, dass die kausale Verbindung zwischen ihnen aus Prinzip ausgeschlossen ist, denn die Existenz einer kausalen Verbindung die Existenz einer zeitlichen Dauer voraussetzte, innerhalb derer, die Kausalität dieser Verbindung sich entfalten könnte, was im Fall der Gegenwart aus Prinzip unmöglich ist.

Definition der Gleichzeitigkeit 3: Ereignisse geschehen gleichzeitig, wenn kein zeitlicher Zusammenhang zwischen ihnen besteht, denn egal wo und wann ihre Gleichzeitigkeit stattfindet, findet sie innerhalb einer und derselben Gegenwart statt.

Dass eine Gleichzeitigkeit innerhalb der Gegenwart stattfindet, bedeutet, dass sie keine messbare Zeitlichkeit auszeichnet. Wäre es der Fall sein, müsste die Gegenwart einen messbaren zeitlichen Wert besitzen, also keine Gegenwart mehr sein.

Fazit zur Definition 3: Jede Diskussion über den jeweiligen Stand der Anzeige in den synchron laufenden, ruhenden oder bewegten Uhren ist, bezogen auf die Gleichzeitigkeit der Ereignisse, sowie auf ihre Gegenwart sinnlos, denn sowohl die Gleichzeitigkeit, als auch die Gegenwart mit der Zeit im Sinne einer messbaren Größe nichts zu tun haben.(

Fazit zu These z: Wenn zwei Ereignisse exakt dieselben Koordinaten haben, dann muss es sich bei ihnen um ein Ereignis handeln, nicht um mehrere.

Beweis 2: Postulat der Identität der Sache mit sich selbst: Ein Ereignis ist dann und nur dann mit sich selbst identisch (wesensgleich), wenn es (innerhalb seines Koordinatensystems x,y,z,t) nur aus sich selbst besteht.

Besteht ein Ereignis A aus mehreren Erscheinungen p,q,r, welche gleichzeitig mit ihm an einem und demselben Ort stattfinden (dies müsste der Fall sein, wenn A und p,q,r dieselben Koordinaten x,y,z,t besitzen), so ist A identisch mit p,q,r. Von einem selbstidentischen Ereignis A oder einer Koinzidenz des A mit p,q,r, kann dann keine Rede mehr sein: A und p,q,r sind dann identisch.

Aussage 2:A. Einstein

„Es zeigte sich, dass die Aussage der Gleichzeitigkeit zweier Ereignisse nur in bezug auf ein Koordinatensystem (und nicht in bezug auf einen materiellen Bezugskörper! Anmerkung: mz) Sinn habe, dass die Gestalt von Messkörpern und die Ganggeschwindigkeit der Uhren, von deren Bewegungszustand (in bezug) zum Koordinatensystem (und nicht in bezug zum materiellen Bezugskörper: mz) abhängen müsse.“

Diese Aussage stellt unsere „Kritik“ in rechtem Licht.
Es zeigt sich, dass A. Einstein genauso dachte wie wir…
Es wurde bloß vergessen, und/oder von ihm selbst geschickt „verschleiert“. Die Bezugskörper (Bahn, Bahndamm, Mann, Kasten) verlieren ihren Sinn, wenn man mit gaußschen Koordinatensystemen arbeitet. Diese sind dann allgemeingültige Bezugssysteme…
Versteht das jemand da draußen?

Das eine ist die Koinzidenz oder die Gleichzeitigkeit zweier Ereignisse A und B, das andere ist die Übereinstimmung beider Ereignisse in bezug auf ihre Koordinaten. Es ist durchaus möglich, dass Ereignisse in bezug auf die Koordinatenzeit gleichzeitig erfolgen, aber sie erfolgen dann an zwei verschiedenen (beliebigen) Orten des Koordinatennetzes. Wenn Koordinatennetz ein Bezugssystem der Koinzidenz ist, und nicht die Bezugskörper füreinander, dann ist die zeitliche Koinzidenz zweier Eregnisse selbstverständlich denkbar, allerdings für Ereignisse, welche räumlich voneinander entfernt sind (dass A und B gleichzeitig und an einem Ort stattfinden ist wg. Beweis 1 und 2 ausgeschlossen).

Verwandt: Prinzip der Gleichzeitigkeit


Hinweis: Erstveröffentlichung 27.11.2017 / ©Maciej Zasada
Nachdruck, Verwertung und / oder Verbreitung nur mit schriftlicher Genehmigung. Der Artikel und der Inhalt unterliegt dem deutschen Urheberrecht.

Zasada: Prinzip der Gleichzeitigkeit.

Voraussetzung 1: Wenn unabhängig von der Messmethode Ereignisse im Universum gleichzeitig stattfinden, dann muss, neben der singulär gültigen, eine universell gültige (absolute) Gegenwart existieren, in der die Gleichzeitigkeit zwischen diesen Ereignissen stattfinden kann.

Dass manche Ereignisse auf Erden, aber auch in den Weiten des Universumsa miteinander gleichzeitig geschehen, ist unstrittig:

Dass Ereignisse auf Erden nicht gleichzeitig mit den aktuell beobachteten Ereignissen in der Andromeda-Galaxie stattfinden, ist selbstverständlich, dass aber aktuelle Ereignisse in der Andromeda-Galaxie gleichzeitig mit den aktuell auf Erden stattfindenden Ereignissen geschehen, muss notwendig angenommen werden (die einzige Voraussetzung: die (aktuelle) Existenz des Andromeda-Nebels).

Voraussetzung 2: Die Tatsache, dass Ereignisse gleichzeitig stattfinden, bedeutet, dass sie innerhalb einer und derselben, universell für sie geltenden Gegenwart erfolgen. Dies bedeutet aber, dass eine solche Gegenwart existiert, gänzlich unabhängig davon, ob ihre Existenz überprüft (gemessen, ermittelt) werden kann.

Kommentar: Sie sehen, wir gehen hier anders vor, als Herr Albert Einstein, der die Existenz der Gleichzeitigkeit von ihrer Messbarkeit und von der Synchronizität der verwendeten Uhren abhängig macht – wir machen die Existenz der Gleichzeitigkeit schlicht von der Existenz einer universell gültigen Gegenwart abhängig.

Wir unterscheiden uns in diesem Punkt wesentlich von Herrn Einstein, denn wir gehen davon aus, dass die Gleichzeitigkeit ein Prinzip ist, das jeden kausalen Zusammenhang zwischen Objekt der Messung und Anzeige der Messung ausschliesst. Dies ist bedeutend, denn legt man die Stellung der „Zeiger“ einer Uhr, die jeweils einem individuellen Ereignis zugeteilt wird, dem Effekt der Gleichzeitigkeit zugrunde, begeht man womöglich einen kapitalen Fehler, denn jeder Messgerät (darin eine Uhr) und jede Messung unterliegt sehr wohl einer kausalen Beeinflussung, und zwar allein schon durch den Gegenstand der Messung. Damit würde sich aber die physikalische Voraussetzung der speziellen Relativitätstheorie als fraglich erweisen (die philosophische Voraussetzung – das Relativitätsprinzip – wäre nicht betroffen… es geht ausschließlich um die Möglichkeit der Messung…die Gültigkeit des Relativitätsprinzips an sich kann nicht bezweifelt werden) – dieser Fehler beträfe die Vorstellung der Gleichzeitigkeit, welche eine der Grundlagen der speziellen Relativitätstheorie ist (mit anderen Worten: die genaue Messung der Gleichzeitigkeit wäre prinzipiell unmöglich, denn jede materielle Messmethode aus Prinzip zu träge wäre (zu träge sein müsste!), um die Gleichzeitigkeit der Ereignisse, bzw. ihre gemeinsame (und jede andere) Gegenwart festzuhalten…
Grund: Da die Gleichzeitigkeit innerhalb einer und derselben Gegenwart erfolgt, müsste das Festhalten der Gleichzeitigkeit gleichbedeutend mit dem Festhalten der Gegenwart sein, was unmöglich ist).

Feststellung z: Zwei kausal entkoppelte Ereignisse S und S‘ erfolgen gleichzeitig genau dann, wenn sie innerhalb einer und derselben universellen Gegenwart erfolgen.

Als Konsequenz entstehen drei einzeln gültige Definitionen der Gleichzeitigkeit.

Definition der Gleichzeitigkeit 1: Ereignisse geschehen gleichzeitig, wenn für sie in keinem einzigen Bezugssystem innerhalb des gesamten Universums eine physikalische Möglichkeit besteht, den Augenblick des jeweils anderen Ereignisses wahrzunehmen, bzw. diesen Augenblick aus ihrer aktuellen Position zu registrieren (sprich: zu messen), denn egal wo und wann ihre Gleichzeitigkeit stattfindet, findet sie innerhalb einer und derselben Gegenwart statt.

Unabhängig davon, ob gleichzeitig erfolgende Ereignisse in verschiedenen Galaxien stattfinden oder in unmittelbarer Nähe zueinander, sie finden innerhalb einer einzigen Gegenwart statt. Allein dies ist entscheidend dafür, dass die Feststellung ihrer Gleichzeitigkeit prinzipiell unmöglich ist, nicht etwa die relative Entfernung der Ereignisse voneinander oder die Tatsache, ob sie sich geradlinig und gleichförmig bewegen, oder nicht.

Die Unmöglichkeit der Feststellung der Gleichzeitigkeit bei weit voneinander entfernten Ereignissen leuchtet jedem ein. Es erreichen uns keine Signale von der Andromeda-Galaxie, welche dortige Gegenwart für uns beobachtbar, messbar und vergleichbar mit der Gegenwart irdischer Ereignisse machen würden. Man bemüht sich aber die Gleichzeitigkeit der Ereignisse zu bestimmen, welche in einer überschaubaren Entfernung zueinander stattfinden. Ich behaupte, dass generell keine Gleichzeitigkeitsmessung gelingen kann, denn „Gleichzeitigkeit“ schlicht „in der gemeinsamen Gegenwart erfolgend“ bedeutet.

Definition der Gleichzeitigkeit 2: Ereignisse geschehen gleichzeitig, wenn kein kausaler Zusammenhang zwischen Ihnen besteht, denn egal wo und wann ihre Gleichzeitigkeit stattfindet, findet sie innerhalb einer und derselben Gegenwart statt.

Wenn Ereignisse gleichzeitig geschehen, dann geschehen sie innerhalb einer und derselben Gegenwart. Dies bedeutet, dass die kausale Verbindung zwischen ihnen aus Prinzip ausgeschlossen ist, denn die Existenz einer kausalen Verbindung die Existenz einer zeitlichen Dauer voraussetzte, innerhalb derer, die Kausalität dieser Verbindung sich entfalten könnte, was im Fall der Gegenwart aus Prinzip unmöglich ist.

