Das Theorem der Existenz innerhalb der Raumzeit.

von Maciej Zasada

Innerhalb der Raumzeit unterscheiden wir drei Zeiträume der Existenz:

(i) Gegenwart: wahrscheinlich ist ∃A ∧ ¬(∃A)
(ii) Vergangenheit: ∃A ∨ ¬(∃A)

(iii) Zukunft: ∃A ∧ ¬(∃A)

Innerhalb der Gegenwart (i) ist die gleichzeitige Existenz und Nichtexistenz von A wahrscheinlich, denn sowohl der Zustand der Existenz, als auch der Zustand der Nichtexistenz beziehen sich in der Gegenwart auf die Zukunft, aus der Perspektive der Zukunft wird die aktuelle Gegenwart in der Vergangenheit liegen. In der Gegenwart existieren deshalb beide zukünftige Existenzzustände von A zugleich, denn die zukünftige Existenz von beliebigem A ausschliesslich als Wahrscheinlichkeit vorliegen kann.

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Fig. 1. Gegenwart des Beobachters B innerhalb der Raumzeit.

Innerhalb der Vergangenheit (ii) liegt für A entweder der Zustand der Existenz oder der Zustand der Nichtexistenz vor. Dadurch, dass die Vergangenheit nicht veränderbar ist, existieren ihre Objekte oder sie existieren nicht. Darin besteht die Realität der Raumzeit: sie beinhaltet sämtliche Objekte der Vergangenheit.

Erläuterung:
Um das Phänomen der Raumzeit ganzheitlich zu verstehen, müssen hier zwei Zeitordnungen unterschieden werden: die kausale Ordnung der Zeit und die räumliche Ordnung der Zeit.

Der Ausgangspunkt der kausalen Ordnung der Zeit ist der jeweilige Anfang der Zeitrechnung (Zeitmessung).
Die Zeit innerhalb der kausalen Ordnung nimmt ihren Lauf in der Vergangenheit und verläuft in Richtung Zukunft.
Die kausale Ordnung der Zeit ist linear.

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Fig. 2 Die kausale Ordnung der Zeit.

Der Ausgangspunkt der räumlichen Ordnung der Zeit ist die jeweilige Gegenwart des Beobachters (die Gegenwart der Messung).
Die Zeit innerhalb der räumlichen Ordnung nimmt ihren Lauf in der Gegenwart und vergeht in Richtung Vergangenheit (in den Raum hinein).
Jeder Punkt des Universum, der sich außerhalb der Gegenwart des Beobachters befindet, befindet sich somit, bezogen auf diese Gegenwart, in der Vergangenheit (vgl. "Definition der Raumzeit").

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Fig. 3. Die räumliche Ordnung der Zeit.

Die universallogische Bedeutung:
Wenn mit Recht behauptet wird, dass wir das Licht des Mondes mit einer Sekunde und das der Sonne mit acht Minuten Verspätung empfangen (bedingt durch die Endlichkeit der Lichtgeschwindigkeit und durch die jeweilige Entfernung zur Erde), dann können wir mit gleichem Recht behaupten, dass auch die irdische Geschehnisse aus der Mondentfernung mit einer Sekunde und aus der Sonnenentfernung mit acht Minuten Verspätung empfangen werden.
Wir sind daher berechtigt, die Zeitperspektive einzuführen und diese der Raumperspektive gleichzustellen.

Die Konsequenzen für das Konzept der Raumzeit:
Die Zeit der räumlichen Ordnung ist dreidimensional. Die Zeit passt sich dem Konzept der Raumzeit der Relativitätstheorie an.
Die Zeit der räumlichen Ordnung kann als dreidimensional bezeichnet werden, denn sie verläuft entlang jeder Achse des räumlichen Koordinatensystems (s. Fig. 3). Die Zeit ist ein inhärentes Wesensmerkmal jeder Dimension.

Die Konsequenzen für die Kosmologie:
Das Postulat des expandierenden Universum kann nicht ohne Weiteres aufrecht erhalten werden.

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Fig. 4. Dehnungsdynamik des Universums: Das Expansionsmodell innerhalb der kausalen Ordnung und das Kontraktionsmodell innerhalb der räumlichen Ordnung der Zeit. Es zeigt sich, dass die Merkmale des beschleunigt expandierenden Universums nur innerhalb der kausalen Ordnung der Zeit ein mehr oder minder plausibles Bild der Wirklichkeit abgeben (mit allen bekannten Unstimmigkeiten und Widersprüchen dieses Modells). Das Bild eines nach dem Urknall kollabierenden Universums ist innerhalb der räumlichen Ordnung der Zeit vorstellbar und liefert viel einfachere Erklärung der beobachteten Phänomene (wie der beschleunigenden Expansion des Universum, welche dann als ein Effekt des Urknalls zu identifizieren wäre, und sich in Wirklichkeit (und zeitkonform) als verlangsamende Kontraktion zeigen würde).
In der Tat: es erwartet uns bald eine neue "kopernikanische Revolution".
Lässt sich die Wissenschaft kompromittieren?
Ja, durch das Aufzeigen des offensichtlichen Unfugs, für den Viele mit dem durch das strenge "Bewusstsein" verdunkelten Blick kämpfen.