UNIVERSALLOGIK

Hier schreibt Maciej Zasada

Kategorie: Geometrie

Geometrische Bemerkung.

Behauptung: Zwei Punkte a und b, die voneinander unendlich nah entfernt sind, sind in jeder Betrachtungsskala ein Punkt.

Getrennte Betrachtung von a und b ist sinnlos. Dies gilt unter allen Umständen.

Dies ist die Voraussetzung dafür, dass Etwas im Nichts entstehen kann, und die geometrische Bedingung sowohl für das Modell eines dynamisch kontrahierenden, als auch für das Modell eines dynamisch expandierenden Universums.

Abb. Zwischen den vorgestellten Modellen existiert insofern kein Unterschied, als dasselbe paradoxe Anfangszustand des Universums in beiden gültig ist: der Augenblick, in dem das Universum entstand, wird zwar als raumlos betrachtet, die Anfangsausdehnung wird aus der Perspektive der aktuellen Gegenwart allerdings in beiden Modellen als maximal angesehen. Den Rest des Beitrags lesen »

Die Unvollständigkeit der Speziellen Relativitätstheorie von Albert Einstein.

Zusammenfassung: Es werden hier Gründe dafür genannt, warum die Definition von Einstein, welche, um den Begriff der Gleichzeitigkeit abzugrenzen, mit einem starren Stab, statt mit den mitgeführten Uhren operiert, die einzige, aus physikalischer Sicht, zulässige Definition der Gleichzeitigkeit ist. Ferner werden hier der Beweis der Unvollständigkeit dieser Definition und der Beweis für die Absolutheit der Gleichzeitigkeit geführt. Anschliessend wird auf die Verbindung zwischen dem Relativitätsgedanken und der Aussagenlogik aufmerksam gemacht (dialektischer Aspekt der Relativität). Den Rest des Beitrags lesen »

Über die geometrisch bedingte absolute Gleichzeitigkeit.

Zusammenfassung: Es wird hier u.a. über den Umstand diskutiert, ob neben der bezugsbedingten (relativen), auch eine bezugsfreie (absolute) Gleichzeitigkeit existieren kann. Den Rest des Beitrags lesen »

Über die Komplementarität der Begriffe „Gegenwart“ und „Gleichzeitigkeit“. Über den Begriff der „Ereignisnummer“

Zusammenfassung: Es werden hier Definitionen der Gegenwart, der Gleichzeitigkeit und der Zeit vorgestellt. Es wird zudem die Komplementarität der Begriffe „Gegenwart“ und „Gleichzeitigkeit“ behandelt und es wird ein neuer Begriff in die Physik eingeführt. Den Rest des Beitrags lesen »

Der unwiderlegbare Beweis dafür, dass die Gleichzeitigkeitsdefinition von Albert Einstein unvollständig ist, und auf Widersprüche führt.

Zusammenfassung: Es wird genau das behandelt, was der Titel verspricht.

Definition der Gleichzeitigkeit im Vakuum:
„Es seien A, B zwei Punkte des Inertialsystems K, etwa die Endpunkte eines relativ zu K ruhenden Stabes, dessen Mittelpunkt M sei. Von M werde ein Lichtsignal nach allen Seiten ausgesandt. Das Prinzip der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit zwingt uns zur Festsetzung, dass die Ankunft des Lichtsignals in A und die Ankunft in B gleichzeitig seien. Damit haben wir eine physikalisch sinnvolle Definition der Gleichzeitigkeit gewonnen.“

A. Einstein

Die Gleichzeitigkeit erweist sich hier, außer dass sie, verständlicherweise, zurecht, als eine physikalische Eigenschaft der Systeme bezeichnet wird, als eine „geometrische Eigenschaft“ zweiter Ordnung.
(Setzt man die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit und die „Sendevorrichtung“ der kugelförmigen Lichtimpulse als eine axiomatische Bedingung der Konstruktion voraus, und dann, gerade aus Grund ihrer Selbstverständlichkeit, sogleich aus dieser entfernt, so erweist sich, in Folge, die Symmetrie der Punkte-Anordnung als entscheidend für die Ermittlung und für die Bestimmung ihrer Gleichzeitigkeit…s. hier).
Die geometrische Anordnung der Punkte, erweist sich also genauso gut dazu geeignet, die Gleichzeitigkeit bezogen auf die Form der Signalfront (der Lichtimpulse) zu ermitteln, wie die durch Konstanz der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum bedingte Kugelförmichkeit der Licht-Signalfront innerhalb der physikalischen Anordnung A-M-B.

Es zeigt sich also, dass die Dreh-Symmetrie bezüglich eines Symmetrie-Mittelpunktes, als geometrische Eigenschaft, zur Bestimmung der Gleichzeitigkeit der geeigneten Punkte der Mannigfaltigkeit verwendet werden darf.
Es ist zu beachten, dass eine Gleichzeitigkeit sämtlicher Punkte, welche sich innerhalb ein und derselben Gegenwart auf der gesamten kugelförmigen „Oberfläche“ der Signalfront eines aus M ausgesandten Lichtsignals befinden, unter diesen Umständen notwendig angenommen werden muss (Gleichzeitigkeit der gesamten Signalfront). Die Tatsache, dass wir hier, wie Albert Einstein, bloß einige wenige Punkte dieser „Signalfront-Oberfläche“ betrachten, welche diesem Kriterium tatsächlich genügen (hier: Punkte A und B), ist zufällig und sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass es von solchen geeigneten Punkten auf der Kugeloberfläche einer Signalfront unendlich viele geben muss.

Vereinbarungen:
1. Eine sich vom Symmetrie-Mittelpunkt M in alle Richtungen ausbreitende Licht-Signalfront ist aufgrund der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum stets M-symmetrisch und kugelförmig.

2. Jeder Punkt einer aus M ausgehenden, kugelförmigen und M-symmetrischen Licht-Signalfront ist innerhalb ein und derselben Gegenwart (innerhalb einer „Momentaufnahme“) gleichzeitig mit jedem anderen Punkt dieser Licht-Signalfront, denn jeder Punkt, der durch die Licht-Signalfront erfasst wird, wird aufgrund der angenommenen omnidirektionalen Konstanz der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum, gleichzeitig mit jedem anderen geometrisch günstig gelegenen Punkt, von der gleichmäßig fortschreitenden, kugelförmigen, M-symmetrischen Licht-Signalfront erfasst.

3. Wenn die besagte Signalfront sämtliche geometrisch günstig gelegenen Punkte innerhalb ein und derselben Gegenwart erfasst, dann spielt die Bewegung und die Bezugszugehörigkeit der betroffenen Punkte keine Rolle (keine Relativität der Gleichzeitigkeit), denn es existiert innerhalb einer Gegenwart prinzipiell keine Bewegung und, außer der geometrischen, auch keine kausale Verbindung.

Konsequenzen:
Ausgehend von der geometrischen Konstruktion (VII) der Anordnung A-M-B und von dem von Einstein definierten Begriff der Gleichzeitigkeit, können wir aufgrund der getroffenen Vereinbarungen folgendes behaupten:

Wird innerhalb der Anordnung A-M-B eine weitere Strecke konstruiert, welche gleich lang wie die Strecken MA und MB ist, mit dem Mittelpunkt M der Strecke AB als einem Ende, so liegt das andere Ende dieser Strecke (C) innerhalb der potenziellen Licht-Signalfront-Oberfläche.

Für die Gleichzeitigkeit der Punkte bezüglich M erweist sich also nicht (nur) ihre Seitensymmetrie bezüglich Mittelpunktes M ihrer Entfernungsstrecke, sondern überhaupt jede Symmetrie der Punkte bezüglich M. Punkt M muss sich also nicht, wie noch von Einstein gefordert, auf der Verbindungsstrecke in der Mitte zwischen den Endpunkten A und B befinden, um zu gewährleisten, dass die von ihm ausgehende Lichtsignale Punkte A und B (und C) gleichzeitig erreichen. Punkt M soll bloß symmetrisch (gleich weit entfernt) bezüglich AB(C) platziert sein, um die Gleichzeitigkeit dieser Punkte zu indizieren.

Auch dann wenn nach gleichem Muster, wie in der Abbildung VIIi, eine Strecke wie MD konstruiert wird (VIIii), werden die Punkte C und D aus demselben Grund gleichzeitig bezüglich ihres Symmetrie-Mittelpunktes M, wie die Punkte A und B.

Stachel:
Aufgrund einer von der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit bedingten Kugelförmigkeit der Licht-Signalfront und aufgrund der angenommenen Konstanz der Lichtgeschwindigkeit an sich, ist die Behauptung Einsteins, dass das aus dem Mittelpunkt M ausgesandte Lichtsignal, bloß die beiden Enden (AB) des geradlinigen Stabes gleichzeitig erreicht, unvollständig.
Vollständig und widerspruchsfrei wäre die Behauptung, dass die Licht-Signalfront sämtliche Punkte gleichzeitig erfasst, welche (innerhalb ein und derselben Gegenwart) gleich weit von M entfernt sind.

Widersprüchlich ist dabei die geometrische Konstruktion der Definition Einsteins: wie wir der Abbildung VIIii leicht entnehmen können, erfüllt die Verbindung BD (rot gezeichnet) die Bedingung der Gleichzeitigkeit, nicht aber die von Einstein definierte. Die Bezugsebene der Gleichzeitigkeit darin, ist die Symmetrie der Punkte B und D bezüglich M. Diese ist aber keine von Einstein verlangte Seitensymmetrie bezüglich eines Punktes, der „auf einer Verbindungsstrecke“ in „der Mitte“ „zwischen“ p,q platziert ist.

Ein weiterer Widerspruch zeigt es sich auch darin, dass zwischen B und D ein zusätzlicher Symmetrie-Mittelpunkt m definiert werden könnte, welcher der Definition Einsteins genügen würde, obwohl die Punkte B und D anhand ihrer Ausrichtung bezüglich M bereits als gleichzeitig zu bezeichnen wären (VIIiii). Die Punkte B und D würden somit jede Verbindung mit ihrem Symmetriemittelpunkt M verlieren und einem komplett anderem physikalisch-geometrischen System angehören. Ihre Gleichzeitigkeit mit den Punkten A und C könnte gänzlich unerkannt bleiben.
Dies würde nicht passieren, wäre die anfangs zitierte Definition vollständig formuliert.

Wir haben somit gezeigt, dass die Definition der Gleichzeitigkeit von A. Einstein unvollständig ist, und (deshalb) auf Widersprüche führt, qed.

Vollständig formulierte Definition der Gleichzeitigkeit:
Zwei oder mehr beliebige Punkte A,B,C werden dann gleichzeitig von einer sich im Vakuum mit Lichtgeschwindigkeit ausbreitenden, kugelsymmetrischen Signalfront erfasst, wenn sie im Augenblick der Erfassung identische Distanz zum Symmetrie-Mittelpunkt M dieser Signalfront besitzen. Identische Distanz der Punkte A,B,C zum Symmetrie-Mittelpunkt M, zusammen mit dem Prinzip der Konstanz der Vakuum-Lichtgeschwindigkeit determinieren, dass die Ankunft des Lichtsignals in A, in B und in C gleichzeitig erfolgt.

Notiz: Wenn zwei oder mehr Punkte innerhalb ein und derselben Gegenwart von einer sich aus ihrem gemeinsamen Symmetrie-Mittelpunkt M ausbreitenden Licht-Signalfront L erfasst werden, dann sind diese Punkte, als eine Konstellation, kugelsymmetrisch um M angeordnet – nur in diesem Fall ist es nämlich möglich, dass sie von L gleichzeitig erfasst werden.

Kommentar zur Entdeckung der Unvollständigkeit der „Definition der Gleichzeitigkeit“ von Albert Einstein. (Gnadenstoß)

Bevor wir dazu übergehen, die Konsequenzen der unvollständig formulierten „Definition der Gleichzeitigkeit“ auf den konstruierten Begriff der Relativität zu betrachten, widmen wir uns zum letzten Mal der Unvollständigkeit innerhalb der Einsteinschen Definition. Unsere Entdeckung und ihre Konsequenzen müssen nämlich möglichst deutlich artikuliert werden, damit die Bedeutung der besagten Definition, nach über einem Jahrhundert überwiegend unkritischer Perzeption, richtig verstanden und skeptisch reflektiert wird.
Folgende Definition der Gleichzeitigkeit von Albert Einstein ist zentral für die gesamte Relativitätstheorie. Anhand dieser Definition lässt sich nämlich erkennen, dass Gleichzeitigkeit relativ sei, womit der Begriff der „Relativität“ im großen Stil in die Physik eingeführt werden kann.

Es seien A, B zwei Punkte des Inertialsystems K, etwa die Endpunkte eines relativ zu K ruhenden Stabes, dessen Mittelpunkt M sei. Von M werde ein Lichtsignal nach allen Seiten ausgesandt. Das Prinzip der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit zwingt uns zur Festsetzung, dass die Ankunft des Lichtsignals in A und die Ankunft in B gleichzeitig seien. Damit haben wir eine physikalisch sinnvolle Definition der Gleichzeitigkeit gewonnen.“

A. Einstein

In der Abbildung VII ist die in der Einsteinschen Definition konstruierte Anordnung dargestellt. Was ist nun an der Einsteinschen Definition unvollständig?

Wird „aus dem Mittelpunkt M der Strecke AB nach allen Seiten ein Lichtsignal ausgesandt“, so ist die „Signalfront“ dieses Lichtsignals aufgrund der vorausgesetzten Konstanz der Lichtgeschwindigkeit perfekt kugelförmig. Aufgrund dieser Voraussetzung kann angenommen werden, dass nicht nur Punkte AB, sondern sämtliche Punkte, deren Entfernung zum Mittelpunkt der Kugelsymmetrie um M dieselbe ist, von dem aus M ausgesandten Lichtsignal gleichzeitig erreicht werden (es handelt sich bspw. um sämtliche Punkte, die sich auf der gestrichelten Kreislinie der obigen Modellabbildung VII befinden).
Unvollständig (nicht falsch!) an Einsteins Definition ist daher die Betrachtung, dass nur Punkte AB vom Lichtsignal, das aus dem Mittelpunkt M ausgesandt wird, gleichzeitig erreicht werden, während vielmehr sämtliche Punkte, die bezüglich M kugelsymmetrisch angeordnet sind, von demselben Lichtsignal gleichzeitig erfasst werden müssen.
Der Unterschied scheint winzig und der Umstand trivial, doch wir werden gleich sehen, dass die Konsequenzen dieser Unvollständigkeit beachtlich und durchaus relevant für die Empfindung des definierten Begriffes sind.

Die Unvollständigkeit der Definition von A. Einstein entspricht folgender Analogie (ursprünglich von Martin Bäker auf http://scienceblogs.de/hier-wohnen-drachen formuliert):
»Einstein sagt: “Zwei Leute sind gleich alt, wenn sie am gleichen Tag Geburtstag haben.”
Du sagst: “Diese Definition ist unvollständig, weil ja auch mehr als zwei Leute am gleichen Tag Geburtstag haben können.”
Ist richtig, aber erstens offensichtlich und zweitens für den betrachteten Fall von zwei Leuten irrelevant

Auch wenn dies „offensichtlich“ ist, so ist es nicht „irrelevant“, denn betrachtet man das Problem der „Gleichaltrigkeit“ so wie Einstein, kommt man nicht um die Widersprüche herum, welche, betrachtet man das Problem wie ich, gar nicht erst auftreten.
Wird nämlich erkannt, dass Mark und Moritz deshalb „gleichaltrig“ sind, weil sie am gleichen Tag geboren sind, so kann folgende Definition der „Gleichaltrigkeit“ formuliert werden.

