UNIVERSALLOGIK

Hier schreibt Maciej Zasada

Tag: Gott

Mein Beitrag zur Weltverbesserung.

Für Resi.

„Gott liebt alle, universell“.

Selbst wenn es so wäre, wäre Mensch immer noch des Problems Kern: Indem er göttliche Liebe durch Prisma seiner Lokalität betrachtete, versuchte er (wie er es auch jetzt tut) Gottes Gunst zu gewinnen, um seine eigene Position vor den anderen auszeichnen. Indem Mensch gottes Liebe auf sich selbst und auf seinen lokalen Umkreis bezöge, entstünden (wie sie auch jetzt entstehen) Hierarchien, in denen das eigene Verhalten Gott gefallen würde, während das der anderen weniger, Hierarchien in denen das Gute im eigenen Bezugskreis, während das Böse in fremdem zu finden wäre.
Selbst wenn Gottes Liebe absolut wäre, stellte das für das Problem keine Lösung dar, denn eine solche Liebe oder Zuwendung für Menschen unvorstellbar sei.
(Hier ist der Mensch das Problem)
Einen neuen Sinn kann nur die Übernahme der Perspektive Gottes schaffen. Diese berücksichtigt nämlich keine menschlichen Hierarchien, keine menschlichen Werte, keine Dogmen, sie berücksichtigt nicht den Unterschied zwischen dem Guten, das auf eigene Lokalität beschränkt ist und dem Bösen, das von den Fremden verkörpert wird – nicht die zahnlose „Nächstenliebe“ wird den Paradigmenwechsel herbeiführen, sondern die Übernahme der göttlichen Vollkommenheit – seiner Perspektive (die Augen des Orakels).
Warum das?
Weil indem wir „Nächstenliebe“ wählen, werden wir uns dem Einfluss des lokalen Bezugs nie entziehen können (2000 Jahre lang mißlingt der gegenwärtige Versuch). Indem wir dagegen Gottes Perspektive übernehmen, verpflichten wir uns, werden wir gezwungen, wie Gott zu betrachten und wie Gott zu urteilen – selbst unsere Feinde werden nach göttlichem Maßstab beurteilt und behandelt. Diese göttliche Erfahrung wird die Erkenntnis Gottes zur Konsequenz haben.

Göttlicher Maßstab ist weder mit unserer Lokalität, noch mit jeweils lokal gültigen Wertesystemen logisch gekoppelt. Gottes Perspektive verpflichtet zur Gerechtigkeit gegenüber allen. Diese Gerechtigkeit hat ihren Motiv in der Erkenntnis und in dem Bewusstsein des Göttlichen.
Die universelle Perspektive ist das Band, von dem Du sprichst:

„das Band, das alles vollkommen macht“.

Durch Liebe lässt sich das Menschliche definieren. Liebe schließt allerdings das Göttliche in uns aus. Sie ist nicht universell, sie ist dialektisch. Sie betrifft nur diejenigen, die lieben und diejenigen, welche geliebt oder nicht geliebt werden.
Für Götter begrenzt Gut und Böse, Liebe und Haß und all die anderen sich gegenüberstehenden dialektischen Werte, die Sphere des Menschlichen.
Für Götter ist die Menschheit ein Zustand des Absurden…das Absurde ist das Menschliche. Die Werte, die auf lokalgültige Umstände bezogen werden, erscheinen nur uns sinnvoll – in Wirklichkeit sind sie voller Widerspruch.
Es reicht, wenn wir den Unsinn der Feindlichkeit zwischen den russischen und ukrainischen Bezugssystemen und ihren aktuellen Umständen erkennen, um zu verstehen, was dieser Unsinn bedeutet und was seine Konsequenzen sind. Da vergeht einem das Lachen.

Wenn wir die Perspektive Gottes übernehmen, der die Welt zugleich mit den Augen der Gerechten und der Ungerechten, der Guten und der Bösen, der Russen und der Ukrainer sieht, dann werden wir uns schnell überzeugen, dass jeder aus eigener Perspektive gut und gerecht ist – die Bösen sind stets die anderen.
Die Erkenntnis dieser Regel ist ein Meilenstein auf dem Weg hin zur Erkenntnis der Wahrheit über die menschliche Unvollkommenheit und über die absurde Ordnung der menschlich verstandenen Wirklichkeit.
Es ist eine mächtige Perspektive und eine mächtige Erkenntnis… die imstande ist, unsere Existenz im Widerspruch des Zweiwertigen zu überwinden.

