UNIVERSALLOGIK

Hier schreibt Maciej Zasada

Tag: Einstein

Die Unvollständigkeit der Speziellen Relativitätstheorie von Albert Einstein.

Zusammenfassung: Es werden hier Gründe dafür genannt, warum die Definition von Einstein, welche, um den Begriff der Gleichzeitigkeit abzugrenzen, mit einem starren Stab, statt mit den mitgeführten Uhren operiert, die einzige, aus physikalischer Sicht, zulässige Definition der Gleichzeitigkeit ist. Ferner werden hier der Beweis der Unvollständigkeit dieser Definition und der Beweis für die Absolutheit der Gleichzeitigkeit geführt. Anschliessend wird auf die Verbindung zwischen dem Relativitätsgedanken und der Aussagenlogik aufmerksam gemacht (dialektischer Aspekt der Relativität). Den Rest des Beitrags lesen »

Polemik mit Martin Bäker: über die Gültigkeit der radialsymmetrischen Definition der Gleichzeitigkeit.

Martin Bäker schrieb:

„Und ich habe dir mehrfach gesagt und gezeigt, dass das bloße Ersetzen von zwei Punkten entlang einer Linie durch eine Kugeloberfläche in 3D weder neu, noch besodners interessant ist, weil das schon jeder weiß (siehe auch die verlinkte Internetseite).“

Dass Dinge „bekannt“ sind, bedeutet nicht, dass sie auch richtig verstanden und richtig interpretiert werden. Der Tag-und-Nacht-Rhythmus ist seit Menschenbedenken bekannt, trotzdem wurden seine Ursachen in altem Ägypten anders interpretiert, als heute. Den Rest des Beitrags lesen »

Über die geometrisch bedingte absolute Gleichzeitigkeit.

Zusammenfassung: Es wird hier u.a. über den Umstand diskutiert, ob neben der bezugsbedingten (relativen), auch eine bezugsfreie (absolute) Gleichzeitigkeit existieren kann. Den Rest des Beitrags lesen »

Der unwiderlegbare Beweis dafür, dass die Gleichzeitigkeitsdefinition von Albert Einstein unvollständig ist, und auf Widersprüche führt.

Zusammenfassung: Es wird genau das behandelt, was der Titel verspricht.

Definition der Gleichzeitigkeit im Vakuum:
„Es seien A, B zwei Punkte des Inertialsystems K, etwa die Endpunkte eines relativ zu K ruhenden Stabes, dessen Mittelpunkt M sei. Von M werde ein Lichtsignal nach allen Seiten ausgesandt. Das Prinzip der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit zwingt uns zur Festsetzung, dass die Ankunft des Lichtsignals in A und die Ankunft in B gleichzeitig seien. Damit haben wir eine physikalisch sinnvolle Definition der Gleichzeitigkeit gewonnen.“

A. Einstein

Die Gleichzeitigkeit erweist sich hier, außer dass sie, verständlicherweise, zurecht, als eine physikalische Eigenschaft der Systeme bezeichnet wird, als eine „geometrische Eigenschaft“ zweiter Ordnung.
(Setzt man die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit und die „Sendevorrichtung“ der kugelförmigen Lichtimpulse als eine axiomatische Bedingung der Konstruktion voraus, und dann, gerade aus Grund ihrer Selbstverständlichkeit, sogleich aus dieser entfernt, so erweist sich, in Folge, die Symmetrie der Punkte-Anordnung als entscheidend für die Ermittlung und für die Bestimmung ihrer Gleichzeitigkeit…s. hier).
Die geometrische Anordnung der Punkte, erweist sich also genauso gut dazu geeignet, die Gleichzeitigkeit bezogen auf die Form der Signalfront (der Lichtimpulse) zu ermitteln, wie die durch Konstanz der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum bedingte Kugelförmichkeit der Licht-Signalfront innerhalb der physikalischen Anordnung A-M-B.

Es zeigt sich also, dass die Dreh-Symmetrie bezüglich eines Symmetrie-Mittelpunktes, als geometrische Eigenschaft, zur Bestimmung der Gleichzeitigkeit der geeigneten Punkte der Mannigfaltigkeit verwendet werden darf.
Es ist zu beachten, dass eine Gleichzeitigkeit sämtlicher Punkte, welche sich innerhalb ein und derselben Gegenwart auf der gesamten kugelförmigen „Oberfläche“ der Signalfront eines aus M ausgesandten Lichtsignals befinden, unter diesen Umständen notwendig angenommen werden muss (Gleichzeitigkeit der gesamten Signalfront). Die Tatsache, dass wir hier, wie Albert Einstein, bloß einige wenige Punkte dieser „Signalfront-Oberfläche“ betrachten, welche diesem Kriterium tatsächlich genügen (hier: Punkte A und B), ist zufällig und sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass es von solchen geeigneten Punkten auf der Kugeloberfläche einer Signalfront unendlich viele geben muss.

Vereinbarungen:
1. Eine sich vom Symmetrie-Mittelpunkt M in alle Richtungen ausbreitende Licht-Signalfront ist aufgrund der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum stets M-symmetrisch und kugelförmig.

2. Jeder Punkt einer aus M ausgehenden, kugelförmigen und M-symmetrischen Licht-Signalfront ist innerhalb ein und derselben Gegenwart (innerhalb einer „Momentaufnahme“) gleichzeitig mit jedem anderen Punkt dieser Licht-Signalfront, denn jeder Punkt, der durch die Licht-Signalfront erfasst wird, wird aufgrund der angenommenen omnidirektionalen Konstanz der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum, gleichzeitig mit jedem anderen geometrisch günstig gelegenen Punkt, von der gleichmäßig fortschreitenden, kugelförmigen, M-symmetrischen Licht-Signalfront erfasst.

3. Wenn die besagte Signalfront sämtliche geometrisch günstig gelegenen Punkte innerhalb ein und derselben Gegenwart erfasst, dann spielt die Bewegung und die Bezugszugehörigkeit der betroffenen Punkte keine Rolle (keine Relativität der Gleichzeitigkeit), denn es existiert innerhalb einer Gegenwart prinzipiell keine Bewegung und, außer der geometrischen, auch keine kausale Verbindung.

Konsequenzen:
Ausgehend von der geometrischen Konstruktion (VII) der Anordnung A-M-B und von dem von Einstein definierten Begriff der Gleichzeitigkeit, können wir aufgrund der getroffenen Vereinbarungen folgendes behaupten:

Wird innerhalb der Anordnung A-M-B eine weitere Strecke konstruiert, welche gleich lang wie die Strecken MA und MB ist, mit dem Mittelpunkt M der Strecke AB als einem Ende, so liegt das andere Ende dieser Strecke (C) innerhalb der potenziellen Licht-Signalfront-Oberfläche.

Für die Gleichzeitigkeit der Punkte bezüglich M erweist sich also nicht (nur) ihre Seitensymmetrie bezüglich Mittelpunktes M ihrer Entfernungsstrecke, sondern überhaupt jede Symmetrie der Punkte bezüglich M. Punkt M muss sich also nicht, wie noch von Einstein gefordert, auf der Verbindungsstrecke in der Mitte zwischen den Endpunkten A und B befinden, um zu gewährleisten, dass die von ihm ausgehende Lichtsignale Punkte A und B (und C) gleichzeitig erreichen. Punkt M soll bloß symmetrisch (gleich weit entfernt) bezüglich AB(C) platziert sein, um die Gleichzeitigkeit dieser Punkte zu indizieren.

Auch dann wenn nach gleichem Muster, wie in der Abbildung VIIi, eine Strecke wie MD konstruiert wird (VIIii), werden die Punkte C und D aus demselben Grund gleichzeitig bezüglich ihres Symmetrie-Mittelpunktes M, wie die Punkte A und B.

Stachel:
Aufgrund einer von der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit bedingten Kugelförmigkeit der Licht-Signalfront und aufgrund der angenommenen Konstanz der Lichtgeschwindigkeit an sich, ist die Behauptung Einsteins, dass das aus dem Mittelpunkt M ausgesandte Lichtsignal, bloß die beiden Enden (AB) des geradlinigen Stabes gleichzeitig erreicht, unvollständig.
Vollständig und widerspruchsfrei wäre die Behauptung, dass die Licht-Signalfront sämtliche Punkte gleichzeitig erfasst, welche (innerhalb ein und derselben Gegenwart) gleich weit von M entfernt sind.

Widersprüchlich ist dabei die geometrische Konstruktion der Definition Einsteins: wie wir der Abbildung VIIii leicht entnehmen können, erfüllt die Verbindung BD (rot gezeichnet) die Bedingung der Gleichzeitigkeit, nicht aber die von Einstein definierte. Die Bezugsebene der Gleichzeitigkeit darin, ist die Symmetrie der Punkte B und D bezüglich M. Diese ist aber keine von Einstein verlangte Seitensymmetrie bezüglich eines Punktes, der „auf einer Verbindungsstrecke“ in „der Mitte“ „zwischen“ p,q platziert ist.

Ein weiterer Widerspruch zeigt es sich auch darin, dass zwischen B und D ein zusätzlicher Symmetrie-Mittelpunkt m definiert werden könnte, welcher der Definition Einsteins genügen würde, obwohl die Punkte B und D anhand ihrer Ausrichtung bezüglich M bereits als gleichzeitig zu bezeichnen wären (VIIiii). Die Punkte B und D würden somit jede Verbindung mit ihrem Symmetriemittelpunkt M verlieren und einem komplett anderem physikalisch-geometrischen System angehören. Ihre Gleichzeitigkeit mit den Punkten A und C könnte gänzlich unerkannt bleiben.
Dies würde nicht passieren, wäre die anfangs zitierte Definition vollständig formuliert.

Wir haben somit gezeigt, dass die Definition der Gleichzeitigkeit von A. Einstein unvollständig ist, und (deshalb) auf Widersprüche führt, qed.

Vollständig formulierte Definition der Gleichzeitigkeit:
Zwei oder mehr beliebige Punkte A,B,C werden dann gleichzeitig von einer sich im Vakuum mit Lichtgeschwindigkeit ausbreitenden, kugelsymmetrischen Signalfront erfasst, wenn sie im Augenblick der Erfassung identische Distanz zum Symmetrie-Mittelpunkt M dieser Signalfront besitzen. Identische Distanz der Punkte A,B,C zum Symmetrie-Mittelpunkt M, zusammen mit dem Prinzip der Konstanz der Vakuum-Lichtgeschwindigkeit determinieren, dass die Ankunft des Lichtsignals in A, in B und in C gleichzeitig erfolgt.

Notiz: Wenn zwei oder mehr Punkte innerhalb ein und derselben Gegenwart von einer sich aus ihrem gemeinsamen Symmetrie-Mittelpunkt M ausbreitenden Licht-Signalfront L erfasst werden, dann sind diese Punkte, als eine Konstellation, kugelsymmetrisch um M angeordnet – nur in diesem Fall ist es nämlich möglich, dass sie von L gleichzeitig erfasst werden.

Zur Gültigkeit der absoluten Gegenwart.

Zur Erinnerung.

Definition der Gleichzeitigkeit von A. Einstein: „Es seien A, B zwei Punkte des Inertialsystems K, etwa die Endpunkte eines relativ zu K ruhenden Stabes, dessen Mittelpunkt M sei. Von M werde ein Lichtsignal nach allen Seiten ausgesandt. Das Prinzip der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit zwingt uns zu der Festsetzung, dass die Ankunft des Lichtsignals in A und die Ankunft in B gleichzeitig seien.“

Definition der Gleichzeitigkeit von M. Zasada: Ereignisse geschehen gleichzeitig, wenn sie innerhalb einer und derselben Gegenwart geschehen.

Feststellung z: Zwei kausal entkoppelte Ereignisse A und B erfolgen gleichzeitig genau dann, wenn sie innerhalb einer und derselben Gegenwart eines geeigneten Referenzsystems als gleichzeitig konstatiert werden, und/oder beide innerhalb einer absolut gültigen Gegenwart geschehen.

Beweis z: Wenn zwei distante Ereignisse A und B aus der Perspektive des Mittelpunktes M der Strecke A-B gleichzeitig erfolgen, dann erfolgen sie gleichzeitig innerhalb einer und derselben Gegenwart des Punktes M, sowie gleichzeitig bezogen auf die Gegenwart in absolutem Sinne.


Zum Unterschied zwischen der Gleichzeitigkeit und der Gegenwart der Ereignisse.

Mit dem Erstellen universalgültiger Beweise und Definitionen der „Gegenwart“ und der „Gleichzeitigkeit“ entstand eine neue physikalische Konvention. Es entstand eine theoretische Berechtigung und zugleich eine Möglichkeit, die Existenz einer absoluten Gegenwart des Universums zu postulieren.
Die Gegenwart ist keine Information, kein Ereignis und keine Welle, welche sich innerhalb des Raumes mit einer endlichen Lichtgeschwindigkeit fortpflanzen würde. Die Gegenwart wird auch durch keine kausal-zeitliche Relation der „Gleichzeitlichkeit“ übertragen („Postulate der Gleichzeitigkeit 1-3″). Sie hat vielmehr mit dem Wesen der Wirklichkeit selbst zu tun.
Das Konzept der „Gegenwart“ im engeren Sinn erweist sich als unvereinbar mit dem Konzept der Relativität, sodass in der Relativitätstheorie generell mit dem Begriff „Gleichzeitigkeit“, statt mit dem Begriff „Gegenwart“ operiert wird. Wikipedia behauptet sogar, Gegenwart sei kein „Gegenstand“ der Physik. Doch kann das wirklich ernst gemeint sein? Wie soll Gegenwart kein Gegenstand der Physik sein, wenn Zeit ein solcher ist, und dieselbe Wikipedia an einer anderen Stelle beschreibt „die wohl markanteste Eigenschaft der Zeit“ als einen Umstand, „dass es [innerhalb der Zeit] stets eine in gewissem Sinne aktuelle und ausgezeichnete Stelle zu geben scheint, die wir die Gegenwart nennen, und die sich unaufhaltsam von der Vergangenheit in Richtung Zukunft zu bewegen scheint.“

Die Idee der Gegenwart wirkt sich deshalb auflösend auf die Idee der Relativität aus, weil die absolute Gültigkeit der Gegenwart nicht bloß denkbar ist, sondern, nimmt man die Sache eng, notwendig angenommen werden muss.

These: Die absolute Gegenwart muss notwendig im gesamten Raum des Universums gelten.

Wenn nämlich innerhalb der lokalen Gegenwart kein kausaler Zeitverzug stattfindet, dann ist auch innerhalb der universellen Gegenwart kein kausaler Zeitverzug möglich (Zum allgemeingültigen Begriff der Gegenwart. Definition 3.| Behauptung 2.). Die Gegenwart besitzt keine Bezugssysteme, zwischen denen sich eine Verbindung zwischen Ursache und Wirkung oder eine sonstige Bezugsrelation bilden könnte.

Bei der „Gleichzeitigkeit“ der Relativitätstheorie handelt es sich u.a. noch um „Konstatierung der Koinzidenz„, also um die Wahrnehmung einer übermittelten Information über einen bestimmten Zustand der Welt. Diese Information wird nicht instantan, sondern mit einer bestimmten Geschwindigkeit übermittelt – im günstigsten Fall mit der höchsten Geschwindigkeit, die es gibt – mit der Lichtgeschwindigkeit. Doch auch der Wert dieser Grenzgeschwindigkeit ist in der Natur begrenzt. Diese Tatsache entscheidet über die Gültigkeit der „Relativität“ in bezug auf die Wahrnehmung, darunter auf die Wahrnehmung der Information über „Gleichzeitigkeit“ bestimmter Ereignisse. Deshalb auch ist jede „Gleichzeitigkeit“ von Ort und Zeit ihrer Wahrnehmung so stark abhängig – und gerade deshalb ist die Gleichzeitigkeit der Ereignisse fast immer relativ.

Die Relativitätstheorie gilt offensichtlich ausschliesslich für Systeme, in welchen eine Information über räumliche, und, infolge der prinzipiellen Endlichkeit der Übertragungsgeschwindigkeit, über zeitliche Distanzen übermittelt wird.
Innerhalb der Gegenwart findet aber keine Aktion, keine Verbindung zwischen den Punkten und auch keine noch so mikroskopische Übermittlung der Signale statt. Innerhalb der Gegenwart können sich deshalb gar keine Relationen zwischen den Systemen bilden. Innerhalb der Gegenwart sind auch wir Menschen kommunikationsunfähig und völlig einsam.


Über Definition der Gleichzeitigkeit .

Wir definieren zwar die „Gleichzeitigkeit“ zweier Ereignisse über Gegenwart, d.h. wir definieren die Gegenwart als „Maß“ oder als „Bezugselement“ der Gleichzeitigkeit, doch eine umgekehrte Relation erweist sich als ausgeschlossen. Jede Definition der Gegenwart, welche über „Gleichzeitigkeit“ ginge müsste geradezu falsch sein, denn die „Gegenwart“, im Gegensatz zur „Gleichzeitigkeit“ sehr konkret innerhalb der Zeit verankert ist.
Der Zeitpunkt der Gleichzeitigkeit der Dinge ist dagegen völlig irrelevant – Dinge können morgen oder vor 100 Jahren gleichzeitig (gewesen) sein. Die Gegenwart eines Ereignisses (auch die der Gleichzeitigkeit) bestimmt dagegen sowohl die Simultanität der beteiligten Ereignisse, als auch ihren genauen Zeitpunkt.
Wir können daran nicht nur die Bezugsasymmetrie zwischen den Begriffen „Gegenwart“ und „Gleichzeitigkeit“, sondern auch die Vergeblichkeit jeder Anstrengung erkennen, die „Gegenwart“ des Geschehens mittels der „Gleichzeitigkeit“ der Ereignisse zu definieren, denn täte man das, fehlte der Gegenwart das wichtigste Attribut: der genaue Zeitpunkt…Wir erkennen jedoch daran, mittelbar, dass unsere „Definition der Gleichzeitigkeit“, welche die Gleichzeitigkeit der Ereignisse über ihre Gegenwart definiert, richtig ist.


Über das Universum als Bezugssystem. Über die Gegenwart darin.

Wenn man die Wirklichkeit aus der Perspektive der Gegenwart betrachtet, verlieren sämtliche Naturprinzipien, wie das Relativitätsprinzip oder das Prinzip der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum ihre Gültigkeit und ihren Sinn.

