Theorie der Zeit XIV. Der Mensch als Verbindung zwischen Geist und Materie. Die Unsterblichkeit.

von Maciej Zasada

51.) Der Übergang von der Wahrscheinlichkeit des zukünftigen (p) in (p) der Gegenwart.

51.1) Der Eröffnungszustand eines beliebigen Universumselementes (p) ist der Wahrscheinlichkeitszustand (Superposition).

51.2) Ereignet sich (p) wirklich, kollabieren gleichsam die Superposition und die Wahrscheinlichkeit von (p).

Der Punkt (Ort), an dem die Wahrscheinlichkeitsfunktion (p) kollabiert, ist die Gegenwart von (p).
Die Quantenmechanik ist daher keine Mechanik der Zustände, in denen sich ein beobachtetes / unbeobachtetes (p) befindet. Die Quantenmechanik ist eine Mechanik, welche den Übergang von der Wahrscheinlichkeit der Vielzahl der möglichen Zustände des zukünftigen (p) in die Gegenwart eines singulär erfolgenden Zustandes von (p) beschreibt.
Der Welle-Teilchen-Dualismus der klassischen Quantenmechanik drückt daher den Wechsel des zeitlichen Kontextes von (p) aus, und nicht den Wechsel der physikalischen Eigenschaften von (p) selbst.

51.3) Jedes zukünftige (p) lässt sich als Wahrscheinlichkeit im gegebenen Koordinatenpunkt der Raumzeit beschreiben.

Solange (p) als Wahrscheinlichkeit beschrieben werden muss (solange sich (p) noch nicht als reelle Entität im Raum und in der Zeit manifestiert), besitzt es eine Welleneigenschaft, welche durch eine Wahrscheinlichkeitsfunktion (p) beschrieben wird.
Ereignet sich (p) wirklich (ereignet sich (p) innerhalb einer bestimmten Gegenwart), hört es gleichsam auf, wahrscheinlich zu sein: die Wellenfunktion (der Wahrscheinlichkeit) kollabiert und Eigenschaften von (p) werden auf einen Schlag nicht mit den Mitteln der mathematisierten Quantenmechanik, sondern mit den Mitteln der klassischen Mechanik / Physik beschreibbar.


52.) Der Übergang von der Gegenwart (p) in die Wirklichkeit (p): die Entstehung der Raumzeit.

52.1) Der Eigenzustand eines existierenden (p) ist die Realität: wenn (p) innerhalb seiner eigenen Gegenwart existiert, existiert es nicht „wahrscheinlich“, (p) existiert (dann) real.

Die Gegenwart ist selbstidentisch und punktförmig. Sie beinhaltet daher keinen Raum und keine materiellen Elemente.

Indem aber innerhalb des Universums, etwas anderes als ein singulärer Gegenwartspunkt existieren soll, muss neben der Gegenwart etwas entstehen, was aus Elementen und aus Distanzen zwischen den Elementen besteht, etwas, was völlig anders ist als Gegenwart, etwas, was sehr wohl materielle Bestandteile beinhaltet – die Raumzeit.

Die Raumzeit ist daher einerseits ein Effekt der Gegenwart, andererseits die notwendige Bedingung der Existenz des Universums, welches aus materiellen Elementen besteht. Wobei Raum eine notwendige Bedingung der Existenz des materiellen Universums, das mehr als einen Gegenwartspunkt enthält, und Zeit eine notwendige Bedingung der Existenz des Raumes ist.

Der jeweilige Punkt, an dem die Gegenwart stattfindet, ist, so wie es sich langsam zeigt (es zeigt sich durch das Wort: wir führen hier ein Gedankenexperiment durch) das Wichtigste und das einzig reale im Universum, denn:

52.2) Behauptung:
Sämtliche Elemente der Raumzeit (q,r) befinden sich im Bezug auf die Gegenwart von (p) in der Vergangenheit.

52.2.1) Beweis:
Ein vom Punkt der Gegenwart (p) verschiedenes Element des Universums (q,r) muss von (p) entfernt sein, denn existierte keine Entfernung zwischen (p) und (q,r), wäre (q,r) identisch mit (p), was nicht möglich ist. Es gilt daher: wenn (q,r) nicht ein Bestandteil der Gegenwart (p) sein kann, muss (q,r) im Raum außerhalb von (p) existieren. Existiert (q,r) im Raum außerhalb der Gegenwart (p), muss (q,r) aber vom Punkt der Gegenwart (p) entfernt sein. Was aber nicht in der Gegenwart existiert, existiert entweder in der Zukunft oder in der Vergangenheit. Was aber ein Bestandteil des materiellen Universums ist, existiert definitiv nicht (als Wahrscheinlichkeit) in Zukunft, sondern (dann allerdings notwendig) in der Vergangenheit.
Existiert daher im Universum ein vom Punkt (p) verschiedenes Element (q,r), existiert (q,r), bezogen auf (p), in der Vergangenheit, was zu zeigen war.

