Theorie der Zeit (XII). Dynamische Dichotomie als Grundlage der Kosmologie des kontrahierenden Universums.

von Maciej Zasada

44.) Ausgangsthese.
Die Entdeckung der Rotverschiebung im Lichtspektrum entlegener Galaxien und anderer kosmischen Objekte ist nicht gleichbedeutend mit dem expliziten Nachweis der Universumsexpansion.

44.1.) Beweis
Mittels der Rotverschiebung und des Rotverschiebungsfaktors lässt sich (mittelbar) die Entfernung zwischen dem Beobachter und den kosmischen Objekten berechnen; es lässt sich zudem feststellen, dass diese Entfernung stets zunimmt (Hubble) und dass sie je schneller zunimmt, je weiter sich die anvisierten Objekte vom Beobachter befinden (Hubble / Perlmutter et al.).
Die Entscheidung, ob sich die Objekte im Universum vom ruhenden Beobachter entfernen (Expansionsmodell), ob sich der Beobachter von ruhenden Objekten entfernt (Kontraktionsmodell), oder gleichermaßen (in welchem Verhältnis auch immer) Objekte und Beobachter voneinander entfernen, ist, wegen des Fehlens eines ruhenden Bezugssystems (Äther), prinzipiell unmöglich.

45.) 1. Behauptung des dynamisch dichotomischen Universums.
Die im Lichtspektrum weit entfernter Objekte identifizierte Rotverschiebung lässt sich sowohl als ein Beweis für die Expansion, als auch als ein Beweis für die Kontraktion des Universums interpretieren.

46.) 2. Behauptung des dynamisch dichotomischen Universums.
Die Rotverschiebung im Lichtspektrum entlegener Objekte muss sowohl innerhalb eines expandierenden, als auch innerhalb eines kontrahierenden Universums feststellbar sein.

47.) Beweis der 1. und 2. Behauptung des dynamisch dichotomischen Universums.
Auch ein kontrahierendes Universum, wenn man es aus der (internen) Perspektive des teilnehmenden Beobachters betrachtet, muss eine expandierende Dynamik aufweisen (denn die Bestandteile eines kontrahierenden Universums sich voneinander genauso selbstverständlich entfernen, wie selbstverständlich es bei den Bestandteilen enes expandierenden Universum der Fall ist).
Auch dann, wenn das kontrahierende Universum aus dem räumlichen Nichts entstanden sein sollte (auch dann, wenn der Radius des Universums im Urknallaugenblick satte „Null“ betrug), so würde eine Kontraktion als „negative Expansion“ („implosive Raumextension“ s.u.) in Richtung des immer wieder aus dem „Nichts“ entstehenden Raumes fortschreiten (und eine Rotverschiebung im Lichtspektrum der sich vom Beobachter entfernenden Objekte verursachen).

Als ein universaldynamisches Prinzip, ziehe ich dennoch das Kontraktions- dem Expansionsmodell vor – das Kontraktionsmodell des Universums ist nämlich weitaus leistungsfähiger und einfacher: es kann sowohl mathematisch, als auch kosmologisch, als auch logisch konstruiert aufgestellt werden (keine räumlichen und keine zeitlichen Paradoxien / eindeutig bestimmbare Geometrie; und Dynamik, die sich aus dem allgemeinen „Entwicklungstrend“ des Raumes „ergibt“).
Die formal stattfindende „Expansion“ des Universums, welche anhand der Rotverschiebung als solche identifiziert wird, und welche die empirische Grundlage des kosmologischen Standardmodells bildet, kann als Hauptpostulat im Modell des kontrahierenden Universums weitestgehend beibehalten werden.

tbc