UNIVERSALLOGIK

Hier schreibt Maciej Zasada

Tag: Philosophie

Mein Beitrag zur Weltverbesserung.

Für Resi.

„Gott liebt alle, universell“.

Selbst wenn es so wäre, wäre Mensch immer noch des Problems Kern: Indem er göttliche Liebe durch Prisma seiner Lokalität betrachtete, versuchte er (wie er es auch jetzt tut) Gottes Gunst zu gewinnen, um seine eigene Position vor den anderen auszeichnen. Indem Mensch gottes Liebe auf sich selbst und auf seinen lokalen Umkreis bezöge, entstünden (wie sie auch jetzt entstehen) Hierarchien, in denen das eigene Verhalten Gott gefallen würde, während das der anderen weniger, Hierarchien in denen das Gute im eigenen Bezugskreis, während das Böse in fremdem zu finden wäre.
Selbst wenn Gottes Liebe absolut wäre, stellte das für das Problem keine Lösung dar, denn eine solche Liebe oder Zuwendung für Menschen unvorstellbar sei.
(Hier ist der Mensch das Problem)
Einen neuen Sinn kann nur die Übernahme der Perspektive Gottes schaffen. Diese berücksichtigt nämlich keine menschlichen Hierarchien, keine menschlichen Werte, keine Dogmen, sie berücksichtigt nicht den Unterschied zwischen dem Guten, das auf eigene Lokalität beschränkt ist und dem Bösen, das von den Fremden verkörpert wird – nicht die zahnlose „Nächstenliebe“ wird den Paradigmenwechsel herbeiführen, sondern die Übernahme der göttlichen Vollkommenheit – seiner Perspektive (die Augen des Orakels).
Warum das?
Weil indem wir „Nächstenliebe“ wählen, werden wir uns dem Einfluss des lokalen Bezugs nie entziehen können (2000 Jahre lang mißlingt der gegenwärtige Versuch). Indem wir dagegen Gottes Perspektive übernehmen, verpflichten wir uns, werden wir gezwungen, wie Gott zu betrachten und wie Gott zu urteilen – selbst unsere Feinde werden nach göttlichem Maßstab beurteilt und behandelt. Diese göttliche Erfahrung wird die Erkenntnis Gottes zur Konsequenz haben.

Göttlicher Maßstab ist weder mit unserer Lokalität, noch mit jeweils lokal gültigen Wertesystemen logisch gekoppelt. Gottes Perspektive verpflichtet zur Gerechtigkeit gegenüber allen. Diese Gerechtigkeit hat ihren Motiv in der Erkenntnis und in dem Bewusstsein des Göttlichen.
Die universelle Perspektive ist das Band, von dem Du sprichst:

„das Band, das alles vollkommen macht“.

Durch Liebe lässt sich das Menschliche definieren. Liebe schließt allerdings das Göttliche in uns aus. Sie ist nicht universell, sie ist dialektisch. Sie betrifft nur diejenigen, die lieben und diejenigen, welche geliebt oder nicht geliebt werden.
Für Götter begrenzt Gut und Böse, Liebe und Haß und all die anderen sich gegenüberstehenden dialektischen Werte, die Sphere des Menschlichen.
Für Götter ist die Menschheit ein Zustand des Absurden…das Absurde ist das Menschliche. Die Werte, die auf lokalgültige Umstände bezogen werden, erscheinen nur uns sinnvoll – in Wirklichkeit sind sie voller Widerspruch.
Es reicht, wenn wir den Unsinn der Feindlichkeit zwischen den russischen und ukrainischen Bezugssystemen und ihren aktuellen Umständen erkennen, um zu verstehen, was dieser Unsinn bedeutet und was seine Konsequenzen sind. Da vergeht einem das Lachen.

Wenn wir die Perspektive Gottes übernehmen, der die Welt zugleich mit den Augen der Gerechten und der Ungerechten, der Guten und der Bösen, der Russen und der Ukrainer sieht, dann werden wir uns schnell überzeugen, dass jeder aus eigener Perspektive gut und gerecht ist – die Bösen sind stets die anderen.
Die Erkenntnis dieser Regel ist ein Meilenstein auf dem Weg hin zur Erkenntnis der Wahrheit über die menschliche Unvollkommenheit und über die absurde Ordnung der menschlich verstandenen Wirklichkeit.
Es ist eine mächtige Perspektive und eine mächtige Erkenntnis… die imstande ist, unsere Existenz im Widerspruch des Zweiwertigen zu überwinden.

Ich habe den Ausgang aus dem Fliegenglas gefunden.

Es ist mein Beitrag zur Weltverbesserung 🙂
Es ist nicht gerade wenig.
OK, sagt den Sternen, es kommt (1,2,3…) der METEOR!

Logischer Paradigmenwechsel.

Obwohl ich schon seit langem über Universallogik schreibe und mir ihrer Wirksamkeit und Effizienz bewusst bin, so konnte ich bisher kein Motiv finden, warum ein Wechsel des logischen Paradigmas aus Sicht der Menschheit notwendig oder auch nur „wünschenswert“ sein sollte.

Schließlich scheinen uns die Prinzipien unserer bestehenden Logik klar, stabil und unantastbar zu sein. Unsere Logik bestätigt sich nicht nur in Bezug auf alle großen wissenschaftlichen Errungenschaften der Menschheit, sondern vor allem in Bezug auf jede einzelne Alltagssituation.

Den Rest des Beitrags lesen »

eBook zum Downloaden: „Logisches Traktat über Gott, Menschheit und das Universelle Bewusstsein.“

Clicke hier um das eBook zu erhalten.

Demnächst hier als eBook erhältlich: „Logisches Traktat über Gott, Menschheit und das Universelle Bewusstsein“.

Das antisymmetrische Universum. 

Behauptung: Die Gegenwart ist innerhalb des Universums das universelle Bezugssystem.

1. Die Raumzeit als Bühne der Wahrnehmung.

1.1) Feststellung: Sämtliche Objekte der Beobachtung befinden sich aus Sicht des Beobachters in umgebendem Raum.

1.1.1) Anders ausgedrückt: alles, was wahrgenommen oder gemessen werden kann, ist aus Prinzip Bestandteil der Raumzeit.

Deshalb gilt:

1.1.2) These: Bezogen auf die Gegenwart der Wahrnehmung, gehören sämtliche Objekte der Wahrnehmung der Vergangenheit an.

1.1.2.1) Gilt die These, dass innerhalb der Gegenwart aus Prinzip keine Entfernung bewältigt werden kann (denn jede Entfernung nur unter Zeitverlust zu bewältigen ist), so ist es unmöglich, dass Dinge der aktuellen Gegenwart beobachtet werden (denn innerhalb der Gegenwart findet keinerlei Übertragung der Signale statt). 

Die Gegenstände der Betrachtung können demnach ausschließlich als Signale der Vergangenheit wahrgenommen werden.

Abbildung I: Dargestellt ist ein Koordinatensystem mit einer Zeit- und einer Ortsachse. Weiter zu sehen ist ein Raumpunkt (A), der sich bezogen auf die Gegenwart der Wahrnehmung (Koordinatenursprung) in umgebendem Raum befindet (Koordinatenwert: -ct’/x‘). Es ist ersichtlich, dass kein Objekt der Wahrnehmung, sich innerhalb der Gegenwart der Wahrnehmung befinden kann. Kein Objekt der Wahrnehmung kann den Koordinatenwert (x=0; -ct=0) besitzen. Dieser Koordinatenwert bestimmt nämlich den Ursprung des Koordinatensystems des Beobachters. Ich betrachte deshalb die These 1.1.2 als bewiesen: Objekte der Raumzeit und Objekte der Gegenwart unterscheiden sich darin, dass die ersteren der Vergangenheit, während die zweiteren der Gegenwart angehören.

1.1.2.1.1) Aus der Perspektive der Gegenwart werden Den Rest des Beitrags lesen »

Was soll das mit dem Gottesbeweis? Als Agnostiker, brauch ich doch keinen.

Das stimmt, ich bin ein Agnostiker. Dass ich aber ale Agnostiker einen Gottesbeweis fabriziere, ist kein Widerspruch…
Bei meinem Gottesbeweis geht es mir nämlich nicht um Gott selbst, sondern um die Logik, mit der ich seine Existenz begründe. Gott ist nur der Vorwand. Für mich ist Gott in erster Linie eine logische Instanz, eine Veranlassung, über Menschen nachzudenken, über Differenzen, die uns von seinem idealen Wesen unterscheiden, über unseren Platz im Universum und über die Möglichkeit, seine universelle Rationalität einzuführen.

Solange wir nämlich eine zweiwertige Logik verwenden, in der die Lüge einer der beiden logischen Werte, und in der das Böse einer der beiden ethischen Werte ist, wird die Brücke, die uns mit unseren entferntesten, primitivsten und blutrünstigsten Vorfahren und mit ihrer trostlosen Realität verbindet, erhalten bleiben.

Die These, die ich in diesem Punkt vertrete ist, Den Rest des Beitrags lesen »

Warum mein Gottesbeweis funktioniert? Was zeichnet Gott aus, wie ist er zu definieren?