Definition der Gleichzeitigkeit 3: Ereignisse geschehen gleichzeitig, wenn kein zeitlicher Zusammenhang zwischen ihnen besteht, denn egal wo und wann ihre Gleichzeitigkeit stattfindet, findet sie innerhalb einer und derselben Gegenwart statt.

Dass eine Gleichzeitigkeit innerhalb der Gegenwart stattfindet, bedeutet, dass sie keine messbare Zeitlichkeit auszeichnet. Wäre es der Fall sein, müsste die Gegenwart einen messbaren zeitlichen Wert besitzen, also keine Gegenwart mehr sein.

Fazit zur Definition 3: Jede Diskussion über den jeweiligen Stand der Anzeige in den synchron laufenden, ruhenden oder bewegten Uhren ist, bezogen auf die Gleichzeitigkeit der Ereignisse, sowie auf ihre Gegenwart sinnlos, denn sowohl die Gleichzeitigkeit, als auch die Gegenwart mit der Zeit im Sinne einer messbaren Größe nichts zu tun haben.

Prinzip der Gleichzeitigkeit: Zwei oder mehrere Ereignisse können nur dann gleichzeitig geschehen, wenn sie räumlich getrennt erfolgen (eine Gleichzeitigkeit gilt ausschließlich bei x,y,z,t = x‘,y‘,z‘,t; gelte die Identität x,y,z,t, = x‘,y‘,z‘,t‘ gäbe es keine Welt außerhalb des Beobachters)

1. Eine Gleichzeitigkeit getrennter Ereignisse im Sinne der Identität räumlich-zeitlicher Koordinatenwerte ist prinzipiell unmöglich.
Prinzip der Gleichzeitigkeit besagt, dass eine Gleichzeitigkeit zwischen Ereignissen durchaus stattfinden kann, aber nur dann, wenn diese voneinander entfernt sind.

2. Eine Gleichzeitigkeit im Sinne der Einstein’schen Definition ist nur unter einer Bedingung universal gültig: wenn auf das raumzeitliche (und universalgültige) Koordinatensystem insgesamt, nicht aber auf die Identität der singulären materiellen Bezugskörper (oder Bezugs-Koordinaten), bezogen wird.


Hinweis: Erstveröffentlichung 12.11.2017 / ©Maciej Zasada
Nachdruck, Verwertung und / oder Verbreitung nur mit schriftlicher Genehmigung. Der Artikel und der Inhalt unterliegt dem deutschen Urheberrecht.

iLogik. Theorie der Zeit XXXII: Die Formen der Raumzeit. Die formale Widerlegung des Exklusivanspruches der relativistischen Zeitvorstellung.

Wikipedia:

„Der Newtonsche Zeitbegriff liegt auch heute noch dem Alltagsverständnis des Phänomens zugrunde, obwohl sich durch viele Präzisionsmessungen (in Verbindung mit scharfen logischen Schlüssen) erwiesen hat, dass nicht Newton, sondern Einstein „Recht hatte“[…]“Durch die Entdeckungen im Zusammenhang mit der Relativitätstheorie musste der newtonsche Begriff der absoluten Zeit aufgegeben werden.“

„…der Begriff der absoluten Zeit musste aufgegeben werden…“

Soweit Wikipedia…

134.) These: Im logischen Raum der vorstellbaren Tatsachen existieren nebeneinander zwei unabhängige Maßstäbe der Zeit: ein absoluter und ein relativistischer. 

Beide Maßstäbe haben ihren eigenen Gültigkeitsbereich. Die Gültigkeit des relativistischen Zeitmaßstabs schließt jedoch die Gültigkeit des absoluten Zeitmaßstabs nicht aus. Beide Vorstellungen stehen nämlich in keinem ausschliessendem „Entweder-Oder“-Verhältnis – sie bestehen vielmehr unabhängig voneinander, bedingen sich aber gegenseitig und bedingen dadurch die Existenz des räumlich und zeitlich divergierten Universums, d.h. eines Universums, zu dessen Eigenschaften mindestens eine räumliche und eine zeitliche Diversität gehört.

134.01.) Zwei Formen der Raumzeit: Wir unterscheiden zwischen [1] der Raumzeit als einem starren (nichtdynamischen) geometrischen Platzhalter, der das materielle Universum, aber auch das, was sich eventuell außerhalb des Universums befindet, enthält (der Zeitmaßstab dieser Raumzeit ist universalgültig und absolut), und [2] der eigentlichen Raumzeit des materiellen Universums im Sinne Einsteins, innerhalb deren die Materie und sämtliche Bestandteile des Universums enthalten sind (diese dynamische Raumzeit ist ein anderer Begriff für ein materielles Universum als solches). Der Zeitmaßstab dieser Raumzeit ist punktbezogen und relativistisch.

134.01.1.) Der Grund der Existenz zweierlei Formen der Raumzeit: Die Notwendigkeit der Existenz beider Formen der Raumzeit ergibt sich in unserem Modell unmittelbar daraus, dass wir außerhalb des Universum sowohl Raum als auch Zeit…aber keine Bezugspunkte vermuten, welche zueinander in Relation stünden.

Die Tatsache, dass wir die Raumzeit außerhalb des Universums für einen starren und einen absolut leeren „Platzhalter“, oder anders ausgedrückt, für eine geometrische Voraussetzung eines sich räumlich und zeitlich ausbreitenden (dynamischen) Universums halten (unabhängig davon, welches Modell des dynamischen Universums wir bevorzugen: dieses breitet sich dimensional aus), determiniert die Form dieser Raumzeit als eines nichtdynamischen (starren) und an sich absoluten Koordinatensystems.

Die Tatsache, dass wir ferner das Universum als effektiv dimensionslos (in sich hinein kollabierend) betrachten (siehe hier), bestimmt, dass das Platzhalter-Modell der Raumzeit [1] tatsächlich aufrechterhalten werden kann, da diese Raumzeit keine Bezugspunkte enthalten muss, auch dann nicht, wenn unser Universum nicht als das einzige innerhalb dieser Raumzeit existierte…

Unser Modell erlaubt die Annahme eines Universums innerhalb der Platzhalter-Raumzeit (welche selbst ein rein geometrisches Gebilde ist, und als solches eine Struktur besitzt, die ohne die Eigenschaft eines materiell Seienden auskommt, daher sehr gut mit dem Begriff „Nichts“ identifizierbar ist), welches effektiv dimensionslos, d.h. räumlich nicht vorhanden wäre. Ein in sich hinein kollabierendes Universum (oder Universen), welches bloß einen gemeinsamen geometrischen Punkt mit der Platzhalter-Raumzeit (mit dem Nichts) besäße, existierte zwar für sich intern, wäre aber innerhalb der Platzhalter-Raumzeit trotzdem nicht seiend (ein solches Universum könnte innerhalb des Nichts existieren und die absolute Leerheit des Nichts nicht einmal stören)…

134.01.2) Das Problem der logischen Wahrheit der Theorie: Anhand der oben gestellten These, lassen sich die grundlegenden Aussagen der Relativitätstheorie infrage stellen. Dies verwundert nicht – diese Aussagen müssen sich, wie alle anderen Aussagen, notwendig infrage stellen lassen, denn logisch unterliegen auch sie dem Mechanismus der Aussagenlogik. Diese ist aber ein System der Falschaussagenverwaltung, dessen Funktion es ist, einerseits die Wahrheit als einen essenziellen logischen Wert zu etablieren, andererseits die Wahrheit der Falschaussagen zu konstruieren (durchzusetzen) und diese, durch Argumente verfestigten Falschaussagen, als vollwertige und vollständige Wahrheiten (z.B. wissenschaftliche Theorien) eine Zeitlang zu erhalten.

134.1) Behauptung: Im Absoluten sind sämtliche Aussagen der Aussagenlogik, darunter auch die Grundaussagen beider Relativitätstheorien, darunter auch die Interpretationen der quantenmechanischen Effekte, falsch.

Das, was in der Welt wahr ist, sind die Existenzen, korrekt aufgestellte Gleichungen, Maschinen, Konstrukte und endgültige Erkenntnisse der Falschheit, sonst gar nichts: keine Bezeichnungen, keine Interpretationen und keine Aussagen.

134.1.1) Beweis: Die Relativität der Raumzeit innerhalb eines dynamischen Universums [2], ergibt sich aus der starren Universalität der Zeit und des Raumes innerhalb der starren und absolut leeren Platzhalter-Raumzeit [1].

Nur anhand der universellen Zeitrechnung, können die relativen Zeit- und Raumunterschiede angenommen, gemessen und/oder berechnet werden. Bei der Messung einer beliebigen Entfernung zwischen zwei Punkten A und B spielt nämlich der Maßstab, mit dessen Hilfe diese Entfernung gemessen wird; die Perspektive des Punktes, an dem der Maßstab angelegt (beispielsweise A); und der Punkt, dessen Entfernung für die punktuelle Perspektive A ermittelt wird (B), eine Rolle.

Wäre die absolute Zeitrechnung nicht vorhanden, wäre ausschließlich eine punktuelle Relativität von bewegtem A bezogen auf B (bewegt oder nicht) und umgekehrt möglich, keine universelle Relativität, welche erlaubt, eine Relativität von A und B bezogen sowohl aufeinander, als auch auf ein externes (starres) Koordinatensystem anzunehmen (Beispiel GPS- oder  ein beliebiges zukünftiges Positionierungssystem, bei dem, neben den relativistischen Abweichungen von der Normzeit, gerade die absolute, d.h. innerhalb der Messung universalgültige Zeit gültig wird).

134.1.1.1) Anmerkung zu GPS: Es wird zwar behauptet, dass die Gültigkeit der Speziellen Relativitätstheorie anhand der Funktionsweise des GPS-Systems bewiesen wird, doch dies ist nur zur Hälfte wahr. Das GPS-System funktioniert nämlich vor Allem deshalb, weil die Zeitgrundlage der Positionsberechnung darin absolut ist (der systeminterne Zeitimpuls des GPS-Systems, also seine systeminterne „Gegenwart“, gilt universell für alle teilnehmenden Satelliten und Instanzen: das GPS-System operiert mit einer absoluten Zeitlichkeit). Die Positionsbestimmung mittels GPS erfordert also einer universell synchronisierten (absoluten) Zeit. Die Zeit zu „synchronisieren“ bedeutet aber nichts anderes als ihr eine absolute und universalgültige Gegenwart zugrunde zu legen. Wenn die Errichtung eines Systems der räumlichen (interstelaren) Positionsbestimmung irgendwann notwendig sein wird (und zwar dann, wenn Reisen im All alltäglich werden, wie das heutige Autofahren etwa), dann wird sich die Notwendigkeit der Unifikation des Zeitimpulses im gesamten Raum des Universums von alleine ergeben; dann wird sich die Position im Raum anhand des relativen, ortsabhängigen Zeitunterschiedes, bezogen auf das absolute Impuls der Zeit, berechnen lassen; dann wird die Existenz der absoluten Zeit und der universalgültigen Gegenwart im Raum des Universums selbstverständlich sein. Warum nicht jetzt?