Ich habe den Ausgang aus dem Fliegenglas gefunden.

Es ist mein Beitrag zur Weltverbesserung 🙂
Es ist nicht gerade wenig.
OK, sagt den Sternen, es kommt (1,2,3…) der METEOR!

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Was soll das mit dem Gottesbeweis? Als Agnostiker, brauch ich doch keinen.

Das stimmt, ich bin ein Agnostiker. Dass ich aber ale Agnostiker einen Gottesbeweis fabriziere, ist kein Widerspruch…
Bei meinem Gottesbeweis geht es mir nämlich nicht um Gott selbst, sondern um die Logik, mit der ich seine Existenz begründe. Gott ist nur der Vorwand. Für mich ist Gott in erster Linie eine logische Instanz, eine Veranlassung, über Menschen nachzudenken, über Differenzen, die uns von seinem idealen Wesen unterscheiden, über unseren Platz im Universum und über die Möglichkeit, seine universelle Rationalität einzuführen.

Solange wir nämlich eine zweiwertige Logik verwenden, in der die Lüge einer der beiden logischen Werte, und in der das Böse einer der beiden ethischen Werte ist, wird die Brücke, die uns mit unseren entferntesten, primitivsten und blutrünstigsten Vorfahren und mit ihrer trostlosen Realität verbindet, erhalten bleiben.

Die These, die ich in diesem Punkt vertrete ist, Den Rest des Beitrags lesen »

Warum mein Gottesbeweis funktioniert? Was zeichnet Gott aus, wie ist er zu definieren?

Obwohl die Antwort auf diese Fragen bereits im Text meines Beweises selbst enthalten ist, so fragen mich die Leute danach – vielleicht habe ich mich nicht klar genug ausgedrückt …

Im ontologischen Beweis von Hlg. Anselm von Canterbury wird Gott als ein „vollkommenes“ Wesen definiert – der Begriff „vollkommen“ selbst jedoch gar nicht…

Dies ist ein Kardinalfehler. Derselbe, den uns die Kinder vorhalten, wenn wir versuchen, sie von unserer intellektuellen Überlegenheit zu überzeugen. Kinder fragen so lange, bis wir nicht in der Lage sind, die verwendeten Bedeutungen zu definieren, bis wir uns in Translationen verlieren und am Ende ein apodiktisches „… weil es so ist! Ende der Diskussion “ ausstoßen…womit wir gar unsere intellektuelle Hilflosigkeit unter Beweis stellen…

Die undefinierte Qualität, die der Gegenstand von Anselms Beweis ist, macht diesen unvollständig. Solange wir nämlich nicht genau wissen, wovon wir sprechen, indem wir „vollkommen“ sagen, solange können wir nicht über die Existenz eines Wesens spekulieren, dessen essenzielle Eigenschaft „die Vollkommenheit“ ist. Ohne genau zu wissen, worin Gottes Vollkommenheit besteht, können wir uns nicht auf sie berufen, um seine Existenz zu belegen. Den Rest des Beitrags lesen »

Universallogischer Gottesbeweis.

1.) Die Eigenschaften.

1.1) Aufgrund ihrer Eigenschaften lassen sich Dinge voneinander unterscheiden.

Dinge und Wesen unterscheiden sich. Wesen sind Dinge, Dinge sind nicht Wesen.

1.2) Definition der kollektiven Eigenschaft:

Eine Eigenschaft eines Wesens ist kollektiv, falls sich diese mehreren Wesen zuordnen lässt (wenn sich beispielsweise aufgrund dieser Eigenschaft Gruppen, Klassen oder Spezies bilden lassen).

1.3) Definition der individuellen Eigenschaft:

Eine Eigenschaft eines Wesens ist dann individuell, wenn es sich, aufgrund dieser Eigenschaft, von allen anderen unterscheidet.

1.4) Wahrnehmungsfähigkeit als Eigenschaft.

