UNIVERSALLOGIK

Hier schreibt Maciej Zasada

Tag: Logik

Logischer Paradigmenwechsel.

Obwohl ich schon seit langem über Universallogik schreibe und mir ihrer Wirksamkeit und Effizienz bewusst bin, so konnte ich bisher kein Motiv finden, warum ein Wechsel des logischen Paradigmas aus Sicht der Menschheit notwendig oder auch nur „wünschenswert“ sein sollte.

Schließlich scheinen uns die Prinzipien unserer bestehenden Logik klar, stabil und unantastbar zu sein. Unsere Logik bestätigt sich nicht nur in Bezug auf alle großen wissenschaftlichen Errungenschaften der Menschheit, sondern vor allem in Bezug auf jede einzelne Alltagssituation.

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Das antisymmetrische Universum. 

Behauptung: Die Gegenwart ist innerhalb des Universums das universelle Bezugssystem.

1. Die Raumzeit als Bühne der Wahrnehmung.

1.1) Feststellung: Sämtliche Objekte der Beobachtung befinden sich aus Sicht des Beobachters in umgebendem Raum.

1.1.1) Anders ausgedrückt: alles, was wahrgenommen oder gemessen werden kann, ist aus Prinzip Bestandteil der Raumzeit.

Deshalb gilt:

1.1.2) These: Bezogen auf die Gegenwart der Wahrnehmung, gehören sämtliche Objekte der Wahrnehmung der Vergangenheit an.

1.1.2.1) Gilt die These, dass innerhalb der Gegenwart aus Prinzip keine Entfernung bewältigt werden kann (denn jede Entfernung nur unter Zeitverlust zu bewältigen ist), so ist es unmöglich, dass Dinge der aktuellen Gegenwart beobachtet werden (denn innerhalb der Gegenwart findet keinerlei Übertragung der Signale statt). 

Die Gegenstände der Betrachtung können demnach ausschließlich als Signale der Vergangenheit wahrgenommen werden.

Abbildung I: Dargestellt ist ein Koordinatensystem mit einer Zeit- und einer Ortsachse. Weiter zu sehen ist ein Raumpunkt (A), der sich bezogen auf die Gegenwart der Wahrnehmung (Koordinatenursprung) in umgebendem Raum befindet (Koordinatenwert: -ct’/x‘). Es ist ersichtlich, dass kein Objekt der Wahrnehmung, sich innerhalb der Gegenwart der Wahrnehmung befinden kann. Kein Objekt der Wahrnehmung kann den Koordinatenwert (x=0; -ct=0) besitzen. Dieser Koordinatenwert bestimmt nämlich den Ursprung des Koordinatensystems des Beobachters. Ich betrachte deshalb die These 1.1.2 als bewiesen: Objekte der Raumzeit und Objekte der Gegenwart unterscheiden sich darin, dass die ersteren der Vergangenheit, während die zweiteren der Gegenwart angehören.

1.1.2.1.1) Aus der Perspektive der Gegenwart werden Den Rest des Beitrags lesen »

Warum mein Gottesbeweis funktioniert? Was zeichnet Gott aus, wie ist er zu definieren?

Obwohl die Antwort auf diese Fragen bereits im Text meines Beweises selbst enthalten ist, so fragen mich die Leute danach – vielleicht habe ich mich nicht klar genug ausgedrückt …

Im ontologischen Beweis von Hlg. Anselm von Canterbury wird Gott als ein „vollkommenes“ Wesen definiert – der Begriff „vollkommen“ selbst jedoch gar nicht…

Dies ist ein Kardinalfehler. Derselbe, den uns die Kinder vorhalten, wenn wir versuchen, sie von unserer intellektuellen Überlegenheit zu überzeugen. Kinder fragen so lange, bis wir nicht in der Lage sind, die verwendeten Bedeutungen zu definieren, bis wir uns in Translationen verlieren und am Ende ein apodiktisches „… weil es so ist! Ende der Diskussion “ ausstoßen…womit wir gar unsere intellektuelle Hilflosigkeit unter Beweis stellen…

Die undefinierte Qualität, die der Gegenstand von Anselms Beweis ist, macht diesen unvollständig. Solange wir nämlich nicht genau wissen, wovon wir sprechen, indem wir „vollkommen“ sagen, solange können wir nicht über die Existenz eines Wesens spekulieren, dessen essenzielle Eigenschaft „die Vollkommenheit“ ist. Ohne genau zu wissen, worin Gottes Vollkommenheit besteht, können wir uns nicht auf sie berufen, um seine Existenz zu belegen. Den Rest des Beitrags lesen »

Universallogischer Gottesbeweis.

1.) Die Eigenschaften.

1.1) Aufgrund ihrer Eigenschaften lassen sich Dinge voneinander unterscheiden.

Dinge und Wesen unterscheiden sich. Wesen sind Dinge, Dinge sind nicht Wesen.

1.2) Definition der kollektiven Eigenschaft:

Eine Eigenschaft eines Wesens ist kollektiv, falls sich diese mehreren Wesen zuordnen lässt (wenn sich beispielsweise aufgrund dieser Eigenschaft Gruppen, Klassen oder Spezies bilden lassen).

1.3) Definition der individuellen Eigenschaft:

Eine Eigenschaft eines Wesens ist dann individuell, wenn es sich, aufgrund dieser Eigenschaft, von allen anderen unterscheidet.

1.4) Wahrnehmungsfähigkeit als Eigenschaft.

1.4.1) Die Wahrnehmungsfähigkeit ist eine kollektive Eigenschaft aller seienden Wesen. Aufgrund des Vorhandenseins oder Nichtvorhandenseins der Wahrnehmungsfähigkeit lassen sich seiende von nichtseienden Wesen unterscheiden.

1.4.2) Eine kollektive Eigenschaft aller seienden Wesen ist auch ihre Existenz innerhalb der Natur.

1.4.3) Eine kollektive Eigenschaft der seienden Wesen ist auch die Fähigkeit der (selektiven) Wahrnehmung.

2.) Das Göttliche.

2.01) Die Fähigkeit der Universellen Wahrnehmung ist eine individuelle Eigenschaft eines besonderen Wesens.

2.02) Falls eine individuelle Eigenschaft existiert, die ein einziges Wesen oder eine bestimmte Klasse von Wesen von all den anderen unterscheidet, dann ist diese Eigenschaft als göttlich zu bezeichnen.

2.1) Behauptung: Es existiert genau eine individuelle Eigenschaft, welche Gott von all den anderen Wesen unterscheidet. Diese Eigenschaft, wenn sie von Gott erfüllt wird, determiniert seine Existenz. Den Rest des Beitrags lesen »

Über die Notwendigkeit der Veränderung des logischen Referenzrahmens der Menschheit.

Was ich vorschlage, sind definitiv nicht die interessantesten Themen, die für den durchschnittlichen Internetfresser von Interesse sind. Die Menschen sind normalerweise an einfachen Lösungen, an einfachen Informationen interessiert.

Was ich schreibe, betrifft indes eines der wichtigsten Dinge, die sich heutzutage abspielen und entscheiden – aus diesem Grund sollten sie eigentlich jeden interessieren…wäre mein Gegenstand nicht abstrakt…

Wir sehen, was in der Welt passiert. Ob es am Coronavirus oder an untergehenden Werten oder an der instabilen wirtschaftlichen Situation liegt – es stehen uns wohl einige endgültige Entscheidungen bevor. Diese werden u.a. die Umstände der gesamten Menschheit betreffen.

Den Grund dafür sehe ich darin, dass wir an einem Punkt angelangt sind, an dem die Effizienz unseres logischen Systems ihren höchsten, unüberschreitbaren Wert erreicht hat. Die Logik folgt nicht mehr der Realität. Die Dinge entziehen sich der Vernunft…Entgegen der Vorstellung ist dies ein gutes Zeichen. Es läutet nämlich das baldige Ende des archaischen Zeitalters auf diesem Planeten ein.

Wenn wir einsehen, dass „die Grenzen unserer [Logik] bedeuten die Grenzen unserer Welt“ (paraphrasiert nach L. Wittgenstein), dann konstatieren wir konsequenterweise, dass wir in Wirklichkeit in einer zweidimensionalen Welt leben. Gleichzeitig erkennen wir selbstverständlich, dass die logische Zweidimensionalität nichts mit der Dimensionalität der beobachtbaren Welt zu tun hat. Den Rest des Beitrags lesen »

Überwindung der traditionellen Wertesysteme. Überwindung der Lüge. Perspektive Gottes.