Obwohl die Antwort auf diese Fragen bereits im Text meines Beweises selbst enthalten ist, so fragen mich die Leute danach – vielleicht habe ich mich nicht klar genug ausgedrückt …

Im ontologischen Beweis von Hlg. Anselm von Canterbury wird Gott als ein „vollkommenes“ Wesen definiert – der Begriff „vollkommen“ selbst jedoch gar nicht…

Dies ist ein Kardinalfehler. Derselbe, den uns die Kinder vorhalten, wenn wir versuchen, sie von unserer intellektuellen Überlegenheit zu überzeugen. Kinder fragen so lange, bis wir nicht in der Lage sind, die verwendeten Bedeutungen zu definieren, bis wir uns in Translationen verlieren und am Ende ein apodiktisches „… weil es so ist! Ende der Diskussion “ ausstoßen…womit wir gar unsere intellektuelle Hilflosigkeit unter Beweis stellen…

Die undefinierte Qualität, die der Gegenstand von Anselms Beweis ist, macht diesen unvollständig. Solange wir nämlich nicht genau wissen, wovon wir sprechen, indem wir „vollkommen“ sagen, solange können wir nicht über die Existenz eines Wesens spekulieren, dessen essenzielle Eigenschaft „die Vollkommenheit“ ist. Ohne genau zu wissen, worin Gottes Vollkommenheit besteht, können wir uns nicht auf sie berufen, um seine Existenz zu belegen. Den Rest des Beitrags lesen »

Universallogischer Gottesbeweis.

1.) Die Eigenschaften.

1.1) Aufgrund ihrer Eigenschaften lassen sich Dinge voneinander unterscheiden.

Dinge und Wesen unterscheiden sich. Wesen sind Dinge, Dinge sind nicht Wesen.

1.2) Definition der kollektiven Eigenschaft:

Eine Eigenschaft eines Wesens ist kollektiv, falls sich diese mehreren Wesen zuordnen lässt (wenn sich beispielsweise aufgrund dieser Eigenschaft Gruppen, Klassen oder Spezies bilden lassen).

1.3) Definition der individuellen Eigenschaft:

Eine Eigenschaft eines Wesens ist dann individuell, wenn es sich, aufgrund dieser Eigenschaft, von allen anderen unterscheidet.

1.4) Wahrnehmungsfähigkeit als Eigenschaft.

1.4.1) Die Wahrnehmungsfähigkeit ist eine kollektive Eigenschaft aller seienden Wesen. Aufgrund des Vorhandenseins oder Nichtvorhandenseins der Wahrnehmungsfähigkeit lassen sich seiende von nichtseienden Wesen unterscheiden.

1.4.2) Eine kollektive Eigenschaft aller seienden Wesen ist auch ihre Existenz innerhalb der Natur.

1.4.3) Eine kollektive Eigenschaft der seienden Wesen ist auch die Fähigkeit der (selektiven) Wahrnehmung.

2.) Das Göttliche.

2.01) Die Fähigkeit der Universellen Wahrnehmung ist eine individuelle Eigenschaft eines besonderen Wesens.

2.02) Falls eine individuelle Eigenschaft existiert, die ein einziges Wesen oder eine bestimmte Klasse von Wesen von all den anderen unterscheidet, dann ist diese Eigenschaft als göttlich zu bezeichnen.

2.1) Behauptung: Es existiert genau eine individuelle Eigenschaft, welche Gott von all den anderen Wesen unterscheidet. Diese Eigenschaft, wenn sie von Gott erfüllt wird, determiniert seine Existenz. Den Rest des Beitrags lesen »

Über die Notwendigkeit der Veränderung des logischen Referenzrahmens der Menschheit.

Was ich vorschlage, sind definitiv nicht die interessantesten Themen, die für den durchschnittlichen Internetfresser von Interesse sind. Die Menschen sind normalerweise an einfachen Lösungen, an einfachen Informationen interessiert.

Was ich schreibe, betrifft indes eines der wichtigsten Dinge, die sich heutzutage abspielen und entscheiden – aus diesem Grund sollten sie eigentlich jeden interessieren…wäre mein Gegenstand nicht abstrakt…

Wir sehen, was in der Welt passiert. Ob es am Coronavirus oder an untergehenden Werten oder an der instabilen wirtschaftlichen Situation liegt – es stehen uns wohl einige endgültige Entscheidungen bevor. Diese werden u.a. die Umstände der gesamten Menschheit betreffen.

Den Grund dafür sehe ich darin, dass wir an einem Punkt angelangt sind, an dem die Effizienz unseres logischen Systems ihren höchsten, unüberschreitbaren Wert erreicht hat. Die Logik folgt nicht mehr der Realität. Die Dinge entziehen sich der Vernunft…Entgegen der Vorstellung ist dies ein gutes Zeichen. Es läutet nämlich das baldige Ende des archaischen Zeitalters auf diesem Planeten ein.

Wenn wir einsehen, dass „die Grenzen unserer [Logik] bedeuten die Grenzen unserer Welt“ (paraphrasiert nach L. Wittgenstein), dann konstatieren wir konsequenterweise, dass wir in Wirklichkeit in einer zweidimensionalen Welt leben. Gleichzeitig erkennen wir selbstverständlich, dass die logische Zweidimensionalität nichts mit der Dimensionalität der beobachtbaren Welt zu tun hat. Den Rest des Beitrags lesen »

Überwindung der traditionellen Wertesysteme. Überwindung der Lüge. Perspektive Gottes.

Die Angst ist allgegenwärtig.
Menschen befürchten den Virus, den Tod, den Verfall von Recht, Ordnung, Kirche, Familie, sie befürchten Apokalypse, Greta Thunberg und den morgigen Tag. Zudem, angesichts der ungewissen Zukunft, denken sie rückschrittlich – sie wollen tatsächlich, dass alles so bleibt, wie es ist.
Leider ist die Unbeständigkeit, eine der Prinzip-Eigenschaften dieses Universums. Nichts verharrt hier in Ruhe, panta rhei…
Die vernünftigste Wahrnehmungsmethode wäre daher die Akzeptanz der daherkommenden Veränderungen. Die Angst vor der Zukunft lähmt das Gegenwärtige. Und eben das ist irrational – Zukunft wird ja so oder so entstehen – unabhängig davon, ob sie einem gefällt oder nicht.


Dekonstruktion der Sentimentalwerte.

These: die meisten Wertesysteme sind virtuelle Sprachkonstrukte – sie besitzen kein reales Dasein innerhalb der Wirklichkeit der Gegenstände – sie sind virtuell.

Die Natur der Begriffe und der Werte innerhalb der Natur.
Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.
Ludwig Wittgenstein („Tractatus Logico-Philosophicus”, Satz 5.6)

Ich war lange unter dem Einfluss dieser Worte und lange glaubte ich, dass sie definitive Wahrheit ausdrücken. Heute weiß ich jedoch, dass die Wirklichkeit der Welt vor allem außerhalb des sprachlich Ausdrückbaren sich abspielt. Heute weiß ich sogar mehr: es existiert gar keine Verbindung zwischen der realen Welt (welche ich weiter als „Natur“ bezeichnen will) und der Welt der Begriffe und Bezeichnungen der Sprache. Es ist zwar schwer vorstellbar, aber diese zwei Mengen besitzen überhaupt keine gemeinsamen Punkte.
Die Begriffswelt existiert real nur im Kontext des artikulierenden Bewusstseins, die Natur dagegen operiert mit gar keinen Begriffen (meine abgewetzte Metapher: ein Baum am Straßenrand, ist dieser ein Gegenstand der sprachlichen Beschreibung, kann als solcher existieren oder nicht, kann grüne Blätter, Nadeln oder andere Attribute besitzen, kann auf der rechten oder linken Straßenseite stehen…Derselbe Baum, betrachten wir ihn in Wirklichkeit, ist genau so, wie er ist – er existiert oder nicht – aber gewiss unterliegt er keinen Gesetzen der dialektischen Zweiwertigkeit, dh. seine Existenz oder Nichtexistenz kann, im Gegensatz zu einer beliebigen Beschreibung, unter gar keinen Umständen falsch sein…).

Alles innerhalb der nichtsprachlichen Welt ist, auch für ein bewusst operierendes Wesen, höchstens ein Bildnis, kein Wort.

Den Rest des Beitrags lesen »

Verallgemeinerung der gödelschen Sätze.

von Maciej Zasada

Kurt Gödel bewies, dass formale Systeme von ausreichender Mächtigkeit, Reichhaltigkeit und Einfachheit (wie beispielsweise Arithmetik) entweder unvollständig oder widersprüchlich sind (vereinfacht).

Wenn es sich um die Arithmetik handelt, auf deren Vorlage Kurt Gödel seinen beweisenden Gedankengang testete, so trifft diese Regel voll und ganz zu. Sie verhindert, dass die Fundamente der Arithmetik axiomatisierbar sind, und sich aus den vorhandenen Gesetzen der Logik ableiten lassen.

Die Dialektik.

Wir wollen hier zeigen, dass die von Gödel entdeckte Abhängigkeit auch für die Dialektik gilt und bedeutet dort, dass es in jedem genügend ausdrucksstarken formalen Sprachsystem S immer mehr wahre Sätze existieren, als in S beweisbar sind. Den Rest des Beitrags lesen »

Homo Deus.

Die Tatsache der Existenz oder Nichtexistenz Gottes, des Universums oder einer gegebenen Wahrheit ist unabhängig von unseren Ansichten oder aktuellem Wissensstand. Die Erde dreht sich um die Sonne unabhängig davon, ob wir daran glauben oder nicht.

Das Beispiel kopernikanischer Himmelsmechanik zeigt, dass nicht alles, was uns lokal evident erscheint, auch aus der universellen Perspektive Den Rest des Beitrags lesen »

Eine universallogische Untersuchung der klassischen Aussagenlogik.

Abstract: Wir zeigen hier, dass die zweiwertige Aussagenlogik ein diabolisches System der Lügenverwaltung ist. Um dies zu erkennen, gehen wir bis ans Ende: wir dekonstruieren die Sprache und ihre Logik.—

Den Rest des Beitrags lesen »

Der unwiderlegbare Beweis dafür, dass die Gleichzeitigkeitsdefinition von Albert Einstein unvollständig ist, und auf Widersprüche führt.

Zusammenfassung: Es wird genau das behandelt, was der Titel verspricht.