134.2) Postulat: Wir postulieren die Existenz einer universell gültigen, absoluten Zeit als einer logisch anzunehmender Notwendigkeit, einerseits um die Gültigkeit des Modells der relativen Zeit, andererseits um die Existenz des räumlich und zeitlich divergierten Universums zu erklären (genau hier werden wir mit Identität des Denkens und des Seins par excellence konfrontiert).

134.2.1) Anmerkung zur Gültigkeit der relativen Zeit im Hinblick auf die Gültigkeit der normativen Absolutheit: Wenn wir etwa von Gravitation als einer Krümmung der Raumzeit sprechen, dann operieren wir bereits mit einem Modell der Abweichung von der universalgültigen Norm (wir können uns die gekrümmte Raumzeit nur dann singulär vorstellen, wenn wir uns die Raumzeit ansonsten als eben (oder flach), d.h. nicht gekrümmt, vorstellen, bzw. wir sind in der Lage eine Krümmung nur innerhalb einer nichtgekrümmten Umgebung erkennen – die Ebenheit der Raumzeit ist die Norm oder der modellhafte Standardzustand, in dem sich die Raumzeit im „ausbalancierten“ „Normalzustand“ befindet. Dieser Standardzustand gilt als ein Richtwert, an dem wir uns sowohl beim Definieren (ART), als auch beim vergleichenden Erkennen der Gravitation (Gravitationswelle) halten, und an dem wir uns auch dann halten, wenn wir das auszudrücken versuchen, was wir mit bloßem Begriff „Gravitation“ bezeichnen möchten.

Dasselbe gilt für den Begriff der „Relativität“: wenn wir diesen Begriff in ein Zeitmodell einführen, dann nehmen wir stets absolute Werte als einen Maßstab der Relativität der Zeit. Wir können nur mittels der absoluten Zeitwerte den Maß an Zeitrelativität ermitteln.

Wie wollen wir denn, unter diesen Umständen, den Begriff der absoluten Zeit aufgeben?

134.3) Anmerkungen zum Wesen der Gegenwart:

134.3.1) Behauptung: Die Existenz der absoluten Zeit ist nicht nur innerhalb eines Modells wesentlich, sondern notwendig für die materielle Existenz eines Universums wie dieses.

134.3.1.1) Beweis: Die Existenz der absoluten Zeit ist logisch durch die Existenz der allgemein gültigen Gegenwart bedingt.

Wenn wir uns das Universum als einen Organismus, als ein thermodynamisch abgeschlossenes System vorstellen und wenn wir uns vorstellen, dass dieser Organismus einen konkret in der Zeit ermittelbaren Anfang hatte, dann müssen wir von einer universalgültigen Gegenwart einerseits, andererseits von einer konkreten Dauer dieses Organismus seit seinem Anfang sprechen.

Die Vorstellung einer allgemein gültigen Gegenwart ist die Konsequenz der Urknall-Hypothese. Wenn sich der Urknall, in welcher Form auch immer, tatsächlich ereignete, dann galt dieser als die erste gemeinsame Gegenwart für sämtliche Elemente des neuentstandenen Universums. Dieser Augenblick ist bis heute ein gemeinsamer zeitlicher Bezugspunkt für sämtliche Instanzen der Gegenwart des Universums.

Die bloße Existenz der Instanzen der Gegenwart, determiniert die Existenz des Raumes, denn die Elemente des Universums, welche sich zeitlich und geometrisch (als Bestandteile der „geometrischen Konstellation sämtlicher Objekte, Ereignisse und Zustände„) auf diese Instanzen beziehen, räumlich von ihnen getrennt sein müssen, denn sonst bestünde zwischen ihnen gar kein Unterschied.

134.3.1.2) Konsequenz: Die Existenz des Raumes ist einerseits die logische Voraussetzung der Existenz der voneinander getrennten Gegenwartsinstanzen, andererseits ist sie (die Existenz des Raumes) die logische Konsequenz der Gegenwart.

Existieren Instanzen derselben Gegenwart getrennt im Raum, dann ist davon auszugehen, dass eine universelle (absolute) Gegenwart, welche gemeinsam für diese Instanzen ist, im Raum existiert.

Existiert aber eine universell gültige Gegenwart, dann ist davon auszugehen, dass eine absolute Zeit eine existierende Tatsache ist.

Wären die Instanzen der Gegenwart nicht voneinander (räumlich) getrennt, so wären sie nicht voneinander verschieden. Sobald nämlich mehr als ein Element (z.B. zwei Punkte) im Raum existieren, ist die Existenz des Raumes, der sie trennt und in dem ihre jeweiligen gegenwartsbezogenen Konstellationen stattfinden, als ihre Existenzvoraussetzung, notwendig.

Die Konstellation der Gegenwartsinstanzen ist wie die Konstellation der Sterne: jede Gegenwartsinstanz ist von Vergangenheit umgeben, wie der Stern vom Raum umgeben ist. Dieser Vergleich ist sehr wohl wörtlich zu nehmen, wir wissen nämlich bereits, dass die Begriffe „Vergangenheit“ und „Raum“ dasselbe bedeuten.

Der Ausschluss des Begriffes der absoluten Zeit war etwas voreilig gewesen, finden Sie nicht auch?

Der klasisch-logische Ausschlussgedanke existiert offenbar auch dort, wo man ihn gar nicht vermutet. Es ist gut, sich dessen bewusst zu sein und begrifflich opponieren.

Wer in der Lage dazu ist.

+Universallogik: Die Untersuchung des Absoluten. Die fatale Wahrheit.

__

Abstract: Wir zeigen hier, dass die zweiwertige Aussagenlogik ein diabolisches System der Falschaussagenverwaltung ist. Um dies zu erkennen, gehen wir bis ans Ende der Menschheit: wir dekonstruieren die Sprache und ihre Logik.

Motto: Albern ist die Vorstellung, für die Wahrheit des Glaubens zu argumentieren,  denn was wahr ist, soll mindestens gewiß gelten, nicht bloß geglaubt sein.
Der Glaube hat nämlich damit zu tun, was man glaubt.
MZ

120.) Erkenntnis: Wir erkennen, dass allein ihre logische Vollständigkeit,  nicht ihre Wahrheit, über definitive Gültigkeit der Aussagen entscheidet. 

Die Funktion der Aussagenlogik ist es, zwischen Wahrheit und Falschheit der Aussagen zu unterscheiden, Das, was wir in 120.) behaupten, bedeutet jedoch, dass dieser Anspruch unerfüllbar ist.

120.1) Beweis: Die Wahrheit ergänzungsfähiger Aussagen ist nicht definitiv, denn dadurch, dass solche Aussagen unvollständig sind, ist sie nicht endgültig. Eine nicht endgültige Wahrheit kann aber keine absolute sein. Eine Wahrheit, die nicht absolut und damit nicht definitiv ist, ist aber keine. Am Fehlen der logischen Vollständigkeit der wahren Sätze bricht die Vorstellung von der Endgültigkeit der Wahrheit und von der Konsistenz der Aussagenlogik insgesamt, qed.

Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass Wahrheit eine absolute Gültigkeit besitzen muss. Gilt diese nicht absolut, so muss von ihrer (absoluten) Falschheit gesprochen werden.

120.2.) Behauptung: Die Formulierung der definitiven Sätze ist im Rahmen der klassischen Aussagenlogik meistens unmöglich.

Die Dialektik nützt diesen Umstand aus. Sie operiert mit Logik, nicht mit Wahrheit der Sätze.

120.2.1) Konsequenz: Innerhalb klassischer Aussagenlogik lassen sich sämtliche Aussagen, auch die falschen, dialektisch beweisen.

Gültig innerhalb der Aussagenlogik ist: für die Ermittlung des Wahrheitswertes einer Aussage spielt ihre Wahrheit, nicht ihre Vollständigkeit eine Rolle.

Dialektisch bewegen wir uns daher innerhalb eines Systems der Falschaussagen, in dem das universelle Prinzip „Ex falso quodlibet“ uneingeschränkt gilt.
Dialektik ist keine Kunst – die Qualität der Argumentation hat keine Bedeutung für die Ermittlung einer a priori bestehenden Wahrheit. Diese ist vielmehr für die Etablierung der Lüge von Bedeutung.

120.2.2) Behauptung: Um dem Teufelskreis der sich vor einem türmenden Falschaussagen und ihrer stimmigen Argumente zu entkommen, ist es notwendig, das indäquate logische System, nach dessen Gesetzen argumentiert wird, aufzugeben.

121.) Der Beweis für die Widersprüchlichkeit der Aussagenlogik. 

Kommentar: Das Prinzip „Tertium non Datur“ erachte ich für zentral für klassische Logik. Es entfaltet sich in ihm das Bivalenzprinzip, das für unser logisches System insgesamt (bis heute) unverzichtbar und bestimmend ist. Die logische Zweiwertigkeit realisiert sich darin im Gegensatz der Existenz und der Nichtexistenz (und ¬a).
Gelingt es, neben der Existenz und der Nichtexistenz, einen weiteren Existenzzustand zu finden, wird die Unvollständigkeit des Gründungsprinzips der zweiwertigen Aussagenlogik einwandfrei bewiesen. Dies haben wir hier vor.

/

121.1) Analyse: Satz (i).

Im Rahmen der klassischen Aussagenlogik besitzt die Behauptung:

(i) „es gilt entweder a oder ¬a“

eine absolute und eine konstituierende Geltung – Satz (i) drückt aus die Quintessenz des logischen Prinzips „Tertium non Datur“. Der Satz besagt, es gilt entweder a oder ¬a…eine dritte Option ist ausgeschlossen.
Die Wahrheit des Satzes (i) gilt aber nicht absolut im universellen Sinne, denn es lässt sich zeigen, dass der Wahrheitsbegriff darin, unscharf formuliert ist.

121.1.1) Die Form des Satzes (i) ist unbestimmt.

Das im (i) enthaltene Ausschlußprinzip, obwohl innerhalb natürlicher Sprache logisch und einleuchtend, besitzt gravierende Schwächen.

121.1.1.1)) Beweis: Es lässt sich nur für die Variable einen konkreten Wert bestimmen – der Logische Wert von ¬a ist unbestimmt (für ¬lässt sich jeden beliebigen Wert setzen, außer a).