„Ist A am selben Tag desselben Jahres wie B geboren, so sind A und B gleichaltrig.“

Um die Gleichaltrigkeit zweier Menschen festzustellen, würde also ausreichend sein, ihre Geburtsurkunden zu vergleichen.
Mit unserer widerspruchsfreien „Definition der Gleichaltrigkeit“ bestimmen wir allerdings nicht nur, wie eine gegebene Gleichaltrigkeit erkannt werden kann, sondern, mittelbar, die Methode der „universellen“ Gleichaltrigkeitsbestimmung. Diese besagt, dass um die Gleichaltrigkeit zweier Menschen A und B zu konstatieren, ihre beiden Geburtsurkunden verglichen werden müssen. Stimmen die Geburtsdaten paarweise überein, so ist das jeweilige Menschenpaar AB gleichaltrig.
Die Methode der „Gleichaltrigkeitsbestimmung“, welche aus der unvollständig formulierten „Definition der Gleichaltrigkeit“ abgeleitet wird, wie die Methode der „Gleichzeitigkeitsbestimmung„, welche aus der unvollständig formulierten „Definition der Gleichzeitigkeit“ abgeleitet wird, sind selbst unvollständig, denn sie bestimmen, eindeutig unvollständig, wie die Tatsache der „Gleichaltrigkeit“, bzw. „Gleichzeitigkeit“ konstatiert wird. Die besagten Methoden erlauben es nämlich nicht, die Phänomene „Gleichaltrigkeit“ und „Gleichzeitigkeit“ ganzheitlich zu begreifen.
Dadurch, dass die Einsteinsche „Definition der Gleichzeitigkeit“ eindimensional formuliert ist („Es seien A, B zwei Punkte des Inertialsystems K, etwa die Endpunkte eines relativ zu K ruhenden Stabes“), während sie modellhaft für die Erkenntnis aller Gleichzeitigkeitsverhältnisse innerhalb des dreidimensionalen Raumes angewandt wird, entscheidet sich die Unvollständigkeit des definierten Begriffes der Gleichzeitigkeit an sich. Die unvollständige Methode bestimmt in diesem Fall die Unvollständigkeit der Erkenntnis (dieses wird bald relevant sein, und zwar bei der Bestimmung der Unvollständigkeit des Begriffes der sich aus der Anordnung der Definition ergebenden „Relativität der Gleichzeitigkeit“)
Unsere zusammengeschusterte „Definition der Gleichaltirigkeit“ ist also in demselben Sinn unvollständig, wie die „Definition der Gleichzeitigkeit“ von Albert Einstein. Beide Definitionen sind widerspruchsfrei, doch sie lassen jeweils außer Acht, dass sämtliche Menschen, die am gleichen Tag geboren sind, gleichaltrig sind, sowie dass außer A und B unendlich viele günstig gelegene Punkte vom demselben Lichtsignal gleichzeitig erfasst werden.
Diese offensichtliche (und in der Tat triviale) Unvollständigkeit ist einem Denkfehler gleich – unerkannt generiert sie nämlich schwerwiegende, ja, unverzeihliche Widersprüche.

Schauen wir uns folgende Graphik an:


Wenn wir einen Symmetriemittelpunkt M definieren und um ihn die Punkte ABCD kreissymmetrisch anordnen, dann sind wir berechtigt zu behaupten, dass bezogen auf M alle Ereignisse in ABCD gleichzeitig erfolgen (und zwar deshalb, weil die Signalfront eines aus M ausgesandten Lichtsignals, die Punkte ABCD gleichzeitig erreichen würde).

Stellen wir uns nun den Symmetrie-Mittelpunkt M der Anordnung VIIiii als Sonne vor und die Punkte B und D entsprechend als Erde und Mond. Konstanz der Lichtgeschwindigkeit und Gültigkeit des oberen Symmetriebildes vorausgesetzt, müssten die Uhren auf Erden und auf dem Mond, bezogen auf den Mittelpunkt ihrer Symmetrie – die Sonne – (die übrigens ein perfekter Strahler kugelförmiger Signalfronten ist) absolut synchron laufen. Wir wären anhand der M-Symmetrie der Erde und des Mondes bezüglich Sonne berechtigt zu behaupten, dass zwischen den irdischen Ereignissen und denen, die auf dem Mond erfolgen, eine absolute Gleichzeitigkeit besteht.
Die Relativitätstheorie behauptet aber, dass zwischen Erde und Mond (und überhaupt) gar keine absolute Gleichzeitigkeit bestehen kann.
Laut der Relativitätstheorie sind wir berechtigt, die Ereignisse in ABCD nur in ihrem eigenen M-symmetrischen Bezugssystem als gleichzeitig zu betrachten.
Der Widerspruch zeigt sich klar: abhängig davon, ob wir Erde (B) und Mond (D) im gleichen Bezugssystem, oder in verschiedenen Bezugssystemen betrachten, müssen die Ereignisse, welche auf Erden und auf dem Mond erfolgen als gleichzeitig und/oder als nicht gleichzeitig betrachtet werden…
Dies nur weil die Grundlage des Gleichzeitigkeitsbegriffs unvollständig formuliert ist (nur weil Erde und Mond sich zugleich als Bestandteile desselben und [oder besser gesagt: ausschliesslich] als Bestandteile zweier verschiedenen Bezugssysteme betrachten lassen).
Was würde sich daran ändern, würden wir die Definition der Gleichzeitigkeit wie folgt vervollständigen…

Vollständig formulierte Definition der Gleichzeitigkeit:
Zwei oder mehr beliebige Punkte A,B,C,D werden dann gleichzeitig von einer sich im Vakuum mit Lichtgeschwindigkeit ausbreitenden, kugelsymmetrischen Signalfront erfasst, wenn sie im Augenblick der Erfassung identische Distanz zum Symmetrie-Mittelpunkt M dieser Signalfront besitzen. Identische Distanz der Punkte A,B,C,D zum Symmetrie-Mittelpunkt M, zusammen mit dem Prinzip der Konstanz der Vakuum-Lichtgeschwindigkeit determinieren, dass die Ankunft des Lichtsignals in A, in B, in C und in D gleichzeitig erfolgt.

…Wir wären (dann) freilich in der Lage, sämtliche Punkte der Konstellation AMBCD als Bestandteile desselben Bezugssystems zu betrachten, denn wir wären so nicht durch die “Eindimensionalität” der Einsteinschen Definition (welche die Konstatierung der Gleichzeitigkeit ausschliesslich zwischen Ereignispaaren vorschreibt und ausschliesslich solche erlaubt) beschränkt. Dadurch wären wir allerdings konsequenterweise berechtigt, die Existenz der absoluten Gleichzeitigkeit zwischen Erde und Mond zu postulieren.
Unmöglich? Durchaus möglich und legitim.

Bonus: Für diejenigen von Ihnen, die an das System der SRT trotzdem festhalten und seine „interne“ Konsistenz behaupten, also für diejenigen, die behaupten:
„Ob Ereignisse gleichzeitig sind, hängt vom Bezugssystem ab. So ist es und so muss es in der SRT auch sein“:
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Der Beweis für die Existenz der absoluten Gleichzeitigkeit, welche sich unmittelbar aus der „Definition der Gleichzeitigkeit“ von Albert Einstein ergibt.

These: Mittels der Einsteinschen Definition lässt sich nicht nur die Relativität der Gleichzeitigkeit beweisen, sondern auch ihr Gegenteil!

Beweis: Betrachten wir zunächst (noch einmal) die Abbildung VII:

In der Abbildung VII wird, wie bereits erwähnt, die von Einstein konstruierte Anordnung bildlich dargestellt: (zusammengefasst») aus dem Mittelpunkt M der Strecke AB wird „nach allen Seiten“ ein Lichtsignal ausgesandt. Konstanz der Lichtgeschwindigkeit vorausgesetzt, erreicht dieses die Endpunkte A und B gleichzeitig.

Die Abbildung scheint eindeutige Sprache zu sprechen: sie illustriert eine allen Anschein nach widerspruchsfrei formulierte Definition der Gleichzeitigkeit von Albert Einstein…

These: Diese Definition, neben der bereits erwähnten Tatsache, dass sie unvollständig formuliert ist, ist aber (auch) widersprüchlich.

Beweis: „Es seien A, B zwei Punkte des Inertialsystems K, etwa die Endpunkte eines relativ zu K ruhenden Stabes, dessen Mittelpunkt M sei. Von M werde ein Lichtsignal nach allen Seiten ausgesandt. Das Prinzip der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit zwingt uns zur Festsetzung, dass die Ankunft des Lichtsignals in A und die Ankunft in B gleichzeitig seien.“
Es werde ein Lichtsignal von A in Richtung B ausgesandt, und zwar genau in dem Augenblick, in dem aus M ein Lichtsignal „nach allen Seiten“ ausgesandt wird. Das Prinzip der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit zwingt uns zur Festsetzung, dass die Ankunft des gleichzeitigkeitsindizierenden Lichtsignals aus M und die Ankunft des Lichtsignals aus A, im Punkt B nicht gleichzeitig erfolgen.

Das aus A ausgesandte Lichtsignal habe nämlich im Vergleich zu dem aus M ausgesandten Lichtsignal eine doppelt lange Strecke zu bewältigen (A: A-M, M-B / M: M-B). Werden aber beide Signale im demselben Augenblick ausgesandt, dann kann ihre Ankunft bei B, unabhängig von der Länge der Strecke AB, nicht gleichzeitig sein.
Dies ist zwar trivial und allgemein bekannt, dies ist aber bis heute nicht konsequent und vor Allem nicht zu Ende gedacht.
Die Tatsache, dass die Signale, welche zugleich aus A und aus M versandt werden, nicht gleichzeitig bei B eintreffen beweist nämlich nicht weniger, als die Existenz der absoluten Gleichzeitigkeit.
Es besteht nämlich eine per Definitionem konstatierbare Gleichzeitigkeit der Ereignisse A und B vor dem Eintreffen der lichtgeschwindigkeitsbedingten (kausalen) Signalübertragung zwischen A und B.

Abbildung VIIi: Es werden im demselben Augenblick zwei Lichtsignale in Richtung B ausgesandt: A-B und M-B. Das Signal M-B (schwarz) treffe bei B noch vor dem Signal A-B (rot) ein (schwarz ct = 1, rot ct = 2). Die Gleichzeitigkeit der Punkte AB, welche in bezug auf den Symmetriepunkt M gilt, gilt somit absolut, vor der lichtgeschwindigkeitsbedingten.

Die innerhalb der Relativitätstheorie gültige Behauptung, Gleichzeitigkeit pflanze sich, wie jeder Effekt, wie jede Ursache und jede Wirkung höchstens mit Lichtgeschwindigkeit fort, wird somit, mittels einer die Relativitätstheorie konstituierenden Definition, widerlegt.

Wir erkennen: es gibt eine absolute Gleichzeitigkeit, welche noch vor der kausal bedingten Gleichzeitigkeit konstatiert wird, denn die Punkte AB einerseits gleichzeitig von dem aus M ausgesandten Lichtsignal erreicht werden (womit ihre Gleichzeitigkeit konstatiert wird), andererseits erreicht das aus A in Richtung B ausgesandte Lichtsignal den Punkt B nach der Ankunft des gleichzeitigkeitsindizierenden Lichtsignals aus M. Es wird somit die absolute Gleichzeitigkeit der Punkte A und B konstatiert vor ihrer kausal- oder signalbedingten Gleichzeitigkeit. Dies bedeutet, dass innerhalb der Einsteinschen Definitionsanordnung, ein Mechanismus der absoluten Gleichzeitigkeit existiert, welcher vor der kausalbedingten Gleichzeitigkeit greift und so den in der Relativitätstheorie allgemein geltenden Gesetzen widerspricht, qed.

Es steht also fest: die Existenz der absoluten Gleichzeitigkeit ist offensichtlich. Zum Beispiel zwischen den Ereignissen, die zugleich auf Erden und auf dem Mond oder zugleich auf Erden und in der Andromeda-Galaxie stattfinden.

Diese Erkenntnis ist nicht trivial, sie verändert die Verhältnisse innerhalb der SRT gravierend, denn sie übt einen Einfluss auf die Sinnhaftigkeit der Einsteinschen Konvention der Uhr-Synchronisierung (1905).

Wikipedia:

»Nach Albert Einsteins Definition (1905) wird zum Zeitpunkt τ1 ein Lichtsignal von Uhr 1 [A] zur Uhr 2 [B] gesendet, woraufhin sofort, beispielsweise durch einen Spiegel, ein Lichtsignal zurückgesendet wird, dieses erreiche Uhr 1 zum Zeitpunkt τ2. Die Einstein-Synchronisation besteht nun darin, Uhr 2 so zu stellen, dass der Zeitpunkt der Reflexion (τ1+τ2)/2 ist.«

Wird ein Lichtsignal vom A in Richtung B im selben Augenblick versendet, indem das Lichtsignal aus M bei A empfangen wird (ct=1), so sollte der Zeit-Wert der Einsteinschen Uhr-Synchronisierungsformel mit dem Zeit-Wert, welcher sich aus der Definition der Gleichzeitigkeit ergibt, übereinstimmen. Diese Werte sind jedoch verschieden, denn der Zeit-Wert, welcher anhand der Gleichzeitgkeitsdefinition konstatiert wird, ein absoluter ist (absolut, weil er bei A und bei B jeweils identisch, und weil er parallel abrufbar ist, d.h. unabhängig von der Entfernung, gleichzeitig bei A und bei B konstatiert werden kann), während die Zeitwerte, welche sich aus der Einsteins Uhr-Synchronisierungsformel ergeben, lichtgeschwindigkeitsabhängig, daher bei A und bei B unterschiedlich und (zudem) seriell abrufbar sind.

In einfachen Worten ausgedrückt: In den Grunddefinitionen der Speziellen Relativitätstheorie ist ein Unterschied kodiert, den diese Theorie zu beseitigen angibt: der Unterschied zwischen zwei Empfindungen der Gleichzeitigkeit – zwischen der absoluten und kausal bedingten Gleichzeitigkeit.

Es wird darin (zudem) dem eigenen Postulat der Theorie widersprochen, dass die höchste Geschwindigkeit, mit der die Wirkungen übertragen werden, die Lichtgeschwindigkeit ist. Wie wir gezeigt haben, pflanzt sich die Gleichzeitigkeit instantan und parallel fort, während sich bloß ihre Signale, sequenziell und seriell ausbreiten.

Praktischer Beweis für die Existenz der universellen Gleichzeitigkeit sowie für die prinzipielle Möglichkeit der Existenz der universellen Zeit von M. Zasada.

Voraussetzungen: Seien Punkte A,M,B, Punkte auf einer Geraden G. Sei der Planet Erde der Punkt A des Arrangements A-M-B, sei M ein Pulsar mit regelmäßiger und gleichmäßiger Periodizität der ausgestrahlten Elektromagnetischen Impulse. Sei die Entfernung A-M genau bekannt. Sei Punkt B ein Punkt im Universum, der hinsichtlich M als eines Mittelpunktes der Strecke A-B, gegenüber A auf der Geraden G liegt. Sei B also genauso weit von M entfernt, wie A von M entfernt ist.

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Vereinbarung: Wir vereinbaren, dass in Anbetracht der großen Entfernungen, die Systembewegung bei A, B und M außer Acht gelassen wird, und dass sich die Systeme A,M,B jeweils für sich, als auch aufeinander bezogen, im Ruhezustand befinden.

