UNIVERSALLOGIK

Hier schreibt Maciej Zasada

Tag: Gegenwart

Das antisymmetrische Universum. 

Behauptung: Die Gegenwart ist innerhalb des Universums das universelle Bezugssystem.

1. Die Raumzeit als Bühne der Wahrnehmung.

1.1) Feststellung: Sämtliche Objekte der Beobachtung befinden sich aus Sicht des Beobachters in umgebendem Raum.

1.1.1) Anders ausgedrückt: alles, was wahrgenommen oder gemessen werden kann, ist aus Prinzip Bestandteil der Raumzeit.

Deshalb gilt:

1.1.2) These: Bezogen auf die Gegenwart der Wahrnehmung, gehören sämtliche Objekte der Wahrnehmung der Vergangenheit an.

1.1.2.1) Gilt die These, dass innerhalb der Gegenwart aus Prinzip keine Entfernung bewältigt werden kann (denn jede Entfernung nur unter Zeitverlust zu bewältigen ist), so ist es unmöglich, dass Dinge der aktuellen Gegenwart beobachtet werden (denn innerhalb der Gegenwart findet keinerlei Übertragung der Signale statt). 

Die Gegenstände der Betrachtung können demnach ausschließlich als Signale der Vergangenheit wahrgenommen werden.

Abbildung I: Dargestellt ist ein Koordinatensystem mit einer Zeit- und einer Ortsachse. Weiter zu sehen ist ein Raumpunkt (A), der sich bezogen auf die Gegenwart der Wahrnehmung (Koordinatenursprung) in umgebendem Raum befindet (Koordinatenwert: -ct’/x‘). Es ist ersichtlich, dass kein Objekt der Wahrnehmung, sich innerhalb der Gegenwart der Wahrnehmung befinden kann. Kein Objekt der Wahrnehmung kann den Koordinatenwert (x=0; -ct=0) besitzen. Dieser Koordinatenwert bestimmt nämlich den Ursprung des Koordinatensystems des Beobachters. Ich betrachte deshalb die These 1.1.2 als bewiesen: Objekte der Raumzeit und Objekte der Gegenwart unterscheiden sich darin, dass die ersteren der Vergangenheit, während die zweiteren der Gegenwart angehören.

1.1.2.1.1) Aus der Perspektive der Gegenwart werden Den Rest des Beitrags lesen »

Eine universallogische Untersuchung der klassischen Aussagenlogik.

Abstract: Wir zeigen hier, dass die zweiwertige Aussagenlogik ein diabolisches System der Lügenverwaltung ist. Um dies zu erkennen, gehen wir bis ans Ende: wir dekonstruieren die Sprache und ihre Logik.—

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Polemik mit Martin Bäker: über die Gültigkeit der radialsymmetrischen Definition der Gleichzeitigkeit.

Martin Bäker schrieb:

„Und ich habe dir mehrfach gesagt und gezeigt, dass das bloße Ersetzen von zwei Punkten entlang einer Linie durch eine Kugeloberfläche in 3D weder neu, noch besodners interessant ist, weil das schon jeder weiß (siehe auch die verlinkte Internetseite).“

Dass Dinge „bekannt“ sind, bedeutet nicht, dass sie auch richtig verstanden und richtig interpretiert werden. Der Tag-und-Nacht-Rhythmus ist seit Menschenbedenken bekannt, trotzdem wurden seine Ursachen in altem Ägypten anders interpretiert, als heute. Den Rest des Beitrags lesen »

Der unwiderlegbare Beweis dafür, dass die Gleichzeitigkeitsdefinition von Albert Einstein unvollständig ist, und auf Widersprüche führt.

Zusammenfassung: Es wird genau das behandelt, was der Titel verspricht.

Definition der Gleichzeitigkeit im Vakuum:
„Es seien A, B zwei Punkte des Inertialsystems K, etwa die Endpunkte eines relativ zu K ruhenden Stabes, dessen Mittelpunkt M sei. Von M werde ein Lichtsignal nach allen Seiten ausgesandt. Das Prinzip der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit zwingt uns zur Festsetzung, dass die Ankunft des Lichtsignals in A und die Ankunft in B gleichzeitig seien. Damit haben wir eine physikalisch sinnvolle Definition der Gleichzeitigkeit gewonnen.“

A. Einstein

Die Gleichzeitigkeit erweist sich hier, außer dass sie, verständlicherweise, zurecht, als eine physikalische Eigenschaft der Systeme bezeichnet wird, als eine „geometrische Eigenschaft“ zweiter Ordnung.
(Setzt man die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit und die „Sendevorrichtung“ der kugelförmigen Lichtimpulse als eine axiomatische Bedingung der Konstruktion voraus, und dann, gerade aus Grund ihrer Selbstverständlichkeit, sogleich aus dieser entfernt, so erweist sich, in Folge, die Symmetrie der Punkte-Anordnung als entscheidend für die Ermittlung und für die Bestimmung ihrer Gleichzeitigkeit…s. hier).
Die geometrische Anordnung der Punkte, erweist sich also genauso gut dazu geeignet, die Gleichzeitigkeit bezogen auf die Form der Signalfront (der Lichtimpulse) zu ermitteln, wie die durch Konstanz der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum bedingte Kugelförmichkeit der Licht-Signalfront innerhalb der physikalischen Anordnung A-M-B.

Es zeigt sich also, dass die Dreh-Symmetrie bezüglich eines Symmetrie-Mittelpunktes, als geometrische Eigenschaft, zur Bestimmung der Gleichzeitigkeit der geeigneten Punkte der Mannigfaltigkeit verwendet werden darf.
Es ist zu beachten, dass eine Gleichzeitigkeit sämtlicher Punkte, welche sich innerhalb ein und derselben Gegenwart auf der gesamten kugelförmigen „Oberfläche“ der Signalfront eines aus M ausgesandten Lichtsignals befinden, unter diesen Umständen notwendig angenommen werden muss (Gleichzeitigkeit der gesamten Signalfront). Die Tatsache, dass wir hier, wie Albert Einstein, bloß einige wenige Punkte dieser „Signalfront-Oberfläche“ betrachten, welche diesem Kriterium tatsächlich genügen (hier: Punkte A und B), ist zufällig und sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass es von solchen geeigneten Punkten auf der Kugeloberfläche einer Signalfront unendlich viele geben muss.

Vereinbarungen:
1. Eine sich vom Symmetrie-Mittelpunkt M in alle Richtungen ausbreitende Licht-Signalfront ist aufgrund der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum stets M-symmetrisch und kugelförmig.

2. Jeder Punkt einer aus M ausgehenden, kugelförmigen und M-symmetrischen Licht-Signalfront ist innerhalb ein und derselben Gegenwart (innerhalb einer „Momentaufnahme“) gleichzeitig mit jedem anderen Punkt dieser Licht-Signalfront, denn jeder Punkt, der durch die Licht-Signalfront erfasst wird, wird aufgrund der angenommenen omnidirektionalen Konstanz der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum, gleichzeitig mit jedem anderen geometrisch günstig gelegenen Punkt, von der gleichmäßig fortschreitenden, kugelförmigen, M-symmetrischen Licht-Signalfront erfasst.

3. Wenn die besagte Signalfront sämtliche geometrisch günstig gelegenen Punkte innerhalb ein und derselben Gegenwart erfasst, dann spielt die Bewegung und die Bezugszugehörigkeit der betroffenen Punkte keine Rolle (keine Relativität der Gleichzeitigkeit), denn es existiert innerhalb einer Gegenwart prinzipiell keine Bewegung und, außer der geometrischen, auch keine kausale Verbindung.

Konsequenzen:
Ausgehend von der geometrischen Konstruktion (VII) der Anordnung A-M-B und von dem von Einstein definierten Begriff der Gleichzeitigkeit, können wir aufgrund der getroffenen Vereinbarungen folgendes behaupten:

Wird innerhalb der Anordnung A-M-B eine weitere Strecke konstruiert, welche gleich lang wie die Strecken MA und MB ist, mit dem Mittelpunkt M der Strecke AB als einem Ende, so liegt das andere Ende dieser Strecke (C) innerhalb der potenziellen Licht-Signalfront-Oberfläche.

Für die Gleichzeitigkeit der Punkte bezüglich M erweist sich also nicht (nur) ihre Seitensymmetrie bezüglich Mittelpunktes M ihrer Entfernungsstrecke, sondern überhaupt jede Symmetrie der Punkte bezüglich M. Punkt M muss sich also nicht, wie noch von Einstein gefordert, auf der Verbindungsstrecke in der Mitte zwischen den Endpunkten A und B befinden, um zu gewährleisten, dass die von ihm ausgehende Lichtsignale Punkte A und B (und C) gleichzeitig erreichen. Punkt M soll bloß symmetrisch (gleich weit entfernt) bezüglich AB(C) platziert sein, um die Gleichzeitigkeit dieser Punkte zu indizieren.

Auch dann wenn nach gleichem Muster, wie in der Abbildung VIIi, eine Strecke wie MD konstruiert wird (VIIii), werden die Punkte C und D aus demselben Grund gleichzeitig bezüglich ihres Symmetrie-Mittelpunktes M, wie die Punkte A und B.

Stachel:
Aufgrund einer von der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit bedingten Kugelförmigkeit der Licht-Signalfront und aufgrund der angenommenen Konstanz der Lichtgeschwindigkeit an sich, ist die Behauptung Einsteins, dass das aus dem Mittelpunkt M ausgesandte Lichtsignal, bloß die beiden Enden (AB) des geradlinigen Stabes gleichzeitig erreicht, unvollständig.
Vollständig und widerspruchsfrei wäre die Behauptung, dass die Licht-Signalfront sämtliche Punkte gleichzeitig erfasst, welche (innerhalb ein und derselben Gegenwart) gleich weit von M entfernt sind.

Widersprüchlich ist dabei die geometrische Konstruktion der Definition Einsteins: wie wir der Abbildung VIIii leicht entnehmen können, erfüllt die Verbindung BD (rot gezeichnet) die Bedingung der Gleichzeitigkeit, nicht aber die von Einstein definierte. Die Bezugsebene der Gleichzeitigkeit darin, ist die Symmetrie der Punkte B und D bezüglich M. Diese ist aber keine von Einstein verlangte Seitensymmetrie bezüglich eines Punktes, der „auf einer Verbindungsstrecke“ in „der Mitte“ „zwischen“ p,q platziert ist.

Ein weiterer Widerspruch zeigt es sich auch darin, dass zwischen B und D ein zusätzlicher Symmetrie-Mittelpunkt m definiert werden könnte, welcher der Definition Einsteins genügen würde, obwohl die Punkte B und D anhand ihrer Ausrichtung bezüglich M bereits als gleichzeitig zu bezeichnen wären (VIIiii). Die Punkte B und D würden somit jede Verbindung mit ihrem Symmetriemittelpunkt M verlieren und einem komplett anderem physikalisch-geometrischen System angehören. Ihre Gleichzeitigkeit mit den Punkten A und C könnte gänzlich unerkannt bleiben.
Dies würde nicht passieren, wäre die anfangs zitierte Definition vollständig formuliert.

Wir haben somit gezeigt, dass die Definition der Gleichzeitigkeit von A. Einstein unvollständig ist, und (deshalb) auf Widersprüche führt, qed.

Vollständig formulierte Definition der Gleichzeitigkeit:
Zwei oder mehr beliebige Punkte A,B,C werden dann gleichzeitig von einer sich im Vakuum mit Lichtgeschwindigkeit ausbreitenden, kugelsymmetrischen Signalfront erfasst, wenn sie im Augenblick der Erfassung identische Distanz zum Symmetrie-Mittelpunkt M dieser Signalfront besitzen. Identische Distanz der Punkte A,B,C zum Symmetrie-Mittelpunkt M, zusammen mit dem Prinzip der Konstanz der Vakuum-Lichtgeschwindigkeit determinieren, dass die Ankunft des Lichtsignals in A, in B und in C gleichzeitig erfolgt.

Notiz: Wenn zwei oder mehr Punkte innerhalb ein und derselben Gegenwart von einer sich aus ihrem gemeinsamen Symmetrie-Mittelpunkt M ausbreitenden Licht-Signalfront L erfasst werden, dann sind diese Punkte, als eine Konstellation, kugelsymmetrisch um M angeordnet – nur in diesem Fall ist es nämlich möglich, dass sie von L gleichzeitig erfasst werden.

Zur Gültigkeit der absoluten Gegenwart.

Zur Erinnerung.

Definition der Gleichzeitigkeit von A. Einstein: „Es seien A, B zwei Punkte des Inertialsystems K, etwa die Endpunkte eines relativ zu K ruhenden Stabes, dessen Mittelpunkt M sei. Von M werde ein Lichtsignal nach allen Seiten ausgesandt. Das Prinzip der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit zwingt uns zu der Festsetzung, dass die Ankunft des Lichtsignals in A und die Ankunft in B gleichzeitig seien.“

Definition der Gleichzeitigkeit von M. Zasada: Ereignisse geschehen gleichzeitig, wenn sie innerhalb einer und derselben Gegenwart geschehen.

Feststellung z: Zwei kausal entkoppelte Ereignisse A und B erfolgen gleichzeitig genau dann, wenn sie innerhalb einer und derselben Gegenwart eines geeigneten Referenzsystems als gleichzeitig konstatiert werden, und/oder beide innerhalb einer absolut gültigen Gegenwart geschehen.

Beweis z: Wenn zwei distante Ereignisse A und B aus der Perspektive des Mittelpunktes M der Strecke A-B gleichzeitig erfolgen, dann erfolgen sie gleichzeitig innerhalb einer und derselben Gegenwart des Punktes M, sowie gleichzeitig bezogen auf die Gegenwart in absolutem Sinne.


Zum Unterschied zwischen der Gleichzeitigkeit und der Gegenwart der Ereignisse.

Mit dem Erstellen universalgültiger Beweise und Definitionen der „Gegenwart“ und der „Gleichzeitigkeit“ entstand eine neue physikalische Konvention. Es entstand eine theoretische Berechtigung und zugleich eine Möglichkeit, die Existenz einer absoluten Gegenwart des Universums zu postulieren.
Die Gegenwart ist keine Information, kein Ereignis und keine Welle, welche sich innerhalb des Raumes mit einer endlichen Lichtgeschwindigkeit fortpflanzen würde. Die Gegenwart wird auch durch keine kausal-zeitliche Relation der „Gleichzeitlichkeit“ übertragen („Postulate der Gleichzeitigkeit 1-3″). Sie hat vielmehr mit dem Wesen der Wirklichkeit selbst zu tun.
Das Konzept der „Gegenwart“ im engeren Sinn erweist sich als unvereinbar mit dem Konzept der Relativität, sodass in der Relativitätstheorie generell mit dem Begriff „Gleichzeitigkeit“, statt mit dem Begriff „Gegenwart“ operiert wird. Wikipedia behauptet sogar, Gegenwart sei kein „Gegenstand“ der Physik. Doch kann das wirklich ernst gemeint sein? Wie soll Gegenwart kein Gegenstand der Physik sein, wenn Zeit ein solcher ist, und dieselbe Wikipedia an einer anderen Stelle beschreibt „die wohl markanteste Eigenschaft der Zeit“ als einen Umstand, „dass es [innerhalb der Zeit] stets eine in gewissem Sinne aktuelle und ausgezeichnete Stelle zu geben scheint, die wir die Gegenwart nennen, und die sich unaufhaltsam von der Vergangenheit in Richtung Zukunft zu bewegen scheint.“

Die Idee der Gegenwart wirkt sich deshalb auflösend auf die Idee der Relativität aus, weil die absolute Gültigkeit der Gegenwart nicht bloß denkbar ist, sondern, nimmt man die Sache eng, notwendig angenommen werden muss.

These: Die absolute Gegenwart muss notwendig im gesamten Raum des Universums gelten.

Wenn nämlich innerhalb der lokalen Gegenwart kein kausaler Zeitverzug stattfindet, dann ist auch innerhalb der universellen Gegenwart kein kausaler Zeitverzug möglich (Zum allgemeingültigen Begriff der Gegenwart. Definition 3.| Behauptung 2.). Die Gegenwart besitzt keine Bezugssysteme, zwischen denen sich eine Verbindung zwischen Ursache und Wirkung oder eine sonstige Bezugsrelation bilden könnte.

Bei der „Gleichzeitigkeit“ der Relativitätstheorie handelt es sich u.a. noch um „Konstatierung der Koinzidenz„, also um die Wahrnehmung einer übermittelten Information über einen bestimmten Zustand der Welt. Diese Information wird nicht instantan, sondern mit einer bestimmten Geschwindigkeit übermittelt – im günstigsten Fall mit der höchsten Geschwindigkeit, die es gibt – mit der Lichtgeschwindigkeit. Doch auch der Wert dieser Grenzgeschwindigkeit ist in der Natur begrenzt. Diese Tatsache entscheidet über die Gültigkeit der „Relativität“ in bezug auf die Wahrnehmung, darunter auf die Wahrnehmung der Information über „Gleichzeitigkeit“ bestimmter Ereignisse. Deshalb auch ist jede „Gleichzeitigkeit“ von Ort und Zeit ihrer Wahrnehmung so stark abhängig – und gerade deshalb ist die Gleichzeitigkeit der Ereignisse fast immer relativ.

Die Relativitätstheorie gilt offensichtlich ausschliesslich für Systeme, in welchen eine Information über räumliche, und, infolge der prinzipiellen Endlichkeit der Übertragungsgeschwindigkeit, über zeitliche Distanzen übermittelt wird.
Innerhalb der Gegenwart findet aber keine Aktion, keine Verbindung zwischen den Punkten und auch keine noch so mikroskopische Übermittlung der Signale statt. Innerhalb der Gegenwart können sich deshalb gar keine Relationen zwischen den Systemen bilden. Innerhalb der Gegenwart sind auch wir Menschen kommunikationsunfähig und völlig einsam.


Über Definition der Gleichzeitigkeit .

Wir definieren zwar die „Gleichzeitigkeit“ zweier Ereignisse über Gegenwart, d.h. wir definieren die Gegenwart als „Maß“ oder als „Bezugselement“ der Gleichzeitigkeit, doch eine umgekehrte Relation erweist sich als ausgeschlossen. Jede Definition der Gegenwart, welche über „Gleichzeitigkeit“ ginge müsste geradezu falsch sein, denn die „Gegenwart“, im Gegensatz zur „Gleichzeitigkeit“ sehr konkret innerhalb der Zeit verankert ist.
Der Zeitpunkt der Gleichzeitigkeit der Dinge ist dagegen völlig irrelevant – Dinge können morgen oder vor 100 Jahren gleichzeitig (gewesen) sein. Die Gegenwart eines Ereignisses (auch die der Gleichzeitigkeit) bestimmt dagegen sowohl die Simultanität der beteiligten Ereignisse, als auch ihren genauen Zeitpunkt.
Wir können daran nicht nur die Bezugsasymmetrie zwischen den Begriffen „Gegenwart“ und „Gleichzeitigkeit“, sondern auch die Vergeblichkeit jeder Anstrengung erkennen, die „Gegenwart“ des Geschehens mittels der „Gleichzeitigkeit“ der Ereignisse zu definieren, denn täte man das, fehlte der Gegenwart das wichtigste Attribut: der genaue Zeitpunkt…Wir erkennen jedoch daran, mittelbar, dass unsere „Definition der Gleichzeitigkeit“, welche die Gleichzeitigkeit der Ereignisse über ihre Gegenwart definiert, richtig ist.


Über das Universum als Bezugssystem. Über die Gegenwart darin.

Wenn man die Wirklichkeit aus der Perspektive der Gegenwart betrachtet, verlieren sämtliche Naturprinzipien, wie das Relativitätsprinzip oder das Prinzip der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum ihre Gültigkeit und ihren Sinn.