1.4.1) Die Wahrnehmungsfähigkeit ist eine kollektive Eigenschaft aller seienden Wesen. Aufgrund des Vorhandenseins oder Nichtvorhandenseins der Wahrnehmungsfähigkeit lassen sich seiende von nichtseienden Wesen unterscheiden.

1.4.2) Eine kollektive Eigenschaft aller seienden Wesen ist auch ihre Existenz innerhalb der Natur.

1.4.3) Eine kollektive Eigenschaft der seienden Wesen ist auch die Fähigkeit der (selektiven) Wahrnehmung.

2.) Das Göttliche.

2.01) Die Fähigkeit der Universellen Wahrnehmung ist eine individuelle Eigenschaft eines besonderen Wesens.

2.02) Falls eine individuelle Eigenschaft existiert, die ein einziges Wesen oder eine bestimmte Klasse von Wesen von all den anderen unterscheidet, dann ist diese Eigenschaft als göttlich zu bezeichnen.

2.1) Behauptung: Es existiert genau eine individuelle Eigenschaft, welche Gott von all den anderen Wesen unterscheidet. Diese Eigenschaft, wenn sie von Gott erfüllt wird, determiniert seine Existenz. Den Rest des Beitrags lesen »

Überwindung der traditionellen Wertesysteme. Überwindung der Lüge. Perspektive Gottes.

Die Angst ist allgegenwärtig.
Menschen befürchten den Virus, den Tod, den Verfall von Recht, Ordnung, Kirche, Familie, sie befürchten Apokalypse, Greta Thunberg und den morgigen Tag. Zudem, angesichts der ungewissen Zukunft, denken sie rückschrittlich – sie wollen tatsächlich, dass alles so bleibt, wie es ist.
Leider ist die Unbeständigkeit, eine der Prinzip-Eigenschaften dieses Universums. Nichts verharrt hier in Ruhe, panta rhei…
Die vernünftigste Wahrnehmungsmethode wäre daher die Akzeptanz der daherkommenden Veränderungen. Die Angst vor der Zukunft lähmt das Gegenwärtige. Und eben das ist irrational – Zukunft wird ja so oder so entstehen – unabhängig davon, ob sie einem gefällt oder nicht.


Dekonstruktion der Sentimentalwerte.

These: die meisten Wertesysteme sind virtuelle Sprachkonstrukte – sie besitzen kein reales Dasein innerhalb der Wirklichkeit der Gegenstände – sie sind virtuell.

Die Natur der Begriffe und der Werte innerhalb der Natur.
Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.
Ludwig Wittgenstein („Tractatus Logico-Philosophicus”, Satz 5.6)

Ich war lange unter dem Einfluss dieser Worte und lange glaubte ich, dass sie definitive Wahrheit ausdrücken. Heute weiß ich jedoch, dass die Wirklichkeit der Welt vor allem außerhalb des sprachlich Ausdrückbaren sich abspielt. Heute weiß ich sogar mehr: es existiert gar keine Verbindung zwischen der realen Welt (welche ich weiter als „Natur“ bezeichnen will) und der Welt der Begriffe und Bezeichnungen der Sprache. Es ist zwar schwer vorstellbar, aber diese zwei Mengen besitzen überhaupt keine gemeinsamen Punkte.
Die Begriffswelt existiert real nur im Kontext des artikulierenden Bewusstseins, die Natur dagegen operiert mit gar keinen Begriffen (meine abgewetzte Metapher: ein Baum am Straßenrand, ist dieser ein Gegenstand der sprachlichen Beschreibung, kann als solcher existieren oder nicht, kann grüne Blätter, Nadeln oder andere Attribute besitzen, kann auf der rechten oder linken Straßenseite stehen…Derselbe Baum, betrachten wir ihn in Wirklichkeit, ist genau so, wie er ist – er existiert oder nicht – aber gewiss unterliegt er keinen Gesetzen der dialektischen Zweiwertigkeit, dh. seine Existenz oder Nichtexistenz kann, im Gegensatz zu einer beliebigen Beschreibung, unter gar keinen Umständen falsch sein…).