Beweis: Zwei beliebig weit voneinander entfernte Punkte A und B verfügen über identische (eine und dieselbe) Gegenwart, wenn sich in der Mitte der Strecke A-B (dann aber durchaus auf der Geraden G) eine Quelle pulsiernder elektromagnetischer Strahlung (Pulsar) befindet, deren regelmäßige Frequenzperiode bei A und bei B einzeln detektiert wird. Die Pulsaruhren, welche bei A und B entstünden, und welche als Grundlage ihrer jeweiligen zeitlichen Periodizität, die Taktfrequenz genannter Quelle übernehmen würden, würden, Konstanz der Geschwindigkeit, mit der sich elektromagnetische Strahlung im Vakuum fortpflanzt vorausgesetzt, bezogen aufeinander synchron laufen und dieselbe Zeit anzeigen (die Zeit-Referenzquelle wäre für beide Zeitsysteme die Taktfrequenz einer und derselben Signalquelle, womit [zugleich] die Gleichzeitigkeit der Uhrenanzeige bei A und bei B gewährleistet wäre). Vorausgesetzt also, die Geschwindigkeit, mit welcher sich elektromagnetische Strahlung im Vakuum ausbreitet konstant sei, würde das von M ausgestrahlte Signal Punkte A und B innerhalb einer und derselben Gegenwart erreichen und darüberhinaus die Grundlage der identischen Zeit in beiden Systemen sein, qed.

Die weltweit erste Pulsar-Uhr wurde 2011 in Danzig installiert (als Zeitreferenz dienen dort Signale der 6 ausgesuchten Pulsare): https://en.m.wikipedia.org/wiki/Pulsar_clock
Eine Vorstellung der Lösung des Problems ist also keineswegs nur hypothetisch.


Hinweis: Erstveröffentlichung 14.01.2018 / ©Maciej Zasada
Nachdruck, Verwertung und / oder Verbreitung nur mit schriftlicher Genehmigung. Der Artikel und der Inhalt unterliegt dem deutschen Urheberrecht.

Die Vorstellung der absoluten Zeit. Die Anmerkungen zur Gültigkeit.

Anmerkung zu GPS:
Das GPS-System funktioniert vor Allem deshalb, weil die Zeitgrundlage der Positionsberechnung darin absolut ist (die Taktfrequenz des GPS-Systems, also seine systeminterne “Gegenwart”, gilt universell für alle teilnehmenden Satelliten und Instanzen: das GPS-System operiert mit einer absoluten Zeitlichkeit – es existiert eine GPS-Zeit, mit der das gesamte Global Positioning System synchronisiert wird. Geringe Abweichungen von dieser Zeit bei der integrierten Uhr des GPS-Empfängers führen dazu, dass eine Position des GPS-Empfängers berechnet werden kann.
Die Positionsbestimmung mittels GPS erfordert also einer universell synchronisierten (absoluten) Zeit. Die Zeit zu “synchronisieren” bedeutet aber nichts anderes als ihr eine absolute und universalgültige Gegenwart zugrunde zu legen. Wenn die Errichtung eines Systems der interstelaren Positionsbestimmung irgendwann notwendig sein sollte (spätestens dann, wenn Reisen im All alltäglich werden, wie das heutige Autofahren etwa), dann wird sich die Notwendigkeit der Unifikation des Zeitimpulses innerhalb des  gesamten Raum des Universums von alleine ergeben; dann wird sich die Position im Raum anhand des relativen, ortsabhängigen Zeitunterschiedes, bezogen auf das absolute Impuls der Zeit, berechnen lassen; dann wird die Existenz der absoluten Zeit und der universalgültigen Gegenwart im Raum des Universums selbstverständlich sein. Warum nicht jetzt?

Anmerkung zur Gültigkeit der relativen Zeit im Hinblick auf die Gültigkeit der normativen Absolutheit:
Wenn wir etwa von Gravitation als einer Krümmung der Raumzeit sprechen, dann operieren wir bereits mit einem Modell der Abweichung von der universalgültigen Norm (wir können uns die gekrümmte Raumzeit nur dann singulär vorstellen, wenn wir uns die Raumzeit ansonsten als eben (oder flach), d.h. nicht gekrümmt, vorstellen. Wir sind in der Lage eine Krümmung nur innerhalb einer nichtgekrümmten Umgebung erkennen – die Ebenheit der Raumzeit ist die Norm oder der modellhafte Standardzustand, in dem sich die Raumzeit im “ausbalancierten” “Normalzustand” befindet. Dieser Standardzustand gilt als ein Richtwert, an dem wir uns sowohl beim Definieren (ART), als auch beim vergleichenden Erkennen der Gravitation (Gravitationswelle) halten, und an dem wir uns auch dann halten, wenn wir das auszudrücken versuchen, was wir mit bloßem Begriff “Gravitation” bezeichnen möchten.
Dasselbe gilt für den Begriff der “Relativität”: wenn wir diesen Begriff in ein Zeitmodell einführen, dann nehmen wir stets absolute Werte als einen Maßstab der Relativität (der Zeit). Wir können nur mittels der absoluten Zeitwerte den Maß an Zeitrelativität ermitteln.

Wie und warum wollen wir denn, unter den oben aufgeführten Umständen, den Begriff der absoluten Zeit als “falsch” bezeichnen und “praktisch” aufgeben?


Hinweis: Erstveröffentlichung 14.01.2018 / ©Maciej Zasada
Nachdruck, Verwertung und / oder Verbreitung nur mit schriftlicher Genehmigung. Der Artikel und der Inhalt unterliegt dem deutschen Urheberrecht.

Der Beweis für die Gültigkeit der absoluten Zeit von…Albert Einstein.

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“Es seien A, B zwei Punkte des Inertialsystems K, etwa die Endpunkte eines relativ zu K ruhenden Stabes, dessen Mittelpunkt M sei. Von M werde ein Lichtsignal nach allen Seiten ausgesandt. Das Prinzip der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit zwingt uns zu der Festsetzung, dass die Ankunft des Lichtsignals in A und die Ankunft in B gleichzeitig seien. Damit haben wir eine physikalisch sinnvolle Definition der Gleichzeitigkeit gewonnen.”
A. Einstein


These:
 Oben aufgeführte Definition der Gleichzeitigkeit von A. Einstein definiert nicht den relativistischen Begriff der Gleichzeitigkeit. Sie ist eine sinnvolle und durchaus gültige Definition der absoluten
Gleichzeitigkeit…


Beweis:
Stellen wir uns vor, wir bezeichneten mit AB, statt Endpunkte eines relativ zu K ruhenden Stabes, die Endpunkte der Strecke zwischen Erde und einem andromedanischen Planeten, und mit M den Mittelpunkt dieser Strecke in der Gegenwart t. Es treffe auf die modifizierte Situation folgendes zu: werde aus M ein Lichtsignal nach allen Seiten ausgesandt, so sei die Ankunft des Lichtsignals in A und in B gleichzeitig, Konstanz der Lichtgeschwindigkeit vorausgesetzt.

Diese modifizierte Definition der Gleichzeitigkeit versagt aus, dass nicht nur zwischen zwei Enden eines Stabes, unter bestimmten Voraussetzungen, eine Gleichzeitigkeit notwendigerweise zu ermitteln ist, sondern dass zwischen zwei beliebig weit voneinander entfernten Punkten des Universums eine solche Gleichzeitigkeitsrelation bestehen muss.

A und B können die Gleichzeitigkeit beliebiger Ereignisse im gesamten Universum markieren – sie sind in der Tat Grundpfeiler der Geltung einer absoluten Gleichzeitigkeit und somit einer absoluten Zeit.

Dies ist eine logische Konsequenz der Einsteinschen Definition der Gleichzeitigkeit. Und es spielt keine Rolle, ob sich die Endpunkte gegeneinander bewegen. Die Enrfernung zwischen A und B und die zwischen B und A ist innerhalb ein und derselben Gegenwart identisch.

Wir (Einstein inbegriffen) haben das Bild des Stabes vor Augen, genau wie der M.K., der den Zeigefinger anschaut, während man ihm den Mond zu zeigen versucht.
Die Punkte A und B können freilich die Enden einer beliebigen Strecke markieren, ob es Stab, Zug, Rakete oder eine willkürlich gewählte kosmische Entfernung sei.
So kam es also, das Albert Einstein mit seiner eigenen Definition, die Existenz einer absoluten Gleichzeitigkeit bewies (einer Gleichzeitigkeit, die, wenn man sie wie ich definiert (s.u.), innerhalb des gesamten Universums gilt und die Existenz einer absoluten Zeit geradezu determiniert).
Der Existenz der absoluten Gleichzeitigkeit und der absoluten Ordnung der Zeit wird in der Relativitätstheorie strikt widersprochen. Etwas voreilig wohl…

Die “Relativisten” sind wohl genauso „dumm“ wie die “Antirelativisten”.

Anhang:
Definition der absoluten Gleichzeitigkeit von M. Zasada (Fig. III):
Ereignisse geschehen gleichzeitig, wenn sie innerhalb einer und derselben Gegenwart an verschiedenen Orten stattfinden.

Definition der universellen Gleichzeitigkeit von M. Zasada (Fig.I, II, III):
Ereignisse geschehen gleichzeitig, wenn sie innerhalb einer und derselben Gegenwart geschehen.

Definition der relativen Gleichzeitigkeit von mz(allgemeingültig, d.h. gültig bezüglich ruhender und bewegter Systeme):
Die Gleichzeitigkeit der Ereignisse A,B,C ist dann relativ, wenn sich diese Gleichzeitigkeit entweder auf die Gegenwart eines Referenzsystems bezieht, und/oder* aus der Gegenwart dieses Referenzsystems konstatiert wird.

Universalgültige Definition der Gegenwart von mz:
Ein Ereignis geschieht innerhalb der Gegenwart, wenn es innerhalb seines exklusiven raumzeitlichen Standortes mit keinem anderen Ereignis identisch ist.


Hinweis: Erstveröffentlichung 30.12.2017 / ©Maciej Zasada
Nachdruck, Verwertung und / oder Verbreitung nur mit schriftlicher Genehmigung. Der Artikel und der Inhalt unterliegt dem deutschen Urheberrecht.

Einstein.

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Ich halte Albert Einstein für einen der bedeutendsten Menschen, die je gelebt haben. Meine Bewunderung ist jedoch nicht unkritisch. Ich erachte mich nämlich für einen, der dazu fähig ist, berechtigte und stichhaltige Kritik zu generieren. Nicht nur an Einstein, bzw, gar nicht an Einstein, sondern an all denen, welche sein Werk unkritisch rezipieren.
Es ist natürlich im Allgemeinen sicherer und gerechter, die Errungenschaften dieses Mannes, so wie sie sind, zu akzeptieren, diese Einstellung behindert jedoch zunehmend weitere Entwicklung. Einstein war nicht unfehlbar.

Einstein macht Fehler, z.B. den, die Elemente der speziellen Relativitätstheorie in die allgemeine Relativitätstheorie zu übertragen. Als Vater der speziellen Relativitätstheorie, welche an sich eine Erweiterung der Newtonschen Mechanik und Maxwell-Lorentzschen Elektrodynamik ist, womit sie etwas völlig anderes ist als ihre spätere Verallgemeinerung, erweist sich Albert Einstein als ein in sein Werk verliebter, dem es schlichtweg schwerfällt, die logische Unvollständigkeit seiner Theorie klar und deutlich zuzugeben.

Die SRT hält sich deshalb bis heute wacker und ihre Thesen werden tausendfach eruiert und vervielfältigt, obwohl viele von ihnen längst überholt sind, und keinerlei Diskussion bedürfen.

Man soll sich klar darüber sein, dass die Thesen der ART diejenigen der SRT fast vollständig (d.h. sowohl logisch, als auch physikalisch) ersetzen. Die spezielle Relativitätstheorie behält ihre Gültigkeit in Rahmen ihrer Verallgemeinerung nur in sehr speziellen Fällen der Gravitationsfreiheit. Spezielle Relativitätstheorie ist nur innerhalb der Systeme gültig, in denen die Kartesischen Koordinaten- und Galileische Bezugs-Systeme zur Bestimmung der Zeit- und Ortsverhältnisse unter den physikalischen Körpern anwendbar sind. Sie ist als Theorie nur als eine praktische Näherung anwendbar und nur aus dem Grund bis heute in Verwendung, weil ihre Philosophie und Mathematik bedeutend einfacher und deshalb praktischer in der Anwendung sind, als die Philosophie und Mathematik der Allgemeinen Relativitätstheorie.

Albert Einstein selbst ist sich dieses Sachverhaltes sehr wohl bewusst. An vielen Stellen beteuert er, dass die Grundkonzepte der SRT (wie das Grundkonzept eines materiellen Bezugssystems etwa) überholt seien, trotzdem kritisiert er seine Kritiker, welche dasselbe behaupten, indem er selbst die Gültigkeit seiner überholten Grundkonzepte postuliert.
Seine Inkonsequenz in dieser Hinsicht ist bemerkenswert, wenn man sich seine logische Konsequenz vor Augen führt, mit der er sein Ziel – die Verallgemeinerung der SRT – anpeilt und schliesslich auch, was ich persönlich für phänomenal und ja, übermenschlich halte, erreicht.

Wir werden uns hier mit dem Gedankengebäude Einsteins beschäftigen.


Hinweis: Erstveröffentlichung 27.11.2017 / ©Maciej Zasada
Nachdruck, Verwertung und / oder Verbreitung nur mit schriftlicher Genehmigung. Der Artikel und der Inhalt unterliegt dem deutschen Urheberrecht.

Theorie der Zeit XXXI. Einige Anmerkungen zur Geltung der universellen Zeitlichkeit (die Entfaltung der Lochstreifen-Metapher).

Problemstellung: Die Gegenwart ist entweder relativ und standpunktabhängig…oder sie ist absolut und standpunktunabhängig…oder sie ist sowohl relativ als auch absolut…
Problem: Die Existenz der absoluten, universalgültigen Gegenwart ist unvereinbar mit den Grundprinzipien der Relativitätstheorie…

119.) Behauptung G: Es gilt im Universum, neben der punktbezogenen, relativen, eine Gegenwart, welche sämtlichen Instanzen gemeinsam ist, und zwar völlig unabhängig von ihrer jeweiligen Position im gesamten (intergalaktischen) Raum und unabhängig von ihrem lokalen Bezugssystem.

Damit wird zugegebenermaßen nicht nur der Einsteinschen Physik, sondern auch dem, wovon ich selbst überzeugt gewesen bin, widersprochen.
Nichts ist, wie es scheint, ein für allemal gegeben, nichts endgültig auf der diesseitigen Ebene der Erkenntnis – es ist stets höchstens (etwas) „wohltemperierter“ als es bislang gewesen ist….und zwar nur unter der Bedingung, dass man etwas Glück hat 🎩, d.h. vorläufig „richtig“, oder „richtiger“ als die Anderen liegt.

119.1) Acht logische Beweise für die Gültigkeit der Behauptung G.
Es gibt selbstverständlich Gründe, welche für die Relativität der Zeit sprechen – bei Gott, ich kenne sie alle und ich spreche mich nicht gegen sie aus – es gibt allerdings auch Gründe für die Absolutheit der Zeit, sie werden jedoch, seit der Veröffentlichung der SRT, kaum rezipiert. Nur wenige machen sich darüber Gedanken, was die Relativität der Zeit wirklich bedeutet, dass nämlich die Gleichzeitigkeit der Ereignisse mit den physikalischen Gesetzen der Relativität unvereinbar ist, zumindest insofern man die Gleichzeitigkeit des gesamten Universums betrachtet.

119.1.1) Anmerkung 1:Die Zeitdilatation und das Problem der Ewigkeit.
Die nach SRT infrage kommende Existenz von Objekten (wie etwa der elektromagnetischen Welle), für welche, theoretisch, die Zeitdilatation ihren maximalen Wert erreicht, für welche deshalb (selbstverstãndlich) überhaupt keine Zeit vergeht, bringt unüberwindbare Paradoxien mit sich, wie etwa die, dass die Existenz dieser Objekte nicht einmal an die Existenz des Universums (als ihres logischen Rahmens) gebunden wäre (das Licht müsste in alle Ewigkeit existieren und von der Existenz des Universums entkoppelt sein – das Licht müsste weiterexistieren, selbst nach dem endgültigen Kollaps jeglicher Existenz darin).

