Theorie der Zeit XV. Die erste Ursache.

von Maciej Zasada

Zur Erinnerung:
51.1) Der Eröffnungszustand eines beliebigen Universumselementes (p) ist der Wahrscheinlichkeitszustand (Superposition).

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Folgende Thesen behaupten einerseits, dass der immaterielle Zustand der Gegenwart, die Ursache des Urknalls und der Existenz des materiellen Universums gewesen ist; andererseits, dass der kausale Kontext des Universums (Wahrscheinlichkeit innerhalb der Zeit und die Zeit selbst) ewig und unabhängig von der Existenz oder Nichtexistenz (von beliebigen Einheiten) besteht.

54) These: Der Urknall, in dem das materielle Universum entstand, muss eine immaterielle Gegenwart als unmittelbare Ursache gehabt haben.
Die Ursache dieser Eröffnungsgegenwart lag aber in ihrer Wahrscheinlichkeit.

Die erste Gegenwart konnte bereits wahrscheinlich gewesen sein, als sie sich noch nicht ereignet hat (also zu dem Zeitpunkt, an dem ihre eigene Existenz in Zukunft lag).

54.1) Behauptung: Wenn die Wahrscheinlichkeit der ersten Gegenwart bereits existierte, als sich diese (Gegenwart) noch nicht ereignet hat, dann musste die Zeit (die Zukunft) bereits vor dem Urknall existiert haben.

54.1.1) Beweis: Geschieht (p) exakt zum Zeitpunkt t, dann ist die Existenz von (p) zum Zeitpunkt (t-n) mindestens wahrscheinlich und liegt in der Zukunft.

54.2) Behauptung: Es existierte (etwas) vor dem Urknall und Es existierte (etwas) vor der Eröffnungsgegenwart*.

*) Eröffnungsgegenwart: die erste Gegenwart des existierenden Universums.

54.2.1) Beweis: Ereignet sich (p) exakt zum Zeitpunkt t, so existiert (p) zum Zeitpunkt (t-n) nicht. Zum Zeitpunkt (t-n) existiert jedoch ^notwendig^ bereits die Wahrscheinlichkeit, dass sich (p) in t ereignen wird.

Beziehen wir diese Wahrscheinlichkeit auf das Anfangsereignis (Urknall) selbst, dann existierte notwendig etwas vor dem Urknall – es existierte nämlich mindestens die Wahrscheinlichkeit dieses Ereignisses. Sie existierte aber ^notwendig^…was zu zeigen war.

Folgende Behauptung wird durch „54.2.1)“ angeregt.

54.3) Behauptung: Die Zeit existierte als logischer Kontext jeglicher Existenz bereits vor dem Auftreten der ersten Existenz und des ersten Ereignisses des Universums.

54.3.1) Beweis: Die Wahrscheinlichkeit, welche zum Zeitpunkt (t-n) bestand, besaß eine bestimmte Dichte d:
1. Die Wahrscheinlichkeitsdichte d war dynamisch und lag zum Zeitpunkt (t-n) höher als zum früheren Zeitpunkt [t-(n+1)]. Daher existierte zum Zeitpunkt (t-n) bereits Historie von d, welche die Existenz der Vergangenheit der Wahrscheinlichkeitsdichte von (p) zum Zeitpunkt (t-n) beschrieb.
2. Wenn die Dichte d dynamisch war, und zum Zeitpunkt (t-n) höher, als zum früheren Zeitpunkt [t-(n+1)] lag, dann lag sie niedriger als zum späteren Zeitpunkt [t-(n1)]. Daher existierte zum Zeitpunkt (t-n) ein Wert d, welcher die Existenz der Zukunft der Wahrscheinlichkeitsdichte von (p) zum Zeitpunkt [t-(n-1)] beschrieb.
Neben der Wahrscheinlichkeit von (p) existierte vor dem Urknall daher die Zeit (in der Gestalt der Zukunft, der Gegenwart und der Vergangenheit der Wahrscheinlichkeitsdichte d, (was zu zeigen war).

Fazit 1: Auch dann, wenn es sich bei den präunivesalen Existenzen nur um die Wahrscheinlichkeiten bestimmter Ereignisse handelt…die jeweilige Zukunft, die jeweilige Gegenwart und die jeweilige Vergangenheit dieser Wahrscheinlichkeiten existierten bereits vor dem ersten Quant der tatsächlichen Präsenz der Ereignisse.

Ab einem gewissen Zeitpunkt muss die Wahrscheinlichkeit ihres Auftretens an Sicherheit gegrenzt haben, denn irgendwann, zum Zeitpunkt t, haben sie sich wirklich ereignet.
Existierte aber die Wahrscheinlichkeit der ersten Gegenwart und des materiellen Urknalls vor seiner tatsächlichen Präsenz, musste bereits der logische Kontext der (wahrscheinlichen) Existenz beider Ereignisse vorhanden sein (und zwar vor dem Augenblick der Eröffnungsgegenwart und vor dem Augenblick des Urknalls).
Verbildlichung: Gesetzt den Fall, das Universum wäre eine Art Computersimulation, existierte ihr logischer Kontext – das Programm (und der Computer) – schon bevor ihr Effekt – das Universum – tatsächlich zu existieren begann (die Historie der Welt, in der das Programm und der Computer entstanden, könnte ihrerseits als Ursache der Universum-Simulation betrachtet werden, und ihre eigene Historie…etc., etc.)
Matrix.
Aus der Perspektive der Teilnehmer des Universums, besteht seine Ursache (die Wahrscheinlichkeit in der Zeit) seit Ewigkeit.

Diese Ewigkeit muss ab und an ein wohl geordnetes Universum zustande bringen… Nicht nur mehrfach…unendlich oft.

Die Unendlichkeit besteht in der (steigenden) Wahrscheinlichkeit dessen, was tatsächlich geschieht (+1) und in der (abnehmenden) Wahrscheinlichkeit dessen, was nicht geschieht (-1). Die Realität des Universums besitzt stets den mathematischen Zwischenwert (0).

Fazit 2: Den Affen, dem es gelingt, alle Shakespeare Stücke auf der Schreibmaschine zu schreiben, wird es irgendwann geben…nicht nur mehrfach, unendlich oft!


Zweidimensionale logische Anwendung von Aristoteles (wäre ich akkurat, wäre ich besser).