Theorie der Zeit XXV. Die Ebene der Verbindung von Geist und Materie. Die endgültige Erkenntnis. Die Konstituierung des universallogischen Denkens.

von Maciej Zasada

Was verbirgt sich hinter dem „Leib und Seele“ – Dilemma?
Was ist der Grund der Verbindung zwischen Geist und Materie und wie kommt diese Verbindung zustande?
Warum existiert Geist in der materiellen Welt überhaupt?
Einige der wichtigsten philosophischen Fragen…Es wird hier versucht, diese möglichst eindeutig zu beantworten.
Alles beginnt einfach zu sein. Ich beschreibe mit Worten mühelos das, wofür bislang keine Worte existierten. Eine schöne, glückliche heroische Zeit bricht an. Die Waffen werden Euch noch aus der Hand fallen, Ihr Helden….

Zur Erinnerung:

63.) Definition der Universalzeit (wir definieren im Sinne der „Definition der Zeit II“):
Die Universalzeit ist der Träger* der gesamten Wirklichkeitsinformation.

*) „Träger“ im Sinne „Datenträger“.

64.) Definition der Materie: Die Materie ist eine zusammengesetzte, auf jeder Komplexitätsstufe selbstähnliche Substanz, welche aus Speicherzellen besteht und welche in der Lage ist, die Information und die jeweilige Kodier-Ordnung räumlich abzubilden.

(die DNA speichert 2 bit pro Basenpaar, womit die Voraussetzung erfüllt wird, der Materie vorzuschreiben [PROZESSVORSCHRIFT], die Formen der sämtlichen Lebewesen abzubilden).

64.1) In der Materie erfolgt physikalisch die Speicherung sämtlicher Wirklichkeitsinformation (jede Information innerhalb des materiellen Universums benötigt Materie, um gespeichert zu werden).

64.2) Entropia: Die Instabilität der mittels der Materie stattfindenden Kodierung (Datenspeicherung) ist für sämtliche Speicherzellen-Verbindungen charakteristisch – schneller oder langsamer – mit der Zeit zerfallen sie alle.

64.3) Der Zweck der Materie: Der Zweck der Materie ist es, die jeweilige Ordnung der Kodierung zu übernehmen (ihre Form zu entfalten) und für bestimmte Dauer als abrufbare Information (möglichst unverändert) zu bewahren. Die Entfaltungsprozesse dauern jedoch grundsätzlich ununterbrochen an, daraus gerade ergibt sich die allgemeine Entropie innerhalb der materiellen Verbindung.

Ende Erinnerung.

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65.) Ausgangsbehauptung: Wir behaupten, dass der Geist eine Informationsform ist.

Wenn wir den Unterschied zwischen Geist und Materie als existent akzeptiert und die Materie als eine informationsspeichernde und informationsabbildende Substanz definiert haben, dann wird es uns nicht sonderlich schwerfallen, den Geist als eine in die Materie kodierte Information zu beschreiben.
Die Verbindung des Geistes mit der Materie, welche in jedem von uns besteht, hätte folglich einen instrumentalen Charakter und wäre unmittelbare Konsequenz der Tatsache, dass jede in die Materie kodierte Information, eine in Form räumlicher Abbildung erfolgende, materielle Existenz erlangt.
Somit bildet die Verbindung des Geistes mit der Materie keine magische oder esoterische Besonderheit, sondern ist ein einfacher Umstand.

66.) „Spirit in the material world“: In der materiellen Welt gibt sich der Geist als eine in die Materie kodierte Information zu erkennen. Diese besitzt, wie jede in die Materie kodierte Information, eine bestimmte materielle Gestalt („Körper“). Wir assoziieren diese Form (wenn sie unser eigener Körper ist) mit der innigsten Existenz, mit dem eigenen Selbst, doch wir sind nicht die Form, wir sind vielmehr die ursprüngliche, immaterielle Information, welche durch die materielle Form abgebildet wird (‚wir sind kein Körper und haben keine Seele – wir sind Seele und haben Körper‘).

Die Frage bleibt, ob die Information (darin der Geist) überhaupt ohne Materie existieren kann, oder ob vielleicht Materie selbst Information zustande bringt / durch ihre Verbindungen und Strukturen die Existenz der Information erzwingt…
Kann die Information in unentfaltetem, immateriellen Zustand überhaupt existieren?
Die Antwort auf diese Frage würde auch (mittelbar) die Frage nach dem Jenseits, d.h. nach der Möglichkeit der pränatalen und der postmortalen Existenz der Seele und nach der Möglichkeit des ewigen Fortbestehen bestimmter Informationsform (Geist) beantworten.

(Klarstellung: wir setzen gleich eine Klammer, um bald, nachdem uns die Erfüllung der darin gesetzten Voraussetzung gelingt, zurückzukommen, um reinen Herzens zu behaupten „ja, wir haben die gesetzte Voraussetzung erfüllt, wir haben also die Möglichkeit der Existenz des Jenseits und des ewigen Geistes bewiesen“. Nachdem nämlich alles gesagt wird, wird eine weitere hermeneutische Ebene entstehen, bei der die Gültigkeit der Problematik, unter anderen kontextuellen Bedingungen, prolongiert wird. Durch die gesetzte Klammer werden wir an den momentanen Kontext unverändert erinnert, womit die Voraussetzung der endgültigen Erkenntnis beinahe erfüllt wird.)