Das Konzept der Zeitdilatation ist problematisch – das Problem darin, die Ewigkeit. Ein System, für das die Zeit nicht vergeht, unterliegt keiner prozessualen Evolution – es ist in alle Ewigkeit konstant, unveränderlich und unabhängig von den thermodynamischen Umständen der Existenz.<<<<
Wenn sich ein solches System (wie etwa Licht) in einer gegebenen Gegenwart doch beeinflussen lässt, spricht dies nicht dafür, dass es neben der Zeit im Sinne der Relativitätstheorie, eine absolute Zeitordnung existieren muss, in der die Zeitdilatation keine Rolle spielt?

119.1.2) Anmerkung 2: Der leere Raum vor dem Urknall. Die Zeit, welche vor dem Urknall existierte (siehe „Die Widerlegung des klassischen Arguments des Seins“ für den Beweis der Notwendigkeit einer solchen) war in dem Sinne absolut, als dass sie universell im absolut leeren Raum galt, in dem absolut keine Bezugspunkte und absolut keine Entfernungen zwischen den Bezugspunkten existierten (dies im Sinne der Voraussetzung eines rein geometrischen Raumes). Vor dem Zeitpunkt 0 (x,y,z,t:0,0,0,0) des materiellen Universums konnte es daher keine materielle und keine logische Grundlage der Relativität geben – die Relativität von Raum und Zeit baut nämlich auf der Existenz der materiellen, räumlich voneinander entfernten Bezugspunkten auf. Das Fehlen solcher Bezugspunkte würde daher gleichbedeutend sein, mit der Existenz der absoluten Zeit, also einer Zeit, die absolut und universalgültig innerhalb der gesamten Raumzeit gewesen sein muss.
Wenn absolute Zeit vor dem Urknall existierte, dann fehlt der plausible Grund dafür, dass sie nach dem Urknall nicht mehr „gültig“ sein sollte…

119.1.3) Anmerkung 3: Die Gegenwart des Urknalls (Zeit). Die Existenz des Zeitpunktes 0 (x,y,z,t:0,0,0,0), d.h. die Existenz einer gemeinsamen, für sämtliche Bestandteile des Universum gültigen und identischen Gegenwart des Urknalls.

Für jeden Bestandteil des Universums, positionsunabhängig, gilt der (eventuelle) Urknall (oder universeller: „der Anfang“) als ein universeller geometrischer Bezugspunkt. Dieser ist der universelle Bezugspunkt des gesamten Universums und der Zeitrechnung, welche vor dem Universum galt und nach dem Universum gelten wird.

119.1.4) Anmerkung 4: Die Entfernung zum Urknall (Raum). Die raumzeitliche Entfernung zwischen einem beliebigen Punkt des Universums und dem Urknallaugenblick (innerhalb der jeweiligen Gegenwart) beträgt stets null, denn zwischen dem aktuellen Universum und dem Urknall kein Unterschied besteht (es ist logisch unmöglich eine Grenze zwischen Universum und Urknall zu setzen). Die Entfernung zwischen einem beliebigen Punkt des Universums und Urknall beträgt deshalb null.

Die Nichtexistenz der Zeitrechnung, welche vor dem Urknall galt, ist aus dem Grund ausgeschlossen, dass es sich im gewissen Sinne seit dem Urknall nichts verändert hat – der Urknall dauert noch an und produziert seine Effekte (unter anderen uns Menschen). Dies ist logisch selbstverständlich und kann nicht infrage gestellt werden.

119.1.5) Anmerkung 5: Gott. (theologisches Argument) Die Existenz eines in die Welt schauenden, in das Weltgeschehen involvierten und engagierten Gottes würde bestimmen, dass für Gott dieselbe Gegenwart gälte, als für seine Schöpfung. Dieses Argument ist zwar unwissenschaftlich, es ist aber für den beträchtlichen Teil der Kommentatoren bindend (wer an Gott glaubt, der muss die Existenz der universellen Zeit zulassen, sonst lässt er innerhalb seines Glaubens, die Existenz eines nicht unerheblichen logischen Widerspruchs zu – der Glaube an Gott und die Existenz der logischen Widersprüche schließen sich aber bekanntlich aus, xD).

119.1.6) Anmerkung 6: Die relativistische Positionsberechnung. Es wird zwar behauptet, dass die Gültigkeit der Relativitätstheorie anhand der Funktionsweise des GPS-Systems bewiesen werden kann, doch dies ist nur zur Hälfte wahr. Das GPS-System funktioniert nämlich vor Allem deshalb, dass die Zeitgrundlage der Positionsberechnung darin absolut ist (der systeminterne Zeitimpuls des GPS-Systems, also seine systeminterne „Gegenwart“, gilt universell: das GPS-System operiert mit der absoluten Zeitlichkeit). Die Positionsbestimmung mittels GPS erfordert also einer universell synchronisierten (absoluten) Zeit. Die Zeit zu „synchronisieren“ bedeutet aber nichts anderes als ihr eine absolute und universalgültige Gegenwart zugrunde zu legen. Wenn die Errichtung eines Systems der räumlichen (interstelaren) Positionsbestimmung irgendwann notwendig sein wird (und zwar dann, wenn Reisen im All für die Menscheit alltäglich werden, wie das heutige Autofahren etwa), dann wird sich die notwendige Unifikation des Zeitimpulses im gesamten Raum von alleine ergeben; dann wird sich die Position im Raum anhand des relativen, ortsabhängigen Zeitunterschiedes, bezogen auf das absolute Impuls der Zeit, berechnen lassen; dann wird die Existenz der absoluten Zeit und der universalgültigen Gegenwart im Raum des Universums selbstverständlich sein. Warum nicht jetzt?

119.1.7) Anmerkung 7: Universalität und Lokalität innerhalb des Universums. Die Relativität von Raum und Zeit, insbesondere die relativitätsbedingten Effekte innerhalb einer massereichen (große Massendichte bis unendlich große Massendichte einer „Anfangssingularität“ / Schwarzen Lochs) oder einer sich mit relativistischer Geschwindigkeit fortbewegenden Umgebung (evtl. anfängliche Dynamik des Urknalls), gilt nicht universell, sondern lokal. Gülte sie universell würde sich das Universum, anhand der anfänglichen Zeitdilatationseffekten in seinem Inneren (Zeitstillstand), aus seiner Anfangssingularität nicht entfalten können. Eine nichtrelativistische, absolute Zeit und eine nichtrelativistische Physik wären daher für die Entstehung des materiell-stabilen Universums unabdingare theoretische Voraussetzungen.

119.1.8) Anmerkung 8: Deterministische Zeitordnung. Die Information aus der Zukunft und die Information aus der Vergangenheit – in Abhängigkeit davon, ob wir das Licht aus der massereicherer oder aus der masseärmeren Umgebung als unserer eigenen empfangen. Wenn die Umgebung der Erde als gravitativer Mittelwert angenommen wird (dieser Wert gilt für einen irdischen Beobachter als Bezugswert, anhand dessen sich die gravitative Umgebungen voneinander unterscheiden lassen), dann vergeht die Zeit, bezogen auf diese, „langsamer“ in den Umgebungen, die höhere durchschnittliche Massendichte besitzen und „schneller“ in den Umgebungen, die niedrigere Massendichte als die Umgebung der Erde besitzen.e Massendichte-Unterschiede in den verschiedenen Regionen des Universums führten auf lange Sicht zur Generierung völlig unterschiedlicher Historien (Weltlinien) verschiedener Umgebungen darin. Nur lokal beobachtetes Universum wäre zeitlich kohärent… es gäbe keine universelle Kohärenz des gesamten Universums, das Universum wäre nicht universell, somit kein „Universum“ mehr. Manche Information erreichte uns aus der „Zukunft“, manche aus der „Vergangenheit“, bezogen auf die Zeit unserer Umgebung. Im Prinzip wäre das Universum eine echte Ansammlung, ein Multiversum.

Universallogik: Die Beschreibung des Absoluten. Die Widerlegung des klassischen Arguments des Seins.

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Abstract: Wir entwerfen hier ein mächtiges, selbsttragendes kosmologisches Konzept, das im krassen Widerspruch zum aktuellen Standardmodell der Kosmologie steht. Wir widerlegen damit u.a. die Mechanik der zweiwertigen Logik (welche sich im Antagonismus des Seins und des Nichtseins der klassischen Kosmologie manifestiert). Wir benutzen die kosmologische Exoperspektive, um mutige Fragen zu beantworten und stellen die klassische Vorstellung von der zweiwertig-logischen Eindeutigkeit der Wirklichkeit infrage.

Hier wird nicht gefackelt, hier wird verstanden, warum konkret die klassische zweiwertige Logik unvollständig ist.

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Es ist eine in der heutigen Wissenschaft weit verbreitete Meinung, dass die Zeit und der Raum gleichzeitig mit dem Universum entstanden. Man behauptet, ihre Existenz vor dem Urknall ergäbe „keinen Sinn“…

Frage: Wer verfügt schon über das sichere „Wissen“, um zu behaupten, was vor dem Urknall sinnvoll war, und was nicht?

Eine sichere Antwort ist: niemand.

112.) DIE Z E I T.

112.1) Gegenbehauptung:Wir behaupten, dass die Zeit durchaus vor dem allerersten Ereignis des materiellen Universums existierte. Wir behaupten ferner, dass die Zeit auch nach dem allerletzten Ereignis dieses Universums existieren wird.

Den Grund dafür sehe ich in der Mechanik der Zeit. Das Ordnungsprinzip dieser ist nämlich, dass stets Augenblicke existieren, welche derart arrangiert sind, dass sie zeitlich näher oder entfernter an der Wahrscheinlichkeit eines bestimmten Ereignisses oder an dem Ereignis selbst liegen. Somit existieren Augenblicke, welche, in Bezug auf manche anderen, in der Zukunft und manche, welche, in Bezug auf dieselben, in der Vergangenheit liegen. Diese Mechanik betrifft jede Gegenwart, ob sie nun innerhalb oder außerhalb des existierenden Universums stattfindet (also auch die Augenblicke, welche vor dem allerersten Ereignis des Universums stattfanden und auch die, welche nach dem allerletzten Ereignis des Universums stattfinden werden).

112.1.1) Beweis:Da das materielle Universum im Augenblick des Urknalls (zum Zeitpunkt 0/x,y,z:0,0,0) entstand, muss seine Existenz im Augenblick (-1/x,y,z:0,0,0) höchst wahrscheinlich gewesen sein. Allein die Existenz dieser Wahrscheinlichkeit bestimmt, dass es eine Gegenwart geben musste, an der das Universum zwar noch wahrscheinlicher als bei (-1/x,y,z:0,0,0) gewesen ist, dennoch noch nicht existierte  (z.B. bei (-0.25/x,y,z:0,0,0)). Die Existenz der Wahrscheinlichkeit des Universums bei (-1/x,y,z:0,0,0) bestimmt auch die notwendige Existenz der Gegenwart, bei der die Existenz des Universums weniger wahrscheinlich gewesen ist (z.B. bei (-4/x,y,z:0,0,0)). Dies zeigt, dass allein die Wahrscheinlichkeit des ersten Ereignisses ausreicht, um die Notwendigkeit der Existenz der Zeit vor dem Urknall zu begründen, qed.

Dasselbe gilt notwendigerweise für die Augenblicke, welche dem letzten Ereignis des Universums folgen werden (dann aber wird die Existenz des Universum, wie es einst existent gewesen ist, zunehmend unwahrscheinlicher sein, und gerade diese abnehmende Wahrscheinlichkeit wird für die Existenz der zeitlich (kausal) geordneter Augenblicke bestimmend sein).

Wie es scheint ist die Zeit der Rahmen jeder Existenz und auch der Potenzialität dieser und auch der Existenz des Nichts (darauf, dass das Nichts tatsächlich existieren muss und nicht etwa nicht existiert, kommen wir gleich zurück).

Wir gehen davon aus, dass die Existenz einer bestimmten Gegenwart (somit die Existenz der Zeit) streng mit der Existenz einer an sie gebundenen Instanz verknüpft ist. Die Gegenwart findet nämlich ausschließlich innerhalb eines singulären geometrischen Punktes im Raum statt. Diesen Punkt bezeichnen wir als eine Instanz der Gegenwart.

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112.1.1.2) Definition:  Als Instanz der Gegenwart bezeichnen wir den geometrischen Mittelpunkt* einer innerhalb eines einzigen Augenblicks gültigen, den gesamten Raum umfassenden geometrischen Konstellation sämtlicher Objekte, Ereignisse und Zustände.

*) Der Begriff „geometrischer Mittelpunkt“ bezeichnet hier einen geometrischen (dimensionslosen) Punkt im Euklids Sinne.

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Aus der Perspektive der jeweiligen Gegenwartsinstanz ist diese die einzige Stelle, an der die Gegenwart im Universum real stattfindet.

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113.) DER  R A U M.

Die bloße Existenz der Instanzen der Gegenwart, determiniert die Existenz des Raumes, denn die Elemente, welche sich zeitlich und geometrisch (als Bestandteile der „geometrischen Konstellation sämtlicher Objekte, Ereignisse und Zustände„) auf diese Instanzen beziehen, räumlich getrennt von ihnen sein müssen. Wären sie nicht von ihnen (räumlich) getrennt, so wären sie nicht von ihnen verschieden. Sobald nämlich mehr als ein Element (z.B. zwei Punkte) im Raum existieren, ist die Existenz des Raumes, der sie trennt und in dem ihre gegenwartsbezogene Konstellationen stattfinden, als ihre Existenzvoraussetzung determiniert.

113.1) Konsequenz: Die Existenz des Raumes ist eine logische Voraussetzung der Existenz der voneinander getrennten Gegenwartsinstanzen, der Gegenwart selbst, der Zeit und schlussendlich der Materie (welche den Raum des existierenden Universums füllt).

Der Raum ist, ähnlich wie die Zeit, ein universeller Rahmen einer jeden Existenz, und zwar auch der Existenz von Nichts und von materiellem Etwas.

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114.) DIE  R A U M Z E I T.

114.1) Behauptung: Wenn die Zeit vor dem Urknall existierte (s. 112.1.1), dann existierte auch der Raum vor dem Urknall (x,y,z,t: 0,0,0,0).

Dann aber existierte der Raum als ein rein geometrisches Gebilde – als ein absolut leerer (immaterieller) Raum, den wir im weiteren Verlauf als „Nichts“ bezeichnen.

114.1.1) Beweis: Die Verbindung von Raum und Zeit ist eine Konsequenz der Tatsache, dass der raumzeitliche Abstand zwischen der jeweiligen Gegenwartsinstanz und einer gegebenen (räumlichen) Ereigniskonstellation (oder der Wahrscheinlichkeit einer solchen) notwendig eine räumliche Komponente (der Abstand zwischen der jeweiligen Gegenwartsinstanz und den Bestandteilen des Raumes) und eine zeitliche Komponente (die relative Vergangenheit der Elemente im Raum, bezogen auf die jeweilige Gegenwart der Gegenwartsinstanz) enthält.

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115.)  DAS MODELL EINES KOLLABIERENDEN UNIVERSUMS.

Das, was die moderne Kosmologie prägt, ist das überwältigende Bild eines beschleunigt expandierenden Universums. Man entschied sich, dieses Bild, trotz allerhand Widersprüche und Unzulänglichkeiten, welche ihm anhaften, als das geltende kosmologische Modell zu bestimmen, mit der Konsequenz, dass mehrere künstliche Annahmen getroffen werden mussten, um seine logische Schlüssigkeit zu erhalten (in dieser Hinsicht unterscheidet sich die Vorgehensweise der modernen Kosmologie nicht wirklich von der archaisch-ptolemäischen). Das Potenzial ganzer Generationen ausgebildeter Kosmologen und Physiker wurde damit (weltweit) für die Etablierung und die Erhaltung teilweise falscher Vorstellungen und Modelle vergeudet. Sehen Sie selbst, wie einfach alles anders und weitaus schlüssiger darstellbar ist…

115.1) Behauptung: Das Universum besitzt die Ausdehnung eines geometrischen Punktes im leeren Raum.

