Theorie der Zeit (III). Die Kausalität.

von Maciej Zasada

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13.) Die Definition der Kausalität:
A ist genau dann die Ursache von B, wenn B nicht exakt B sein kann, ohne A.

A ⇒ B ⇔ ¬(B ≠ B ⇐ ¬A)

14.) Alles, was die Selbstidentität von Effekt bewirkt, gehört zu deren Ursachen. Alles, was das unmittelbare Resultat der Wirkung dieser Ursachen ist, ist deren Effekt.

15.) Wir unterscheiden drei Formen der Ursachen: reale, wirkliche und potenzielle.

15.1) Wir unterscheiden drei Formen der Effekte: Effekte innerhalb der Realität, Effekte innerhalb der Wirklichkeit und potenzielle Effekte innerhalb der Zukunft.

16.) Das Gesetz der Identität von Ursache und Wirkung.
Das, was Ursache genannt wird, ist der nichtmanifeste Zustand des Effektes. Das, was Effekt genannt wird, ist der manifeste Zustand der Ursache.
Die Substanz von Ursache und Effekt ist daher identisch.

16.1) Die Existenz des Unterschieds zwischen dem manifesten und dem nichtmanifesten Zustand der Ursache im Effekt, gibt den Anlass zur Unterscheidung zwischen Ursache und Wirkung.

16.2) Der Effekt befindet sich nie im Zustand der Nichtexistenz – nicht vor seiner Entstehung und nicht nach seiner Auflösung – der Effekt existiert nämlich immer innerhalb seiner Ursache.
Denn nichts kann aus dem Nichts entstehen und nichts, was einmal innerhalb des Universums entstanden ist, kann sich von der Existenz innerhalb des Universum entfernen, denn wäre es der Fall, wäre das Universum nicht identisch mit sich selbst, was nicht sein kann.

17.) Das Gesetz der Kontinuität.
Jeder Effekt existiert vor seiner Entstehung in seiner nichtmanifesten Form, und zwar als Potenzialität, welche in seiner Ursache enthalten ist; während seiner Existenz in der manifesten Form (als Ding der Wirklichkeit) und nach seiner Auflösung, erneut als Potenzialität seiner Ursache.

17.1) Die Effekte, welche einmal innerhalb der Realität entstanden sind, sind unvergänglich, solange das Universum selbstidentisch existiert.
Sie bilden selbstidentische Instanzen. Diese entstehen und vergehen nur einmal pro Existenzzyklus des jeweiligen Universums (falls das Universum zyklisch existiert).

17.2) Die Effekte, welche innerhalb der Wirklichkeit existieren, existieren als Effekte in ihrem manifesten Zustand, sie unterliegen den Prozessen der Entstehung, der Entwicklung und der Auflösung und erreichen immer wieder die Ebene ihrer Ursache, um immer wieder die Ebene der Wirkung zu erreichen.

17.3) Die potenziellen Effekte existieren als Wahrscheinlichkeiten in dem nichtmanifesten Zustand der Superposition.

18.) Das Gesetz der Vollständigkeit.
Die Existenz des gesamten Universums ist nur in Form einer vollständigen Gesamtheit denkbar.

18.1) Das Universum kann unmöglich unvollständig existieren, denn die Voraussetzung (Ursache) seiner Existenz ist die Existenz von allem, was der Fall ist.
Die Existenz eines Universums, dem ein einziges Atom, dem ein einziges Gedanke fehlt, ist ausgeschlossen.#

19.) Die Gesetze der Vollständigkeit und der Identität von Ursache und Wirkung verhalten sich komplementär zueinander.