121.1.1.2) Die Menge der logischen Werte von ¬ist unendlich.

konsequenz: Der Satz (i) „es gilt entweder a oder ¬a“ ist nicht zweiwertig.

121.1.2) Satz (i) ist aus diesem Grund unvollständig, denn es lassen sich darin Zusatzwerte bestimmen, welche über die (klassische) Zweiwertigkeit hinausgehen…Lass uns nachdenken.
/

121.1.3) DIE FORM 

Die Aussage des Satzes (i) ist unvollständig selbst dann, wenn sich das Zeichen“¬“ im Ausdruck ¬a ausschliesslich auf einen konkreten Wert beziehen soll (im Sinne: ¬ist eine schlichte Verneinung von und sonst nichts), denn nur in dem Fall, in dem sich in (i) kein sonstiger Wert außer und ¬vorstellen* lässt, kann von einer absoluten Gültigkeit dieses Satzes gesprochen werden, ansonsten nicht. Es lässt sich aber für (i) einen gültigen Wert außer und ¬vorstellen (womit aber gleichermaßen die Vollständigkeitsprämisse des Satzes, wie das aussagenlogische Prinzip „Tertium non Datur“ verletzt werden). Als Konsequenz treten erhebliche Zweifel an der Gültigkeit von (i) als eines konstituierenden Satzes der Aussagenlogik, und dadurch am Sinn dieser Logik insgesamt.

121.1.3.1) Behauptung: Wir behaupten, dass es sich in Sätzen der Form (i) mindestens ein weiterer (dritter) logischer Wert, außer der „Existenz“ (1) und der „Nichtexistenz“ (0), finden lässt.

121.1.3.2) Beweis: Stellen wir die Existenz von Sein und Nichtsein einander gegenüber, und nehmen wir konsequeterweise das „Sein“ als einen Gegenwert von „Nichtsein“ an, dann werden wir zuerst mit der Mehrdeutigkeit des Begriffes „Existenz“ konfrontiert, welche sich in Bezug auf das „Nichtsein“ zeigt.
Der logische Wert der „Existenz“ (1) bezeichnet nämlich in Bezug auf das „Nichts“ nicht eindeutig:
– kann die Existenz vom „Nichtsein“ überhaupt behauptet werden, d.h. besitzt das „Nichtsein“ überhaupt Eigenschaften, anhand denen, sich seine Existenz, bzw. Nichtexistenz vorstellen / entscheiden lässt?
– lässt sich die Frage nach der Existenz des „Nichtseins“ überhaupt stellen (besitzt das Nichtsein überhaupt logische Substanz)?
– Wäre das „Nichtsein“ etwa Schlicht und einfach nicht existent?
Wir sehen, dass allein die Entscheidung der Existenz (von Etwas) und der Nichtsexistenz (von Etwas) oder der Nichtexistenz an sich, unentscheidbar ist.
/

121.1.4) DIE LOGIK

121.1.4.1) Begründung: Es lässt sich nichts, was nicht existiert mit Sätzen der Aussagenlogik beschreiben.

121.1.4.2) Beweis: Alles, was wir uns vorstellen können, könnte im Prinzip existieren, oder es existiert bereits wirklich, wenn nicht in der Realität des materiellen Universums, dann als eine Vorstellung (alles, was wir uns vorstellen, existiert mindestens als eine Vorstellung – wir können uns daher kein nichtexistentes „Nichts“ vorstellen, denn diese Vorstellung beinhaltete bereits etwas, was (als ein Gedanke) existiert und nicht dazu verwendet werden kann, das Nichtexistente zu beschreiben: eine solche Beschreibung wäre kategoriell inadäquat). Über die Nichtexistenz von Nichts lässt sich daher innerhalb der Logik nicht aussagen und nicht vorstellen, qed.

Wir haben im obigen Beweis etwas angesprochen, was von höchster Bedeutung für die universelle Logik ist – wenn bereits das, was bloß vorstellbar ist, existiert, dann muss es auch, als eine Präsenz, innerhalb der Logik existieren, d.h. sich aus den logischen Gesetzen ergeben (oder nach den Gesetzen der Logik gebildet sein). Nichts, was existiert, kann nämlich außerhalb der Logik  existieren oder funktionieren – alles Existierende, auch das Unlogische oder das Falsche, existiert als ein logischer Gegenstand (allein schon dadurch, dass nichts existieren kann, ohne verursacht worden zu sein: die Kausalitätsverbindungen sind aber logische Verbindungen der Form „wenn-dann“).

121.1.4.3) Berechtigung 1: Wenn daher über das Unvorstellbare sinniert wird, und wenn sich daraus neue Kausalitäten, neue Vorstellungen oder neue logische Verbindungen ergeben, auch und besonders solche, die mit den bereits existierenden Gesetzen der Logik unvereinbar sind, dann gelten diese gegenüber den existierenden Gesetzen der Logik prioritär…warum? weil sie sich aus dem Vorstellbaren ergeben und alles Vorstellbare notwendig innerhalb (einer) Logik besteht.
In unserem konkreten Fall kann zusätzlich behauptet werden, dass sie das primäre logische System um neue Aspekte ergänzen…Daher, wenn sich neue logische Verbindungen oder Gültigkeiten aus den Gedanken oder aus den Vorstellungen ergeben, dann formen diese die gesamte Logik neu und gelten vor den Gesetzen der primären Logik, denn einmal als Vorstellung erschienen, gehören sie notwendig einer Logik an, auch dann, wenn diese in vollem Umfang noch nicht ausformuliert wurde. Dies unter der Bedingung des Bestehens der sinnvollen Ergänzung natürlich…

121.1.4.4) Berechtigung 2: Ein einziger Präzedenzfall reicht aus, um über die universelle Unvollständigkeit des Satzes (i) und über die Unvollständigkeit der gesamten Aussagenlogik zu urteilen.

Wenn wir das Universum als einen klassisch-logischen Rahmen jeglicher Existenz bezeichnen, dann erwarten wir, dass außerhalb des Universums, getreu der Aussage des Satzes (i), das Nichts, also „das Gegenteil“ vom Sein, existiert. Für unsere Zwecke (obwohl dies durch nichts als durch unsere Vorstellung begründet ist) entscheiden wir aber die Existenz von Nichts (wir verletzen damit zum ersten Mal das Zweiwertigkeitsprinzip der Aussagenlogik).
Wir verschieben damit die Grenze der Logik ins Unendliche; wir entscheiden damit nämlich, dass sich die Gültigkeit logischer Gesetze nicht nur auf das Seiende, sondern auch auf das Nichtseiende, nicht nur auf das Innere, sondern auch auf das Äußere des Universums erstreckt; damit machen wir schließlich die Existenz einer verbindlich gültigen Universallogik unausweichlich…womit die gleichzeitige Inferiorität (hier: Unzulänglichkeit) jeglicher Partikularlogik (darin enthalten Aussagen- und jeder anderen zweiwertigen Logik) demonstriert wird.

121.1.5) Und so wird’s gemacht…

Etwas was im Nichts nicht existiert, kann als identisch mit dem Nichts bezeichnet werden. Auch das, was noch nicht im Nichts existiert, dessen Existenz jedoch selbst sehr wahrscheinlich sei, wäre sehr wohl mit dem Nichts identisch. Wir zeigen aber, dass auch etwas, was im Nichts existiert, etwas materiell Seiendes, durchaus mit dem Nichts identisch sein kann, obwohl es glatt als das Gegenteil von Nichts beschrieben werden kann. Es gibt nämlich eine konkrete Vorstellung vom Nichts, das Etwas enthält und trotzdem nichts enthält und doch etwas enthält und doch nichts enthält und doch etwas und doch nichts…eine Vorstellung von einem oszillierenden Dasein…des Universums.

115.) DAS  MODELL  DES  KOLLABIERENDEN  UNIVERSUMS.

Wir haben gezeigt, dass sich über das nichtexistente Nichts nicht aussagen lässt.

115.1) Behauptung: Das gesamte Universum besitzt die Ausdehnung eines geometrischen Punktes im absolut leeren, nichtrelativistischen  Raum (Nichts).

„Nichtrelativistisch“ bedeutet hier „geometrisch“ oder „absolut“…d.h. nichts enthaltend (absolut leer), ohne einen einzigen Bezugspunkt.

115.1.2) Behauptung: Die räumliche Ausdehnung des Universums beträgt innerhalb eines relativistischen Maßstabes Null.

115.1.3) These: Das Universum besitzt also insgesamt keine Ausdehnung.

Das Universum entfaltet sich (daher) nach Innen (denn dass sich das Universum dynamisch entfaltet, ist selbstverständlich: die räumlichen Abstände (der Raum) innerhalb des Universums vergrößern sich ja)

115.1.3.1) Die Ableitung: Die räumliche Ausdehnung, welche sich innerhalb des Universums zeigt, besitzt einen negativen Wert (sie ist Konsequenz der implosiven Kontraktionsdynamik des Urknalls).

Der Raum ist die Konsequenz einer nach Innen gerichteten Kontraktion des Universums.
(Was wir hier tun its vergleichbar mit der Situation der antiken Denker, welche sich dem Dogma des Sichtbaren entgegenstellten – sie

Wenn die Gesamtausdehnung des Universums null betragen soll, eine Erweiterung der räumlichen Abstände zwischen seinen Elementen aber stattfindet, dann ist die Annahme einer negativen Expansionsdynamik nur konsequent…
Die räumliche Ausdehnung eines in sich hinein kollabierenden Universums entsteht als Konsequenz der wachsenden Entfernung zwischen den materiellen Elementen der vergangenen Kontraktion und den Elementen, welche aktuell aktiv kontrahieren – die räumliche Ausdehnung eines in sich hinein kollabierenden Universums wächst dadurch. Ähnlich wie die Ausdehnung eines expandieren Universums wachsen würde, mit dem Unterschied, dass sich die Außenmaße des kollabierenden Universums (objektiv) nicht verändern…und wenn sie anfangs null betrugen, so betragen sie auch jetzt null…

Die negative Dimensionalität bestimmt die gesamte Dynamik des kontrahierenden Universums. Die beobachtete Expansion ist ein Effekt hervorgerufen durch die tatsächlich stattfindende Erweiterung der Abstände zwischen dem Beobachter und den anvisierten Elementen des Universums und zwischen seinen Elementen untereinander. Die Dynamik dieser Erweiterung ist aber aus der Perspektive des Beobachters insofern unentscheidbar, als dass es unmöglich sei, jedenfalls angesichts der Abwesenheit der äußeren Bezugspunkte, zu entscheiden, ob sich das Universum insgesamt ausdehnt oder ob es kollabiert – die Erweiterung der Abstände innerhalb des Universums fände nämlich, als ein beobachtbarer Effekt, notwendig, sowohl im Fall der expansiven, als auch im Fall der kontraktiven Entwicklungsdynamik statt.