115.1.2) Behauptung: Die räumliche Ausdehnung des Universums beträgt daher effektiv null.

115.1.3) These: Das Universum ist effektiv** dimensionslos.

115.1.3.1) Ableitung: Die Ausdehnung des Raumes, die sich innerhalb des Universums zeigt, besitzt einen negativen Wert (sie ist die Konsequenz der Kontraktionsdynamik des Universums).

Die Extension des Universums ist die Konsequenz einer nach innen gerichteten Kontraktion.

115.1.3.2) These: Das Universum kollabiert in sich hinein, wobei die Geschwindigkeit der Kontraktion zum Anfang (Urknallaugenblick) weitaus höher gewesen ist, als in der Gegenwart.Daher „expandiert“ das Universum aus der Perspektive der Gegenwart beschleunigt, je weiter entfernt vom Beobachter und je näher an der Urknall-Linie die anvisierten Objekte).

IMG_1974.PNGWenn die Gesamtausdehnung des Universum null betragen soll, eine Erweiterung der Abstände zwischen seinen Elementen aber stattfindet, dann ist die Annahme einer negativen Expansionsdynamik nur konsequent…Die Dimensionalität eines in sich hinein kollabierenden Universums entsteht im Raum zwischen den materiellen und irreversiblen Elementen der vergangenen Kontraktion und den Elementen, welche aktuell kontrahieren – die Dimensionen eines in sich hinein kollabierenden Universums wachsen dadurch, genau wie die eines expandieren Universums, mit dem Unterschied, dass sich seine Außenmaße (objektiv) nicht verändern. Die negative Dimensionalität bestimmt die gesamte Dynamik des Universums. Die beobachtete Expansion ist ein Effekt, hervorgerufen durch die tatsächlich stattfindende Erweiterung der Abstände zwischen dem Beobachter und den anvisierten Elementen des Alls. Die Dynamik dieser Erweiterung ist aber aus der Perspektive des Beobachters insofern unentscheidbar, als dass es unmöglich sei, jedenfalls angesichts der Abwesenheit der äußeren Bezugspunkte, zu entscheiden, ob sich das Universum insgesamt ausdehnt oder ob es kollabiert – die Erweiterung der Abstände innerhalb des Universums fände nämlich, als ein beobachtbarer Effekt, sowohl bei der expansiven, als auch bei der kontraktiven Dynamik statt.

IMG_1970.PNGAbbildung: Bei einem kontrahierenden Universum wachsen die Abstände in seinem Inneren dadurch, dass die nach Innen stattfindende Kontraktion den Raum tatsächlich extendiert…Die Effekte der Kontraktion sind daher aus der internen Perspektive von den Effekten der Expansion nicht zu unterscheiden. Der interne Beobachter interpretiert die kontraktionsbedingte Erweiterung der Abstände primär als einen Effekt der Expansion des Universums – es entsteht eine entsprechende Kosmologie, die sich auf den Ergebnissen objektiver Messung und Berechnung stützt. Ein perfekter Teufelskreis….

IMG_1971.PNG

Abbildung: Bei einem expandierenden Universum wachsen die Abstände in seinem Inneren dadurch, dass die stattfindende Expansion den Raum kontinuierlich erweitert…Die Effekte der Kontraktion sind darin von den Effekten der Expansion nicht zu unterscheiden. Der interne Beobachter nimmt die Erweiterung der Abstände primär als einen Effekt der Expansion des Universums wahr, womit er (zufällig) recht hat.

Im allerersten Augenblick des kollabierenden Universums besäße dieses den größten Radius seiner gesamten Geschichte und obwohl uns das Universum von Innen riesig vorkommt, und sich noch auszudehnen scheint, so wäre dieser Radius gleich null, beträchten wir das Universum aus der Exoperspektive. Die beschleunigende Expansion des Universums hätte also objektiv gesehen einen negativen Wert und wäre als eine dynamische und unmittelbare Konsequenz des Urknalls anzusehen (die beschleunigende „Expansion“ des Universums wäre somit dynamisch erklärbar – es bestünde keine Notwendigkeit der Annahme hypothetischer Größen, wie etwa der Dunklen Energie, um die beobachtete Expansionseffekte zu erklären).

IMG_1969.PNG

**) Effektiv: aus einer äußeren Perspektive betrachtet.

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116.) DAS  N I C H T S.

Die Frage, welche geklärt werden muss, betrifft die Natur des Nichts und seiner Relation zum Seienden. Verwandelte sich das Nichts in das materielle Universum etwa vollständig (hörte die Existenz des Nichts auf) oder ist das Nichts die Obermenge, welche das Universum als Untermenge bis heute enthält, oder existieren das Nichts und das Universum neben- und unabhängig voneinander…bekriegen sie sich, lachen sie einander an, oder lachen sie einander aus?

116.1) Entscheidungen, welche die Substanz des Nichts betreffen:

An dem Punkt angelangt müssen wir etwas assertorisch entscheiden, ohne die Möglichkeit zu besitzen, den tatsächlichen Zustand zu überprüfen oder logisch zu erschliessen (es geht uns primär um Logik – solche unbegründeten Operationen, so entscheide ich, sind daher legitimiert…ihre kosmologische Bedeutung ist zugegebenermaßen fraglich).

116.1.1) Wir entscheiden, dass das Universum im Nichts (im leeren Raum) als seiner Entstehungs- und Fortbestandsvoraussetzung enthalten ist).

116.1.2) Wir entscheiden daher, dass die dynamische Entwicklung des Universums innerhalb einer existierenden geometrischen Voraussetzung stattfindet.

116.1.3) Wir entscheiden, dass das Nichts eine absolut leere Raumzeit ist (als geometrische und logische Voraussetzung eines dynamischen Seins). 

Die Leere kann man sich noch als Nichts vorstellen, das absolute Nichts (also etwas, was absolut keine Eigenschaften besitzt, daher nicht einmal existiert) hingegen nicht. Für einen Plan, etwas Materielles aus dem Nichts zu erschaffen, müsste die Leerheit als eine Voraussetzung der Schöpfung, bereits vor der Entstehung des Seienden vorhanden sein.

116.1.4) Wir entscheiden, dass zwei Voraussetzungen notwendig für die Schöpfung gewesen sind:

116.1.4.1) Die Raumvoraussetzung: der Raumplatzhalter mit den drei räumlichen Eigenschaften.

116.1.4.2) Die Zeitvoraussetzung: der Aktionsplatzhalter mit der Eigenschaft der Zeit als einem Maßstab und als einer Voraussetzung der Veränderung (ohne Zeit keine Veränderung, keine Bewegung und keine sonstige Divergenz oder Aktion innerhalb der Schöpfung).

116.1.5) Wir entscheiden, dass das Universum  als Produkt einer mathematischen Operation entstand.

(S. 117.2)

116.2) Die Existenz des Nichts und die Existenz von Etwas im Nichts. 

Etwas was im Nichts nicht existiert, kann als identisch mit dem Nichts bezeichnet werden, stimmt’s? Auch das, was noch nicht im Nichts existiert, dessen Existenz jedoch mehr oder minder wahrscheinlich sei, wäre sehr wohl mit dem Nichts identisch. Mathematisch lässt sich die Existenz im Nichts durchaus beschreiben – die Vorstellung geht daraus hervor, dass Etwas, was im Nichts existiert, auch wenn es selbst nicht Nichts ist, durchaus mit dem Nichts identisch ist.

Das simple mathematische Prinzip könnte für die Entstehung und den Fortbestand des materiellen Universums verantwortlich sein.

116.3) Die Expansion des materiellen Universums innerhalb des Nichts.

Die Darstellung der Expansion innerhalb eines Mediums (Gas, Flussigkeit) ist mehrfach und überzeugend dokumentiert. Eine Expansion graphisch oder logisch darzustellen, bereitet deshalb gar kein Problem. Vielleicht deshalb können wir uns den Urknall und die daraus folgende Expansion des Universums so leicht vorstellen. So einfach und so überwältigend diese Vorstellung, so schwierig es ist, die alternativen Modelle des sich dynamisch fortpflanzenden Universums aufzustellen (außer der hier entstandenen Kosmologie kenne ich keine Quellen, die sich ernsthaft mit dem Thema der universellen Kontraktion beschäftigen würden).

Den Grund dafür sehe ich darin, dass keine Beispiele der Expansion außerhalb, bzw. in völliger Abwesenheit eines Mediums in der uns bekannten Wirklichkeit existieren. Sich diese Expansion vorzustellen gestaltet sich daher schwierig.

Was bedeutet nämlich (und wie es ausschaut), dass etwas, wie das Universum, im Nichts expandiert? Kann da überhaupt noch von einer dynamischen Entwicklung die Rede sein? (würden sich die Expansion und die Kontraktion im Nichts noch voneinander unterscheiden lassen?), und noch etwas: kann da von einer Existenz des Universums (welche dann die singuläre Existenz im Nichts bedeuten würde) überhaupt gesprochen werden? (Wenn man nämlich das Nichts als Medium der expandierenden / kontrahierenden Existenz annimmt, dann existiert unterm Strich (objektiv gesehen) immer noch so gut wie nichts…)

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117.)  DIE  E X O P E R S P E K T I V E :  G E N E S I S.

117.1) Grundannahme: Der Zustand der geometrischen Raumzeit kann mathematisch verändert (beeinflusst) werden.

117.1.1) These: Das Universum entstand als Ergebnis einer Gleichung, deren mathematisches Prinzip mit „Minus und Minus ergibt Plus“ (im Sinne -(-1) = +1) ausgedrückt wird.

Man könnte sich die Frage stellen, wie etwas aus dem Nichts (und gleichzeitig innerhalb des Nichts) entstehen könnte, und glatt daran verzweifeln, wäre nicht die Mathematik. Die einfachste Mathematik besagt, dass „Minus“ und „Minus“ „Plus“ ergeben. Halten wir uns an diesem Gedanken fest…

Wenn nichts als das Nichts existierte, wäre vielleicht die einzige Methode Etwas darin zu erzeugen oder zu verändern eine rein mathematische…

Der mathematische Existenzwert des Nichts wäre negativ.

Der mathematische Existenzwert eines in sich hinein kollabierenden Universums müsste ebenso negativ sein (denn ein solches Universum, das zudem im Nichts enthalten wäre, mit diesem identisch sein müsste). Die Aufeinanderwirkung dieser negativen Existenzwerte, ergäbe innerhalb einer mathematischen Gleichung einen positiven Existenzwert (das Produkt: das materielle Universum mit einem positiven Existenzwert:

(-(-1) = +1).

Dies ist so einfach, dass es skurril erscheint…doch je einfacher das Modell, das in der Lage ist, die Wirklichkeit zu erklären, desto besser für das Modell, stimmt’s?

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118.) S E I N  ODER  N I C H T S E I N…?“

Wie immer und überall – die Existenz steht der Nichtexistenz gegenüber: „Sein oder Nichtsein“ – dies ist hier tatsächlich die Frage: die Antwort ist aber nicht innerhalb der eindeutig urteilenden Logik enthalten, welche diese Frage (neben William Shakespeare) stellt und anscheinend zufriedenstellend beantwortet, sondern innerhalb einer Logik, die das Dritte des „tertium non datur“ durchaus für zulässig erklärt [denn was denkbar ist (Z), ist mindestens wahrscheinlich – die Denkbarkeit und die Wahrscheinlichkeit von Z ist (dann) aber mindestens logisch (legitimiert)…die Logik, welche Z begründet, muss (dann) aber gültig sein: sie legitimiert sich ja dadurch, dass Z wahrscheinlich ist! – dies ist auch der Grund, warum, um neue logische Konzepte denkbar zu machen, neue kosmologische Konzepte (hier) ausgearbeitet werden].

Es ist nicht nur das Sein oder das Nichtsein, das über die Existenzfrage entscheidet – auch der Zustand des Seins innerhalb des absoluten Nichtseins erweist sich, wie wir feststellen, als notwendig zulässig…mathematisch, logisch und praktisch (denkbar ist aber auch die Existenz des Nichts innerhalb des Seienden).

Somit jedenfalls wird die größte Hürde auf dem Weg zur Universallogik genommen – das klassisch-logische Argument des Seins, das mächtige Argument der puren Existenz: entweder existiert A, oder A existiert nicht – tertium non datur!

Die Gültigkeit dieses Arguments scheint unwiderleglich zu sein – es drückt die strenge, durchaus düstere Macht der zweiwertigen Logik aus und verleiht der Realität ihren scheinbar eindeutigen, dogmatischen Sinn.

Gerade dieses mächtigste Argument widerlegen wir – wir zeigen, dass die Behauptung über A unvollständig ist. Wir erkennen den Grund dieser Unvollständigkeit und machen ihn auch kenntlich – wir lassen nämlich die Existenz des allgegenwärtigen Nichts zu, das durchaus Etwas enthalten kann, was nicht Nichts ist und trotzdem im Nichts (hier setzen wir den Akzent) existiert (aufgeht) und (erneut trotzdem) mit dem Nichts identisch ist, obwohl unterschiedlich. Es existiert daher etwas, was sich neben „A existiert“ und „A existiert nicht“ über A und über die Umwelt von A sagen lässt… somit existiert eine singuläre Logik, welche diese vier Existenzzustände voneinander trennt und einzeln beschreiben lässt. Es ist eine Logik, keine Poesie…


Hinweis: Erstveröffentlichung 20.02.2017 / ©Maciej Zasada
Nachdruck, Verwertung und / oder Verbreitung nur mit schriftlicher Genehmigung. Der Artikel und der Inhalt unterliegt dem deutschen Urheberrecht.

Theorie der Zeit XXVIII. Über die Absolutheit (der Universalzeit). Über die Erkenntnis des Absoluten.

79.) Die im Kapitel Theorie der Zeit XXIII präsentierte Vorstellung der absoluten und universellen Gegenwart, macht gleichsam absolute und universelle Zeit vorstellbar.

Die Zeit als ein Phänomen scheint erst durch die als Information erkennbare und als Maßstab bewertbare Periodizität einen erfahrbaren Ausdruck zu bekommen (mit anderen Worten: es ist denkbar, dass die Periodizität das Wesen der Zeit ausmacht). Die Veränderung (der Wert der Entropie pro Zeiteinheit) scheint darin zusätzlich eine maßgebliche Rolle zu spielen.

Die Veränderung und ihr Maßstab dürfen aber für die Statuierung der Universalzeit irrelevant sein, denn auch diejenigen Maßstäbe, welche notwendig überall im Universum dieselbe Periodizität zeigen (molekulare oder atomare Schwingungsquellen liefern überall im Universum identische Oszillationsperioden), unterstehen, anhand der seriellen Information-Übertragungsordnung, welche offensichtlich innerhalb des materiellen Universums gilt (und welche letztendlich auch dafür verantwortlich ist, dass überall im Universum eine endliche und eine universell gültige, d.h. überall identische Grenzgeschwindigkeit der Informationsübertragung gemessen wird), den relativistischen Verschiebungen.

79.1) Keine Periodizität innerhalb des materiellen Universums kann daher als universal (im Sinne allgemeingültig) und absolut gedacht werden, außer der Periodizität des Universums selbst.