Es ist klar und unstrittig, dass sämtliche Bezugssysteme des Universums grundsätzlich gleichberechtigt sind, und das kein Bezugssystem vor den anderen bevorzugt gilt…mit einer einzigen, durchaus eminenten Ausnahme: mit Ausnahme des Bezugssystems „Universum“ selbst.
Definieren wir nämlich das gesamte Universum als ein Bezugssystem, können wir zwar all seine Bestandteile darauf beziehen, doch die Bildung einer umgekehrten Relation erweist sich als ausgeschlossen. Die Bezugsrelation zwischen den Bestandteilen des Universums und dem Universum selbst, ist nämlich nicht wie alle anderen Bezugsrelationen symmetrisch. Das Universum kann nicht als sein eigener Bestandteil betrachtet werden…somit kann es ausschliesslich auf sich selbst als eine Einheit und auf das, was sich eventuell außerhalb von ihm befindet, bezogen werden (hier endet die universelle Gültigkeit des Relativitätsprinzips)

Das Koordinatennetz des Universums beinhaltet zwar sämtliche an ihm beteiligte Punkte, aber es lässt sich kein universalgültiges Koordinatensystem aus der Perspektive der an dem Universum beteiligten Bezugssysteme bilden. Es besteht also einerseits die Relation der Identität zwischen dem Universum und den beteiligten Bezugssystemen, es besteht aber andererseits keine umgekehrte Relation, denn kein Bezugssystem des Universums kann, wenn man es auf das Universum selbst bezieht, als gleichberechtigt betrachtet werden.
Das Universum als eine Ganzheit kann zudem auf keine Bewegung und auf keine sonstige Dynamik in seinem Inneren bezogen werden, denn es kann ihm keine Referenz eines übergeordneten Bezugssystems zugeteilt werden kann.
Dies bedeutet konkret, dass das Universum mit jedem Bestandteil, mit jeder Bewegung in seinem Inneren als identisch betrachtet werden kann, aber kein Bestandteil und keine Bewegung wird darin umgekehrt als das Referenzsystem seiner eigenen Dynamik betrachtet.
Die Gültigkeit des Relativitätsprinzips kann daher nicht als absolut betrachtet werden. Die bekannten Naturgesetze betreffen nicht das Universum als Ganzes. Ihre Gültigkeit ist vielmehr lokal, denn die letztere lässt sich anhand keiner endgültigen Referenz absolut und endgültig entscheiden.
Insbesondere lässt sich unter bestimmten Umständen die Existenz nichtrelativistischer Eigenschaften annehmen, welche das Universum als Ganzes betreffen, wie etwa die Existenz einer absolut gültigen Gegenwart.

In einem System der absoluten Gegenwart wäre aber die Konstatierung der Gleichzeitigkeit der Ereignisse unabhängig davon möglich, ob eine reelle Möglichkeit der Konstatierung dieser Gleichzeitigkeit jeweils bestehen würde, oder nicht.
In einem solchen System wäre die Konstatierung der Gleichzeitigkeit vor allem unabhängig von der Gleichzeitigkeit bestimmter Anzeigen mit konkreten Ereignissen und unabhängig vom Bewegungszustand der betroffenen Bezugssysteme möglich.
Wenn sich nämlich die Existenz der Gegenwart zwischen zwei beliebig weit voneinander entfernten Punkten des Universums beweisen lässt (dieses haben wir im vorangegangenen Paragraphen gezeigt), ist die Existenz der absoluten Gegenwart innerhalb des gesamten Kontinuums bereits erwiesene Tatsache, und zwar nicht nur aufgrund des durchgeführten Beweises, sondern vielmehr anhand dessen, dass die Gegenwart keine Information ist, welche etwa übertragen werden würde und welche von der Übertragungsgeschwindigkeit ihrer Signale abhängig wäre, sowie anhand der Erkenntnis, dass die Gegenwart ein universalgültiger Kontext des Geschehens ist, daher keinen Gesetzen der Relativität unterliegt. Diesem unterliegen nämlich ausschliesslich Übertragungssignale, Körper oder Informationen, wie die in blau gezeichneten:

img_2848Fig. 1

These: Den Gesetzen der Relativität unterliegen ausschliesslich Dinge (Informationen, Körper, Felder, Signale…), welche durch den Raum zwischen den Punkten des materiellen Universums unter Zeitverlust übermittelt werden.

Unterläge auch Gegenwart den Gesetzen der Relativität, müsste die Existenz der „Gegenwartswelle“ postuliert werden, denn jede Information und jedes Signal, welche übermittelt werden, eines Übertragungsmediums, wie etwa Licht-, Funk- oder Schallwellen etc. benötigt.

Man kann anhand der obigen Zeichnung erkennen, dass die Information, welche raumzeitlich zwischen den Punkten verschickt wird, mit einer endlichen Geschwindigkeit übermittelt wird, und dass (gerade deshalb) eine instantane Übermittlung der Information ausgeschlossen ist. Wir erkennen aber,  dass eine instantane Verbindung zwischen den räumlichen Punkten einer und derselben Ebene der Gegenwart dennoch existiert (und zwar jeweilig zwischen den Punkten a,b,c,d,e,f / a‘,b‘,c‘,d‘,e‘,f‘ und a“,b“,c“,d“,e“,f“). Diese Verbindung existiert ungeachtet der Tatsache, dass überhaupt keine Übermittlung der Information zwischen den genannten Punkten möglich ist. Diese Verbindung existiert allein anhand der Existenz der jeweiligen „Ebene der Gegenwart“. Da aber Gegenwart nicht den Gesetzen der Relativität unterstellt werden kann, kann ihre Absolutheit angenommen, und auch die Tatsache bestätigt werden, dass eine singuläre Gegenwart eines beliebigen Punktepaares bereits über die Gegenwart sämtlicher Punkte innerhalb des Universums entscheidet.

Fig. 2: Dargestellt ist der identische Koordinatenbereich wie bei Fig. 1. Hervorgehoben ist die unterste „Ebene der Gegenwart“ – darin die Verbindung zwischen den Punkten a und (respektive a und e‘)Die Linie „Informationsübertragung a-e“, welche die Punkte a  und e‘  verbindet, zeichnet den Weg, welchen die zu übertragende Information zurücklegen muss, wenn die Absicht besteht, diese von a nach e zu übertragen.

In Fig. 3 ist der betrachtete Bereich nochmals hervorgehoben: Punkt a könnte darin die aktuelle Gegenwart der Erde, Punkt e die aktuelle Gegenwart des Mondes darstellen:


Fig. 3

Zu erkennen ist die Verbindungslinie der Informationsübertragung zwischen den Punkten a und e‘ und die gestrichelte kürzeste Verbindungslinie zwischen den Punkten a und e. Die letztere ist im Sinne der Einsteinschen „Definition der Gleichzeitigkeit“ präpariert [aus dem Mittelpunkt M der Strecke a-e werden kugelförmig Lichtsignale ausgesandt, deren Ankunft bei a und e (Konstanz der Lichgeschwindigkeit im Vakuum vorausgesetzt), gleichzeitig erfolgt].
Die daraus logisch zu schliessende Existenz einer und derselben Gegenwart in den Punkten a (Erde) und e (Mond) wird notwendig angenommen.

Beweis: Wenn zwei distante Ereignisse a und e aus der Perspektive des Mittelpunktes M der Strecke a-e gleichzeitig erfolgen, dann erfolgen sie gleichzeitig innerhalb einer und derselben Gegenwart des Punktes M sowie gleichzeitig bezogen auf die Gegenwart im absoluten Sinne.  (Die Gültigkeit der „Definition der Gleichzeitigkeit“ von M. Zasada vorausgesetzt)

Die Gewissheit dessen, dass die Ereignisse bei Erde und Mond gleichzeitig erfolgen, erzielen wir dadurch, dass wir die Anordnung der originellen „Definition der Gleichzeitigkeit“ von Albert Einstein (s.o.) derart adaptieren, dass die Ankunft der Lichtsignale, welche vom Mittelpunkt M der Strecke Erde-Mond kugelförmig ausgesandt werden, bei beiden Endpunkten der Strecke, gleichzeitig erfolgen muss (Konstanz der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum vorausgesetzt).

Es wird in Fig. 3 anschaulich dargestellt, dass zwischen Erde und Mond zwei Zeitordnungen parallel existieren – zum einen die Zeitordnung der absoluten Gegenwart (der Beweis der Existenz dieser erfolgte gerade), zum anderen die Zeitordnung der relativistischen Signalübertragung, welche wie eine Relation zwischen zwei Objekten der Relativitätstheorie zu behandeln sei.
Es ist auf der Rechten Seite der Fig. 3 der Zeitversatz zwischen der irdischen Gegenwart a und der „Empfangs-Gegenwart“ des Mondes (e‘) dargestellt, welche übertragungsbedingt, in bezug auf die irdische Gegenwart, um ca. 1 Sekunde „später“ stattfindet (in der Zukunft liegt!). Zu beachten ist, dass nicht die Gegenwart zwischen Erde und Mond verzögert übertragen wird, sondern beispielsweise die Funksignale, die im Fall dieser singulären Entfernung ca. 1 Sekunde lang unterwegs sind, bis sie empfangen werden.

Das Gesetz der Distribution der Gegenwart: Lässt sich die Existenz einer und derselben Gegenwart zwischen zwei beliebig voneinander entfernten Punkten des Universums beweisen, so wird dadurch zugleich die Existenz einer universell für sämtliche Punkte des Universums gültigen Gegenwart bewiesen. Die Gegenwart ist nämlich keine Information, die unter Zeitverlust übertragen wird. Sie ist der absolute Kontext der Wirklichkeit. Als solcher attribuiert sie ohne Zeitverlust innerhalb des gesamten Raumes des Universums.

Fig. 4: Wir gehen aus von der Konstatierung der Gleichzeitigkeit zwischen den distanten Punkten A,B,C,D der quadratischen Anordnung I. Für diesen Zweck bestimmen wir den Mittelpunkt M der Strecken A-D/C-B. Aus diesem Punkt heraus wird ein Lichtsignal nach allen Seiten (kugelförmig) ausgesandt, welches, Konstanz der Lichtgeschwindigkeit vorausgesetzt, die Punkte A,B,C,D gleichzeitig erreicht. Um sich zu überzeugen, dass die Ankunft des Lichtsignals bei A,B,C,D nicht nur gleichzeitig, sondern auch innerhalb einer und derselben Gegenwart erfolgt, werden aus M gleichmäßig wiederholte Lichtsignale ausgesandt, welche von den bei A,B,C,D aufgestellten Uhren als Impuls-Referenzquelle ihrer jeweiligen Zeit übernommen werden. Damit stellen wir fest, dass in den Punkten A,B,C,D die Uhren absolut synchron laufen und dieselbe Zeit anzeigen (Gegenwart-Identität).

Nachfolgend teilen wir die Strecken A-M, B-M, C-M, D-M, indem wir deren jeweiligen Mittelpunkt m bestimmen (II). Wir gehen ähnlich vor, wie bei I, um die Gleichzeitigkeit an den Endpunkten der Strecken A-M, B-M, C-M, D-M zu konstatieren. Wir wiederholen den Vorgang unendlich oft (III, IV, V…).

Wir stellen fest, dass die Zeit sämtlicher Punkte INNERHALB der quadratischen Anordnung ABCD gleich ist (Gleich-Zeitigkeit) und dass sich sämtliche Punkte innerhalb dieser Anordnung, innerhalb einer und derselben Gegenwart befinden. Durch beliebig und beliebig oft durchgeführte (auch räumlich angeordnete, s. Fig. 5) Iteration der Operationen I, II, III, IV… der Anordnung ABCD kommen wir zur Einsicht, dass das „Gesetz der Distribution der Gegenwart“ eine allgemeine Gültigkeit im gesamten Raum des Universums besitzen muss. Somit ist die Aussage dieses Gesetzes folgerichtig.


Fig. 5

Fazit: Die Gegenwart ist absolut. Die Gegenwart ist keine Größe, die in der Zeit gemessen wird, sie ist vielmehr eine Eigenschaft der Zeit selbst, wie ein „Meter“ keine Eigenschaft einer bestimmten Strecke A-B ist, sondern die eines Meterstabes, mit dem der Abstand der Endpunkte der Strecke A-B abgetragen wird.

Mit „Gegenwart“ meine ich bestimmt kein Bezugssystem im Sinne der Relativitätstheorie, in welchem das Relativitätsprinzip, bzw. Äquivalenzprinzip und das Prinzip der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum gelten…die Gegenwart enthält ja keinen Inhalt, welcher mit einer bestimmten Geschwindigkeit zu übertragen wäre. Da in der Gegenwart keine Ereignisse und keine Informationen übertragen werden, ereignet sie sich auch nicht – sie ist vielmehr ein Umstand oder ein Kontext der Ereignisse. Sie ist deshalb nicht an die Referenz irgendwelcher relativistischen Bezugssysteme gebunden.

Der Kategorienfehler der Gegenwart.

Ich entdecke einen kapitalen Fehler in der Physik: nicht die Gegenwart wird nämlich über Distanzen übertragen, sondern die Signale und Informationen, welche aus einer bestimmten Gegenwart versendet und in einer bestimmten Gegenwart empfangen werden. Die Behauptung, die Gegenwart auf dem Mond in Bezug auf die irdische, um eine Sekunde versetzt sei, sei falsch. Nicht die Gegenwart wird nämlich zwischen Erde und Mond übemittelt, sondern die Information, das Licht oder die Funksprüche der Bodenstation und der Apollo-Crew. Es stimmt auch nicht, dass die Gegenwart der Andromeda-Galaxie und die aktuelle Gegenwart auf Erden um ca. 2.500 000 Lichtjahre auseinanderliegen. Die Signale der Andromeda-Galaxie, welche uns hier erreichen, sind Träger der Information, welche über 2,5 Millionen Jahre unterwegs gewesen sind, um uns zu erreichen.
Es ist nicht die Zeit (also auch nicht eine bestimmte „Gegenwart“), welche mit dem Licht der Andromeda-Sterne übertragen wird – übertragen wird
 allein das Licht (das Bild) dieser Sterne. Allein aufgrund der Entfernung zwischen der Milchstrasse und der Galaxie M-31 und aufgrund dessen, dass der Wert der Lichtgeschwindigkeit endlich sei, sei dieses Licht nach 2,5 Millionen Jahren hier zu empfangen. Das, was mit dem Licht übermittelt wird, ist bestimmt nicht die seit seiner Emission vergangene Zeit, sondern eine Information. Man kann mit Gewissheit behaupten, dass es aktuell, parallel zu irdischem Hier und Jetzt, das Licht der Andromeda-Sterne produziert wird, welches uns erst in 2,5 Millionen Jahren erreichen wird…Es ist die Information über einen bestimmten Zustand, welche so lange unterwegs gewesen ist, nicht etwa die Gegenwart.
Die Überzeugung, die Gegenwart (im Sinne der Gleichzeitigkeit) sei „relativistisch“, ist, angesichts der vorgestellten Fakten und Beweise, unhaltbar. Es ist und bleibt ein Postulat der Relativitätstheorie und kein Naturgesetz.


Anhang: Das Gesetz der Existenz innerhalb der Gegenwart.

These 1: Neben der Beweise der absoluten Gegenwart und neben des Gesetzes der Distribution der Gegenwart, lässt sich auch die Gleichzeitigkeit sämtlicher Ereignisse innerhalb einer singulären und absolut gültigen Gegenwart des Universums beweisen…

Sie sagen nicht „es ist unmöglich“, Sie sagen nicht „aber Einstein, aber die Relativität der Gleichzeitigkeit!“, Sie sagen nicht „es gibt kein einziges Objekt im Universum, das sich nicht relativ zu einem anderen Objekt bewegen würde“…Sie sagen es nicht, weil Sie nun wissen, dass es für die allgemeine Gültigkeit des Relativitätsprinzips eine Ausnahme gibt: das Universum selbst.

These 2: Es existiert kein einziges Bezugssystem innerhalb des Universums, das in bezug auf das Universum nicht absolut gleichzeitig (mit ihm) wäre („gleichzeitig“ in meinem Sinne: „sich innerhalb einer und derselben Gegenwart wie das Universum befindend“).

Bezeichnung: Wir definieren das Universum als „Bezugssystem U„.

Wir betrachten das Universum als ein Bezugssystem, das (mangels weiterer äquivalenter Bezugssysteme U’,U”) lediglich in Bezug zu sich selbst steht.

These 3: Es existiert innerhalb von U kein einziges System u, in Bezug auf welches, sich die Bewegung von U konstatieren ließe.

Der Ausdruck “Es existiert innerhalb von U kein einziges System u” bedeutet, dass neben U keine äquivalente (gleichwertige, gleichberechtigte) Bezugssysteme u’,u” oder U’,U” existieren, welche in einem gleichwertigen Bezug zu U stehen würden. Gäbe es solche Bezugssysteme, ließe sich anhand dieser Existenz beispielsweise über Bewegung von U oder seine Dynamik aussagen.

Sämtliche Bezugssysteme, welche innerhalb U bestehen, oder definiert werden können, können nicht in einem gleichberechtigten, symmetrischen Bezug zu U stehen. Dies bedeutet ausdrücklich nicht, dass sie prinzipiell in keinem Bezugsverhältnis zu U stehen – wenn sie aber in einem Bezugsverhältnis zu U stehen, stehen sie jedoch in keinem wechselseitig gleichberechtigten, symmetrischen Bezugsverhältnis mit U.

Feststellung 1: Es Existiert innerhalb von U kein einziges System u, das in bezug auf U nicht innerhalb von einer und derselben Gegenwart mit ihm stünde.

Die Existenz innerhalb einer und derselben Gegenwart erfüllt die Voraussetzung der Identität des Universums mit sich selbst. Nur das, was in derselben Gegenwart wie das Bezugssystem U geschieht, kann auch U oder ein „Bestandteil von U“ genannt werden.

Die Gegenwart ist die Eigenschaft einer jeden Existenz, ob es sich nun um meine, um Ihre, um die Existenz des gesamten Universums oder bloß um die der Galaxie M-34 handelt ist gleich. Die Gegenwart ist überall dieselbe.

Das Gesetz der Existenz innerhalb der Gegenwart: Wenn zwei Existenzen (Ereignisse), wie etwa Sie und ich, koinzidieren, koinzidieren sie innerhalb einer und derselben Gegenwart.

Sie und ich „koinzidieren“, indem wir bloß simultan, d.h. gleichzeitig existieren, um zu koinzidieren, müssen wir uns nicht etwa am selben Ort und zur selben Zeit begegnen…die Tatsache unserer „Koinzidenz“ muss auch nicht großartig konstatiert werden. Wenn wir zugleich (auf Erden oder zwischen beliebigen Punkten des Universums) existieren, koinzidieren wir innerhalb einer und derselben Gegenwart.

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Hinweis: Erstveröffentlichung 05.02.2018 / ©Maciej Zasada
Nachdruck, Verwertung und / oder Verbreitung nur mit schriftlicher Genehmigung. Der Artikel und der Inhalt unterliegen dem deutschen Urheberrecht.

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Vollständig formulierte Definition und Beweis für die Existenz der absoluten Gegenwart.