Definition der Gleichzeitigkeit im Vakuum:
„Es seien A, B zwei Punkte des Inertialsystems K, etwa die Endpunkte eines relativ zu K ruhenden Stabes, dessen Mittelpunkt M sei. Von M werde ein Lichtsignal nach allen Seiten ausgesandt. Das Prinzip der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit zwingt uns zur Festsetzung, dass die Ankunft des Lichtsignals in A und die Ankunft in B gleichzeitig seien. Damit haben wir eine physikalisch sinnvolle Definition der Gleichzeitigkeit gewonnen.“

A. Einstein

Die Gleichzeitigkeit erweist sich hier, außer dass sie, verständlicherweise, zurecht, als eine physikalische Eigenschaft der Systeme bezeichnet wird, als eine „geometrische Eigenschaft“ zweiter Ordnung.
(Setzt man die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit und die „Sendevorrichtung“ der kugelförmigen Lichtimpulse als eine axiomatische Bedingung der Konstruktion voraus, und dann, gerade aus Grund ihrer Selbstverständlichkeit, sogleich aus dieser entfernt, so erweist sich, in Folge, die Symmetrie der Punkte-Anordnung als entscheidend für die Ermittlung und für die Bestimmung ihrer Gleichzeitigkeit…s. hier).
Die geometrische Anordnung der Punkte, erweist sich also genauso gut dazu geeignet, die Gleichzeitigkeit bezogen auf die Form der Signalfront (der Lichtimpulse) zu ermitteln, wie die durch Konstanz der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum bedingte Kugelförmichkeit der Licht-Signalfront innerhalb der physikalischen Anordnung A-M-B.

Es zeigt sich also, dass die Dreh-Symmetrie bezüglich eines Symmetrie-Mittelpunktes, als geometrische Eigenschaft, zur Bestimmung der Gleichzeitigkeit der geeigneten Punkte der Mannigfaltigkeit verwendet werden darf.
Es ist zu beachten, dass eine Gleichzeitigkeit sämtlicher Punkte, welche sich innerhalb ein und derselben Gegenwart auf der gesamten kugelförmigen „Oberfläche“ der Signalfront eines aus M ausgesandten Lichtsignals befinden, unter diesen Umständen notwendig angenommen werden muss (Gleichzeitigkeit der gesamten Signalfront). Die Tatsache, dass wir hier, wie Albert Einstein, bloß einige wenige Punkte dieser „Signalfront-Oberfläche“ betrachten, welche diesem Kriterium tatsächlich genügen (hier: Punkte A und B), ist zufällig und sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass es von solchen geeigneten Punkten auf der Kugeloberfläche einer Signalfront unendlich viele geben muss.

Vereinbarungen:
1. Eine sich vom Symmetrie-Mittelpunkt M in alle Richtungen ausbreitende Licht-Signalfront ist aufgrund der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum stets M-symmetrisch und kugelförmig.

2. Jeder Punkt einer aus M ausgehenden, kugelförmigen und M-symmetrischen Licht-Signalfront ist innerhalb ein und derselben Gegenwart (innerhalb einer „Momentaufnahme“) gleichzeitig mit jedem anderen Punkt dieser Licht-Signalfront, denn jeder Punkt, der durch die Licht-Signalfront erfasst wird, wird aufgrund der angenommenen omnidirektionalen Konstanz der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum, gleichzeitig mit jedem anderen geometrisch günstig gelegenen Punkt, von der gleichmäßig fortschreitenden, kugelförmigen, M-symmetrischen Licht-Signalfront erfasst.

3. Wenn die besagte Signalfront sämtliche geometrisch günstig gelegenen Punkte innerhalb ein und derselben Gegenwart erfasst, dann spielt die Bewegung und die Bezugszugehörigkeit der betroffenen Punkte keine Rolle (keine Relativität der Gleichzeitigkeit), denn es existiert innerhalb einer Gegenwart prinzipiell keine Bewegung und, außer der geometrischen, auch keine kausale Verbindung.

Konsequenzen:
Ausgehend von der geometrischen Konstruktion (VII) der Anordnung A-M-B und von dem von Einstein definierten Begriff der Gleichzeitigkeit, können wir aufgrund der getroffenen Vereinbarungen folgendes behaupten:

Wird innerhalb der Anordnung A-M-B eine weitere Strecke konstruiert, welche gleich lang wie die Strecken MA und MB ist, mit dem Mittelpunkt M der Strecke AB als einem Ende, so liegt das andere Ende dieser Strecke (C) innerhalb der potenziellen Licht-Signalfront-Oberfläche.

Für die Gleichzeitigkeit der Punkte bezüglich M erweist sich also nicht (nur) ihre Seitensymmetrie bezüglich Mittelpunktes M ihrer Entfernungsstrecke, sondern überhaupt jede Symmetrie der Punkte bezüglich M. Punkt M muss sich also nicht, wie noch von Einstein gefordert, auf der Verbindungsstrecke in der Mitte zwischen den Endpunkten A und B befinden, um zu gewährleisten, dass die von ihm ausgehende Lichtsignale Punkte A und B (und C) gleichzeitig erreichen. Punkt M soll bloß symmetrisch (gleich weit entfernt) bezüglich AB(C) platziert sein, um die Gleichzeitigkeit dieser Punkte zu indizieren.

Auch dann wenn nach gleichem Muster, wie in der Abbildung VIIi, eine Strecke wie MD konstruiert wird (VIIii), werden die Punkte C und D aus demselben Grund gleichzeitig bezüglich ihres Symmetrie-Mittelpunktes M, wie die Punkte A und B.

Stachel:
Aufgrund einer von der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit bedingten Kugelförmigkeit der Licht-Signalfront und aufgrund der angenommenen Konstanz der Lichtgeschwindigkeit an sich, ist die Behauptung Einsteins, dass das aus dem Mittelpunkt M ausgesandte Lichtsignal, bloß die beiden Enden (AB) des geradlinigen Stabes gleichzeitig erreicht, unvollständig.
Vollständig und widerspruchsfrei wäre die Behauptung, dass die Licht-Signalfront sämtliche Punkte gleichzeitig erfasst, welche (innerhalb ein und derselben Gegenwart) gleich weit von M entfernt sind.

Widersprüchlich ist dabei die geometrische Konstruktion der Definition Einsteins: wie wir der Abbildung VIIii leicht entnehmen können, erfüllt die Verbindung BD (rot gezeichnet) die Bedingung der Gleichzeitigkeit, nicht aber die von Einstein definierte. Die Bezugsebene der Gleichzeitigkeit darin, ist die Symmetrie der Punkte B und D bezüglich M. Diese ist aber keine von Einstein verlangte Seitensymmetrie bezüglich eines Punktes, der „auf einer Verbindungsstrecke“ in „der Mitte“ „zwischen“ p,q platziert ist.

Ein weiterer Widerspruch zeigt es sich auch darin, dass zwischen B und D ein zusätzlicher Symmetrie-Mittelpunkt m definiert werden könnte, welcher der Definition Einsteins genügen würde, obwohl die Punkte B und D anhand ihrer Ausrichtung bezüglich M bereits als gleichzeitig zu bezeichnen wären (VIIiii). Die Punkte B und D würden somit jede Verbindung mit ihrem Symmetriemittelpunkt M verlieren und einem komplett anderem physikalisch-geometrischen System angehören. Ihre Gleichzeitigkeit mit den Punkten A und C könnte gänzlich unerkannt bleiben.
Dies würde nicht passieren, wäre die anfangs zitierte Definition vollständig formuliert.

Wir haben somit gezeigt, dass die Definition der Gleichzeitigkeit von A. Einstein unvollständig ist, und (deshalb) auf Widersprüche führt, qed.

Vollständig formulierte Definition der Gleichzeitigkeit:
Zwei oder mehr beliebige Punkte A,B,C werden dann gleichzeitig von einer sich im Vakuum mit Lichtgeschwindigkeit ausbreitenden, kugelsymmetrischen Signalfront erfasst, wenn sie im Augenblick der Erfassung identische Distanz zum Symmetrie-Mittelpunkt M dieser Signalfront besitzen. Identische Distanz der Punkte A,B,C zum Symmetrie-Mittelpunkt M, zusammen mit dem Prinzip der Konstanz der Vakuum-Lichtgeschwindigkeit determinieren, dass die Ankunft des Lichtsignals in A, in B und in C gleichzeitig erfolgt.

Notiz: Wenn zwei oder mehr Punkte innerhalb ein und derselben Gegenwart von einer sich aus ihrem gemeinsamen Symmetrie-Mittelpunkt M ausbreitenden Licht-Signalfront L erfasst werden, dann sind diese Punkte, als eine Konstellation, kugelsymmetrisch um M angeordnet – nur in diesem Fall ist es nämlich möglich, dass sie von L gleichzeitig erfasst werden.

Einstein: Reloaded.

Für Resi

Aussage 1: A. Einstein

„Physikalische Erfahrungen sind immer Konstatierungen der Koinzidenzen. Diese finden darin Ausdruck, dass zwei oder mehr Ereignisse dieselben Koordinaten xyzt bzw, x1…x4 haben“.

///

Es stimmt nicht ganz, dass die physikalischen Erfahrungen immer nur Konstatierungen der Koinzidenzen sind. Die physikalischen Erfahrungen haben ja auch mit der Erfahrung des Universums als Ganzes zu tun. Gerade diese Erfahrungen waren beispielsweise für die Formulierung des Äquivalenzprinzips oder des Relativitätspostulats massgeblich.

Wir stellen uns mechanisch vor, wie die Welt funktioniert und bilden in unseren Modellen die Mechanismen ab, von denen wir glauben, dass sie beim Funktionieren der Welt eine Rolle spielen. Dies ist auch Physik. Aber auch in dem Fall, in dem die Modellvorstellung nichts mit der Physik zu tun haben soll, wenn unsere Vorstellungen nur metaphysisch sind, dann nennen wir halt dies, womit wir uns hier beschäftigen Metaphysik und üben unsere Wirkung auf die Physik von Außen aus, ich habe nichts dagegen.