Besitzt das Universum als Ganzes nämlich einen Spin oder eine Dauer, welche sich womöglich noch zyklisch wiederholt (wie etwa sich abwechselnde Entfaltungs- und Kontraktionsphasen), dann wäre das Modell einer absoluten und einer universell gültigen Zeit denkbar (diese würde auf der jeweiligen Periodizität des gesamten Universums und nicht auf der Periodizität der darin fortschreitenden Prozesse fußen).
Wenn für Instanzen der universalen Gegenwart keine Effektzeit, keine Kausalität der Ereignisse (ja keine Ereignisse mehr), keine Vergangenheit und keine Zukunft gilt (Theorie der Zeit XXVII / 78.1.5); wenn sie außerhalb der Zeit, daher ewig und unveränderlich sind, dann kann man sich durchaus vorstellen, dass eine besondere Zeitordnung existiert, welche speziell für sie gültig und verbindlich sei. Diese könnte durchaus als „universal“ bezeichnet werden, denn sie gälte zugleich für das Universum als Ganzes, als auch für die Instanzen, welche gerade darin, nicht aber innerhalb der Effektzeit stattfinden und mit sich selbst- sowie wechselseitig identisch, d.h. nicht unterschiedlich sind (Theorie der Zeit XXIII / 62.) – wobei „nicht unterschiedlich“, bzw. „identisch“ nicht unbedingt eine formelle Identität meint, sondern vielmehr das Fehlen eines erkennbaren Sinnes für die Markierung eines Unterschieds.

79.2) Vorbereitung des logischen Durchbruchs: Den Unterschied zu erkennen, auch den wichtigsten: den zwischen dem eigenen, schützenswerten „Ich“ (oder „wir“) und der Außenwelt; den Unterschied (beispielsweise sprachlich) zu markieren, d.h. von der Zweckmäßigkeit und von der Notwendigkeit überzeugt sein, das Absolute am Unterschied eindeutig erkennen und bezeichnenzu müssen ist der Zweck und der Existenzgrund der ausschliessenden Wahrheitslogik.
Die Erkenntnis, dass ein parallel gültiger Raum der logischen Wechselwirkung existiert, in dem diese Zweckmäßigkeit, bzw. Zweckdienlichkeit nicht vorhanden ist, ist gleichbedeutend mit der Gründung einer neuen Qualität der logischen Resonanz mit dem, was wirklich, und mit dem, was an sich ist.

79.3) Behauptung:Die Existenzdauer des Universums zwischen dem zyklisch aufkommenden höchsten und dem niedrigsten Entropiegrad ist die Oszillationsperiode der Universalzeit.

Mit dieser Behauptung begründen wir nicht nur den mechanischen Sinn der Universalzeit, wir befreien uns somit von der dominierenden Gültigkeit der „Logik der Werte“, in welcher Bedeutungen und Unterschiede (und Grenzen zwischen ihnen) für die Erkenntnis kritisch (explizit, fundamental) sind.
Die aussagenlogische Perspektive (und ihre Sprache) benötigt stets externe Bezugspunkte um Dinge innerhalb der Kontexte zu positionieren. Sowohl materielle, wie ideelle Dinge benötigen, um erkannt und benannt zu werden, einen konkreten Platz im Netz von Bedeutungen, Orten und Zeit.
Dies führt aber grundsätzlich und natürlich zu Widersprüchen, denn gerade die eindeutige präzise Objektivierung der Dinge sowohl in Bezug auf sie selbst (wann beginnt und wann endet eine Sekunde, wann genau beginnt die andere? / ist eine unvollständige (und in der Zahl ihrer Bestandteile stets abnehmende) Existenz eine vollständige? Ab welchem Grad der Unvollständigkeit ist sie es nicht mehr?), als auch auf ihren Kontext (was macht den Unterschied aus, zwischen den Menschen, denen wir im Alltag und denen wir im Traum begegnen? Was ist die Wirklichkeit und was die virtuelle Wirklichkeit des Traums, der Lüge etc? Wo genau verläuft die Grenze zwischen ihnen?) sehr problematisch, bzw. grundsätzlich nicht möglich ist.

Um über die absolute und universelle Gesamtheit, in Kategorien des Absoluten und des Universellen zu sprechen, wird kein externer Bezugspunkt, der das Gesagte relativieren und im Netz der Kontexte positionieren würde, benötigt. Indem wir die Grenze des Denkbaren mittels einer (nun) universellen Sprache erreichen und überwinden (indem wir eine Logik entwickeln, welche unabhängig von der Logik der Wahrheitswerte operiert (indem wir eine Logik gründen, welche keine Regeln enthält, über die Entscheidung des Wahrheitsgehaltes der Aussagen, indem wir grundsätzlich sämtliche Aussagen, die in Kontext dieser Logik getroffen werden, für wahre Aussagen halten [indem wir nämlich entscheiden, dass sämtliche Aussagen, unabhängig von ihrem Wahrheitswert, apriorisch, bedingt durch Kategorie, deren sie allesamt angehören (nämlich die Kategorie der Information), grundsätzlich wahr sind] (siehe: Über die Universalität der Universallogik“, siehe: Theorie der Zeit XXX) {indem wir schliesslich die semantische Rückkopplung und Rückkopplungsschleife als das erkennen, was sie wirklich sind, siehe das Ende des vorliegenden Kapitels}, erreichen wir das mittels der Wahrheitslogik generell unerreichbare Absolute.

79.4) Die Wahrheit der Falschheit.
(Die Falschheit zu erkennen heißt das Wahrsein des Falschen zu erkennen. Das Erkennen ist nämlich grundsätzlich ein Akt der positiven Identifizierung, auch dann, wenn es sich bei dem Erkannten / Identifizierten um eine Falschheit handelt.
Es ist offensichtlich, dass die Gegenüberstellung der Wahrheitswerte ‚wahr‘ und ‚falsch‘, welche die Grundlage der
ausschliessenden Wahrheitslogik bildet, keine gültige Gegenüberstellung der sich ausschliessenden Wahrheitswerte im logischen Sinne ist.
Jede erkannte Falschheit ist nämlich zugleich als Produkt eines Erkenntnisprozesses zu bezeichnen. Am Ende eines jeden abgeschlossenen Erkenntnisprozesses steht aber eine positive Erkenntnis: eine erkannte Wahrheit.
Jede erkannte Falschheit ist daher desto gültiger (‚gültig‘ im Sinne ‚als wahr erkannt und als wahr geltend‘), je mächtiger sie als eine positive Erkenntnis (erkannte Wahrheit) ist. Es ist sinnlos über Wahrheit zu sprechen, wenn eine erkannte Falschheit wahr ist.

(Das Attribut der Universalität wird der Wahrheitslogik aberkannt.)

Wenn allerdings erkannt wird, dass sämtliche logischen Aussagen grundsätzlich wahr sind, dann ergibt sich konsequenterweise kein Grund für eine präzise Konnotation und für eine eindeutige Unterscheidung, dann aber ergibt sich auch kein Grund für die Erkennung eines bestimmten Zustandes und seiner in der Effektzeit erfolgenden Veränderung mitsamt ihrer Maßstäbe und Einheiten. Es ergibt sich kein Grund für die Legitimierung der logischen Analyse, welche an sich destruktiv ist, und geradewegs in die Desemantisierung der Begriffe der Sprache führt.
Diesen nachvollziehbaren Erkenntniszustand zu erreichen, bedeutet nicht weniger als den absoluten Einblick in die universelle Struktur der Realität zu erhalten.
Jetzt ist die Vorstellung der Universalzeit nicht bloß denkbar – sie ergibt sich als notwendige Konsequenz der errungenen Einsicht.

Der ultimative Punkt, den der maximal fortgeschrittene Geist mittels der wahrheitslogischen Erkenntnis erreichen kann, ist die Erkenntnis, dass das Schweigen der höchste Ausdruck der absoluten Erkenntnis (Wittgenstein: ‚Tractatus‘ als Ausdruck der absoluten Erkenntnis), oder dass die absolute Erkenntnis, die notwendige Nichtexistenz der absoluten Erkenntnis sei. (Die absolute Erkenntnis kann jedenfalls nicht mittels der Sprache der Wahrheitslogik formuliert werden, denn sie lässt sich nicht mit Worten ausdrücken, welche sie nicht absolut präzise bezeichnen. Am Ende jeder logischen Wortanalyse steht aber die vollkommene Desemantisierung der Sprache – es lassen sich keine Bedeutungen aufrechterhalten – was eine Erscheinung einer „roten Rose“ ist und was, im Unterschied dazu, eine sprachliche Bezeichnung der „roten Rose“, was die Bedeutung der Farbe „rot“, welches „rot“ entspricht genau der Bezeichnung „rot“ und wo verläuft genau die Grenze zwischen „rot“ und „fast rot, doch etwas bläulich, nicht wahr?“ und warum verläuft sie für mich anders als für Tercep Yadiridim Erdogan?  Die ausschliessende Wahrheitslogik verlangt per definitionem formelle Präzision des Ausdrucks, die logische Sprache (auch eine vollständig formalisierte, mathematische) liefert höchstens eine endlich feine Auflösung der Annäherung der Bezeichnung an das Bezeichnete. Das Gebot des Schweigens erscheint hier nur konsequent zu sein.)

Der ultimative Punkt, an dem wir uns jetzt, im Entwicklungsursprung der Universallogik befinden, versetzt uns sprunghaft in die Lage, über das Absolute nicht nur klar zu denken, sondern auch unsere Gedanken darüber klar (und mutig) auszudrücken, womit klar wird, dass das Gebot des Schweigens überwunden wurde: wir stehen unbeschädigt da und reden klar.

Wir denken also über die Zeit nach, und wir erhalten die Möglichkeit, über die Zeit differenziert nachzudenken. Gleichzeitig erkennen wir aber, dass wir dadurch in die Lage versetzt werden, über alles andere differenziert(er) nachzudenken. Dies ist der Nebeneffekt und die Konsequenz der Weiterentwicklung des inneren Widerspruchs, der ursprünglichen Schleife, welche uns im Grunde zu dem macht, was wir sind (am Anfang des differenzierten Denkens steht die Fähigkeit, den primitiven, den ursprünglich jedem Tier angeborenen Mechanismus der Reaktion auf Reize und Stimuli der Umwelt rekursiv auf sich selbst zu richten und auf sich selbst (und auf das eigene Denken) zu beziehen – das differenzierende Denken besteht darin, die selbstbezügliche Rückkopplungsschleife dieses Mechanismus, ihre Resonanz, zu perfektionieren, d.h. in eine Harmonieschwingung mit der Resonanz der empfangenen Information zu bringen).

Theorie der Zeit XXVII. Kausalität und Gegenwart. Ordnungsprinzipien und Antagonismen.

Es wird hier versucht die Erklärung dafür zu finden, warum es die Kausalität innerhalb der Zeit und warum es (zugleich) die Gegenwart gibt, welche einerseits an der Kausalität beteiligt (und zwar als Bestandteil der Beobachter-Perspektive), andererseits an Kausalität nicht beteiligt ist (kein Bestandteil der Raumzeit und als solche universell und absolut, d.h. nicht „zeitlich“ – s. 78.1.5)), welche zudem einerseits streng standpunktbezogen ist, andererseits räumlich disloziert, und welche dennoch überall simultan stattfindet.
Mit anderen Worten werden wir hier versuchen, den Grund für die gleichzeitige Geltung der Relativität und der Absolutheit der Zeit zu finden.

Laut „63.) Definition der Universalzeit“ ist die Universalzeit der Träger der gesamten Wirklichkeitsinformation. Wenn wir diese Definition für gültig erklären, entscheiden wir gleichzeitig, dass die Information das wichtigste an der Wirklichkeit ist…und wenn wir schon mit dem Ableiten und mit dem Schlussfolgern soweit gekommen sind, dann fehlt uns nur noch ein kleiner Schritt, um zum Schluss zu gelangen, dass die Beantwortung der Frage, nach welchem Übertragungsprotokoll die Information der Wirklichkeit gespeichert und ausgelesen wird, essenziell ist für das Verständnis ihrer Objekte, ihrer Prozesse, ihrer Ereignisse und deren wechselseitiger Verhältnisse.
Und tatsächlich (wer hätte es gedacht?) sind wir mittlerweile in der Lage, diese entscheidende Frage hinlänglich zu beantworten. Zumindest innerhalb unserer Theorie (als eines autarken und überaus leistungsfähigen Denkmodells*).

76.) Proposition: Innerhalb der Wirklichkeit existieren simultan zwei Übertragungsordnungen der Information.

1. Die serielle (sequenzielle) Information-Übertragungsordnung (77.)
2. Die parallele Information-Übertragungsordnung (78.)

 

77.) Die serielle (sequenzielle) Information-Übertragungsordnung.

77.1) Die serielle Information-Übertragungsordnung gilt generell innerhalb der Effektzeit.

77.1.1) Durch die serielle Information-Übertragungsordnung können sich kausale Verbindungen zwischen den Ereignissen bilden.
Die Kausalität kann ausschliesslich innerhalb der Systeme entstehen, welche auch über eine vollständige und symmetrische Zeitlichkeit verfügen. Eine solche Zeitlichkeit beinhaltet selbstverständlich die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft.

77.1.2) Durch die serielle Information-Übertragungsordnung entsteht Raum und Materie.
Raum und Materie bilden den logischen Grund der Kausalität. Sie beinhalten sowohl die ersten Ereignisse der Vergangenheit, als auch die letzten Ereignisse, welche sich in Zukunft zutragen werden. Sie beinhalten sämtliche kausalen Verbindungen der gegenwärtigen Ereignisse, welche durch die erste Ursache bedingt und welche den letzten Effekt bedingen werden.

Sowohl der Raum, als auch die Materie sind aus der Perspektive der Gegenwart Bestandteile der Raumzeit und gehören dem Wirkungsbereich der Relativitätstheorie.

77.1.3) Die Funktion der seriellen Übertragungsordnung: Die serielle Information-Übertragungsordnung bedingt einerseits die Existenz der Effektzeit, andererseits die Existenz der Kausalität und der Relativität der Verhältnisse innerhalb der Wirklichkeit.

 

78.) Die parallele Information-Übertragungsordnung.

78.1) Die parallele Information-Übertragungsordnung gilt generell für die Gegenwart der Universalzeit.

78.1.1) Parallele Information-Übertragungsordnung ermöglicht, dass im gesamten Universum eine einzige Gegenwart existiert, welche zwar im gesamten Raum verteilt ist, welche aber (trotzdem) überall simultan und absolut synchron stattfindet (was nur durch Parallelität der Informationsübertragung möglich ist).

Der Ordnungsprinzip der Wirklichkeit und ihr innewohnende Antagonismus ist die gleichzeitige Gültigkeit der sequenziellen und der parallelen Information-Übertragungsordnung und daraus resultierende Gleichzeitigkeit der Relativität und der Absolutheit der Verhältnisse innerhalb der Wirklichkeit.

78.1.2) Um eine überall im Raum synchron gekoppelte Gegenwart  zu gewährleisten, muss die Universalzeit über eine universelle Periodizität verfügen.

Die Universalität der Taktung müsste für den gesamten Raum des Universums bindend sein. Die Frage stellt sich, ob die Periodizität generell eine Eigenschaft der Zeit sei, und wenn ja, welche Periodizität für den Zweck der Universalzeit in Frage käme?

78.1.3) Die Periodizität der Universalzeit könnte durch die zyklische Periodizität des universellen Raumes (des Universums) bestimmt sein. Der zyklische Rhythmus seiner Entfaltung und Kontraktion gäbe den Takt.
Die Dauer des Universums wäre für die allgemeine Gültigkeit der universellen Taktung irrelevant: warum? – siehe 78.1.5 gleich unten).

78.1.4) Behauptung: Die Gegenwart ist kein Bestandteil der Zeit, sie wird daher nicht durch die Entropie und nicht durch den Zeitverlauf beeinflusst. Die Systeme und Instanzen der Gegenwart „dauern“ in alle Ewigkeit.

78.1.5) Beweis: Die Gegenwart ist der Bereich der Realität, an dem die Begriffe „Zeitdauer“, „Zeitverlauf“, „Vergangenheit“ und „Zukunft“ nur insofern einen Sinn besitzen, inwiefern sie erinnert und / oder vorgestellt werden (Augustinus). Als Begriffe, welche konkrete physikalische Zustände oder Größen betreffen, sind sie innerhalb der Gegenwart sinnlos. Wenn daher, innerhalb der Gegenwart, eine Instanz existiert, dann findet ihre Existenz nicht innerhalb der Zeit statt. Für sämtliche Instanzen, welche innerhalb der Gegenwart existieren gilt, dass sie die Begriffe „Zeitdauer“, „Zeitverlauf“, „Vergangenheit“ und „Zukunft“ nicht betreffen. Sie existieren daher außerhalb der Zeit – in der Gegenwart – und nicht in der Vergangenheit, in der die Dinge entstehen, dauern und vergehen, und nicht in der Zukunft, in der die Dinge noch nicht entstanden, nicht gedauert und nicht vergangen sind.