Nachdem die Prozedur entstanden ist, welche es uns (nicht nur theoretisch) ermöglicht, eine gemeinsame Gegenwart für zwei beliebig voneinander entfernte Punkte (oder Ereignisse) innerhalb des Universums zu postulieren, wird nun versucht, eine Prozedur zu entwerfen, welche uns erlauben wird, dieselbe Gegenwart für sämtliche Punkte des Universums zu postulieren (wir werden versuchen, die zuerstgenannte Prozedur auf das gesamte Kontinuum des Universums zu verallgemeinern). Doch bevor ich dies vorstelle, sollte die theoretische Möglichkeit der Erstellung einer solchen Operation geprüft werden.

Dass sie notwendig ist, steht für mich außer Frage – absurd wäre nämlich die Vorstellung, Ereignisse im Universum geschähen in der Reihenfolge ihrer Wahrnehmung hier auf Erden, und nicht parallel mit der irdischen Gegenwart der irdischen Ereignisse (allein schon aus dem Grund, dass Ereignisse hier auf Erden durchaus parallel und nicht seriell geschehen). Naiv, wenn nicht gar absurd wäre ebenfalls die Vorstellung, alle Ereignisse im Universum stünden generell in einer relativistischen Beziehung zueinander (allein schon aus dem Grund, dass nicht jedes Ereignis auf Erden mit allen anderen irdischen Ereignissen in einer relativistischen Beziehung steht).
Die Relativität (der Gleichzeitigkeit) zeigt sich generell nur dann (wird nur dann erkenntnistheoretisch relevant), wenn Zeitpunkte der jeweiligen Ereignisse individuell gemessen, und wenn ihre gemessenen Werte bezüglich ihrer Gleichzeitigkeit oder Nicht-Gleichzeitigkeit miteinander verglichen werden. Wenn es anders wäre (wenn die Relativität in der Natur unabhängig von der Messung verankert wäre), müsste die thermodynamische Zeit relativistisch sein.
Dies ist aber nicht der Fall.
In der Quantentheorie haben wir erkannt, dass der Messvorgang entscheidend dafür ist, welche Wirklichkeit wir betrachten, bzw. wir haben experimentelle Befunde, die dafür sprechen, dass der Messvorgang einen unmittelbaren Einfluss auf die Wirklichkeit besitzt. In der Relativitätstheorie wird dieser Befund aber nicht berücksichtigt.
Ich behaupte trotzdem, dass die Relativitätstheorie ein propereres Mittel der Naturbeschreibung ist (allein schon aus dem Grund, dass sich mit ihr Voraussagen treffen lassen, die durch Beobachtung bestätigt werden). Die Relativitätstheorie ist aber außerstande die Frage zu entscheiden, ob die Wirklichkeit, die sie behandelt primär so ist, wie sie sie darstellt, oder ob ihre Voraussagen paradigmatisch für die Ergebnisse ihrer vergleichenden Messungen und Vorschriften sind. Für die endgültige Entscheidung dieser Frage ist es noch zu früh, aber wir kommen noch auf die Thermodynamik und auf die Quantenmechanik zu sprechen. Später. Zuerst behandeln wir §1.

Zur Gleichzeitigkeit:
Gleichzeitig ist, was innerhalb einer und derselben Gegenwart geschieht… Dies meint universell sowohl eine relativistische “In-bezug-auf-eine-externe-Referenz”–Gleichzeitigkeit, als auch eine absolute Gleichzeitigkeit referenz-entkoppelter Ereignisse (zum Bispiel zwischen einem “hier und jetzt” auf Erden und dem “Jetzt” des „andromedanischen Planeten X„).

Definition der absoluten Gleichzeitigkeit von M. Zasada:
Ereignisse geschehen gleichzeitig, wenn sie innerhalb einer und derselben Gegenwart an verschiedenen Orten stattfinden.

Definition der universellen Gleichzeitigkeit von M. Zasada:
Ereignisse geschehen gleichzeitig, wenn sie innerhalb einer und derselben Gegenwart geschehen.

Definition der relativen Gleichzeitigkeit von M. Zasada: 
Die Gleichzeitigkeit der Ereignisse A,B,C ist dann relativ, wenn sie sich entweder auf die Gegenwart eines Referenzsystems bezieht, und/oder* aus der Gegenwart eines Referenzsystems konstatiert wird.

*) Abhängig davon, ob es sich um ruhende oder bewegte Referenzsysteme handelt.

Definitorische Herleitung und Begründung der Gleichzeitigkeit: siehe hier.


Zur punktuell-gültigen Gegenwart:

Definition 1.
Univeselle Definition der punktuell-gültigen Gegenwart von M. Zasada:
Ein Ereignis geschieht innerhalb der Gegenwart, wenn es innerhalb seines exklusiven raumzeitlichen Standortes mit keinem anderen Ereignis identisch ist.

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Definition 2.
Universelle Definition der Gegenwart (gültig für Paare beliebig entfernter Punkte) von M. Zasada
[die Feststellung einer universellen Gleichzeitigkeit zweier Ereignispunkte unter Geltung einer Referenz (a) und unter Geltung einer übergeordneten Gesetzmäßigkeit (b)]

Zwei beliebig voneinander entfernte Punktereignisse A,B geschehen innerhalb einer und derselben Gegenwart:
a) wenn A,B, bezogen auf einen konkreten, jeweils bei A und bei B lokal empfangenen Impuls einer geometrisch günstig gelegenen Licht-Impuls-Referenzquelle (M), gleichzeitig erfolgen, oder
b) wenn die Gleichzeitigkeit von A und B die Folge einer übergeordneten physikalischen Gesetzmäßigkeit ist, welche in Form einer verlässlichen Information vorliegt.
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Die unten genannten geometrischen, physikalischen und quantenmechanischen Voraussetzungen gelten sowohl für Definition 2., als auch für Definition 3.


Einführung.
Seit Einstein behaupten wir, dass die Gleichzeitigkeit relativ ist. Doch stellen wir uns auch die Frage danach, warum es so ist?
Natürlich, sagen Sie, wenn wir die Lichtgeschwindigkeit als eine absolute (konstante) Grenzgeschwindigkeit innerhalb der Natur betrachten, dann müssen wir wohl die Relativität der Gleichzeitigkeit notwendigerweise annehmen, denn sogar diese maximale Übertragungsgeschwindigkeit letztlich endlich ist. Deshalb auch werden Informationen, welche mit dieser Geschwindigkeit übermittelt werden, höchstens mit gerade dieser Geschwindigkeit übermittelt. Wäre die Geschwindigkeit eines Übertragungsmediums unendlich, gäbe es auch kein Problem der Relativität – sämtliche Signale erreichten dann instantan ihre Bestimmungsorte, unabhängig davon, wie fern diese wären.
Aufgrund dieser Erkenntnis sind wir berechtigt zu behaupten, dass der Grund für die Relativität der Gleichzeitigkeit die Tatsache ist, dass zwischen dem Versenden einer Information und ihrem Empfang, stets eine Zeitdifferenz vorliegt. Diese ist darauf zurückzuführen, dass die Übertragungsgeschwindigkeit der beliebigen Signale endlich ist, daher jede Informationsübermittlung Zeit in Anspruch nimmt. Auch übrigens eine solche, die mittels der Lichtstrahlen übertragen wird, und auch solche, deren Strecke denkbar kurz ist.
Wir können das Problem am besten erkennen, wenn wir die akustische Analogie betrachten. Wie die Lichtgeschwindigkeit, ist auch die Geschwindigkeit des Schalls endlich – die Sende- und Empfangszeiten der Schallübertragungen sind daher auch bei Schallereignissen relativ und hängen stark von der Länge der Übertragungsstrecke ab. Da jedoch der Wert der Lichtgeschwindigkeit bezogen auf den Wert der Schallgeschwindigkeit unermesslich hoch ist, scheint die Tatsache, dass keine „Akustische Relativitätstheorie“ vor Einstein entstand, dadurch zu erklären zu sein, dass über die Jahrhunderte eine unendliche Geschwindigkeit des Lichts angenommen wurde, womit kein logischer Grund für die Entstehung des Relativitätsgedanken sich entwickeln konnte…Daher Newtons klassische Mechanik.
Eine akustische Methode der Validierung der logischen Sachverhalte innerhalb der Relativitätstheorie habe ich hier vorgeschlagen.

Geometrische Voraussetzung der universellen Gleichzeitigkeit i):
Zwei beliebig entfernte Punktereignisse A,B geschehen gleichzeitig, d.h. innerhalb einer und derselben Gegenwart, wenn folgende Bedingungen für A,B erfüllt sind:
Punkte A,B seien zwei Punkte auf der Geraden G. Es sei M der Mittelpunkt der Strecke A-B. Sei die Entfernung A-M genau bekannt. Sei Punkt B ein Punkt im Raum, der hinsichtlich M als eines symmetrischen Mittelpunktes der Strecke A-B, gegenüber A auf der Geraden G liegt. Sei B also genauso weit von M entfernt, wie A von M entfernt ist. Das gesamte Arrangement A-M-B befindet sich im Ruhezustand.

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Illustration: Arrangement A-M-B


Physikalische Voraussetzung der universell gültigen Gleichzeitigkeit i) und ii):
Es werden aus dem Mittelpunkt M der Strecke A-B, sich in gleichmäßigen Zeitintervallen wiederholende Lichtimpulse in alle Richtungen (kugelförmig) ausgesandt. Konstanz der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum vorausgesetzt, erreichen die einzelnen Lichtimpulse Punkte A und B gleichzeitig, also innerhalb einer und derselben Gegenwart (wenn man dem Begriff der Gegenwart die vorgeschlagene Definition 2. zugrundelegt). Diese Voraussetzung ist von der etwaigen Konstatierung der Gleichzeitigkeit der Ereignisse bei A und bei B (Koinzidenz) aus beliebigem Punkt Z heraus unabhängig. Sie zeugt von der Universalgültigkeit der Definitionen 2. und 3., denn sie ergibt sich aus dem logischen Aufbau des Arrangements A-M-B (und nicht aus der konkreten Konstatierung der Koinzidenz an den Punkten A und B). Sie gilt daher als eine allgemeingültige und verlässliche Information universell, denn ist ein Beobachter über die geometrischen und physikalischen Voraussetzungen der Definition 2., respektive Definition 3. informiert, muss er der Information über die Gleichzeitigkeit der Ereignisse A und B, gegenüber der eventuellen Konstatierung dieser Gleichzeitigkeit oder, was noch bedeutsamer ist, gegenüber der eventuellen Konstatierung der Nichtgleichzeitigkeit der Ereignisse A und B, den Vorrang geben.

Praktischer Beweis für die Gültigkeit und für die Zweckmäßigkeit der eingeführten physikalisch-geometrischen Voraussetzungen:
„Praktischer Beweis für die Existenz der universellen Gleichzeitigkeit sowie für die prinzipielle Möglichkeit der Existenz der universellen Zeit“ .

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Illustration: physikalische Voraussetzung.


Die soeben genannte Voraussetzung, genügt sowohl den Punkten a) und b) der Definition 2, als auch den Punkten i) und ii) der Definition 3.

“Quantenmechanische” Voraussetzung der universell gültigen Gleichzeitigkeit b) / ii):
Würden zwei physikalische Körper p, q miteinander wechselwirken, und würde ihre Wechselwirkung darin Ausdruck finden, dass p und q sich gegenseitig vernichteten oder synchron ihre Eigenschaften änderten (bspw. ihre Polarität oder ihren Spin bei verschränkten Photonenpaaren), dann spielte es physikalisch keine Rolle, ob aus der Perspektive eines bestimmten Beobachters der Augenblick der Veränderung von p und q als gleichzeitig konstatiert wäre, oder nicht.
Die Information, dass der Wechsel der Eigenschaften von p und q synchron zu erfolgen hat, wäre jeder physikalisch-relativistischen Erfahrung (Konstatierung) übergeordnet, d.h. auch in dem Fall, in dem, aus welchen Gründen auch immer, keine Gleichzeitigkeit der Ereignisse bei p und q festgestellt werden könnte, wäre diese prioritär anzunehmen (Weil eine verlässliche, experimentell bestätigte Information über die Gleichzeitigkeit der Ereignisse bei p und bei q vorliegen würde).
Der Besitz gerade dieser entscheidenden Information wäre notwendig jeder tatsächlichen “Konstatierung der Koinzidenz” oder “Konstatierung der Nicht-Koinzidenz”übergeordnet. Dies stellt die Äquivalenz her zwischen der a priori bestehenden Information über p,q und der Konstatierung (Wahrnehmung, Messung) des konkreten Zustandes von p,q als gleichberechtigten physikalischen Methoden der Erkenntnisgewinnung und stellt die Einsteinsche Behauptung, dass ausschliesslich eine „Konstatierung der Koinzidenz“ die Grundlage der physikalischen Erfahrung stellen kann. Die Grundlage der physikalischen Erfahrung kann durchaus eine a priori vorliegende Information über einen bestimmten physikalisch relevanten Umstand sein.
Dies erachte ich als durchaus bedeutsam, denn eine Physik, welche ausschliesslich auf Konstatierung der Koinzidenzen aufbauen würde, wäre angesichts der Entwicklung der virtuellen Wirklichkeit beispielsweise, logisch unvollständig. In unserer Zeit bedeutet nämlich Information alles – sie ersetzt die Konstatierung als Quelle der verlässlichen Erkenntnis (Zirkelschluss: zumal eine „Konstatierung“ als ein Akt der Informationsbeschaffung betrachtet werden kann).

Die soeben eingeführte Voraussetzung genügt dem Punkt b) der Definition 2 und Punkt ii) der Definition 3.

Zum allgemeingültigen Begriff der Gegenwart:
Dadurch, dass in der Definition 2. Punkte A,B in unbestimmter (beliebiger) Entfernung zueinander stehen, definieren sie die universalgültige Vorschrift bezüglich der Gleichzeitigkeit für ein beliebiges Punktepaar. Diese Vorschrift ist für beliebige Entfernungen zwischen jeweils zwei Punkten im Raum wohldefiniert.


Definition 3.

Universalgültige Definition der absoluten Gegenwart von M. Zasada:
[die Feststellung der absoluten Gleichzeitigkeit im gesamten Raum des Universums]


Wenn zwei beliebig voneinander entfernte Punktereignisse A,B unter der Einhaltung der Bedingungen i) und ii) und unter der Einhaltung der eingeführten geometrischen, physikalischen und quantenmechanischen Voraussetzungen, gleichzeitig, d.h. innerhalb einer und derselben Gegenwart N erfolgen, dann erfolgt auch jedes beliebige Punkt-Ereignispaar a,b, welches längs der Strecke A-B liegt, unter identischen Bedingungen und Voraussetzungen innerhalb einer und derselben Gegenwart N.



Bedingung i):
Punktereignisse A,B erfolgen dann gleichzeitig, d.h. innerhalb einer und derselben Gegenwart N, wenn man einen konkreten, jeweils bei A und bei B lokal empfangenen Impuls einer geometrisch günstig gelegenen Licht-Impuls-Referenzquelle M als Referenz ihrer jeweiligen lokal geltenden Zeitordnung einsetzt. Die besagte Referenzquelle muss dann aber zumindest den aufgeführten geometrischen, physikalischen und/oder quantenmechanischen Voraussetzungen genügen.

Bedingung ii): Punktereignisse A,B erfolgen dann gleichzeitig, d.h. innerhalb einer und derselben Gegenwart N, wenn die Gleichzeitigkeit von A und B die Folge einer übergeordneten physikalischen Gesetzmäßigkeit ist, welche in Form einer verlässlichen Information a priori vorliegt…

Erklärung:
Wenn jedes einzelne Ereignispaar innerhalb der Strecke A-B unter genannten Bedingungen und Voraussetzungen gleichzeitig, also innerhalb einer und derselben Gegenwart N erfolgt, dann erfolgen sämtliche Ereignispunkte des Kontinuums unter genannten Bedingungen und Voraussetzungen innerhalb einer und derselben Gegenwart N.
Grund: jede beliebige Strecke kann nämlich in unendlich viele Teilstrecken dividiert werden. Jedes Fragment einer nach Bedingung i) aufgebauten Versuchsanordnung, kann durch ein Mittelpunkt m in zwei gleiche Strecken mit Endpunkten a und b geteilt werden. Der Mittelpunkt der so entstandenen Strecke a-b würde dieselben Bedingungen und Voraussetzungen erfüllen, welche der Punkt M der Anordnung A-M-B erfüllt, und somit gewährleisten, dass Ereignispunkte a und b innerhalb einer und derselben Gegenwart N geschehen.
Diese Prozedur kann unendlich oft an unendlich vielen beteiligten Ereignispunkten der Strecke A-B wiederholt werden. Dies führt letztlich dazu, dass die Aussage der Definition 3. für die Strecke A-B(!) bestätigt werden kann, qed.

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Illustration: Down-Dividierung des Arrangements A-M-B

Verallgemeinerung:
Um universalgültige Gegenwart mittels der Definition 3. vollständig zu beschreiben, muss sich die Erklärung auf sämtliche Punkte-Paare des gesamten Universums verallgemeinern lassen…
Wir setzen daher dem Kontinuum des Universums folgende Voraussetzung:

Behauptung 1: Aus jedem einzelnen Punkt des Kontinuums heraus lasse sich eine unmittelbare geometrische Verbindung mit einem beliebigen Punkt des Kontinuums herstellen (sprich: Aus jedem einzelnen Punkt des Kontinuums heraus lasse sich eine Strecke bilden, die einen bestimmten ausgewählten Anfangspunkt mit einem beliebigen Punkt des Universums verbindet).

Damit wird gewährleistet, dass zwischen sämtlichen Punkten des Universums im Prinzip eine Paarbeziehung bestehen kann, welche den Bedingungen und Voraussetzungen der  Definition 3. genügt. Damit wird wiederum gewährleistet, dass wir eine allgemeingültige, universelle Definition der absoluten Gegenwart in der Tat erschaffen haben.

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Illustration der Behauptung 1


Behauptung 2: Wenn unter oben genannten Umständen eine und dieselbe Gegenwart N für „zwei beliebig weit voneinander entfernte Punktereignisse A,B“ gilt, dann gilt dieselbe Gegenwart N, unter denselben Umständen, für sämtliche Paare der Punktereignisse innerhalb des gesamten Universums.
Damit ist die logische Beweisführung der universellen Gültigkeit der absoluten Gegenwart vollständig und endgültig, somit gilt die Definition 3. (die Universalgültige Definition der absoluten Gegenwart) universell, qed.



Anhang:
Anhang 1. Verallgemeinerung des Arrangements A-M-B:
Die Gleichzeitigkeit der Ereignisse an den Endpunkten der Strecke A-B, kann nur im symmetrischen Mittelpunkt M der Strecke A–B konstatiert werden, oder (zusätzlich)
Verallgemeinerung 1. an einem beliebigen Punkt der Raumzeit, der eine geometrisch günstige Position bezüglich der Strecke A-B und insbesondere bezüglich der Endpunkte dieser Strecke, nämlich den Punkten A und B, besitzt.