Die Angst ist allgegenwärtig.
Menschen befürchten den Virus, den Tod, den Verfall von Recht, Ordnung, Kirche, Familie, sie befürchten Apokalypse, Greta Thunberg und den morgigen Tag. Zudem, angesichts der ungewissen Zukunft, denken sie rückschrittlich – sie wollen tatsächlich, dass alles so bleibt, wie es ist.
Leider ist die Unbeständigkeit, eine der Prinzip-Eigenschaften dieses Universums. Nichts verharrt hier in Ruhe, panta rhei…
Die vernünftigste Wahrnehmungsmethode wäre daher die Akzeptanz der daherkommenden Veränderungen. Die Angst vor der Zukunft lähmt das Gegenwärtige. Und eben das ist irrational – Zukunft wird ja so oder so entstehen – unabhängig davon, ob sie einem gefällt oder nicht.


Dekonstruktion der Sentimentalwerte.

These: die meisten Wertesysteme sind virtuelle Sprachkonstrukte – sie besitzen kein reales Dasein innerhalb der Wirklichkeit der Gegenstände – sie sind virtuell.

Die Natur der Begriffe und der Werte innerhalb der Natur.
Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.
Ludwig Wittgenstein („Tractatus Logico-Philosophicus”, Satz 5.6)

Ich war lange unter dem Einfluss dieser Worte und lange glaubte ich, dass sie definitive Wahrheit ausdrücken. Heute weiß ich jedoch, dass die Wirklichkeit der Welt vor allem außerhalb des sprachlich Ausdrückbaren sich abspielt. Heute weiß ich sogar mehr: es existiert gar keine Verbindung zwischen der realen Welt (welche ich weiter als „Natur“ bezeichnen will) und der Welt der Begriffe und Bezeichnungen der Sprache. Es ist zwar schwer vorstellbar, aber diese zwei Mengen besitzen überhaupt keine gemeinsamen Punkte.
Die Begriffswelt existiert real nur im Kontext des artikulierenden Bewusstseins, die Natur dagegen operiert mit gar keinen Begriffen (meine abgewetzte Metapher: ein Baum am Straßenrand, ist dieser ein Gegenstand der sprachlichen Beschreibung, kann als solcher existieren oder nicht, kann grüne Blätter, Nadeln oder andere Attribute besitzen, kann auf der rechten oder linken Straßenseite stehen…Derselbe Baum, betrachten wir ihn in Wirklichkeit, ist genau so, wie er ist – er existiert oder nicht – aber gewiss unterliegt er keinen Gesetzen der dialektischen Zweiwertigkeit, dh. seine Existenz oder Nichtexistenz kann, im Gegensatz zu einer beliebigen Beschreibung, unter gar keinen Umständen falsch sein…).

Alles innerhalb der nichtsprachlichen Welt ist, auch für ein bewusst operierendes Wesen, höchstens ein Bildnis, kein Wort.

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Verallgemeinerung der gödelschen Sätze.

von Maciej Zasada

Kurt Gödel bewies, dass formale Systeme von ausreichender Mächtigkeit, Reichhaltigkeit und Einfachheit (wie beispielsweise Arithmetik) entweder unvollständig oder widersprüchlich sind (vereinfacht).

Wenn es sich um die Arithmetik handelt, auf deren Vorlage Kurt Gödel seinen beweisenden Gedankengang testete, so trifft diese Regel voll und ganz zu. Sie verhindert, dass die Fundamente der Arithmetik axiomatisierbar sind, und sich aus den vorhandenen Gesetzen der Logik ableiten lassen.

Die Dialektik.

Wir wollen hier zeigen, dass die von Gödel entdeckte Abhängigkeit auch für die Dialektik gilt und bedeutet dort, dass es in jedem genügend ausdrucksstarken formalen Sprachsystem S immer mehr wahre Sätze existieren, als in S beweisbar sind. Den Rest des Beitrags lesen »

Homo Deus.

Die Tatsache der Existenz oder Nichtexistenz Gottes, des Universums oder einer gegebenen Wahrheit ist unabhängig von unseren Ansichten oder aktuellem Wissensstand. Die Erde dreht sich um die Sonne unabhängig davon, ob wir daran glauben oder nicht.

Das Beispiel kopernikanischer Himmelsmechanik zeigt, dass nicht alles, was uns lokal evident erscheint, auch aus der universellen Perspektive Den Rest des Beitrags lesen »

Eine universallogische Untersuchung der klassischen Aussagenlogik.

Abstract: Wir zeigen hier, dass die zweiwertige Aussagenlogik ein diabolisches System der Lügenverwaltung ist. Um dies zu erkennen, gehen wir bis ans Ende: wir dekonstruieren die Sprache und ihre Logik.—

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Über die Unvollkommenheit der klassischen Logik.

Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass das, was „Logik” genannt wird, also logische Operationen, Definitionen, Behauptungen, Thesen, Erkenntnisse etc. haben alle mit Sprache zu tun, oder, etwas allgemeiner, mit Kommunikationssystemen (Alltagssprachen, Zeichenmengen, Mathematik etc.). Unsere Logik betrifft grundsätzlich keine außersprachliche Wirklichkeit. Der Grund dafür ist der Dualismus der klassischen Logik – derselbe findet in der außersprachlichen Wirklichkeit gar nicht statt.

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Einstein: Reloaded.

Für Resi

Aussage 1: A. Einstein

„Physikalische Erfahrungen sind immer Konstatierungen der Koinzidenzen. Diese finden darin Ausdruck, dass zwei oder mehr Ereignisse dieselben Koordinaten xyzt bzw, x1…x4 haben“.

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Es stimmt nicht ganz, dass die physikalischen Erfahrungen immer nur Konstatierungen der Koinzidenzen sind. Die physikalischen Erfahrungen haben ja auch mit der Erfahrung des Universums als Ganzes zu tun. Gerade diese Erfahrungen waren beispielsweise für die Formulierung des Äquivalenzprinzips oder des Relativitätspostulats massgeblich.

Wir stellen uns mechanisch vor, wie die Welt funktioniert und bilden in unseren Modellen die Mechanismen ab, von denen wir glauben, dass sie beim Funktionieren der Welt eine Rolle spielen. Dies ist auch Physik. Aber auch in dem Fall, in dem die Modellvorstellung nichts mit der Physik zu tun haben soll, wenn unsere Vorstellungen nur metaphysisch sind, dann nennen wir halt dies, womit wir uns hier beschäftigen Metaphysik und üben unsere Wirkung auf die Physik von Außen aus, ich habe nichts dagegen.

Zurück zum Thema:

These z:Zwei oder mehrere Ereignisse können nicht dieselben Koordinatenwerte x1…x4 besitzen. Das Postulat Einsteins, dass „physikalische Erfahrungen immer Konstatierungen der Koinzidenzen sind, welche ihren Ausdruck darin finden, dass zwei oder mehr Ereignisse dieselben Koordinaten xyzt bzw, x1…x4 haben““ muss daher falsch sein.

Beweis 1: Drei Definitionen der Gleichzeitigkeit von Zasada.

Wir haben das Thema der Gleichzeitigkeit bereits ausführlich behandelt (hier). Wenn zwei oder mehrere Ereignisse dieselben Koordinaten besitzen, dann müssen sie gleichzeitig an einem Ort stattfinden. Es ist zwar vorstellbar, aber praktisch unmöglich, wenn das Postulat der Identität der Sache mit sich selbst seine Gültigkeit beibehalten sollte (siehe unten). Auch die Gleichzeitigkeit scheint hier eine unüberwindbare Hürde zu sein…

Definition der Gleichzeitigkeit von Einstein:Es seien A, B zwei Punkte des Inertialsystems K, etwa die Endpunkte eines relativ zu K ruhenden Stabes, dessen Mittelpunkt M sei. Von M werde ein Lichtsignal nach allen Seiten ausgesandt. Das Prinzip der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit zwingt uns zu der Festsetzung, dass die Ankunqft des Lichtsignals in A und die Ankunft in B gleichzeitig seien. Damit haben wir eine physikalisch sinnvolle Definition der Gleichzeitigkeit gewonnen.“

Bitte beachten:
Diese Definition, obwohl durchaus sinnvoll, gilt nur für statische, unbewegte Inertialsysteme (die Gleichzeitigkeit ist auch für Einstein relativ). Außerdem koinzidieren hier nicht die Punkte A und B jeweils miteinander (im besagten Punkt mit Koordinaten xyzt), sondern die jeweiligen, um die Strecke A-B voneinander entfernten Anzeigen der „Gleichzeitigkeit“. Dieser Umstand zeigt, dass die obige Definition als Indikat der raumzeitlichen Koinzidenz unbrauchbar ist, und, ferner, dass ausschliesslich Ereignisse, welche voneinander entfernt sind, gleichzeitig geschehen können.

Die „Gleichzeitigkeit“ bedeutet wohl etwas anderes, als Einstein im Sinn hatte.