Zurück zum Thema:

These z:Zwei oder mehrere Ereignisse können nicht dieselben Koordinatenwerte x1…x4 besitzen. Das Postulat Einsteins, dass „physikalische Erfahrungen immer Konstatierungen der Koinzidenzen sind, welche ihren Ausdruck darin finden, dass zwei oder mehr Ereignisse dieselben Koordinaten xyzt bzw, x1…x4 haben““ muss daher falsch sein.

Beweis 1: Drei Definitionen der Gleichzeitigkeit von Zasada.

Wir haben das Thema der Gleichzeitigkeit bereits ausführlich behandelt (hier). Wenn zwei oder mehrere Ereignisse dieselben Koordinaten besitzen, dann müssen sie gleichzeitig an einem Ort stattfinden. Es ist zwar vorstellbar, aber praktisch unmöglich, wenn das Postulat der Identität der Sache mit sich selbst seine Gültigkeit beibehalten sollte (siehe unten). Auch die Gleichzeitigkeit scheint hier eine unüberwindbare Hürde zu sein…

Definition der Gleichzeitigkeit von Einstein:Es seien A, B zwei Punkte des Inertialsystems K, etwa die Endpunkte eines relativ zu K ruhenden Stabes, dessen Mittelpunkt M sei. Von M werde ein Lichtsignal nach allen Seiten ausgesandt. Das Prinzip der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit zwingt uns zu der Festsetzung, dass die Ankunqft des Lichtsignals in A und die Ankunft in B gleichzeitig seien. Damit haben wir eine physikalisch sinnvolle Definition der Gleichzeitigkeit gewonnen.“

Bitte beachten:
Diese Definition, obwohl durchaus sinnvoll, gilt nur für statische, unbewegte Inertialsysteme (die Gleichzeitigkeit ist auch für Einstein relativ). Außerdem koinzidieren hier nicht die Punkte A und B jeweils miteinander (im besagten Punkt mit Koordinaten xyzt), sondern die jeweiligen, um die Strecke A-B voneinander entfernten Anzeigen der „Gleichzeitigkeit“. Dieser Umstand zeigt, dass die obige Definition als Indikat der raumzeitlichen Koinzidenz unbrauchbar ist, und, ferner, dass ausschliesslich Ereignisse, welche voneinander entfernt sind, gleichzeitig geschehen können.

Die „Gleichzeitigkeit“ bedeutet wohl etwas anderes, als Einstein im Sinn hatte.

Definition der Gleichzeitigkeit 1:Zwei Ereignisse geschehen gleichzeitig, wenn für sie beide in keinem einzigen Bezugssystem innerhalb des gesamten Universums eine physikalische Möglichkeit besteht, den Augenblick des jeweils anderen Ereignisses wahrzunehmen, bzw. diesen Augenblick aus ihrer aktuellen Position zu registrieren (sprich: zu messen), denn egal wo und wann ihre Gleichzeitigkeit stattfindet, findet sie innerhalb einer und derselben Gegenwart statt.

Unabhängig davon, ob gleichzeitig erfolgende Ereignisse in verschiedenen Galaxien stattfinden oder in unmittelbarer Nähe zueinander, sie finden innerhalb einer einzigen Gegenwart statt. Allein dies ist entscheidend dafür, dass die Feststellung ihrer Gleichzeitigkeit prinzipiell unmöglich ist, nicht etwa die relative Entfernung der Ereignisse voneinander oder die Tatsache, ob sie sich geradlinig und gleichförmig bewegen oder nicht.

Die Unmöglichkeit der Feststellung der Gleichzeitigkeit bei weit voneinander entfernten Ereignissen leuchtet jedem ein. Es erreichen uns keine Signale von der Andromeda-Galaxie, welche dortige Gegenwart für uns beobachtbar, messbar und vergleichbar mit der Gegenwart irdischer Ereignisse machen würden. Man bemüht sich aber die Gleichzeitigkeit der Ereignisse zu bestimmen, welche in einer überschaubaren Entfernung zueinander stattfinden. Ich behaupte, dass generell keine Gleichzeitigkeitsmessung gelingen kann, denn „Gleichzeitigkeit“ schlicht „in der gemeinsamen Gegenwart erfolgend“ bedeutet.

Definition der Gleichzeitigkeit 2:Ereignisse geschehen gleichzeitig, wenn kein kausaler Zusammenhang zwischen Ihnen besteht, denn egal wo und wann ihre Gleichzeitigkeit stattfindet, findet sie innerhalb einer und derselben Gegenwart statt.

Wenn Ereignisse gleichzeitig geschehen, dann geschehen sie innerhalb einer und derselben Gegenwart. Dies bedeutet, dass die kausale Verbindung zwischen ihnen aus Prinzip ausgeschlossen ist, denn die Existenz einer kausalen Verbindung die Existenz einer zeitlichen Dauer voraussetzte, innerhalb derer, die Kausalität dieser Verbindung sich entfalten könnte, was im Fall der Gegenwart aus Prinzip unmöglich ist.

Definition der Gleichzeitigkeit 3: Ereignisse geschehen gleichzeitig, wenn kein zeitlicher Zusammenhang zwischen ihnen besteht, denn egal wo und wann ihre Gleichzeitigkeit stattfindet, findet sie innerhalb einer und derselben Gegenwart statt.

Dass eine Gleichzeitigkeit innerhalb der Gegenwart stattfindet, bedeutet, dass sie keine messbare Zeitlichkeit auszeichnet. Wäre es der Fall sein, müsste die Gegenwart einen messbaren zeitlichen Wert besitzen, also keine Gegenwart mehr sein.

Fazit zur Definition 3: Jede Diskussion über den jeweiligen Stand der Anzeige in den synchron laufenden, ruhenden oder bewegten Uhren ist, bezogen auf die Gleichzeitigkeit der Ereignisse, sowie auf ihre Gegenwart sinnlos, denn sowohl die Gleichzeitigkeit, als auch die Gegenwart mit der Zeit im Sinne einer messbaren Größe nichts zu tun haben.(

Fazit zu These z: Wenn zwei Ereignisse exakt dieselben Koordinaten haben, dann muss es sich bei ihnen um ein Ereignis handeln, nicht um mehrere.

Beweis 2: Postulat der Identität der Sache mit sich selbst: Ein Ereignis ist dann und nur dann mit sich selbst identisch (wesensgleich), wenn es (innerhalb seines Koordinatensystems x,y,z,t) nur aus sich selbst besteht.

Besteht ein Ereignis A aus mehreren Erscheinungen p,q,r, welche gleichzeitig mit ihm an einem und demselben Ort stattfinden (dies müsste der Fall sein, wenn A und p,q,r dieselben Koordinaten x,y,z,t besitzen), so ist A identisch mit p,q,r. Von einem selbstidentischen Ereignis A oder einer Koinzidenz des A mit p,q,r, kann dann keine Rede mehr sein: A und p,q,r sind dann identisch.

Aussage 2:A. Einstein

„Es zeigte sich, dass die Aussage der Gleichzeitigkeit zweier Ereignisse nur in bezug auf ein Koordinatensystem (und nicht in bezug auf einen materiellen Bezugskörper! Anmerkung: mz) Sinn habe, dass die Gestalt von Messkörpern und die Ganggeschwindigkeit der Uhren, von deren Bewegungszustand (in bezug) zum Koordinatensystem (und nicht in bezug zum materiellen Bezugskörper: mz) abhängen müsse.“

Diese Aussage stellt unsere „Kritik“ in rechtem Licht.
Es zeigt sich, dass A. Einstein genauso dachte wie wir…
Es wurde bloß vergessen, und/oder von ihm selbst geschickt „verschleiert“. Die Bezugskörper (Bahn, Bahndamm, Mann, Kasten) verlieren ihren Sinn, wenn man mit gaußschen Koordinatensystemen arbeitet. Diese sind dann allgemeingültige Bezugssysteme…
Versteht das jemand da draußen?

Das eine ist die Koinzidenz oder die Gleichzeitigkeit zweier Ereignisse A und B, das andere ist die Übereinstimmung beider Ereignisse in bezug auf ihre Koordinaten. Es ist durchaus möglich, dass Ereignisse in bezug auf die Koordinatenzeit gleichzeitig erfolgen, aber sie erfolgen dann an zwei verschiedenen (beliebigen) Orten des Koordinatennetzes. Wenn Koordinatennetz ein Bezugssystem der Koinzidenz ist, und nicht die Bezugskörper füreinander, dann ist die zeitliche Koinzidenz zweier Eregnisse selbstverständlich denkbar, allerdings für Ereignisse, welche räumlich voneinander entfernt sind (dass A und B gleichzeitig und an einem Ort stattfinden ist wg. Beweis 1 und 2 ausgeschlossen).

Verwandt: Prinzip der Gleichzeitigkeit


Hinweis: Erstveröffentlichung 27.11.2017 / ©Maciej Zasada
Nachdruck, Verwertung und / oder Verbreitung nur mit schriftlicher Genehmigung. Der Artikel und der Inhalt unterliegt dem deutschen Urheberrecht.

+Universallogik: Die Untersuchung des Absoluten. Die fatale Wahrheit.

__

Abstract: Wir zeigen hier, dass die zweiwertige Aussagenlogik ein diabolisches System der Falschaussagenverwaltung ist. Um dies zu erkennen, gehen wir bis ans Ende der Menschheit: wir dekonstruieren die Sprache und ihre Logik.

