PHYSIK DER ZEIT: Die Widerspruchsfreiheit der deterministischen Ordnung der Zeit als eines physikalischen Konzeptes.

von Maciej Zasada

Ist das Konzept der deterministischen Ordnung der Zeit widerspruchsfrei?…ist es widerspruchsfrei auch dann, wenn wir behaupten, dass die Ereignisse der Zukunft in der Vergangenheit und die Ereignisse der Vergangenheit in der Zukunft stattfinden?

Dass dich mein Zeitkonzept verwirrt, verwundert mich nicht.
Fangen wir ganz von vorne an:

Ich postuliere die Existenz einer Zeitordnung, die sich sozusagen „diagonal“ zu der kausalen Ordnung der Zeit verhält.

Ich postuliere zudem, dass sämtliche quantenphysikalischen Effekte innerhalb gerade dieser Zeitordnung entstehen und dass die Quantenphysik insgesamt mit den Zeiteffekten der deterministischen Ordnung der Zeit zu tun hat.

Zu deiner Frage.
Wenn das Konzept der deterministischen Zeitordnung zentral für die Erhaltung o.g. Postulate ist, dann muss es zumindest widerspruchsfrei sein, sonst gälte ‚ex falso Quodlibet‘.
Auf den ersten Blick jedoch, lässt sich darin, wie Du bemerkt hast, die Widersprüchlichkeit der sich aufeinander beziehenden Zeiträume erkennen – die Ereignisse der Zukunft geschehen in der Vergangenheit / die Ereignisse der Vergangenheit geschehen in Zukunft .

These
Dieser Widerspruch existiert nicht.

Beweis
Ich bin auf die Idee der deterministischen Zeitordnung gestoßen, als ich über meine Geburt nachgedacht habe – was war die Zukunft dieses Ereignisses für meine Mutter?
Meine Mutter mit mir im Bauch dachte über die Niederkunft als ein Ereignis der Zukunft.
Dies berechtigt mich, aus meiner heutigen Perspektive zu behaupten, dass die Zukunft meiner Existenz vor dem Tag lag, an dem ich geboren bin.

Behauptung der Zukunft meiner Existenz.
Meine Existenz lag dann in der Zukunft, als ich noch nicht existiert habe – bevor ich zu existieren begann.
Die Zukunft meiner Existenz lag in der kausalen Vergangenheit des Augenblicks, in dem ich das Licht der Welt erblickt habe.

Analog konstruieren wir die:

Behauptung der Vergangenheit meiner Existenz.
Meine Existenz wird dann der Vergangenheit angehören, wenn ich nicht mehr existieren werde – nachdem ich gestorben sein werde.

Die Vergangenheit meiner Existenz wird in der kausalen Zukunft des Augenblicks liegen, in dem ich zum letzten Mal meine Augen schließe.

Die Behauptung, dass die Zukunft in der Vergangenheit liegt (und umgekehrt) ist also nicht widersprüchlich (qed)

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Fig.1 Die deterministische und die kausale Zeitordnung existieren parallel.

Die Existenz der deterministischen Ordnung der Zeit als einer Tatsache der Welt ist unabhängig von der Existenz der kausalen Ordnung der Zeit – beide Ordnungen existieren parallel. Die deterministische Ordnung der Zeit existiert unabhängig davon, dass man sie z.Zt. sprachlich unvollständig erfassen kann.
Die Sprache ist unvollständig, aber dies ist ein anderes, und nicht mein, Problem.

Formelle Ausarbeitung:
Wir formalisieren meine Existenz mit ∃(Zasada).

Wir setzen meine Existenz innerhalb der Zeitspanne zwischen meiner Geburt und meinem Tod: *∃(Zasada)#.

Wir bezeichnen die Zeit, in der meine Existenz noch in Zukunft LAG als „deterministische Zukunft“ meiner Existenz: ∃(Zasada)dfut

Wir bezeichnen die Zeit, in der meine Existenz in der Vergangenheit liegen WIRD als „deterministische Vergangenheit“ meiner Existenz: ∃(Zasada)dpast

Wir bezeichnen die Zeitspanne zwischen dem ersten Ereignis und dem letzten Ereignis der Realität als -t_ _t+ und schreiben dieser Zeitspanne die thermodynamische Kausalität zu -t = tiefste Vergangenheit / das erste Ereignis, t+ = entfernteste Zukunft / das letzte Ereignis

Entspricht etwa folgende Zeit-Ordnung der reellen Ereignis-Abfolge?

-t_ → {∃(Zasada)dpast → [*∃(Zasada)#] → ∃(Zasada)dfut} → _t+

Offensichtlich nicht.
Die Richtige Abfolge der Ereignisse enthält die Zeitordnung, in der die Zukunft der Ereignisse in ihrer Vergangenheit stattfindet und umgekehrt.

-t_ → {∃(Zasada)dfut → [*∃(Zasada)#] → ∃(Zasada)dpast} → _t+

Mein Modell der deterministischen Zeitordnung erweist sich als konsistent, bezogen auf meine Existenz als physikalische Tatsache.
Da wir den Beweis in formalisierter Form vortragen, erweist sich das Modell gleichermaßen konsistent für alle Variablen, die anstelle (Zasada) gesetzt werden können.
Das Modell der deterministischen Ordnung der Zeit enthält keine Widersprüche , die mit der, anfangs angenommenen, gegenseitigen Unverträglichkeit der Zeiträume zusammenhängen.
Dies ist zwar nicht der Beweis der grundsätzlichen Gültigkeit, aber die Quantentheorie als solche ist auch keine verkündete Wahrheit.
Der Beweis für die Verträglichkeit meines Modells mit der experimenteller Quantenmechanik: siehe in „PHYSIK DER ZEIT: QUANTENRADIERER“ etwas „früher“ in der „Vergangenheit“ dieses Blogs.