Im allerersten Augenblick des kollabierenden Universums besaß dieses den größten Umfang seiner gesamten Geschichte und obwohl uns das Universum von Innen riesig vorkommt, und sich noch auszudehnen scheint, so war dieser Anfangsumfang gleich null. Würden wir das Universum aus der Exoperspektive des Nichts betrachten, würden wir seine Existenz, mitsamt seines Raumes nicht einmal bemerken.
Die beschleunigende Expansion des Universums hätte objektiv gesehen einen negativen Wert und wäre als eine dynamische und unmittelbare Konsequenz des Urknalls anzusehen (die beschleunigende „Expansion“ am Rande des sichtbaren Universums wäre somit dynamisch erklärbar – es bestünde keine Notwendigkeit der Annahme hypothetischer Größen, wie etwa der Dunklen Energie, um die beobachtete Expansionseffekte schlüssig zu erklären). Das Modell des kontrahierenden Universums ist daher für die Kosmologie (von Logik ganz zu schweigen) geeigneter oder sinnvoller als das Expansionsmodell, mit dem heute noch weltweit gearbeitet wird. Alles wäre viel einfacher. Vor Allem wäre die Beobachtete Dynamik in der Zeit adäquat verankert – in der <Vergangenheit (heutige Physiker sprechen vom aktuell expandierenden Universum, obwohl die Beobachteten Symptome dieser Expansion der Vergangenheit gehören).
Unabhängig davon: wir haben hier etwas denkbar gemacht, was als logischer Wert gelten kann und was nicht mit der Existenz und nichts mit der Nichtexistenz gemeinsam hat. Eine Existenz im Nichts. Eine existente Oszillation zwischen dem Sein und dem Nichtsein als ein logischer Wert des Seienden.

118.) „S E I N  ODER  N I C H T S E I N…?“

Wie immer und überall – die Existenz steht der Nichtexistenz gegenüber: „Sein oder Nichtsein“ – dies ist hier tatsächlich die Frage: die Antwort ist aber nicht innerhalb der eindeutig urteilenden Logik enthalten, welche diese Frage (neben William Shakespeare) stellt und anscheinend zufriedenstellend beantwortet, sondern innerhalb einer Logik, die das Dritte des „tertium non datur“ durchaus zulässt [denn was denkbar ist (nennen wir es „Z“), ist mindestens wahrscheinlich – die Denkbarkeit und die Wahrscheinlichkeit von Z ist (dann) aber mindestens logisch (legitimiert)…die Logik, welche Z begründet, muss (dann) aber gültig sein: sie legitimiert sich ja dadurch, dass Z wahrscheinlich ist! – dies ist auch der Grund, warum, um neue logische Konzepte denkbar zu machen, neue kosmologische Konzepte ausgearbeitet werden müssen].

Es ist nicht nur das Sein oder das Nichtsein, das über die Existenzfrage entscheidet – auch der Zustand des Seins innerhalb des absoluten Nichts erweist sich, wie wir feststellen, als notwendig zulässig…Somit jedenfalls wird die größte Hürde auf dem Weg zur mehrwertigen Universallogik genommen – das klassisch-logische Argument des Seins, das mächtige Argument der puren Existenz: entweder existiert a oder a existiert nicht – tertium non datur!

Die Gültigkeit dieses Arguments scheint unwiderleglich zu sein – es drückt die strenge, düstere Macht der zweiwertigen Logik aus und verleiht der Realität ihren eindeutigen, dogmatischen Sinn.

Gerade dieses mächtigste Argument widerlegen wir – wir zeigen, dass die bivalente Entscheidung über a unvollständig ist. Wir erkennen den Grund dieser Unvollständigkeit und machen ihn auch kenntlich – wir lassen nämlich die Existenz des allgegenwärtigen Nichts zu, das durchaus Etwas enthalten kann, was nicht Nichts ist und trotzdem im Nichts existiert und (erneut trotzdem) mit dem Nichts identisch ist, obwohl von ihm diametral unterschiedlich. Es existiert daher etwas, was sich neben „a existiert“ und „a existiert nicht“ über a sagen lässt… somit existiert eine singuläre Logik, welche diese Existenzzustände voneinander trennt und einzeln beschreiben lässt. Es ist eine Logik, keine Poesie…und keine Metaphysik.

121.1.5.1) Konsequenz: Wir haben gezeigt, dass der Gründungssatz der Aussagenlogik

(i) „es gilt entweder a oder ¬a“

unvollständig ist.

Wir haben gezeigt, dass es durchaus Existenzzustände gibt, welche sich von den klassischen Werten a und ¬a unterscheiden und welche die Gültigkeit des zweiwertigen Entweder-Oder-Prinzips des Satzes (i) und der Aussagenlogik an sich aufheben.

Unsere Vorstellung hat sich als formgebend für die Logik erwiesen, denn das, was wir uns vorgestellt haben, gerade den Wirkungsmechanismus der zweiwertigen Logik abälardisiert hat.

121.1.5.2) Zusammenfassung.

Die Bezeichnung „unvollständig“ ist ein Euphemismus der logischen Sprache. Die Konsequenz (121.1.5.1) müsste eigentlich so formuliert sein:

Wir haben gezeigt, dass der Gründungssatz der Aussagenlogik

(i) „es gilt entweder A oder ¬A“

eine Lüge ist.

Eine Katastrophe…dies wäre die richtige Bezeichnung für das, was hier gerade vorgefallen ist. Eine Katastrophe der reinen Dialektik.

Die Funktion der klassischen Aussagenlogik ist diabolisch: die Wahrheit der Lüge zu etablieren.

Derjenige, der als erster seine Lüge als Wahrheit bezeichnet hat…

Der Begriff der „Wahrheit“ gehört zu den gefährlichsten und teuflischsten Erfindungen der Sprache. Es gibt jedenfalls kein Wort, das mehr Menschenleben gekostet hat. Denn die fremde Lüge zu erkennen und als solche zu markieren, fällt relativ leicht, die eigene zuzugeben, ist dagegen fast unmöglich, wenn sich Möglichkeiten bieten, für sie unendlich vielen Wahrheitsbezüge zu konstruieren.

Das logische Schließen, wie das Operieren mit logischen Argumenten dient also nicht dazu, die Wahrheit der Aussagen aufzuzeigen, die Gesetze der Logik dienen nicht der Wahrheitsfindung, sie dienen vielmehr dazu, die Wahrheit der Lüge vorzugaukeln, die Lüge zu veredeln, sie akzeptierbar, sie konsumierbar, sie vorschriftsmäßig zu machen.
Gerade deshalb gelten die meisten Wahrheiten temporär – da sie nicht absolut sind, sind sie Lügen und gelten solange, solange ihre Falschheit durch andere, durch besser getarnte, durch schmackhafter „zubereitete“, durch schlüssigere Lügen enttarnt wird.

Die Vervollständigung, bzw. die Ergänzung unvollständiger Aussagen ist als Adaptierung der Lüge an die aktuell geltenden dialektischen Umstände zu bezeichnen. Alles im Rahmen des schlüssigen Systems der Falschaussagen, das innerhalb der Zweiwertigkeit der Logik kodiert, uneingeschränkt gilt.


Hinweis: Erstveröffentlichung 16.05.2017 / ©Maciej Zasada

Quantenkosmologie: Die Sätze der Form.

Schematic diagram of the human eye in english

1. Satz
Kein Zustand ist explizit, solange er nicht explizit beobachtet wird.

Die Wirklichkeit ist punktuell wirksam. Sie bezieht sich jederzeit auf den einzelnen Beobachter.

2. Satz
Für einen Beobachter gilt: wird ein Zustand explizit betrachtet, kann gleichzeitig kein anderer Zustand explizit sein.

Die Quantenmechanik setzt sich selbst auf der morphologischen Ebene des Betrachtens durch: der Aufbau des menschlichen Auges lässt auf der Retina nur einen einzigen Punkt des scharfen Sehens zu (fovea centralis).
Für einen Beobachter ist ausschließlich scharf umrissen, was im Zentrum dieses Punktes projiziert wird.
Der Eindruck des scharfen Gesamtbildes ist eine Täuschung. Dieser Eindruck entsteht nicht im Auge, sondern im Gehirn des Beobachters.

3. Satz
Die Wirklichkeit ist punktuell wirksam, denn um universell wirksam zu sein, müsste sie jederzeit und überall vollständig sein.

Dies würde aber bedeuten, dass sie extrem ineffizient wäre…denn:

4. Satz
Die Information ist die Grundsubstanz der Welt.

Die punktbezogene (gegenwartsbezogene) Realität erspart eine Menge Rechenkraft – die Realität kann effektiv auf die Elemente reduziert werden, welche unmittelbar der Beobachtung unterliegen.
Die Informationsmenge, welche innerhalb der Realität verarbeitet wird – die Information, welche dem jeweiligen Beobachter als Summe möglicher Betrachtungsobjekte und Beobachtungsebenen zur Verfügung steht – ist innerhalb einer punktuell wirksamen Wirklichkeit um ganze Größenordnungen geringer, als die Informationsmenge, welche innerhalb einer universell wirksamen Wirklichkeit für den selben Zweck notwendig wäre.
Keine virtuelle Realität könnte sich die Ineffizienz einer universellen Wirksamkeit leisten.
Nehmen wir die Information für die Grundsubstanz der Welt, so ist die Existenz einer universellen Wirklichkeit praktisch ausgeschlossen.

5. Satz
Die Realität ist eine Projektion, die sich auf den jeweiligen Detektor, auf seine Eigenschaften, auf seine Position in der Mitte des projizierten Bildes und auf seine aktuale Gegenwart bezieht.

