Theorie der Zeit (VII). Das Alter des Universums und darin enthaltener Objekte im Modell des expandierenden und im Modell des kontrahierenden Universums.

von Maciej Zasada

  Innerhalb des Modells des expandierenden Universums gehen wir davon aus, dass das Universum im Urknall entstand und dass es sich seitdem sukzessiv ausbreitet. Indem wir den Urknall als Geburtsstunde der Zeit betrachten, setzen wir voraus, dass das Alter des Universum im Augenblick des Urknalls 0 Jahre betrug. Dementsprechend betrachten wir den Rand des expandierenden Universums als dessen ältesten Teil. Wir behaupten, dass der Rand des expandierenden Universums 13,8 Milliarden Jahre alt ist.
Gleichzeitig betrachten wir Objekte, welche sich am Rande des sichtbaren Universums befinden als fast so alt, wie das Universum selbst.

Entsprechend anders sehen wir das Alter der Objekte, welche sich im lokalen Universum befinden – wir behaupten, verwirrt durch das Modell des expandierenden Universums, dass diese Objekte die jüngsten im Universum sind.

Wir verlieren dabei die Kausalität der Ereignisse völlig aus dem Blick. In Wirklichkeit beträgt das Alter des Universums innerhalb der lokalen Gegenwart 13,8 Milliarden Jahre. Das Alter des Universum im Augenblick des Urknalls betrug dagegen 0 Jahre.

Das Modell des kontrahierenden Universums unterbindet formal die Möglichkeit der Entstehung der verwirrenden Kausalitäten. Darin ist der kausale Pfeil der Ereignisse äußerst stabil: der Urknall bleibt als initiierendes Ereignis und als Grenzlinie der Raumzeit erhalten. Darin bildet die Gegenwart stets das Auge des aktuellen Geschehens, und zwar sowohl im Augenblick des Urknalls, als auch im hier und jetzt. Außerdem ist der Urknall das erste und die Gegenwart (vorläufig) das letzte Ereignis.

William Ockham.