Es ist klar und unstrittig, dass sämtliche Bezugssysteme des Universums grundsätzlich gleichberechtigt sind, und das kein Bezugssystem vor den anderen bevorzugt gilt…mit einer einzigen, durchaus eminenten Ausnahme: mit Ausnahme des Bezugssystems „Universum“ selbst.
Definieren wir nämlich das gesamte Universum als ein Bezugssystem, können wir zwar all seine Bestandteile darauf beziehen, doch die Bildung einer umgekehrten Relation erweist sich als ausgeschlossen. Die Bezugsrelation zwischen den Bestandteilen des Universums und dem Universum selbst, ist nämlich nicht wie alle anderen Bezugsrelationen symmetrisch. Das Universum kann nicht als sein eigener Bestandteil betrachtet werden…somit kann es ausschliesslich auf sich selbst als eine Einheit und auf das, was sich eventuell außerhalb von ihm befindet, bezogen werden (hier endet die universelle Gültigkeit des Relativitätsprinzips)

Das Koordinatennetz des Universums beinhaltet zwar sämtliche an ihm beteiligte Punkte, aber es lässt sich kein universalgültiges Koordinatensystem aus der Perspektive der an dem Universum beteiligten Bezugssysteme bilden. Es besteht also einerseits die Relation der Identität zwischen dem Universum und den beteiligten Bezugssystemen, es besteht aber andererseits keine umgekehrte Relation, denn kein Bezugssystem des Universums kann, wenn man es auf das Universum selbst bezieht, als gleichberechtigt betrachtet werden.
Das Universum als eine Ganzheit kann zudem auf keine Bewegung und auf keine sonstige Dynamik in seinem Inneren bezogen werden, denn es kann ihm keine Referenz eines übergeordneten Bezugssystems zugeteilt werden kann.
Dies bedeutet konkret, dass das Universum mit jedem Bestandteil, mit jeder Bewegung in seinem Inneren als identisch betrachtet werden kann, aber kein Bestandteil und keine Bewegung wird darin umgekehrt als das Referenzsystem seiner eigenen Dynamik betrachtet.
Die Gültigkeit des Relativitätsprinzips kann daher nicht als absolut betrachtet werden. Die bekannten Naturgesetze betreffen nicht das Universum als Ganzes. Ihre Gültigkeit ist vielmehr lokal, denn die letztere lässt sich anhand keiner endgültigen Referenz absolut und endgültig entscheiden.
Insbesondere lässt sich unter bestimmten Umständen die Existenz nichtrelativistischer Eigenschaften annehmen, welche das Universum als Ganzes betreffen, wie etwa die Existenz einer absolut gültigen Gegenwart.

In einem System der absoluten Gegenwart wäre aber die Konstatierung der Gleichzeitigkeit der Ereignisse unabhängig davon möglich, ob eine reelle Möglichkeit der Konstatierung dieser Gleichzeitigkeit jeweils bestehen würde, oder nicht.
In einem solchen System wäre die Konstatierung der Gleichzeitigkeit vor allem unabhängig von der Gleichzeitigkeit bestimmter Anzeigen mit konkreten Ereignissen und unabhängig vom Bewegungszustand der betroffenen Bezugssysteme möglich.
Wenn sich nämlich die Existenz der Gegenwart zwischen zwei beliebig weit voneinander entfernten Punkten des Universums beweisen lässt (dieses haben wir im vorangegangenen Paragraphen gezeigt), ist die Existenz der absoluten Gegenwart innerhalb des gesamten Kontinuums bereits erwiesene Tatsache, und zwar nicht nur aufgrund des durchgeführten Beweises, sondern vielmehr anhand dessen, dass die Gegenwart keine Information ist, welche etwa übertragen werden würde und welche von der Übertragungsgeschwindigkeit ihrer Signale abhängig wäre, sowie anhand der Erkenntnis, dass die Gegenwart ein universalgültiger Kontext des Geschehens ist, daher keinen Gesetzen der Relativität unterliegt. Diesem unterliegen nämlich ausschliesslich Übertragungssignale, Körper oder Informationen, wie die in blau gezeichneten:

img_2848Fig. 1

These: Den Gesetzen der Relativität unterliegen ausschliesslich Dinge (Informationen, Körper, Felder, Signale…), welche durch den Raum zwischen den Punkten des materiellen Universums unter Zeitverlust übermittelt werden.

Unterläge auch Gegenwart den Gesetzen der Relativität, müsste die Existenz der „Gegenwartswelle“ postuliert werden, denn jede Information und jedes Signal, welche übermittelt werden, eines Übertragungsmediums, wie etwa Licht-, Funk- oder Schallwellen etc. benötigt.

Man kann anhand der obigen Zeichnung erkennen, dass die Information, welche raumzeitlich zwischen den Punkten verschickt wird, mit einer endlichen Geschwindigkeit übermittelt wird, und dass (gerade deshalb) eine instantane Übermittlung der Information ausgeschlossen ist. Wir erkennen aber,  dass eine instantane Verbindung zwischen den räumlichen Punkten einer und derselben Ebene der Gegenwart dennoch existiert (und zwar jeweilig zwischen den Punkten a,b,c,d,e,f / a‘,b‘,c‘,d‘,e‘,f‘ und a“,b“,c“,d“,e“,f“). Diese Verbindung existiert ungeachtet der Tatsache, dass überhaupt keine Übermittlung der Information zwischen den genannten Punkten möglich ist. Diese Verbindung existiert allein anhand der Existenz der jeweiligen „Ebene der Gegenwart“. Da aber Gegenwart nicht den Gesetzen der Relativität unterstellt werden kann, kann ihre Absolutheit angenommen, und auch die Tatsache bestätigt werden, dass eine singuläre Gegenwart eines beliebigen Punktepaares bereits über die Gegenwart sämtlicher Punkte innerhalb des Universums entscheidet.

Fig. 2: Dargestellt ist der identische Koordinatenbereich wie bei Fig. 1. Hervorgehoben ist die unterste „Ebene der Gegenwart“ – darin die Verbindung zwischen den Punkten a und (respektive a und e‘)Die Linie „Informationsübertragung a-e“, welche die Punkte a  und e‘  verbindet, zeichnet den Weg, welchen die zu übertragende Information zurücklegen muss, wenn die Absicht besteht, diese von a nach e zu übertragen.

In Fig. 3 ist der betrachtete Bereich nochmals hervorgehoben: Punkt a könnte darin die aktuelle Gegenwart der Erde, Punkt e die aktuelle Gegenwart des Mondes darstellen:


Fig. 3

Zu erkennen ist die Verbindungslinie der Informationsübertragung zwischen den Punkten a und e‘ und die gestrichelte kürzeste Verbindungslinie zwischen den Punkten a und e. Die letztere ist im Sinne der Einsteinschen „Definition der Gleichzeitigkeit“ präpariert [aus dem Mittelpunkt M der Strecke a-e werden kugelförmig Lichtsignale ausgesandt, deren Ankunft bei a und e (Konstanz der Lichgeschwindigkeit im Vakuum vorausgesetzt), gleichzeitig erfolgt].
Die daraus logisch zu schliessende Existenz einer und derselben Gegenwart in den Punkten a (Erde) und e (Mond) wird notwendig angenommen.

Beweis: Wenn zwei distante Ereignisse a und e aus der Perspektive des Mittelpunktes M der Strecke a-e gleichzeitig erfolgen, dann erfolgen sie gleichzeitig innerhalb einer und derselben Gegenwart des Punktes M sowie gleichzeitig bezogen auf die Gegenwart im absoluten Sinne.  (Die Gültigkeit der „Definition der Gleichzeitigkeit“ von M. Zasada vorausgesetzt)

Die Gewissheit dessen, dass die Ereignisse bei Erde und Mond gleichzeitig erfolgen, erzielen wir dadurch, dass wir die Anordnung der originellen „Definition der Gleichzeitigkeit“ von Albert Einstein (s.o.) derart adaptieren, dass die Ankunft der Lichtsignale, welche vom Mittelpunkt M der Strecke Erde-Mond kugelförmig ausgesandt werden, bei beiden Endpunkten der Strecke, gleichzeitig erfolgen muss (Konstanz der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum vorausgesetzt).

Es wird in Fig. 3 anschaulich dargestellt, dass zwischen Erde und Mond zwei Zeitordnungen parallel existieren – zum einen die Zeitordnung der absoluten Gegenwart (der Beweis der Existenz dieser erfolgte gerade), zum anderen die Zeitordnung der relativistischen Signalübertragung, welche wie eine Relation zwischen zwei Objekten der Relativitätstheorie zu behandeln sei.
Es ist auf der Rechten Seite der Fig. 3 der Zeitversatz zwischen der irdischen Gegenwart a und der „Empfangs-Gegenwart“ des Mondes (e‘) dargestellt, welche übertragungsbedingt, in bezug auf die irdische Gegenwart, um ca. 1 Sekunde „später“ stattfindet (in der Zukunft liegt!). Zu beachten ist, dass nicht die Gegenwart zwischen Erde und Mond verzögert übertragen wird, sondern beispielsweise die Funksignale, die im Fall dieser singulären Entfernung ca. 1 Sekunde lang unterwegs sind, bis sie empfangen werden.

Das Gesetz der Distribution der Gegenwart: Lässt sich die Existenz einer und derselben Gegenwart zwischen zwei beliebig voneinander entfernten Punkten des Universums beweisen, so wird dadurch zugleich die Existenz einer universell für sämtliche Punkte des Universums gültigen Gegenwart bewiesen. Die Gegenwart ist nämlich keine Information, die unter Zeitverlust übertragen wird. Sie ist der absolute Kontext der Wirklichkeit. Als solcher attribuiert sie ohne Zeitverlust innerhalb des gesamten Raumes des Universums.

Fig. 4: Wir gehen aus von der Konstatierung der Gleichzeitigkeit zwischen den distanten Punkten A,B,C,D der quadratischen Anordnung I. Für diesen Zweck bestimmen wir den Mittelpunkt M der Strecken A-D/C-B. Aus diesem Punkt heraus wird ein Lichtsignal nach allen Seiten (kugelförmig) ausgesandt, welches, Konstanz der Lichtgeschwindigkeit vorausgesetzt, die Punkte A,B,C,D gleichzeitig erreicht. Um sich zu überzeugen, dass die Ankunft des Lichtsignals bei A,B,C,D nicht nur gleichzeitig, sondern auch innerhalb einer und derselben Gegenwart erfolgt, werden aus M gleichmäßig wiederholte Lichtsignale ausgesandt, welche von den bei A,B,C,D aufgestellten Uhren als Impuls-Referenzquelle ihrer jeweiligen Zeit übernommen werden. Damit stellen wir fest, dass in den Punkten A,B,C,D die Uhren absolut synchron laufen und dieselbe Zeit anzeigen (Gegenwart-Identität).

Nachfolgend teilen wir die Strecken A-M, B-M, C-M, D-M, indem wir deren jeweiligen Mittelpunkt m bestimmen (II). Wir gehen ähnlich vor, wie bei I, um die Gleichzeitigkeit an den Endpunkten der Strecken A-M, B-M, C-M, D-M zu konstatieren. Wir wiederholen den Vorgang unendlich oft (III, IV, V…).

Wir stellen fest, dass die Zeit sämtlicher Punkte INNERHALB der quadratischen Anordnung ABCD gleich ist (Gleich-Zeitigkeit) und dass sich sämtliche Punkte innerhalb dieser Anordnung, innerhalb einer und derselben Gegenwart befinden. Durch beliebig und beliebig oft durchgeführte (auch räumlich angeordnete, s. Fig. 5) Iteration der Operationen I, II, III, IV… der Anordnung ABCD kommen wir zur Einsicht, dass das „Gesetz der Distribution der Gegenwart“ eine allgemeine Gültigkeit im gesamten Raum des Universums besitzen muss. Somit ist die Aussage dieses Gesetzes folgerichtig.


Fig. 5

Fazit: Die Gegenwart ist absolut. Die Gegenwart ist keine Größe, die in der Zeit gemessen wird, sie ist vielmehr eine Eigenschaft der Zeit selbst, wie ein „Meter“ keine Eigenschaft einer bestimmten Strecke A-B ist, sondern die eines Meterstabes, mit dem der Abstand der Endpunkte der Strecke A-B abgetragen wird.

Mit „Gegenwart“ meine ich bestimmt kein Bezugssystem im Sinne der Relativitätstheorie, in welchem das Relativitätsprinzip, bzw. Äquivalenzprinzip und das Prinzip der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum gelten…die Gegenwart enthält ja keinen Inhalt, welcher mit einer bestimmten Geschwindigkeit zu übertragen wäre. Da in der Gegenwart keine Ereignisse und keine Informationen übertragen werden, ereignet sie sich auch nicht – sie ist vielmehr ein Umstand oder ein Kontext der Ereignisse. Sie ist deshalb nicht an die Referenz irgendwelcher relativistischen Bezugssysteme gebunden.

Der Kategorienfehler der Gegenwart.

Ich entdecke einen kapitalen Fehler in der Physik: nicht die Gegenwart wird nämlich über Distanzen übertragen, sondern die Signale und Informationen, welche aus einer bestimmten Gegenwart versendet und in einer bestimmten Gegenwart empfangen werden. Die Behauptung, die Gegenwart auf dem Mond in Bezug auf die irdische, um eine Sekunde versetzt sei, sei falsch. Nicht die Gegenwart wird nämlich zwischen Erde und Mond übemittelt, sondern die Information, das Licht oder die Funksprüche der Bodenstation und der Apollo-Crew. Es stimmt auch nicht, dass die Gegenwart der Andromeda-Galaxie und die aktuelle Gegenwart auf Erden um ca. 2.500 000 Lichtjahre auseinanderliegen. Die Signale der Andromeda-Galaxie, welche uns hier erreichen, sind Träger der Information, welche über 2,5 Millionen Jahre unterwegs gewesen sind, um uns zu erreichen.
Es ist nicht die Zeit (also auch nicht eine bestimmte „Gegenwart“), welche mit dem Licht der Andromeda-Sterne übertragen wird – übertragen wird
 allein das Licht (das Bild) dieser Sterne. Allein aufgrund der Entfernung zwischen der Milchstrasse und der Galaxie M-31 und aufgrund dessen, dass der Wert der Lichtgeschwindigkeit endlich sei, sei dieses Licht nach 2,5 Millionen Jahren hier zu empfangen. Das, was mit dem Licht übermittelt wird, ist bestimmt nicht die seit seiner Emission vergangene Zeit, sondern eine Information. Man kann mit Gewissheit behaupten, dass es aktuell, parallel zu irdischem Hier und Jetzt, das Licht der Andromeda-Sterne produziert wird, welches uns erst in 2,5 Millionen Jahren erreichen wird…Es ist die Information über einen bestimmten Zustand, welche so lange unterwegs gewesen ist, nicht etwa die Gegenwart.
Die Überzeugung, die Gegenwart (im Sinne der Gleichzeitigkeit) sei „relativistisch“, ist, angesichts der vorgestellten Fakten und Beweise, unhaltbar. Es ist und bleibt ein Postulat der Relativitätstheorie und kein Naturgesetz.


Anhang: Das Gesetz der Existenz innerhalb der Gegenwart.

These 1: Neben der Beweise der absoluten Gegenwart und neben des Gesetzes der Distribution der Gegenwart, lässt sich auch die Gleichzeitigkeit sämtlicher Ereignisse innerhalb einer singulären und absolut gültigen Gegenwart des Universums beweisen…

Sie sagen nicht „es ist unmöglich“, Sie sagen nicht „aber Einstein, aber die Relativität der Gleichzeitigkeit!“, Sie sagen nicht „es gibt kein einziges Objekt im Universum, das sich nicht relativ zu einem anderen Objekt bewegen würde“…Sie sagen es nicht, weil Sie nun wissen, dass es für die allgemeine Gültigkeit des Relativitätsprinzips eine Ausnahme gibt: das Universum selbst.

These 2: Es existiert kein einziges Bezugssystem innerhalb des Universums, das in bezug auf das Universum nicht absolut gleichzeitig (mit ihm) wäre („gleichzeitig“ in meinem Sinne: „sich innerhalb einer und derselben Gegenwart wie das Universum befindend“).

Bezeichnung: Wir definieren das Universum als „Bezugssystem U„.

Wir betrachten das Universum als ein Bezugssystem, das (mangels weiterer äquivalenter Bezugssysteme U’,U”) lediglich in Bezug zu sich selbst steht.

These 3: Es existiert innerhalb von U kein einziges System u, in Bezug auf welches, sich die Bewegung von U konstatieren ließe.

Der Ausdruck “Es existiert innerhalb von U kein einziges System u” bedeutet, dass neben U keine äquivalente (gleichwertige, gleichberechtigte) Bezugssysteme u’,u” oder U’,U” existieren, welche in einem gleichwertigen Bezug zu U stehen würden. Gäbe es solche Bezugssysteme, ließe sich anhand dieser Existenz beispielsweise über Bewegung von U oder seine Dynamik aussagen.

Sämtliche Bezugssysteme, welche innerhalb U bestehen, oder definiert werden können, können nicht in einem gleichberechtigten, symmetrischen Bezug zu U stehen. Dies bedeutet ausdrücklich nicht, dass sie prinzipiell in keinem Bezugsverhältnis zu U stehen – wenn sie aber in einem Bezugsverhältnis zu U stehen, stehen sie jedoch in keinem wechselseitig gleichberechtigten, symmetrischen Bezugsverhältnis mit U.

Feststellung 1: Es Existiert innerhalb von U kein einziges System u, das in bezug auf U nicht innerhalb von einer und derselben Gegenwart mit ihm stünde.

Die Existenz innerhalb einer und derselben Gegenwart erfüllt die Voraussetzung der Identität des Universums mit sich selbst. Nur das, was in derselben Gegenwart wie das Bezugssystem U geschieht, kann auch U oder ein „Bestandteil von U“ genannt werden.

Die Gegenwart ist die Eigenschaft einer jeden Existenz, ob es sich nun um meine, um Ihre, um die Existenz des gesamten Universums oder bloß um die der Galaxie M-34 handelt ist gleich. Die Gegenwart ist überall dieselbe.

Das Gesetz der Existenz innerhalb der Gegenwart: Wenn zwei Existenzen (Ereignisse), wie etwa Sie und ich, koinzidieren, koinzidieren sie innerhalb einer und derselben Gegenwart.

Sie und ich „koinzidieren“, indem wir bloß simultan, d.h. gleichzeitig existieren, um zu koinzidieren, müssen wir uns nicht etwa am selben Ort und zur selben Zeit begegnen…die Tatsache unserer „Koinzidenz“ muss auch nicht großartig konstatiert werden. Wenn wir zugleich (auf Erden oder zwischen beliebigen Punkten des Universums) existieren, koinzidieren wir innerhalb einer und derselben Gegenwart.

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Hinweis: Erstveröffentlichung 05.02.2018 / ©Maciej Zasada
Nachdruck, Verwertung und / oder Verbreitung nur mit schriftlicher Genehmigung. Der Artikel und der Inhalt unterliegen dem deutschen Urheberrecht.

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Einstein: ZWEITER EINWAND (zweite Widerrede). Con Fuoco.

Diese Schrift ist Teil einer breiteren Argumentation, welche sich momentan aus folgenden Schriften zusammensetzt:
„Einige Anmerkungen zur möglichen Geltung der absoluten Zeitlichkeit“
„Zasada: Prinzip der Gleichzeitigkeit“ (inkl. 3 Definitionen der Gleichzeitigkeit)
„Einstein: Reloaded“
„Einstein: Erster Einwand (erste Widerrede)“
„Definition der Gleichzeitigkeit von M. Zasada“

Definition der Gleichzeitigkeit von A. Einstein (Fig. 1):Es seien A, B zwei Punkte des Inertialsystems K, etwa die Endpunkte eines relativ zu K ruhenden Stabes, dessen Mittelpunkt M sei. Von M werde ein Lichtsignal nach allen Seiten ausgesandt. Das Prinzip der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit zwingt uns zu der Festsetzung, dass die Ankunft des Lichtsignals in A und die Ankunft in B gleichzeitig seien. Damit haben wir eine physikalisch sinnvolle Definition der Gleichzeitigkeit gewonnen.“

Definition der Gleichzeitigkeit von M. Zasada: Ereignisse geschehen gleichzeitig, wenn sie innerhalb einer und derselben Gegenwart geschehen.

Prinzip der Gleichzeitigkeit von M. Zasada: Zwei oder mehr Ereignisse können nur dann gleichzeitig geschehen, wenn sie einander distant sind.

Das Prinzip der Gleichzeitigkeit ist als logische Folge der Definition der Gleichzeitigkeit zu betrachten.

Postulat der Identität der Sache mit sich selbst (Zasada): Ein Ereignis ist dann und nur dann mit sich selbst identisch (wesensgleich), wenn es innerhalb seines exklusiven Koordinatenwertes x,y,z,t mit keinem anderen Ereignis gleichzeitig an einem Ort stattfindet.