Motto: Albern ist die Vorstellung, für die Wahrheit des Glaubens zu argumentieren,  denn was wahr ist, soll mindestens gewiß gelten, nicht bloß geglaubt sein.
Der Glaube hat nämlich damit zu tun, was man glaubt.
MZ

120.) Erkenntnis: Wir erkennen, dass allein ihre logische Vollständigkeit,  nicht ihre Wahrheit, über definitive Gültigkeit der Aussagen entscheidet. 

Die Funktion der Aussagenlogik ist es, zwischen Wahrheit und Falschheit der Aussagen zu unterscheiden, Das, was wir in 120.) behaupten, bedeutet jedoch, dass dieser Anspruch unerfüllbar ist.

120.1) Beweis: Die Wahrheit ergänzungsfähiger Aussagen ist nicht definitiv, denn dadurch, dass solche Aussagen unvollständig sind, ist sie nicht endgültig. Eine nicht endgültige Wahrheit kann aber keine absolute sein. Eine Wahrheit, die nicht absolut und damit nicht definitiv ist, ist aber keine. Am Fehlen der logischen Vollständigkeit der wahren Sätze bricht die Vorstellung von der Endgültigkeit der Wahrheit und von der Konsistenz der Aussagenlogik insgesamt, qed.

Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass Wahrheit eine absolute Gültigkeit besitzen muss. Gilt diese nicht absolut, so muss von ihrer (absoluten) Falschheit gesprochen werden.

120.2.) Behauptung: Die Formulierung der definitiven Sätze ist im Rahmen der klassischen Aussagenlogik meistens unmöglich.

Die Dialektik nützt diesen Umstand aus. Sie operiert mit Logik, nicht mit Wahrheit der Sätze.

120.2.1) Konsequenz: Innerhalb klassischer Aussagenlogik lassen sich sämtliche Aussagen, auch die falschen, dialektisch beweisen.

Gültig innerhalb der Aussagenlogik ist: für die Ermittlung des Wahrheitswertes einer Aussage spielt ihre Wahrheit, nicht ihre Vollständigkeit eine Rolle.

Dialektisch bewegen wir uns daher innerhalb eines Systems der Falschaussagen, in dem das universelle Prinzip „Ex falso quodlibet“ uneingeschränkt gilt.
Dialektik ist keine Kunst – die Qualität der Argumentation hat keine Bedeutung für die Ermittlung einer a priori bestehenden Wahrheit. Diese ist vielmehr für die Etablierung der Lüge von Bedeutung.

120.2.2) Behauptung: Um dem Teufelskreis der sich vor einem türmenden Falschaussagen und ihrer stimmigen Argumente zu entkommen, ist es notwendig, das indäquate logische System, nach dessen Gesetzen argumentiert wird, aufzugeben.

121.) Der Beweis für die Widersprüchlichkeit der Aussagenlogik. 

Kommentar: Das Prinzip „Tertium non Datur“ erachte ich für zentral für klassische Logik. Es entfaltet sich in ihm das Bivalenzprinzip, das für unser logisches System insgesamt (bis heute) unverzichtbar und bestimmend ist. Die logische Zweiwertigkeit realisiert sich darin im Gegensatz der Existenz und der Nichtexistenz (und ¬a).
Gelingt es, neben der Existenz und der Nichtexistenz, einen weiteren Existenzzustand zu finden, wird die Unvollständigkeit des Gründungsprinzips der zweiwertigen Aussagenlogik einwandfrei bewiesen. Dies haben wir hier vor.

/

121.1) Analyse: Satz (i).

Im Rahmen der klassischen Aussagenlogik besitzt die Behauptung:

(i) „es gilt entweder a oder ¬a“

eine absolute und eine konstituierende Geltung – Satz (i) drückt aus die Quintessenz des logischen Prinzips „Tertium non Datur“. Der Satz besagt, es gilt entweder a oder ¬a…eine dritte Option ist ausgeschlossen.
Die Wahrheit des Satzes (i) gilt aber nicht absolut im universellen Sinne, denn es lässt sich zeigen, dass der Wahrheitsbegriff darin, unscharf formuliert ist.

121.1.1) Die Form des Satzes (i) ist unbestimmt.

Das im (i) enthaltene Ausschlußprinzip, obwohl innerhalb natürlicher Sprache logisch und einleuchtend, besitzt gravierende Schwächen.

121.1.1.1)) Beweis: Es lässt sich nur für die Variable einen konkreten Wert bestimmen – der Logische Wert von ¬a ist unbestimmt (für ¬lässt sich jeden beliebigen Wert setzen, außer a).

121.1.1.2) Die Menge der logischen Werte von ¬ist unendlich.

konsequenz: Der Satz (i) „es gilt entweder a oder ¬a“ ist nicht zweiwertig.

121.1.2) Satz (i) ist aus diesem Grund unvollständig, denn es lassen sich darin Zusatzwerte bestimmen, welche über die (klassische) Zweiwertigkeit hinausgehen…Lass uns nachdenken.
/

121.1.3) DIE FORM 

Die Aussage des Satzes (i) ist unvollständig selbst dann, wenn sich das Zeichen“¬“ im Ausdruck ¬a ausschliesslich auf einen konkreten Wert beziehen soll (im Sinne: ¬ist eine schlichte Verneinung von und sonst nichts), denn nur in dem Fall, in dem sich in (i) kein sonstiger Wert außer und ¬vorstellen* lässt, kann von einer absoluten Gültigkeit dieses Satzes gesprochen werden, ansonsten nicht. Es lässt sich aber für (i) einen gültigen Wert außer und ¬vorstellen (womit aber gleichermaßen die Vollständigkeitsprämisse des Satzes, wie das aussagenlogische Prinzip „Tertium non Datur“ verletzt werden). Als Konsequenz treten erhebliche Zweifel an der Gültigkeit von (i) als eines konstituierenden Satzes der Aussagenlogik, und dadurch am Sinn dieser Logik insgesamt.

121.1.3.1) Behauptung: Wir behaupten, dass es sich in Sätzen der Form (i) mindestens ein weiterer (dritter) logischer Wert, außer der „Existenz“ (1) und der „Nichtexistenz“ (0), finden lässt.

121.1.3.2) Beweis: Stellen wir die Existenz von Sein und Nichtsein einander gegenüber, und nehmen wir konsequeterweise das „Sein“ als einen Gegenwert von „Nichtsein“ an, dann werden wir zuerst mit der Mehrdeutigkeit des Begriffes „Existenz“ konfrontiert, welche sich in Bezug auf das „Nichtsein“ zeigt.
Der logische Wert der „Existenz“ (1) bezeichnet nämlich in Bezug auf das „Nichts“ nicht eindeutig:
– kann die Existenz vom „Nichtsein“ überhaupt behauptet werden, d.h. besitzt das „Nichtsein“ überhaupt Eigenschaften, anhand denen, sich seine Existenz, bzw. Nichtexistenz vorstellen / entscheiden lässt?
– lässt sich die Frage nach der Existenz des „Nichtseins“ überhaupt stellen (besitzt das Nichtsein überhaupt logische Substanz)?
– Wäre das „Nichtsein“ etwa Schlicht und einfach nicht existent?
Wir sehen, dass allein die Entscheidung der Existenz (von Etwas) und der Nichtsexistenz (von Etwas) oder der Nichtexistenz an sich, unentscheidbar ist.
/

121.1.4) DIE LOGIK

121.1.4.1) Begründung: Es lässt sich nichts, was nicht existiert mit Sätzen der Aussagenlogik beschreiben.

121.1.4.2) Beweis: Alles, was wir uns vorstellen können, könnte im Prinzip existieren, oder es existiert bereits wirklich, wenn nicht in der Realität des materiellen Universums, dann als eine Vorstellung (alles, was wir uns vorstellen, existiert mindestens als eine Vorstellung – wir können uns daher kein nichtexistentes „Nichts“ vorstellen, denn diese Vorstellung beinhaltete bereits etwas, was (als ein Gedanke) existiert und nicht dazu verwendet werden kann, das Nichtexistente zu beschreiben: eine solche Beschreibung wäre kategoriell inadäquat). Über die Nichtexistenz von Nichts lässt sich daher innerhalb der Logik nicht aussagen und nicht vorstellen, qed.

Wir haben im obigen Beweis etwas angesprochen, was von höchster Bedeutung für die universelle Logik ist – wenn bereits das, was bloß vorstellbar ist, existiert, dann muss es auch, als eine Präsenz, innerhalb der Logik existieren, d.h. sich aus den logischen Gesetzen ergeben (oder nach den Gesetzen der Logik gebildet sein). Nichts, was existiert, kann nämlich außerhalb der Logik  existieren oder funktionieren – alles Existierende, auch das Unlogische oder das Falsche, existiert als ein logischer Gegenstand (allein schon dadurch, dass nichts existieren kann, ohne verursacht worden zu sein: die Kausalitätsverbindungen sind aber logische Verbindungen der Form „wenn-dann“).

121.1.4.3) Berechtigung 1: Wenn daher über das Unvorstellbare sinniert wird, und wenn sich daraus neue Kausalitäten, neue Vorstellungen oder neue logische Verbindungen ergeben, auch und besonders solche, die mit den bereits existierenden Gesetzen der Logik unvereinbar sind, dann gelten diese gegenüber den existierenden Gesetzen der Logik prioritär…warum? weil sie sich aus dem Vorstellbaren ergeben und alles Vorstellbare notwendig innerhalb (einer) Logik besteht.
In unserem konkreten Fall kann zusätzlich behauptet werden, dass sie das primäre logische System um neue Aspekte ergänzen…Daher, wenn sich neue logische Verbindungen oder Gültigkeiten aus den Gedanken oder aus den Vorstellungen ergeben, dann formen diese die gesamte Logik neu und gelten vor den Gesetzen der primären Logik, denn einmal als Vorstellung erschienen, gehören sie notwendig einer Logik an, auch dann, wenn diese in vollem Umfang noch nicht ausformuliert wurde. Dies unter der Bedingung des Bestehens der sinnvollen Ergänzung natürlich…

121.1.4.4) Berechtigung 2: Ein einziger Präzedenzfall reicht aus, um über die universelle Unvollständigkeit des Satzes (i) und über die Unvollständigkeit der gesamten Aussagenlogik zu urteilen.