Definition der Gleichzeitigkeit 1:Zwei Ereignisse geschehen gleichzeitig, wenn für sie beide in keinem einzigen Bezugssystem innerhalb des gesamten Universums eine physikalische Möglichkeit besteht, den Augenblick des jeweils anderen Ereignisses wahrzunehmen, bzw. diesen Augenblick aus ihrer aktuellen Position zu registrieren (sprich: zu messen), denn egal wo und wann ihre Gleichzeitigkeit stattfindet, findet sie innerhalb einer und derselben Gegenwart statt.

Unabhängig davon, ob gleichzeitig erfolgende Ereignisse in verschiedenen Galaxien stattfinden oder in unmittelbarer Nähe zueinander, sie finden innerhalb einer einzigen Gegenwart statt. Allein dies ist entscheidend dafür, dass die Feststellung ihrer Gleichzeitigkeit prinzipiell unmöglich ist, nicht etwa die relative Entfernung der Ereignisse voneinander oder die Tatsache, ob sie sich geradlinig und gleichförmig bewegen oder nicht.

Die Unmöglichkeit der Feststellung der Gleichzeitigkeit bei weit voneinander entfernten Ereignissen leuchtet jedem ein. Es erreichen uns keine Signale von der Andromeda-Galaxie, welche dortige Gegenwart für uns beobachtbar, messbar und vergleichbar mit der Gegenwart irdischer Ereignisse machen würden. Man bemüht sich aber die Gleichzeitigkeit der Ereignisse zu bestimmen, welche in einer überschaubaren Entfernung zueinander stattfinden. Ich behaupte, dass generell keine Gleichzeitigkeitsmessung gelingen kann, denn „Gleichzeitigkeit“ schlicht „in der gemeinsamen Gegenwart erfolgend“ bedeutet.

Definition der Gleichzeitigkeit 2:Ereignisse geschehen gleichzeitig, wenn kein kausaler Zusammenhang zwischen Ihnen besteht, denn egal wo und wann ihre Gleichzeitigkeit stattfindet, findet sie innerhalb einer und derselben Gegenwart statt.

Wenn Ereignisse gleichzeitig geschehen, dann geschehen sie innerhalb einer und derselben Gegenwart. Dies bedeutet, dass die kausale Verbindung zwischen ihnen aus Prinzip ausgeschlossen ist, denn die Existenz einer kausalen Verbindung die Existenz einer zeitlichen Dauer voraussetzte, innerhalb derer, die Kausalität dieser Verbindung sich entfalten könnte, was im Fall der Gegenwart aus Prinzip unmöglich ist.

Definition der Gleichzeitigkeit 3: Ereignisse geschehen gleichzeitig, wenn kein zeitlicher Zusammenhang zwischen ihnen besteht, denn egal wo und wann ihre Gleichzeitigkeit stattfindet, findet sie innerhalb einer und derselben Gegenwart statt.

Dass eine Gleichzeitigkeit innerhalb der Gegenwart stattfindet, bedeutet, dass sie keine messbare Zeitlichkeit auszeichnet. Wäre es der Fall sein, müsste die Gegenwart einen messbaren zeitlichen Wert besitzen, also keine Gegenwart mehr sein.

Fazit zur Definition 3: Jede Diskussion über den jeweiligen Stand der Anzeige in den synchron laufenden, ruhenden oder bewegten Uhren ist, bezogen auf die Gleichzeitigkeit der Ereignisse, sowie auf ihre Gegenwart sinnlos, denn sowohl die Gleichzeitigkeit, als auch die Gegenwart mit der Zeit im Sinne einer messbaren Größe nichts zu tun haben.(

Fazit zu These z: Wenn zwei Ereignisse exakt dieselben Koordinaten haben, dann muss es sich bei ihnen um ein Ereignis handeln, nicht um mehrere.

Beweis 2: Postulat der Identität der Sache mit sich selbst: Ein Ereignis ist dann und nur dann mit sich selbst identisch (wesensgleich), wenn es (innerhalb seines Koordinatensystems x,y,z,t) nur aus sich selbst besteht.

Besteht ein Ereignis A aus mehreren Erscheinungen p,q,r, welche gleichzeitig mit ihm an einem und demselben Ort stattfinden (dies müsste der Fall sein, wenn A und p,q,r dieselben Koordinaten x,y,z,t besitzen), so ist A identisch mit p,q,r. Von einem selbstidentischen Ereignis A oder einer Koinzidenz des A mit p,q,r, kann dann keine Rede mehr sein: A und p,q,r sind dann identisch.

Aussage 2:A. Einstein

„Es zeigte sich, dass die Aussage der Gleichzeitigkeit zweier Ereignisse nur in bezug auf ein Koordinatensystem (und nicht in bezug auf einen materiellen Bezugskörper! Anmerkung: mz) Sinn habe, dass die Gestalt von Messkörpern und die Ganggeschwindigkeit der Uhren, von deren Bewegungszustand (in bezug) zum Koordinatensystem (und nicht in bezug zum materiellen Bezugskörper: mz) abhängen müsse.“

Diese Aussage stellt unsere „Kritik“ in rechtem Licht.
Es zeigt sich, dass A. Einstein genauso dachte wie wir…
Es wurde bloß vergessen, und/oder von ihm selbst geschickt „verschleiert“. Die Bezugskörper (Bahn, Bahndamm, Mann, Kasten) verlieren ihren Sinn, wenn man mit gaußschen Koordinatensystemen arbeitet. Diese sind dann allgemeingültige Bezugssysteme…
Versteht das jemand da draußen?

Das eine ist die Koinzidenz oder die Gleichzeitigkeit zweier Ereignisse A und B, das andere ist die Übereinstimmung beider Ereignisse in bezug auf ihre Koordinaten. Es ist durchaus möglich, dass Ereignisse in bezug auf die Koordinatenzeit gleichzeitig erfolgen, aber sie erfolgen dann an zwei verschiedenen (beliebigen) Orten des Koordinatennetzes. Wenn Koordinatennetz ein Bezugssystem der Koinzidenz ist, und nicht die Bezugskörper füreinander, dann ist die zeitliche Koinzidenz zweier Eregnisse selbstverständlich denkbar, allerdings für Ereignisse, welche räumlich voneinander entfernt sind (dass A und B gleichzeitig und an einem Ort stattfinden ist wg. Beweis 1 und 2 ausgeschlossen).

Verwandt: Prinzip der Gleichzeitigkeit


Hinweis: Erstveröffentlichung 27.11.2017 / ©Maciej Zasada
Nachdruck, Verwertung und / oder Verbreitung nur mit schriftlicher Genehmigung. Der Artikel und der Inhalt unterliegt dem deutschen Urheberrecht.

iLogik. Theorie der Zeit XXXIII: Der Dualismus des Denkens und des Seins.

135.) These: Eine Aussage ist materielle Form eines immateriellen Gedankens (in der Aussage materialisiert sich der Gedanke).

Die Funktion einer Aussage ist es, einen immateriellen, rein subjektiv vorhandenen Gedanken, innerhalb der materiellen Wirklichkeit verfügbar zu machen (einen Gedanken mehr oder minder exakt, in eine mehr oder minder allgemein verständliche Sprache zu übersetzen).

Durch Aussagen werden immaterielle Gedanken als Objekte der materiellen Wirklichkeit allgemein zugänglich.

135.1) Eine Aussage ist eine materiell verfügbare Information.

Materiell verfügbar ist diejenige Information, welche innerhalb der materiellen Wirklichkeit zugänglich ist (welche, als Objekt der materiellen Wirklichkeit, jedem Beobachter zur Verfügung steht).

135.2) Eine Information, welche nicht materiell verfügbar ist, ist ein Gedanke.

Ein Gedanke an sich steht lediglich einem Subjekt (einem bewussten Beobachter als einer Instanz der Gegenwart) zur Verfügung.

Einen Gedanken zu äußern, heißt eine Aussage zu machen.

135.2.1) Der Unterschied zwischen einem Subjekt innerhalb der Gegenwart („Ich“) und einem Subjekt innerhalb der materiellen Wirklichkeit („Du“, „Ihr“, „Sie“) ist der Unterschied zwischen demjenigen Subjekt, der Gedanken produziert und demjenigen, der Aussagen tätigt.

Es besteht ein evidenter Unterschied zwischen der immateriellen Gegenwart, in welcher gedacht wird, und der materiellen Raumzeit (zeitlicher Kontext: die Vergangenheit), in welcher Aussagen ausgetauscht werden.

Alles, was einen Beobachter erreicht, sowie alles, was durch einen Beobachter versendet wird, ist materiell verfügbare Information, denn alles, was irgendwie zugänglich ist, ist eine Information, die in materieller Form vorliegt (wäre sie nicht materiell verfügbar, wäre sie ein immaterieller Gedanke s. [135.2]). Dadurch, dass die Wirklichkeit der Objekte ausschliesslich universell abrufbare Information beinhaltet, beinhaltet sie feste Materie.