In Verbindung mit Definition der Gleichzeitigkeit von M. Zasada konstatieren wir, dass Ereignisse K und K‘ nur dann gleichzeitig erfolgen, wenn K die Koordinaten x,y,z,t und K‘ die Koordinaten x‘,y‘,z‘,t besitzt (K und K‘ besitzen identische Zeitkoordinate)

Endgültige Definition der Gleichzeitigkeit von M. Zasada: Ereignisse geschehen gleichzeitig, wenn sie innerhalb einer und derselben Gegenwart an verschiedenen Orten stattfinden.

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These: Die Definition der Gleichzeitigkeit von A. Einstein und das Prinzip der Gleichzeitigkeit von M. Zasada sind parallel gültig, obwohl sie sich, als Aussagen, gegenseitig ausschliessen.

Die genannten Aussagen bilden zusammen einen Widerspruch. Sie generieren nämlich, jede für sich, eine jeweils individuelle Perspektive auf die Wirklichkeit. Während Einsteins etablierte Theorie ein punktbezogenes Universum postuliert, in dem „jedes berechtigte Koordinatensystem (Inertialsystem) seine besondere Zeit hat“, lässt mein Postulat die Existenz einer Wirklichkeit zu, in welcher absolute Zeit- und Ortskoordinaten bestimmend sind.

Nach meinem Prinzip der Gleichzeitigkeit sind Inertialsysteme nur mit sich selbst identisch (gleichzeitig) und wenn Gleichzeitigkeit zwischen getrennten Ereignissen stattfindet, dann müssen diese voneinander (beliebig) entfernt sein (es ist keine Identität der Koordinatenwerte zwischen getrennt gleichzeitig stattfindenden Ereignissen möglich – gerade diese Identität ist aber für die Gültigkeit der Einsteinschen Relativitätstheorie fundamental). Mein Prinzip der Gleichzeitigkeit entscheidet, dass zum einen die Existenz einer universellen Zeitrechnung angenommen werden muss (denn räumlich getrennte Ereignisse A und B – Ereignisse, welche in beliebiger Entfernung zueinander stehen – nur dann gleichzeitig erfolgen können, wenn sie beide innerhalb einer und derselben Gegenwart erfolgen, was dazu führt, dass die Existenz einer und derselben, für A und B gemeinsam gültigen Zeit postuliert werden muss), zum anderen die Existenz eines universellen Kordinatensystems als eines Bezugssystems für sämtliche Ereignisse innerhalb des Universums.
Ich postuliere damit eine Wirklichkeit, in welcher das gesamte Universum die Bühne für die universelle Gleichzeitigkeit der Ereignisse darstellt.
Es stehen sich also zwei gegensätzliche Perspektiven auf die Wirklichkeit gegenüber, zwei gegensätzliche Perspektiven auf die Physik des Universums: Physik der relativen und Physik der absoluten Werte. Die Frage ist, ob diese miteinander tatsächlich unvereinbar sind (ob sie zwei disjunktive Physiken bilden), oder ob zwischen ihnen doch eine theoretische Korrespondenzebene existiert.
Ihre Unvereinbarkeit ist offensichtlich, und wir wissen über das Zutreffen der Einsteinschen Postulate genau Bescheid, doch, auf der anderen Seite, ist der physikalische Zustand der gleichzeitig erfolgenden Ereignisse, wenn diese in keinerlei relativistischen Beziehung zueinander stehen, mittels der Relativitätstheorie nicht ermittelbar. Dass aber gleichzeitig mit den aktuell auf Erden erfolgenden Ereignissen, Ereignisse im ganzen Universum stattfinden, ist unumstritten.

Zunächst ist anzumerken, dass Einsteins Behauptung: „jedes berechtigte Koordinatensystem (Inetrtialsystem) besäße seine besondere Zeit“ nur aufgrund der Tatsache formuliert werden kann, dass eine Gleichzeitigkeit getrennter Ereignisse innerhalb eines konkreten Koordinatenwertes als möglich deklariert wird. Dies tut A. Einstein. Doch ist diese Deklaration als Quelle des daraus folgenden Naturgesetzes alleinig berechtigt?

Einstein schreibt:
„Sind x, y, z, t die Raum-Zeit Koordinaten eines Punktereignisses in bezug auf ein System K , wiederum x‘, y‘, z‘, t‘ die Koordinaten desselben Ereignisses in bezug auf ein System K‘, das relativ zu K mit der Geschwindigkeit v bewegt ist, so ist klar, dass bei gegebener Orientierung und Lage von K‘ gegen K die gestrichenen Koordinaten durch die ungestrichenen völlig bestimmt sein müssen (Koordinatentransformation)“.

„Um […] brauchbare Transformations-Gleichungen zu bekommen, braucht man (daher: mz) nur die Bedingung zu erfüllen, dass ein und derselbe Lichtstrahl sowohl relativ zu K als auch relativ zu K‘ die Geschwindigkeit c hat.
Eine Kugelwelle breitet sich aus vom Anfangspunkt des Koordinatensystems gemäß der Gleichung
IMG_2649, wobei gemäß dem pythagoreischen SatzIMG_2647gesetzt ist. Dafür kann man auch schreiben, indem man obige Gleichung quadriert

IMG_2650(Zasada: Gleichung (4) bestimmt den Koordinatenursprung des Kordinatensystems r(=x),y,z,t in bezug auf K)

„Da ferner das Gesetz der Ausbreitung des Lichts nach dem Relativitätsprinzip in bezug auf K‘ das gleiche sein muss, wie in bezug auf K, so muss derselbe Ausbreitungsprozess auch bezüglich K‘ durch eine Kugelwelle von der Ausbreitungsgeschwindigkeit c beschrieben werden. Die gesuchte Transformation muss daher so beschaffen sein, dass ihr zufolge die Gleichung (4) und die Gleichung (4a) einander bedingen müssen. Durch diese Bedingung ist die Transformation der Raum-Zeit-Koordinaten im Wesentlichen bestimmt.
IMG_2651(Zasada: Gleichung (4a) bestimmt den Koordinatenursprung des Kordinatensystems r'(=x‘),y‘,z‘,t‘ in bezug auf K‘)

[…]Noch einfacher kann man die Lorentz-Transformation dadurch charakterisieren, dass sie die (identische) Gültigkeit der GleichungIMG_2655bedingt. Hierauf beruht, wie wir sehen werden, der wichtige formale Fortschritt, den die spezielle Relativitätstheorie durch Minkowski erfahren hat.
Für das spätere sei noch bemerkt, dass gemäß der Lorentz-Transformation die Gleichungen (6) nicht nur für Koordinaten eines Punktereignisses, sondern auch für die Differenzen der gleichartigen Koordinaten zweier Punktereignisse gelten […] Sind die Koordinatendifferenzen unendlich klein, d.h. die Ereignisse räumlich und zeitlich unendlich nahe, so erhält man zwischen diesen Differenzen (dx, dy, dz, dt, bzw. dx‘,dy‘, dz‘, dt‘) die GleichungIMG_2656Ende Einstein“.

Zasada: Durch was erfährt oben aufgeführte Operation (6a) ihre Berechtigung?
Durch Einsteins Behauptung, xyz wäre im Unendlichen gleich x’y’z‘ . Doch die Gleichung xyz = x’y’z‘ (stellvertretend für Gleichungen 6, 6a) bedeutet strikt mathematisch betrachtet, dass zwischen gar keinen Koordinatensystemen ein Unterschied besteht, nicht nur zwischen solchen, die unendlich nah aneinander stehen. Absurd.
(6a) steht eindeutig im Widerspruch zum Postulat der Identität der Sache mit sich selbst, das da besagt, dass wir von einem singulären Ereignis nur dann sprechen können, wenn es innerhalb seines exklusiven Koordinatenwertes x,y,z,t mit keinem anderen Ereignis gleichzeitig ist.
Wäre Gleichung (6a) eine gültige physikalische Aussage, wäre sie eher mit der physikalischen Definition der Gegenwart als mit der „Definition der Gleichzeitigkeit“ gleichzusetzen. Und (6a) ist in der Tat eine physikalisch gültige Definition der Gegenwart, und nicht Definition der gegen 0 konvergierenden Unterschieds zwischen Bezugssystemen K und K‘, denn wenn auch der Unterschied zwischen Koordinatensystemen K und K‘ von Einstein als unendlich klein deklariert wird, so beträgt er niemals 0. Koordinaten sind physikalisch definierte Größen und als solche unterliegen sie strengen mathematischen Gesetzen. Wenn ein mathematischer Wert (eine Folge) gegen 0 konvergiert, dann ist ein beliebig nahe an 0 liegender Wert immer noch nicht gleich 0, vielmehr ist der Bereich der Differenz zwischen beliebigen Elementen der Folge und ihrem Grenzwert immer unendlich groß. Der Bereich dieser Differenz kann nämlich unter keinen Umständen vervollständigt werden.
Genauso muss die Gleichung (6a) interpretiert werden.

Die Aussage dieser Gleichung ist nicht etwa die, dass Koordinatensysteme K und K‘ auf der theoretischen Basis der Unendlichkeit der räumlich-zeitlichen Koordinatendifferenz miteinander verschmelzen (womit sie als gleichzeitig betrachtet werden können), sondern vielmehr die, dass ihre räumlich-zeitliche Gleichheit (welche in der Gleichung 6a ausdrücklich formuliert wird) ihre Identität bedeutet [und eine eindeutige Identität von K und K‘ ein physikalisches Merkmal eines selbstidentischen Ereignisses, d.h. eines Ereignisses innerhalb einer und derselben, exklusiv für ihn geltenden Gegenwart ist (Postulat der Identität der Sache mit sich selbst (Zasada): Ein Ereignis ist dann und nur dann mit sich selbst identisch (wesensgleich), wenn es innerhalb seines exklusiven Koordinatenwertes x,y,z,t mit keinem anderen Ereignis gleichzeitig an einem Ort stattfindet)].

Behauptung: Aufgrund dieser Überlegung und unter diesen Umständen sind wir berechtigt zu behaupten, dass (6a) nicht etwa die Abbildung der Gleichzeitigkeit zwischen den Ereignissen K und K‘, sondern die Abbildung ihrer Identität ist. Ferner, und zwar durch die Feststellung des Verhältnisses der Identität, sehen wir uns berechtigt zu behaupten, dass die Gleichung (6a) eine physikalische Abbldung der Gegenwart sei.

Berechtigung: Besteht zwischen den Koordinaten x,y,z,t eines Ereignisses K und den Koordinaten x‘,y‘,z‘,t‘ eines Ereignisses K‘ kein Unterschied, so sind diese Ereignisse identisch, d.h. dass es sich bei Koordinatensystem K und Koordinatensystem K‘ um ein einziges Koordinatensystem (Ereignis) handelt (s. das „=“ – Zeichen der Gleichung 6a). Nicht etwa um zwei gleichzeitig erfolgende, unendlich nah einander stehende Ereignisse.

Somit, mittelbar, erfährt das Poinzip der Gleichzeitigkeit von M. Zasada seine logische und seine physikalische Berechtigung, denn sollte die Gleichung (6a) tatsächlich nicht als Definition der Gleichzeitigkeit zweier Ereignisse, sondern als Definition der Gegenwart interpretiert werden (wofür das „=“ – Zeichen und Gleichungswerte (4) und (4a) sprechen), so würde in diesem Kontext das Zasadasche Prinzip noch vor der Einsteinschen Definition der Gleichzeitigkeit gelten (denn dann wäre zuerst die Gegenwart definiert (6a) – die Gleichzeitigkeit ließe sich ferner aus dieser, und zwar genau mittels des Zasadaschen Postulats, logisch ableiten…und nicht umgekehrt.

Genau hier beginnt es.


Hinweis: Erstveröffentlichung 04.12.2017 / ©Maciej Zasada
Nachdruck, Verwertung und / oder Verbreitung nur mit schriftlicher Genehmigung. Der Artikel und der Inhalt unterliegt dem deutschen Urheberrecht.

Einstein: ERSTER EINWAND (erste Widerrede).

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Es hat sich eine Diskrepanz zwischen Einsteins und meiner Auffassung des Begriffes der Gleichzeitigkeit ergeben. Ich bin wohl auf ein kleines Problem gestoßen. Große Sache. Hier werden die Einzelheiten besprochen.

Definition der Gleichzeitigkeit von A. Einstein:Es seien A, B zwei Punkte des Inertialsystems K, etwa die Endpunkte eines relativ zu K ruhenden Stabes, dessen Mittelpunkt M sei. Von M werde ein Lichtsignal nach allen Seiten ausgesandt. Das Prinzip der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit zwingt uns zu der Festsetzung, dass die Ankunft des Lichtsignals in A und die Ankunft in B gleichzeitig seien. Damit haben wir eine physikalisch sinnvolle Definition der Gleichzeitigkeit gewonnen.“

A. Einstein: „Physikalische Erfahrungen sind immer Konstatierungen der Koinzidenzen. Diese finden darin Ausdruck, dass zwei oder mehr Ereignisse dieselben Koordinaten xyzt bzw, x1…x4 haben“.

Prinzip der Gleichzeitigkeit von M. Zasada: Zwei oder mehr Ereignisse können nur dann gleichzeitig geschehen, wenn sie einander distant sind.

Eine Gleichzeitigkeit getrennter Ereignisse im Sinne Einsteins (im Sinne der Identität räumlich-zeitlicher Koordinatenwerte bei den gleichzeitig erfolgenden Ereignissen) ist prinzipiell unmöglich (wg. der Verletzung des „Postulats der Identität der Sache mit sich selbst„*).
Prinzip der Gleichzeitigkeit besagt, dass eine Gleichzeitigkeit zwischen Ereignissen durchaus stattfinden kann, nicht aber dann, wenn sie koinzidieren, d.h. prinzipiell nur dann, wenn sie in einer (beliebigen) Entfernung zueinander stattfinden.

Zasada’s Definitionen der Gleichzeitigkeit.

Beide Aussagen (Einstein / Zasada) sind offenbar parallel gültig, denn fassen wir „Ereignis“ als einen Akt der Beobachtung im Einsteins Sinne auf, so gilt die Definition Einsteins, denn es ist durchaus möglich, die Gleichzeitigkeit zweier Lichtimpulse/Signale an einem einzigen Ort zu konstatieren (Aussage Zasadas gilt in ihrem Kontext ohne weitere Prämissen).

Die Relativitätstheorie beruht bekannterweise auf zwei Grundprinzipien: auf dem Relativitätspostulat und auf dem Prinzip der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum.
Es existiert jedoch ein drittes und vielleicht sogar wichtigeres Prinzip der Relativitätstheorie, das sich zwar aus dem zweit genannten ableiten lässt, das aber elementar für die Relativitätstheorie insgesamt ist. Es ist das Prinzip der Relativität der Gleichzeitigkeit. Dieses dritte Prinzip ist so wichtig, weil es nicht nur über die Relativität der Gleichzeitigkeit der Ereignisse, sondern auch über die Relativität der Gegenwart und über die Relativität von Raum und Zeit im ganzen theoretischen Gebäude der Relativitätstheorie entscheidet.

Dass, wie man die Gleichzeitigkeit der Ereignisse begreift, beurteilt und deutet, entscheidet offenbar über die Physik und die Naturgesetze, die man daraus als logische Schlüße zieht.
Eine Definition der Gleichzeitigkeit ist daher entscheidend für die Logik, welche unserem physikalischen System zugrunde gelegt wird.

Einstein’scher Begriff der Gleichzeitigkeit beruht auf der punktbezogenen Beobachtung. Es ist der inmitten des Naturgeschehens stehender Beobachter oder ein Instrument der Messung, der für Einstein der Bezugspunkt der Gleichzeitigkeit ist. Nur der Beobachter, der sich genau in der Mitte zwischen zwei Ereignissen A und B befindet, ist aus Einsteins Sicht in der Lage, die Gleichzeitigkeit dieser Ereignisse auf eine exakte Weise zu beurteilen. Daraus ergeben sich natürlich Schwierigkeiten, welche in dem Moment auftreten, in dem die Systeme, welche gleichzeitig geschehen in bezug auf den Beobachter in Bewegung geraten, oder wenn sie dem Einfluss der Gravitation ausgesetzt sind. Und gerade dort setzt Einsteinsche „spezielle Relativitätstheorie“ ein. Sie erklärt den Grund der Relativität und beschreibt ihre Effekte, sie macht die Natur in dem Sinne berechenbar. Sie ist daher in ihrem Sinne sinnvoll. Die Frage ist bloß, ob die Gleichzeitigkeit im Sinne Einsteins Definition die einzig mögliche ist, und wenn nicht, ob sich aus der anders definierten Gleichzeitigkeit andere (parallel gültige) nichtrelativistische Naturgesetze ergeben?

Im Gegensatz zu Einstein betrachte ich die Gleichzeitigkeit der Ereignisse als Konstatierung der Tatsache der Gleichzeitigkeit aus der Perspektive der Systeme, welche an dieser beteiligt sind.
Diese Sicht entsteht nicht aus der Perspektive der Systeme, welche sich außerhalb der an der Gleichzeitigkeit beteiligten Systeme befinden (Bezugssysteme), und welche die Tatsache der Gleichzeitigkeit u.U. von Außen beurteilen, sondern aus der Perspektive der wirkenden Gleichzeitigkeit selbst. Ich betrachte die Systeme getrennt und stelle ihre Gleichzeitigkeit nicht anhand der Signale fest, welche mich als einen Beobachter von Außen erreichen und welche so der Relativität von Raum und Zeit unterworfen, und welche zudem von dem jeweiligen Bewegungszustand abhängig sind, sondern ich stelle die Gleichzeitigkeit der Ereignisse anhand der absoluten Koordinatenwerte dieser Ereignisse fest.
Für mich besitzt nämlich jedes einzelne Ereignis stets einen dedizierten, singulären Koordinatenwert x,y,z,t (Ereignis-Nummer im Sinne einer „Gödel-Nummer“)
Ich betrachte ferner die Tatsache der Gleichzeitigkeit der Ereignisse als einen natürlichen Umstand innerhalb des Universums, welcher existiert, völlig unabhängig von der Ausführbarkeit der physikalischen Erforschung (Auswertung) seiner Evidenz.

Ich gehe nämlich von der Annahme aus, dass Dinge im Universum einfach parallel geschehen, unabhängig davon, ob ihre Gleichzeitigkeit jeweils feststellbar ist, oder nicht, und unabhängig davon, wo sie jeweils (aktuell) stattfinden und ob Signale ihrer Gleichzeitigkeit dem unbeteiligten Beobachter zugänglich sind, oder nicht.

Das Bezugssystem der Gleichzeitigkeit in meinem Sinne ist das gesamte Universum als ein universelles Koordinatensystem („Mulluske“ im Einstein’s Sinne), kein singulärer, materieller Bezugspunkt darin. Somit aber verlasse ich die Gewässer der Relativität, denn wenn Dinge überall gleichzeitig geschehen, dann geschehen sie innerhalb einer und derselben Gegenwart, dann aber muss eine solche notwendig existieren…Wenn aber eine Gegenwart existiert, welche für sämtliche gleichzeitig erfolgende Ereignisse gemeinsam ist, dann muss auch eine  gemeinsame Zeit für all diese Ereignisse existieren, denn einige davon geschehen früher, die anderen wiederum später als die abermals anderen.

Die Annahme einer gemeinsamen Zeitlichkeit innerhalb des gesamten Universums lässt sich aber mit den Ergebnissen der Relativitätstheorie nicht vereinbaren. Jetzt nicht und vielleicht niemals in der Zukunft; vielleicht sind wir aber gerade jetzt dabei, eine neue Ordnung der Wirklichkeit zu entdecken?

Die Annahme der gemeinsamen Zeitlichkeit innerhalb des Universums ist zum einen logisch einwandfrei, zum anderen zwingend, wenn man an das Universum als an ein Prozess denkt, der aus dem Urknall hervorgetreten ist. Im Augenblick des Urknalls nämlich, in seinem ersten Augenblick, hätte das Universum durchaus die erste Gegenwart und die erste Gleichzeitigkeit besessen, welche gemeinsam für all seine damaligen und all seine späteren Bestandteile gewesen ist. Der Anfang gerade dieser Zeitrechnung wäre der Anfang einer bis heute universell gültigen Zeitrechnung.

Diese Deduktion ist logisch geschlossen.