Wenn wir das Universum als einen klassisch-logischen Rahmen jeglicher Existenz bezeichnen, dann erwarten wir, dass außerhalb des Universums, getreu der Aussage des Satzes (i), das Nichts, also „das Gegenteil“ vom Sein, existiert. Für unsere Zwecke (obwohl dies durch nichts als durch unsere Vorstellung begründet ist) entscheiden wir aber die Existenz von Nichts (wir verletzen damit zum ersten Mal das Zweiwertigkeitsprinzip der Aussagenlogik).
Wir verschieben damit die Grenze der Logik ins Unendliche; wir entscheiden damit nämlich, dass sich die Gültigkeit logischer Gesetze nicht nur auf das Seiende, sondern auch auf das Nichtseiende, nicht nur auf das Innere, sondern auch auf das Äußere des Universums erstreckt; damit machen wir schließlich die Existenz einer verbindlich gültigen Universallogik unausweichlich…womit die gleichzeitige Inferiorität (hier: Unzulänglichkeit) jeglicher Partikularlogik (darin enthalten Aussagen- und jeder anderen zweiwertigen Logik) demonstriert wird.

121.1.5) Und so wird’s gemacht…

Etwas was im Nichts nicht existiert, kann als identisch mit dem Nichts bezeichnet werden. Auch das, was noch nicht im Nichts existiert, dessen Existenz jedoch selbst sehr wahrscheinlich sei, wäre sehr wohl mit dem Nichts identisch. Wir zeigen aber, dass auch etwas, was im Nichts existiert, etwas materiell Seiendes, durchaus mit dem Nichts identisch sein kann, obwohl es glatt als das Gegenteil von Nichts beschrieben werden kann. Es gibt nämlich eine konkrete Vorstellung vom Nichts, das Etwas enthält und trotzdem nichts enthält und doch etwas enthält und doch nichts enthält und doch etwas und doch nichts…eine Vorstellung von einem oszillierenden Dasein…des Universums.

115.) DAS  MODELL  DES  KOLLABIERENDEN  UNIVERSUMS.

Wir haben gezeigt, dass sich über das nichtexistente Nichts nicht aussagen lässt.

115.1) Behauptung: Das gesamte Universum besitzt die Ausdehnung eines geometrischen Punktes im absolut leeren, nichtrelativistischen  Raum (Nichts).

„Nichtrelativistisch“ bedeutet hier „geometrisch“ oder „absolut“…d.h. nichts enthaltend (absolut leer), ohne einen einzigen Bezugspunkt.

115.1.2) Behauptung: Die räumliche Ausdehnung des Universums beträgt innerhalb eines relativistischen Maßstabes Null.

115.1.3) These: Das Universum besitzt also insgesamt keine Ausdehnung.

Das Universum entfaltet sich (daher) nach Innen (denn dass sich das Universum dynamisch entfaltet, ist selbstverständlich: die räumlichen Abstände (der Raum) innerhalb des Universums vergrößern sich ja)

115.1.3.1) Die Ableitung: Die räumliche Ausdehnung, welche sich innerhalb des Universums zeigt, besitzt einen negativen Wert (sie ist Konsequenz der implosiven Kontraktionsdynamik des Urknalls).

Der Raum ist die Konsequenz einer nach Innen gerichteten Kontraktion des Universums.
(Was wir hier tun its vergleichbar mit der Situation der antiken Denker, welche sich dem Dogma des Sichtbaren entgegenstellten – sie

Wenn die Gesamtausdehnung des Universums null betragen soll, eine Erweiterung der räumlichen Abstände zwischen seinen Elementen aber stattfindet, dann ist die Annahme einer negativen Expansionsdynamik nur konsequent…
Die räumliche Ausdehnung eines in sich hinein kollabierenden Universums entsteht als Konsequenz der wachsenden Entfernung zwischen den materiellen Elementen der vergangenen Kontraktion und den Elementen, welche aktuell aktiv kontrahieren – die räumliche Ausdehnung eines in sich hinein kollabierenden Universums wächst dadurch. Ähnlich wie die Ausdehnung eines expandieren Universums wachsen würde, mit dem Unterschied, dass sich die Außenmaße des kollabierenden Universums (objektiv) nicht verändern…und wenn sie anfangs null betrugen, so betragen sie auch jetzt null…

Die negative Dimensionalität bestimmt die gesamte Dynamik des kontrahierenden Universums. Die beobachtete Expansion ist ein Effekt hervorgerufen durch die tatsächlich stattfindende Erweiterung der Abstände zwischen dem Beobachter und den anvisierten Elementen des Universums und zwischen seinen Elementen untereinander. Die Dynamik dieser Erweiterung ist aber aus der Perspektive des Beobachters insofern unentscheidbar, als dass es unmöglich sei, jedenfalls angesichts der Abwesenheit der äußeren Bezugspunkte, zu entscheiden, ob sich das Universum insgesamt ausdehnt oder ob es kollabiert – die Erweiterung der Abstände innerhalb des Universums fände nämlich, als ein beobachtbarer Effekt, notwendig, sowohl im Fall der expansiven, als auch im Fall der kontraktiven Entwicklungsdynamik statt.

Im allerersten Augenblick des kollabierenden Universums besaß dieses den größten Umfang seiner gesamten Geschichte und obwohl uns das Universum von Innen riesig vorkommt, und sich noch auszudehnen scheint, so war dieser Anfangsumfang gleich null. Würden wir das Universum aus der Exoperspektive des Nichts betrachten, würden wir seine Existenz, mitsamt seines Raumes nicht einmal bemerken.
Die beschleunigende Expansion des Universums hätte objektiv gesehen einen negativen Wert und wäre als eine dynamische und unmittelbare Konsequenz des Urknalls anzusehen (die beschleunigende „Expansion“ am Rande des sichtbaren Universums wäre somit dynamisch erklärbar – es bestünde keine Notwendigkeit der Annahme hypothetischer Größen, wie etwa der Dunklen Energie, um die beobachtete Expansionseffekte schlüssig zu erklären). Das Modell des kontrahierenden Universums ist daher für die Kosmologie (von Logik ganz zu schweigen) geeigneter oder sinnvoller als das Expansionsmodell, mit dem heute noch weltweit gearbeitet wird. Alles wäre viel einfacher. Vor Allem wäre die Beobachtete Dynamik in der Zeit adäquat verankert – in der <Vergangenheit (heutige Physiker sprechen vom aktuell expandierenden Universum, obwohl die Beobachteten Symptome dieser Expansion der Vergangenheit gehören).
Unabhängig davon: wir haben hier etwas denkbar gemacht, was als logischer Wert gelten kann und was nicht mit der Existenz und nichts mit der Nichtexistenz gemeinsam hat. Eine Existenz im Nichts. Eine existente Oszillation zwischen dem Sein und dem Nichtsein als ein logischer Wert des Seienden.

118.) „S E I N  ODER  N I C H T S E I N…?“

Wie immer und überall – die Existenz steht der Nichtexistenz gegenüber: „Sein oder Nichtsein“ – dies ist hier tatsächlich die Frage: die Antwort ist aber nicht innerhalb der eindeutig urteilenden Logik enthalten, welche diese Frage (neben William Shakespeare) stellt und anscheinend zufriedenstellend beantwortet, sondern innerhalb einer Logik, die das Dritte des „tertium non datur“ durchaus zulässt [denn was denkbar ist (nennen wir es „Z“), ist mindestens wahrscheinlich – die Denkbarkeit und die Wahrscheinlichkeit von Z ist (dann) aber mindestens logisch (legitimiert)…die Logik, welche Z begründet, muss (dann) aber gültig sein: sie legitimiert sich ja dadurch, dass Z wahrscheinlich ist! – dies ist auch der Grund, warum, um neue logische Konzepte denkbar zu machen, neue kosmologische Konzepte ausgearbeitet werden müssen].

Es ist nicht nur das Sein oder das Nichtsein, das über die Existenzfrage entscheidet – auch der Zustand des Seins innerhalb des absoluten Nichts erweist sich, wie wir feststellen, als notwendig zulässig…Somit jedenfalls wird die größte Hürde auf dem Weg zur mehrwertigen Universallogik genommen – das klassisch-logische Argument des Seins, das mächtige Argument der puren Existenz: entweder existiert a oder a existiert nicht – tertium non datur!

Die Gültigkeit dieses Arguments scheint unwiderleglich zu sein – es drückt die strenge, düstere Macht der zweiwertigen Logik aus und verleiht der Realität ihren eindeutigen, dogmatischen Sinn.

Gerade dieses mächtigste Argument widerlegen wir – wir zeigen, dass die bivalente Entscheidung über a unvollständig ist. Wir erkennen den Grund dieser Unvollständigkeit und machen ihn auch kenntlich – wir lassen nämlich die Existenz des allgegenwärtigen Nichts zu, das durchaus Etwas enthalten kann, was nicht Nichts ist und trotzdem im Nichts existiert und (erneut trotzdem) mit dem Nichts identisch ist, obwohl von ihm diametral unterschiedlich. Es existiert daher etwas, was sich neben „a existiert“ und „a existiert nicht“ über a sagen lässt… somit existiert eine singuläre Logik, welche diese Existenzzustände voneinander trennt und einzeln beschreiben lässt. Es ist eine Logik, keine Poesie…und keine Metaphysik.

