19. Quantenrealität (XI) Neue Interpretation der quantenmechanischen Effekte.

von Maciej Zasada

Aus welchem Grund werden die quantenmechanischen Effekte ausschließlich in den mikrokosmischen Systemen beobachtet ist an sich keine triviale Frage – wir gehen doch davon aus, dass sich die Gültigkeit der Quantenmechanik auf die gesamte Realität erstreckt.
Diese Frage lässt sich mit den Mitteln klassischer Quantenphysik nicht beantworten. Eine präzise Antwort lässt sich dagegen in unserem Modell finden – die Quanteneffekte treten ausschließlich in den mikrokosmischen Systemen auf, weil sie entweder die Zukunft oder die Gegenwart dieser Systeme betreffen.
Wenn die „Quanteneffekte“ die Zukunft betreffen (wenn sich die Quantensysteme im Zustand der Superposition befinden) werden sie nicht beobachtet (die Zukunft kann unter keinen Umständen eindeutig gesehen werden, denn sie existiert nur als eine Überlagerung der Wahrscheinlichkeiten – sie ist nicht ein Bestandteil der Realität der eindeutig beobachtbaren Tatsachen) – sobald sie beobachtet werden, gehören sie nicht mehr der Zukunft, sondern entweder der Gegenwart oder der Vergangenheit an.
Die Schwelle, an der sich die scharf umrissene Realität aus der Überlagerung der Wahrscheinlichkeiten bildet ist in unserem Modell nicht der Akt der Beobachtung, sondern schlicht die Gegenwart.
Obwohl der Unterschied zwischen dem Akt der Beobachtung und der Gegenwart, bezogen auf die Entstehung der Realität nicht existiert (denn die Beobachtung in der Gegenwart stattfindet), so existiert dieser Unterschied auf der Ebene des Wirkmechanismus, der die Existenz der scharf umrissenen Realität initiiert.
Wenn wir die Beobachtung als den Initialpunkt der Realität betrachten, erklären wir die Mechanik der Realitätsbildung für mechanisch im quantenphysikalischen Sinne (Quantenmechanik). Betrachten wir die Gegenwarte als den Initialpunkt der Realität, erklären wir die Mechanik der Realitätsbildung für mechanisch im Sinne der Zeit.
Dass die Beobachtung die Realität der Quantensysteme beeinflusst wird seit Jahrzehnten experimentell bestätigt, dass die beobachtete Veränderung des Quantenzustands untersuchter Systeme nicht durch die Beobachtung, sondern durch die Veränderung des Zeitbezuges hervorgerufen wird, ist eine völlig neue Perspektive auf die Theorie der Quanten insgesamt.
Wir entdecken einen neuen Kontext, in dem ein Quanteneffekt neuinterpretiert werden kann. Angesichts der Jahrzehnte langen, ideologischen Stagnation auf diesem Feld, eine eindeutig begrüßenswerte Entwicklung.