Theorie der Zeit XVII. Die Prozessdynamik innerhalb des kontrahierenden Universums. Die Überwindung der Sprache.

von Maciej Zasada

56.) Feststellung: In einem kontrahierenden Universum (im Universum des kontrahierenden Modells) herrscht eine durchgehend gültige, einheitliche Prozessdynamik, welche mit der Richtung der universalen Kontraktion kongruent ist.

56.1) Diese Dynamik ließe sich aus der Dynamik des Urknalls herleiten (die beobachtete ^Expansion^ des Raumes wäre eine direkte Folge der Anfangsdynamik des ersten Ereignisses des Universums…(eine Raumexpansion ist nicht nur für die expandierende, sondern auch für die kontrahierende Struktur charakteristisch. Im Expansionsmodell wird sie durch eine positive; im Kontraktionsmodell durch eine negative Dynamik verursacht).

Grafik

Sowohl das kontrahierende Universum als solches, als auch die fortwährend im Brennpunkt der Raumzeit bestehende Gegenwart, als auch Schwarze Löcher, als auch Gravitation(!) würden in einem solchen Modell gleichgerichtete, universelle Prozessdynamik besitzen (allerdings eine, welche der expansiven Prozessdynamik ^entgegen^ wirken würde).

Die Existenz des interstellaren Vakuums ließe sich leicht als Effekt dieser Dynamik erklären (der geschlossene und kontrahierende Raum dehnt sich aus* bei konstant bleibender Gesamtenergie und Materiemenge).

Im Gegensatz dazu besitzt das Universum des heute geltenden expandierenden Modells keine eindeutige und durchgehend gültige Prozessdynamik – die Dynamik des Urknalls stimmt in diesem Modell nur mit der Dynamik der Expansion überein – alle anderen Phänomene inkl. Gravitation widersetzen sich der Richtung der im Modell geltenden, universalen Expansionsdynamik. Die Mechanik des Expansionsmodells ist daher widersprüchlich.

*) Es entsteht offenbar ein dopelter Widerspruch zwischen den antinomischen Begriffen „Expandieren“ und „Kontrahieren“. Der Raum, von dem die Rede ist, expandiert nämlich kontrahierend. Wir sind somit an das Ende der Sprache gelangt, an das Ende, an dem unsere Begriffssprache ihren Sinn verliert. Unsere Logik emanzipiert sich von der Sprache…überwindet sie (denn denken lässt sich offenbar das, was unaussprechlich ist…und was denkbar ist, kann auch ausgedrückt werden…mithilfe einer Sprache, die entsteht, womit der letzte Satz des Tractatus und das Tractatus selbst widerlegt ist…wir haben die Leiter benutzt, um Ludwig Wittgenstein zu überwinden, wie befohlen…

Dies war unvermeidlich.

Die Sprache war immer schon ein Kompromiss und der Grund der Vertreibung…Leibitz soll es ruhig erfahren, wo sich die Schlange versteckt: nicht etwa in einer falschen, sondern in Der Sprache überhaupt; in Der Sprache, welche die falsche Logik abbildet; in Der Sprache, welche unter uns Anwendung findet (das, was wir für Logik halten ist nämlich in Wirklichkeit eine logische Anwendung, eine Anwendung, die einem bestimmten Zweck dient: das Gute von dem Bösen; das Wahre von dem Falschen; das Logische von dem Absurden zu unterscheiden und zu trennen (Ausgrenzung des Falschen, des Fremden).

Wir erschaffen (hier) aber Denkräume, deren Beschreibung mittels der zweiwertigen Sprachlogik unmöglich ist. Es entstehen hier konkrete sprachlogische Schwierigkeiten, welche mittels keiner Sprache, auch nicht der, welche von Leibitz bevorzugt wird, ausgeräumt werden können, welche aber sehr wohl sprachlich angegangen werden können (und müssen).

Erklärung: Der Satz „Das Universum expandiert kontrahierend“, obwohl widersprüchlich, beschreibt einen durchaus vorstellbaren und einen unter Umständen realen Sachverhalt. Diesem Sachverhalt liegt aber kein Widerspruch zugrunde, d.h. wir erkennen keinen Widerspruch im Sachverhalt selbst (dies wäre absurd, dies bedeutete, dass die logische Integrität der Wirklichkeit infrage gestellt werden müsste), wir erkennen einen Widerspruch in der beschreibenden Sprache.

Dies bedeutet, dass wir die Unzulänglichkeit der Sprache (und gleichzeitig der Logik, welche dieser zugrunde liegt) erkennen. Dies bedeutet auch, dass wir offensichtlich (dadurch nämlich, dass uns die logische Integrität der Wirklichkeit erhalten bleibt) eine höhere Stufe logischer Organisation erreichen und die Sprache der zweiwertigen, den Widerspruch ausschliessenden Logik überwinden).

Wie gut.