121.1.5.1) Konsequenz: Wir haben gezeigt, dass der Gründungssatz der Aussagenlogik

(i) „es gilt entweder a oder ¬a“

unvollständig ist.

Wir haben gezeigt, dass es durchaus Existenzzustände gibt, welche sich von den klassischen Werten a und ¬a unterscheiden und welche die Gültigkeit des zweiwertigen Entweder-Oder-Prinzips des Satzes (i) und der Aussagenlogik an sich aufheben.

Unsere Vorstellung hat sich als formgebend für die Logik erwiesen, denn das, was wir uns vorgestellt haben, gerade den Wirkungsmechanismus der zweiwertigen Logik abälardisiert hat.

121.1.5.2) Zusammenfassung.

Die Bezeichnung „unvollständig“ ist ein Euphemismus der logischen Sprache. Die Konsequenz (121.1.5.1) müsste eigentlich so formuliert sein:

Wir haben gezeigt, dass der Gründungssatz der Aussagenlogik

(i) „es gilt entweder A oder ¬A“

eine Lüge ist.

Eine Katastrophe…dies wäre die richtige Bezeichnung für das, was hier gerade vorgefallen ist. Eine Katastrophe der reinen Dialektik.

Die Funktion der klassischen Aussagenlogik ist diabolisch: die Wahrheit der Lüge zu etablieren.

Derjenige, der als erster seine Lüge als Wahrheit bezeichnet hat…

Der Begriff der „Wahrheit“ gehört zu den gefährlichsten und teuflischsten Erfindungen der Sprache. Es gibt jedenfalls kein Wort, das mehr Menschenleben gekostet hat. Denn die fremde Lüge zu erkennen und als solche zu markieren, fällt relativ leicht, die eigene zuzugeben, ist dagegen fast unmöglich, wenn sich Möglichkeiten bieten, für sie unendlich vielen Wahrheitsbezüge zu konstruieren.

Das logische Schließen, wie das Operieren mit logischen Argumenten dient also nicht dazu, die Wahrheit der Aussagen aufzuzeigen, die Gesetze der Logik dienen nicht der Wahrheitsfindung, sie dienen vielmehr dazu, die Wahrheit der Lüge vorzugaukeln, die Lüge zu veredeln, sie akzeptierbar, sie konsumierbar, sie vorschriftsmäßig zu machen.
Gerade deshalb gelten die meisten Wahrheiten temporär – da sie nicht absolut sind, sind sie Lügen und gelten solange, solange ihre Falschheit durch andere, durch besser getarnte, durch schmackhafter „zubereitete“, durch schlüssigere Lügen enttarnt wird.

Die Vervollständigung, bzw. die Ergänzung unvollständiger Aussagen ist als Adaptierung der Lüge an die aktuell geltenden dialektischen Umstände zu bezeichnen. Alles im Rahmen des schlüssigen Systems der Falschaussagen, das innerhalb der Zweiwertigkeit der Logik kodiert, uneingeschränkt gilt.


Hinweis: Erstveröffentlichung 16.05.2017 / ©Maciej Zasada

Gott, den Tanz und Bikini kränken, der Mord an den Unschuldigen aber nicht, ist kein Gott.

Wir müssen uns daher nicht mit angeblich „seinen“ niedergeschriebenen Behauptungen und Aussagen beschäftigen. 

Mit denen lässt sich nämlich volltrefflich streiten (und allein dies ist [logisch] bedeutend).

J17. Quantenrealität (IX) Die logische Matrix der Realität.

Vorbemerkung:
1. Frohes Neues allerseits!
2. Im Abschnitt 16. haben wir die Zukunft zwar als eine sinnvolle Erfindung, doch im Grunde als nicht existent dargestellt. Wir werden dennoch die Zeitdimension als vollständig strukturiert behandeln. Die Zukunft ist in unserem Modell ein Bestandteil des Zeitkonzeptes – sie ist nach wie vor kein Bestandteil der Realität der Tatsachen.

Anmerkung 1:
Bevor Sie diesen Abschnitt gelesen haben, besteht für Sie kein formeller Zusammenhang zwischen der Quantentheorie und der Relativitätstheorie einerseits und der Dimension der Zeit andererseits, nicht wahr? (Obwohl die Zeit ein wichtiger Bestandteil beider Theorien ist, so besteht zwischen ihnen und der Zeitdimension aus Ihrer aktuellen Sicht der Leserin / des Lesers keine formelle Verbindung – die Relativitäts- und die Quantentheorie sind für Sie im Moment noch keine Theorien der Zeit) 

Nachdem Sie diese Schrift gelesen haben, wird in Ihrer Vorstellung ein solcher Zusammenhang entstehen.
Ich, das Kind des Gewitters, bin in diesem Punkt der Verfasser Ihres neuen Weltbildes. haha

Anmerkung 2:
Wir setzen hier die Bemühung fort, unsere falsche Denkgewohnheiten zu überwinden (Danke, Meister Nāgasena). Wir gehen in dieser Bemühung radikal vor, denn wir haben hier mit den hartnäckigst falschen Denkgewohnheiten zu tun.

Die Vereinheitlichung der physikalisch-logischen Ansätze der Quanten- und der Relativitätstheorie ist ein Schlüsselproblem heutiger Physik und als solches eine der größten Herausforderungen der Menschheit überhaupt.
In diesem Licht erscheint es anmaßend, sich einerseits überhaupt mit einem solchen Thema im Rahmen eines „Blogs“ zu befassen, andererseits zu behaupten, der endgültigen Lösung auf der Spur zu sein.
Auf der anderen Seite…warum soll man es nicht tun?
(Zwischen uns: Die Gründe, warum man es nicht tun soll sind genauso lächerlich, wie die, warum man es tut…)

These 1
Nicht die partielle Unvollständigkeit der Relativitäts- und / oder der Quantentheorie entscheidet über ihre gegenseitige Inkompabilität, sondern das Fehlen geeigneter logischer Matrix, durch welche sich, trotz der scheinbaren Inkompabilität, die gemeinsame Verbindung ergeben würde.

Wir nehmen an, dass das Problem nicht dadurch gelöst werden kann, dass irgendwann ein fehlender Puzzleteil in Form einer verbindenden Theorie gefunden wird – das Hauptproblem liegt vielmehr darin, dass uns die entscheidende Perspektive auf die Realität fehlt. Die These 1 besagt, dass erst im Kontext dieser Perspektive sich ein Sinn der Realität ergibt, durch den sich diese mittels der Relativitäts- und der Quantentheorie vollständig beschreiben lässt.

These 2
Die logische Matrix der Realität, in deren Kontext die Ansätze der Relativitäts- und der Quantentheorie kongruent erscheinen ist die Dimension der Zeit mit ihren Elementen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Die gemeinsame Logik der Quanten- und der Relativitätstheorie muss nicht unbedingt in einer vereinheitlichenden Verbindungstheorie zu finden sein. Es ist vielmehr eine Frage der Perspektive auf die Realität, welche beide Theorien scheinbar unabhängig voneinander beschreiben. In Wirklichkeit beschreiben sie die Realität nicht unabhängig voneinander. In Wirklichkeit beschreiben sie nämlich verschiedene Aspekte der Realität. Die logische Matrix, von der wir annehmen, dass sie die Grundlage beider Theorien bildet, wird aus diesen Teilaspekten bestehen.

Beweis

Die Zeit: Vergangenheit.
Dass die Relativitätstheorie die Bezugssysteme der Vergangenheit beschreibt, ergibt sich bereits aus unserer Definition der Raumzeit (Definition der Raumzeit).
Wir definierten die Raumzeit als die Summe aller Koordinatenpunkte der Vergangenheit.
Wir unterstellen, dass die Relativitätstheorie als Ganzes (SRT und ART) die Wechselwirkungen zwischen den Bezugssystemen der Raumzeit beschreibt. Somit behaupten wir, dass das Wirkungsfeld der Relativitätstheorie auf die Zeitkomponente (Aspekt) „Vergangenheit“ beschränkt ist.
Der ausschließliche Zeitbezug der Relativitätstheorie lässt sich somit widerspruchsfrei feststellen.

Die Zeit: Gegenwart und Zukunft.
Der Zeitbezug der Quantentheorie lässt sich ähnlich einfach feststellen.
In der Quantenphysik unterscheiden wir zwei Grundzustände in denen sich die Quantensysteme befinden können: die Superposition und die Beobachtung.
Wenn wir die Quantenzustände den Zeitelementen „Gegenwart“ und „Zukunft“ zuordnen, dann dürfen und müssen wir den Zustand der Beobachtung mit der Gegenwart und den Zustand der Superposition mit der Zukunft in Verbindung setzen.
Die Tatsache, dass der Beobachter die einzige Instanz der Gegenwart ist, ist ein fester Bestandteil der Allgemeinen Quantentheorie der Realität. Wir wissen, dass der Beobachtungsvorgang im Auge der Gegenwart stattfindet.
Der Kollaps der Wellenfunktion ist die Konsequenz der in der Gegenwart – im Mittelpunkt der Realität – stattfindenden Beobachtung.
Der Zusammenhang zwischen der Gegenwart und den quantenmechanischen Effekten ist eindeutig.

Der Zustand der Überlagerung (Superposition), der durch schrödingers Wellenfunktion beschrieben wird, kann mit dem Zeitelement “Zukunft” in Verbindung gesetzt werden.
Zwischen dem Zustand der Superposition und dem Zustand der Zukunft besteht nämlich begriffliche Identität. Der Zustand der Superposition ist die Überlagerung aller aktuell möglichen Zustände eines gegebenen Quantensystems.
Die Zukunft eines beliebigen physikalischen Systems kann analog dazu als Überlagerung aller seiner zum bestimmten Zeitpunkt möglichen Zustände beschrieben werden. Die Wahrscheinlichkeitsdichte, welche die Schrödingers Gleichung beschreibt, kann genauso gut auf den Begriff der Zukunft angewandt werden – in Bezug auf Zukunft operieren wir nämlich auch mit Wahrscheinlichkeiten; mit Wahrscheinlichkeiten, die sich sehr wohl als Wahrscheinlichkeitswellen der ψ-Funktion beschreiben lassen).