Speziell werden hier diejenigen Punkte des Universums gemeint, welche innerhalb der Rotation-Symmetrie bezüglich Mittelpunktes M und bezüglich der Strecke A-B liegen. Die Anzahl dieser Punkte darf als unendlich bezeichnet werden.

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Verallgemeinerung 1: Strecken-Rotationssymmetrie bezüglich M und A-B:

Verallgemeinerung 2. an allen Punkten sämtlicher Geraden, die sich durch den Mittelpunkt M der Strecke A-B ziehen lassen und orthogonal (rechtwiklig) liegen bezüglich der Achse der Strecke A-B. Sowohl die Anzahl der Geraden, als auch ihrer Punkte darf hier als unendlich bezeichnet werden.

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Verallgemeinerung 2.: Geraden-Rotationssymmetrie bezüglich M und A-B.

Verallgemeinerung 3. Die Gleichzeitigkeit der Ereignisse an den Endpunkten der Strecke A-B lässt sich auch aus den bewegten Inertialsystemen heraus beobachten, deren Bewegung entlang der in Verallgemeinerung 2. erwähnten  Geraden und deren Bewegung entlang der in Verallgemeinerung 1. erwähnten Strecken stattfindet.
Die Verallgemeinerung 3. tangiert die Bedingungen i) und ii), denn sie ist sowohl wörtlich zu nehmen, als auch als eine Information, die eine Gesetzmäßigkeit des Arrangement A-M-B und der betreffenden Geraden/Strecken ausdrückt. Sie kann also unter bestimmten Umständen aufklärend sein, aufklärend im Sinne der Definition 3.ii).

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Verallgemeinerung 3. Rotationssymmetrie der Körper, die sich entlang der Geraden / Strecken bewegen, welche in den Verallgemeinerungen 1. und 2. spezifiziert sind.

Anhang 2. Prinzip der Gleichzeitigkeit .

Nachdem universalgültige Definition der absoluten Gegenwart aufgestellt ist, gelten die von uns entworfenen Definitionen der Gleichzeitigkeit universell.

Voraussetzung 1: Wenn unabhängig von der Messmethode Ereignisse im Universum gleichzeitig stattfinden, dann muss, neben der singulär gültigen, eine universell gültige (absolute) Gegenwart existieren, in der die Gleichzeitigkeit zwischen diesen Ereignissen stattfindet.

Feststellung z: Zwei kausal entkoppelte Ereignisse A und B erfolgen gleichzeitig genau dann, wenn sie innerhalb einer und derselben Gegenwart eines Referenzsystems konstatiert werden, oder innerhalb einer absolut gültigen Gegenwart geschehen.

Postulat der Gleichzeitigkeit 1: Zwei Ereignisse A und B geschehen gleichzeitig, wenn für sie keine Möglichkeit besteht, den Augenblick des jeweils anderen Ereignisses wahrzunehmen, bzw. diesen Augenblick aus ihrer aktuellen Perspektive zu registrieren, denn egal wo und wann ihre Gleichzeitigkeit stattfindet, findet sie innerhalb einer und derselben Gegenwart statt.

Postulat der Gleichzeitigkeit 2: Zwei Ereignisse A und B geschehen gleichzeitig, wenn kein kausaler Zusammenhang zwischen Ihnen besteht, denn egal wo und wann ihre Gleichzeitigkeit stattfindet, findet sie innerhalb einer und derselben Gegenwart statt.

Postulat der Gleichzeitigkeit 3: Zwei Ereignisse A und B geschehen gleichzeitig, wenn kein zeitlicher Zusammenhang zwischen ihnen besteht, denn egal wo und wann ihre Gleichzeitigkeit stattfindet, findet sie innerhalb einer und derselben Gegenwart statt.

 


Schlusswort:
Wir erkannten, dass die Gültigkeit der Relativitätsgesetze nicht in der Natur verankert ist, sondern dass diese Gültigkeit eine nützliche Konvention ist (denkt an die Relativität innerhalb der Akustik). In der Natur verankert ist vielmehr Thermodynamik.
Mehrere innerhalb des Universums miteinander kommunizierende Zivilisationen, könnten das System der Relativitätstheorie nur für die Raumzeit-Beschreibung aus ihrer lokal gültigen Perspektive benutzen. Um sich miteinander zu verständigen, müssten sie eine universalgültige Sprache entwickeln, welche über einen universellen, unmissverständlichen Zeit- und Ortsbegriff verfügte. Mit der Relativität hätte sie nichts zu tun. Das Wort „Universalgültig“ fehlt in der heutigen Physik vollständig.

Vielen Dank an Sie, meine Gäste, dass Sie mir bisher so tapfer gefolgt sind.

Ich versichere, dass ich alle Definitionen und Behauptungen, und dass ich alle vorgebrachten Beispiele und Assoziationen selbstständig entworfen habe, und dass ich mich höchstens an das allgemein zugängliche Vorbild von Albert Einstein gehalten habe, inklusive Definition der Gleichzeitigkeit §1. 1905 sowie seiner Idee der Einbindung der Gaußschen Koordinaten, um den Problemen aus dem Weg zu gehen. So schlau bin ich uch. Ich habe mich allerdings auch an Frank Wapplers Satz „Die Natur besitzt keine Koordinaten“ gehalten. Ich bedanke mich hiermit für die Vermittlung dieser durchaus wichtigen Erkenntnis.

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Hinweis: Erstveröffentlichung 16.01.2018 / ©Maciej Zasada
Nachdruck, Verwertung und / oder Verbreitung nur mit schriftlicher Genehmigung. Der Artikel und der Inhalt unterliegen dem deutschen Urheberrecht.

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Die METHODE. Wie die logischen Sachverhalte der Relativitätstheorie einfach und eindeutig überprüft werden können. 

Beweis der Stichhaltigkeit der „Definition der universalgültigen Punktgegenwart“ von M. Zasada.

Dadurch, dass der zeitbestimmende Bezug der Relativitätstheorie das Prinzip der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum ist, sind wir berechtigt zu behaupten, dass das Lichtsignal, welches vom Mond in Richtung Erde verschickt wird, etwa 1 Sekunde gebraucht, um auf der Erde empfangen zu werden. Dieselbe Situation kann nicht unmittelbar auf die Schallgeschwindigkeit als Übermittlungsmedium übertragen werden (zumindest solange nicht, solange es sich um Vorstellung einer Schallübertragung Mond-Erde handelt), doch wir können das Prinzip der relativistischen Übertragung im Prinzip auf jedes informationsübermittelndes Medium anwenden, dessen Fortpflanzungsgeschwindigkeit konstant sei.

Behauptung: Die Methode der akustischen Überprüfung der Gesetze der Relativität ist im Prinzip zulässig, denn die Schallgeschwindigkeit in der Luft im Idealfall konstant ist.

Alle hier besprochenen Situationen beziehen sich daher auf ein solches Idealfall, in dem sich der Schall gleichmäßig mit konstanter Geschwindigkeit von 1000km/h ausbreitet.

Stellen wir uns folgende Versuchsanordnung vor. Wir besprechen den hypothetischen Fall einer Theorie, die mit Methoden der Akustik die Relativität behandelt (Theoretisch wäre es möglich, dass so ein relativistisches System lange vor der Einführung der Relativitätstheorie von A. Einstein, sogar in der Antike, vorgestellt wäre).

Ein hypothetischer Sachverhalt der „relativistischen Akustik“.
Es stehen zwei Beobachter A und B im Abstand von genau 1000m voneinander entfernt. Sei A mit einem akkustischen Signalgeber S ausgestattet, der mittels eines Knopfes aktiviert wird. Lass es die Aufgabe von A sein, gleichzeitig mit der Betätigung des Aktivierungsknopfes, die Hand zu heben, um dem Beobachter B anzuzeigen, dass der Knopf betätigt wurde.
Wäre das Schallsignal von A im Augenblick t versendet, würde B feststellen, dass der Moment der Aktivierung von S wesentlich schneller von A angezeigt wird, als das dazugehörende Schallsignal bei ihm zu hören ist.
Sein Fazit müsste sein, dass es wesentlich mehr Zeit in Anspruch nimmt, eine Schallinformation über eine Entfernung von 1000m zu empfangen (immerhin gute 3 Sekunden), als die Information über die Versendung dieser Schallinformation visuell zu übermitteln.
Man könnte anhand dieser Differenz den genauen Wert der Schallgeschwindigkeit ermitteln sowie feststellen, das dieser immer einen konstanten Wert besitzt.
Von hier aus wäre die akustische „Wissenschaft“ nur einen kleinen Schritt von dem Versuch entfernt, eine schallbezogene Relativitätstheorie zu entwickeln.
Eine der Definitionen dieser „Relativitätstheorie“ würde einer der Gleichzeitigkeitsdefinitionen von Einstein sowie meinem „Praktischen Beweis für die Existenz der universellen Gleichzeitigkeit“ entsprechen (denn die Anordnung des zuletzt genannten, an die Anordnung einer der Gleichzeitigkeitsdefinitionen Einsteins angelehnt ist).
Stellen wir uns diese Definition nun vor.

Voraussetzung: Alle angesprochenen und alle beteiligten Bezugssysteme befinden sich im Ruhezustand.

Definition der Gleichzeitigkeit anhand der Konstanz der Schallwellen-Geschwindigkeit in der Luft.

Zwei um einen genau bestimmten, im Bereich der Hörbarkeit liegenden Abstand entfernte Punktereignisse A und B geschehen innerhalb einer und derselben Gegenwart:
a) wenn A,B bezogen auf einen konkreten, jeweils bei A und B lokal empfangenen Impuls einer geometrisch günstig gelegenen Schallimpuls-Referenzquelle, gleichzeitig erfolgen, oder
b) wenn die Gleichzeitigkeit von A und B die Folge einer übergeordneten physikalischen Gesetzmäßigkeit ist, welche in Form einer verlässlichen Information vorliegt.

Geometrische Voraussetzung der universellen Gleichzeitigkeit a):
Zwei um einen genau bestimmten, im Bereich der Hörbarkeit befindlichen Abstand entfernte Punktereignisse A,B geschehen gleichzeitig, d.h. innerhalb einer und derselben Gegenwart, wenn folgende Bedingungen für A,B erfüllt sind:
Punkte A,B seien zwei Punkte auf der Geraden G. Es sei M der Mittelpunkt der Strecke A-B. Sei die Entfernung A-M genau bekannt. Sei Punkt B ein Punkt im Raum, der hinsichtlich M als eines symmetrischen Mittelpunktes der Strecke A-B, gegenüber A auf der Geraden G liegt. Sei B also genauso weit von M entfernt, wie A von M entfernt ist.

Physikalische Voraussetzung der universell gültigen Gleichzeitigkeit a) und b):
Es werden aus dem Mittelpunkt M der Strecke A-B, sich gleichmäßig wiederholende Schallimpulse in alle Richtungen (kugelförmig) ausgesandt. Konstanz der Schallgeschwindigkeit in der Luft vorausgesetzt, erreichen die einzelnen Schallimpulse Punkte A und B gleichzeitig, also innerhalb einer und derselben Gegenwart (wenn man dem Begriff der Gegenwart, die vorgeschlagene “Definition der Gleichzeitigkeit anhand der Konstanz der Schallwellen-Geschwindigkeit in der Luft.” zugrundelegt). Diese Voraussetzung ist von der etwaigen Konstatierung der Gleichzeitigkeit der Ereignisse bei A und bei B (Konstatierungen der Koinzidenz) aus einem beliebigen Punkt Z heraus unabhängig. Sie zeugt von der Universalgültigkeit unserer Definition, denn sie ergibt sich aus dem logischen Aufbau des Arrangements A-M-B (und nicht aus der Konstatierung der Koinzidenz bei A und bei B). Sie gilt daher als eine allgemeingültige und verlässliche Information universell, denn ist ein Beobachter über die geometrischen und physikalischen Voraussetzungen unserer Definition informiert, muss er der Information über die Gleichzeitigkeit der Ereignisse bei A und B Vorrang geben hinsichtlich jeder physikalischen Konstatierung der Koinzidenz oder Nicht-Koinzidenz bei den Punkten A und B.

Wozu nun diese „akustische“ Analogie?
Was will ich damit ausdrücken?

Es ist ganz einfach: mit der aufgezeigten Analogie möchte ich auf den Umstand aufmerksam machen, dass die Gedankenexperimente der Relativitätstheorie, welche genuin mit dem Medium Licht operieren, sich prinzipiell mit Medium Schall reproduzieren lassen. Relativistische Effekte müssen sich nämlich im Prinzip innerhalb eines jeden Bezugsmediums, welches sich durch den Raum mit einer konstanten Geschwindigkeit fortpflanzt, zeigen (lediglich diejenigen Experimente und Sachverhalte, bei denen die Bezugspunkt-unabhängige Konstanz der Lichtgeschwindigkeit eine Rolle spielt, sind akustisch nicht reproduzierbar – für Bezugssysteme und Arrangements, die sich allgemein im Ruhezustand befinden, spielt das aber keine Rolle).
Dieser Umstand könnte beispielsweise dazu verwendet werden, die Ergebnisse der Relativitätstheorie auf einfache Weise praktisch zu überprüfen. In dieser Anzahl ließen sich u.a. sämtliche Gedankenexperimente zum Problem der Gleichzeitigkeit von Albert Einstein und auch diejenigen Gedankenexperimente überprüfen, welche ich selbst zum selben Problem entwickelte (auch übrigens die Probleme der Konstatierung der Koinzidenz, an denen Leute wie Frank Wappler und Dr. Wolfgang Engelhardt sich seit Jahren abmühen).
Es ließe sich beispielsweise auch mein „Praktischer Beweis für die Existenz der universellen Gleichzeitigkeit“ überprüfen. Die Gleichzeitigkeit, welche sich darin auf beiden Seiten eines Pulsars zeigt, ist nämlich ganz konkret, es ist keine „hypothetische“ Annahme eines hypothetischen Wertes, sondern ein vollwertiger Beweis der universellen Gleichzeitigkeit und ein vollwertiger Beweis der tatsächlichen Existenz einer universalgültigen Gegenwart.

Sehen Sie selbst:

Die Methode der akustischen Überprüfung eines relativistischen Beweises von M. Zasada (gemeint ist der Beweis für die Stichhaltigkeit der Definition der universellen Punktgleichzeitigkeit zweier Punkte).

Meine Vorgehensweise ist zugegebenermaßen unorthodox. Ich verwende unorthodoxe Methoden und ich assoziiere unorthodox. Meine Methodologie entspricht aber irgendwie der Vorgehensweise, welche auch Albert Einstein seinerzeit einsetzen musste, um seine Relativitätstheorie innerhalb der physikalischen „Esoterik“ zu etablieren. Ich kümmere mich nicht um die methodischen Vorschriften, welche sowieso nur deshalb existieren, um die Relativitätstheorie innerhalb ihrer Doktrin und innerhalb ihrer Vorschriften, d.h. als ein Dogma, unangreifbar zu machen. Als erfahrener und im Kampf erprobter Logiker, bin ich nicht nur imstande dies klar zu erkennen, sondern auch zu verurteilen.

Voraussetzungen des Versuches: Seien Punkte A,M,B Punkte auf einer Geraden G, welche am Boden eines überdimensionalen Fußballstadions aufgezeichnet ist (dies zeigt, dass der Maßstab des Arrangements A-M-B begrenzt ist, und sich auf der Oberfläche unseres Planeten abspielt…). Sei M eine impulsgebende Schallquelle, mit regelmäßiger und gleichmäßiger Periodizität der ausgestrahlten Schallwellen-Impulse. Sei die Entfernung A-M genau bekannt (beispielsweise 500m). Sei Punkt B ein Punkt, der hinsichtlich M als eines Mittelpunktes der Strecke A-B, gegenüber A auf der Geraden G liegt. Sei B also genauso weit von M entfernt, wie A von M entfernt ist.

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Der originelle Beweis der Existenz der universalgültigen Gleichzeitigkeit und der universellen Zeit ist hier (erneut) angegeben (Link).

Beweis: Zwei um einen genau bestimmten, im Bereich der Hörbarkeit befindlichen Abstand entfernte Punktereignisse A,B verfügen über identische (eine und dieselbe) Gegenwart, wenn sich in der Mitte der Strecke A-B (dann aber durchaus auf der Geraden G) eine Quelle pulsierender Schallwellen-Impulse befindet, deren regelmäßige Frequenzperiode bei A und B einzeln detektiert wird. Die Uhren, welche bei A und B entstehen, und welche als Grundlage ihrer jeweiligen zeitlichen Periodizität, die Taktfrequenz genannter Quelle übernehmen würden, würden, Konstanz der Geschwindigkeit, mit der sich Schallwellen in der Luft fortpflanzen vorausgesetzt, bezogen aufeinander synchron laufen und dieselbe Zeit anzeigen (die Zeit-Referenzquelle wäre für beide Zeitsysteme die Taktfrequenz einer und derselben Signalquelle, womit [zugleich] die Gleichzeitigkeit der Uhrenanzeige bei A und bei B gewährleistet wäre). Vorausgesetzt also, die Geschwindigkeit, mit welcher sich Schallwellen in der Luft ausbreiten, konstant sei, würde das von M ausgestrahlte Signal Punkte A und B innerhalb einer und derselben Gegenwart erreichen und darüberhinaus die Grundlage der identischen Zeit in beiden Systemen bilden.

Wie wir weiter oben festgestellt haben, würde die Verwendung der Schallwellen als Informationsübertragungsmediums erhebliche Probleme mit sich bringen. Es würden sich insbesondere erhebliche Probleme darin zeigen, dass die „allgemein gültige“ Zeit, sollte sie durch akustische Signale übertragen werden, bezogen auf unterschiedliche Standorte sehr ungenau sein dürfte. In einem akustischen Zeit-Übertragungssystem ließe sich praktisch keine Gleichzeitigkeit der Ereignisse feststellen. In der hypothetischen „akustischen Relativitätstheorie“ wäre die universelle Gleichzeitigkeit der Ereignisse, (wie sie (NOTA BENE!) aktuell in der modernen Relativitätsphysik undenkbar ist), undenkbar sein.