67.) Klammer: Um zu beweisen, dass die Information im unentfalteten Zustand (beispielsweise als unsterbliche Seele) existieren kann, würde aber ausreichen, einen einzigen Zustand innerhalb des aktuellen logischen Denkraumes zu finden, in dem eine unentfaltete Information nachweislich und ohne Verbindung mit Materie existieren muss(te).
68.) These: Eine von der Materie absolut unabhängige Existenz der Information ist denkbar.

68.1) Beweis: (wir verwenden die Ausschnitte der „Theorie der Zeit XV. Die erste Ursache.“)

54.) These: Der Urknall, in dem das materielle Universum entstand, muss eine immaterielle Gegenwart als unmittelbare Ursache gehabt haben (denn jedem konkreten materiellen Zustand gehen kausalordentlich eine immaterielle Gegenwart und eine immaterielle Vergangenheit voraus).
Die Ursache dieser Eröffnungsgegenwart lag aber in ihrer Wahrscheinlichkeit.

Die erste Gegenwart war bereits wahrscheinlich, als sie sich noch nicht ereignet hat (also zu dem Zeitpunkt, an dem ihre eigene Existenz in Zukunft lag).

Lag aber die Wahrscheinlichkeit der ersten Gegenwart in ihrer eigenen Vergangenheit, existierte die Zeit (der Datenträger der Information und die Information selbst, nämlich die Information über die Wahrscheinlichkeit der ersten Gegenwart) bereits vor der Entstehung der ersten Speicherzelle der Materie – diese Information existierte daher unabhängig von der Materie als der Menge sämtlicher Speicherzellen).

Wir haben somit die These 68.) bewiesen, denn:

>54.1) Behauptung: Wenn die Wahrscheinlichkeit der ersten Gegenwart (p) bereits existierte als sich diese noch nicht ereignet hat, dann musste die Zeit (die Zukunft, aber auch – logischerweise – die jeweilige Gegenwart und Vergangenheit) bereits vor dem Urknall existiert haben (denn wir müssen notwendigerweise nicht nur die Existenz von (p), sondern auch die Existenz der Vergangenheit, der „jeweiligen Gegenwart“ und der Zukunft der Wahrscheinlichkeit von (p) annehmen).

54.1.1) Beweis: Geschieht (p) exakt zum Zeitpunkt t, dann ist die Existenz von (p) zum Zeitpunkt [t-(n)] mindestens wahrscheinlich. Die Wahrscheinlichkeit der zukünftigen Existenz von (p) ist aber bereits eine Information über die Möglichkeit der Existenz von (p). Zum Zeitpunkt [t-(n)] existierte daher der Datenträger (die Zeit) und die Information [die Wahrscheinlichkeit von (p)], was zu zeigen war.

68.2) Fazit: Die Information (darin der Geist) kann offenbar unabhängig von der Materie (unabhängig von der materiellen Kodierung) existieren. 

68.2.1) These des Fazits: Die Existenz der Information, die unabhängig ist, von der Existenz der Materie, ist nicht zeitlich gebunden (besteht in aller Ewigkeit) und ist unveränderlich (da nicht materiell abgebildet: nicht entropisch).

68.2.2) Beweis der These des Fazits: Die Information über (p) existierte (als Wahrscheinlichkeit von (p)) in der Zeit vor der Entstehung der ersten Speicherzelle der Materie, bereits vor der Entstehung der unmittelbaren Ursache der Wahrscheinlichkeit von (p) und bereits vor der jeglichen Existenz und vor deren Wahrscheinlichkeit und vor der Wahrscheinlichkeit der allerersten Ursache aller Ursachen und sogar vor deren Wahrscheinlichkeit – sie existierte in aller Ewigkeit des kausalen Kontextes des Universums und all seiner Ursachen und Wahrscheinlichkeiten…welche allesamt (p) vorausgegangen sind.

Wir erachten somit die Thesen 68.) und 68.2.1) für bewiesen.

Wir haben durch die Beweise 68.1) / 68.2.2 gezeigt, dass die pränatale und die postmortale Existenz der unsterblichen Information (z.B Seele) möglich ist, somit gezeigt, dass die Existenz einer unsterblichen und ewigen Information (z.B Seele) plausibel ist (und wenn diese tatsächlich existiert, sogar notwendig), und zwar unter einer einzigen Voraussetzung: dass die Ausgangsbehauptung 65.) richtig ist.

68.3) These: Die Ausgangsbehauptung 65.) „Wir behaupten, dass der Geist eine Informationsform ist“, ist richtig.

68.3.1) Beweis: Die Information informiert. Jeder Vorgang, der informiert (unabhängig vom logischen Wahrheitswert seiner Aussage) ist eine Information und an sich (als Information) immer wahr. Die Information ist auch die Wahrscheinlichkeit von p. Wenn für p das materielle Universum steht, dann ist davon auszugehen, dass die Wahrscheinlichkeit von Universum sich bereits vor seiner eigenen Existenz ereignete…und zwar (dann) als materiell ungebundene Information (diese dürfen wir aus Mangel an Begrifflichkeit „Geist“ oder „Seele“ nennen).

Dass eine Information ungebunden an die Materie existieren kann, haben wir bereits gezeigt. Dass der Geist genau die Eigenschaften einer ungebundenen Information besitzt, ist denkbar, denn eine an die Materie ungebundene Information unveränderbar und unbeeinflussbar sein, und ewig bestehen muss. Der Träger dieser Information ist nämlich die Zeit selbst.

68.3.2) Fazit: die These 68.3) ist somit plausibel.