Alles innerhalb der nichtsprachlichen Welt ist, auch für ein bewusst operierendes Wesen, höchstens ein Bildnis, kein Wort.

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iLogik. Theorie der Zeit XXXIII: Der Dualismus des Denkens und des Seins.

135.) These: Eine Aussage ist materielle Form eines immateriellen Gedankens (in der Aussage materialisiert sich der Gedanke).

Die Funktion einer Aussage ist es, einen immateriellen, rein subjektiv vorhandenen Gedanken, innerhalb der materiellen Wirklichkeit verfügbar zu machen (einen Gedanken mehr oder minder exakt, in eine mehr oder minder allgemein verständliche Sprache zu übersetzen).

Durch Aussagen werden immaterielle Gedanken als Objekte der materiellen Wirklichkeit allgemein zugänglich.

135.1) Eine Aussage ist eine materiell verfügbare Information.

Materiell verfügbar ist diejenige Information, welche innerhalb der materiellen Wirklichkeit zugänglich ist (welche, als Objekt der materiellen Wirklichkeit, jedem Beobachter zur Verfügung steht).

135.2) Eine Information, welche nicht materiell verfügbar ist, ist ein Gedanke.

Ein Gedanke an sich steht lediglich einem Subjekt (einem bewussten Beobachter als einer Instanz der Gegenwart) zur Verfügung.

Einen Gedanken zu äußern, heißt eine Aussage zu machen.

135.2.1) Der Unterschied zwischen einem Subjekt innerhalb der Gegenwart („Ich“) und einem Subjekt innerhalb der materiellen Wirklichkeit („Du“, „Ihr“, „Sie“) ist der Unterschied zwischen demjenigen Subjekt, der Gedanken produziert und demjenigen, der Aussagen tätigt.

Es besteht ein evidenter Unterschied zwischen der immateriellen Gegenwart, in welcher gedacht wird, und der materiellen Raumzeit (zeitlicher Kontext: die Vergangenheit), in welcher Aussagen ausgetauscht werden.

Alles, was einen Beobachter erreicht, sowie alles, was durch einen Beobachter versendet wird, ist materiell verfügbare Information, denn alles, was irgendwie zugänglich ist, ist eine Information, die in materieller Form vorliegt (wäre sie nicht materiell verfügbar, wäre sie ein immaterieller Gedanke s. [135.2]). Dadurch, dass die Wirklichkeit der Objekte ausschliesslich universell abrufbare Information beinhaltet, beinhaltet sie feste Materie.

Jede materiell zugängliche Information kommt in Form einer Aussage, jede immateriell zugängliche Information kommt in Form eines Gedankens daher (innerhalb der materiellen Welt wird daher stets mittels Aussagen kommuniziert).

Jeder Gedanke (auch der zutiefst pragmatische) ist deshalb esoterisch, jede Aussage (auch diejenige, welche abenteuerlichste, bzw. radikalste Esoterik ausdrückt) exoterisch.

135.3) Das charakterisierende Merkmal einer Aussage, welches sie von einem Gedanken unterscheidet, ist ihre materielle Verfügbarkeit.

Der Unterschied zwischen den Begriffen „Information“ und „Aussage“ besteht darin, dass Information auch dann vorliegt, wenn sie nicht universell abrufbar ist (als ein immaterieller Gedanke etwa), während eine Aussage als eine Informationsform stets in materieller Gestalt vorliegt (eine Aussage steht universell zum Abruf bereit).

135.4) Die Begriffe „Gedanke“ und „Aussage“ bezeichnen synonym, unterscheiden sich jedoch in der Ebene der Verfügbarkeit der jeweilig transportierten Information und in ihrer raumzeitlichen Verortung.

Ich definiere:

135.4.1) Ein Gedanke ist eine subjektiv verfügbare, innerhalb der Gegenwart entstehende / bestehende (immateriell gespeicherte) Informationsform.

135.4.2) Eine Aussage ist eine objektiv verfügbare, innerhalb der materiellen Raumzeit entstehende / bestehende (materiell gespeicherte) Informationsform.

Alles, was hier geschrieben steht, sind Aussagen. Diese haben insofern mit den Gedanken zu tun, die ich ausdrücken will, als ich dies zulasse oder als ich dies imstande bin, auszudrücken.