Erst der oben aufgeführte Beweis würde unmißverständlich und definitiv zeigen, dass eine unmöglich geglaubte Gleichzeitigkeit der distanten Ereignisse und eine für Punkte dieser Ereignisse „gemeinsame Gegenwart“, nicht nur denkbar, sondern tatsächlich und praktisch innerhalb einer identischen Zeit bei den Punkten A und B messbar ist!
(Dies völlig unabhängig von der Tatsache, dass die Geschwindigkeit des Schalls verhältnismäßig gering ist, und unabhängig davon, dass bei A und B das Schallereignis jeweils mit erheblicher Verspätung empfangen wird, und schließlich auch unabhängig davon, dass keine unmittelbare Möglichkeit der Konstatierung der Gleichzeitigkeit aus den Punkten A,B heraus existiert).
Diese Feststellung besitzt Relevanz nicht nur innerhalb der hypothetischen Wirklichkeit, in der eine „akustische Relativitätstheorie“ gültig wäre, sie besitzt freilich Relevanz auch für die Zulässigkeit meines eigenen Beweises, der innerhalb der Wirklichkeit entsteht, in der die Relativitätstheorie von Albert Einstein eine naturerklärende Stellung besitzt. Durch die „Projektion der Eigenschaften“ können wir genau den Mechanismus nachvollziehen, der den Umstand entscheidet, dass zwei beliebig weit voneinander entfernte Punkte A und B, unter genau bestimmten und dem Beweis vorausgesetzten physikalisch-geometrischen Umständen, nicht nur gleichzeitig erfolgen, sondern auch eine gemeinsame Gegenwart und somit eine gemeinsame Zeit besitzen.
Dies gilt sowohl für die akustische, als auch für die relativistische Versuchsanordnung, doch bei dem akustischen Fall liegen die Unterschiede einerseits eindeutig meßbar vor, andererseits zeigen sie sich deutlich und einleuchtend. Deshalb sind sie auch so wertvoll: sie zeigen die Relativität klar und eindeutig, sie konfrontieren nicht mit kaum vorstellbaren Geschwindigkeiten und mit teils unklaren Kontexten.

Und das finde ich gut. Trotz Pössels Geschrei – an der Theorie wird (weiterhin) akribisch gearbeitet.


Hinweis: Erstveröffentlichung 14.01.2018 / ©Maciej Zasada
Nachdruck, Verwertung und / oder Verbreitung nur mit schriftlicher Genehmigung. Der Artikel und der Inhalt unterliegen dem deutschen Urheberrecht.

Praktischer Beweis für die Existenz der universellen Gleichzeitigkeit sowie für die prinzipielle Möglichkeit der Existenz der universellen Zeit von M. Zasada.

Voraussetzungen: Seien Punkte A,M,B, Punkte auf einer Geraden G. Sei der Planet Erde der Punkt A des Arrangements A-M-B, sei M ein Pulsar mit regelmäßiger und gleichmäßiger Periodizität der ausgestrahlten Elektromagnetischen Impulse. Sei die Entfernung A-M genau bekannt. Sei Punkt B ein Punkt im Universum, der hinsichtlich M als eines Mittelpunktes der Strecke A-B, gegenüber A auf der Geraden G liegt. Sei B also genauso weit von M entfernt, wie A von M entfernt ist.

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Vereinbarung: Wir vereinbaren, dass in Anbetracht der großen Entfernungen, die Systembewegung bei A, B und M außer Acht gelassen wird, und dass sich die Systeme A,M,B jeweils für sich, als auch aufeinander bezogen, im Ruhezustand befinden.

Beweis: Zwei beliebig weit voneinander entfernte Punkte A und B verfügen über identische (eine und dieselbe) Gegenwart, wenn sich in der Mitte der Strecke A-B (dann aber durchaus auf der Geraden G) eine Quelle pulsiernder elektromagnetischer Strahlung (Pulsar) befindet, deren regelmäßige Frequenzperiode bei A und bei B einzeln detektiert wird. Die Pulsaruhren, welche bei A und B entstünden, und welche als Grundlage ihrer jeweiligen zeitlichen Periodizität, die Taktfrequenz genannter Quelle übernehmen würden, würden, Konstanz der Geschwindigkeit, mit der sich elektromagnetische Strahlung im Vakuum fortpflanzt vorausgesetzt, bezogen aufeinander synchron laufen und dieselbe Zeit anzeigen (die Zeit-Referenzquelle wäre für beide Zeitsysteme die Taktfrequenz einer und derselben Signalquelle, womit [zugleich] die Gleichzeitigkeit der Uhrenanzeige bei A und bei B gewährleistet wäre). Vorausgesetzt also, die Geschwindigkeit, mit welcher sich elektromagnetische Strahlung im Vakuum ausbreitet konstant sei, würde das von M ausgestrahlte Signal Punkte A und B innerhalb einer und derselben Gegenwart erreichen und darüberhinaus die Grundlage der identischen Zeit in beiden Systemen sein, qed.

Die weltweit erste Pulsar-Uhr wurde 2011 in Danzig installiert (als Zeitreferenz dienen dort Signale der 6 ausgesuchten Pulsare): https://en.m.wikipedia.org/wiki/Pulsar_clock
Eine Vorstellung der Lösung des Problems ist also keineswegs nur hypothetisch.


Hinweis: Erstveröffentlichung 14.01.2018 / ©Maciej Zasada
Nachdruck, Verwertung und / oder Verbreitung nur mit schriftlicher Genehmigung. Der Artikel und der Inhalt unterliegt dem deutschen Urheberrecht.

Universelle Definition der Gegenwart (gültig für Paare beliebig entfernter Punkte) von M. Zasada

Ursprünglich bei Scilogs publiziert (mit dem Hinweis auf eine interessante „wissenschaftliche“ Auseinandersetzung. So ergeht es einem wie mir, wenn er mit Beamten und Polizisten des Geistes kommuniziert – ich wurde gesperrt)

Motto: Jede Aussage ist wahrscheinlich falsch, doch jedes Vorausgesagte kann der Angelpunkt des Denkens sein.


Definition 1.

Definition der punkt-gültigen Gegenwart von M. Zasada:
Ein Ereignis geschieht innerhalb der Gegenwart, wenn es innerhalb seines exklusiven raumzeitlichen Standortes mit keinem anderen Ereignis identisch ist.

Definition 2.
Universelle Definition der Gegenwart (gültig für Paare beliebig entfernter Punkte) von M. Zasada
[die Feststellung einer universellen Gleichzeitigkeit unter Geltung einer Referenz (a) oder unter Geltung einer übergeordneten Information (b)]

Zwei beliebig voneinander entfernte Punktereignisse A,B geschehen innerhalb einer und derselben Gegenwart:
a) wenn A,B, bezogen auf einen konkreten, jeweils bei A,B lokal empfangenen Impuls einer geometrisch günstig gelegenen Impuls-Referenzquelle, gleichzeitig erfolgen, oder
b) wenn die Gleichzeitigkeit von A und B die Folge einer übergeordneten physikalischen Gesetzmäßigkeit ist, welche in Form einer verlässlichen Information vorliegt.

Geometrische Voraussetzung der universellen Gleichzeitigkeit a):
Zwei beliebig entfernte Punktereignisse A,B geschehen gleichzeitig, d.h. innerhalb einer und derselben Gegenwart, wenn folgende Bedingungen für A,B erfüllt sind:
Punkte A,B seien zwei Punkte auf der Geraden G. Es sei M der Mittelpunkt der Strecke A-B. Sei die Entfernung A-M genau bekannt. Sei Punkt B ein Punkt im Raum, der hinsichtlich M als eines symmetrischen Mittelpunktes der Strecke A-B, gegenüber A auf der Geraden G liegt. Sei B also genauso weit von M entfernt, wie A von M entfernt ist. Das gesamte Arrangement A-M-B befindet sich im Ruhezustand.

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Physikalische Voraussetzung der universell gültigen Gleichzeitigkeit a) und b):
Es werden aus dem Mittelpunkt M der Strecke A-B, sich gleichmäßig wiederholende Lichtimpulse in alle Richtungen (kugelförmig) ausgesandt. Konstanz der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum vorausgesetzt, erreichen die einzelnen Lichtimpulse Punkte A und B gleichzeitig, also innerhalb einer und derselben Gegenwart (wenn man dem Begriff der Gegenwart die vorgeschlagene “Definition der absolut-gültigen Gegenwart I” zugrundelegt). Diese Voraussetzung ist von der etwaigen Konstatierung der Gleichzeitigkeit der Ereignisse bei A und bei B (Koinzidenz) aus beliebigem Punkt Z heraus unabhängig. Sie zeugt von der Universalgültigkeit der Definition 2., denn sie ergibt sich aus dem logischen Aufbau des Arrangements A-M-B (und nicht aus der Konstatierung der Koinzidenz bei A,B). Sie gilt daher als eine allgemeingültige und verlässliche Information universell, denn ist ein Beobachter über die geometrischen und physikalischen Voraussetzungen der Definition 2. informiert, muss er der Information über die Gleichzeitigkeit der Ereignisse bei A und B der Konstatierung der Koinzidenz oder Nicht-Koinzidenz Vorrang geben.

Die soeben aufgeführte Voraussetzung genügt sowohl Punkt a) als auch Punkt b) der Definition 2.

“Quantenmechanische” Voraussetzung der universell gültigen Gleichzeitigkeit b):
Würden zwei physikalische Körper p, q miteinander wechselwirken, und würde ihre Wechselwirkung darin Ausdruck finden, dass p und q sich gegenseitig vernichteten oder synchron ihre Eigenschaften (bspw. ihre Polarität oder Spin) änderten, dann spielte es physikalisch keine Rolle, ob aus der Perspektive eines bestimmten Beobachters der Augenblick der Veränderung von p und q als gleichzeitig konstatiert wäre, oder nicht.
Die Information, dass der Wechsel der Eigenschaften von p und q synchron zu erfolgen hat, wäre jeder physikalisch-relativistischen Erfahrung (Konstatierung) übergeordnet, d.h. auch in dem Fall, in dem, aus welchen Gründen auch immer, keine Gleichzeitigkeit der Ereignisse bei p und q festgestellt werden könnte, wäre diese prioritär anzunehmen (Weil eine verlässliche Information über die Gleichzeitigkeit von p,q vorliegen würde).
Der Besitz gerade dieser entscheidenden Information wäre jeder tatsächlichen “Konstatierung der Koinzidenz” oder “Nicht-Koinzidenz” übergeordnet.

Die soeben aufgeführte Voraussetzung genügt Punkt b) der Definition 2.

Weiterführend: Vollständig formulierte Definition und Beweis der Existenz der absoluten Gegenwart.


Hinweis: Erstveröffentlichung 14.01.2018 / ©Maciej Zasada
Nachdruck, Verwertung und / oder Verbreitung nur mit schriftlicher Genehmigung. Der Artikel und der Inhalt unterliegt dem deutschen Urheberrecht.

Die Vorstellung der absoluten Zeit. Die Anmerkungen zur Gültigkeit.

Anmerkung zu GPS:
Das GPS-System funktioniert vor Allem deshalb, weil die Zeitgrundlage der Positionsberechnung darin absolut ist (die Taktfrequenz des GPS-Systems, also seine systeminterne “Gegenwart”, gilt universell für alle teilnehmenden Satelliten und Instanzen: das GPS-System operiert mit einer absoluten Zeitlichkeit – es existiert eine GPS-Zeit, mit der das gesamte Global Positioning System synchronisiert wird. Geringe Abweichungen von dieser Zeit bei der integrierten Uhr des GPS-Empfängers führen dazu, dass eine Position des GPS-Empfängers berechnet werden kann.
Die Positionsbestimmung mittels GPS erfordert also einer universell synchronisierten (absoluten) Zeit. Die Zeit zu “synchronisieren” bedeutet aber nichts anderes als ihr eine absolute und universalgültige Gegenwart zugrunde zu legen. Wenn die Errichtung eines Systems der interstelaren Positionsbestimmung irgendwann notwendig sein sollte (spätestens dann, wenn Reisen im All alltäglich werden, wie das heutige Autofahren etwa), dann wird sich die Notwendigkeit der Unifikation des Zeitimpulses innerhalb des  gesamten Raum des Universums von alleine ergeben; dann wird sich die Position im Raum anhand des relativen, ortsabhängigen Zeitunterschiedes, bezogen auf das absolute Impuls der Zeit, berechnen lassen; dann wird die Existenz der absoluten Zeit und der universalgültigen Gegenwart im Raum des Universums selbstverständlich sein. Warum nicht jetzt?

Anmerkung zur Gültigkeit der relativen Zeit im Hinblick auf die Gültigkeit der normativen Absolutheit:
Wenn wir etwa von Gravitation als einer Krümmung der Raumzeit sprechen, dann operieren wir bereits mit einem Modell der Abweichung von der universalgültigen Norm (wir können uns die gekrümmte Raumzeit nur dann singulär vorstellen, wenn wir uns die Raumzeit ansonsten als eben (oder flach), d.h. nicht gekrümmt, vorstellen. Wir sind in der Lage eine Krümmung nur innerhalb einer nichtgekrümmten Umgebung erkennen – die Ebenheit der Raumzeit ist die Norm oder der modellhafte Standardzustand, in dem sich die Raumzeit im “ausbalancierten” “Normalzustand” befindet. Dieser Standardzustand gilt als ein Richtwert, an dem wir uns sowohl beim Definieren (ART), als auch beim vergleichenden Erkennen der Gravitation (Gravitationswelle) halten, und an dem wir uns auch dann halten, wenn wir das auszudrücken versuchen, was wir mit bloßem Begriff “Gravitation” bezeichnen möchten.
Dasselbe gilt für den Begriff der “Relativität”: wenn wir diesen Begriff in ein Zeitmodell einführen, dann nehmen wir stets absolute Werte als einen Maßstab der Relativität (der Zeit). Wir können nur mittels der absoluten Zeitwerte den Maß an Zeitrelativität ermitteln.

Wie und warum wollen wir denn, unter den oben aufgeführten Umständen, den Begriff der absoluten Zeit als “falsch” bezeichnen und “praktisch” aufgeben?


Hinweis: Erstveröffentlichung 14.01.2018 / ©Maciej Zasada
Nachdruck, Verwertung und / oder Verbreitung nur mit schriftlicher Genehmigung. Der Artikel und der Inhalt unterliegt dem deutschen Urheberrecht.

Der Beweis für die Gültigkeit der absoluten Zeit von…Albert Einstein.

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“Es seien A, B zwei Punkte des Inertialsystems K, etwa die Endpunkte eines relativ zu K ruhenden Stabes, dessen Mittelpunkt M sei. Von M werde ein Lichtsignal nach allen Seiten ausgesandt. Das Prinzip der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit zwingt uns zu der Festsetzung, dass die Ankunft des Lichtsignals in A und die Ankunft in B gleichzeitig seien. Damit haben wir eine physikalisch sinnvolle Definition der Gleichzeitigkeit gewonnen.”
A. Einstein


These:
 Oben aufgeführte Definition der Gleichzeitigkeit von A. Einstein definiert nicht den relativistischen Begriff der Gleichzeitigkeit. Sie ist eine sinnvolle und durchaus gültige Definition der absoluten
Gleichzeitigkeit…


Beweis:
Stellen wir uns vor, wir bezeichneten mit AB, statt Endpunkte eines relativ zu K ruhenden Stabes, die Endpunkte der Strecke zwischen Erde und einem andromedanischen Planeten, und mit M den Mittelpunkt dieser Strecke in der Gegenwart t. Es treffe auf die modifizierte Situation folgendes zu: werde aus M ein Lichtsignal nach allen Seiten ausgesandt, so sei die Ankunft des Lichtsignals in A und in B gleichzeitig, Konstanz der Lichtgeschwindigkeit vorausgesetzt.

Diese modifizierte Definition der Gleichzeitigkeit versagt aus, dass nicht nur zwischen zwei Enden eines Stabes, unter bestimmten Voraussetzungen, eine Gleichzeitigkeit notwendigerweise zu ermitteln ist, sondern dass zwischen zwei beliebig weit voneinander entfernten Punkten des Universums eine solche Gleichzeitigkeitsrelation bestehen muss.

A und B können die Gleichzeitigkeit beliebiger Ereignisse im gesamten Universum markieren – sie sind in der Tat Grundpfeiler der Geltung einer absoluten Gleichzeitigkeit und somit einer absoluten Zeit.

Dies ist eine logische Konsequenz der Einsteinschen Definition der Gleichzeitigkeit. Und es spielt keine Rolle, ob sich die Endpunkte gegeneinander bewegen. Die Enrfernung zwischen A und B und die zwischen B und A ist innerhalb ein und derselben Gegenwart identisch.

Wir (Einstein inbegriffen) haben das Bild des Stabes vor Augen, genau wie der M.K., der den Zeigefinger anschaut, während man ihm den Mond zu zeigen versucht.
Die Punkte A und B können freilich die Enden einer beliebigen Strecke markieren, ob es Stab, Zug, Rakete oder eine willkürlich gewählte kosmische Entfernung sei.
So kam es also, das Albert Einstein mit seiner eigenen Definition, die Existenz einer absoluten Gleichzeitigkeit bewies (einer Gleichzeitigkeit, die, wenn man sie wie ich definiert (s.u.), innerhalb des gesamten Universums gilt und die Existenz einer absoluten Zeit geradezu determiniert).
Der Existenz der absoluten Gleichzeitigkeit und der absoluten Ordnung der Zeit wird in der Relativitätstheorie strikt widersprochen. Etwas voreilig wohl…

Die “Relativisten” sind wohl genauso „dumm“ wie die “Antirelativisten”.

Anhang:
Definition der absoluten Gleichzeitigkeit von M. Zasada (Fig. III):
Ereignisse geschehen gleichzeitig, wenn sie innerhalb einer und derselben Gegenwart an verschiedenen Orten stattfinden.

Definition der universellen Gleichzeitigkeit von M. Zasada (Fig.I, II, III):
Ereignisse geschehen gleichzeitig, wenn sie innerhalb einer und derselben Gegenwart geschehen.

Definition der relativen Gleichzeitigkeit von mz(allgemeingültig, d.h. gültig bezüglich ruhender und bewegter Systeme):
Die Gleichzeitigkeit der Ereignisse A,B,C ist dann relativ, wenn sich diese Gleichzeitigkeit entweder auf die Gegenwart eines Referenzsystems bezieht, und/oder* aus der Gegenwart dieses Referenzsystems konstatiert wird.

Universalgültige Definition der Gegenwart von mz:
Ein Ereignis geschieht innerhalb der Gegenwart, wenn es innerhalb seines exklusiven raumzeitlichen Standortes mit keinem anderen Ereignis identisch ist.


Hinweis: Erstveröffentlichung 30.12.2017 / ©Maciej Zasada
Nachdruck, Verwertung und / oder Verbreitung nur mit schriftlicher Genehmigung. Der Artikel und der Inhalt unterliegt dem deutschen Urheberrecht.

Konzepte der Gleichzeitigkeit und ihre logische Berechtigung. Der endgültige Beweis für die parallele Gültigkeit der absoluten Gleichzeitigkeit.

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Ich wiederhole die wichtigsten Definitionen, um Dir, mein lieber und geduldiger Gast, zu ermöglichen, meinem Gedankengange zu folgen, ohne hin und her durchs Internet springen zu müssen.

