Theorie der Zeit XXI. Definition der Zeit – die Notwendigkeit des Definierens.

von Maciej Zasada

Die Zeit zu definieren ist eine der größten, noch ausstehenden (sprachlichen) Herausforderungen. Schliesslich findet der Begriff überall Verwendung; schliesslich wird mit dem Parameter „Zeit“ und mit verschiedenen zeitlichen Werten fast überall gerechnet (die Zeit ist das Medium, in dem jede Bewegung / Veränderung stattfindet: der Sinn der Theoriebildung besteht indes darin, die Veränderung mittels der Theorie vorauszusehen / plausibel zu erklären). Keine moderne Theorie der Wirklichkeit kommt ohne den Zeitbegriff und ohne Zeitwerte und Zeitpunktbestimmung der Ereignisse aus.
Dennoch ist die Bedeutung des Begriffs und des Gegenstands „Zeit“ nie sorgfältig untersucht worden (ein Fisch-im-Wasser-Dilemma).
Dies führt selbstverständlich zu Missverständnissen und man kann getrost von der Annahme ausgehen, dass die Lücken, welche in den besagten Theorien zu finden sind, oder welche darin irgendwann entdeckt werden, mit der falschen Vorstellung der Zeit als eines Begriffs und/oder mit der falschen Vorstellung der Zeit als eines Bestandteils eines mathematischen Modells zu tun haben werden.

Funktion einer Definition: allgemein.
Die Funktion einer Definition ist es zu markieren. Wie der Mensch, der einen Namen trägt, um erkennbar zu sein, durch seinen Namen markiert (bezeichnet) wird, markiert Definition den definierten Gegenstand (sie bezeichnet ihn).

Die Definition des Gegenstands A ermöglicht gewissermaßen die Bezugsbildung zum Gegenstand A (die qualifizierte Bezugnahme). Die sorgfältige Definition des Gegenstands A sollte die Gültigkeit der Phrase „ex falso quodlibet“ in Bezug auf A und in Bezug auf die Voraussetzungen, welche in der Definition enthalten sind, unterbinden (idealerweise ausschliessen).

Ich betrachte meine Definition der Zeit aus dem Grund für gültig (sie ist unmöglich falsch), weil sie unter den gelegten Voraussetzungen der Theorie der Zeit XVII – XX erstellt wurde und diesen Voraussetzungen entspringt / entspricht. Dass sie nicht die einzige ist, und sein kann, ist vollkommen klar. Wenn meine Definition der Zeit aber nicht falsch ist, so erlaubt sie die Durchführung einer qualifizierten Analyse der Schlüsse, welche aus ihr direkt folgen:

Das Wesen der Zeit hat mit Messen der Zeitabstände, mit Erkennung der Koinzidenzen etc. nichts zu tun.

Sämtliche Maßstäbe, sämtliche Einheiten, sämtliche Messungen gelten lokal und haben mit den Effekten der Existenz der Zeit (oder anders gesagt mit der diesseitigen Perspektive auf die diesseitigen Effekte der jenseitigen Ursache der Zeit) zu tun.

Diesseitige Perspektive auf die Zeit besitzt ausschliesslich lokale Gültigkeit. Die Gültigkeit der jenseitigen Perspektive auf das Phänomen Zeit ist universell. Es gilt ausschliesslich die universelle Zeitperspektive