Jede materiell zugängliche Information kommt in Form einer Aussage, jede immateriell zugängliche Information kommt in Form eines Gedankens daher (innerhalb der materiellen Welt wird daher stets mittels Aussagen kommuniziert).

Jeder Gedanke (auch der zutiefst pragmatische) ist deshalb esoterisch, jede Aussage (auch diejenige, welche abenteuerlichste, bzw. radikalste Esoterik ausdrückt) exoterisch.

135.3) Das charakterisierende Merkmal einer Aussage, welches sie von einem Gedanken unterscheidet, ist ihre materielle Verfügbarkeit.

Der Unterschied zwischen den Begriffen „Information“ und „Aussage“ besteht darin, dass Information auch dann vorliegt, wenn sie nicht universell abrufbar ist (als ein immaterieller Gedanke etwa), während eine Aussage als eine Informationsform stets in materieller Gestalt vorliegt (eine Aussage steht universell zum Abruf bereit).

135.4) Die Begriffe „Gedanke“ und „Aussage“ bezeichnen synonym, unterscheiden sich jedoch in der Ebene der Verfügbarkeit der jeweilig transportierten Information und in ihrer raumzeitlichen Verortung.

Ich definiere:

135.4.1) Ein Gedanke ist eine subjektiv verfügbare, innerhalb der Gegenwart entstehende / bestehende (immateriell gespeicherte) Informationsform.

135.4.2) Eine Aussage ist eine objektiv verfügbare, innerhalb der materiellen Raumzeit entstehende / bestehende (materiell gespeicherte) Informationsform.

Alles, was hier geschrieben steht, sind Aussagen. Diese haben insofern mit den Gedanken zu tun, die ich ausdrücken will, als ich dies zulasse oder als ich dies imstande bin, auszudrücken.

Es ist fast unmöglich, sich die materiell existierende Dinge genau vorzustellen, wie es umgekehrt unmöglich ist, anhand der empfangenen Aussage (wie etwa eines schönen Musikstücks) zu rekonstruieren, was genau der ursprüngliche Gedanke (oder die ursprüngliche musikalische Schönheit) im Kopf des Verfassers gewesen sein mochte.

Die Gedanken und die Aussagen gehören nicht derselben Kategorie an. Sie existieren als Informationsformen getrennt in verschiedenen zeitlichen Kontexten.

Innerhalb der Raumzeit unterscheiden wir drei getrennt bestehende Kontexte der Zeit:

1. Gegenwart: unmittelbare, punktbezogene Präsenz.
2. Vergangenheit: materielle, raumbezogene Existenz.
3. Zukunft: Wahrscheinlichkeit (oder „position extraordinaire“).

135.5) Das Gehirn kreiert, empfängt und verwaltet Aussagen innerhalb des „Raumes der Vergangenheit“.

Das Gehirn ist materiell.

Wenn [135.4.2] stimmt, dann ist jede Verfügbare Information innerhalb der Raumzeit eine Aussage. Eine Aussage ist (dann) auch jedes Ergebnis einer beliebigen Messung (auch einer Kernspin-Messung, welche das Gehirn selbst betrifft).

Alles, jede Information, welche innerhalb der Raumzeit verfügbar ist, jede Information (Signal), welche das Gehirn (oder Messapparatur) erreicht und welche durch das Gehirn (oder Messapparatur) verarbeitet wird, ist im Sinne [135.4.2.] eine Aussage.

Es ist uns gar nicht klar, dass ein Unterschied zwischen den gedachten und den materiell bestehenden, oder durch den Beobachter empfangenen Tatsachen faktisch existiert.

Die klassische, platonisch-aristotelische These von der Identität des Denkens und des Seins ist problematisch.

Solange wir beispielsweise mit offenen Augen durch die Gegend laufen, merken wir gar nicht, dass und wie sich die Welt in unseren Gedanken von der reell (materiell) existierenden unterscheidet.

Sich innerhalb einer wohl bekannten Umgebung zurechtzufinden bereitet uns solange keine Schwierigkeit, solange diese sichtbar ist – sobald wir aber die Augen schliessen und „blind“ sind, merken wir den Unterschied zwischen einer materiellen Sinneserfahrung des Raumes und einer (räumlichen) Sinnesvorstellung – die eigene Wohnung steckt auf einmal voller Stolperfallen…

Dasselbe betrifft jede materiebezogene Sinneserfahrung, die unterbrochen wird, und ihre (gedankliche) Vorstellung.

Unsere Sinne sagen aus über die Welt (und betrügen uns nicht selten darin). Ob das Sein an sich mit dem Denken identisch sei, vermag ich nicht zu entscheiden. Dass aber das materielle Sein mit dem Denken nicht identisch ist, ist für mich evident (Verbindung mit Thesen Christian Hoppes: die These, dass sich das Denken auf der materiellen Ebene erklären lässt, ist problematisch, weil sie die Identität der Welt auf der Ebene von materiellem und immateriellem Sein einerseits und Raumzeit und Gegenwart andererseits fordert. Wir zeigen aber, dass sich gerade die materielle und immaterielle Bestandteile des Universums (das Sein und das Denken) sowohl auf der Ebene der Verfügbarkeit ihrer jeweiligen Information, als auch durch ihre zeitlichen Kontexte voneinander wesentlich unterscheiden).

Klar ausgedrückt: der unüberwindbare Unterschied zwischen materiellem, raumbezogenem Sein und immateriellem, gegenwartsbezogenem Denken schliesst ihre Identität aus, womit u.A. ausgeschlossen wird, dass das materielle Sein [wie das Sein eines auf der materiellen Ebene funktionierenden Hirns] und das immaterielle Denken [eines auf der immateriellen Ebene funktionierenden Geistes] eines identischen (materiellen) Ursprungs sind.

iLogik. Theorie der Zeit XXXII: Die Formen der Raumzeit. Die formale Widerlegung des Exklusivanspruches der relativistischen Zeitvorstellung.

Wikipedia:

„Der Newtonsche Zeitbegriff liegt auch heute noch dem Alltagsverständnis des Phänomens zugrunde, obwohl sich durch viele Präzisionsmessungen (in Verbindung mit scharfen logischen Schlüssen) erwiesen hat, dass nicht Newton, sondern Einstein „Recht hatte“[…]“Durch die Entdeckungen im Zusammenhang mit der Relativitätstheorie musste der newtonsche Begriff der absoluten Zeit aufgegeben werden.“

„…der Begriff der absoluten Zeit musste aufgegeben werden…“

Soweit Wikipedia…

134.) These: Im logischen Raum der vorstellbaren Tatsachen existieren nebeneinander zwei unabhängige Maßstäbe der Zeit: ein absoluter und ein relativistischer. 

Beide Maßstäbe haben ihren eigenen Gültigkeitsbereich. Die Gültigkeit des relativistischen Zeitmaßstabs schließt jedoch die Gültigkeit des absoluten Zeitmaßstabs nicht aus. Beide Vorstellungen stehen nämlich in keinem ausschliessendem „Entweder-Oder“-Verhältnis – sie bestehen vielmehr unabhängig voneinander, bedingen sich aber gegenseitig und bedingen dadurch die Existenz des räumlich und zeitlich divergierten Universums, d.h. eines Universums, zu dessen Eigenschaften mindestens eine räumliche und eine zeitliche Diversität gehört.

134.01.) Zwei Formen der Raumzeit: Wir unterscheiden zwischen [1] der Raumzeit als einem starren (nichtdynamischen) geometrischen Platzhalter, der das materielle Universum, aber auch das, was sich eventuell außerhalb des Universums befindet, enthält (der Zeitmaßstab dieser Raumzeit ist universalgültig und absolut), und [2] der eigentlichen Raumzeit des materiellen Universums im Sinne Einsteins, innerhalb deren die Materie und sämtliche Bestandteile des Universums enthalten sind (diese dynamische Raumzeit ist ein anderer Begriff für ein materielles Universum als solches). Der Zeitmaßstab dieser Raumzeit ist punktbezogen und relativistisch.

134.01.1.) Der Grund der Existenz zweierlei Formen der Raumzeit: Die Notwendigkeit der Existenz beider Formen der Raumzeit ergibt sich in unserem Modell unmittelbar daraus, dass wir außerhalb des Universum sowohl Raum als auch Zeit…aber keine Bezugspunkte vermuten, welche zueinander in Relation stünden.

Die Tatsache, dass wir die Raumzeit außerhalb des Universums für einen starren und einen absolut leeren „Platzhalter“, oder anders ausgedrückt, für eine geometrische Voraussetzung eines sich räumlich und zeitlich ausbreitenden (dynamischen) Universums halten (unabhängig davon, welches Modell des dynamischen Universums wir bevorzugen: dieses breitet sich dimensional aus), determiniert die Form dieser Raumzeit als eines nichtdynamischen (starren) und an sich absoluten Koordinatensystems.