Definition der Gleichzeitigkeit von A. Einstein I (Fig. I):
Es seien A, B zwei Punkte des Inertialsystems K, etwa die Endpunkte eines relativ zu K ruhenden Stabes, dessen Mittelpunkt M sei. Von M werde ein Lichtsignal nach allen Seiten ausgesandt. Das Prinzip der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit zwingt uns zu der Festsetzung, dass die Ankunft des Lichtsignals in A und die Ankunft in B gleichzeitig seien. Damit haben wir eine physikalisch sinnvolle Definition der Gleichzeitigkeit gewonnen.“

Die Gleichzeitigkeit der Ereignisse A, B wird in (I) an einem Referenzpunkt (M) konstatiert. Sie berücksichtigt also die Relativität der Gleichzeitigkeit in bezug auf ein externes Bezugssystem und seinen Bewegungszustand.IMG_2678

 Fig. I, Die Lichtsignale werden von M ausgesandt und erreichen Punkte A, B gleichzeitig.

Wir wissen, dass die Gleichzeitigkeit vom Typ (I) eine Bezugspunkt-abhängige Gleichzeitigkeit ist. Befindet sich M nicht genau in der Mitte der Strecke A B, befinden sich K / K‘ (System K ist das in den Zeichnungen I-III dargelegte Bezugssystem A-M-B, System K‘ ist ein beliebiges Bezugsystem A-M‘-B) einzeln oder bezogen auf sich gegenseitig in Bewegung, oder unterliegen sie etwa dem Einfluss der Gravitation, so kann die reale Gleichzeitigkeit zwischen A und B nicht festgestellt werden. Die Gleichzeitigkeit von Typ (I) und (II) wird unmittelbar im Punkt M des Bezugssystems K oder im Punkt M‘ des Bezugssystems K‘ festgestellt. Mittelbar, und zwar durch Information über die Anordnung des Systems K / K‘, kann auf diese Gleichzeitigkeit aber auch von den Punkten A und B aus geschlossen werden (und zwar dann, wenn in Punkten AB die Information darüber vorhanden ist, dass Punkt M, von dem die Lichtsignale in AB empfangen werden, genau in der Mitte der Strecke AB liegt). Ist diese Information vorhanden und ist, ferner, die Information über die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit vorhanden, so können Beobachter in A und B durch logische Folgerung (nicht durch eine unmittelbar durchgeführte Messung) auf die Gleichzeitigkeit der Ereignisse AB schliessen).
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Fig. I.I, „Perspektive der Beteiligten“ auf das Bezugssystem K.

Es zeigt sich, dass die Information über das System K ausschlaggebend dafür ist, was über die Gleichzeitigkeit der Ereignisse A und B gewusst und ausgesagt wird. Denn befindet man sich als Beobachter im Punkt A oder B der Anordnung K, so kann man über die Mittelposition M auch ohne das Anlegen des Maßstabs entscheiden. Etwa dadurch, dass man den zeitlichen Unterschied der Lichtimpulse, welche von M ausgesandt werden, und welche von den in Punkten A und B aufgestellten Spiegeln reflektiert zurück im Punkt M ankommen solange vergleicht und so lange den sich in M befindlichen Lichtdetektor in der Achse A-B hin und her bewegt, bis man die Gleichzeitigkeit der von A und B kommenden Signale feststellt.
Daraus kann zugleich geschlossen werden, dass Punkt M sich genau in der Mitte zwischen A und B befindet und dass Ereignisse A und B gleichzeitig erfolgen (wir betrachten hier den Fall eines ruhenden Systems K).

Erkenntnis: Man kann also die Ergebnisse der physikalischen Messung durch logische Folgerung vorwegnehmen oder gar ersetzen.

Nichts anderes geschieht in der folgenden Modifizierung.

Definition der Gleichzeitigkeit von A. Einstein II(Fig. II): Die oben aufgeführte Definition (I) kann einfach modifiziert werden, indem an den Punkten A, B Spiegel aufgestellt werden, welche jeweils das von M kommende Lichtsignal reflektieren und in Richtung M zurückschicken. Die Signale, welche, auf diese Weise umgeleitet, den Punkt M erreichen, sollten, die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit vorausgesetzt, den Mittelpunkt zwischen A,B gleichzeitig erreichen und seinen Ort (M) eindeutig bestimmen.
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Fig. II. Die reflektierten Lichtsignale erreichen Punkt M gleichzeitig.

Erkenntnis z: Die Konstatierung der Gleichzeitigkeit im Punkt M im Sinne (II) ist ein einziges Ereignis mit exklusiven Koordinaten x,y,z,t.
Noch einmal: im Punkt M geschieht ein einziges Ereignis der „Konstatierung der Gleichzeitigkeit“, keine zwei Ereignisse gleichzeitig. Die Ereignisse, deren Gleichzeitigkeit in M konstatiert wird, befinden sich außerhalb von M und haben von M verschiedene Koordinaten, nämlich die der Punkte A und B.
Die im Punkt M konstatierte Gleichzeitigkeit erfolgt nicht im Punkt M, sie manifestiert sich lediglich darin. Punkt M ist ihre „Anzeige“, wie jeder andere berechtigte Bezugspunkt, welcher sich in geeigneter Position bezüglich AB befindet. Es ist daher klar, dass die Festellung der Gleichzeitigkeit im Punkt M eine Abbildung jener mehr oder weniger tatsächlich stattfindenden (vom Ort des Bezugskörpers abhängigen) Gleichzeitigkeit ist.

Folgende Behauptung Einsteins, welche zusammen mit seiner Definition der Gleichzeitigkeit formuliert wurde, erachte ich somit für widerlegt:

Physikalische Erfahrungen sind immer Konstatierungen der Koinzidenzen. Diese (Koinzidenzen) finden darin Ausdruck, dass zwei oder mehr Ereignisse dieselben Koordinaten (x, y, z, t) haben“.

Die Behauptung Einstein’s ist falsch, weil man nicht behaupten könne, die Welt, die man an einem bestimmten Punkt M zu einer bestimmten Zeit t wahrnimmt, geschehe an diesem konkreten Punkt M(t). Vielmehr nimmt man sie im Punkt M(t) wahr, inklusive all den sich darin punktuell manifestierenden, distanten Ereignissen.
Die Teilnahme an der Welt im Punkt M(t) berechtigt den Betrachter dazu, die Welt aus M heraus zu beobachten; sie berechtigt nicht die Welt (x‘,y‘,z‘,t‘) innerhalb des Punktes M (x,y,z,t) parallelerweise zu geschehen. Die Welt geschieht nämlich nicht in M, sie zeigt sich, sie ist aus der Perspektive von M sichtbar.
Diese Erkenntnis berechtigt mich dazu, eine prinzipielle Anmerkung zu machen.


Prinzip der absoluten Gleichzeitigkeit von M. Zasada:
Zwei oder mehr Ereignisse können nur dann gleichzeitig erfolgen, wenn sie einander distant sind.

In dem Prinzip der absoluten Gleichzeitigkeit von M. Zasada wird der Möglichkeit der Koordinaten-Identität differenter Ereignisse (Koordinaten-Koinzidenz: x,y,z,t = x‘,y‘,z‘,t‘) widersprochen.
Folgendes Postulat bekräftigt die Aussage des Prinzips noch einmal.

Postulat der Identität der Sache mit sich selbst (Zasada):
Ein Ereignis ist dann und nur dann mit sich selbst identisch (wesensgleich), wenn es innerhalb seiner exklusiven Koordinaten x,y,z,t mit keinem anderen Ereignis gleichzeitig ist.

Im Umkehrschluss bedeutet das Postulat der Identität der Sache mit sich selbst folgendes. Wenn ein Ereignis K an einem bestimmten Punkt im Raum zu einer gegebenen Zeit stattfindet (K = x,y,z,t), dann kann es entweder gleichzeitig mit einem anderen Ereignis K‘ stattfinden, das an einem anderen Ort geschieht (K = x,y,z,t; K‘ = x‘,y‘,z‘,t), oder mit K‘ an demselben Ort, dafür aber nicht gleichzeitig geschehen (K = x,y,z,t; K‘ = x,y,z,t‘).
Eine raumzeitliche Koinzidenz im Sinne Einsteins ist unmöglich.
Aus dieser Erkenntnis folgt:

Definition der absoluten Gleichzeitigkeit von M. Zasada (Fig. III):
Ereignisse geschehen gleichzeitig, wenn sie innerhalb einer und derselben Gegenwart an verschiedenen Orten stattfinden.

IMG_2677Fig. III, Ereignisse A,B erfolgen gleichzeitig, unabhängig von der Existenz eines externen Referenzsystems.

Die Gleichzeitigkeit zwischen Ereignissen A,B ist hier (Fig. III) vom Bezugspunkt unabhängig. Sie ergibt sich aus dem absoluten Wert der Gegenwart und einer daraus resultierenden absoluten Koordinatenordnung.
Die Existenz der absoluten Werte wird zwar von der Relativitätstheorie strikt abgelehnt, aber nur aufgrund der Gültigkeit der relativen Zeit (Gleichzeitigkeit), welche aus den Gleichzeitigkeits-Modellen (I) und (II) logisch folgt. Wenn aber an der Relativität der Gegenwart und an der Relativität der Eigenzeit eines jeden Koordinatensystems unkritisch festgehalten wird, so folgt daraus, dass es überhaupt keine Gleichzeitigkeit der Ereignisse im Universum möglich ist. Diese Annahme ist tragisch und absurd, doch keine andere Aussage kann aus dem Kontext der unbedingten Relativität dazu entstehen. Es ist aber (auf der anderen Seite) selbstverständlich und unumstritten, dass die Tatsache, dass ich mir im Moment Butter aufs Brot schmiere, gleichzeitig mit unzähliger Anzahl der Ereignisse im gesamten Universum ist.

Fazit: Auch dann, wenn Einstein jede nichtphysikalische Erfahrung für „nicht physikalisch“ hält (physikalische Erfahrung hier: durch eine Messung bestätigtes Ergebnis einer Untersuchung), so haben wir in (I) gezeigt, dass durchaus physikalisch relevante Ergebnisse erreicht werden können, welche nur auf Basis logischer Überlegung entstehen.
Daher, auch wenn wir nicht imstande sind, die Faktizität der aktuellen Gegenwart auf den unbekannten Planeten der Andromeda-Galaxie unmittelbar festzustellen, so, aufgrund der logischen Folgerung, sind wir dennoch in der Lage, diese Faktizität anzunehmen, genauso, wie wir die Universalität der lokalen Gegenwart hier auf Erden nicht nur hypothetisch anzunehmen pflegen.
Wir können mit ruhigen Gewissen voraussetzen, dass eine absolute Gleichzeitigkeit der Ereignisse existiert (dies ist die logische Konsequenz daraus, dass die Existenz synchron laufender Uhren bei GPS, eine physikalische Voraussetzung dieses System ist; und auch daraus, dass die Existenz synchron laufender Uhren auf Erden und auf dem Mond oder Mars denkbar ist – wie? Genauso, wie wir es bei (I) gezeigt haben:

Modell der Gleichzeitigkeitsermittlung bei distanten, in keiner unmittelbaren Beziehung zueinander stehenden Ereignissen.
Denken wir uns die Synchronität zwischen zweier Uhren, die jeweils auf Erden und auf dem Mars platziert sind. Für diesen Zweck würde eine Sender-Empfänger-Einheit „M“ in den Weltraum zwischen Erde und Mars geschickt. Diese würde ein kugelwelliges elektromagnetisches Signal aussenden, das, eine „zentrale“ Position von M bezüglich Mars und Erde vorausgesetzt, jeweils gleichzeitig Erde und Mars erreichte. Von dort wären seine Impulse, mittels angebrachter Vorrichtung reflektiert und zurück zum Sendeeinheit „M“ geschickt. Die Synchronität dieser Anordnung könnte selbstständig durch die Einheit „M“ gewährleistet sein: die Ungenauigkeit der Uhren, sowie andere Unstimmigkeiten (bsw. variierende Entfernung zwischen Erde und Mars im Bezug auf M etc.), könnten durch stetige Veränderung der Position von „M“ in Achse Erde-Mars korrigiert werden. Somit erhielte man ein System, das die Zeit zwischen Erde und Mars weitgehend perfekt synchronisierte (die Einheit M in der Mitte der Strecke zwischen Erde und Mars würde die Synchronität der Zeit zwischen Mars und Erde gewährleisten, sodass die irdische Zeit, der Zeit auf dem Mars genau entspräche).
Wenn dies denkbar ist, dann ist eine universelle Synchronität sämtlicher Zeit- und Koordinatensysteme des Universums denkbar und kein Wunder, womit die Formulierung der Definition der universellen Gleichzeitigkeit berechtigt ist.


Definition der universellen Gleichzeitigkeit von M. Zasada
(Fig.I, II, III):
Ereignisse geschehen gleichzeitig, wenn sie innerhalb einer und derselben Gegenwart geschehen.

Die Definition der universellen Gleichzeitigkeit verbindet die Prinzipien der Relativität und der Absolutheit der Gleichzeitigkeit (und der Zeit). Es finden zwei bis jetzt als unvereinbar geltende Perspektiven darin Platz:

Perspektive a (Fig. I, II: relativ)
Die Gleichzeitigkeit (die Gegenwart) der Ereignisse A und B ist relativ und abhängig von der Referenz eines Betrachtungspunktes dann, wenn dieser der Bezugspunkt dieser Gleichzeitigkeit ist (Bezugspunkt der Gleichzeitigkeit AB hier: Punkt M und sämtliche Bezugspunkte, welche sich in geeigneter Position bezüglich AB befinden).

Bemerkung: Wenn ich behaupte „die Gleichzeitigkeit der Ereignisse A und B ist abhängig von der Referenz eines Betrachtungspunktes“, meine ich nicht, dass die Gleichzeitigkeit AB vom Zustand des Bezugspunktes M abhängt, ich meine damit ausdrücklich, dass Gleichzeitigkeit der Ereignisse A und B nur bezogen auf die Position und den Bewegungszustand des Punktes M existiert. Diese Gleichzeitigkeit existiert ausdrücklich nicht bezogen auf Ereignisse A und B selbst (Erkenntnis z, s.o.). Innerhalb der Perspektive a sind die Begriffe der Relativitätstheorie gültig.

Perspektive b (Fig. III: absolut)
Die Gleichzeitigkeit (die Gegenwart) der Ereignisse A und B ist absolut und unabhängig von der Referenz eines Betrachtungspunktes dann, wenn sie sich allein auf sich selbst bezieht (d.h. auf die Elemente des Systems K, welche bezugspunktunabhängig gleichzeitig geschehen (hier: A,B).

Bemerkung: Wenn ich behaupte „die Gleichzeitigkeit der Ereignisse A und B ist unabhängig von der Referenz eines Betrachtungspunktes“, so meine ich, dass die Gleichzeitigkeit der Ereignisse A und B sich ausschliesslich auf die Punkte A und B bezieht. Ich betrachte diese Gleichzeitigkeit als eine objektive Tatsache, die völlig unabhängig vom Beobachter und seinem Bewegungszustand stattfindet. Man könnte mit Recht behaupten, Perspektive b wäre die Perspektive eines nicht observierenden Beobachters!

Daraus folgt:
Auf der universellen Ebene stellen wir fest, dass das, wie die Ereignisse interpretiert werden (aber auch das, wie sie sich dem Beobachter zeigen – Stichwort: „Gleichzeitigkeit“), maßgeblich davon abhängt, ob sie sich nun auf den Beobachter beziehen oder nicht (d.h. ob sie observiert werden oder nicht).
Ist der Beobachter der Bezugspunkt des Ereignisses A (Perspektive a), so entsteht eine relativistische Beziehung, bei welcher der gegenseitiger Bewegungszustand, Beschleunigung etc. eine wesentliche Rolle spielt.
Ist der Beobachter kein Bezugspunkt des Ereignisses A (Perspektive b), so entsteht auch keine relativistische Beziehung innerhalb von K.

Wenn Sie nun die Zeichnungen I-III betrachten, sehen Sie selbst, dass die Relativität dann entsteht, wenn gemessen (beobachtet) wird. Erst, wenn ein Bezugspunkt existiert können wir von der Relativität sprechen. Die Werte der Ereignisse, welche keinen Bezugskörper haben, sind offensichtlich absolut. Bemerkenswert ist, dass dies die sichtbare Wirklichkeit betrifft, nicht das quantenmechanische Mikrokosmos; und, vor Allem, es betrifft den Akt der Beobachtung selbst. Es betrifft u.a. die einer Beobachtung zugängliche Bereiche des Universum, aber auch solche, die nicht observabel sind, wie etwa dunkle Materie

Der endgültige Beweis für die parallele Gültigkeit der absoluten Gleichzeitigkeit.

Würden zwei physikalische Körper p, q miteinander wechselwirken, und würde ihre Wechselwirkung darin Ausdruck finden, dass p und q sich gegenseitig vernichteten oder synchron ihre Eigenschaften (bspw. ihre Polarität oder Spin) änderten, dann spielte es physikalisch keine Rolle, ob aus der Perspektive eines bestimmten Beobachters der Augenblick der Veränderung von p und q gleichzeitig erfolgte oder nicht.
Die Information, dass der Wechsel der Eigenschaften von p und q synchron zu erfolgen hat, wäre jeder physikalisch-relativistischen Erfahrung übergeordnet, d.h. auch in dem Fall, in dem, aus welchen Gründen auch immer, keine Gleichzeitigkeit der Ereignisse bei p und q festgestellt werden könnte, wäre diese prioritär anzunehmen.
Dies zeigt unmittelbar, dass eine absolute Zeitlichkeit einer relativistischen Zeitlichkeit mindestens äquivalent ist, und notwendig existiert, denn es ist offensichtlich der Fall, dass die Prämisse der Gleichzeitigkeit manchmal einen absoluten und keineswegs immer einen relativen Wert besitzen darf und muss.

Die Annahme der Existenz einer universellen Ebene der Zeit betrachte ich daher, auch aus dieser Perspektive, als berechtigt, denn das Einzige, was notwendig wäre, um diese Existenz anzuerkennen, wäre die Erkenntnis der Komplementarität zweier als unvereinbar geltender Begriffe der Zeit („relative Zeit“ und „absolute Zeit“). Und dieses haben wir gerade anerkannt, und zwar indem wir die Begriffe der relativen und der absoluten Gleichzeitigkeit definiert haben.

 


Hinweis: Erstveröffentlichung 07.12.2017 / ©Maciej Zasada
Nachdruck, Verwertung und / oder Verbreitung nur mit schriftlicher Genehmigung. Der Artikel und der Inhalt unterliegt dem deutschen Urheberrecht.

Über relative, absolute und universelle Gleichzeitigkeit.

