Universallogik. Das Gesetz der Identität.

von Maciej Zasada

Das Gesetz der Identität.

A = A

Erläuterung:
A existiert nur dann, wenn A. Es kann nicht behauptet werden, dass A, wenn ¬A.

Die Entkopplung von der Wahrheitslogik.

Kein Wort über Wahrheit von A in Relation zu anderen Bezugspunkten B,C,D…
Kein Wort über „A ist wahr, wenn nicht B“.
Kein Wort über „entweder A oder B: bitte nicht C“, ergo:
Kein Wort über „tertium non datur“. Kein Wort über Ausschluss von C,D,E,F…
Es ist ausschliesslich die Rede davon, dass, wenn A, dann A.

Dieses Gesetz kann als Wahrheitsdefinition missinterpretiert werden (Tarski schuf eine Wahrheitsdefinition, weil er eine Wahrheitsdefinition und kein Gesetz der Universallogik schaffen wollte…oder konnte). Dieses Gesetz ist keine Wahrheitsdefinition, denn wir behaupten nicht, wie Tarski:

(i) A = A nur dann, wenn A wirklich A und nicht etwa B.

Es wird keine Instanz bemüht, um über Wirklichkeit von A zu entscheiden, keine Vernunft, keine Wahrheitsdefinition, aber auch nicht der Beobachter, auf dessen Ebene die „Adäquatio“ der Sache und der Vorstellung festgestellt werden soll.
Universallogisch bedeutet „A = A“, dass die Sache mit sich selbst identisch sein muss (A muss mit sich selbst auf allen Ebenen des Seins identisch sein), um zu existieren, sonst existiert sie nicht .

Das Problem der Wahrheit hört somit auf relevant zu sein, denn wenn wir annehmen, es gibt mehrere gültige Wahrheiten, welche sich gleichwertig gegenüberstehen, dann kann die Wahrheit als solche nicht mit sich selbst identisch sein (denn in dem Fall mehrere gleichermaßen adäquate, wie inadäquate Wahrheiten parallel existierten), und wenn wir das Gegenteil behaupten und annehmen, es gibt nur eine Wahrheit (die höchste / die göttliche), dann muss diese Wahrheit gezwungenermaßen universell sein, und alle Teilwahrheiten in sich enthalten, womit sie das Kriterium der Selbstidentität nur auf der höchsten (göttlichen) Ebene erfüllt (womit gleichzeitig der Wahrheitsbegriff auf jeder nichtgöttlichen Ebene nicht erfüllt und folglich sinnlos wäre).
Mit anderen Worten: das Postulat der Identität der Sache mit sich selbst, schließt die Existenz der Wahrheit aus.

Im 1. Gesetz der Universallogik findet die Entkopplung der Wahrheit von der Logik statt. Trivial ist es keinesfalls, wenn man bedenkt, in welcher Welt wir leben…und wie lange schon…