Die Tatsache, dass wir ferner das Universum als effektiv dimensionslos (in sich hinein kollabierend) betrachten (siehe hier), bestimmt, dass das Platzhalter-Modell der Raumzeit [1] tatsächlich aufrechterhalten werden kann, da diese Raumzeit keine Bezugspunkte enthalten muss, auch dann nicht, wenn unser Universum nicht als das einzige innerhalb dieser Raumzeit existierte…

Unser Modell erlaubt die Annahme eines Universums innerhalb der Platzhalter-Raumzeit (welche selbst ein rein geometrisches Gebilde ist, und als solches eine Struktur besitzt, die ohne die Eigenschaft eines materiell Seienden auskommt, daher sehr gut mit dem Begriff „Nichts“ identifizierbar ist), welches effektiv dimensionslos, d.h. räumlich nicht vorhanden wäre. Ein in sich hinein kollabierendes Universum (oder Universen), welches bloß einen gemeinsamen geometrischen Punkt mit der Platzhalter-Raumzeit (mit dem Nichts) besäße, existierte zwar für sich intern, wäre aber innerhalb der Platzhalter-Raumzeit trotzdem nicht seiend (ein solches Universum könnte innerhalb des Nichts existieren und die absolute Leerheit des Nichts nicht einmal stören)…

134.01.2) Das Problem der logischen Wahrheit der Theorie: Anhand der oben gestellten These, lassen sich die grundlegenden Aussagen der Relativitätstheorie infrage stellen. Dies verwundert nicht – diese Aussagen müssen sich, wie alle anderen Aussagen, notwendig infrage stellen lassen, denn logisch unterliegen auch sie dem Mechanismus der Aussagenlogik. Diese ist aber ein System der Falschaussagenverwaltung, dessen Funktion es ist, einerseits die Wahrheit als einen essenziellen logischen Wert zu etablieren, andererseits die Wahrheit der Falschaussagen zu konstruieren (durchzusetzen) und diese, durch Argumente verfestigten Falschaussagen, als vollwertige und vollständige Wahrheiten (z.B. wissenschaftliche Theorien) eine Zeitlang zu erhalten.

134.1) Behauptung: Im Absoluten sind sämtliche Aussagen der Aussagenlogik, darunter auch die Grundaussagen beider Relativitätstheorien, darunter auch die Interpretationen der quantenmechanischen Effekte, falsch.

Das, was in der Welt wahr ist, sind die Existenzen, korrekt aufgestellte Gleichungen, Maschinen, Konstrukte und endgültige Erkenntnisse der Falschheit, sonst gar nichts: keine Bezeichnungen, keine Interpretationen und keine Aussagen.

134.1.1) Beweis: Die Relativität der Raumzeit innerhalb eines dynamischen Universums [2], ergibt sich aus der starren Universalität der Zeit und des Raumes innerhalb der starren und absolut leeren Platzhalter-Raumzeit [1].

Nur anhand der universellen Zeitrechnung, können die relativen Zeit- und Raumunterschiede angenommen, gemessen und/oder berechnet werden. Bei der Messung einer beliebigen Entfernung zwischen zwei Punkten A und B spielt nämlich der Maßstab, mit dessen Hilfe diese Entfernung gemessen wird; die Perspektive des Punktes, an dem der Maßstab angelegt (beispielsweise A); und der Punkt, dessen Entfernung für die punktuelle Perspektive A ermittelt wird (B), eine Rolle.

Wäre die absolute Zeitrechnung nicht vorhanden, wäre ausschließlich eine punktuelle Relativität von bewegtem A bezogen auf B (bewegt oder nicht) und umgekehrt möglich, keine universelle Relativität, welche erlaubt, eine Relativität von A und B bezogen sowohl aufeinander, als auch auf ein externes (starres) Koordinatensystem anzunehmen (Beispiel GPS- oder  ein beliebiges zukünftiges Positionierungssystem, bei dem, neben den relativistischen Abweichungen von der Normzeit, gerade die absolute, d.h. innerhalb der Messung universalgültige Zeit gültig wird).

134.1.1.1) Anmerkung zu GPS: Es wird zwar behauptet, dass die Gültigkeit der Speziellen Relativitätstheorie anhand der Funktionsweise des GPS-Systems bewiesen wird, doch dies ist nur zur Hälfte wahr. Das GPS-System funktioniert nämlich vor Allem deshalb, weil die Zeitgrundlage der Positionsberechnung darin absolut ist (der systeminterne Zeitimpuls des GPS-Systems, also seine systeminterne „Gegenwart“, gilt universell für alle teilnehmenden Satelliten und Instanzen: das GPS-System operiert mit einer absoluten Zeitlichkeit). Die Positionsbestimmung mittels GPS erfordert also einer universell synchronisierten (absoluten) Zeit. Die Zeit zu „synchronisieren“ bedeutet aber nichts anderes als ihr eine absolute und universalgültige Gegenwart zugrunde zu legen. Wenn die Errichtung eines Systems der räumlichen (interstelaren) Positionsbestimmung irgendwann notwendig sein wird (und zwar dann, wenn Reisen im All alltäglich werden, wie das heutige Autofahren etwa), dann wird sich die Notwendigkeit der Unifikation des Zeitimpulses im gesamten Raum des Universums von alleine ergeben; dann wird sich die Position im Raum anhand des relativen, ortsabhängigen Zeitunterschiedes, bezogen auf das absolute Impuls der Zeit, berechnen lassen; dann wird die Existenz der absoluten Zeit und der universalgültigen Gegenwart im Raum des Universums selbstverständlich sein. Warum nicht jetzt?

134.2) Postulat: Wir postulieren die Existenz einer universell gültigen, absoluten Zeit als einer logisch anzunehmender Notwendigkeit, einerseits um die Gültigkeit des Modells der relativen Zeit, andererseits um die Existenz des räumlich und zeitlich divergierten Universums zu erklären (genau hier werden wir mit Identität des Denkens und des Seins par excellence konfrontiert).

134.2.1) Anmerkung zur Gültigkeit der relativen Zeit im Hinblick auf die Gültigkeit der normativen Absolutheit: Wenn wir etwa von Gravitation als einer Krümmung der Raumzeit sprechen, dann operieren wir bereits mit einem Modell der Abweichung von der universalgültigen Norm (wir können uns die gekrümmte Raumzeit nur dann singulär vorstellen, wenn wir uns die Raumzeit ansonsten als eben (oder flach), d.h. nicht gekrümmt, vorstellen, bzw. wir sind in der Lage eine Krümmung nur innerhalb einer nichtgekrümmten Umgebung erkennen – die Ebenheit der Raumzeit ist die Norm oder der modellhafte Standardzustand, in dem sich die Raumzeit im „ausbalancierten“ „Normalzustand“ befindet. Dieser Standardzustand gilt als ein Richtwert, an dem wir uns sowohl beim Definieren (ART), als auch beim vergleichenden Erkennen der Gravitation (Gravitationswelle) halten, und an dem wir uns auch dann halten, wenn wir das auszudrücken versuchen, was wir mit bloßem Begriff „Gravitation“ bezeichnen möchten.

Dasselbe gilt für den Begriff der „Relativität“: wenn wir diesen Begriff in ein Zeitmodell einführen, dann nehmen wir stets absolute Werte als einen Maßstab der Relativität der Zeit. Wir können nur mittels der absoluten Zeitwerte den Maß an Zeitrelativität ermitteln.

Wie wollen wir denn, unter diesen Umständen, den Begriff der absoluten Zeit aufgeben?

134.3) Anmerkungen zum Wesen der Gegenwart:

134.3.1) Behauptung: Die Existenz der absoluten Zeit ist nicht nur innerhalb eines Modells wesentlich, sondern notwendig für die materielle Existenz eines Universums wie dieses.

134.3.1.1) Beweis: Die Existenz der absoluten Zeit ist logisch durch die Existenz der allgemein gültigen Gegenwart bedingt.

Wenn wir uns das Universum als einen Organismus, als ein thermodynamisch abgeschlossenes System vorstellen und wenn wir uns vorstellen, dass dieser Organismus einen konkret in der Zeit ermittelbaren Anfang hatte, dann müssen wir von einer universalgültigen Gegenwart einerseits, andererseits von einer konkreten Dauer dieses Organismus seit seinem Anfang sprechen.

Die Vorstellung einer allgemein gültigen Gegenwart ist die Konsequenz der Urknall-Hypothese. Wenn sich der Urknall, in welcher Form auch immer, tatsächlich ereignete, dann galt dieser als die erste gemeinsame Gegenwart für sämtliche Elemente des neuentstandenen Universums. Dieser Augenblick ist bis heute ein gemeinsamer zeitlicher Bezugspunkt für sämtliche Instanzen der Gegenwart des Universums.