Definition der Gleichzeitigkeit von A. Einstein I (Fig. I):Es seien A, B zwei Punkte des Inertialsystems K, etwa die Endpunkte eines relativ zu K ruhenden Stabes, dessen Mittelpunkt M sei. Von M werde ein Lichtsignal nach allen Seiten ausgesandt. Das Prinzip der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit zwingt uns zu der Festsetzung, dass die Ankunft des Lichtsignals in A und die Ankunft in B gleichzeitig seien. Damit haben wir eine physikalisch sinnvolle Definition der Gleichzeitigkeit gewonnen.“

Fig. I, die Lichtsignale erreichen Punkte A, B gleichzeitig.


Definition der Gleichzeitigkeit von A. Einstein II
(Fig. II): Die obige Definition lässt sich einfach modifizieren, indem wir uns Spiegel an den Punkten A, B aufgestellt denken, welche jeweils das von M kommende Lichtsignal reflektieren und in Richtung M zurückschicken. Die Signale, welche auf diese Weise umgeleitet, den Punkt M erreichen, sollten, die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit vorausgesetzt, Punkt M gleichzeitig erreichen. Die Gleichzeitigkeit der Ereignisse A, B wird an einem Referenzpunkt (M) konstatiert.

Fig. II, die reflektierten Lichtsignale erreichen Punkt M gleichzeitig.


Prinzip der absoluten Gleichzeitigkeit von M. Zasada:
Zwei oder mehr Ereignisse können nur dann gleichzeitig geschehen, wenn sie einander distant sind.

Postulat der Identität der Sache mit sich selbst (Zasada): Ein Ereignis ist dann und nur dann mit sich selbst identisch (wesensgleich), wenn es innerhalb seines exklusiven Koordinatenwertes x,y,z,t mit keinem anderen Ereignis gleichzeitig an einem Ort stattfindet.

Im Umkehrschluss bedeutet das o.g. Postulat folgendes. Wenn ein Ereignis K an einem bestimmten Punkt im Raum zu einer gegebenen Zeit stattfindet (K = x,y,z,t), dann kann es nur dann gleichzeitig mit einem anderen Ereignis K‘ geschehen, wenn K‘ entweder an einem anderen Ort zur selben Zeit (K = x,y,z,t; K‘ = x‘,y‘,z‘,t), oder an demselben Ort zur verschiedenen Zeiten (K = x,y,z,t; K‘ = x,y,z,t‘) geschieht. Eine raumzeitliche Koinzidenz im Sinne Einsteins ist unmöglich* (Berechtigung).Aus dieser Erkenntnis folgt logisch:

Erklärung: Die Konstatierung der Gleichzeitigkeit im Punkt M im Sinne (II) ist ein einziges Ereignis (es sind keine zwei Ereignisse, welche gleichzeitig erfolgen). Die im Punkt M konstatierte Gleichzeitigkeit erfolgt nicht in M, sie manifestiert sich lediglich darin. M ist ihre Anzeige wie jedes andere berechtigte Koordinatensystem, das sich in geeigneter Position bezüglich AB befindet. Es ist daher klar, dass die Festellung der Gleichzeitigkeit im Punkt M eine Abbildung jener mehr oder weniger tatsächlich stattfindenden Gleichzeitigkeit ist. Die Gleichzeitigkeit, die im Punkt M festgestellt wird, erfolgt getrennt in den Punkten AB. Um absolut zu sein, müsste diese Gleichzeitigkeit unabhängig vom Bezugssystem M sein.


Definition der absoluten Gleichzeitigkeit von M. Zasada
(Fig. III): Ereignisse geschehen absolut gleichzeitig, wenn sie innerhalb einer und derselben Gegenwart an verschiedenen Orten stattfinden.


Fig. III, Ereignisse A,B erfolgen gleichzeitig, unabhängig von der Existenz eines externen Referenzsystems.

Wir sind nun imstande unsere Definition der absoluten Gleichzeitigkeit zu verallgemeinern.


Definition der universellen Gleichzeitigkeit von M. Zasada 
(Fig.I, II, III)Ereignisse geschehen gleichzeitig, wenn sie innerhalb einer und derselben Gegenwart geschehen.

Die Gleichzeitigkeit der Ereignisse A und B kann abhängig von der Referenz eines Betrachtungspunktes sein, wenn dieser der Bezugspunkt ihrer Gleichzeitigkeit ist (Fig. I, II)
Die Gleichzeitigkeit der Ereignisse A und B kann von der Referenz des Betrachtungspunktes unabhängig sein, und zwar dann, wenn die Gleichzeitigkeit sich allein auf sich selbst, d.h. auf ihre teilnehmenden Bestandteile (hier: A,B) und auf keine weiteren Punkte (M, M‘, M“) bezieht.

Aus den Überlegungen, welche wir hier und in den Kapiteln „Einstein: ERSTER EINWAND“ und „Einstein: ZWEITER EINWAND“ angestellt haben, entsteht ein dreifaches Bild der Wirklichkeit, aber auch ein dreifaches Bild der Physik: das Bild der Physik der relativen Werte (ausgehend von den Definitionen der Gleichzeitigkeit von A. Einstein), das Bild der Physik der absoluten Werte (ausgehend von der Definition der absoluten Gleichzeitigkeit von M. Zasada) und das Bild der Physik der universellen Werte (ausgehend von der Definition der universellen Gleichzeitigkeit von M. Zasada).

Ich kann nun aufatmen, bei der gegenwärtigen Bemühung wird sich glücklicherweise nicht um die Widerlegung der Theorie von Albert Einstein handeln, sondern um ihre Verallgemeinerung. Dies ist ein glücklicher Umstand.

Im nächsten Kapitel wird das Thema weiterverfolgt und erweitert.

*) Zur Erinnerung: „Physikalische Erfahrungen sind immer Konstatierungen der Koinzidenzen. Diese finden darin Ausdruck, dass zwei oder mehr Ereignisse dieselben Koordinaten xyzt bzw, x1…x4 haben“.
A. Einstein

 


Hinweis: Erstveröffentlichung 06.12.2017 / ©Maciej Zasada
Nachdruck, Verwertung und / oder Verbreitung nur mit schriftlicher Genehmigung. Der Artikel und der Inhalt unterliegt dem deutschen Urheberrecht.

Einstein: ZWEITER EINWAND (zweite Widerrede). Con Fuoco.

Diese Schrift ist Teil einer breiteren Argumentation, welche sich momentan aus folgenden Schriften zusammensetzt:
„Einige Anmerkungen zur möglichen Geltung der absoluten Zeitlichkeit“
„Zasada: Prinzip der Gleichzeitigkeit“ (inkl. 3 Definitionen der Gleichzeitigkeit)
„Einstein: Reloaded“
„Einstein: Erster Einwand (erste Widerrede)“
„Definition der Gleichzeitigkeit von M. Zasada“

Definition der Gleichzeitigkeit von A. Einstein (Fig. 1):Es seien A, B zwei Punkte des Inertialsystems K, etwa die Endpunkte eines relativ zu K ruhenden Stabes, dessen Mittelpunkt M sei. Von M werde ein Lichtsignal nach allen Seiten ausgesandt. Das Prinzip der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit zwingt uns zu der Festsetzung, dass die Ankunft des Lichtsignals in A und die Ankunft in B gleichzeitig seien. Damit haben wir eine physikalisch sinnvolle Definition der Gleichzeitigkeit gewonnen.“

Definition der Gleichzeitigkeit von M. Zasada: Ereignisse geschehen gleichzeitig, wenn sie innerhalb einer und derselben Gegenwart geschehen.

Prinzip der Gleichzeitigkeit von M. Zasada: Zwei oder mehr Ereignisse können nur dann gleichzeitig geschehen, wenn sie einander distant sind.

Das Prinzip der Gleichzeitigkeit ist als logische Folge der Definition der Gleichzeitigkeit zu betrachten.

Postulat der Identität der Sache mit sich selbst (Zasada): Ein Ereignis ist dann und nur dann mit sich selbst identisch (wesensgleich), wenn es innerhalb seines exklusiven Koordinatenwertes x,y,z,t mit keinem anderen Ereignis gleichzeitig an einem Ort stattfindet.

In Verbindung mit Definition der Gleichzeitigkeit von M. Zasada konstatieren wir, dass Ereignisse K und K‘ nur dann gleichzeitig erfolgen, wenn K die Koordinaten x,y,z,t und K‘ die Koordinaten x‘,y‘,z‘,t besitzt (K und K‘ besitzen identische Zeitkoordinate)

Endgültige Definition der Gleichzeitigkeit von M. Zasada: Ereignisse geschehen gleichzeitig, wenn sie innerhalb einer und derselben Gegenwart an verschiedenen Orten stattfinden.

———

These: Die Definition der Gleichzeitigkeit von A. Einstein und das Prinzip der Gleichzeitigkeit von M. Zasada sind parallel gültig, obwohl sie sich, als Aussagen, gegenseitig ausschliessen.

Die genannten Aussagen bilden zusammen einen Widerspruch. Sie generieren nämlich, jede für sich, eine jeweils individuelle Perspektive auf die Wirklichkeit. Während Einsteins etablierte Theorie ein punktbezogenes Universum postuliert, in dem „jedes berechtigte Koordinatensystem (Inertialsystem) seine besondere Zeit hat“, lässt mein Postulat die Existenz einer Wirklichkeit zu, in welcher absolute Zeit- und Ortskoordinaten bestimmend sind.

Nach meinem Prinzip der Gleichzeitigkeit sind Inertialsysteme nur mit sich selbst identisch (gleichzeitig) und wenn Gleichzeitigkeit zwischen getrennten Ereignissen stattfindet, dann müssen diese voneinander (beliebig) entfernt sein (es ist keine Identität der Koordinatenwerte zwischen getrennt gleichzeitig stattfindenden Ereignissen möglich – gerade diese Identität ist aber für die Gültigkeit der Einsteinschen Relativitätstheorie fundamental). Mein Prinzip der Gleichzeitigkeit entscheidet, dass zum einen die Existenz einer universellen Zeitrechnung angenommen werden muss (denn räumlich getrennte Ereignisse A und B – Ereignisse, welche in beliebiger Entfernung zueinander stehen – nur dann gleichzeitig erfolgen können, wenn sie beide innerhalb einer und derselben Gegenwart erfolgen, was dazu führt, dass die Existenz einer und derselben, für A und B gemeinsam gültigen Zeit postuliert werden muss), zum anderen die Existenz eines universellen Kordinatensystems als eines Bezugssystems für sämtliche Ereignisse innerhalb des Universums.
Ich postuliere damit eine Wirklichkeit, in welcher das gesamte Universum die Bühne für die universelle Gleichzeitigkeit der Ereignisse darstellt.
Es stehen sich also zwei gegensätzliche Perspektiven auf die Wirklichkeit gegenüber, zwei gegensätzliche Perspektiven auf die Physik des Universums: Physik der relativen und Physik der absoluten Werte. Die Frage ist, ob diese miteinander tatsächlich unvereinbar sind (ob sie zwei disjunktive Physiken bilden), oder ob zwischen ihnen doch eine theoretische Korrespondenzebene existiert.
Ihre Unvereinbarkeit ist offensichtlich, und wir wissen über das Zutreffen der Einsteinschen Postulate genau Bescheid, doch, auf der anderen Seite, ist der physikalische Zustand der gleichzeitig erfolgenden Ereignisse, wenn diese in keinerlei relativistischen Beziehung zueinander stehen, mittels der Relativitätstheorie nicht ermittelbar. Dass aber gleichzeitig mit den aktuell auf Erden erfolgenden Ereignissen, Ereignisse im ganzen Universum stattfinden, ist unumstritten.

Zunächst ist anzumerken, dass Einsteins Behauptung: „jedes berechtigte Koordinatensystem (Inetrtialsystem) besäße seine besondere Zeit“ nur aufgrund der Tatsache formuliert werden kann, dass eine Gleichzeitigkeit getrennter Ereignisse innerhalb eines konkreten Koordinatenwertes als möglich deklariert wird. Dies tut A. Einstein. Doch ist diese Deklaration als Quelle des daraus folgenden Naturgesetzes alleinig berechtigt?

Einstein schreibt:
„Sind x, y, z, t die Raum-Zeit Koordinaten eines Punktereignisses in bezug auf ein System K , wiederum x‘, y‘, z‘, t‘ die Koordinaten desselben Ereignisses in bezug auf ein System K‘, das relativ zu K mit der Geschwindigkeit v bewegt ist, so ist klar, dass bei gegebener Orientierung und Lage von K‘ gegen K die gestrichenen Koordinaten durch die ungestrichenen völlig bestimmt sein müssen (Koordinatentransformation)“.

„Um […] brauchbare Transformations-Gleichungen zu bekommen, braucht man (daher: mz) nur die Bedingung zu erfüllen, dass ein und derselbe Lichtstrahl sowohl relativ zu K als auch relativ zu K‘ die Geschwindigkeit c hat.
Eine Kugelwelle breitet sich aus vom Anfangspunkt des Koordinatensystems gemäß der Gleichung
IMG_2649, wobei gemäß dem pythagoreischen SatzIMG_2647gesetzt ist. Dafür kann man auch schreiben, indem man obige Gleichung quadriert

IMG_2650(Zasada: Gleichung (4) bestimmt den Koordinatenursprung des Kordinatensystems r(=x),y,z,t in bezug auf K)

„Da ferner das Gesetz der Ausbreitung des Lichts nach dem Relativitätsprinzip in bezug auf K‘ das gleiche sein muss, wie in bezug auf K, so muss derselbe Ausbreitungsprozess auch bezüglich K‘ durch eine Kugelwelle von der Ausbreitungsgeschwindigkeit c beschrieben werden. Die gesuchte Transformation muss daher so beschaffen sein, dass ihr zufolge die Gleichung (4) und die Gleichung (4a) einander bedingen müssen. Durch diese Bedingung ist die Transformation der Raum-Zeit-Koordinaten im Wesentlichen bestimmt.
IMG_2651(Zasada: Gleichung (4a) bestimmt den Koordinatenursprung des Kordinatensystems r'(=x‘),y‘,z‘,t‘ in bezug auf K‘)

[…]Noch einfacher kann man die Lorentz-Transformation dadurch charakterisieren, dass sie die (identische) Gültigkeit der GleichungIMG_2655bedingt. Hierauf beruht, wie wir sehen werden, der wichtige formale Fortschritt, den die spezielle Relativitätstheorie durch Minkowski erfahren hat.
Für das spätere sei noch bemerkt, dass gemäß der Lorentz-Transformation die Gleichungen (6) nicht nur für Koordinaten eines Punktereignisses, sondern auch für die Differenzen der gleichartigen Koordinaten zweier Punktereignisse gelten […] Sind die Koordinatendifferenzen unendlich klein, d.h. die Ereignisse räumlich und zeitlich unendlich nahe, so erhält man zwischen diesen Differenzen (dx, dy, dz, dt, bzw. dx‘,dy‘, dz‘, dt‘) die GleichungIMG_2656Ende Einstein“.

Zasada: Durch was erfährt oben aufgeführte Operation (6a) ihre Berechtigung?
Durch Einsteins Behauptung, xyz wäre im Unendlichen gleich x’y’z‘ . Doch die Gleichung xyz = x’y’z‘ (stellvertretend für Gleichungen 6, 6a) bedeutet strikt mathematisch betrachtet, dass zwischen gar keinen Koordinatensystemen ein Unterschied besteht, nicht nur zwischen solchen, die unendlich nah aneinander stehen. Absurd.
(6a) steht eindeutig im Widerspruch zum Postulat der Identität der Sache mit sich selbst, das da besagt, dass wir von einem singulären Ereignis nur dann sprechen können, wenn es innerhalb seines exklusiven Koordinatenwertes x,y,z,t mit keinem anderen Ereignis gleichzeitig ist.
Wäre Gleichung (6a) eine gültige physikalische Aussage, wäre sie eher mit der physikalischen Definition der Gegenwart als mit der „Definition der Gleichzeitigkeit“ gleichzusetzen. Und (6a) ist in der Tat eine physikalisch gültige Definition der Gegenwart, und nicht Definition der gegen 0 konvergierenden Unterschieds zwischen Bezugssystemen K und K‘, denn wenn auch der Unterschied zwischen Koordinatensystemen K und K‘ von Einstein als unendlich klein deklariert wird, so beträgt er niemals 0. Koordinaten sind physikalisch definierte Größen und als solche unterliegen sie strengen mathematischen Gesetzen. Wenn ein mathematischer Wert (eine Folge) gegen 0 konvergiert, dann ist ein beliebig nahe an 0 liegender Wert immer noch nicht gleich 0, vielmehr ist der Bereich der Differenz zwischen beliebigen Elementen der Folge und ihrem Grenzwert immer unendlich groß. Der Bereich dieser Differenz kann nämlich unter keinen Umständen vervollständigt werden.
Genauso muss die Gleichung (6a) interpretiert werden.

Die Aussage dieser Gleichung ist nicht etwa die, dass Koordinatensysteme K und K‘ auf der theoretischen Basis der Unendlichkeit der räumlich-zeitlichen Koordinatendifferenz miteinander verschmelzen (womit sie als gleichzeitig betrachtet werden können), sondern vielmehr die, dass ihre räumlich-zeitliche Gleichheit (welche in der Gleichung 6a ausdrücklich formuliert wird) ihre Identität bedeutet [und eine eindeutige Identität von K und K‘ ein physikalisches Merkmal eines selbstidentischen Ereignisses, d.h. eines Ereignisses innerhalb einer und derselben, exklusiv für ihn geltenden Gegenwart ist (Postulat der Identität der Sache mit sich selbst (Zasada): Ein Ereignis ist dann und nur dann mit sich selbst identisch (wesensgleich), wenn es innerhalb seines exklusiven Koordinatenwertes x,y,z,t mit keinem anderen Ereignis gleichzeitig an einem Ort stattfindet)].

Behauptung: Aufgrund dieser Überlegung und unter diesen Umständen sind wir berechtigt zu behaupten, dass (6a) nicht etwa die Abbildung der Gleichzeitigkeit zwischen den Ereignissen K und K‘, sondern die Abbildung ihrer Identität ist. Ferner, und zwar durch die Feststellung des Verhältnisses der Identität, sehen wir uns berechtigt zu behaupten, dass die Gleichung (6a) eine physikalische Abbldung der Gegenwart sei.

Berechtigung: Besteht zwischen den Koordinaten x,y,z,t eines Ereignisses K und den Koordinaten x‘,y‘,z‘,t‘ eines Ereignisses K‘ kein Unterschied, so sind diese Ereignisse identisch, d.h. dass es sich bei Koordinatensystem K und Koordinatensystem K‘ um ein einziges Koordinatensystem (Ereignis) handelt (s. das „=“ – Zeichen der Gleichung 6a). Nicht etwa um zwei gleichzeitig erfolgende, unendlich nah einander stehende Ereignisse.