Es ist fast unmöglich, sich die materiell existierende Dinge genau vorzustellen, wie es umgekehrt unmöglich ist, anhand der empfangenen Aussage (wie etwa eines schönen Musikstücks) zu rekonstruieren, was genau der ursprüngliche Gedanke (oder die ursprüngliche musikalische Schönheit) im Kopf des Verfassers gewesen sein mochte.

Die Gedanken und die Aussagen gehören nicht derselben Kategorie an. Sie existieren als Informationsformen getrennt in verschiedenen zeitlichen Kontexten.

Innerhalb der Raumzeit unterscheiden wir drei getrennt bestehende Kontexte der Zeit:

1. Gegenwart: unmittelbare, punktbezogene Präsenz.
2. Vergangenheit: materielle, raumbezogene Existenz.
3. Zukunft: Wahrscheinlichkeit (oder „position extraordinaire“).

135.5) Das Gehirn kreiert, empfängt und verwaltet Aussagen innerhalb des „Raumes der Vergangenheit“.

Das Gehirn ist materiell.

Wenn [135.4.2] stimmt, dann ist jede Verfügbare Information innerhalb der Raumzeit eine Aussage. Eine Aussage ist (dann) auch jedes Ergebnis einer beliebigen Messung (auch einer Kernspin-Messung, welche das Gehirn selbst betrifft).

Alles, jede Information, welche innerhalb der Raumzeit verfügbar ist, jede Information (Signal), welche das Gehirn (oder Messapparatur) erreicht und welche durch das Gehirn (oder Messapparatur) verarbeitet wird, ist im Sinne [135.4.2.] eine Aussage.

Es ist uns gar nicht klar, dass ein Unterschied zwischen den gedachten und den materiell bestehenden, oder durch den Beobachter empfangenen Tatsachen faktisch existiert.

Die klassische, platonisch-aristotelische These von der Identität des Denkens und des Seins ist problematisch.

Solange wir beispielsweise mit offenen Augen durch die Gegend laufen, merken wir gar nicht, dass und wie sich die Welt in unseren Gedanken von der reell (materiell) existierenden unterscheidet.

Sich innerhalb einer wohl bekannten Umgebung zurechtzufinden bereitet uns solange keine Schwierigkeit, solange diese sichtbar ist – sobald wir aber die Augen schliessen und „blind“ sind, merken wir den Unterschied zwischen einer materiellen Sinneserfahrung des Raumes und einer (räumlichen) Sinnesvorstellung – die eigene Wohnung steckt auf einmal voller Stolperfallen…

Dasselbe betrifft jede materiebezogene Sinneserfahrung, die unterbrochen wird, und ihre (gedankliche) Vorstellung.

Unsere Sinne sagen aus über die Welt (und betrügen uns nicht selten darin). Ob das Sein an sich mit dem Denken identisch sei, vermag ich nicht zu entscheiden. Dass aber das materielle Sein mit dem Denken nicht identisch ist, ist für mich evident (Verbindung mit Thesen Christian Hoppes: die These, dass sich das Denken auf der materiellen Ebene erklären lässt, ist problematisch, weil sie die Identität der Welt auf der Ebene von materiellem und immateriellem Sein einerseits und Raumzeit und Gegenwart andererseits fordert. Wir zeigen aber, dass sich gerade die materielle und immaterielle Bestandteile des Universums (das Sein und das Denken) sowohl auf der Ebene der Verfügbarkeit ihrer jeweiligen Information, als auch durch ihre zeitlichen Kontexte voneinander wesentlich unterscheiden).

Klar ausgedrückt: der unüberwindbare Unterschied zwischen materiellem, raumbezogenem Sein und immateriellem, gegenwartsbezogenem Denken schliesst ihre Identität aus, womit u.A. ausgeschlossen wird, dass das materielle Sein [wie das Sein eines auf der materiellen Ebene funktionierenden Hirns] und das immaterielle Denken [eines auf der immateriellen Ebene funktionierenden Geistes] eines identischen (materiellen) Ursprungs sind.

Gott, den Tanz und Bikini kränken, der Mord an den Unschuldigen aber nicht, ist kein Gott.