Die bloße Existenz der Instanzen der Gegenwart, determiniert die Existenz des Raumes, denn die Elemente des Universums, welche sich zeitlich und geometrisch (als Bestandteile der „geometrischen Konstellation sämtlicher Objekte, Ereignisse und Zustände„) auf diese Instanzen beziehen, räumlich von ihnen getrennt sein müssen, denn sonst bestünde zwischen ihnen gar kein Unterschied.

134.3.1.2) Konsequenz: Die Existenz des Raumes ist einerseits die logische Voraussetzung der Existenz der voneinander getrennten Gegenwartsinstanzen, andererseits ist sie (die Existenz des Raumes) die logische Konsequenz der Gegenwart.

Existieren Instanzen derselben Gegenwart getrennt im Raum, dann ist davon auszugehen, dass eine universelle (absolute) Gegenwart, welche gemeinsam für diese Instanzen ist, im Raum existiert.

Existiert aber eine universell gültige Gegenwart, dann ist davon auszugehen, dass eine absolute Zeit eine existierende Tatsache ist.

Wären die Instanzen der Gegenwart nicht voneinander (räumlich) getrennt, so wären sie nicht voneinander verschieden. Sobald nämlich mehr als ein Element (z.B. zwei Punkte) im Raum existieren, ist die Existenz des Raumes, der sie trennt und in dem ihre jeweiligen gegenwartsbezogenen Konstellationen stattfinden, als ihre Existenzvoraussetzung, notwendig.

Die Konstellation der Gegenwartsinstanzen ist wie die Konstellation der Sterne: jede Gegenwartsinstanz ist von Vergangenheit umgeben, wie der Stern vom Raum umgeben ist. Dieser Vergleich ist sehr wohl wörtlich zu nehmen, wir wissen nämlich bereits, dass die Begriffe „Vergangenheit“ und „Raum“ dasselbe bedeuten.

Der Ausschluss des Begriffes der absoluten Zeit war etwas voreilig gewesen, finden Sie nicht auch?

Der klasisch-logische Ausschlussgedanke existiert offenbar auch dort, wo man ihn gar nicht vermutet. Es ist gut, sich dessen bewusst zu sein und begrifflich opponieren.

Wer in der Lage dazu ist.

Gott, den Tanz und Bikini kränken, der Mord an den Unschuldigen aber nicht, ist kein Gott.

Wir müssen uns daher nicht mit angeblich „seinen“ niedergeschriebenen Behauptungen und Aussagen beschäftigen. 

Mit denen lässt sich nämlich volltrefflich streiten (und allein dies ist [logisch] bedeutend).

Universallogik: Die Beschreibung des Absoluten – die Exoperspektive auf die Wirklichkeit auf Erden.

Das Motto: „Widersprüche sind gut, solange sie sich nicht selbst widersprechen“ (Woody Allen)

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Abstract: Es wird hier versucht, einen bisher nichexistierenden,  externen Bezugspunkt zur menschlichen Rationalität zu erschaffen. Die Voraussetzung dafür ist, dass wir, Universaldenker, in maximalen Denkräumen reflektieren. Daher ist die Errichtung eines Referenzrahmens, welcher all die irdischen Partikularwerte relativiert, längst überfällig (Nietzsche: „Umwertung aller Werte“).
Wir erkennen dabei sehr wohl die zivilisatorische Relevanz dieser Entwicklung. Wir begraben damit, die sich noch im letzten Aufbäumen befindende Archaik (es kommen vielerorts die letzten archaischen Menschen an die Macht).
In Wirklichkeit entsteht dadurch ein nichtmenschlicher Denkraum (was auch immer es bedeuten mag).
Es werden hier (auch) grundsätzliche Empfehlungen ausgesprochen, welche allgemein hilfreich im Umgang mit dem Absoluten sein dürften (Beispiel: prinzipielle Ablehnung der dialektischen Argumentation als einer Methode der Rechtfertigung und der Überzeugung [ausgedrückt durch und in der Behauptung C]).
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103.) Ausgangsthese: Unlösbar sind einzig und allein die nichtexistierenden Probleme.

Die nichtexistierenden Probleme existieren nicht (als Probleme). Sie gehören daher nicht der Kategorie der lösbaren und nicht der Kategorie der unlösbaren – sie gehören generell nicht der Kategorie der Probleme an. Sie können daher nicht wie Probleme behandelt und nicht wie Probleme gelöst werden. Existieren sie innerhalb der Kategorie „Probleme“ trotzdem, so besteht das eigentliche Problem in der Existenz eines nichterkannten Kategorienfehlers und nicht in der Existenz der „Probleme“ selbst. Wird die Nichtexistenz der nichtexistenten Probleme erkannt, hören sie augenblicklich auf, existierende Probleme zu sein…
Es geht einfach darum zu zeigen, dass die meisten Probleme gar keine sind.

103.1.) Logische Folge für Konflikte: Wenn statt „Probleme“, „Konflikte“ gesagt wird…(Konflikte sind ja faktisch existierende Probleme).

Die nichtexistierenden Konflikte oder Konflikte, welche anhand bloßer Unkenntnis der Nichtexistenz ihrer logischen Grundlage bestehen (die logische Grundlage fehlt grundsätzlich jeder Sicht und jeder Überzeugung, welche aufgrund einer unvollständigen (d.h. temporär* bestehenden) Kenntnis** entstehen), lassen sich aus Prinzip nicht beseitigen. Die einzige Methode, sie zu bewältigen besteht darin, die Unvollständigkeit ihrer jew. logischen Grundlage zu erkennen und als solche möglichst eindeutig und universellverständlich zu markieren.

* [„temporär“ bedeutet hier: „unvollständig, innerhalb des gesamten Raumes und innerhalb der Ewigkeit nicht unveränderlich / d.h. nicht konstant und nicht invariant„…]

** [Kenntnis im Sinne „Wissen“ und/oder „Glauben“]


103.2) Vermutung: Die Bezeichnungen „temporär“ und „unvollständig“ betreffen die gesamte menschlich erreichbare oder ableitbare Kenntnis.

104.) These: Interreligiöse Konflikte, welche zeitweise mit radikalen Mitteln geführt werden, entbehren jeder logischen Grundlage.

Weil Religionen als logische Systeme grundsätzlich unvollständig sind (warum, werden wir gleich zeigen), bieten sie aus Prinzip bloß die Grundlage für eine mit dialektischen Mitteln geführte Argumentation (gäbe es eine Religion, die als logisches System vollständig wäre, gäbe es auf der Welt nur eine einzige Religion, welche dazu nicht dialektisch, sondern absolut wäre, denn sie würde die absolute Information über Gott enthalten und somit Gott gleich sein. Sie wäre mit den Mitteln der dialektischen Logik nicht überprüfbar und nicht infrage zu stellen…Übrigens: die Mitteln, welche aktuell vom islamischen Terrorismus forciert werden, sind auch Mitteln der dialektischen Logik, was bedeutend für die Bewertung islamischer Ideologie in Bezug auf Gott ist, denn:

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105.) Behauptung C: Jede dialektische Argumentation ist aussichtslos und führt auf lange Sicht zu keinem stabilen Ergebnis, denn jede erfolgreiche Argumentation vervollständigt die eigene dialektische Position, was aber nicht nur die Inferiorität der gegnerischen, sondern (vor allem) die Unvollständigkeit der eigenen Perspektive klar vor Augen führt.

(Denn: die Systeme, welche vervollständigt werden können, sind logischerweise unvollständig)
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105.1) These: Von dem gesamten menschlich erzielbaren Gottesbegriff lässt es sich daher behaupten, dass er aus logischer Sicht unzureichend und unvollständig sei.

105.1.1) Warum: Die dialektische Positionen der jeweiligen Religion sind nicht invariant (sie gelten daher gezwungenermaßen temporär). Sie sind nicht nur aufeinander bezogen variant (es existieren gleichzeitig verschiedene ihrer Grundvarianten: katholisch-protestantisch-orthodox/sunnitisch-schiitisch/aschkenasisch-sephardisch-orthodox-reformjud. etc…etc.), sie sind auch auf sich selbst bezogen veränderlich (sie werden unterschiedlich interpretiert, ausgelegt und sie entwickeln ihre jeweiligen Konzepte fortwährend). Es wird für und gegen ihre Grundsätze Argumentiert (womit die Geltung der Behauptung C ansetzt).

106.) Der Grund für die Einführung der EXOPERSPEKTIVE…ist es, eine externe Instanz einzurichten – einen externen Referenzpunkt für die gesamte irdische Rationalität – für alles Wissen, für alle Argumente, für alle Standpunkte, für alle guten Gründe, für alle Religionen, für alle Ideologien, für alle Staaten, Grenzen und Kulturen. Es geht darum, die menschliche Rationalität dem gegenüberzustellen, was nicht menschlich und nicht irdisch ist, aus einem guten logischen Grund: aus bloßer Wahrscheinlichkeit dessen Existenz.
Die bloße Wahrscheinlichkeit der externen Rationalität ist nämlich ausreichend, um sie als mögliche Perspektive in die universelle Überlegung einzubinden und auszunutzen.
Der Nutzen eines solchen Manövers ist verblüffenderweise die höchste Erkenntnis, denn sollten die irdischen Kardinalwerte mit der Referenz des externen Standpunktes konfrontiert werden, so werden sie, wenn nicht direkt ihre Glaubwürdigkeit, so zumindest ihre logische Integrität und Vollständigkeit einbüßen (den Rest erledigt dialektisch die Behauptung C).