52.2.1.1) Behauptung:
Nur das, was innerhalb der Gegenwart existiert, existiert real. 

Die Existenzen der Raumzeit sind irreal, bilden aber die Wirklichkeit, in der Materie entstehen und Wirkung (der ersten Ursache: der selbstidentischen Gegenwart) sich fortpflanzen kann.

52.2.1.2) Beweis:
Wenn (p) zum Zeitpunkt t eine Raumzeit-Koordinate (q) zugewiesen wird, und zum späteren Zeitpunkt t‘ eine Raumzeit-Koordinate (r), dann befindet sich (q) bezogen auf (r) in der Vergangenheit.

Behauptung A innerhalb des Beweises: Die Realität von (q) existiert nicht innerhalb von (r).

Beweis der Behauptung A: Wenn (q) dem Zeitpunkt entspricht, an dem Gegenwartsinstanz Z im Wald aufwacht und (r) dem Zeitpunkt, an dem dieselbe Gegenwartsinstanz am selben Tag in der Stadt K sich schlafen legt, dann ist offenkundig, dass die Realität (q) im Zeitpunkt (r) nicht mehr gültig ist.

Frage: besteht, außer der jeweiligen Tiefe, ein Unterschied zwischen verschiedenen Vergangenheiten (q), (r)?

Antwort: Nein, jede Vergangenheit, wenn man sie auf eine beliebige Gegenwart bezieht, ist in demselben Grade irreal, in dem der Augenblick der Geburt eines Individuums Z auf den Augenblick seines Todes bezogen wird (und umgekehrt), irreal ist.
Wenn eine einzige Vergangenheit (q) zum Zeitpunkt (r) nicht real existiert (dass eine Vergangenheit innerhalb der Gegenwart nicht existieren kann, ist bewiesen [52.2]), dann existiert keine Vergangenheit innerhalb der Gegenwart (r) real.

Wir sehen: nur das, was innerhalb der Gegenwart existiert, existiert real (was zu zeigen war).


53.) Behauptung:
Innerhalb des menschlichen Körpers findet die Verbindung zwischen Geist und Materie statt.

53.1) Beweis:
Wenn (p) eine nichtmaterielle Gegenwartsinstanz ist, enthält (p) ausschliesslich Gegenwart und darüber hinaus keine (materiellen) Elemente. Wenn (p) innerhalb eines materiellen Körpers existiert, der andere Elemente (q,r) enthält, existieren Elemente (q,r) außerhalb von (p) und sind nicht Bestandteile der Gegenwart von (p), sondern der Vergangenheit (52.2.1), obwohl (q,r) Bestandteile desselben Körpers wie (p) sind.
Dies zeigt, dass innerhalb eines einzigen Körpers Bestandteile koexistieren, welche einerseits der Gegenwart, andererseits der Vergangenheit; einerseits der Realität, andererseits der Wirklichkeit: einerseits dem Geist, andererseits der Materie angehören, was zu zeigen war.

Fazit:
Wenn die Realität des Universums ausschliesslich innerhalb der Gegenwartsinstanz stattfindet, dann sind sämtliche Gegenwartsinstanzen für die Fortdauer des Universums als solchen unverzichtbar (der Geist und das Leben sind daher innerhalb des Universums das höchste zu schützende Gut, denn die Verbindung von Geist und Materie der Sinn des Universums ist. Zur Zeit funktioniert auf Erden lediglich die Verbindung von Geist und belebter Materie. Sobald die Schwelle der Unsterblichkeit erreicht wird, wird die Verbindung von Geist und unbelebter Materie ausreichend sein, um den Sinn des Universums aufrecht zu erhalten.).

Die Menschheit erreicht Unsterblichkeit, indem der Weg gefunden wird, die Information des Geistes, dauerhaft (körperunabhängig) zu speichern (der Geist als Informationspaket). Erst dann werden z.B. Reisen mit Lichtgeschwindigkeit realisierbar (elektromagnetische Informationsübertragung), erst dann wird die maximale evolutionäre Effizienz erreicht, erst dann wird die Verbindung zwischen Geist und Materie die göttliche Qualität erreichen.

tbc