Was nicht entsteht, nicht dauert und nicht vergeht, nicht entstanden ist und nicht entstehen wird (außer wenn es entscheidet, sich einem Körper im Raum anzuschliessen), aber zweifelsohne ist (existiert)…ist unsterblich und ewig**, was zu zeigen war.

78.1.6) Die Funktion der parallelen Übertragungsordnung: Die parallele Information-Übertragungsordnung bedingt einerseits die Existenz der Universalzeit, andererseits die Existenz der Gegenwart.

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*) Dass unsere Theorie leistungsfähig ist, sind wir durchaus berechtigt zu behaupten; sie leistet, was andere Theorien nicht leisten und sie leistet es bereits auf der einfachsten semantischen Ebene, ohne dazu etwa mathematische Instrumente zu benötigen.

**) Dies sollte kein esoterisches G’schmäckle haben – „unsterblich“ und „ewig“ erscheinen Dinge der Gegenwart aus der Perspektive der Effektzeit, sobald mit dem Begriff „Universalzeit“ operiert (gedacht) wird, verliert sich ihre übernatürliche „Metaphysik“ (oder die Metaphysik verliert die Einführungsstriche).

Theorie der Zeit XXVI. Die Zeit tickt nicht. Über Kausalität im Kontext der Zeit. Def. des Universums I.

Der Begriff „Zeit“ war übrigens bisher, noch bevor die zeitbezogene Lochstreifen-Metapher formuliert wurde, semantisch unteilbar. Eine begriffliche Differenzierung des Phänomens war folglich beinahe unmöglich. Dies hat sich nun geändert – es ist leichter geworden, das, was wir undifferenziert als „Zeit“ bezeichnen, aufzuspalten und seine Bestandteile einzeln und aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten. Dadurch entsteht die Möglichkeit, das Phänomen „Zeit“ zu objektivieren. Diese Möglichkeit nutzen wir nun, soweit es uns möglich ist, aus.

69.) Postulat: Mit der Sentenz ‚Die Zeit tickt nicht‘ drücken wir aus (postulieren wir), dass das Ergebnis der Messung, welche mittels einer Uhr durchgeführt wird, nicht einfach als „Zeit“ zu bezeichnen ist.

Das Ergebnis der Messung, welche mittels einer Uhr durchgeführt wird (sg. „Zeitmessung“), ist im gleichen Sinne keine „Zeit“, wie das Ergebnis der Messung, welche mittels einer Waage durchgeführt wird, keine „Masse“ ist.

Sowohl das Ergebnis einer mittels einer Uhr, als auch das mittels einer Waage durchgeführten Messung sind variable Ordnungswerte, welche von dem jeweiligen Rahmenbedingungen [von der Schwerkraft des Himmelskörpers, auf dem gewogen wird beispielsweise, oder von der Relativität (der Zeit in den beteiligten Bezugssystemen)] abhängig sind.

70.) Perspektive: Das Ergebnis der Messung, welche mittels einer Waage durchgeführt wird, bezeichnen wir als (ermitteltes) „Gewicht“.

Das Gewicht eines Gegenstandes hat zwar mit seiner Masse zu tun, es wird aber durch die wirkende Schwerkraft des Himmelskörpers bestimmt, auf dem gewogen wird. Somit beträgt das Gewicht eines bestimmten Gegenstandes auf dem Mond ca. acht Mal weniger als auf Erden.

70.1) Das Gewicht eines Gegenstandes ist von seiner Masse abhängig, seine Masse ist jedoch unabhängig von seinem Gewicht – die Masse ist nämlich eine physikalische Größe, die auch in der Schwerelosigkeit relevant* ist, also gerade dort, wo die Gegenstände überhaupt kein Gewicht besitzen (also dort, wo der funktionelle und der logische Sinn einer Waage nicht existiert). Das Gewicht ist daher eine Größe, welche nur unter bestimmten Bedingungen messbar ist, und Wirkung zeigt (die Wirkung des Gewichts bezogen auf die Messung ist der Ausschlag einer Waage, der sich unter dem Einfluss der Gravitation vollzieht).
Erst das absolute, das invariante „Gewicht“ kann (und muss) als Masse bezeichnet werden.
Das Gewicht ist daher in demselben Sinne ein ortsabhängiger Effekt der invariablen Masse, wie die Effektzeit ein ortsabhängiger Effekt der invariablen, absoluten Universalzeit ist.

71.) Gegenperspektive: Wir bezeichnen den ermittelten Wert der Messung, welche mittels einer Uhr durchgeführt wird, als eine „Dauer“ oder als einen „Zeitpunkt“. Die Dauer und der Zeitpunkt eines Ereignisses haben zwar unmittelbar mit der Zeit zu tun, sie werden aber durch die relativistische Effekte (die Bewegung des Messsystems relativ zu dem Gemessenen, die Bewegung des Gemessenen relativ zu dem Messsystem, allgemein: Standort-und Zustandsrelativität) bestimmt.

71.1) Konsequenz: Wenn das Gewicht im gleichem Verhältnis zur invariablen Masse steht, wie die Effektzeit zur Universalzeit, dann sollte die invariable Universalzeit unabhängig von der Effektzeit sein – die invariable Universalzeit galt nämlich bereits vor der Entstehung des materiellen Universums, also dann, als noch keine observablen „Ereignisse“ stattfanden (also dann, als die Effektzeit als ein Effekt der räumlichen Verteilung der Ereignisse nicht vorhanden war…da der logische Sinn der Effektzeit >wie der Sinn einer Waage in der Schwerelosigkeit< fehlte)

71.1.1) Beweis: den Beweis für 71.1) enthalten Kapiteln: 54.) / 54.1) / 54.1.1)

72.) Behauptung: Einsteins „Definition“ der Zeit als einer „Stellung des kleinen Zeigers meiner Uhr“, gilt ausschliesslich innerhalb der Effektzeit.

Eigenschaften der Effektzeit: Kausalität, Wirklichkeit, Raum, (fortlaufende) Zeit, Materie, Ereignisse.
Eigenschaften der Unversalzeit: Gegenwart, Ewigkeit, Unveränderlichkeit.

72.1) Wenn eine Messung, welche mittels einer Uhr durchgeführt wird, keine Zeit sondern „Dauer“ oder relativen „Zeitpunkt“ der Ereignisse misst, dann wäre die Uhr kein Detektor der unabhängig existierenden Zeit, sondern, wie eine Waage, die einen lokal gültigen Wert des Gewichtes angibt, ein Indikator eines lokal auftretenden Effektes einer universal gültigen Größe.

72.2) Beides, die Dauer und der Zeitpunkt der Ereignisse sind daher standortabhängige Effekt-Werte, anhand derer sich ausschliesslich auf den lokal geltenden Relativitätswert der Zeit schliessen lässt (womit der direkte Zugang zur universellen Information der Zeit verunmöglicht wird).
(Allgemein gilt nämlich: wird eine bestimmte Information von vielen ausgewählt, werden die übrigen ausgeschlossen).

72.3) Der Satz „In der Ordnung der Zeit offenbart sich die kausale Ordnung der Wirklichkeit“ ist genauso richtig oder falsch wie der Satz „Durch die kausale Ordnung der Wirklichkeit offenbart sich die Zeit“ oder „Es gibt keine Zeit, nur die „kausale“ Ordnung der Ereignisse, welche einander vorausgehen oder einander folgen und (bezogen auf ihre jeweilige Gegenwart) niemals gleichzeitig geschehen)“.

72.4) Behauptung der Kausalität innerhalb der Effektzeit: Die kausale Ordnung des Geschehens ist sequenziell. Eine Gleichzeitigkeit findet grundsätzlich nicht statt.

72.5) Konsequenz: jedes Geschehen ist kausal bedingt. Jedes Ereignis ein Effekt einer bestimmten, in der Zeit kodierten Ursache.

73.) Wenn Dinge grundsätzlich nicht gleichzeitig geschehen, dann muss sich eine (kausale) Ordnung ihrer Reihenfolge automatisch ergeben (Manches geschieht nämlich vor dem Augenblick einer singulären Gegenwart, Manches danach), doch diese Ordnung ist nicht Zeit – sie entsteht unabhängig von der Zeit, und zwar indem eine sequenzielle Ordnung des Geschehens erkannt und einer lokal gültigen Periodizität angepasst wird.

73.1) Die sich somit ergebende kausale Ordnung ist ein Effekt der sequenziellen Prozessordnung der Wirklichkeit.

73.2) Behauptung: Die sequenzielle Prozessordnung der Wirklichkeit ist die Daten-Übertragungsordnung der Effektzeit
(Eigenschaften: Singularität der individuellen Gegenwart / Kausalität)

73.3) Behauptung: Die parallele Prozessordnung der Wirklichkeit ist die Daten-Übertragungsordnung der Universalzeit.
(Eigenschaften: Parallelität der Gegenwartsinstanzen / universelle Gleichzeitigkeit der Gegenwart)

74.) Die Kausalität. Es existieren zwei perspektivische Ordnungen der Kausalität:

1. die Perspektive eines unbeteiligten Beobachters
2. die Perspektive eines unmittelbar Beteiligten.

Ad 1. Das Bezugssystem der perspektivischen Beobachterordnung ist Stand- und Zeitpunkt abhängig (der unbeteiligte Beobachter als variables Bezugssystem des Geschehens: standpunktabhängige Relativität (der „Zeitigkeit“), sowie die Gleichzeitigkeit der Ereignisse sind möglich).
Die perspektivische „Objektivität“ ist eine „Eigenschaft“ der Perspektive eines unbeteiligten Beobachters.

Ad 2. Das Bezugssystem der perspektivischen Beteiligten-Ordnung ist absolut und bezieht sich auf die jeweilige Gegenwart des Beteiligten (der Beteiligte als Beobachter: Die Gleichzeitigkeit der Ereignisse ist möglich, seine Gegenwart gilt aber als invariables Bezugssystem der „Zeitigkeit“ des Geschehens. Die Gleichzeitigkeit der Ereignisse und der eigenen Referenzgegenwart ist unmöglich).

75.) Definition des Universums I: Das Universum ist ein allumfassender Prozess, bei dem es sich um die allmähliche Vervollständigung des endgültigen Endzustandes handelt.

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*) Impuls und kinetische Energie eines sich in Bewegung befindenden Systems stehen stets in Proportion zu seiner Masse.

Theorie der Zeit XXIII. Definition der Zeit II. „Lochstreifen-Metapher“: über die universelle Gleichzeitigkeit der Gegenwart.

Die Gleichzeitigkeit der Gegenwart ist im Modell des kontrahierenden, anders als in dem des expandierenden Universums, eine logische Voraussetzung seiner logischen Gültigkeit. Die Gegenwart im Modell des kontrahierenden Universums muss nämlich unbedingt als universell angenommen werden. Sie bildet schließlich innerhalb dieses Modells den diesseitigen „Rand“ des Universums, der unmöglich asynchron (im Sinne „nicht überall gleichzeitig“) verlaufen kann (es träten sonst unüberwindbare Wirklichkeits- und Zeitparadoxa auf.
Da es aber offensichtlich unzählige Entitäten existieren, welche im Raum verteilt, eine individuelle „Version“ der Gegenwart „erfahren“, entstand hier die Systematik der individuellen Gegenwartsinstanz.

Eine im Raum verteilte Gegenwart wäre aber im Rahmen der Relativitätstheorie (anhand der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit als Grenzgeschwindigkeit im Universum) ausschliesslich asynchron vorstellbar. Eine segmentierte Gegenwart wäre innerhalb der Raumzeit standpunktbezogen und nicht „absolut“. Die absolute und universelle „Gleichzeitigkeit“ der Gegenwart, welche die Grundbedingung des Modells des kontrahierenden Universums ist, hätte eine andere theoretische Grundlage benötigt.

Wie ließe sich dann der Mechanismus der Aufspaltung (und des Übergangs) der universellen und absoluten Gegenwart in die individuell erfahrbare, raumzeitliche (und standpunktbezogene) Gegenwart der Gegenwartsinstanz denken?

Die Lösung des Problems bietet der Mechanismus, welcher in der Lochstreifen-Metapher deutlich geworden ist. Dieser erklärt hinreichend die Mechanik des Übergangs, gründet aber zugleich eine neue Perspektive auf die Wirklichkeit als solche und auf die Zeit; eine Perspektive, die sich von der relativistischen Sicht deutlich unterscheidet, denn wird eine absolute und universell gültige Gegenwart denkbar, so kann man sich eine absolute und universell gültige Zeit sehr gut vorstellen. Diese Vorstellung dürfte aber die essenziellen Grundlagen heutiger Physik sprengen.

 

61.) Universalzeit und Effektzeit innerhalb der Lochstreifen-Metapher.

Wir behaupten also, dass der „Wert“ der Gegenwart in ihrer jeweiligen Instanz singulär ist: wir behaupten die singuläre Selbstidentität einzelner Gegenwartsinstanzen (was durchaus konform mit den Vorschlägen der Relativitätstheorie ist), andererseits aber postulieren wir die Existenz der universellen Gegenwart und die absolute Identität der Gegenwartsinstanzen untereinander (was der Relativitätstheorie widerspricht, was aber eine Grundvoraussetzung unseres Modells ist und bleibt). Die Zusammenführung dieser zwei Gegenwartsordnungen müsste unvermeidlich zu Widersprüchen führen, denn dies würde nicht nur die physikalischen, sondern auch die logischen Grundlagen der Wirklichkeit, wie wir sie verstehen, infrage stellen.
Dank der „Lochstreifen-Metapher“ sind aber auch diese zwei Ordnungen zugleich denkbar geworden. Demnach existierte zum einen die Ebene der Effektzeit, in der die Relativitätstheorie Anwendung fände und in der eine konkrete Gegenwart eine unikale Singularität innerhalb des gesamten Universums besäße (die Ebene des „metaphorischen“ Lochstreifens); zum anderen existierte die Ebene der Universalzeit, in der eine absolute Gegenwart gälte, und zwar für sämtliche Gegenwartsinstanzen des gesamten Universums (die Ebene des „metaphorischen“ „Ausleseapparates“/“Lesekopfes“, an dem entlang, der Lochstreifen sich gleichmäßig bewegen würde). Die Ebene der Universalzeit bildete eine Instanz der Gültigkeit der gemeinsamen Gegenwart sämtlicher Gegenwartsinstanzen des gesamten Universums.
Es entsteht somit eine gemeinsame logische Plattform der absoluten Gegenwart der Universalzeit und der relativen Gegenwart der Effektzeit.
Die einzelnen Gegenwartsinstanzen, obwohl innerhalb des Raumes voneinander entfernt und daher aus Prinzip in relativistischen Beziehungen zueinander stehend, können daher zugleich sowohl als sich selbst (relativ), als auch gegenseitig (absolut) identisch betrachtet werden.

 

62.) Die Behauptung der Identität sämtlicher Gegenwartsinstanzen im Universum.

Behauptung: Dadurch, dass die Gegenwart auf der universellen Ebene der Wirklichkeit absolut ist, müssen sämtliche Gegenwartsinstanzen im gesamten Universum nicht nur selbst-, sondern auch gegenseitig identisch sein.