Wir müssen uns daher nicht mit angeblich „seinen“ niedergeschriebenen Behauptungen und Aussagen beschäftigen. 

Mit denen lässt sich nämlich volltrefflich streiten (und allein dies ist [logisch] bedeutend).

Universallogik: Die Beschreibung des Absoluten – die Exoperspektive auf die Wirklichkeit auf Erden.

Das Motto: „Widersprüche sind gut, solange sie sich nicht selbst widersprechen“ (Woody Allen)

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Abstract: Es wird hier versucht, einen bisher nichexistierenden,  externen Bezugspunkt zur menschlichen Rationalität zu erschaffen. Die Voraussetzung dafür ist, dass wir, Universaldenker, in maximalen Denkräumen reflektieren. Daher ist die Errichtung eines Referenzrahmens, welcher all die irdischen Partikularwerte relativiert, längst überfällig (Nietzsche: „Umwertung aller Werte“).
Wir erkennen dabei sehr wohl die zivilisatorische Relevanz dieser Entwicklung. Wir begraben damit, die sich noch im letzten Aufbäumen befindende Archaik (es kommen vielerorts die letzten archaischen Menschen an die Macht).
In Wirklichkeit entsteht dadurch ein nichtmenschlicher Denkraum (was auch immer es bedeuten mag).
Es werden hier (auch) grundsätzliche Empfehlungen ausgesprochen, welche allgemein hilfreich im Umgang mit dem Absoluten sein dürften (Beispiel: prinzipielle Ablehnung der dialektischen Argumentation als einer Methode der Rechtfertigung und der Überzeugung [ausgedrückt durch und in der Behauptung C]).
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103.) Ausgangsthese: Unlösbar sind einzig und allein die nichtexistierenden Probleme.

Die nichtexistierenden Probleme existieren nicht (als Probleme). Sie gehören daher nicht der Kategorie der lösbaren und nicht der Kategorie der unlösbaren – sie gehören generell nicht der Kategorie der Probleme an. Sie können daher nicht wie Probleme behandelt und nicht wie Probleme gelöst werden. Existieren sie innerhalb der Kategorie „Probleme“ trotzdem, so besteht das eigentliche Problem in der Existenz eines nichterkannten Kategorienfehlers und nicht in der Existenz der „Probleme“ selbst. Wird die Nichtexistenz der nichtexistenten Probleme erkannt, hören sie augenblicklich auf, existierende Probleme zu sein…
Es geht einfach darum zu zeigen, dass die meisten Probleme gar keine sind.

103.1.) Logische Folge für Konflikte: Wenn statt „Probleme“, „Konflikte“ gesagt wird…(Konflikte sind ja faktisch existierende Probleme).

Die nichtexistierenden Konflikte oder Konflikte, welche anhand bloßer Unkenntnis der Nichtexistenz ihrer logischen Grundlage bestehen (die logische Grundlage fehlt grundsätzlich jeder Sicht und jeder Überzeugung, welche aufgrund einer unvollständigen (d.h. temporär* bestehenden) Kenntnis** entstehen), lassen sich aus Prinzip nicht beseitigen. Die einzige Methode, sie zu bewältigen besteht darin, die Unvollständigkeit ihrer jew. logischen Grundlage zu erkennen und als solche möglichst eindeutig und universellverständlich zu markieren.

* [„temporär“ bedeutet hier: „unvollständig, innerhalb des gesamten Raumes und innerhalb der Ewigkeit nicht unveränderlich / d.h. nicht konstant und nicht invariant„…]

** [Kenntnis im Sinne „Wissen“ und/oder „Glauben“]


103.2) Vermutung: Die Bezeichnungen „temporär“ und „unvollständig“ betreffen die gesamte menschlich erreichbare oder ableitbare Kenntnis.

104.) These: Interreligiöse Konflikte, welche zeitweise mit radikalen Mitteln geführt werden, entbehren jeder logischen Grundlage.