Somit, mittelbar, erfährt das Poinzip der Gleichzeitigkeit von M. Zasada seine logische und seine physikalische Berechtigung, denn sollte die Gleichung (6a) tatsächlich nicht als Definition der Gleichzeitigkeit zweier Ereignisse, sondern als Definition der Gegenwart interpretiert werden (wofür das „=“ – Zeichen und Gleichungswerte (4) und (4a) sprechen), so würde in diesem Kontext das Zasadasche Prinzip noch vor der Einsteinschen Definition der Gleichzeitigkeit gelten (denn dann wäre zuerst die Gegenwart definiert (6a) – die Gleichzeitigkeit ließe sich ferner aus dieser, und zwar genau mittels des Zasadaschen Postulats, logisch ableiten…und nicht umgekehrt.

Genau hier beginnt es.


Hinweis: Erstveröffentlichung 04.12.2017 / ©Maciej Zasada
Nachdruck, Verwertung und / oder Verbreitung nur mit schriftlicher Genehmigung. Der Artikel und der Inhalt unterliegt dem deutschen Urheberrecht.

Einstein: ERSTER EINWAND (erste Widerrede).

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Es hat sich eine Diskrepanz zwischen Einsteins und meiner Auffassung des Begriffes der Gleichzeitigkeit ergeben. Ich bin wohl auf ein kleines Problem gestoßen. Große Sache. Hier werden die Einzelheiten besprochen.

Definition der Gleichzeitigkeit von A. Einstein:Es seien A, B zwei Punkte des Inertialsystems K, etwa die Endpunkte eines relativ zu K ruhenden Stabes, dessen Mittelpunkt M sei. Von M werde ein Lichtsignal nach allen Seiten ausgesandt. Das Prinzip der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit zwingt uns zu der Festsetzung, dass die Ankunft des Lichtsignals in A und die Ankunft in B gleichzeitig seien. Damit haben wir eine physikalisch sinnvolle Definition der Gleichzeitigkeit gewonnen.“

A. Einstein: „Physikalische Erfahrungen sind immer Konstatierungen der Koinzidenzen. Diese finden darin Ausdruck, dass zwei oder mehr Ereignisse dieselben Koordinaten xyzt bzw, x1…x4 haben“.

Prinzip der Gleichzeitigkeit von M. Zasada: Zwei oder mehr Ereignisse können nur dann gleichzeitig geschehen, wenn sie einander distant sind.

Eine Gleichzeitigkeit getrennter Ereignisse im Sinne Einsteins (im Sinne der Identität räumlich-zeitlicher Koordinatenwerte bei den gleichzeitig erfolgenden Ereignissen) ist prinzipiell unmöglich (wg. der Verletzung des „Postulats der Identität der Sache mit sich selbst„*).
Prinzip der Gleichzeitigkeit besagt, dass eine Gleichzeitigkeit zwischen Ereignissen durchaus stattfinden kann, nicht aber dann, wenn sie koinzidieren, d.h. prinzipiell nur dann, wenn sie in einer (beliebigen) Entfernung zueinander stattfinden.

Zasada’s Definitionen der Gleichzeitigkeit.

Beide Aussagen (Einstein / Zasada) sind offenbar parallel gültig, denn fassen wir „Ereignis“ als einen Akt der Beobachtung im Einsteins Sinne auf, so gilt die Definition Einsteins, denn es ist durchaus möglich, die Gleichzeitigkeit zweier Lichtimpulse/Signale an einem einzigen Ort zu konstatieren (Aussage Zasadas gilt in ihrem Kontext ohne weitere Prämissen).

Die Relativitätstheorie beruht bekannterweise auf zwei Grundprinzipien: auf dem Relativitätspostulat und auf dem Prinzip der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum.
Es existiert jedoch ein drittes und vielleicht sogar wichtigeres Prinzip der Relativitätstheorie, das sich zwar aus dem zweit genannten ableiten lässt, das aber elementar für die Relativitätstheorie insgesamt ist. Es ist das Prinzip der Relativität der Gleichzeitigkeit. Dieses dritte Prinzip ist so wichtig, weil es nicht nur über die Relativität der Gleichzeitigkeit der Ereignisse, sondern auch über die Relativität der Gegenwart und über die Relativität von Raum und Zeit im ganzen theoretischen Gebäude der Relativitätstheorie entscheidet.

Dass, wie man die Gleichzeitigkeit der Ereignisse begreift, beurteilt und deutet, entscheidet offenbar über die Physik und die Naturgesetze, die man daraus als logische Schlüße zieht.
Eine Definition der Gleichzeitigkeit ist daher entscheidend für die Logik, welche unserem physikalischen System zugrunde gelegt wird.

Einstein’scher Begriff der Gleichzeitigkeit beruht auf der punktbezogenen Beobachtung. Es ist der inmitten des Naturgeschehens stehender Beobachter oder ein Instrument der Messung, der für Einstein der Bezugspunkt der Gleichzeitigkeit ist. Nur der Beobachter, der sich genau in der Mitte zwischen zwei Ereignissen A und B befindet, ist aus Einsteins Sicht in der Lage, die Gleichzeitigkeit dieser Ereignisse auf eine exakte Weise zu beurteilen. Daraus ergeben sich natürlich Schwierigkeiten, welche in dem Moment auftreten, in dem die Systeme, welche gleichzeitig geschehen in bezug auf den Beobachter in Bewegung geraten, oder wenn sie dem Einfluss der Gravitation ausgesetzt sind. Und gerade dort setzt Einsteinsche „spezielle Relativitätstheorie“ ein. Sie erklärt den Grund der Relativität und beschreibt ihre Effekte, sie macht die Natur in dem Sinne berechenbar. Sie ist daher in ihrem Sinne sinnvoll. Die Frage ist bloß, ob die Gleichzeitigkeit im Sinne Einsteins Definition die einzig mögliche ist, und wenn nicht, ob sich aus der anders definierten Gleichzeitigkeit andere (parallel gültige) nichtrelativistische Naturgesetze ergeben?

Im Gegensatz zu Einstein betrachte ich die Gleichzeitigkeit der Ereignisse als Konstatierung der Tatsache der Gleichzeitigkeit aus der Perspektive der Systeme, welche an dieser beteiligt sind.
Diese Sicht entsteht nicht aus der Perspektive der Systeme, welche sich außerhalb der an der Gleichzeitigkeit beteiligten Systeme befinden (Bezugssysteme), und welche die Tatsache der Gleichzeitigkeit u.U. von Außen beurteilen, sondern aus der Perspektive der wirkenden Gleichzeitigkeit selbst. Ich betrachte die Systeme getrennt und stelle ihre Gleichzeitigkeit nicht anhand der Signale fest, welche mich als einen Beobachter von Außen erreichen und welche so der Relativität von Raum und Zeit unterworfen, und welche zudem von dem jeweiligen Bewegungszustand abhängig sind, sondern ich stelle die Gleichzeitigkeit der Ereignisse anhand der absoluten Koordinatenwerte dieser Ereignisse fest.
Für mich besitzt nämlich jedes einzelne Ereignis stets einen dedizierten, singulären Koordinatenwert x,y,z,t (Ereignis-Nummer im Sinne einer „Gödel-Nummer“)
Ich betrachte ferner die Tatsache der Gleichzeitigkeit der Ereignisse als einen natürlichen Umstand innerhalb des Universums, welcher existiert, völlig unabhängig von der Ausführbarkeit der physikalischen Erforschung (Auswertung) seiner Evidenz.

Ich gehe nämlich von der Annahme aus, dass Dinge im Universum einfach parallel geschehen, unabhängig davon, ob ihre Gleichzeitigkeit jeweils feststellbar ist, oder nicht, und unabhängig davon, wo sie jeweils (aktuell) stattfinden und ob Signale ihrer Gleichzeitigkeit dem unbeteiligten Beobachter zugänglich sind, oder nicht.

Das Bezugssystem der Gleichzeitigkeit in meinem Sinne ist das gesamte Universum als ein universelles Koordinatensystem („Mulluske“ im Einstein’s Sinne), kein singulärer, materieller Bezugspunkt darin. Somit aber verlasse ich die Gewässer der Relativität, denn wenn Dinge überall gleichzeitig geschehen, dann geschehen sie innerhalb einer und derselben Gegenwart, dann aber muss eine solche notwendig existieren…Wenn aber eine Gegenwart existiert, welche für sämtliche gleichzeitig erfolgende Ereignisse gemeinsam ist, dann muss auch eine  gemeinsame Zeit für all diese Ereignisse existieren, denn einige davon geschehen früher, die anderen wiederum später als die abermals anderen.

Die Annahme einer gemeinsamen Zeitlichkeit innerhalb des gesamten Universums lässt sich aber mit den Ergebnissen der Relativitätstheorie nicht vereinbaren. Jetzt nicht und vielleicht niemals in der Zukunft; vielleicht sind wir aber gerade jetzt dabei, eine neue Ordnung der Wirklichkeit zu entdecken?

Die Annahme der gemeinsamen Zeitlichkeit innerhalb des Universums ist zum einen logisch einwandfrei, zum anderen zwingend, wenn man an das Universum als an ein Prozess denkt, der aus dem Urknall hervorgetreten ist. Im Augenblick des Urknalls nämlich, in seinem ersten Augenblick, hätte das Universum durchaus die erste Gegenwart und die erste Gleichzeitigkeit besessen, welche gemeinsam für all seine damaligen und all seine späteren Bestandteile gewesen ist. Der Anfang gerade dieser Zeitrechnung wäre der Anfang einer bis heute universell gültigen Zeitrechnung.

Diese Deduktion ist logisch geschlossen.

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*) Postulat der Identität der Sache mit sich selbst (Zasada): Ein Ereignis ist dann und nur dann mit sich selbst identisch (wesensgleich), wenn es innerhalb seines exklusiven Koordinatenwertes x,y,z,t mit keinem anderen Ereignis gleichzeitig (t = t‘) und zugleich an einem Ort ((x,y,z) = (x‘,y‘,z‘)) stattfindet.

In Verbindung mit Definition der Gleichzeitigkeit von M. Zasada konstatieren wir, dass die Ereignisse K und K‘ nur dann gleichzeitig erfolgen, wenn K die Koordinaten x,y,z,t und K‘ die Koordinaten x‘,y‘,z‘,t besitzt.


Hinweis: Erstveröffentlichung 30.11.2017 / ©Maciej Zasada
Nachdruck, Verwertung und / oder Verbreitung nur mit schriftlicher Genehmigung. Der Artikel und der Inhalt unterliegt dem deutschen Urheberrecht.

Zasada: Prinzip der Gleichzeitigkeit.

Voraussetzung 1: Wenn unabhängig von der Messmethode Ereignisse im Universum gleichzeitig stattfinden, dann muss, neben der singulär gültigen, eine universell gültige (absolute) Gegenwart existieren, in der die Gleichzeitigkeit zwischen diesen Ereignissen stattfinden kann.

Dass manche Ereignisse auf Erden, aber auch in den Weiten des Universumsa miteinander gleichzeitig geschehen, ist unstrittig:

Dass Ereignisse auf Erden nicht gleichzeitig mit den aktuell beobachteten Ereignissen in der Andromeda-Galaxie stattfinden, ist selbstverständlich, dass aber aktuelle Ereignisse in der Andromeda-Galaxie gleichzeitig mit den aktuell auf Erden stattfindenden Ereignissen geschehen, muss notwendig angenommen werden (die einzige Voraussetzung: die (aktuelle) Existenz des Andromeda-Nebels).

Voraussetzung 2: Die Tatsache, dass Ereignisse gleichzeitig stattfinden, bedeutet, dass sie innerhalb einer und derselben, universell für sie geltenden Gegenwart erfolgen. Dies bedeutet aber, dass eine solche Gegenwart existiert, gänzlich unabhängig davon, ob ihre Existenz überprüft (gemessen, ermittelt) werden kann.

Kommentar: Sie sehen, wir gehen hier anders vor, als Herr Albert Einstein, der die Existenz der Gleichzeitigkeit von ihrer Messbarkeit und von der Synchronizität der verwendeten Uhren abhängig macht – wir machen die Existenz der Gleichzeitigkeit schlicht von der Existenz einer universell gültigen Gegenwart abhängig.

Wir unterscheiden uns in diesem Punkt wesentlich von Herrn Einstein, denn wir gehen davon aus, dass die Gleichzeitigkeit ein Prinzip ist, das jeden kausalen Zusammenhang zwischen Objekt der Messung und Anzeige der Messung ausschliesst. Dies ist bedeutend, denn legt man die Stellung der „Zeiger“ einer Uhr, die jeweils einem individuellen Ereignis zugeteilt wird, dem Effekt der Gleichzeitigkeit zugrunde, begeht man womöglich einen kapitalen Fehler, denn jeder Messgerät (darin eine Uhr) und jede Messung unterliegt sehr wohl einer kausalen Beeinflussung, und zwar allein schon durch den Gegenstand der Messung. Damit würde sich aber die physikalische Voraussetzung der speziellen Relativitätstheorie als fraglich erweisen (die philosophische Voraussetzung – das Relativitätsprinzip – wäre nicht betroffen… es geht ausschließlich um die Möglichkeit der Messung…die Gültigkeit des Relativitätsprinzips an sich kann nicht bezweifelt werden) – dieser Fehler beträfe die Vorstellung der Gleichzeitigkeit, welche eine der Grundlagen der speziellen Relativitätstheorie ist (mit anderen Worten: die genaue Messung der Gleichzeitigkeit wäre prinzipiell unmöglich, denn jede materielle Messmethode aus Prinzip zu träge wäre (zu träge sein müsste!), um die Gleichzeitigkeit der Ereignisse, bzw. ihre gemeinsame (und jede andere) Gegenwart festzuhalten…
Grund: Da die Gleichzeitigkeit innerhalb einer und derselben Gegenwart erfolgt, müsste das Festhalten der Gleichzeitigkeit gleichbedeutend mit dem Festhalten der Gegenwart sein, was unmöglich ist).

Feststellung z: Zwei kausal entkoppelte Ereignisse S und S‘ erfolgen gleichzeitig genau dann, wenn sie innerhalb einer und derselben universellen Gegenwart erfolgen.

Als Konsequenz entstehen drei einzeln gültige Definitionen der Gleichzeitigkeit.

Definition der Gleichzeitigkeit 1: Ereignisse geschehen gleichzeitig, wenn für sie in keinem einzigen Bezugssystem innerhalb des gesamten Universums eine physikalische Möglichkeit besteht, den Augenblick des jeweils anderen Ereignisses wahrzunehmen, bzw. diesen Augenblick aus ihrer aktuellen Position zu registrieren (sprich: zu messen), denn egal wo und wann ihre Gleichzeitigkeit stattfindet, findet sie innerhalb einer und derselben Gegenwart statt.

Unabhängig davon, ob gleichzeitig erfolgende Ereignisse in verschiedenen Galaxien stattfinden oder in unmittelbarer Nähe zueinander, sie finden innerhalb einer einzigen Gegenwart statt. Allein dies ist entscheidend dafür, dass die Feststellung ihrer Gleichzeitigkeit prinzipiell unmöglich ist, nicht etwa die relative Entfernung der Ereignisse voneinander oder die Tatsache, ob sie sich geradlinig und gleichförmig bewegen, oder nicht.

Die Unmöglichkeit der Feststellung der Gleichzeitigkeit bei weit voneinander entfernten Ereignissen leuchtet jedem ein. Es erreichen uns keine Signale von der Andromeda-Galaxie, welche dortige Gegenwart für uns beobachtbar, messbar und vergleichbar mit der Gegenwart irdischer Ereignisse machen würden. Man bemüht sich aber die Gleichzeitigkeit der Ereignisse zu bestimmen, welche in einer überschaubaren Entfernung zueinander stattfinden. Ich behaupte, dass generell keine Gleichzeitigkeitsmessung gelingen kann, denn „Gleichzeitigkeit“ schlicht „in der gemeinsamen Gegenwart erfolgend“ bedeutet.

Definition der Gleichzeitigkeit 2: Ereignisse geschehen gleichzeitig, wenn kein kausaler Zusammenhang zwischen Ihnen besteht, denn egal wo und wann ihre Gleichzeitigkeit stattfindet, findet sie innerhalb einer und derselben Gegenwart statt.

Wenn Ereignisse gleichzeitig geschehen, dann geschehen sie innerhalb einer und derselben Gegenwart. Dies bedeutet, dass die kausale Verbindung zwischen ihnen aus Prinzip ausgeschlossen ist, denn die Existenz einer kausalen Verbindung die Existenz einer zeitlichen Dauer voraussetzte, innerhalb derer, die Kausalität dieser Verbindung sich entfalten könnte, was im Fall der Gegenwart aus Prinzip unmöglich ist.

Definition der Gleichzeitigkeit 3: Ereignisse geschehen gleichzeitig, wenn kein zeitlicher Zusammenhang zwischen ihnen besteht, denn egal wo und wann ihre Gleichzeitigkeit stattfindet, findet sie innerhalb einer und derselben Gegenwart statt.

Dass eine Gleichzeitigkeit innerhalb der Gegenwart stattfindet, bedeutet, dass sie keine messbare Zeitlichkeit auszeichnet. Wäre es der Fall sein, müsste die Gegenwart einen messbaren zeitlichen Wert besitzen, also keine Gegenwart mehr sein.

Fazit zur Definition 3: Jede Diskussion über den jeweiligen Stand der Anzeige in den synchron laufenden, ruhenden oder bewegten Uhren ist, bezogen auf die Gleichzeitigkeit der Ereignisse, sowie auf ihre Gegenwart sinnlos, denn sowohl die Gleichzeitigkeit, als auch die Gegenwart mit der Zeit im Sinne einer messbaren Größe nichts zu tun haben.

Prinzip der Gleichzeitigkeit: Zwei oder mehrere Ereignisse können nur dann gleichzeitig geschehen, wenn sie räumlich getrennt erfolgen (eine Gleichzeitigkeit gilt ausschließlich bei x,y,z,t = x‘,y‘,z‘,t; gelte die Identität x,y,z,t, = x‘,y‘,z‘,t‘ gäbe es keine Welt außerhalb des Beobachters)

1. Eine Gleichzeitigkeit getrennter Ereignisse im Sinne der Identität räumlich-zeitlicher Koordinatenwerte ist prinzipiell unmöglich.
Prinzip der Gleichzeitigkeit besagt, dass eine Gleichzeitigkeit zwischen Ereignissen durchaus stattfinden kann, aber nur dann, wenn diese voneinander entfernt sind.

2. Eine Gleichzeitigkeit im Sinne der Einstein’schen Definition ist nur unter einer Bedingung universal gültig: wenn auf das raumzeitliche (und universalgültige) Koordinatensystem insgesamt, nicht aber auf die Identität der singulären materiellen Bezugskörper (oder Bezugs-Koordinaten), bezogen wird.


Hinweis: Erstveröffentlichung 12.11.2017 / ©Maciej Zasada
Nachdruck, Verwertung und / oder Verbreitung nur mit schriftlicher Genehmigung. Der Artikel und der Inhalt unterliegt dem deutschen Urheberrecht.