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107.) Die universallogische Exoperspektive ist eine einfache Frage: Was hätte uns eine außerirdische, ungleich weiter entwickelte Zivilisation über das irdische Problem XYZ zu sagen, träte sie in Kontakt mit uns?

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Eine solche Frage zu stellen wäre nicht nur dann zulässig, wenn eine fremde Armada in der Umlaufbahn der Erde entdeckt worden wäre, sondern auch dann, wenn ein Kontakt mit einer außerirdischen Zivilisation nie stattfinden könnte. Diese Frage zu stellen wäre selbst dann zulässig, wenn es keine einzige außerirdische Zivilisation im Universum existierte. Es geht einzig und allein darum, einen außerirdischen Blick auf das Irdische zu richten, damit die Bodenlosigkeit irdischer Dummheit erkannt und irdische Dummheit als solche markiert (kenntlich gemacht) werden kann. Baron von Münchhausen soll sich selbst aus der Scheiße befreien…und das wird er bald tun.

Über die Logik und darüber, was sie nicht ist.

Die Logik meint nicht die Sprachlichkeit.
Wäre es der Fall, wäre die Bildung sinnloser Aussagen innerhalb der Sprache ausgeschlossen, bzw. die Entscheidung, ob eine Aussage sinnvoll oder sinnleer ist, erfolgte eindeutig (beispielsweise anhand der orthographischen Korrigierbarkeit). Nur weil es möglich ist, sinnvoll oder logisch zu formulieren, bedeutet nicht, dass die Sprachlichkeit mit Logik gleichzusetzen ist.

Obwohl die Sprachlichkeit logisch ist, ist sie keine Logik.
Die Sprachlichkeit ist logisch in demselben Sinne, in dem eine Strasse logisch ist (indem sie nach Rom führt oder mindestens an das öffentliche Strassennetz angebunden ist, dessen Zweck es ist, den Strassenverkehrsteilnehmern die Möglichkeit zu bieten, das jeweils anvisierte Ziel zu erreichen).

Ergo:

Die Logik „meint“ nicht die Sprachlichkeit.
Die Sprachlichkeit ist eine Konsequenz der Logik, eine logische Anwendung. Sie ist, wie eine Strasse, nach den logischen Gesetzen aufgebaut und sie erfüllt, wie eine Strasse, einen Zweck innerhalb eines bestimmten logischen Raumes.

 

Der Unterschied zwischen Logik und logischer Anwendung.

Der Zweck der Logik ist es, die mechanische Grundlage der Verbindung zu bilden, die Funktion der logischen Anwendung ist es, einen konkreten Zweck zu erfüllen.
Wenn ich die Logik als ein Betriebssystem bezeichne, dann mit gutem Grund – die Funktion der Logik kann nämlich gut mit der Funktion eines Betriebssystems eines Computers verglichen werden.
Das Betriebssystem bildet die logische Basis eines Computersystems. Es sorgt für die Initiierung der Rechenprozesse und für die zweckgebundene Verbindung zwischen der Anwendung (Software) und der ausführenden Ebene (Hardware).
Die Sprache ist eine logische Anwendung, deren Funktion es ist, eine Verbindungsebene zu bilden.
Somit ist die Funktion der Sprache als einer logischen Anwendung identisch mit der Funktion der Logik als solchen – der Unterschied zwischen Logik und Sprache existiert dennoch und besteht darin, dass die Logik die Verbindungsgrundlage auf der operativen, die Sprache die Verbindungsgrundlage auf der performativen Ebene ist – die Logik ist das Betriebssystem der Wirklichkeit, die Sprache ist eine logische Anwendung, die einen kommunikativen Zweck erfüllt (in dem Sinne sind Facebook und Instagram Anwendungen, die in demselben Verhältnis zur Sprache stehen, wie die Sprache zur Logik).

 

Die Logik als ein ‚Ding an sich‘.

Unsere Vorstellung von dem, was logisch ist, ist die Vorstellung von (der Mechanik) der Welt.
Anhand dieser Vorstellung bilden sich Denkräume (zu denen bspw. religiöse oder politische Weltanschauungen gehören), innerhalb deren, auf den logischen Zusammenhang (Zweckmäßigkeit) und auf die logische Struktur der Realität geschlossen wird.
Nicht die Vorstellung von dem, wie die Welt ist, wie sie funktioniert, sondern die Vorstellung davon, was logisch ist, entscheidet in welcher Welt wir leben.
Die Unterschiede, welche sich sowohl zwischen den Vorstellungen, als auch zwischen den Welten (Kulturen, Religionen) feststellen lassen, finden ihren Anfang darin, was jeweils für logisch gehalten wird (Allah, YHWE, Gott-Vater etc. als universelle Spender der logischen Grundlage…).

 

Der Unterschied zwischen dem, was wir „Logik“ und dem, was wir „logisch“ nennen.

Was logisch ist, ist zusammenhängend, verbunden.
Wir erkennen logische Zusammenhänge als Verbindungen.
Mittels der Logik verbinden wir das, was jeweils der Fall ist, mit dem gesamten Inhalt des jeweiligen Denkraumes, womit die Vorstellung eines zusammenhängenden, sinnvollen Ganzen entsteht.
Die jeweilige Logik ist die jeweilige Doktrin, mittels deren, die Verbindungen gebildet werden.
Die Logik vergleiche ich mit dem Strassennetz, welches an sich keine explizite Richtung besitzt – es impliziert alle Richtungen.
Eine existierende Strassenverbindung zwischen A und B ist eine logische Verbindung.
Das gesamte Strassennetz ist die Logik dieser Verbindung.
Die Logik vergleiche ich mit der Chromatik, welche alle Tonhöhen der Musik enthält. Sie selbst enthält die Gesamtheit der Töne, jedoch keine Musik – keinen Hinweis auf eine musikalisch sinnvolle Verbindung der Töne.
Die Chromatik besitzt an sich keinen besonderen musikalischen Sinn – sie impliziert jeden musikalischen Sinn.
Wir erkennen, dass die Logik als solche keine Werte bevorzugt, dass sie keine Werte erkennt.
Doch wir verbinden die Logik mit den Werten und Maßstäben, indem wir sagen dies ist logisch, dies ist wahr…wissen wir überhaupt was Logik ist?

 

Der Begriff der logischen „Wahrheit“ innerhalb der ausschliessenden Wahrheitslogik.

Die Logik impliziert all das, was jeweils für logisch gehalten wird.
Die ausschliessende Wahrheitslogik impliziert zudem all das, was für wahr gehalten wird.
Logisch innerhalb dieser Logik erscheint genau das, was als „wahr“ erscheint (und umgekehrt).
Wenn wir uns nun die oben geschilderten Analogien in den Sinn rufen, müssen wir uns fragen, ob nun in der Strassenverbindung zwischen München und Berlin mehr Wahrheit steckt, als in der zwischen Prag und Verona?
Ist etwa die „Chromatische Phantasie“ von Johann S.B. wahrer (wertvoller) als Ligetis „Lontano“?
(Die Strassenverbindung zwischen den Orten A und B erscheint individuell wertvoller als jede andere ausschliesslich dann, wenn man ausgerechnet von A nach B unterwegs ist – im logischen Sinne besteht zwischen keiner einzigen Verbindung ein kategorialer Unterschied).
Eine eigene Wahrheit erscheint individuell wertvoller als jede andere, weil sie die eigene ist – weil sie genau dorthin führt, wohin man auch unterwegs ist. Die Logik unterscheidet nicht zwischen den einzelnen Wahrheiten – sie erkennt sie nicht (dies ist die endgültige Wahrheit).)

Wie wichtig es ist, sich erst mit der Logik zu befassen, bevor man dazu übergeht, die Welt in gut und böse und in richtig und falsch zu unterteilen, liegt auf der Hand.
Es ist essenziell, dass man, bevor man die Urteile fällt, den Unterschied zwischen dem, was „Logik“ bedeutet, und dem, was als „logisch“ bezeichnet wird, kennt.

These

Die zweiwertig-ausschliessende Wahrheitslogik ist eine logische Anwendung. Die Klassifizierung dieser logischen Anwendung als einer vollwertigen Logik ist ein Irrtum.

