Theorie der Zeit XIII. Definition der Zeit I.

von Maciej Zasada

Zur Erinnerung:

0.7) Definition der Selbstidentität: Wir sprechen von der Selbstidentität eines Systems A dann, wenn A eine unteilbare Instanz ist, die keine räumliche und keine zeitliche Ausdehnung besitzt und deshalb jede Wirkung (Veränderung) darin innerhalb einer und der selben Gegenwart stattfindet.
35.1.) Definition der Gegenwart: Die Gegenwart ist ein geometrischer Punkt am Ereignishorizont (im Brennpunkt) des kontrahierenden Universums. Sie ist der raumlose Ort, an dem die quantenmechanische ψ-Funktion kollabiert und der einzige Ort, an dem Realität stattfindet.
28.) Definition der Zeit als Dimension: Die Zeit ist die Plattform, welche sowohl die Existenz der Prozesse innerhalb des Universums und des Universums als eines Prozesses; als auch die Existenz des Raumes und der Materie bedingt. Die Zeit bildet die Daseinsebenen der Realität, der Wirklichkeit und der Wahrscheinlichkeit.
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48.) Behauptung der universellen Selbstidentität der Gegenwart.

Die Gegenwart des ersten Augenblicks des Universums und die Gegenwart sämtlicher Augenblicke, welche der ersten Gegenwart bis an den heutigen Tag folgen, sind sich jeweils selbst und wechselseitig identisch.

48.1) Beweis

Die Gegenwart beinhaltet keine Bestandteile, welche sich jeweils voneinander unterscheiden lassen würden. Da die Gegenwart keine zeitliche und keine räumliche Ausdehnung besitzt, kann sie mittels des geometrischen Modells des Punktes beschrieben werden. Als geometrischer Punkt muss sie aber mit sich selbst identisch sein, denn ein geometrischer Punkt (P) keine Bestandteile besitzt (denn um diese zu beinhalten, müsste (P) eine räumliche Ausdehnung haben, was für einen geometrischen Punkt grundsätzlich und definitorisch ausgeschlossen ist).

Es gilt daher:

48.1.1) Ein Punkt, der selbst keine Punkte beinhaltet und eine unteilbare Einheit bildet, ist selbstidentisch, womit bewiesen wird, dass die Gegenwart selbstidentisch ist (was zu zeigen war).

48.1.2) Zwei (oder mehrere) Punkte, welche selbst jeweils keine Punkte beinhalten und welche selbst jeweils eine unteilbare Einheit bilden, müssen wechselseitig identisch sein, womit bewiesen wird, dass die Gegenwart sämtlicher Augenblicke, welche der ersten Gegenwart des Universums bis an den heutigen Tag folgen, wechselseitig identisch sind (was zu zeigen war).

48.2) Fazit 1.

Aus der Behauptung der universellen Selbstidentität der Gegenwart folgt, dass die Gegenwart die Grundlage der Zeit bildet, bei der identische Gegenwartspunkte einander folgen.

48.3) Fazit 2.

Obwohl die Zeit auf der Grundlage der Gegenwartsiteration entsteht, gilt, dass die quantisierte Zeit aus identischen Quanten besteht, daher prinzipiell invariabel ist und kontinuierlich verläuft.

48.4) Fazit 3.

Aus der Behauptung der universellen Selbstidentität der Gegenwart folgt, dass sämtliche Gegenwartsinstanzen sich jeweils selbst und sich wechselseitig identisch sind.

49.) Behauptung der zeitlichen Kontinuität der Gegenwart.

Die Gegenwart als selbstidentischer Zustand muss, um einen zeitlichen Verlauf bilden zu können, repetitiv erneuert werden. Die kontinuierliche Zeit läuft daher in diskreten Sprüngen ab, deren Frequenz die Grenze der Wirklichkeit (die Grenze der kleinsten in der Zeit noch erfassbaren Wirkung / Veränderung) markiert.
Die Frequenz der Gegenwartsiteration wird durch physikalische Gesetze bestimmt und wird mit Planck-Zeit-Einheit angesetzt. Dies gilt als hypothetische Annahme in unserem Modell.

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50.) Definition der Zeit I.

Anhand der festgestellten Selbstidentität der Gegenwart und ihrer (die Zeit begründenden und in der Zeit erfolgenden) Iteration, lässt sich Zeit als Prozess definieren, in dem nach jedem Iterationsschritt ein Raumquant entsteht, der mindestens eine Gegenwartsinstanz beinhaltet und sich bereits, bezogen auf die Gegenwart dieser Instanz, in der Vergangenheit befindet.

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Anhand dieser Definition entsteht ein schlüßiges Wirklichkeitsmodell, in dem sich sowohl Zeit und Raum, als auch Gegenwart und Vergangenheit, als auch Geist und Materie als gleichwertige Bestandteile des kontrahierenden, idealsymmetrischen Universums beschreiben lassen.