Die Frage nach der Verteilung der Wirklichkeit ist die Hauptfrage der Quantenmechanik.
Die Unmittelbarkeit der Quanteneffekte ist der Punkt, an dem das klassische Modell der Physik scheitert.
Aus klassischer Sicht kann die quantenmechanische Realität nicht existieren – aus quantenmechanischer Sicht existiert die Wirklichkeit im klassischen Sinne nicht.
Und beide existieren tatsächlich nicht real, denn Unabhängig von ihrer jeweiligen Definition gilt für sie folgender Satz:

6. Satz
Die Wirklichkeit und der Beobachter sind dasselbe.

Das Problem:
Wenn man annimmt, dass die elektromagnetischen Signale im beobachteten Zustand eine konstante und eine endliche Geschwindigkeit aufweisen und dieselben Signale im unbeobachteten Zustand eine unbestimmbare Geschwindigkeit besitzen, dann entsteht die Frage nach dem Mechanismus, der die Objekte der Wirklichkeit „informiert“, ob sie nun beobachtet werden oder nicht.
Ein Lichtstrahl, der Milliarden Jahre unterwegs ist, um den irdischen Beobachter zu erreichen, müsste bereits vor Milliarden Jahren „wissen“, dass es hier und heute beobachtet wird, nur so wüsste er sich zu verhalten, wie er sich verhält – nämlich wie ein beobachteter Lichtstrahl.
Das Wissen über den gegenwärtigen Beobachter müsste also im Universum im Voraus vorhanden sein.
Diesem Modell steht ein Missverständnis zugrunde.
Wenn wir die Realität als eine apriorische und universelle Tatsache betrachten, welche bestimmten Regeln (Naturgesetzen) entsprechen muss, müssen wir auch ihre Signale als apriorisch und universell betrachten.
Bezweifeln wir jedoch die Universalität der Realität, müssen wir genauso wenig ihre Erscheinungen als universell und apriorisch betrachten – wir können die Idee der allgemein gültigen „Naturgesetze“ getrost aufgeben.

Das einzige Naturgesetz, das innerhalb der Wirklichkeit Gültigkeit besitzt ist die PROZESSVORSCHRIFT.

Die Beobachtung, wie wir sie uns vorstellen, hat von Außen nach Innen zu erfolgen. Die elektromagnetischen Signale seien aus klassischer Sicht Bestandteile einer universell vorhandenen, allzeit beobachtbaren und allzeit vollstãndig ausgeprägten Wirklichkeit.
Aus klassischer Sicht ist die Vorstellung, dass zwei äquivalente Zustãnde der Wirklichkeit gleichzeitig existieren, schlicht nicht möglich, denn in der klassischen Vorstellung keine quantenmechanische Ordnung existieren kann, was nebenbei gesprochen auch ein quantenmechanisches Unschärfeeffekt ist, denn wenn wir die Wirklichkeit allzeit scharf umrissen sehen, dürfen wir trotzdem nicht unkritisch davon ausgehen, dass sie allgemein scharf umrissen ist – wir würden dabei den gleichen logischen Fehler machen, den die Detektoren eines quantenmechanischen Experiments machen würden, wären sie bewusste Beobachter (siehe Calclus der LP: Gleichungen der Wirklichkeit).
Das Wissen über einen Zustand der Realität ist nie endgültig – dieses Wissen setzt nämlich allein aus logischer Sicht immer die Möglichkeit voraus, entweder wahr oder falsch zu sein.
Der Satz „ich sah ihn fast jeden Tag, denn wir waren verheiratet, aber er war zu dem Zeitpunkt noch gar nicht geboren“ enthält auf der quanten(kosmo)logischen Ebene keinen Widerspruch.
Etwas zu sehen bedeutet nicht automatisch über seine Wahrheit zu wissen (Gewissheit besitzen) – es bedeutet nicht einmal, dass man seine Realität eindeutig entscheiden kann.
Die Objekte der Welt – die potenziellen Objekte der Beobachtung – verharren nämlich primär in einem unscharfen Protozustand der Superposition, aus dem sie just in dem Augenblick herausgeschleudert werden, in dem sie beobachtet werden und in dem sie wieder verschwinden, wenn sie nicht beobachtet sind.
Diesen Zustand würden wir nicht als real bezeichnen.
In ihm überlagern sich alle möglichen Zustände, alle Signale sämtlicher Objekte und alle Realitäten sämtlicher Welten.
Dieser Zustand hat die Form der SPRACHE, der die Möglichkeit zugrunde liegt, einen bestimmten Zustand auszudrücken. Doch diese Möglichkeit steht nicht der Sprache an sich sondern dem Sprecher zur Verfügung, der sie benutzt – in der Sprache ist lediglich die Wahrscheinlichkeit des Ausdrucks enthalten. Genauso verhält es sich mit der Wirklichkeit – in ihr ist die Wahrscheinlichkeit sämtlicher Zustände enthalten, die Möglichkeit einen bestimmten Zustand hervorzurufen steht jedoch nicht der Wirklichkeit, sondern dem Beobachter zur Verfügung.
Die Beobachtung erschafft Realität – wir nehmen die Welt nicht wahr – die Welt wird, wie die Sätze einer Sprache, aus der Wahrscheinlichkeit quantenmechanischer SPRACHE erschaffen, und zwar nach den Regeln der PROZESSVORSCHRIFT.

7. Satz
Die Effizienz der Wirklichkeit ist der Grund, warum alle Beobachter dieselbe Realität sehen.

Man könnte uns vorwerfen, dass die Annahme der punktuellen Wirksamkeit der jeweiligen Wirklichkeit in dem Sinne widersprüchlich ist, in dem die Wirklichkeiten einzelner Beobachter trotz dessen, dass sie voneinander auf der elementarsten Ebene der logischen Sprache entkoppelt sind, scheinbar identisch sind.
Für diese Identität existiert anscheinend kein plausibler Grund.
Für sie muss es jedoch einen guten Grund geben.
Die punktuelle Wirksamkeit der Wirklichkeit ist nämlich das Eine, das Andere ist das Nichtvorhandensein überflüssiger Redundanz, welches eine effiziente Wirklichkeit auszeichnen muss.
Beide Aspekte haben mit der Effizienz der PROZESSVORSCHRIFT zu tun.

Innerhalb der WIRKLICHKEIT wird wie in einer mathematischen Gleichung gekürzt.
Es stehen verschiedene Realitäten der gleichen Zu- und Gegenstände in verschiedenen Wirklichkeiten zueinander in Beziehung, denn die Unterschiede zwischen den einzelnen Perspektiven auf der Metaebene der WIRKLICHKEIT gar keine Rolle spielen.
Es ist nicht wichtig, was die einzelnen Beobachter sehen und ob das, was sie sehen aus objektiver Sicht dasselbe ist – die Realität hat mit der Wahrnehmung zu tun und diese kann beliebig präpariert werden.
Die PROZESSVORSCHRIFT und ihre SPRACHE gelten jedoch allgemein.

8. Satz
Es ist möglich, drei elementare Existenzzustände zu beschreiben: die Wirklichkeit, die Gegenwart, die Raumzeit (die Realität).

Bemerkung zum semantischen Bruch:
Es empfiehlt sich die Bedeutungen der Worte „Wirklichkeit“ und „Realität“ streng auseinander zu halten.

Die Wirklichkeit hat mit der Realität nichts zu tun.
Die Realität entsteht sekundär als Konsequenz der Raumzeit.
Die Wirklichkeit ist ein Zustand, in dem eine WIRKUNG stattfindet.
Die Realität entsteht in jedem Augenblick neu. Auf ihrer elementaren Ebene besteht sie nämlich aus gequantelter Information.
Die Realität ist das PRODUKT der Wirklichkeit, welche selbst nicht real ist.
Die endgültige Ausgestaltung der Realität geschieht in der Wirklichkeit.
Diese Ausgestaltung geschieht nach der allgemeinen PROZESSVORSCHRIFT, welche wir „DAS UNIVERSUM“ nennen.
Die Zeit, welche der Wirklichkeit zur Verfügung steht, um die Realität auszugestalten existiert nicht. Dieses Wirken ist zeitlos.
Gerade deshalb, dass die Wirklichkeit ein zeitloses Wirken ist, kann sie sich instantan ausbreiten und (fast) immer und überall eine vollständige Realität bilden.

9. Satz
Bei den quantenmechanischen Effekten handelt es sich um latenzbedingte Störungen der Realität.

(i) Die Realität besteht aus den Sätzen
der PROZESSVORSCHRIFT.
Dies setzt die Existenz eines realitätsstiftenden Systems voraus, auf das sich die SEMANTIK dieser Sätze bezieht und auf das sich die PROZESSVORSCHRIFT unmittelbar AUSWIRKT.
Das realitätsstiftende System zeichnet eine minimale Latenz aus – diese wird durch die Wellenfunktion beschrieben.

(ii) Die Obergrenze der Sichtbarkeit quantenmechanischer Effekte (Punkt der Dekoherenz) hängt von der raumzeitlichen Größe quantenmechanischer Objekte ab.

Die Gegenwart einer Beobachterinstanz liegt an der Schwelle zwischen der Wirklichkeit und der Realität der Raumzeit.
Die Latenz der punktuell wirksamen Gegenwart beträgt Null – sie ist aufgrund ihrer Unmittelbarkeit geringer als die des realitätsstiftenden Systems, das für die Ausgestaltung aller Objekte der Raumzeit zuständig ist.
Wenn die Größe beobachteter Objekte die Schwelle quantenmechanischer Relevanz überschreitet ist die Verzögerung der Realität nicht mehr observabel – bei den Objekten, derer raumzeitliche Ausdehnung größer ist als die Latenzzeit der Realität, treten also keine quantenmechanische Effekte auf.
(Ja Sie haben richtig gelesen: die räumliche Größe eines Objekts kann der zeitlichen Dauer eines Latenzeffekts entsprechen – indem wir nämlich die Strecke, welche das Licht innerhalb einer Planckzeit bewältigt, als die Einheit des Latenzwertes annehmen, entspricht der Latenzwert genau der Maximalausdehnung eines größtmöglichen quantenmechanischen Objekts)

Die raumzeitliche Ausdehnung quantenmechanischer Objekte ist offenbar geringer als die eines einzelnen Realitätsquants, deshalb pflanzt sich der Latenzfehler der Realität mit jedem Realitätsquant weiter fort und deshalb ist der quanteneffekt (Latenzeffekt) als Ganzes stabil.
Die Reaität quantenmechanischer Objekte ist für den Beobachter durch den Latenzeffekt dauerhaft verschoben.

Design 94

Der Latenzeffekt nichtquantenmechanischer Objekte wird dagegen durch ihre raumzeitliche Ausdehnung nivelliert. Ihre raumzeitliche Ausdehnung ist größer als die eines einzelnen Realitätsquants – der Latenzfehler wird auf der Quantenebene überdeckt und wirkt sich somit nicht auf ihre Realität aus.

Design 93realittsqua

Zusammen mit der Neuordnung der Existenzzustände ergeben sich neue Konsequenzen für die Anschauung.
Die Begriffe, welche in der Kosmologie der Mitte noch eine klassische Bedeutung besaßen (wie „Wirklichkeit“) bekommen im Rahmen der QK eine andere.
Dadurch verändern sich die physikalischen Eigenschaften ihrer Instanzen – diese werden anders bewertet.
Wir haben uns nicht geirrt – dies sind bloß verschiedene Bedeutungen derselben Sprachgegenstände – ihre partikulären Werte können gekürzt werden, da sie keine Rolle in der Gleichung (im Satz) spielen.
Wir erkennen jetzt mehr als damals und damals erkannten wir bereits mehr als zuvor. Wir werden morgen mehr erkennen als heute…wir haben grundsätzlich keine Angst Neues zu erkennen.