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*) Postulat der Identität der Sache mit sich selbst (Zasada): Ein Ereignis ist dann und nur dann mit sich selbst identisch (wesensgleich), wenn es innerhalb seines exklusiven Koordinatenwertes x,y,z,t mit keinem anderen Ereignis gleichzeitig (t = t‘) und zugleich an einem Ort ((x,y,z) = (x‘,y‘,z‘)) stattfindet.

In Verbindung mit Definition der Gleichzeitigkeit von M. Zasada konstatieren wir, dass die Ereignisse K und K‘ nur dann gleichzeitig erfolgen, wenn K die Koordinaten x,y,z,t und K‘ die Koordinaten x‘,y‘,z‘,t besitzt.


Hinweis: Erstveröffentlichung 30.11.2017 / ©Maciej Zasada
Nachdruck, Verwertung und / oder Verbreitung nur mit schriftlicher Genehmigung. Der Artikel und der Inhalt unterliegt dem deutschen Urheberrecht.

Einstein: Reloaded.

Für Resi

Aussage 1: A. Einstein

„Physikalische Erfahrungen sind immer Konstatierungen der Koinzidenzen. Diese finden darin Ausdruck, dass zwei oder mehr Ereignisse dieselben Koordinaten xyzt bzw, x1…x4 haben“.

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Es stimmt nicht ganz, dass die physikalischen Erfahrungen immer nur Konstatierungen der Koinzidenzen sind. Die physikalischen Erfahrungen haben ja auch mit der Erfahrung des Universums als Ganzes zu tun. Gerade diese Erfahrungen waren beispielsweise für die Formulierung des Äquivalenzprinzips oder des Relativitätspostulats massgeblich.

Wir stellen uns mechanisch vor, wie die Welt funktioniert und bilden in unseren Modellen die Mechanismen ab, von denen wir glauben, dass sie beim Funktionieren der Welt eine Rolle spielen. Dies ist auch Physik. Aber auch in dem Fall, in dem die Modellvorstellung nichts mit der Physik zu tun haben soll, wenn unsere Vorstellungen nur metaphysisch sind, dann nennen wir halt dies, womit wir uns hier beschäftigen Metaphysik und üben unsere Wirkung auf die Physik von Außen aus, ich habe nichts dagegen.

Zurück zum Thema:

These z:Zwei oder mehrere Ereignisse können nicht dieselben Koordinatenwerte x1…x4 besitzen. Das Postulat Einsteins, dass „physikalische Erfahrungen immer Konstatierungen der Koinzidenzen sind, welche ihren Ausdruck darin finden, dass zwei oder mehr Ereignisse dieselben Koordinaten xyzt bzw, x1…x4 haben““ muss daher falsch sein.

Beweis 1: Drei Definitionen der Gleichzeitigkeit von Zasada.

Wir haben das Thema der Gleichzeitigkeit bereits ausführlich behandelt (hier). Wenn zwei oder mehrere Ereignisse dieselben Koordinaten besitzen, dann müssen sie gleichzeitig an einem Ort stattfinden. Es ist zwar vorstellbar, aber praktisch unmöglich, wenn das Postulat der Identität der Sache mit sich selbst seine Gültigkeit beibehalten sollte (siehe unten). Auch die Gleichzeitigkeit scheint hier eine unüberwindbare Hürde zu sein…

Definition der Gleichzeitigkeit von Einstein:Es seien A, B zwei Punkte des Inertialsystems K, etwa die Endpunkte eines relativ zu K ruhenden Stabes, dessen Mittelpunkt M sei. Von M werde ein Lichtsignal nach allen Seiten ausgesandt. Das Prinzip der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit zwingt uns zu der Festsetzung, dass die Ankunqft des Lichtsignals in A und die Ankunft in B gleichzeitig seien. Damit haben wir eine physikalisch sinnvolle Definition der Gleichzeitigkeit gewonnen.“

Bitte beachten:
Diese Definition, obwohl durchaus sinnvoll, gilt nur für statische, unbewegte Inertialsysteme (die Gleichzeitigkeit ist auch für Einstein relativ). Außerdem koinzidieren hier nicht die Punkte A und B jeweils miteinander (im besagten Punkt mit Koordinaten xyzt), sondern die jeweiligen, um die Strecke A-B voneinander entfernten Anzeigen der „Gleichzeitigkeit“. Dieser Umstand zeigt, dass die obige Definition als Indikat der raumzeitlichen Koinzidenz unbrauchbar ist, und, ferner, dass ausschliesslich Ereignisse, welche voneinander entfernt sind, gleichzeitig geschehen können.

Die „Gleichzeitigkeit“ bedeutet wohl etwas anderes, als Einstein im Sinn hatte.

Definition der Gleichzeitigkeit 1:Zwei Ereignisse geschehen gleichzeitig, wenn für sie beide in keinem einzigen Bezugssystem innerhalb des gesamten Universums eine physikalische Möglichkeit besteht, den Augenblick des jeweils anderen Ereignisses wahrzunehmen, bzw. diesen Augenblick aus ihrer aktuellen Position zu registrieren (sprich: zu messen), denn egal wo und wann ihre Gleichzeitigkeit stattfindet, findet sie innerhalb einer und derselben Gegenwart statt.

Unabhängig davon, ob gleichzeitig erfolgende Ereignisse in verschiedenen Galaxien stattfinden oder in unmittelbarer Nähe zueinander, sie finden innerhalb einer einzigen Gegenwart statt. Allein dies ist entscheidend dafür, dass die Feststellung ihrer Gleichzeitigkeit prinzipiell unmöglich ist, nicht etwa die relative Entfernung der Ereignisse voneinander oder die Tatsache, ob sie sich geradlinig und gleichförmig bewegen oder nicht.

Die Unmöglichkeit der Feststellung der Gleichzeitigkeit bei weit voneinander entfernten Ereignissen leuchtet jedem ein. Es erreichen uns keine Signale von der Andromeda-Galaxie, welche dortige Gegenwart für uns beobachtbar, messbar und vergleichbar mit der Gegenwart irdischer Ereignisse machen würden. Man bemüht sich aber die Gleichzeitigkeit der Ereignisse zu bestimmen, welche in einer überschaubaren Entfernung zueinander stattfinden. Ich behaupte, dass generell keine Gleichzeitigkeitsmessung gelingen kann, denn „Gleichzeitigkeit“ schlicht „in der gemeinsamen Gegenwart erfolgend“ bedeutet.

Definition der Gleichzeitigkeit 2:Ereignisse geschehen gleichzeitig, wenn kein kausaler Zusammenhang zwischen Ihnen besteht, denn egal wo und wann ihre Gleichzeitigkeit stattfindet, findet sie innerhalb einer und derselben Gegenwart statt.

Wenn Ereignisse gleichzeitig geschehen, dann geschehen sie innerhalb einer und derselben Gegenwart. Dies bedeutet, dass die kausale Verbindung zwischen ihnen aus Prinzip ausgeschlossen ist, denn die Existenz einer kausalen Verbindung die Existenz einer zeitlichen Dauer voraussetzte, innerhalb derer, die Kausalität dieser Verbindung sich entfalten könnte, was im Fall der Gegenwart aus Prinzip unmöglich ist.

Definition der Gleichzeitigkeit 3: Ereignisse geschehen gleichzeitig, wenn kein zeitlicher Zusammenhang zwischen ihnen besteht, denn egal wo und wann ihre Gleichzeitigkeit stattfindet, findet sie innerhalb einer und derselben Gegenwart statt.

Dass eine Gleichzeitigkeit innerhalb der Gegenwart stattfindet, bedeutet, dass sie keine messbare Zeitlichkeit auszeichnet. Wäre es der Fall sein, müsste die Gegenwart einen messbaren zeitlichen Wert besitzen, also keine Gegenwart mehr sein.

Fazit zur Definition 3: Jede Diskussion über den jeweiligen Stand der Anzeige in den synchron laufenden, ruhenden oder bewegten Uhren ist, bezogen auf die Gleichzeitigkeit der Ereignisse, sowie auf ihre Gegenwart sinnlos, denn sowohl die Gleichzeitigkeit, als auch die Gegenwart mit der Zeit im Sinne einer messbaren Größe nichts zu tun haben.(

Fazit zu These z: Wenn zwei Ereignisse exakt dieselben Koordinaten haben, dann muss es sich bei ihnen um ein Ereignis handeln, nicht um mehrere.

Beweis 2: Postulat der Identität der Sache mit sich selbst: Ein Ereignis ist dann und nur dann mit sich selbst identisch (wesensgleich), wenn es (innerhalb seines Koordinatensystems x,y,z,t) nur aus sich selbst besteht.

Besteht ein Ereignis A aus mehreren Erscheinungen p,q,r, welche gleichzeitig mit ihm an einem und demselben Ort stattfinden (dies müsste der Fall sein, wenn A und p,q,r dieselben Koordinaten x,y,z,t besitzen), so ist A identisch mit p,q,r. Von einem selbstidentischen Ereignis A oder einer Koinzidenz des A mit p,q,r, kann dann keine Rede mehr sein: A und p,q,r sind dann identisch.

Aussage 2:A. Einstein

„Es zeigte sich, dass die Aussage der Gleichzeitigkeit zweier Ereignisse nur in bezug auf ein Koordinatensystem (und nicht in bezug auf einen materiellen Bezugskörper! Anmerkung: mz) Sinn habe, dass die Gestalt von Messkörpern und die Ganggeschwindigkeit der Uhren, von deren Bewegungszustand (in bezug) zum Koordinatensystem (und nicht in bezug zum materiellen Bezugskörper: mz) abhängen müsse.“

Diese Aussage stellt unsere „Kritik“ in rechtem Licht.
Es zeigt sich, dass A. Einstein genauso dachte wie wir…
Es wurde bloß vergessen, und/oder von ihm selbst geschickt „verschleiert“. Die Bezugskörper (Bahn, Bahndamm, Mann, Kasten) verlieren ihren Sinn, wenn man mit gaußschen Koordinatensystemen arbeitet. Diese sind dann allgemeingültige Bezugssysteme…
Versteht das jemand da draußen?

Das eine ist die Koinzidenz oder die Gleichzeitigkeit zweier Ereignisse A und B, das andere ist die Übereinstimmung beider Ereignisse in bezug auf ihre Koordinaten. Es ist durchaus möglich, dass Ereignisse in bezug auf die Koordinatenzeit gleichzeitig erfolgen, aber sie erfolgen dann an zwei verschiedenen (beliebigen) Orten des Koordinatennetzes. Wenn Koordinatennetz ein Bezugssystem der Koinzidenz ist, und nicht die Bezugskörper füreinander, dann ist die zeitliche Koinzidenz zweier Eregnisse selbstverständlich denkbar, allerdings für Ereignisse, welche räumlich voneinander entfernt sind (dass A und B gleichzeitig und an einem Ort stattfinden ist wg. Beweis 1 und 2 ausgeschlossen).

Verwandt: Prinzip der Gleichzeitigkeit


Hinweis: Erstveröffentlichung 27.11.2017 / ©Maciej Zasada
Nachdruck, Verwertung und / oder Verbreitung nur mit schriftlicher Genehmigung. Der Artikel und der Inhalt unterliegt dem deutschen Urheberrecht.

iLogik. Theorie der Zeit XXXIII: Der Dualismus des Denkens und des Seins.

135.) These: Eine Aussage ist materielle Form eines immateriellen Gedankens (in der Aussage materialisiert sich der Gedanke).

Die Funktion einer Aussage ist es, einen immateriellen, rein subjektiv vorhandenen Gedanken, innerhalb der materiellen Wirklichkeit verfügbar zu machen (einen Gedanken mehr oder minder exakt, in eine mehr oder minder allgemein verständliche Sprache zu übersetzen).

Durch Aussagen werden immaterielle Gedanken als Objekte der materiellen Wirklichkeit allgemein zugänglich.

135.1) Eine Aussage ist eine materiell verfügbare Information.

Materiell verfügbar ist diejenige Information, welche innerhalb der materiellen Wirklichkeit zugänglich ist (welche, als Objekt der materiellen Wirklichkeit, jedem Beobachter zur Verfügung steht).

135.2) Eine Information, welche nicht materiell verfügbar ist, ist ein Gedanke.

Ein Gedanke an sich steht lediglich einem Subjekt (einem bewussten Beobachter als einer Instanz der Gegenwart) zur Verfügung.

Einen Gedanken zu äußern, heißt eine Aussage zu machen.

135.2.1) Der Unterschied zwischen einem Subjekt innerhalb der Gegenwart („Ich“) und einem Subjekt innerhalb der materiellen Wirklichkeit („Du“, „Ihr“, „Sie“) ist der Unterschied zwischen demjenigen Subjekt, der Gedanken produziert und demjenigen, der Aussagen tätigt.

Es besteht ein evidenter Unterschied zwischen der immateriellen Gegenwart, in welcher gedacht wird, und der materiellen Raumzeit (zeitlicher Kontext: die Vergangenheit), in welcher Aussagen ausgetauscht werden.

Alles, was einen Beobachter erreicht, sowie alles, was durch einen Beobachter versendet wird, ist materiell verfügbare Information, denn alles, was irgendwie zugänglich ist, ist eine Information, die in materieller Form vorliegt (wäre sie nicht materiell verfügbar, wäre sie ein immaterieller Gedanke s. [135.2]). Dadurch, dass die Wirklichkeit der Objekte ausschliesslich universell abrufbare Information beinhaltet, beinhaltet sie feste Materie.

Jede materiell zugängliche Information kommt in Form einer Aussage, jede immateriell zugängliche Information kommt in Form eines Gedankens daher (innerhalb der materiellen Welt wird daher stets mittels Aussagen kommuniziert).

Jeder Gedanke (auch der zutiefst pragmatische) ist deshalb esoterisch, jede Aussage (auch diejenige, welche abenteuerlichste, bzw. radikalste Esoterik ausdrückt) exoterisch.

135.3) Das charakterisierende Merkmal einer Aussage, welches sie von einem Gedanken unterscheidet, ist ihre materielle Verfügbarkeit.

Der Unterschied zwischen den Begriffen „Information“ und „Aussage“ besteht darin, dass Information auch dann vorliegt, wenn sie nicht universell abrufbar ist (als ein immaterieller Gedanke etwa), während eine Aussage als eine Informationsform stets in materieller Gestalt vorliegt (eine Aussage steht universell zum Abruf bereit).

135.4) Die Begriffe „Gedanke“ und „Aussage“ bezeichnen synonym, unterscheiden sich jedoch in der Ebene der Verfügbarkeit der jeweilig transportierten Information und in ihrer raumzeitlichen Verortung.

Ich definiere:

135.4.1) Ein Gedanke ist eine subjektiv verfügbare, innerhalb der Gegenwart entstehende / bestehende (immateriell gespeicherte) Informationsform.

135.4.2) Eine Aussage ist eine objektiv verfügbare, innerhalb der materiellen Raumzeit entstehende / bestehende (materiell gespeicherte) Informationsform.

Alles, was hier geschrieben steht, sind Aussagen. Diese haben insofern mit den Gedanken zu tun, die ich ausdrücken will, als ich dies zulasse oder als ich dies imstande bin, auszudrücken.

Es ist fast unmöglich, sich die materiell existierende Dinge genau vorzustellen, wie es umgekehrt unmöglich ist, anhand der empfangenen Aussage (wie etwa eines schönen Musikstücks) zu rekonstruieren, was genau der ursprüngliche Gedanke (oder die ursprüngliche musikalische Schönheit) im Kopf des Verfassers gewesen sein mochte.

Die Gedanken und die Aussagen gehören nicht derselben Kategorie an. Sie existieren als Informationsformen getrennt in verschiedenen zeitlichen Kontexten.

Innerhalb der Raumzeit unterscheiden wir drei getrennt bestehende Kontexte der Zeit:

1. Gegenwart: unmittelbare, punktbezogene Präsenz.
2. Vergangenheit: materielle, raumbezogene Existenz.
3. Zukunft: Wahrscheinlichkeit (oder „position extraordinaire“).

135.5) Das Gehirn kreiert, empfängt und verwaltet Aussagen innerhalb des „Raumes der Vergangenheit“.

Das Gehirn ist materiell.

Wenn [135.4.2] stimmt, dann ist jede Verfügbare Information innerhalb der Raumzeit eine Aussage. Eine Aussage ist (dann) auch jedes Ergebnis einer beliebigen Messung (auch einer Kernspin-Messung, welche das Gehirn selbst betrifft).

Alles, jede Information, welche innerhalb der Raumzeit verfügbar ist, jede Information (Signal), welche das Gehirn (oder Messapparatur) erreicht und welche durch das Gehirn (oder Messapparatur) verarbeitet wird, ist im Sinne [135.4.2.] eine Aussage.

Es ist uns gar nicht klar, dass ein Unterschied zwischen den gedachten und den materiell bestehenden, oder durch den Beobachter empfangenen Tatsachen faktisch existiert.

Die klassische, platonisch-aristotelische These von der Identität des Denkens und des Seins ist problematisch.

Solange wir beispielsweise mit offenen Augen durch die Gegend laufen, merken wir gar nicht, dass und wie sich die Welt in unseren Gedanken von der reell (materiell) existierenden unterscheidet.

Sich innerhalb einer wohl bekannten Umgebung zurechtzufinden bereitet uns solange keine Schwierigkeit, solange diese sichtbar ist – sobald wir aber die Augen schliessen und „blind“ sind, merken wir den Unterschied zwischen einer materiellen Sinneserfahrung des Raumes und einer (räumlichen) Sinnesvorstellung – die eigene Wohnung steckt auf einmal voller Stolperfallen…

Dasselbe betrifft jede materiebezogene Sinneserfahrung, die unterbrochen wird, und ihre (gedankliche) Vorstellung.

Unsere Sinne sagen aus über die Welt (und betrügen uns nicht selten darin). Ob das Sein an sich mit dem Denken identisch sei, vermag ich nicht zu entscheiden. Dass aber das materielle Sein mit dem Denken nicht identisch ist, ist für mich evident (Verbindung mit Thesen Christian Hoppes: die These, dass sich das Denken auf der materiellen Ebene erklären lässt, ist problematisch, weil sie die Identität der Welt auf der Ebene von materiellem und immateriellem Sein einerseits und Raumzeit und Gegenwart andererseits fordert. Wir zeigen aber, dass sich gerade die materielle und immaterielle Bestandteile des Universums (das Sein und das Denken) sowohl auf der Ebene der Verfügbarkeit ihrer jeweiligen Information, als auch durch ihre zeitlichen Kontexte voneinander wesentlich unterscheiden).

Klar ausgedrückt: der unüberwindbare Unterschied zwischen materiellem, raumbezogenem Sein und immateriellem, gegenwartsbezogenem Denken schliesst ihre Identität aus, womit u.A. ausgeschlossen wird, dass das materielle Sein [wie das Sein eines auf der materiellen Ebene funktionierenden Hirns] und das immaterielle Denken [eines auf der immateriellen Ebene funktionierenden Geistes] eines identischen (materiellen) Ursprungs sind.

iLogik. Theorie der Zeit XXXII: Die Formen der Raumzeit. Die formale Widerlegung des Exklusivanspruches der relativistischen Zeitvorstellung.

Wikipedia:

„Der Newtonsche Zeitbegriff liegt auch heute noch dem Alltagsverständnis des Phänomens zugrunde, obwohl sich durch viele Präzisionsmessungen (in Verbindung mit scharfen logischen Schlüssen) erwiesen hat, dass nicht Newton, sondern Einstein „Recht hatte“[…]“Durch die Entdeckungen im Zusammenhang mit der Relativitätstheorie musste der newtonsche Begriff der absoluten Zeit aufgegeben werden.“

„…der Begriff der absoluten Zeit musste aufgegeben werden…“

Soweit Wikipedia…

134.) These: Im logischen Raum der vorstellbaren Tatsachen existieren nebeneinander zwei unabhängige Maßstäbe der Zeit: ein absoluter und ein relativistischer. 

Beide Maßstäbe haben ihren eigenen Gültigkeitsbereich. Die Gültigkeit des relativistischen Zeitmaßstabs schließt jedoch die Gültigkeit des absoluten Zeitmaßstabs nicht aus. Beide Vorstellungen stehen nämlich in keinem ausschliessendem „Entweder-Oder“-Verhältnis – sie bestehen vielmehr unabhängig voneinander, bedingen sich aber gegenseitig und bedingen dadurch die Existenz des räumlich und zeitlich divergierten Universums, d.h. eines Universums, zu dessen Eigenschaften mindestens eine räumliche und eine zeitliche Diversität gehört.