Fazit 1:
In der Quantenphysik werden die Zukunft und die Gegenwart beschrieben, die Physik der Relativität beschreibt die Vergangenheit.

Fazit 2 (Beweis für These 1 und 2):
Der Gegenstand der Physik ist die Zeit. (qed)
Die logische Matrix der Realität ist die Zeit. (qed)

Schlussbemerkung:
Wir haben erkannt, dass der verbindende Kontext der Relativitäts- und der Quantentheorie in der Dimension der Zeit liegt.
Wir haben erkannt, dass die Zeit die Ebene der Verbindung ist.

Dialektischer Beweis der Unsterblichkeit.

Auszug aus dem Buch „Perspektivenlogik“ von Maciej Zasada:

Erkenntnis 12:

Bild 1. Die Beobachtung

Das Licht einer entfernten Galaxie ist Milliarden Jahre unterwegs, bevor es auf der Erde beobachtet wird.
Das Licht der Sonne braucht dazu erheblich weniger – ca. 8 Minuten.
Die Entfernung zwischen Mond und Erde wird von Photonen in einer Sekunde bewältigt.

Mit der abnehmenden Entfernung zwischen dem Objekt und dem Beobachter, nimmt auch kontinuierlich die Zeit ab, welche ein Lichtteilchen dazu benötigt, diese Entfernung zu überwinden. Sind Beobachter und Objekt voneinander entfernt, auch wenn diese Entfernung minimal ist, so vergeht bei der Bewältigung dieser Entfernung notwendig Zeit.

i) Es kann grundsätzlich keine Entfernung existieren, welche ohne Zeitverlust zu bewältigen wäre (nicht einmal die kleinste, nicht einmal mit Lichtgeschwindigkeit).

Wenn wir also die Wände eines Zimmers, die Augen eines Gesprächspartners, ja, eigene Hände betrachten, betrachten wir die Vergangenheit.
Es kann generell kein Objekt existieren, welches ein Bestandteil individueller Gegenwart des Beobachters wäre.
Sämtliche Objekte und Ereignisse, auch die, welche sich in unmittelbarer Umgebung des Beobachters abspielen, auch die, welche Bestandteile seines eigenen Körpers sind, können nicht zeitgleich mit seiner singulären Gegenwart geschehen (8 Minuten – 1 Sekunde – to infinity & beyond).

Wenn wir Satz i) für wahr halten (und es existiert dazu keine vernünftige Alternative), dann müssen wir konsequenterweise annehmen, dass nicht nur kosmische, sondern alle Objekte jeder beliebigen Beobachtung der Vergangenheit angehören.

Bild 2. Der Körper

Zwischen meinem Körper und meinem Selbst bemerke ich normalerweise keinen Unterschied. Die Haare, die Fingernägel, die Hände, die Beine – alles, woraus mein materieller Körper besteht und auf der anderen Seite auch das, was ich mein Selbst nenne, halte ich für das Selbe.

In Wirklichkeit aber sind der materielle Körper und das Selbst nicht identisch – jeder von uns kann dies feststellen, indem er zum Beispiel zum Friseur geht…

Die abgeschnittenen Haare, also Materie, die vor kurzem noch ein Teil unseres Körpers gewesen ist, werden nach dem Friseurbesuch tatsächlich zum Gegenstand, den man auf einen Haufen kehrt und in den Müll schmeißt.
Das gleiche passiert mit einer amputierten Hand.
Wir erkennen ihre Gestalt, ihre Linie, die Form der Fingernägel, kleine Härchen – wir sind ja wahre Kenner eigener Hände.
Wir erkennen einen Gegenstand, welcher vor einer Stunde noch ein wichtiger Teil unserer Person gewesen ist – jetzt, da dieser Gegenstand nicht mehr als Hand benutzt werden kann, hört er auf uns zu interessieren – amputierte Hand landet, wie die abgeschnittenen Haare, im Müll.
Hier erkennen wir, dass die Handamputation, wie das Schneiden der Haare oder Fingernägel auf die Kontinuität unserer wahren Persönlichkeit keinen Einfluss hat. Wir stellen fest, dass der materielle Körper und das Selbst nicht dasselbe sind.

ii) Zwischen dem materiellen Körper des bewussten Beobachters und seinem Geist besteht ein essenzieller Unterscheid. Jede materielle Veränderung, die einen Betrachter betrifft, betrifft ausschließlich seinen Körper.

Bild 3. Der Geist

Wenn ich annehme, dass die Beobachterinstanz in mir und mein menschlicher Körper nicht identisch sind, und wenn ich als Beweis dieser These, die sensorische Stabilität der Beobachterinstanz in mir bezüglich körperlicher Veränderung ansehe, namentlich die Tatsache, dass ihre existenzielle Integrität unabhängig ist von den Veränderungen, welche meinen materiellen Körper betreffen und welche auf die Integrität und Konsistenz dieses Körpers einen unmittelbaren Einfluss haben (das Schneiden der Haare, das Ziehen der Zähne, das Amputieren verschiedener Körperteile etc.), dann kann ich mir konsequenterweise vorstellen, dass die größtmögliche Veränderung, die den Körper betrifft – sein Tod – auf die Integrität dieser Beobachterinstanz ebenfalls keinen unmittelbaren Einfluss haben wird*.

Das, was ich im sensorischen Sinne bin, besitzt keine Haare und keine Hände, deren Verlust mich verändern könnte. Mein „Ich“ verändert sich nie, unabhängig davon, welche Veränderungen meinen materiellen Körper betreffen.

*Hätten diese Veränderungen im Augenblick des Todes auf die sensorische Integrität doch einen Einfluss, wäre dies das allererste Mal…
Du könntest an dieser Stelle behaupten „na gut, es wird ja immer zum ersten Mal gestorben“
…ja, wenn man aber die Tatsache der kontinuierlichen Unversehrtheit sensorischer Instanz als ihren primären Merkmal betrachtet, dann ist das „erste Mal“ kein Argument mehr, denn alle übrigen Merkmale, welche den Körper betreffen, auf die Unversehrtheit dieser Instanz keinen Einfluss haben, kein einziges Mal.

Die Klammer.

Wir sind unsterblich, denn nur unser materieller Körper, und nicht etwa wir selbst, Veränderungen unterliegt.

Beweis:
Wir sind unsterblich, denn das, was wir wirklich sind, keine Hände, keine Beine und keine anderen Körperteile besitzt [ii)] und weil es als einziges, jeweils in einer singulären Gegenwart existiert [i)]…diese enthält keine Zeit, die vergehen könnte und auch keinen Raum mit ausreichendem Ausmaß, um ein einziges Haar zu beinhalten (s. Mikroinfinität*).

Der körperliche Tod, wie der Tod einzelner Körperteile, betrifft ausschließlich unsere materielle Hülle [ii)].

Das, was wir sind, füllt die Ewigkeit eines endlosen Augenblicks aus.
Soviel dazu…
Ob wir tatsächlich unsterblich sind oder nicht, kann man nicht mit Bestimmtheit behaupten, jedoch es ist denkbar…und, wie wir gerade festgestellt haben, durchaus logisch.

* Wir führen hier zwei Neologismen ein, um zwei Aspekte der Unendlichkeit zu beschreiben: „Mikroinfinität“ (Unendlichkeit des kleinen – z.B. der Gegenwart) und „Makroinfinität“ (Unendlichkeit des Großen – z.B. des Universums)

Das Indiversum.

Wir entkommen den unentscheidbaren Begriffen, indem wir neue Begriffe in die Sprache aufnehmen. Genau so funktionieren Entdeckungen oder evolutionärer Fortschritt.
Neue Worte schaffen neue Verbindungen, neue Stabilitäten und neue Erkenntnisstufen. Die Neologismen haben die gleiche Berechtigung wie die Worte einer neu erlernten Fremdsprache oder eine Sprachreform – sie wirken direkt auf den individuellen Sprachraum und auf das individuelle Sprachverhalten.
Eine Sprachreform, die von oben angeordnet wird, kann sich durchaus auf das Sprachverhalten eines Kollektivs auswirken, die Entscheidung jedoch, ob und in wie weit sie befolgt wird, steht getrennt jedem Individuum frei und muss auf der individuellen Ebene gefällt werden. Es gibt, nebenbei gesprochen, grundsätzlich keine Entscheidungen, die kollektiv oder universell gefällt werden können – auch wenn wir uns einer kollektiven Entscheidung anschließen, auch wenn wir überzeugt oder gezwungen werden, entscheiden wir aus eigener Mitte heraus.
In diesem Sinne entscheiden wir auch, dass sich das Universum oder dass sich die Sprache in einem universellen oder in einem individuellen Raum abspielen.
Die Tatsache, dass das Universum, als ein Phänomen, im universellen Raum stattfindet, scheint außer Frage zu stehen. Die Frage jedoch, ob diese Tatsache ihren Grund in der universellen Wirklichkeit oder in der (temporären) Vorstellung hat, ist unentscheidbar.
Aus diesem Grund entscheide ich mich, dem Inbegriff universeller Gültigkeit – dem Universum – einen Neologismus individueller Gültigkeit entgegen zu stellen. Diesen leite ich ab von den Begriffen “Individuum” und “indivers” (im Sinne “nicht-(von mir)-verschieden”).
Den neuen Begriff, in dem die Vorstellung vom Individuellen mit der Vorstellung vom Ganzen verbunden wird, nenne ich das Indiversum.