Beweis

Indem wir über Wahrheit entscheiden, entscheiden wir über einen Wert. Indem wir über einen Wert entscheiden, befinden wir über die individuelle Günstigkeit einer Verbindung (wie der Verbindung zwischen A und B).
Die Logik ist wertfrei. Die Verwendung von logischen Prinzipien bei der Wahrheitsentscheidung ist eine Anwendung dieser Prinzipien, eine Anwendung, die einem bestimmten Zweck dient – sie ist nicht Logik!

 

Die verheerende Verbindung zwischen dem, was logisch erscheint und der „Wahrheit“.

1. Axiom der Quantenlogik: „Der Begriff der Wahrheit gehört nicht in die Logik.“

Der logische Raum, in dem wir seit mindestens drei Jahrtausenden denken und von dem wir, wie man unschwer erkennt, nicht loskommen, ist der logische Raum der ausschliessenden Wahrheitslogik.
Der Wahrheitsbegriff spielt innerhalb dieses Raumes eine elementare Rolle.
Die Tatsache, dass das Reine auf der Ebene der ausschliessenden Wahrheitslogik zum dogmatischen Maßstab des Wahrheitsgehaltes verkommen ist, halte ich für ein historisches Unglück.
Einmal erkannt, wird es Generationen kosten, diesen Irrtum rückgängig zu machen.
Der Fehler, der innerhalb der ausschliessenden Wahrheitslogik dazu führt, dass sich in ihrem logischen Raum unversöhnliche Wahrheiten gegenüberstehen („unsere“ Wahrheit gegen die „Wahrheit“ des Putin, des Baghdadi, des Islam…und umgekehrt) besteht darin, dass man das, was anhand der logischen Betrachtung als „logisch“ versteht, mit dem verwechselt, was man anhand der logischen Betrachtung als „wahr“ identifiziert.
Die angenommene Äquivalenz der Begriffe „logisch“ und „wahr“, ihre Austauschbarkeit, hat verheerende, keinesfalls bloß logische Konsequenzen.

Die Tatsache, dass sowohl die ausschliessende Wahrheitslogik, als auch die Sprachlichkeit, logische Anwendungen sind, erlaubt vielleicht die letzte, der ersten gleichzustellen.
Die Behauptung, dass „Logik“ die „Sprachlichkeit“ meint, erweist sich spätestens dann als falsch, wenn klar wird, was Logik nicht ist.

Einführung

Im selben Moment, in dem begriffen wird, dass die eigene Überzeugung, ein bestimmtes Objekt sei schwarz, gleichermaßen zutrifft, wie die, das Objekt sei nicht schwarz, wird es sich als sinnlos erweisen, weitere Argumente für eine bestimmte Zustandswahrheit zu erfinden.
Im Prinzip haben wir mit einer solchen Aussage kein Problem – sie erweist sich dennoch als problematisch, denn unsere logische Wirklichkeitsvorstellung lässt keinen sich selbst ausschließenden Zustand zu (es erscheint nicht möglich, dass ein Objekt, unter denselben Bedingungen und zur gleichen Zeit, sich in zwei primären, sich gegenseitig ausschließenden Zuständen befindet). In unserer Vorstellung nämlich, existiert eine endgültige, singuläre und universal gültige Wahrheit über alle Zustände der Wirklichkeit auch dann, wenn sie individuell nicht erfassbar sind.
Gerade aus dem Grund betrachten wir die Aussagen, welche sich-selbst-ausschließende Zustände ab beschreiben als Paradox und solche, welche die Wahrheit eines bestimmten Zustands (a ∨ b) bestätigen als sinnvoll (und zwar auch dann, wenn objektiv kein Unterschied zwischen ihnen besteht).

Eine selektive Argumentation, eine Argumentation für eine einzige und universelle Wahrheit wird von der bivalenten Logik der universellen Werte gerechtfertigt und ist innerhalb dieser Logik unter Umständen unumstößlich.

Die Paradoxie, welche den Sinn einer singulären Argumentation in Frage stellt, hat meistens die Form:

 a) “Es ist gleichzeitig A, wie auch ¬A der Fall”

Der Wahrheitswert der Teilsätze “es ist der Fall, dass A” und “es ist der Fall, dass ¬A” wird temporär, anhand jeweils gültiger Argumente entschieden, doch Satz a) bleibt auch dann widersprüchlich, wenn bestimmte Argumente eine singuläre, isolierte Wahrheit zu bestätigen scheinen.

Die These, die wir nunmehr stellen lautet: auch unser heutiges Modell des Universums enthält eine solche, unüberwindbare Paradoxie, mit der Konsequenz, dass das Aufstellen eines neuen kosmologischen Modells einerseits möglich, andererseits notwendig ist.
Wir gehen nämlich davon aus, dass das sichtbare Universum, das Abbild seiner genuinen Struktur ist. Wir lassen keinen Zweifel daran, dass wir das Universum nicht nur astronomisch, nicht nur geometrisch, sondern auch logisch vollständig erfasst haben.

Diese Überzeugung ist falsch.

1. Behauptung

Je weiter Objekte A und B voneinander entfernt sind, desto älter sind Signale A, welche von B in seiner jeweiligen Gegenwart  empfangen werden und umgekehrt.

Da keine Information schneller als mit Lichtgeschwindigkeit übermittelt werden kann (A3.), werden alle Informationen und alle beobachtbaren Effekte höchstens mit der Lichtgeschwindigkeit übermittelt.

Wenn die elektromagnetischen Signale zweier Galaxien A und B, um das Auge des Beobachters zu erreichen, jeweils eine und fünf Milliarden Jahre unterwegs gewesen sind, dann ist das lokal beobachtete Bild beider Himmelskörper entsprechend eine und fünf Milliarden Jahre alt.

Soweit klar, soweit bekannt, soweit trivial.

Wenn A und B jedoch gleichzeitig beobachtet werden und wenn ihre Lichtspektren einen messbaren Unterschied aufweisen (den wir als Bestätigung ihrer jeweiligen Fluchtgeschwindigkeit in Bezug auf den Beobachter betrachten), können wir dann, aufgrund dieser Beobachtung, ohne weiteres auf die Unterschiede ihrer Fluchtgeschwindigkeit in Bezug aufeinander und in Bezug auf den „unbewegten“ Beobachter schließen? – wir beobachten doch stets zwei Phänomene, die miteinander rein gar nichts zu tun haben, außer dass sie im Hier und Jetzt von dem sowohl räumlich, als auch zeitlich entfernten Beobachter als gleichzeitig wahrgenommen werden. Der Bezug, der dabei einerseits zwischen den Objekten AB, andererseits zwischen AB und dem irdischen Beobachter entsteht, entsteht offensichtlich künstlich, denn wir beobachten den physikalischem Zustand der Objekte A und B, wie er sich aus unserer Perspektive, jeweils vor einer und vor fünf Milliarden Jahren zugetragen hat.

Ein Beobachter, dessen raumzeitlicher Ort von unserem deutlich verschieden wäre, hätte die gleichen Phänomene u.U. völlig anders gesehen.
Angesichts der Objektrelativität, welche dem Betrachtungsakt zugrunde liegt, versagt offenbar die Exaktheit zeitlich-räumlicher Menschenlogik.
Alles, was wir beobachten, setzen wir als gleichzeitig mit dem Augenblick der Wahrnehmung – eine Praktik, die unter den irdischen Bedingungen durchaus anwendbar, bei der Interpretation kosmischer Phänomene grob unzulässig ist.
Die Verwirrung entsteht gerade deshalb, weil man zwei Zeitperspektiven miteinander vermischt: die Gegenwartsperspektive des Betrachters und die Gegenwartsperspektive der Emittersysteme (in unserem Fall A und B).
Einerseits ist man sich also der zeitlichen Linearität und der Unvereinbarkeit beider zeitlichen Bezüge bewusst, andererseits spricht man vom aktuell expandierenden Universum, obwohl die Indizien dieser Expansion eindeutig dem vergangenen Zeitraum angehören.

Das von uns beobachtete Universum ist nicht seine gegenwärtige Wirklichkeit, sondern sein eigenes Abbild, das sich auf den speziellen Ort und auf die spezielle Gegenwart der Beobachtung bezieht.
Der raumzeitliche Aspekt bestimmt daher nicht nur die Vorstellung vom Universum als solchem, sondern ist auch der Grund des Widerspruchs, der in dieser Vorstellung a priori enthalten ist.
Die Vorstellung vom Universum als einem Bezugsraum der Beobachtung, als einem Raum, in dem die Gesetze der Relativität gelten, die Vorstellung vom Universum, in dem der Raum und die Zeit mit getrennten Maßstäben gemessen werden und in dem eine Beobachtung stattfinden kann, bei der ihre eigene Gegenwart in Beziehung zu Gegenwart beobachteter Objekte gestellt wird, enthält offensichtlich mindestens einen deutlichen Widerspruch – den Widerspruch des zeitlichen Bezugs.