134.01.) Zwei Formen der Raumzeit: Wir unterscheiden zwischen [1] der Raumzeit als einem starren (nichtdynamischen) geometrischen Platzhalter, der das materielle Universum, aber auch das, was sich eventuell außerhalb des Universums befindet, enthält (der Zeitmaßstab dieser Raumzeit ist universalgültig und absolut), und [2] der eigentlichen Raumzeit des materiellen Universums im Sinne Einsteins, innerhalb deren die Materie und sämtliche Bestandteile des Universums enthalten sind (diese dynamische Raumzeit ist ein anderer Begriff für ein materielles Universum als solches). Der Zeitmaßstab dieser Raumzeit ist punktbezogen und relativistisch.

134.01.1.) Der Grund der Existenz zweierlei Formen der Raumzeit: Die Notwendigkeit der Existenz beider Formen der Raumzeit ergibt sich in unserem Modell unmittelbar daraus, dass wir außerhalb des Universum sowohl Raum als auch Zeit…aber keine Bezugspunkte vermuten, welche zueinander in Relation stünden.

Die Tatsache, dass wir die Raumzeit außerhalb des Universums für einen starren und einen absolut leeren „Platzhalter“, oder anders ausgedrückt, für eine geometrische Voraussetzung eines sich räumlich und zeitlich ausbreitenden (dynamischen) Universums halten (unabhängig davon, welches Modell des dynamischen Universums wir bevorzugen: dieses breitet sich dimensional aus), determiniert die Form dieser Raumzeit als eines nichtdynamischen (starren) und an sich absoluten Koordinatensystems.

Die Tatsache, dass wir ferner das Universum als effektiv dimensionslos (in sich hinein kollabierend) betrachten (siehe hier), bestimmt, dass das Platzhalter-Modell der Raumzeit [1] tatsächlich aufrechterhalten werden kann, da diese Raumzeit keine Bezugspunkte enthalten muss, auch dann nicht, wenn unser Universum nicht als das einzige innerhalb dieser Raumzeit existierte…

Unser Modell erlaubt die Annahme eines Universums innerhalb der Platzhalter-Raumzeit (welche selbst ein rein geometrisches Gebilde ist, und als solches eine Struktur besitzt, die ohne die Eigenschaft eines materiell Seienden auskommt, daher sehr gut mit dem Begriff „Nichts“ identifizierbar ist), welches effektiv dimensionslos, d.h. räumlich nicht vorhanden wäre. Ein in sich hinein kollabierendes Universum (oder Universen), welches bloß einen gemeinsamen geometrischen Punkt mit der Platzhalter-Raumzeit (mit dem Nichts) besäße, existierte zwar für sich intern, wäre aber innerhalb der Platzhalter-Raumzeit trotzdem nicht seiend (ein solches Universum könnte innerhalb des Nichts existieren und die absolute Leerheit des Nichts nicht einmal stören)…

134.01.2) Das Problem der logischen Wahrheit der Theorie: Anhand der oben gestellten These, lassen sich die grundlegenden Aussagen der Relativitätstheorie infrage stellen. Dies verwundert nicht – diese Aussagen müssen sich, wie alle anderen Aussagen, notwendig infrage stellen lassen, denn logisch unterliegen auch sie dem Mechanismus der Aussagenlogik. Diese ist aber ein System der Falschaussagenverwaltung, dessen Funktion es ist, einerseits die Wahrheit als einen essenziellen logischen Wert zu etablieren, andererseits die Wahrheit der Falschaussagen zu konstruieren (durchzusetzen) und diese, durch Argumente verfestigten Falschaussagen, als vollwertige und vollständige Wahrheiten (z.B. wissenschaftliche Theorien) eine Zeitlang zu erhalten.

134.1) Behauptung: Im Absoluten sind sämtliche Aussagen der Aussagenlogik, darunter auch die Grundaussagen beider Relativitätstheorien, darunter auch die Interpretationen der quantenmechanischen Effekte, falsch.

Das, was in der Welt wahr ist, sind die Existenzen, korrekt aufgestellte Gleichungen, Maschinen, Konstrukte und endgültige Erkenntnisse der Falschheit, sonst gar nichts: keine Bezeichnungen, keine Interpretationen und keine Aussagen.

134.1.1) Beweis: Die Relativität der Raumzeit innerhalb eines dynamischen Universums [2], ergibt sich aus der starren Universalität der Zeit und des Raumes innerhalb der starren und absolut leeren Platzhalter-Raumzeit [1].

Nur anhand der universellen Zeitrechnung, können die relativen Zeit- und Raumunterschiede angenommen, gemessen und/oder berechnet werden. Bei der Messung einer beliebigen Entfernung zwischen zwei Punkten A und B spielt nämlich der Maßstab, mit dessen Hilfe diese Entfernung gemessen wird; die Perspektive des Punktes, an dem der Maßstab angelegt (beispielsweise A); und der Punkt, dessen Entfernung für die punktuelle Perspektive A ermittelt wird (B), eine Rolle.

Wäre die absolute Zeitrechnung nicht vorhanden, wäre ausschließlich eine punktuelle Relativität von bewegtem A bezogen auf B (bewegt oder nicht) und umgekehrt möglich, keine universelle Relativität, welche erlaubt, eine Relativität von A und B bezogen sowohl aufeinander, als auch auf ein externes (starres) Koordinatensystem anzunehmen (Beispiel GPS- oder  ein beliebiges zukünftiges Positionierungssystem, bei dem, neben den relativistischen Abweichungen von der Normzeit, gerade die absolute, d.h. innerhalb der Messung universalgültige Zeit gültig wird).

134.1.1.1) Anmerkung zu GPS: Es wird zwar behauptet, dass die Gültigkeit der Speziellen Relativitätstheorie anhand der Funktionsweise des GPS-Systems bewiesen wird, doch dies ist nur zur Hälfte wahr. Das GPS-System funktioniert nämlich vor Allem deshalb, weil die Zeitgrundlage der Positionsberechnung darin absolut ist (der systeminterne Zeitimpuls des GPS-Systems, also seine systeminterne „Gegenwart“, gilt universell für alle teilnehmenden Satelliten und Instanzen: das GPS-System operiert mit einer absoluten Zeitlichkeit). Die Positionsbestimmung mittels GPS erfordert also einer universell synchronisierten (absoluten) Zeit. Die Zeit zu „synchronisieren“ bedeutet aber nichts anderes als ihr eine absolute und universalgültige Gegenwart zugrunde zu legen. Wenn die Errichtung eines Systems der räumlichen (interstelaren) Positionsbestimmung irgendwann notwendig sein wird (und zwar dann, wenn Reisen im All alltäglich werden, wie das heutige Autofahren etwa), dann wird sich die Notwendigkeit der Unifikation des Zeitimpulses im gesamten Raum des Universums von alleine ergeben; dann wird sich die Position im Raum anhand des relativen, ortsabhängigen Zeitunterschiedes, bezogen auf das absolute Impuls der Zeit, berechnen lassen; dann wird die Existenz der absoluten Zeit und der universalgültigen Gegenwart im Raum des Universums selbstverständlich sein. Warum nicht jetzt?

134.2) Postulat: Wir postulieren die Existenz einer universell gültigen, absoluten Zeit als einer logisch anzunehmender Notwendigkeit, einerseits um die Gültigkeit des Modells der relativen Zeit, andererseits um die Existenz des räumlich und zeitlich divergierten Universums zu erklären (genau hier werden wir mit Identität des Denkens und des Seins par excellence konfrontiert).

134.2.1) Anmerkung zur Gültigkeit der relativen Zeit im Hinblick auf die Gültigkeit der normativen Absolutheit: Wenn wir etwa von Gravitation als einer Krümmung der Raumzeit sprechen, dann operieren wir bereits mit einem Modell der Abweichung von der universalgültigen Norm (wir können uns die gekrümmte Raumzeit nur dann singulär vorstellen, wenn wir uns die Raumzeit ansonsten als eben (oder flach), d.h. nicht gekrümmt, vorstellen, bzw. wir sind in der Lage eine Krümmung nur innerhalb einer nichtgekrümmten Umgebung erkennen – die Ebenheit der Raumzeit ist die Norm oder der modellhafte Standardzustand, in dem sich die Raumzeit im „ausbalancierten“ „Normalzustand“ befindet. Dieser Standardzustand gilt als ein Richtwert, an dem wir uns sowohl beim Definieren (ART), als auch beim vergleichenden Erkennen der Gravitation (Gravitationswelle) halten, und an dem wir uns auch dann halten, wenn wir das auszudrücken versuchen, was wir mit bloßem Begriff „Gravitation“ bezeichnen möchten.

Dasselbe gilt für den Begriff der „Relativität“: wenn wir diesen Begriff in ein Zeitmodell einführen, dann nehmen wir stets absolute Werte als einen Maßstab der Relativität der Zeit. Wir können nur mittels der absoluten Zeitwerte den Maß an Zeitrelativität ermitteln.

Wie wollen wir denn, unter diesen Umständen, den Begriff der absoluten Zeit aufgeben?

134.3) Anmerkungen zum Wesen der Gegenwart:

134.3.1) Behauptung: Die Existenz der absoluten Zeit ist nicht nur innerhalb eines Modells wesentlich, sondern notwendig für die materielle Existenz eines Universums wie dieses.

134.3.1.1) Beweis: Die Existenz der absoluten Zeit ist logisch durch die Existenz der allgemein gültigen Gegenwart bedingt.

Wenn wir uns das Universum als einen Organismus, als ein thermodynamisch abgeschlossenes System vorstellen und wenn wir uns vorstellen, dass dieser Organismus einen konkret in der Zeit ermittelbaren Anfang hatte, dann müssen wir von einer universalgültigen Gegenwart einerseits, andererseits von einer konkreten Dauer dieses Organismus seit seinem Anfang sprechen.

Die Vorstellung einer allgemein gültigen Gegenwart ist die Konsequenz der Urknall-Hypothese. Wenn sich der Urknall, in welcher Form auch immer, tatsächlich ereignete, dann galt dieser als die erste gemeinsame Gegenwart für sämtliche Elemente des neuentstandenen Universums. Dieser Augenblick ist bis heute ein gemeinsamer zeitlicher Bezugspunkt für sämtliche Instanzen der Gegenwart des Universums.

Die bloße Existenz der Instanzen der Gegenwart, determiniert die Existenz des Raumes, denn die Elemente des Universums, welche sich zeitlich und geometrisch (als Bestandteile der „geometrischen Konstellation sämtlicher Objekte, Ereignisse und Zustände„) auf diese Instanzen beziehen, räumlich von ihnen getrennt sein müssen, denn sonst bestünde zwischen ihnen gar kein Unterschied.

134.3.1.2) Konsequenz: Die Existenz des Raumes ist einerseits die logische Voraussetzung der Existenz der voneinander getrennten Gegenwartsinstanzen, andererseits ist sie (die Existenz des Raumes) die logische Konsequenz der Gegenwart.

Existieren Instanzen derselben Gegenwart getrennt im Raum, dann ist davon auszugehen, dass eine universelle (absolute) Gegenwart, welche gemeinsam für diese Instanzen ist, im Raum existiert.

Existiert aber eine universell gültige Gegenwart, dann ist davon auszugehen, dass eine absolute Zeit eine existierende Tatsache ist.

Wären die Instanzen der Gegenwart nicht voneinander (räumlich) getrennt, so wären sie nicht voneinander verschieden. Sobald nämlich mehr als ein Element (z.B. zwei Punkte) im Raum existieren, ist die Existenz des Raumes, der sie trennt und in dem ihre jeweiligen gegenwartsbezogenen Konstellationen stattfinden, als ihre Existenzvoraussetzung, notwendig.

Die Konstellation der Gegenwartsinstanzen ist wie die Konstellation der Sterne: jede Gegenwartsinstanz ist von Vergangenheit umgeben, wie der Stern vom Raum umgeben ist. Dieser Vergleich ist sehr wohl wörtlich zu nehmen, wir wissen nämlich bereits, dass die Begriffe „Vergangenheit“ und „Raum“ dasselbe bedeuten.

Der Ausschluss des Begriffes der absoluten Zeit war etwas voreilig gewesen, finden Sie nicht auch?

Der klasisch-logische Ausschlussgedanke existiert offenbar auch dort, wo man ihn gar nicht vermutet. Es ist gut, sich dessen bewusst zu sein und begrifflich opponieren.

Wer in der Lage dazu ist.

Der empirische Beweis für die Existenz der Seele.

These: Die Gegenwart besitzt keinen räumlichen und keinen zeitlichen Ort im Universum. Sie bezieht sich stets auf einen gegebenen geometrischen, immateriellen Punkt.

Dass die Gegenwart punktbezogen ist, bedeutet, dass eine konkrete Gegenwart ausschließlich an einem konkreten geometrischen Punkt gelten kann (ein geometrischer Punkt im Euklids Sinne besitzt keine räumliche Ausdehnung – er ist vollkommen immateriell – besitzt also keinen Ort – er ist daher ideal als ein „Ort“ der Gegenwart).

These: Jede Information innerhalb der Wirklichkeit (auch die Wirklichkeit selbst) wird in der Zeit und mit einer finiten Geschwindigkeit übermittelt. 

Dies nachzuvollziehen bereitet solange keine Schwierigkeit, solange es sich beispielsweise um die Gegenwart der Erde und der Sonne handelt: wir bestimmen die Entfernung zwischen Erde und Sonne und, da wir den Wert der Lichtgeschwindigkeit kennen, behaupten, dass die Photonen des Sonnenlichts etwa 8 Minuten dazu brauchen, um die Strecke zwischen Sonne und Erde zu bewältigen. Wir sagen damit, dass die Information über den „aktuellen“ Zustand der Sonne acht Minuten lang übermittelt wird, bevor seine „Gegenwärtigkeit“ auf Erden registriert werden kann – d.h. der hypothetische Augenblick, an dem die Sonne erlischt, erst ca. 8 Minuten später auf der Erde als die Gegenwart des Sonnen-Blackouts registriert sein würde.

Wir konstruieren damit eine Relation zwischen der Entfernung (Raum) und der Gegenwart (Zeit). Dieselbe Relation bestimmt die lokale Gegenwartswerte zwischen Mond und Erde – wir bestimmen die Entfernung zwischen Erde und Mond und sagen voraus, dass die Latenz der Funksignale, welche dazu benötigt werden, etwaige Geräte auf der Mondoberfläche anzusteuern, ca. 1 Sekunde betragen wird. Damit sagen wir nichts anderes, als dass die irdische Gegenwart auf dem Mond und die Gegenwart des Mondes auf der Erde jeweils um ca. 1 Sekunde gegeneinander verschoben sind (um dieselbe Metapher zu benutzen: verschwände der Mond im Augenblick t, würde sich dieser Augenblick (die Gegenwart des Verschwindens des Mondes) auf Erden erst nach 1 Sekunde zutragen (t+1s). Soweit, so gut.

Für die Gegenwart auf Erden allgemein und für die Gegenwart zwischen zwei sich gegenüber stehenden Gesprächspartnern speziell, soll aber ein einziger Wert gelten (Entfernung = 0; t = t)…

Dies kann aber nicht sein – der Momentunterschied der Gegenwart gilt allgemein und betrifft den gesamten Weltraum – vom Raum der kosmischen Entfernungen, die in Parsec gemessen werden und selbstverständlich sind, bis hin zum subatomaren Raum des quantenmechanischen Mikrokosmos…ohne Unterschied.

Die Relativität der Gegenwart betrifft den gesamten Raum mitsamt all seinen großen und kleinen materiellen Bestandteilen (es kann hier keine Trivialitätsgrenze gezogen werden, weil dadurch, dass es uns hier um das Modell der Gegenwart geht, geht es hier zugleich um das Modell der scharfumrissenen Realität an sich).

Punkt א: Von einer selbstidentischen Gegenwart können wir daher lediglich an einem nichträumlichen (geometrischen) Punkt sprechen, denn jede, selbst die kleinste räumliche Entfernung, innerhalb deren dieselbe Gegenwart gelten sollte, zur Verzögerung des Gegenwartsmoments und zum Verwaschen des gesamten Zeitbezuges der Realität führen würde.

Punkt ק: Die Instanz, für welche die Gegenwart dediziert stattfindet, darf durchaus ihre eigene Instanz im Raum besitzen (wie etwa das menschliche Gehirn), nichtsdestotrotz besitzt sie aber keine räumliche Eigenschaften (wie Ausdehnung oder Dimension). Sie ist damit der Software eines Programms ähnlich, welche auf dem USB-Stick gespeichert, zwar innerhalb des Raumes lokalisiert werden kann (eine räumliche Instanz besitzt), an sich aber über keine räumliche Eigenschaft (wie Masse oder Ausdehnung) verfügt, und kein Bestandteil des Raumes ist (wie es etwa die Materie ist).

Unter der Voraussetzung א,ק gilt: Eine Instanz, für welche und innerhalb welcher die Gegenwart dediziert stattfindet, muss immateriell und nichträumlich sein, qed.

Diese Instanz nenne ich Seele.
Und so beschrieb sie Descartes; lesen Sie das mit dem, was Sie nun wissen im Sinn.

——-

„Dann prüfte ich aufmerksam, was ich wäre, und sah

daß ich mir vorstellen könnte, ich hätte keinen Körper,

es gäbe keine Welt und keinen Ort, wo ich mich befände,

aber daß ich mir deshalb nicht vorstellen könnte,

daß ich nicht wäre.

Ich erkannte daraus, daß ich eine Substanz sei,

deren ganze Wesenheit oder Natur bloß im Denken bestehe

und die zu ihrem Dasein weder eines Ortes bedürfe

noch von einem materiellen Dinge abhänge,

so daß dieses Ich, das heißt die Seele, wodurch ich bin,

was ich bin, vom Körper völlig verschieden

und selbst leichter zu erkennen ist als dieser

und auch ohne Körper nicht aufhören werde,

alles zu sein, was ist…“

 

–Rene Descartes-

PURUSHA. Die Lehre von der Realität.

 

PURUSHA

 

Wir sind nicht imstande auf die Qualität unseres Denkens anders Einfluss zu nehmen (im Sinne: die Steigerung der logischen Rahmenbedingungen des Denkens herbeizuführen), als durch das Reflektieren auf das Denken selbst, als dadurch, dass wir die Grenzen des Vorstellbaren erweitern, indem wir das Denkbare über die Grenzen des Vorstellbaren hinaustragen, indem wir die Grenzen des Denkbaren erweitern.

Universell gilt: die logische Prinzipien des rationalen Denkens bleiben stets gleich, unabhängig von unserer Anstrengung und unabhängig von den logischen Rahmenbedingungen* des Denkens. Das, was den qualitativen Unterschied bei der Rationalität ausmacht, ist die uns zur Verfügung stehende Perspektive. Allein die Perspektive des denkenden Ichs ist mutabel.

Seitdem die klassische Logik formalisiert wurde (Frege: Begriffsschrift), ist auch klar, dass diese Logik selbstreflektiv operieren kann (indem sie formal operiert, operiert sie selbstreflexiv – das Thema dieser Logik ist durchaus sie selbst – man kann ihre Mechanismen und Wirkung mathematisch errechnen und sinnlich "erfahren"). Die Behauptung Hegels und Kants (welche später von Gotthard Günther aufgegriffen wurde), dass nämlich eine neue und "absolute" Logik auf der Metaebene "des Denkens über das Denken" sich entfalten würde, wird daher bereits auf der Ebene der klassischen Logik erreicht, womit die Erfüllung der Gültigkeitsprämisse der neuen Logik sich bereits im klassischen Kalkül zeigt und das ganze Konzept der "neuen Logik" so obsolet macht.

Wir werden hier die Pfeiler der Rationalität erreichen und sie sprengen. Dies wird eine diskrete Wirkung auf unser Denkvermögen haben, denn das, was denkbar ist, beeinflusst das Denken unmittelbar.