Im Rahmen der Perspektivenlogik erkannten wir, dass sich die Ebenen der Quantentheorie und der Relativitätstheorie komplementär zueinander verhalten.
Gerade haben wir ein Modell aufgestellt, der den Grund für die konstante Form quantenmechanischer Objekte erklärt und imstande ist, auf die Frage, warum keine Quanteneffekte im Alltag auftreten, eine Antwort zu geben.
Außerdem haben wir die Sprache gelernt, die gesprochen werden muss, um weiter zu kommen.

Das Indiversum.

Wir entkommen den unentscheidbaren Begriffen, indem wir neue Begriffe in die Sprache aufnehmen. Genau so funktionieren Entdeckungen oder evolutionärer Fortschritt.
Neue Worte schaffen neue Verbindungen, neue Stabilitäten und neue Erkenntnisstufen. Die Neologismen haben die gleiche Berechtigung wie die Worte einer neu erlernten Fremdsprache oder eine Sprachreform – sie wirken direkt auf den individuellen Sprachraum und auf das individuelle Sprachverhalten.
Eine Sprachreform, die von oben angeordnet wird, kann sich durchaus auf das Sprachverhalten eines Kollektivs auswirken, die Entscheidung jedoch, ob und in wie weit sie befolgt wird, steht getrennt jedem Individuum frei und muss auf der individuellen Ebene gefällt werden. Es gibt, nebenbei gesprochen, grundsätzlich keine Entscheidungen, die kollektiv oder universell gefällt werden können – auch wenn wir uns einer kollektiven Entscheidung anschließen, auch wenn wir überzeugt oder gezwungen werden, entscheiden wir aus eigener Mitte heraus.
In diesem Sinne entscheiden wir auch, dass sich das Universum oder dass sich die Sprache in einem universellen oder in einem individuellen Raum abspielen.
Die Tatsache, dass das Universum, als ein Phänomen, im universellen Raum stattfindet, scheint außer Frage zu stehen. Die Frage jedoch, ob diese Tatsache ihren Grund in der universellen Wirklichkeit oder in der (temporären) Vorstellung hat, ist unentscheidbar.
Aus diesem Grund entscheide ich mich, dem Inbegriff universeller Gültigkeit – dem Universum – einen Neologismus individueller Gültigkeit entgegen zu stellen. Diesen leite ich ab von den Begriffen “Individuum” und “indivers” (im Sinne “nicht-(von mir)-verschieden”).
Den neuen Begriff, in dem die Vorstellung vom Individuellen mit der Vorstellung vom Ganzen verbunden wird, nenne ich das Indiversum.

Das Wesen und die Erscheinung: Perspektivischer Widerspruch des expandierenden Universums.

Ist es verboten frei zu denken?
Ist es ein Gottesgebot an die Expansion des Universum und an die Standardinterpretation zu glauben, obwohl die Friedman- Gleichungen, anhand derer sich die Urknalltheorie überhaupt postulieren lässt, zwischen dem Bild eines expandierenden und dem eines kontrahierenden Universums gar nicht unterscheiden?
Haben wir bei der Kosmologie mit heiligem Glauben zu tun?

Wenn es sich bei der Kosmologie um eine Wissenschaft handelt, dann soll es erlaubt sein, ihre Aussagen, auch die wichtigsten, einer logischen Analyse zu unterstellen.
Und wenn sich diese Aussagen als widersprüchlich erweisen, dann sollten sie durch andere ersetzt werden.
Ja oder nein?
Ich stelle Thesen auf, sonst nichts.
Ich bin kein Fanatiker, kein Glaubenskrieger und kein geisteskranker Fundamentalist.

Wenn mir unterstellt wird, dass ich „DIE ERSCHEINUNG ALS WESEN POSTULIERE“, dann entgegne ich, dass es einem Menschen grundsätzlich nichts anderes möglich ist, als anhand der Erscheinung auf das Wesen der Dinge zu schließen.
Seit dem Höhlengleichnis hat sich in dem Punkt nichts verändert.

These
Die beobachtete Expansion des Universums gehört nicht zu seinem Wesen, sondern ist eine Erscheinung.

Beweis
Die Rotverschiebung kann ausschließlich aus der Perspektive des gegenwärtigen Beobachters festgestellt werden. Somit ist spektrale Rotverschiebung des Lichts beobachteter Objekte erst viele Milliarden Jahre nachdem das Licht dieser Objekte entstanden ist, gemessen.

Dies bedeutet, dass das Merkmal des „Rotverschobenseins“ mit der Gegenwart der Beobachtung und nicht mit dem beobachteten Objekt im Augenblick der Lichtemission zu tun hat.
Allein das bedeutet, dass wir auf die Ursache der Erscheinung (Expansion) aus der Perspektive deren Wirkung (Rotverschiebung) schließen.
Die Wirkung steht vor der Ursache.
Die gemessene Rotverschiebung ist kein Expansionsmerkmal des Universums, denn würden sich auf den rotverschobenen Objekten Wesen befinden, die zur Zeit der Lichtemission mit ähnlichen astronomischen Instrumenten wie wir ausgestattet wären und würden sie in unsere Richtung schauen, würden sie, anhand gemessener Rotverschiebung unserer Position, auf die Expansion des Universums schließen – mit dem Unterschied, dass diese Expansion aus ihrer Perspektive, bezogen auf unsere, eine verkehrte Richtung aufweisen würde.
Sowohl wir, als auch „die anderen“ beobachten das Universum von Innen heraus – die Erhaltung der allgemeinen Richtung der Universumsexpansion spielt daher aus dieser Perspektive für alle Beobachter eine wesentliche Rolle – wir sitzen schließlich nicht auf der Oberfläche einer expandierenden Kugel, sondern JEWEILS in ihrem Inneren. Indem sich die festgestellten Expansionsrichtungen gegenüberstehen widerspricht das der Existenz einer universell gültigen Topologie des Universums – und damit der Existenz eines allgemeingültigen Universumswesens und eines universell gültigen Universumsbegriffes – womit wir glatt beim Indiversum und bei der angestrebten Kosmologie der Mitte landen)

Die Expansion des Universum gehört nicht zu seinem Wesen, sie ist eine Erscheinung, die vom Zeitpunkt und vom Ort singulärer Beobachtung abhängig ist (q.e.d.).

Widerspruch der Universaldynamik

Die zweite Gegenperspektive – das Bild des dynamischen Universums.

Sphaerisches m

Abbildung 9.

In dieser Illustration fasse ich bildlich das Wichtigste zusammen, was durch die 4. Behauptung und ihre Konsequenzen als eine neue Perspektive entsteht. Das hier abgebildete Modell unterscheidet sich nicht wesentlich vom Modell des sphärischen Universums der ersten Gegenperspektive – die Gegenwart belegt hier wie dort exakt den Mittelpunkt des Universums.
Dies bedeutet nicht weniger, als dass die Zeit nicht mehr als ein beständiges, in die Zukunft gerichtetes Phänomen verstanden werden kann, nicht als eine Sequenz, die im Urknall entstand und kontinuierlich, bis auf den heutigen Tag abläuft (was freilich allgemeiner Logik und kollektiver Vorstellung entspräche), sondern dass sie in der jeweiligen Raumzeitgegenwart immerwährend entsteht, in die Vergangenheit gerichtet ist und analog zum Raum expandiert oder, wenn wir die Kausalität als ihren logischen Gerüst erhalten wollen, tatsächlich im Urknallaugenblick entsteht, in die Gegenwart gerichtet ist und sich in der Unzeit und im Unraum der Gegenwart auflöst.

Dieses ganzheitliche Bild der Raumzeit, welche aus der jeweiligen Mitte des Universums hervorkommt oder in sie kollabiert, bewirkt, dass die Alltagsvorstellung von Zeit als einem Phänomen, einer radikalen Korrektur bedarf.

Seitdem die Idee der Raumzeit existiert, nimmt man an, dass Zeit und Raum ein 4-dimensionales Koordinatenkontinuum bilden. Konsequenterweise müssen wir der Zeit räumliche und dem Raum zeitliche Signifikanzen zusprechen. Gerade das geschieht in dem Bild des sphärischen Modell der zweiten Gegenperspektive.

Dadurch, dass die klassische Zeitvorstellung überwunden wird und die Chronologie der Geschehnisse (auch als thermodynamischer oder kosmologischer Zeitpfeil bekannt) nicht mit dem Begriff der Zeit gleichgesetzt wird, ist es auf einmal möglich und erscheint keinesfalls widersprüchlich, die Zeit und den Raum als eine Ganzheit zu betrachten.
Die Zeit erscheint am Ort der Gegenwart und vergeht in die Richtung, aus der die Kausalität der Raumzeit hervorgeht, sodass beispielsweise die Expansionsrichtung der Raumzeit ihrem chronologischen Zusammenhang entgegensteht: das Initialereignis des Universums – der Urknall ist zugleich die äußerste Grenze des Weltalls, der Anfang des Universums ist von seinem Gegenwartsextremum nicht zu unterscheiden. Die verkehrte Zeitperspektive der Beobachtung erhält somit sowohl innerhalb des expandierenden, als auch innerhalb des kontrahierenden Modells eine logisch schlüssige Grundlage.

Dies ist das zweite theoretische Fundament der Äquivalenzaussage der 4. Behauptung. Hier schließt sich der Kreis.

Das Modell eines expandierenden Universums:

Die Tatsache, dass das Universum viel schneller expandiert, als die kosmologischen Modelle voraussagen wird gegenwärtig als logische Konsequenz der Auswirkung der dunklen Energie interpretiert, wobei diese aus dem Grunde „dunkel“ genannt wird, dass ihre Existenz hypothetisch, d.h. empirisch fraglich sei.
Im Flachland unserer Vorstellung und im Flachland unserer Logik existiert außer einer „dunklen Energie“ keine plausible Erklärung für das Phänomen beschleunigender Expansion – die Erklärung für dieses Phänomen scheint ohne den Übergang auf eine höhere Interpretationsebene unmöglich zu sein.