Dies ist der Grund, warum die archaische Welt so viel Unsinn enthält: wir haben miteinander viel mehr zu tun, als es uns gemeinhin scheint und als es uns manchmal lieb ist. Wir sind offenbar auf eine gewisse Art dasselbe, und nicht nur wir Menschen – jedes Lebewesen, und nicht nur hier auf Erden – überall im Universum. Diese Verwandtschaft verbindet uns viel tiefer als unsere Familienbande, sie ist eine gegenwartsbezogene Selbst-Identität.
Kriege miteinander zu führen, sich gegenseitig ausnutzen, voneinander klauen, einander berauben, vergewaltigen, morden, kann daher, anhand des logischen Folgerns und nicht bloß anhand der ethischen Begutachtung, als reiner Unsinn bezeichnet werden.

Zur Erinnerung (und als Hinweis, dass nichts hier aus der Luft gegriffen wird):

35.) Behauptung: Im gesamten Universum gilt eine einzige Gegenwart.

Unabhängig davon, wo sich ihre jeweiligen Instanzen (im Raum) befinden: die Gegenwart findet überall synchron im demselben (maximalen) raumzeitlichen Abstand zum Urknall statt. Das heißt, dass die Gegenwart ein Phänomen ist, das zwar ein integraler Bestandteil des Universums ist, das aber keine Schnittmenge mit der Raumzeit besitzt (womit klargestellt wird, dass sie Materie nicht betrifft).

35.1.) Definition der Gegenwart: Die Gegenwart ist ein geometrischer Punkt am Ereignishorizont (im Brennpunkt) des kontrahierenden Universums. Sie ist der raumlose Ort, an dem die quantenmechanische ψ-Funktion kollabiert und der einzige Ort, an dem Realität stattfindet.

35.1.1) Anmerkung i: die Gegenwart ist nicht räumlich, sie muss daher nicht an einem (einzelnen) Ort stattfinden. Besäße sie räumliche Eigenschaften, müsste sie es notwendig.

35.1.2) Anmerkung ii: die Gegenwart besitzt Instanzen, sie selbst ist aber keine singuläre Instanz. Der Raum des Universums entstand aus dem Grund, dass die Gegenwart keine Instanz ist und dass sie keinen Ort besitzt. Besäße Gegenwart einen singulären Ort, wäre ein materielles Universum, in dem die Gegenwartsinstanzen im Raum (verteilt) existieren, nicht möglich.

35.1.3) Anmerkung iii: es ist offensichtlich der Fall, dass die Gegenwart Ortsunabhängig ist (es gibt nämlich räumlich getrennte Gegenwartsinstanzen).

35.2) Definition der Gegenwartsinstanz: Eine Gegenwartsinstanz ist eine immaterielle Entität, die an den Ereignissen der Realität unmittelbar beteiligt ist.

35.3) Jede Gegenwartsinstanz ist von der Raumzeit umgeben.

35.4) Die Raumzeit, welche die Gegenwartsinstanzen umgibt und untereinander trennt, bewirkt, dass Gegenwartsinstanzen füreinander in der Vergangenheit stehen, obwohl ihre Realität an sich synchron abläuft und ihre Gegenwart absolut gleichzeitig stattfindet.
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50.) Definition der Zeit I.

Anhand der festgestellten Selbstidentität der Gegenwart und ihrer (die Zeit begründenden und in der Zeit erfolgenden) Iteration, lässt sich Zeit als Prozess definieren, in dem nach jedem Iterationsschritt ein Raumquant entsteht, der mindestens eine Gegenwartsinstanz beinhaltet und sich bereits, bezogen auf die Gegenwart dieser Instanz, in der Vergangenheit befindet.
——–
Anhand dieser Definition entsteht ein schlüßiges Wirklichkeitsmodell, in dem sich sowohl Zeit und Raum, als auch Gegenwart und Vergangenheit, als auch Geist und Materie als gleichwertige Bestandteile des kontrahierenden, idealsymmetrischen Universums (kodierte Realität und wirkende Wirklichkeit) beschreiben lassen.

Theorie der Zeit XXII. Definition der Zeit II: die „Lochstreifen“-Metapher.

Ich habe festgestellt, dass meine „Definition der Zeit“ (Die Zeit ist diejenige Ebene der Wirklichkeit, in der die Informationen über sämtliche Werte der Veränderung kodiert sind), den meisten Kommentatoren Schwierigkeiten bereitet. Zur Verzweiflung gebracht, ersann ich eine Metapher, die das Problem zusammenhängend erklärt und für die meisten Interessierten ausreichend beleuchtet.

Die Zeit im Sinne meiner Definition könnte man sich als ein in der frühen Computertechnik zur Datenspeicherung verwendetes Lochstreifen-System vorstellen. Auf einem solchen Lochstreifen wäre jedes Ereignis und jeder einzelne Schritt eines jeden Veränderungsprozesses beobachterunabhängig kodiert (kodiert als ein im Lochstreifen ausgestanztes Loch, das mittels eines Auslesemechanismus und gleichmäßig gegenüber dem Auslesemechanismus bewegten Lochstreifen, in den Kontext sämtlicher Veränderungswerte der übrigen Löcher der Wirklichkeit / der Zeit gesetzt worden wäre). Die gleichmäßige Bewegung des Lochstreifens gegenüber des Auslesemechanismus (Auslesemechanismus als „Gegenwart“ einer Zeit, in die sämtliche vergangenen und zukünftigen Ereignisse „kodiert“ /“gestanzt“ wären) wäre darin die beobachtete, von uns wahrgenommene und diesseits (von dem sich auf dem Lochstreifen befindenden Standort aus) messbare Effektzeit. Aufgrund der „diesseitigen“ Gültigkeit dieser Effektzeit, ließe sich zwar die Position einzelner Löcher auf dem Lochstreifen rekonstruieren(!), die Rekonstruktion erfolgte jedoch ihrerseits bereits beobachterabhängig – in Abhängigkeit zum Beobachtungszeitpunkt und zum Beobachtungsort (Beobachtungszeitpunkt/Beobachtungsort: die Position der einzelnen Beobachter-Löcher auf dem Lochband in Relation zu den jeweiligen Loch-Repräsentanzen des Beobachteten).

Ob die Ereignisse in der Zeit gleichzeitig stattfinden oder nicht, ließe sich ausschließlich primär, anhand der Position der Ausstanzungen auf dem Lochstreifen (beobachterunabhängig) feststellen. Jede durch eine lokale Messung erfolgende Rekonstruktion der Lochposition des Beobachteten, erfolgte effektzeitabhängig, subjektiv und in Relation zum Zeitpunkt der Beobachtung (ihrer sich auf dem Lochband befindenden Ereigniszeit-Repräsentanz) und zum Standort der Beobachtung (ihrer sich auf dem Lochband befindenden Ereignisort-Repräsentanz).

In der Lochband-Metapher enthaltene Botschaft ist: das Lochband enthält objektive, universell gültige Information; die Messung der Lochabstände und das In-Verhältnis-Setzen der Ergebnisse der Messung, welche aus der (diesseitigen) Position auf dem Lochstreifen selbst erfolgt, liefert ausschliesslich lokal gültige, subjektive Information.

Der Unterschied zwischen den universell-gültigen und den lokal-gültigen Zeitwerten.
Die universellen Zeitwerte entstehen im Lochstreifen-Auslesemechanismus. Dieser setzt die einzelnen Löcher auf dem Lochstreifen in eine universelle Beziehung zueinander.
Die lokalen Zeitwerte entstehen durch die lokal durchgeführte Messung, die unabhängig vor dem universellen Auslesemechanismus auf dem Lochband selbst stattfindet (auf dem Lochband selbst bedeutet: „von einem Loch des Lochbandes aus, sich auf ein anderes Loch / andere Löcher des Lochbandes beziehend“)

Die lokal gültige Information, welche durch die lokale Messung geliefert wird, nenne ich „diesseitige Information“;

Die universelle Information, welche durch den Lesekopf des Auslesemechanismus der „Lochbandmaschine“ erhoben wird, nenne ich „jenseitige Information“.

F. Wappler (http://www.scilogs.de/uhura-uraniae/the-science-of-time/#comment-6059)

Ein solches Lochband insgesamt entspricht (im Wörterbuch, das Übersetzungen in „meine“ praktisch seit jeher gepflegte Terminologie liefert) einem bestimmten Beteiligten/Beobachter“

Aber dann würde sich doch nichts verändern und der Sinn meiner Definition und der Lochstreifen-Metapher besteht gerade darin, eine neue Perspektive auf das Zeitphänomen zu ermöglichen. Darin postulieren wir u.a. die Existenz einer „Effektzeit“*, welche die von uns erfahrbare und gemessene Zeit ist, und welche aus Prinzip alle relativistische Standpunkt-Abhängigkeiten einerseits hervorruft andererseits diesen unterworfen ist.
Das „Lochband“ entspricht insgesamt, wie in meiner Definition der Zeit festgelegt (‚Informationen über sämtliche Werte der Veränderung‘) der gesamten Wirklichkeit. Damit entstehen zwei deutlich voneinander getrennte Ebenen der Zeit (und der Realität: Realität/Wirklichkeit), welche einerseits dem „Wirklichen“/“Wirkenden“, andererseits dem „Programmierten“/“Kodierten“ (dem letztendlich deterministisch Realen) entsprechen.

F. Wappler

aber der vorgesehene technische Einsatz von Lochstreifen bestand eben (vor allem) in der Benutzung von jeweils nur einem allein, weitgehend unabhängig von allen anderen, ganz im Gegensatz zu den mehreren Beteiligten (A, B, M …) die sich z.B. in den typischen Einsteinschen Gedankenexperimenten in Zusammenhang beobachten.“

Mehrere Beteiligte sind als Ereignisse (als Loch-Reihen-/Prozesse) auf dem Lochband repräsentiert und wirken aufeinander / beeinflussen sich gegenseitig / sich gegenseitig zusammenhängend beobachten auf der Ebene des Lochstreifens (wirken auf der relativistischen Ebene der diesseitigen Wirklichkeit / auf der diesseitigen Zeitebene). Darin ändert sich durch die Einführung der Lochstreifen-Metapher nichts. Das, was sich ändert ist das, was wir in der Lochstreifen-Metapher ausdrücken – es existiert eine Metaebene der Realität, in welcher die Zeit als ein Speicherort (Lochband) der Ereignisse dient (‚Die Zeit ist diejenige Ebene der Wirklichkeit, in der die Informationen über sämtliche Werte der Veränderung kodiert werden‘).

Die Lochband-Metapher enthält einen durchaus maschinellen Kontext. Dieser kann analog dahin geführt werden, wohin sich die Lochband-Technologie mittlerweile, seitdem sie selbst überflüssig geworden ist, entwickelt hat (und darüber hinaus). Insgesamt ein sehr weit tragendes, spannendes Thema. Praktisch grenzenlos. „Gar nicht so-o schlecht“

*) Definition der Effektzeit: Die Effektzeit ist ein jeweilig geltendes, von einer beliebigen Periodizität abhängendes Zeitwert-Modell, das für die Erstellung lokal gültiger Zeit- und Kausalitätsvorstellung von einem beliebigen Beobachter verwendet wird. Die Effektzeit ist lokal gültig, ihre Maßstäbe beliebig. Die Haupteigenschaft der Effektzeit ist ihre relative Gleichmäßigkeit.

Metaphorisch: die Effektzeit ist die auf der Ebene des Lochstreifens erreichbare Projektion der Zeit.

Theorie der Zeit XXI. Definition der Zeit – die Notwendigkeit des Definierens.

Die Zeit zu definieren ist eine der größten, noch ausstehenden (sprachlichen) Herausforderungen. Schliesslich findet der Begriff überall Verwendung; schliesslich wird mit dem Parameter „Zeit“ und mit verschiedenen zeitlichen Werten fast überall gerechnet (die Zeit ist das Medium, in dem jede Bewegung / Veränderung stattfindet: der Sinn der Theoriebildung besteht indes darin, die Veränderung mittels der Theorie vorauszusehen / plausibel zu erklären). Keine moderne Theorie der Wirklichkeit kommt ohne den Zeitbegriff und ohne Zeitwerte und Zeitpunktbestimmung der Ereignisse aus.
Dennoch ist die Bedeutung des Begriffs und des Gegenstands „Zeit“ nie sorgfältig untersucht worden (ein Fisch-im-Wasser-Dilemma).
Dies führt selbstverständlich zu Missverständnissen und man kann getrost von der Annahme ausgehen, dass die Lücken, welche in den besagten Theorien zu finden sind, oder welche darin irgendwann entdeckt werden, mit der falschen Vorstellung der Zeit als eines Begriffs und/oder mit der falschen Vorstellung der Zeit als eines Bestandteils eines mathematischen Modells zu tun haben werden.

Funktion einer Definition: allgemein.
Die Funktion einer Definition ist es zu markieren. Wie der Mensch, der einen Namen trägt, um erkennbar zu sein, durch seinen Namen markiert (bezeichnet) wird, markiert Definition den definierten Gegenstand (sie bezeichnet ihn).

Die Definition des Gegenstands A ermöglicht gewissermaßen die Bezugsbildung zum Gegenstand A (die qualifizierte Bezugnahme). Die sorgfältige Definition des Gegenstands A sollte die Gültigkeit der Phrase „ex falso quodlibet“ in Bezug auf A und in Bezug auf die Voraussetzungen, welche in der Definition enthalten sind, unterbinden (idealerweise ausschliessen).

Ich betrachte meine Definition der Zeit aus dem Grund für gültig (sie ist unmöglich falsch), weil sie unter den gelegten Voraussetzungen der Theorie der Zeit XVII – XX erstellt wurde und diesen Voraussetzungen entspringt / entspricht. Dass sie nicht die einzige ist, und sein kann, ist vollkommen klar. Wenn meine Definition der Zeit aber nicht falsch ist, so erlaubt sie die Durchführung einer qualifizierten Analyse der Schlüsse, welche aus ihr direkt folgen:

Das Wesen der Zeit hat mit Messen der Zeitabstände, mit Erkennung der Koinzidenzen etc. nichts zu tun.

Sämtliche Maßstäbe, sämtliche Einheiten, sämtliche Messungen gelten lokal und haben mit den Effekten der Existenz der Zeit (oder anders gesagt mit der diesseitigen Perspektive auf die diesseitigen Effekte der jenseitigen Ursache der Zeit) zu tun.

Diesseitige Perspektive auf die Zeit besitzt ausschliesslich lokale Gültigkeit. Die Gültigkeit der jenseitigen Perspektive auf das Phänomen Zeit ist universell. Es gilt ausschliesslich die universelle Zeitperspektive

Theorie der Zeit XX: Chronogeometrie: Definition der Zeit II.

59.) In der Zeit erfolgt allgemein die Kodierung der Bewegungsinformation.

59.1) So wie der Punkt eine in den Koordinaten eines Koordinatensystems ausgedrückte und in den Raum n-dimensional kodierte Information ist, so ist die Bewegung/Veränderung eine in den Raum (n+t)-dimensional kodierte Information.
Um die Bewegung eines Punktes, innerhalb eines beliebigen Koordinatensystems eines beliebigen Dimensionsmodells zu kodieren ist die Angabe seiner chronogeometrischen Koordinateninformation erforderlich.

60.) Definition der Zeit: Die Zeit ist diejenige Ebene der Wirklichkeit, in der die Informationen über sämtliche Werte der Veränderung kodiert sind.

Hieraus folgt die Veränderung der Perspektive (als Ergebnis eines in der Zeit erfolgenden Erkenntnisprozesses): Die Zeit betrachten wir ab jetzt nicht als eine Dimension, sondern als ein Parameter-Netz, der bei der Entstehung und Erhaltung der Veränderungsinformation notwendig ist. Der erste Schritt in Richtung einer Außenperspektive der Wirklichkeit ist damit getan, denn diese Information (denn die Möglichkeit der Entstehung dieser Information) ist somit außerhalb dieser Wirklichkeit denkbar. Zweiter Punkt: die Information scheint der Grundbaustein der Wirklichkeit zu sein…wir entdecken die Ebene der Verbindung dieser mit der materiellen Wirklichkeit.