*) Auch die Tatsache, dass aktuell keine andere Denkstruktur als zweiwertige vorstellbar ist (denn jede ontologisch geprägte Logik des Seins zweiwertig strukturiert sein muss: A existiert, oder A existiert nicht; der Zustand der gleichzeitigen Existenz und Nichtexistenz von A bildet einen Widerspruch, ist daher ausgeschlossen), bedeutet nicht, dass es keine andere Denkstrukturen denkbar sind…Die Rahmenbedingungen des Denkens werden nicht durch die Strukturen des Denkens determiniert, sondern ausschliesslich dadurch, was denkbar ist (dies bedeutet, dass, wenn es gelingt, eine neue Denkperspektive zu errichten, welche beispielsweise das oszillierende Sein denkbar machen würde, neue logische Mechanismen entstehen, welche diese Rahmenbedingung berücksichtigen werden).
___________________________

 

0.) Die EINFÜHRUNG.

0.1) Definition des Raumes:
Der Raum ist die Gesamtheit der Ortskoordinaten der Vergangenheit.

0.1.1) Indem ich die Position eines jeden Beobachters in der Gegenwart verorte, entscheide ich gleichzeitig, dass der Raum, in dem sich die Wirklichkeit des Beobachters abspielt, bezogen auf diese Gegenwart, vollständig in der Vergangenheit liegt.

0.1.2) Beweis: Nichts kann gleichzeitig mit dem Augenblick der singulären Gegenwart eines Beobachters geschehen. Dazu müsste sich das Licht als der schnellste Träger der Information, mit unendlicher Geschwindigkeit ausbreiten und alle Prozesse der Signalverarbeitung (die dazu notwendig sind, um etwa Reize, welche die Sinne des Beobachters erreichen – wie etwa elektromagnetische Wellen – in elektrische Gehirnströme umzuwandeln) gleichzeitig mit dem Augenblick der Wahrnehmung stattfinden, was nicht möglich ist.
In Wirklichkeit entstehen sämtliche Eindrücke und Reize, die den Beobachter erreichen, in der Vergangenheit, und zwar, weil ihre Quellen, bezogen auf die Gegenwart der Beobachtung, in der Vergangenheit aussenden. Aus der Gegenwartsperspektive des Beobachters geschieht nämlich nichts, was ihn aus dem umgebenden Raum erreicht, gleichzeitig mit, oder nach dem Eintreten der Gegenwart der Wahrnehmung, denn jedes ankommende Signal, das einen Beobachter erreicht, ein Signal ist, das im Raum entstanden ist. Der Raum ist daher tatsächlich die Gesamtheit der Ortskoordinaten der Vergangenheit, was zu zeigen war.

0.1.3) Feststellung: Unabhängig von der jeweiligen Entfernung ihrer Quelle vom Beobachter, entstehen sämtliche Signale seiner Wirklichkeit, wie die materielle Wirklichkeit um ihn, in der Vergangenheit (des Beobachters).

Obwohl diese Feststellung bei den weit entfernten Objekten des Universums einleuchtend ist, so erscheint sie im mikrokosmischen Bereich des irdischen Alltags fragwürdig – sie muss jedoch notwendig auch im mikrokosmischen Bereich gelten, ja, sie muss sogar den eigenen materiellen Körper des Beobachters betreffen – sie betrifft ausnahmslos alle räumliche Objekte und Körper, denn jede Entfernung, auch die kleinste, vom Licht, als dem schnellsten Informationsträger, innerhalb einer bestimmten Zeitspanne bewältigt wird – wo zwischen zwei Ereignissen A und B  Zeit vergeht, dort entsteht die Vergangenheit A bezüglich B (die Gleichzeitigkeit von A und B aus ihrer jeweiligen Gegenwart heraus ist ausgeschlossen).

0.2) Definition der Vergangenheit:
Die Vergangenheit ist derjenige Bereich der Wirklichkeit, in dem die quantenmechanische Wahrscheinlichkeitsfunktion ψ nicht gilt.

0.2.1) Die Vergangenheit ist nicht nur der Bereich der Wirklichkeit, in dem das Vergangene stattfindet, es findet darin das bereits Entstandene (Entfaltete) statt – das Entstandene dauert in der Vergangenheit an und vergeht. Die Vergangenheit bildet einen Raum, in dem die materiellen Dinge der physikalischen Wirklichkeit (wie etwa menschliche Körper, Autos und Planeten) entstehen, dauern und vergehen.

0.2.2) Das, was materiell existiert, muss notwendig vergehen, weil Es einmal materiell entstanden, bereits ein Teil der Vergangenheit und des Prozesses des Zerfalls ist.

0.3) Das metaphysische Konzept der materiellen und immateriellen Existenz.

0.3.1) Dadurch, dass die Beobachterinstanz einerseits materiell ist (nämlich als ein materieller Körper im Raum existiert), andererseits ein Bestandteil der immateriellen Gegenwart ist (nämlich als die einzige Entität, welche an der Gegenwart teilnimmt), ist es uns möglich, das dualistische Konzept der Existenz empirisch zu begründen.

0.3.2) Wir postulieren die Existenz des Beobachters als einer ambivalenten Entität, welche sich einerseits aus dem vergänglichen, materiellen Körper, andererseits aus dem unvergänglichen, immateriellen Geist zusammensetzt. Dieses, sehr altes (indische Tradition) Postulat, enthält somit einen strengen empirischen Rahmen.

0.3.3) Die Existenz der unsterblichen Seele kann als eine plausible Theorie aufgefasst werden:

0.4) Die Existenz der Seele als ein empirisches Postulat.

0.4.1) Indem wir die Position der beobachtenden Instanz in der Gegenwart verankern und indem wir den Raum um sie, inklusive des Raumes, der durch ihre körperliche Hülle beansprucht wird, als die Gesamtheit der Ortskoordinaten der Vergangenheit definieren, bestimmen wir, dass jeder Beobachter aus zwei Instanzen besteht: aus dem vergänglichen, innerhalb des Raumes existierenden Körper und aus dem unsterblichen, innerhalb der Gegenwart existierenden Geist.

0.5) Definition der Gegenwart (vorläufig).
Die Gegenwart ist der Bereich der Realität, in dem die quantenmechanische ψ-Funktion kollabiert (quantenmechanische Zustandsreduktion). Die Gegenwart ist der raum- und zeitlose Ort, an dem der Vorgang der Beobachtung stattfindet.

0.5.1) Die Gegenwart ist der Bereich der Realität, an dem die Begriffe "Zeitdauer", "Zeitverlauf", "Vergangenheit und "Zukunft" insofern einen Sinn haben, inwiefern sie erinnert und / oder vorgestellt werden (Augustinus Auraelius). Als Begriffe, welche konkrete physikalische Zustände oder Größen betreffen sind sie innerhalb der Gegenwart sinnlos. Wenn daher, innerhalb der Gegenwart, eine Instanz existiert, dann findet ihre Existenz nicht innerhalb der Zeit und nicht innerhalb des Raumes statt.

0.5.2) Für sämtliche Instanzen, welche innerhalb der Gegenwart existieren gilt, dass sie die Begriffe "Zeitdauer", "Zeitverlauf", "Vergangenheit" und "Zukunft" nicht betreffen. Sie existieren außerhalb der Zeit – in der Gegenwart und nicht in der Vergangenheit, in der die Dinge entstehen, dauern und vergehen und nicht in der Zukunft, in der die Dinge noch nicht entstanden sind.

0.5.3) Was nicht entsteht, nicht dauert und nicht vergeht, und nicht entstehen wird…aber existiert, ist ewig und unsterblich.

0.6)
Die Zukunft ist der Bereich der Wirklichkeit, in dem die quantenmechanische Wahrscheinlichkeitsfunktion ψ uneingeschränkt gilt.

0.6.1) Der Eigenzustand der Systeme der Zukunft (und der Zukunft der Systeme) bezeichnen wir als "Superposition".

0.7) Definition der Selbstidentität
Wir sprechen von der Selbstidentität eines Systems A, wenn A eine unteilbare Instanz ist, die keine räumliche und keine zeitliche Ausdehnung besitzt und deshalb jede Wirkung (Veränderung) darin innerhalb einer und der selben Gegenwart stattfindet.

 

0.8) Definition der Synchronizität innerhalb der Raumzeit:
Die Synchronizität ist ein Zustand, der mindestens zwei Ereignisse der Raumzeit betrifft. Zwei Ereignissen finden synchron statt, wenn zwischen dem Eintreffen ihrer jeweiligen Signale und der Gegenwart der Anzeige ihres Eintreffens, keine Zeit vergeht.

0.8b) Definition der Synchronizität innerhalb der Gegenwart:

Die Synchronizität innerhalb der Gegenwart ist ein allgemeiner Zustand, der alle Gegenwartsinstanzen betrifft.

Innerhalb der Gegenwart findet eine allgemeine Synchrinizität der Ereignisse statt. Die Ereignisse der Gegenwart finden zeitlich synchron statt (sie finden innerhalb der Realität des raumlosen Ortes statt, an dem die Beobachterinstanz anwesend ist) tbc (unvollständig)

0.9) Definition eines Systems:
Unter "System" verstehe ich eine (selbst)organisierte oder konstruierte Daseins-Einheit.

0.9.1) Definition des Organisiertseins (Duden):"sich zur Durchsetzung bestimmter Interessen, Zielsetzungen […] zusammenschließen:"

0.9.2) Definition des Konstruiertseins (mz):künstlich zur Durchsetzung bestimmter Vorstellungen oder Modelle gebildet.

0.10) Definition der Anzeige (mz):
Unter "Anzeige" oder "Instanz der Wahrnehmung" verstehe ich 1. eine ereigniserkennende Instanz [hier: systemintern oder systemextern (referenzgebend)], 2. das Erkennen eines Ereignisses.

 

0.11) Definition des Ereignisses (mz):
Als ein "Ereignis" bezeichnen wir jede manifeste Zustandsveränderung.

Ein "Ereignis" lässt sich räumlich und zeitlich verorten, es sei denn es betrifft das Universum als Ganzes (das ganze Universum ist ein Ereignis, wenn es irgendwann entstanden ist), oder es betrifft eine selbstidentische Instanz (innerhalb eines Systems der Gegenwart).

0.12) Definition der Realität:
Die Realität beinhaltet alles, was innerhalb der Gegenwart der Fall ist.

0.13) Definition der Wirklichkeit:
Die Wirklichkeit beinhaltet alles, was innerhalb des Universums der Fall ist.

1.) Die AUFGABE.

1.1) These:Der Zweck der Evolution auf jedem bewohnten Planeten ist es, die Verbindung zwischen Geist und Materie zu trennen.

1.2) Erst nachdem es gelingt, diese natürliche Verbindung aufzulösen, ist die Evolutionsstufe erreicht, die es ermöglicht, die jeweilige Zivilisation auf die universelle Ebene zu heben.

Erst im Stadium der materiebefreiten Existenz sind einerseits Entwicklungen möglich, die dem materiebeschwerten Geist unmöglich sind und erst dann sind andererseits bestimmte Entwicklungen unmöglich, welche den materiebeschwerten Geist plagen.

1.3) Der Zweck dieser Schrift besteht darin, eine logische Grundlage für die Trennung (oder für die Sehnsucht danach) zu erschaffen.

 

2.) DIE REALITÄT. GEIST UND MATERIE.

Wir wollen unsere Thesen sinnvoll organisieren. Deshalb wollen wir ein neues kosmologisches Bild der Realität entwerfen. Wir wollen nämlich ein neues Denksystem errichten, um nicht völlig zwecklos definiert zu haben.

2.1) Das, was in der Welt ist, zerfällt in zwei Teile – in das, was real existiert und in das, was nicht real ist.

2.2) Das, was in der Welt real existiert, existiert in der jeweiligen Gegenwart des Universums (in seinem Mittelpunkt).

2.3) Allein das, was innerhalb der Gegenwart existiert ist auf jeder Existenzstufe mit sich selbst identisch und allein das, was mit sich selbst identisch ist, existiert real.

2.4) All das, was nicht ein Teil der Gegenwart ist, existiert entweder innerhalb der Raumzeit (und ist aus Elementen gebildet, bzw. oszilliert, wenn es nur aus sich selbst besteht), oder in der Zukunft (im Zustand der quantenmechanischen Superposition).

2.5) Das real Existierende, da in der Gegenwart seiend, ist exklusiv, singulär, immateriell, aus keinen Elementen, außer aus sich selbst bestehend, nichts hervorbringend, bewusst, erkennend, invariabel, ewiglich und unvergänglich.

2.6) Das, was dagegen nicht real ist, existiert in der Vergangenheit, kann von verschiedenen Beobachtern als Objekt der Wirklichkeit erkannt werden, ist daher allgemeingültig, materiell, miteinander verbunden, besteht aus Elementen, bringt hervor, entsteht, dauert und vergeht, ist unbewusst und vergänglich (als lebend sterblich und zerfallend, als unbelebt zerfallend).

2.6.1) Die Materie ist in ihrer zusammengesetzten Form vergänglich, jedoch auf ihrer elementaren Ebene unzerstörbar. Zerstörung bedeutet nämlich Reduktion auf die Ursache. Die Materie zersetzt sich, um Neues hervorzubringen, ohne die Ebene ihrer Ursache zu erreichen. Das Prinzip heißt "Entfaltung" und "Sich-Zurückziehen".

2.7) Wir wollen die beiden Teile, in welche die Welt zerfällt "Geist" (real existierend) und "Materie" (nicht real, aber wirklich seiend) nennen.

Es mag einerseits verwundern, dass wir die Materie als nichtreal klassifizieren, obwohl man sich von ihrer handfesten "Realität" jederzeit überzeugen kann, es mag andererseits verwundern, dass wir den Geist für real halten, obwohl dieser ein Synonym der "Nichtrealität" ist…
Nun, vieles ist offenbar nicht so, wie es scheint.

2.8) Die Materie erfüllt zwar den Raum, sie ist aber, wie das Universum, nicht selbstidentisch (denn sie besteht aus Teilen und unterliegt einer ständigen dynamischen Verwandlung, entfaltet sich und faltet sich zusammen, entsteht und vergeht), sie gehört daher nicht der Realität an.

Das Universum ist aus dem Grund nicht real, weil es als Ganzes (wie auch die Materie) in der Vergangenheit existiert. Keine Vergangenheit existiert real – eine Vergangenheit existiert höchstens als Erinnerung oder ist ein Bestandteil der sichtbaren Wirklichkeit (wie alles Sichtbare im Kosmos) und es gibt keinen Unterschied zwischen der Vergangenheit des 'Big Bangs', der Vergangenheit der Landung auf dem Mond und der Vergangenheit des gestrigen Abends. Alle drei Ereignisse gehören einer Wirklichkeit, deren Realität jeweils einer tieferen oder seichteren Vergangenheit angehört (die jeweiligen Vergangenheiten unterscheiden sich untereinander bezüglich ihrer Tiefe, nicht jedoch bezüglich der Verschiedenheit der "Realität" oder "Qualität" ihrer jeweiligen Geschichtlichkeit).

2.9) Der Mittelpunkt des Universum, die jeweilige Gegenwart, nimmt keinen Raum innerhalb des Raumes ein – die Gegenwart ist daher kein Bestandteil des Raumes.

2.10) Der Geist (oder drastischer: die Seele) füllt zwar keinen Raum und keine materielle Wirklichkeit, doch durch die absolute Selbstidentität, erfüllt nur dieser die Voraussetzung der realen Existenz.

2.11) Die Materie und den Geist unterscheiden nicht nur ihre Eigenschaften – die Materie und der Geist sind gegensätzlich – sie sind voneinander logisch entkoppelt. Trotzdem verbinden sie sich.

Der Grund für diese Verbindung ist, dass der Geist ohne die Materie nicht aktiv sein kann. Es ist die Aufgabe der Materie für den Zweck tätig zu sein, den Geist innerhalb des Universums zu befreien. Ob die Materie den Geist hervorgebracht hat, oder ob beide seit Ewigkeit nebeneinander existieren, ist eine gute Frage, die später zu klären sein wird.

 

3.) DIE SELBSTIDENTITÄT UND SYNCHRONIZITÄT ALS EIGENSCHAFTEN DES REAL EXISTIERENDEN.

3.1) Die Eigenschaft, welche ich der Selbstidentität als einer Eigenschaft des Realexistierenden zuschreibe, ist die absolute Synchronizität zwischen der Instanz des Seins und ihrer "Anzeige" – der Instanz der Wahrnehmung.

Wären die Instanz des Seins und die Instanz der Wahrnehmung asynchron, verginge zwischen dem Eintreffen eines Signals und der Anzeige seines Eintreffens Zeit, dann jedoch wäre die Selbstidentität des Geistes innerhalb der Gegenwart nicht gegeben, denn dann wäre dieser bereits in einen Empfänger und in eine Anzeige unterteilt..und die Anzeige wäre (konsequenterweise) ein Bestandteil der Raumzeit.

3.2) Wie bereits erwähnt, betrachte ich ausschließlich selbstidentische Instanzen für real existierend, und zwar aufgrund folgender universallogischer Grundlage:

————-

§1. Das universallogische Gesetz der Identität:

A = A

Erläuterung:
A existiert nur dann, wenn A.
Es kann nicht behauptet werden, dass A, wenn ¬A.

 

>In §1. fällt kein Wort über Wahrheit von A in Relation zu anderen Bezugspunkten B,C,D…

>Kein Wort über: "A ist wahr, wenn nicht B".

>Kein Wort über "entweder A oder B, auf keinen Fall C".

>Kein Wort über "tertium non datur". Kein Wort über Ausschluss von C,D,E,F…

>In §1. ist ausschliesslich die Rede davon, dass, wenn A, dann A, denn A = A.

Dieses Gesetz kann als Wahrheitsdefinition missinterpretiert werden (Tarski schuf daraus eine Wahrheitsdefinition, weil er eine Wahrheitsdefinition und kein Gesetz der Universallogik schaffen wollte…oder konnte). Dieses Gesetz ist keine Wahrheitsdefinition, denn wir behaupten nicht, wie Tarski:

 

(i) A = A nur dann, wenn A identisch mit A und nicht etwa B.

Es wird keine Instanz bemüht, um über Wirklichkeit von A zu entscheiden, keine Vernunft, keine Wahrheitsdefinition, aber auch nicht der Beobachter, auf dessen Ebene die "Adäquatio" der Sache und der Vorstellung festgestellt werden soll.

Universallogisch bedeutet "A = A", dass die Sache mit sich selbst identisch sein muss (A muss mit sich selbst auf allen Ebenen des Seins identisch sein), um zu existieren, sonst existiert sie nicht.

Das Problem der Wahrheit hört somit auf, logisch relevant zu sein, denn wenn wir annehmen, es gibt mehrere gültige Wahrheiten, welche sich gleichwertig gegenüberstehen, dann kann die Wahrheit als solche nicht mit sich selbst identisch sein (denn in dem Fall mehrere gleichermaßen adäquate, wie inadäquate Wahrheiten parallel existieren), und wenn wir das Gegenteil behaupten und annehmen, es gibt nur eine Wahrheit (die höchste / die göttliche), dann muss diese Wahrheit gezwungenermaßen universell sein und alle Teilwahrheiten in sich enthalten, womit sie das Kriterium der Selbstidentität nur auf der höchsten (göttlichen) Ebene erfüllt (womit gleichzeitig der Wahrheitsanspruch auf jeder nichtgöttlichen Ebene sinnlos wäre).

Mit anderen Worten: das Postulat der Identität der Sache mit sich selbst, macht die Wahrheit als universallogisches Maßstab und Referenzwert obsolet.

Im 1. Gesetz der Universallogik (§1.) findet die Entkopplung der Wahrheit von der Logik statt. Trivial ist es keinesfalls, wenn man bedenkt, in welcher Welt wir leben…und wie lange schon.

 

§2. Das universallogische Gesetz der Existenz:

 

(i) ∃A ⇒ (A = A)

 

(ii) (A ≠ A) ⇒ ¬(∃A)

Es gibt zwei Zustände, in denen sich eine Sache real befinden kann: der Zustand der Existenz(i) und der Zustand der Nichtexistenz(ii).

Eine Sache befindet sich real im Zustand der Existenz dann, wenn sie auf jeder Stufe des Seins, mit sich selbst identisch ist (s. Gesetz der Identität).

Eine Sache befindet sich real im Zustand der Nichtexistenz dann, wenn sie nicht mit sich selbst identisch ist.

