Theorie der Zeit XXIV. Definition der Universalzeit. Definition der Materie.

von Maciej Zasada

Die Lochstreifen-Metapher ist zwar überaus leistungsfähig und verbildlicht beispielhaft das Modell, an dem hier gearbeitet wird, doch auch sie ist nur ein Instrument und kein Zweck der Bemühung.
Wir müssen sie daher hinter uns lassen, um eigene Perspektive zu gründen, um weiter zu gelangen.
Folgende Behauptungen sind rudimentär – so einfach, dass sie hier fast deplatziert erscheinen, sie folgen dennoch, als Konsequenzen, dem Vorausgegangenen, insbesondere der Definition der Zeit II und der Lochstreifen-Metapher und sind die wichtigsten, denn sie betreffen metaphysische Denkräume, welche, durch sie, keine metaphysischen Denkräume mehr sind.

63.) Definition der Universalzeit (wir definieren im Sinne der „Definition der Zeit II“):
Die Universalzeit ist der Träger* der gesamten Wirklichkeitsinformation.

(Speicherort der Wirklichkeitsinformation zu sein, ist die einzige Funktion und der einzige Zweck der Universalzeit).

*) „Träger“ im Sinne „Datenträger“.

63.1) Der Speicherzweck der Universalzeit: In der Universalzeit sind zum einen der Raum, zum anderen die Materie mitsamt sämtlichen darin enthaltenen materiellen und immateriellen Ereignissen, kodiert (gespeichert).

64.) Definition der Materie: Die Materie ist eine zusammengesetzte, auf jeder Komplexitätsstufe selbstähnliche Substanz, welche aus Speicherzellen besteht und welche in der Lage ist, die Information und die jeweilige Kodier-Ordnung räumlich abzubilden. 

(DNA speichert 2 bit pro Basenpaar, womit die Voraussetzung erfüllt wird, der Materie vorzuschreiben [PROZESSVORSCHRIFT], die Formen sämtlicher Lebewesen abzubilden).

64.1) In der Materie erfolgt physikalisch die Speicherung sämtlicher Wirklichkeitsdaten (jede Information über Wirklichkeit benötigt Materie, um gespeichert zu werden).

64.2) Entropia: Die Instabilität der mittels der Materie stattfindenden Kodierung (Datenspeicherung) ist für sämtliche Speicherzellen-Verbindungen charakteristisch – sie zerfallen mit der Zeit.

64.3) Der Zweck der Materie: Der Zweck der Materie ist es, die jeweilige Ordnung der Kodierung zu übernehmen (ihre Form zu entfalten) und für bestimmte Dauer (möglichst unverändert) zu bewahren.

64.4) Die Strukturen, welche Materie bildet, entsprechen der logischen Ordnung der Kodierung (der Kodiertechnologie / der Kodiersprache).

64.5) Die Materie ist zugleich die Kodierung, wie das Kodierte (die materiellen Strukturen bilden ab und formen zugleich das Abgebildete).

Die Materie ist die Plattform (vgl. die unbehandelte Oberfläche eines Lochstreifens), auf der die Speicherung physikalisch erfolgt.