Weil Religionen als logische Systeme grundsätzlich unvollständig sind (warum, werden wir gleich zeigen), bieten sie aus Prinzip bloß die Grundlage für eine mit dialektischen Mitteln geführte Argumentation (gäbe es eine Religion, die als logisches System vollständig wäre, gäbe es auf der Welt nur eine einzige Religion, welche dazu nicht dialektisch, sondern absolut wäre, denn sie würde die absolute Information über Gott enthalten und somit Gott gleich sein. Sie wäre mit den Mitteln der dialektischen Logik nicht überprüfbar und nicht infrage zu stellen…Übrigens: die Mitteln, welche aktuell vom islamischen Terrorismus forciert werden, sind auch Mitteln der dialektischen Logik, was bedeutend für die Bewertung islamischer Ideologie in Bezug auf Gott ist, denn:

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105.) Behauptung C: Jede dialektische Argumentation ist aussichtslos und führt auf lange Sicht zu keinem stabilen Ergebnis, denn jede erfolgreiche Argumentation vervollständigt die eigene dialektische Position, was aber nicht nur die Inferiorität der gegnerischen, sondern (vor allem) die Unvollständigkeit der eigenen Perspektive klar vor Augen führt.

(Denn: die Systeme, welche vervollständigt werden können, sind logischerweise unvollständig)
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105.1) These: Von dem gesamten menschlich erzielbaren Gottesbegriff lässt es sich daher behaupten, dass er aus logischer Sicht unzureichend und unvollständig sei.

105.1.1) Warum: Die dialektische Positionen der jeweiligen Religion sind nicht invariant (sie gelten daher gezwungenermaßen temporär). Sie sind nicht nur aufeinander bezogen variant (es existieren gleichzeitig verschiedene ihrer Grundvarianten: katholisch-protestantisch-orthodox/sunnitisch-schiitisch/aschkenasisch-sephardisch-orthodox-reformjud. etc…etc.), sie sind auch auf sich selbst bezogen veränderlich (sie werden unterschiedlich interpretiert, ausgelegt und sie entwickeln ihre jeweiligen Konzepte fortwährend). Es wird für und gegen ihre Grundsätze Argumentiert (womit die Geltung der Behauptung C ansetzt).

106.) Der Grund für die Einführung der EXOPERSPEKTIVE…ist es, eine externe Instanz einzurichten – einen externen Referenzpunkt für die gesamte irdische Rationalität – für alles Wissen, für alle Argumente, für alle Standpunkte, für alle guten Gründe, für alle Religionen, für alle Ideologien, für alle Staaten, Grenzen und Kulturen. Es geht darum, die menschliche Rationalität dem gegenüberzustellen, was nicht menschlich und nicht irdisch ist, aus einem guten logischen Grund: aus bloßer Wahrscheinlichkeit dessen Existenz.
Die bloße Wahrscheinlichkeit der externen Rationalität ist nämlich ausreichend, um sie als mögliche Perspektive in die universelle Überlegung einzubinden und auszunutzen.
Der Nutzen eines solchen Manövers ist verblüffenderweise die höchste Erkenntnis, denn sollten die irdischen Kardinalwerte mit der Referenz des externen Standpunktes konfrontiert werden, so werden sie, wenn nicht direkt ihre Glaubwürdigkeit, so zumindest ihre logische Integrität und Vollständigkeit einbüßen (den Rest erledigt dialektisch die Behauptung C).

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107.) Die universallogische Exoperspektive ist eine einfache Frage: Was hätte uns eine außerirdische, ungleich weiter entwickelte Zivilisation über das irdische Problem XYZ zu sagen, träte sie in Kontakt mit uns?

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Eine solche Frage zu stellen wäre nicht nur dann zulässig, wenn eine fremde Armada in der Umlaufbahn der Erde entdeckt worden wäre, sondern auch dann, wenn ein Kontakt mit einer außerirdischen Zivilisation nie stattfinden könnte. Diese Frage zu stellen wäre selbst dann zulässig, wenn es keine einzige außerirdische Zivilisation im Universum existierte. Es geht einzig und allein darum, einen außerirdischen Blick auf das Irdische zu richten, damit die Bodenlosigkeit irdischer Dummheit erkannt und irdische Dummheit als solche markiert (kenntlich gemacht) werden kann. Baron von Münchhausen soll sich selbst aus der Scheiße befreien…und das wird er bald tun.