Nichts, was nicht ist, kann sein. Das universallogische Gesetz der Identität ersetzt das logische Gesetz der Wahrheit. Das Wahre und das Falsche können nebeneinander existieren – erst das Mit-sich-selbst-identische existiert unabhängig von der Wahrheitswert-Zuweisung real (die Wahrheit wird dadurch automatisch impliziert, aber die selbstidentische Wahrheit ist die einzig denkbare, absolute, nicht hinterfragbare, nicht verfälschbare und höchste)

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3.3) Wir unterscheiden zwischen der "Instanz der Selbstidentität" (Instanz des Seins / Seele) und der "Anzeige" eines real existierenden Systems.

Die "Anzeige" positionieren wir auf der gleichen Realitätsstufe, wie die "Instanz des Seins".
Wie bereits erwähnt, betrachten wir die "Instanz der Selbstidentität" als eine "Instanz des Seins". Die "Anzeige" indessen, betrachten wir als eine "Instanz der Wahrnehmung" (als das Auge und das Ohr der Seele).

3.3.1) Die Verbindung der "Instanz des Seins" mit der "Instanz der Wahrnehmung" findet innerhalb der Gegenwart statt, womit die Voraussetzung der Selbstidentität dieses Instanzensystems erfüllt ist (womit die Realität dieses Instanzensystems gegeben ist).

3.3.2) Die Verbindung der "Instanz des Seins" mit der "Instanz der Wahrnehmung" bezeichnen wir als "Geist".

3.4) Das, was real existiert, muss selbstidentisch sein.

3.5) Das, was nicht selbstidentisch ist (alles, was sich aus Elementen zusammensetzt / was stets im Prozess der Entstehung oder des Verfalls begriffen ist) existiert nicht real.
Den Beweis für 3.5 finden Sie hier.

Man könnte uns vorwerfen, dass unser Instanzensystem (Geist) nicht die Grundvoraussetzung eines Systems der Gegenwart erfüllt (denn es aus zwei Teilen besteht). Dieser Vorwurf wäre unbegründet, denn es handelt sich bei unserem Instanzensystem nicht um ein materielles Arrangement – es handelt sich vielmehr um Information.

 

4.) ÜBER DEN MATERIELLEN BALAST DES GEISTES.

4.1) Wenn Materie wirklich ist, aber nicht real, dann existiert sie nicht.

Wenn Materie das Universum füllt, dann kann das Universum als eine Art Illusion betrachtet werden. Dann aber, können all die Naturgesetze, sowie Gesetze, welche sich aus den Naturgesetzen ergeben, nicht absolut gültig sein, denn neben der materiellen Wirklichkeit, eine Realität des Selbstidentischen existiert, in welcher besondere Gesetze gelten. Diese Gesetze gelten primär, denn sie betreffen die primäre Realität.

4.2) Wenn die Gesetze, welche Materie und Raum betreffen in Wirklichkeit ungültig sind, dann gelten nur die Gesetze der Realität.

Stellen wir uns vor, welche unumgängliche Schwierigkeiten würden einen Flug mit Lichtgeschwindigkeit unmöglich machen. Die Masse eines Raumschiff beispielsweise wäre beim Erreichen dieser Grenzgeschwindigkeit unendlich hoch, was zur Konsequenz hätte, dass der Energieaufwand, welcher notwendig wäre, um den Raumschiff auf die Lichtgeschwindigkeit zu beschleunigen, einen unendlich hohen Wert haben müsste.
Eine Reise mit Lichtgeschwindigkeit ist daher für einen materiellen Reisenden, wegen des Energiebedarf-Paradoxons, unmöglich.
Wenn jedoch das Instanzensystem des Geistes eine Information ist, dann würde die Abspaltung dieser Information von ihrer materiellen Verbindung ermöglichen, dass Reisen mit Lichtgeschwindigkeit, ohne Weiteres und mit geringsten Mitteln, durchgeführt werden könnten (wenn die Grenzgeschwindigkeit des Lichtes überhaupt innerhalb der Realität, und nicht ausschließlich innerhalb der Raumzeit gültig ist).

4.3) Wenn die Abspaltung des Geistes von seiner materiellen Hülle irgendwann gelingen soll, dann werden Effekte wie Teleportation alltäglich sein und Effekte, von deren Möglichkeit aus unserer Perspektive unmöglich ist zu denken, denkbar.

4.4) Wenn die Abspaltung des Geistes von seiner materiellen Hülle irgendwann gelingen soll, dann werden wir die Unsterblichkeit erreichen, und obwohl wir auch jetzt schon unsterblich sind, so sind wir gewiss nicht frei vom Leid des materiellen Seins und vom Stress des Verfalls und des Sterbens.
Es geht um die Freiheit.

4.5) Auch wenn unsere Thesen heute noch fantastisch erscheinen, so müssen sie bereits heute aufgestellt werden, um irgendwann als zu erwartende Entwicklungen begrüßt zu werden. Es kann nicht sein, dass uns irgendwann die Ideen fehlen.

Irgendwas muss sich auf diesem rauchenden Planeten ändern und ich denke, dass die wirkliche Veränderung nur durch eine fantastische, eine riesige Idee herbeigeführt werden kann (dies schreibe ich heute, an dem Tag, an dem der Weltraum-Teleskop Kepler eine mögliche Entdeckung um den Stern KIC 8462852 meldet. Ob diese Meldung und ihre Interpretation als mögliche "Dyson-Sphäre" stimmen oder nicht: allein die riesige Idee dahinter zählt.
Sollten die Beobachtungen eine weitere Verdichtung in Richtung bewusster Konstruktion um KIC 8462852 zur Konsequenz haben, dann wird uns allen vor Augen geführt, dass die fantastischsten Ideen in Erfüllung gehen.
Daraus werden wir lernen und die Putins, Obamas und Baghdadis dieser Welt mit ihrem ganzen Ressourcenkriegen und ihren albernen vor Eifersucht Göttern, weit hinter uns lassen.

…So! geht die archaische Epoche auf diesem Planeten zu Ende…obwohl die Colts noch rauchen…

 

ENDE

Für Ludwig Trepl

Quellen:

Archaische Weisheit.
Eigene Birne (kritische Perzeption, Schlussfolgerung, Unerbittlichkeit)

PS: Es geht hier nicht um religiöses oder esoterisches Gequatsche.
Diese Idee (die Auflösung der Verbindung zwischen Geist und Materie), obwohl schon seit Jahrtausenden in der Welt präsent, bezog sich bis heute stets auf das Individuum…
Wir beziehen sie hiermit auf die gesamte irdische Zivilisation.

1. Die Gegenwart und die Beobachtung.

Eine durchgeführte Messung des Quantenzustands erzwingt scheinbar beim Quantenobjekt die Aufgabe seines Wellencharakters. Offensichtlich treten Interferenzen nur dann auf, wenn keine Information über den konkreten Zustand des Quantensystems vorliegt.
Man spricht oft davon, dass ein Quantenobjekt über die Information, ob sein Zustand gemessen wird oder nicht verfügen muss, um sich wie ein Teilchen oder wie eine Welle zu verhalten.
In der klassischen Auslegung der Quantenmechanik geht man von der Existenz einer Information über die Tatsache der Messung innerhalb eines Quantensystems aus. Man schließt also einerseits die Gültigkeit des Kausalitätprinzips aus, andererseits operiert man mit der Vorstellung der Ursache und Wirkung, wenn es darum geht, den Kollaps der Wellenfunktion zu erklären.
Man unterstellt, dass die Messung, die Ursache der Zerstörung des ursprünglichen Superpositionszustandes ist und dass die beteiligten Teilchen von der Tatsache dieser Messung irgendwie „erfahren“.
Diese Auslegung der quantenmechanischen Vorgänge beinhaltet eine unzulässige Interpretation – es wird dem Teilchen ein wissendes Wirken zugesprochen.
Die Existenz der Information über die Tatsache der Beobachtung ist jedoch nicht erforderlich, um den Kollaps des Superpositionszustandes in den Quantensystemen zu erklären – diese Information ist für die Zustandsentwicklung des Quantensystems irrelevant.
Der Superpositionszustand ist der Zustand, in dem die Quantenobjekte existieren. Sie existieren darin nicht als Bestandteile der Raumzeit, sondern als Bestandteile ihrer jeweiligen Gegenwart.

Quantentheorie der Realität: Definition der Gegenwart
Die Gegenwart ist ein zeit- und raumloser Eigenzustand der Realität, in dem sich sämtliche Objekte grundsätzlich im Wellenzustand befinden. Die Gegenwart markiert das jeweils aktuelle Initialquant der Realität.

Es ist falsch, dass: „Die Quantenobjekte wissen, ob man an Ihnen irgendwelche Messungen vornimmt, denn sie richten ihr Verhalten danach. Es ist dabei interessant, dass allein schon die Möglichkeit der Messung maßgeblich für das Verhalten der Quantenobjekte ist“…

Richtig ist:…Das Quantenobjekt „wählt“ nicht einen zufälligen Zustand aus einer Unzahl der möglichen Optionen, das Quantenobjekt „besitzt“ keine Information über die Messungsapparatur, das Quantenobjekt „entscheidet“ nicht über seine eigene Realität – das Quantenobjekt wird durch den Vorgang der Messung zum konkreten Objekt der Raumzeit (der Vergangenheit*) dadurch, dass die Messapparatur ihn aus der Perspektive der Gegenwart wahrnimmt (womit der Gegenwart-Eigenzustand des Quantenobjekts (Superposition) für die Messapparatur unerreichbar wird).
Das Messergebnis kommt somit nicht durch die Wechselwirkung des Messinstrumentes mit dem Objekt der Messung zustande, sondern dadurch, dass das Messapparat als Gegenwart-Instanz in der konkreten „Subjekt-Objekt“ Beziehung steht.
Dadurch besetzt die Messapparatur im wahrsten Sinne des Wortes die Gegenwart der Messung und dadurch wird sie zum Bezugsmittelpunkt des gesamten Systems (Grundsatz: jedes Objekt existiert aus der Perspektive der Subjektgegenwart ausschließlich in der Vergangenheit).
___________________
* Definition: Die Raumzeit ist die Gesamtheit räumlich-zeitlicher Koordinatenpunkte der Vergangenheit.

Kosmologie der Mitte – die Thesen.

DEFINITIONEN

Definition der Raumzeit: Die Raumzeit ist die Summe aller Koordinatenpunkte der Vergangenheit.

Definition der Gegenwart: Wir definieren die Gegenwart als einen Augenblick, der, in der Raumzeitskala eines singulären Beobachtersystems gemessen, jeweils am weitesten von der Urknall-(Linie)* entfernt ist.

*Urknall-Linie innerhalb des sphärischen Modells des Indiversums.

Definition der Raumzeitskala: Eine Raumzeitskala ist der raumzeitliche Maßstab eines singulären Indiversums. Raumzeitskala ist unabhängig von der Bewegung, Zustandsveränderung oder Trägheit innerhalb des Universums und gilt jeweils für das Indiversum eines einzelnen Beobachters.

Definition des Indiversums: Ein Indiversum ist die gesamte Raumzeit, welche sich im Augenblick der Beobachtung auf ihren Mittelpunkt – die Gegenwart der Beobachtung – bezieht (siehe Th12., um zu verstehen, was dies bedeutet).

THESEN

1. Der Raum und die Zeit sind dasselbe – der Zeitbegriff kann nicht getrennt vom Raumbegriff betrachtet werden. Die Existenz der Raumzeit ist eine Tatsache.

Solange Abstrakta „Raum“ und „Zeit“ für Tatsachen gehalten werden, muss Abstraktum „Raumzeit“ für eine Tatsache gehalten werden.

2. Das Koordinatensystem der Raumzeit füllt das gesamte Universum, bis auf die Gegenwart aus. Die Gegenwart ist kein Bestandteil der Raumzeit.

3. Der punktförmige Ort der Gegenwart ist mit dem Ort identisch, an dem die jeweilige Beobachtung stattfindet. Die Gegenwart kann ausschließlich mit dem räumlichen Aufenthaltsort einer Gegenwartsinstanz in Verbindung stehen (Gegenwartsinstanz: Beobachter / Messapparatur / Objekt (dem die Beobachterperspektive zugeordnet wird) oder ein raumzeitlicher Koordinatenpunkt (dem die Beobachterperspektive zugeordnet wird), in ihrer jeweiligen Gegenwart.)

4. Die Zukunft ist keine Tatsache der Welt – die Existenz der Zukunft als einer physikalischen Größe ist nicht möglich (Th3. / Th5.). Die physikalische Existenz der Zukunft, wie die Existenz des zukünftigen Raumes sind ausgeschlossen (Raum entsteht erst in dem Augenblick, in dem die Gegenwart aufhört). Beide existieren höchstens als Abstrakta, Vorstellungen oder kausale Projektionen (der Vergangenheit).

5. Der Begriff der Raumzeit und der Begriff der Vergangenheit sind synonym. (Räumliche) Entfernung kann als (zeitliche) Vergangenheitstiefe zwischen zwei Punkten oder zwischen der Gegenwart eines Beobachters und der Vergangenheit eines Objektes dargestellt werden.

6. Es existiert nur ein verbindlicher Zeitpfeil der Raumzeit – der Zeitpfeil thermodynamischer Kausalität.

7. Jeder Beobachtungsakt findet aus der Perspektive der Gegenwart statt. Die einzige Möglichkeit zu beobachten besteht daher darin, in die Vergangenheit zu schauen.
Aus der Aussage der Thesen 3., 6. und 7. ergibt sich der Widerspruch der akausalen Ausrichtung der Beobachtung (von der Gegenwart in die Vergangenheit) bezüglich der Ausrichtung thermodynamischer Kausalität (von der Vergangenheit in die Gegenwart).
Die Beobachtete Expansion des Universum kann daher als tatsächliche Kontraktion interpretiert werden. Wir haben mit einem implosiven Prozess zu tun, wenn wir einen expansiven Prozess zeitverkehrt wahrnehmen.
Zwischen den beiden Perspektiven wird dennoch nicht unterschieden (ja, ich behaupte lediglich, dass eine verkehrte Auslegung der akausalen Beobachtungsrichtung möglich ist).

7a. Zwischen dem Modell eines expandierenden und dem eines kontrahierenden Universums besteht kein logischer Unterschied – (hier endet herkömmliche Dialektik)

7b. Es besteht ein wesentlicher Unterschied zwischen dynamischer Zustandsveränderung des gesamten Universums und dynamischer Zustandsveränderung seiner Bestandteile in Bezug aufeinander.
Die erste besitzt, außer der Gegenwart, keinen Bezugspunkt.

Wenn wir Objektmerkmale beobachten, welche ihren Ursprung in der dynamischen Veränderung des gesamten Universums haben (z.B. wenn wir Rotverschiebung im Lichtspektrum einer entlegenen Galaxie feststellen), dann bezieht sich unsere Beobachtung auf das gesamte Universum und nicht allein auf die Universumsteile, welche diese Merkmale aufweisen.
Deshalb sollten wir, wenn wir von der expansiven Dynamik des Universums sprechen, auf die wir anhand beobachteter Merkmale bestimmter Objekte schließen, von der Dynamik des gesamten Universums sprechen und nicht von der individuellen Dynamik dieser Objekte.
Die gegenseitige Beobachtung, welche zwischen den Bezugssystemen des Universums stattfindet, unterscheidet sich daher gravierend von der Beobachtung, welche aus der Gegenwartsperspektive ausgeht und auf das Universum als Ganzes gerichtet ist – die Universumsperspektive ist, im Gegensatz zu Subjekt-Objekt-Perspektive, im strengeren Sinn bezugslos (damit wird die Aussage der These 7a zusätzlich bekräftigt).

8. Jede Entfernung zwischen Objekt A und Beobachter B besitzt aus ihrer jeweiligen Perspektive eine bestimmte Vergangenheitstiefe, jede beliebige Entfernung besitzt daher einen Wert in einer bestimmten Raumzeitskala.
Nach Th3 kann keine Entfernung zwischen Gegenwartsinstanz und Objekt klein genug sein, um Objekt und Subjekt als Bestandteile derselben Gegenwart zu betrachten.
Kein Objekt der Beobachtung kann sich in der Gegenwart der Beobachtung befinden. Einer Beobachtung unterliegen ausschließlich Objekte der Vergangenheit (Th7.)

9. Die Perspektive auf das Universum ist allzeit die Perspektive eines unmittelbar beteiligten (internen) Beobachters. Eine externe Perspektive ist allenfalls als Verbildlichung komplexer Sachverhalte zulässig. Der Ort einer Beobachtung ist stets und war bereits im Augenblick des Urknalls ein inhärenter Bestandteil des Universums.
Die Perspektive eines Beobachters (auch des ESA-Mikrowellenempfängers) wird von der Zentralsymmetrie des Universums bestimmt (als sein geometrischer Mittelpunkt) und sie bestimmt ihrerseits diese Symmetrie (als Bezugsmittelpunkt des Universums)

10. Quantenmechanik beschreibt das Verhalten von und Wechselwirkung zwischen den Subjekten der Gegenwart.
Relativitätstheorie beschreibt das Verhalten von und Wechselwirkung zwischen den Subjekten der Gegenwart und den Objekten der Vergangenheit.

11. Jede Gegenwartsinstanz ist der Bezugsmittelpunkt der gesamten Raumzeit.

12. Das Grundprinzip der Wirklichkeit ist das Prinzip der ökonomischen Informationsverteilung – keine Wirklichkeit bedarf absoluter Vollständigkeit.

Hier offenbart sich die Verbindung zwischen dem Beobachter und der quantenmechanischen Objektlogik. Hier beginnt die Wirkung der Perspektivenlogik.

Konsequenzen der 4. Behauptung IV

4.4.13 Konsequenz 4 – die Perspektive.

Für jeden einzelnen Beobachter gilt: es gibt keine sonstige Wirklichkeit, als seine singuläre, lokale Raumzeitgegenwart.

Hieraus ergibt sich zwingend die Verbindung zweier Konzepte: des physikalischen und des solipsistischen Beobachters.
Der Solipsismus als ein Realitätsmodell wird noch eine wichtige Rolle im Prozess der Vereinheitlichung der Wirklichkeitskonzepte spielen. Diese wollen wir im Rahmen der Perspektivenlogik vornehmen.

4.4.14 Konsequenz 5

Aus dem jeweiligen Mittelpunkt des Indiversums entspringt die Raumzeit.

Die Wirklichkeit entsteht im jeweiligen Mittelpunkt der Gegenwart.
Der Aufenthaltsort eines jeden Beobachters und seine Gegenwart sind für die Realität seines Indiversums bestimmend.

Erkenntnis 7: Korrektur des 2. Axioms.

Im Kontext der Konsequenz 5 lautet der 2. Axiom nunmehr wie folgt:

Axiom 2a

Das Universum expandiert entlang eines Zeitpfeils, der vom raumzeitlichen Mittelpunkt der jeweiligen Gegenwart aus in Richtung des Urknalls verläuft.

Die Raumzeit expandiert als ein Kontinuum in die Vergangenheit.
Dies deckt sich vollständig mit dem Bild der Wirklichkeit, das wir makrokosmisch beobachten. Die Aussage des endgültigen Axioms 2a ist aber auch für die mikrokosmische Perspektive relevant, denn es kann keine logische Gültigkeitsgrenze zwischen den Voraussetzungen der makro- und der mikrokosmischen Betrachtung geben. (siehe 3. Relativistischer Grundsatz)

Wenn dem so ist, dann muss folgende Äquivalenz ausgesprochen werden:

4.4.15 Äquivalenzsatz.

Es besteht kein logisch relevanter Unterschied zwischen dem Bild eines expandierenden und dem eines kontrahierenden Universums.

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Ilustration 8.

Anhand der Beobachtung stellen wir fest, dass das Universum expandiert. Doch wir wissen, dass es gleichzeitig vorstellbar und möglich ist, die Expansion, welche in die Vergangenheit gerichtet ist, als in die Gegenwart gerichtete Kontraktion zu beschreiben.
Diese Folgerung ist universalgültig. Sie entsteht hier nicht etwa als Konsequenz einer bestimmten kosmologischen Explikation, sie ist eine logische Konsequenz des Äquivalenzprinzips, welches man auf ein beliebiges Universumsmodell anwendet.

Das Äquivalenzprinzip, welches die logische Grundlage der 4. Behauptung ist, ist für die Konsequenz 5 und allgemein, auch für das Relativitätsprinzip (selbst der Relativitätstheorie) bindend.
Deshalb, wenn man dieses Prinzip als ein kosmologisches Grundprinzip der Wirklichkeit betrachtet, erweist sich jedes Modell eines dynamischen Universums als aus Prinzip ambivalent, und zwar in dem Punkt, in dem die Richtung seiner dynamischen Veränderung bestimmt werden soll und spätestens dann, wenn erkannt wird, dass dem jeweiligen Modell gleichzeitig zwei kosmologische Wirklichkeitsformate zugrunde liegen – die Gegenwart und die Raumzeit.