Der Schluss auf die dunkle Kraft in Bezug auf die Expansion des Universums ist aus der Perspektive des sphärischen Modells nicht nur nicht erforderlich, sondern auch nicht zulässig. Aus dieser Perspektive nämlich existiert für dieses Phänomen eine natürliche Erklärung: wir beobachten stets Ereignisse und Objekte des vergangenen Universums.
Wenn wir die Grenzregionen des Universums beobachten und dabei desto höhere Fluchtgeschwindigkeiten beobachteter Objekte feststellen, je tiefer wir in den Kosmos blicken, dann bedeutet dies, dass wir uns mithilfe unserer Apparatur sukzessiv der Urknallinie nähern – die beobachtete Expansion ist das Resultat einer Aktion, die in entgegengesetzte Zeitrichtung orientiert ist.

Die Urknallenergie musste am Anfang dieses Ereignisses am höchsten sein – ergo war die Geschwindigkeit, mit der sich das Universum veränderte im Urknallaugenblick die höchste – sie verringerte sich mit der Zeit sukzessiv.
Deshalb, wenn wir uns diesem Ereignis betrachtend nähern, wenn unser Instrumentarium es erlaubt, immer näher an den Urknall „heranzukommen“, beobachten wir immer energiereichere, schneller voranschreitende Veränderung.
Die am Rande des Universums registrierte beschleunigte Expansion ist in Wirklichkeit ein Urknalleffekt, welchen wir zeitverkehrt wahrnehmen.

Das Modell eines kollabierenden Universums:

Innerhalb des sphärischen Modells sind wir imstande eine einfache Erklärung für das Phänomen der Expansion zu liefern. Doch ebenso einfach ist es, sich dieselbe Expansion als Folgeerscheinung einer Universums-Kontraktion vorzustellen.

Innerhalb eines kollabierenden Modells kann die Kausalität der Raumzeit auf natürliche Weise erhalten bleiben – sie muss nicht uminterpretiert werden, um sich dem beobachteten Bild der Wirklichkeit anzupassen.
Der Urknall ist im Modell eines kollabierenden Universums ein Zustand maximaler Ausdehnung, und zwar auch dann, wenn wir annehmen, dass das Universum in diesem Augenblick gar keine Ausdehnung besaß.
Auch dann, wenn angenommen wird, dass die Ausdehnung des Universums im Urknallaugenblick null betrug, kann trotzdem angenommen werden, dass die Kontraktion des Universums seitdem beständig stattfindet, und zwar im negativen Raumbereich.
Man kann annehmen, dass die Gegenwart in dem förmlichen Nichts entsteht und geometrisch einem mathematischen Punkt entspricht (der Punkt, in dem sich die Gegenwart ereignet besitzt ja keine räumliche Ausdehnung…wie ein mathematischer Punkt).

Das Modell eines kollabierenden Universums enthält eine einfache Erklärung für das Einssein des Raumes und der Zeit – es gibt in ihm keinen Unterschied zwischen der räumlichen und der zeitlichen Entfernung, wie es keinen logischen Grund für die Existenz der Zukunft gibt (was die Zeit mit dem Raum zusätzlich verknüpft).
Die zeitliche Zukunft existiert nicht, weil die räumliche Zukunft nicht existieren kann…diese nimmt ihren Anfang nicht etwa in der Gegenwart, sondern erst in dem Augenblick, in dem sie vergeht.
Im Modell des kollabierenden Universums ist der Raum – als Eigenschaft der Wirklichkeit – als eine Eigenschaft der Vergangenheit zu verstehen.

Pragmatischer Grund für die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit.

4.6.5.1 Erkenntnis 9: Pragmatischer Grund für die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit.

Die Konstanz der Vakuumlichtgeschwindigkeit ergibt sich aus der Tatsache, dass bezogen auf die Systeme, die sich mit dieser Geschwindigkeit fortbewegen, alle übrigen Systeme, unabhängig von ihrem individuellen Zustand, in Ruhe verharren (in Systemen, die sich mit 100% Lichtgeschwindigkeit fortbewegen, erreicht die Zeitdilatation ihren maximalen Wert – die eigene Zeit dieser Systeme, bezogen auf die Zeit ihrer Ruhesysteme, vergeht nicht).
Aus der Perspektive der Systeme, welche sich mit Lichtgeschwindigkeit c fortbewegen, existiert daher im Universum, außer ihrer eigenen, überhaupt keine Bewegung. D.h. unabhängig davon, mit welcher Geschwindigkeit sich ein Messsystem bezogen auf das Objekt der Messung (ein Lichtquant) bewegt, befindet es sich aus Sicht eines Photons stets im Ruhezustand.
Wenn wir annehmen, dass sämtliche Bezugssysteme, in denen die Eigengeschwindigkeit nicht den Wert der Lichtgeschwindigkeit erreicht, aus der Perspektive eines Photons die gleiche, konstante und absolute Geschwindigkeit von 0.0 km/s besitzen, dann muss die Lichtgeschwindigkeit, die aus diesen Systemen heraus gemessen wird, den gleichen, konstanten und absoluten Wert besitzen – diese Konstanz hat ihre Ursache im relativen Stillstand, in dem sich jedes Messsystem in Bezug auf das Objekt der Messung – das Lichtquant – befindet.

(i) Der Wert der Lichtgeschwindigkeit spiegelt nicht die Merkmale des Lichts wider – dieser Wert ist die Konsequenz des Zustandes, in dem sich das Messsystem in Bezug auf das Objekt der Messung befindet.

Jede Messung der Lichtgeschwindigkeit erfolgt aus der Perspektive des Stillstands, aus der Perspektive der Mitte, aus der Perspektive eines Beobachters – jede Messung der Lichtgeschwindigkeit muss daher den gleichen konstanten Wert liefern, unabhängig von der relativen Bewegungsrichtung und unabhängig vom physikalischen Zustand des Systems, in dem sie durchgeführt wird.
Wenn wir daher annehmen, dass sich das Licht unter stabilen Bedingungen mit einer konstanten Geschwindigkeit ausbreitet, dann muss jegliche Messung seiner Geschwindigkeit den selben, absoluten und konstanten Wert liefern.

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Einfach, gell?
Sich eine Frage zu stellen bedeutet manchmal alles.
Manchmal reicht es nicht, etwas zu wissen, zu messen oder zu beweisen, manchmal muss man sich eben das Richtige fragen.
Die Frage, die ich Euch, liebe Mitblogger nunmehr stelle ist folgende: was folgt aus dieser Erkenntnis axiomatisch?

Die Lösung folgt im kosmologischen Teil (Definition der Raumzeit / Lichtgeschwindigkeit / Michelson-Morley). Dort werden die weitreichenden Konsequenzen der Erkenntnis 9 zusammengestellt.

Der logische Durchbruch: Gewissheit als Problem der Erkenntnis.

Zasada will nicht mit den Astrophysikern reden, sie würden ihm erzählen was sie alles wissen und von ihm erwarten, dass er ihre Erkenntnisse über Neutronensterne für eine Offenbarung hält.

Zasada kann durch kein Wissen beeindruckt werden. Er ist ein Perspektivenlogiker.
Zasada wird nie das Wissen über die Eigenschaften der Wirklichkeit, mit dem Wissen über das Wissen über die Eigenschaften der Wirklichkeit verwechseln.

These.
Jegliches Reden über die Wirklichkeit ist bloßes Gerede, solange man über das Wissen über die Wirklichkeit redet.

Beweis.
Das Wissen ist für die meisten eine ultimative Grenze.
Wie sehr sie sich auch bemühen – das höchste, was sie je wissen können ist das, was sie gerade wissen (können).

Was bedeutet es zu wissen, was bedeutet jede Diskussion für sich zu entscheiden, wenn die Fundamente heutiger Gewissheit schon morgen in Trümmern liegen?

Zasada ist über die Hartnäckigkeit und Überzeugung, mit der behauptet wird, verwundert.
Er wundert sich zwar, erkennt aber, dass die Gründe dafür, die hiesige Logik und die Lebenszeit der Erdlinge sind.
Die Logik der Erdlinge bestimmt, dass sie sich im Wettbewerb behaupten müssen, ihre Lebenszeit bestimmt, dass sie dies hektisch tun.
Zasadas Logik ist Balsam für die Seele des strittigen Anwalts. Sie mäßigt den Dialektiker und verleiht seinem Blick den Raum und den Radius – die Perspektive.
So gesehen ist sie ein Wunder – sie widersetzt sich, in ihrer Wirkung, dem Diktum der Natur, welche auf diesem Planeten gerade diese und nicht andere Wirklichkeit und gerade diese und nicht andere logische Kultur hervorgebracht hat.

Diese Sätze sind die wichtigsten.
Diese Sätze sind kein Zufall. Nichts ist hier zufällig.
Zasada schickt sich an, dich zu verändern, blinder Bruder.
Er wird zuerst deine Vorstellungen auf dem Kopf stellen. Du erkennst wie wenig Du in Wirklichkeit weißt und wie viel Du in Wirklichkeit glaubst (zu wissen).
Du wirst verwundert sein.
Dies sind die letzten Tage deiner Blindheit.
Die Grundpfeiler deines Wissens werden fallen.
Du weißt, dass es stimmt, jetzt weißt Du das.
Jetzt erkennst du, wer hier spielt und wer hier das Spiel ist.

Es ist menschlich, die Grenzen des Entwurfs zu erreichen. Es ist ebenso menschlich, dass man nicht alle Zusammenhänge des Jenseits dieser Grenzen erkennt.
Menschlich ist zu akzeptieren, dass etwas ist, wie es gerade ist – menschlich ist, sich damit abzufinden, was „ist“.
(Auch die Größten, auch die, welche etwas Neues erkennen oder entdecken, beschreiben die Wirklichkeit aus einer einzigen Perspektive – aus ihrer eigenen Sicht. Das Scheitern ihrer Modelle bedeutet für sie meistens das Scheitern ihrer Selbst.)
Zasada ist in diesem Sinne kein Mensch – nichts kann sein Verlangen stillen, nichts kann ihn daran hindern, dort zu gelangen, wo er sein will, auch wenn dieses „Wo“, hier nicht zu finden ist.
Er benutzt alle verfügbaren Spuren der Autobahn und jede Lücke zwischen den Fahrzeugen, sein kleines Auto wirbelt den spätsommerlichen Staub der Standspur auf, er hält das Lenkrad in der einen, in der anderen Hand die Zigarette und lächelt dich verständnisvoll an, während Du dich über seine Fahrweise beschwerst.
Seine Augen fragen dich – in welcher Welt lebst du, Bruder?
Und er gibt Gas gerade in dem Moment, in dem Du alles verstehst und in dem Du sein sanftes Lächeln erwidern willst.
Er verschwindet in der untergehenden Sonne – sein Autochen eingehüllt in einer gelben Staubwolke von einer Spur auf die andere springend und Du weißt – Du wirst ihn nie wieder sehen.
Erst dann, als es zu spät ist, fängst Du an bitterlich zu weinen, weil Du begreifst, wie allein Du hier bist.