Zus. Axiom 2b

Die Raumzeit kollabiert als ein Kontinuum in (jeweilige) punktförmige Gegenwart.

Das Axiom 2b beschreibt den logischen Kontext eines kollabierenden Universums.

Wenn wir in unserem Modell die Kausalität des Universums, als seine logische Voraussetzung, beibehalten, d.h. wenn wir, unabhängig von den Ergebnissen der Beobachtung, in der Zeit, die Ursachen vor den Konsequenzen einordnen, dann müssen wir den Urknall einerseits als einen Ausgangszustand des Universums, andererseits als einen Zustand seiner maximalen Ausdehnung betrachten.
Wenn wir nämlich den Urknall als einen Zustand maximaler räumlichen Veränderung annehmen, die Gegenwart dagegen als einen Zustand minimaler räumlichen Veränderung erfahren, und wenn wir gleichzeitig die fundamentale Tendenz der Raumzeit erkennen, sich im Brennpunkt der Gegenwart äußerst stabil zu manifestieren, dann spielt es keine Rolle mehr, ob wir den Urknall als einen Zustand maximaler Ordnung, dafür die Gegenwart als einen Zustand maximaler Unordnung betrachten oder gar umgekehrt – die Expansion, wie die Kontraktion des Universums, als Modelle seiner dynamischen Entfaltung, werden gleichermaßen vorstellbar.

Es hängt allein von unserer willkürlichen Entscheidung ab, welches Modell wir bevorzugen.
Das Modell eines kontrahierenden ist dem Modell eines expandierenden Universums äquivalent.
Der einzige Unterschied zwischen ihnen zeigt sich lediglich darin, ob wir die Vergangenheit als einen entscheidenden Faktor für das Gegenwartsbild des Universums anerkennen oder nicht.
Beide Modelle sind sich äquivalent, beide anschaulich darstellbar, wobei das Modell des kontrahierenden Universums in diesem Zusammenhang sogar schlüssiger erscheint.

Nehmen wir das Modell des kontrahierenden Universums für wahr an, dann können wir uns konsequenterweise vorstellen, dass sich das Universum seit dem Urknallaugenblick kontinuierlich zusammenzieht, um sich in der jeweiligen Gegenwart als sein eigener raumzeitlicher Mittelpunkt, als sein dynamisches Minimum zu manifestieren.

Die Bedeutung des Äquivalenzsatzes.

Der Äquivalenzsatz hat für die Kosmologie der Mitte eine kapitale Bedeutung.

Diese besteht nicht etwa darin, dass wir, indem wir zwei im Widerspruch zueinander stehenden Modelle für gültig erklären, dem allgemeinen Modell des Universums ein Aspekt der Beliebigkeit zugrunde legen, sondern darin, dass wir uns in ihm von der arbiträren Entscheidung, bezogen auf die kosmische Veränderung und auf die Kausalität der Raumzeit, verabschieden.

Wir verlassen, indem wir das Fundament der Wirklichkeit unentschieden lassen, endgültig das kosmologische Entscheidungs-Flachland zweiwertiger Logik.

Den Äquivalenzsatz halte ich deshalb für die wichtigste logische Konsequenz der 4. Behauptung und für die Grundlage der Entstehung einer neuen logischen Klasse – Klasse der Äquivalenzlogiken.


4.4.17 Konsequenz 6

Es kann keine Wirklichkeit geben, welche vom Akt der Beobachtung und vom Ort ihrer jeweiligen Gegenwart unabhängig wäre.

Die Vergangenheit lässt sich nicht nachträglich verändern.

Die Wirklichkeit, die wir beobachten ist eine vergangene. Jedes Signal, das einen Beobachter erreicht ist ein Signal der Vergangenheit (weil jede, auch die kleinste räumliche Entfernung in der Zeit bewältigt wird – vgl. 2. und 3. Relativistischer Grundsatz).

Auch wenn zwei Ereignisse a und b gleichzeitig stattfinden, geschehen sie aus ihrer jeweiligen Sicht in der Vergangenheit, denn zwei isolierte Ereignisse nicht an einem Ort stattfinden können – sie müssen sich in einer Entfernung voneinander ereignen, sonst wären sie nicht zwei, sondern ein Ereignis – sie müssen sich in einer Entfernung voneinander ereignen, die selbst von schnellstem Signal in einer bestimmten Zeit bewältigt wird. „In einer bestimmten Zeit“ bedeutet nicht „gleichzeitig“, auch nicht, wenn mit „einer bestimmten Zeit“ ein unendlich kleiner Zeitintervall gemeint ist.

Definition der Raumzeit. Lichtgeschwindigkeit. Michelson-Morley-Experiment.

4.6.3  3. Relativistischer Grundsatz

Sämtliche Signale, welche den Beobachter erreichen sind Signale der Raumzeit.

Der Beobachter eines kosmischen Ereignisses, wie auch derjenige, der seinem Gesprächspartner gegenübersteht und ihm in die Augen schaut, empfangen gleichermaßen Signale, welche sie aus der Raumzeit erreichen.
Es kann innerhalb der Raumzeit keine Bagatellgrenze gezogen werden, jenseits derer separate Ereignisse oder Objekte in einer solchen Nähe zueinander stünden oder geschähen, dass sie füreinander gleichzeitig geschähen. Jede räumliche Distanz zwischen Punkten a und b, auch die kleinste, wird nämlich in der Zeit bewältigt.
Jede räumliche Distanz ist daher ein Merkmal eines nichttrivialen Unterschieds.
Auch der Unterschied, der zwischen der Raumzeit und der Raumzeitgegenwart besteht, wird durch eine Distanz bedingt.
Die Relativität wird durch die Distanz (durch den raumzeitlichen Unterschied) zwischen Systemen der Raumzeit hervorgerufen.

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Illustration 12.
Y – Die Punkte aktueller Gegenwart. Z – Die Punkte, welche sich in Bezug auf Y in der Vergangenheit befinden.

Die Gegenwart der einzelnen Punkte des Systems ab, welche in 4.4.9 als Konsequenz einer symmetrischen Verschränkung beschrieben wurde, bezieht sich auf den externen Beobachter. Trotz der Tatsache, dass die Gleichzeitigkeit der Ereignisse a und b für diesen Beobachter besteht, bezogen aufeinander, befinden sich diese stets in der Vergangenheit.

4.6.3.1 Erkenntnis 8: Definition der Raumzeit.

Die Raumzeit ist die Gesamtheit räumlich-zeitlicher Koordinatenpunkte der Vergangenheit.
/
Aus der Perspektive der Gegenwart geschieht alles, was in der Raumzeit geschieht in der Vergangenheit. Jedem Punkt der Raumzeit ist eine feste räumliche und eine feste zeitliche Position in der Vergangenheit zugewiesen. Jedem Punkt der Vergangenheit sind die Festpunkte eines räumlich-zeitlichen Koordinatennetzes zugeordnet.

Dadurch, dass die Raumzeit eine Dimension des irreversiblen ist, kann zwischen ihren Systemen das Verhältnis der Relativität entstehen – jeden einzelnen Punkt der Raumzeit zeichnet ein Unterschied aus, durch den er mit den übrigen Raumzeitpunkten in einem symmetrischen Beziehungsverhältnis steht.
Alle Objekte der Beobachtung befinden sich aus der Perspektive subjektiver Gegenwart in der Vergangenheit.


4.6.4  4. Relativistischer Grundsatz

Eine Äquivalenz zwischen relativistischen Systemen der Raumzeit ist nicht möglich. Die Äquivalenz zwischen Systemen der Raumzeitgegenwart muss dagegen notwendig angenommen werden.

Der individuelle Maßstab eines Beobachtersystems erlangt innerhalb seiner Gegenwart die universelle Gültigkeit.
Dies bedeutet nicht weniger, als dass alle Bezugssysteme auf der einen Seite nicht nur Bestandteile eines unendlich großen und unendlich feinen Beziehungsgeflechts sämtlicher Koordinatenpunkte der Raumzeit, sondern dass sie auch Subjekte einer speziellen Äquivalenz, bezogen auf den Mittelpunkt der jeweiligen Raumzeitgegenwart sind.
Aus meiner Sicht schließen sich daher die Grundbegriffe der Relativität und der Äquivalenz gegenseitig aus.

Der Unterschied, der zwischen den einzelnen Bezugssystemen der Raumzeit erkannt wird (und nicht ihre Äquivalenz), gestattet erst von der Relativität ihrer jeweiligen Zustände zu sprechen.
Wäre kein primärer Unterschied feststellbar, wären alle Systeme in unserer Vorstellung äquivalent, es könnte zwischen ihnen keine Relativität erkannt werden.
Wenn in der Speziellen Relativitätstheorie alle Systeme in Beziehung (Relation) zueinander gestellt werden, dann besteht ein nichttrivialer UNTERSCHIED zwischen ihnen.
Die Äquivalenz, welche die Grundlage des relativistischen Universumsmodells bildet, erfasst die Gesamtheit aller Bezugsysteme im Universum und das Universum als solches. Sie steht im Zusammenhang mit der universellen Allgemeingültigkeit physikalischer Gesetze, sie betrifft nicht die Äquivalenz jeweiliger Systeme in Bezug aufeinander.
Die besondere Stellung eines Beobachters innerhalb der Raumzeitgegenwart bestimmt die Grenze, hinter der die Regeln der speziellen und der allgemeinen Relativitätstheorie nicht gelten (dabei ist es wichtig, den Unterschied zwischen den Begriffen des Beobachters und seines materiellen Körpers zu erkennen: der Körper eines Beobachters im Unterschied zum Beobachter selbst gehört der umgebenden Raumzeit an).

4.6.5  5. Relativistischer Grundsatz 

Die Bewegung eines Betrachtersystems innerhalb der Raumzeitgegenwart findet nicht statt.    
/
Der Beobachter befindet sich innerhalb seines eigenen Systemaugenblicks, bezogen auf den raumzeitlichen Urknallpunkt, im Ruhezustand.
Sämtliche Bewegung und sämtlicher Stillstand, die innerhalb seines Systemaugenblicks in der Raumzeit stattfinden, stehen allerdings in einer Relation zu seinem systemeigenen Stillstand – sogar die Geschwindigkeit der Photonen wird aus dieser Perspektive konstant und messbar – für jeden einzelnen Beobachter nimmt sie denselben Wert an.

4.6.5.1 Erkenntnis 9: Pragmatischer Grund für die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit.

Die Konstanz der Vakuumlichtgeschwindigkeit ergibt sich aus der Tatsache, dass bezogen auf die Systeme, die sich mit dieser Geschwindigkeit fortbewegen, alle übrigen Systeme, unabhängig von ihrem individuellen Zustand, in Ruhe verharren (in Systemen, die sich mit 100% Lichtgeschwindigkeit fortbewegen, erreicht die Zeitdilatation ihren maximalen Wert – die eigene Zeit dieser Systeme, bezogen auf die Zeit ihrer Ruhesysteme, vergeht nicht).
Aus der Perspektive der Systeme, welche sich mit Lichtgeschwindigkeit c fortbewegen, existiert daher im Universum, außer ihrer eigenen, überhaupt keine Bewegung. D.h. unabhängig davon, mit welcher Geschwindigkeit sich ein Messsystem bezogen auf das Objekt der Messung (ein Lichtquant) bewegt, befindet es sich aus Sicht eines Photons stets im Ruhezustand.
Wenn wir annehmen, dass sämtliche Bezugssysteme, in denen die Eigengeschwindigkeit nicht den Wert der Lichtgeschwindigkeit erreicht, aus der Perspektive eines Photons die gleiche, konstante und absolute Geschwindigkeit von 0.0 km/s besitzen, dann muss die Lichtgeschwindigkeit, die aus diesen Systemen heraus gemessen wird, den gleichen, konstanten und absoluten Wert besitzen – diese Konstanz hat ihre Ursache im relativen Stillstand, in dem sich jedes Messsystem in Bezug auf das Objekt der Messung – das Lichtquant – befindet.

(i) Der Wert der Lichtgeschwindigkeit spiegelt nicht die Merkmale des Lichts wider – dieser Wert ist die Konsequenz des Zustandes, in dem sich das Messsystem in Bezug auf das Objekt der Messung befindet.

Jede Messung der Lichtgeschwindigkeit erfolgt aus der Perspektive des Stillstands, aus der Perspektive der Mitte, aus der Perspektive eines Beobachters – jede Messung der Lichtgeschwindigkeit muss daher den gleichen konstanten Wert liefern, unabhängig von der relativen Bewegungsrichtung und unabhängig vom physikalischen Zustand des Systems, in dem sie durchgeführt wird.
Wenn wir daher annehmen, dass sich das Licht unter stabilen Bedingungen mit einer konstanten Geschwindigkeit ausbreitet, dann muss jegliche Messung seiner Geschwindigkeit den selben, absoluten und konstanten Wert liefern.

4.6.5.1.1 Erkenntnis 10: Michelson-Morley-Experiment: neue Deutung.

Soll der Eindruck entstehen, dass 4.6.5.1 bloß eine neue Sicht auf das Phänomen der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit darstellt, dann ist dieser Eindruck falsch, denn indem wir diese Interpretation für zulässig erklären, verändern wir die Grundfesten zeitgenössischer Physik.
Wenn wir nämlich annehmen, dass jede Lichtgeschwindigkeitsmessung aus oben genannten Gründen den gleichen konstanten Wert liefern muss, dann geben wir zu, das Michelson-Morley-Experiment seit Jahrzehnten falsch interpretiert zu haben.
Die absolute Konstanz der Lichtgeschwindigkeit, welche im Rahmen dieses Experiments nachgewiesen wird, deutet nämlich nicht unmittelbar auf die Nichtexistenz des Äthers als Trägermediums der elektromagnetischen Wellen hin – diese Konstanz ist vielmehr unabhängig von der Existenz dieses Mediums.

Das Michelson-Morley-Experiment würde auch dann dieselben Ergebnisse zeigen, wenn es den Äther tatsächlich gäbe.

Die absolute Konstanz der Lichtgeschwindigkeit c hat ihren Ursprung darin, dass c stets aus der Perspektive des absoluten Stillstands gemessen wird (4.6.5.1).
Die im Rahmen dieses Experiments ermittelte absolute, richtungsunabhängige Konstanz der Lichtgeschwindigkeit hat mit der Nichtexistenz des Äthers nichts zu tun.
Soll das etwa bedeuten, dass das Experiment von Michelson und Morley – eines der wichtigsten wissenschaftlichen Experimente überhaupt – nichts über die Existenz des Äthers aussagt?
Ja, obwohl dieses Experiment mit dem Ziel konzipiert wurde, die Existenz des Äthers nachzuweisen, um die Theorie Lorentz‘ endlich nachzuweisen, und obwohl es diese Existenz durch seine Präzision scheinbar eindeutig widerlegt, erweist sich sowohl seine logische Voraussetzung (die Verbindung zwischen dem Wert der Lichtgeschwindigkeit und der Existenz des Äthers), wie auch die Interpretation seiner Ergebnisse (die Verbindung zwischen der absoluten Konstanz der Lichtgeschwindigkeit und der Nichtexistenz des Äthers) als falsch.
Die logischen Prämissen des Michelson-Morley Experiments stehen in keiner Relation zu seiner Konklusion – seine logische Grundvoraussetzungen und die Schlussfolgerungen, welche aus ihm gezogen werden, sind einander inadäquat.

Wenn wir uns die Frage stellen, warum das Phänomen absoluter Konstanz der Lichtgeschwindigkeit einer der Hauptgründe dafür ist, dass die Relativitätstheorie und die Quantenphysik als Wirklichkeitsmodelle nicht kompatibel sind (weil nämlich der absolute Wert der Lichtgeschwindigkeit auch im quantenmechanischen Mikrokosmos das Maß aller Dinge ist), dann entdecken wir die Relevanz dieser Neuinterpretation für die Lösung des Problems.
Es wird bunt.


4.6.5.2 Erkenntnis 11:
Die unendliche Lichtgeschwindigkeit C – eine Konsequenz der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit c.

Der relativistische Wert der Lichtgeschwindigkeit, dessen Konstanz wir gerade beschrieben haben, steht in keinem Verhältnis zu der Geschwindigkeit, mit der sich das Licht tatsächlich ausbreitet. Die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum beträgt nämlich nicht nur 299792458 m/s, dieser Wert gilt ausschließlich für die innerhalb des Beobachtersystems gemessene Lichtgeschwindigkeit (die Lichtgeschwindigkeit c gilt nur für das beobachtete Licht).
Auch eine äußerst akurat durchgefürte und empirisch bestätigte Messung der Lichtgeschwindigkeit ist kein Beweis für die tatsächliche Geschwindigkeit, mit der sich Photone fortbewegen. Sie beweist lediglich, und hier liegt der logische Grund für die Fehlinterpretation des Phänomens der Lichtgeschwindigkeit im Allgemeinen, wie schnell sich Photone fortbewegen, wenn ihre Geschwindigkeit gemessen wird.
Einen völlig anderen Wert ergäbe die Messung der Lichtgeschwindigkeit aus der Perspektive eines Photons. Diese wäre auf das aus dieser Perspektive stets in Ruhezustand verharrende Messsystem bezogen.
Der Geschwindigkeitswert, welcher sich auf den Unterschied bezöge, der zwischen zwei Bezugssystemen A und S bestünde, von denen sich das eine mit 100% Lichtgeschwindigkeit fortbewege (A), das andere, anhand des Dilatationseffektes, räumlich und zeitlich in absoluter Ruhe verharre (S), müsste unendlich sein (denn A wäre in der Lage, innerhalb eines einzigen Augenblicks des Systems S, eine unendlich lange Strecke zurückzulegen).
Dadurch jedoch, dass eine Messung stets aus Perspektive von S stattfindet, müssen sich alle beteiligten Systeme (darunter auch das der Messung unterliegende System A), als Bestandteile der speziellen Gegenwart der Beobachtung, auf den Bezugsmittelpunkt der Raumzeitgegenwart von S beziehen. Indem sie es tun, ergibt sich für A eine scharf umrissene Wirklichkeit der messbaren Werte, in der auch die Lichtgeschwindigkeit einen extrem hohen, dennoch endlichen Wert besitzt.
Ist S inaktiv, entsteht für A kein Bezugszwang – seine Systemgeschwindigkeit erreicht bezogen auf S einen unendlichen Wert C.

Bildhafte Erklärung:
Es seien ein Lichtquantum A und ein Messsystem S gegeben. Beide Systeme sind sowohl Objekte als auch Subjekte gegenseitiger Beobachtung.

@1. Aus Sicht von A existiert im Universum keine Bewegung außer seiner eigenen. Aus seiner Sicht existiert im Universum keine Zeit.

@2. Aus Sicht von S beträgt die Geschwindigkeit von A stets 299792458 m/s. Der Zeitverlauf in S ist zwar von seiner eigenen Geschwindigkeit, bezogen auf sein Ruhesystem, abhängig, dieser ist jedoch deutlich und messbar.

Aus Sicht von S ist zudem seine eigene Geschwindigkeit bezogen auf andere Systeme und auf A irrelevant für den Wert der Messung der relativen Geschwindigkeit A – diese Geschwindigkeit bleibt, unabhängig von den jeweiligen Umständen der Messung, stets konstant.

Im Zustand @1. ist das System A in der Beobachterrolle – seine eigene Geschwindigkeit muss, bezogen auf S und bezogen auf alle übrigen Systeme, unendlich sein (A bewegt sich aus seiner eigenen Perspektive im zeitlosen Raum, innerhalb eines einzigen, endlosen Systemaugenblicks – alle übrigen Systeme stehen still).

Im Zustand @2. ist das System S in der Beobachterrolle – die Geschwindigkeit von A weist einen konstanten und endlichen Wert auf, und zwar anhand der Tatsache, dass S im Augenblick der Messung, ein Referenzmittelpunkt seiner eigenen Raumzeitgegenwart (einschließlich A) ist.

Der Beobachter ist während des Beobachtungsvorgangs ein singuläres Relatum (Referenzpunkt) der gesamten Wirklichkeit.