18. QuantenrealitĂ€t (X) …Shredding Many-Worlds-Interpretation…Shredding Copenhagen Interpretation? 👉FUCK YEAH!

von Maciej Zasada

FĂŒr diejenigen von Ihnen, die an der Diskussion teilnehmen oder sich dafĂŒr interessieren, was hier behauptet wird, ist klar, dass es mir viel daran liegt, das Projekt „Allgemeine Quantentheorie der RealitĂ€t“ möglichst vollstĂ€ndig zu gestalten. Wir behaupten hier nichts, was wir nicht beweisen können und nichts, was auf der Ebene aktueller Erkenntnis nicht einleuchtend wĂ€re.
Wir gingen bisher sehr sorgfĂ€ltig vor. Wir bereiteten den Grund fĂŒr unsere Thesen und kĂŒmmerten uns wenig darum, diese in den öffentlichen Raum zu tragen – wir haben uns deshalb selten erlaubt, offen gegen die gĂ€ngige Vorstellung vorzugehen.
Mein Ziel in diesem Jahr wird darin bestehen, die geleistete Arbeit als Grundlage dafĂŒr zu nutzen, radikaler und effektiver gegen die Bollwerke des Archaischen vorzugehen.
Die Zeit der kleinen Schritte ist vorbei.

In Abschnitt 17. haben wir den Zusammenhang zwischen den theoretischen AnsÀtzen der modernen Physik und der Zeit hergestellt. Wir haben darin die relativistische Physik der Vergangenheit und die Quantenphysik der Gegenwart / Zukunft zugeordnet.
Besondere Konsequenzen fĂŒr unsere Anschauung hatte dabei zweifellos die Verbindung, welche sich zwischen dem quantenmechanischen Zustand der Superposition und der Zukunft ergab.
Der Übergang vom Zustand der Superposition in den beobachteten Zustand der scharf umrissenen RealitĂ€t ist nĂ€mlich bestimmend fĂŒr das gesamte quantentheoretische Modell.
Anhand dessen, wie wir diesen Übergang sehen und interpretieren, entscheidet sich die erkenntnistheoretische Struktur quantenmechanischer VorgĂ€nge.
Die Folge der Verbindung der Quantentheorie mit Gegenwart und Zukunft ist eine völlig neue Sichtweise auf den Übergang vom Zustand der kohĂ€renten Superposition in den Zustand der Beobachtung. Es bildet sich dadurch eine völlig neue Perspektive auf die Entstehung der quantenmechanischen Effekte.
Dies ist spektakulÀr, denn trotz ihrer Eindeutigkeit und relativer Einfachheit, konnte diese Perspektive bis heute nicht entstehen.

Neue Perspektive auf die quantenmechanische Superposition.
Betrachten wir zwei Ereignisse „a“ und „b“ und nehmen wir dabei an, dass das Ereignis „a“ die Ursache des Ereignisses „b“ ist.
Wir stellen fest, dass zum Zeitpunkt des Ereignisses „a“, das Ereignis „b“ eine Wahrscheinlichkeit ist, welche sich mit der Wahrscheinlichkeitsdichte ψ ereignen wird. Vergeht zwischen Ereignissen „a“ und „b“ Zeit, erhöht sich fortwĂ€hrend die Wahrscheinlichkeit des Ereignisses „b“ – es erhöht sich seine Wahrscheinlichkeitsdichte ψ, bis das Ereignis „b“ tatsĂ€chlich stattfindet (und die Wahrscheinlichkeitsfunktion ψ kollabiert – siehe Abschnitt 19.).
In der klassischen Quantenphysik betrachten wir den Übergang vom Zustand der Superposition in den Zustand der Beobachtung als abrupt und unmittelbar von der Beobachtung abhĂ€ngig (die kopenhagener Deutung selbst, bezeichnet diesen Übergang als einen regelrechten Kollaps, die Viele-Welten-Interpretation bezeichnet ihn als den Übergangspunkt in andere „Dimensionen“ der RealitĂ€t – andere Welten / Universen).
Der Grund der kanonischen Betrachtung ergibt sich aus der Messanordnung der quantenmechanischen Experimente. WĂ€hrend der quantenmechanischen Experimente ist es nicht möglich, die Messdaten, welche Quantenobjekte betreffen, sequentiell abzurufen – es stehen uns ausschließlich Input- und Output-Ergebnisse zur VerfĂŒgung (in unserem Fall liegen uns die Messdaten zum Zeitpunkt „a“ und zum Zeitpunkt „b“ vor – wie sich die Systeme zwischen den beiden Punkten entwickeln ist der Gegenstand der Interpretation oder Deutung…z.B. kopenhagener Deutung).

In der Allgmeinen Quantentheorie der RealitÀt betrachten wir den Zustand der Superposition als ein Prozess der Zunahme der Wahrscheinlichkeitsdichte bestimmter Ereignisse der Zukunft, bezogen auf die Ereignisse, welche sie in der Vergangenheit verursachen.
Aus der Perspektive unserer Theorie befindet sich das Ereignis „b“ in Zukunft und im Zustand der Überlagerung aller wahrscheinlichen ZustĂ€nde, welche insgesamt abhĂ€ngig sind von den UmstĂ€nden, die sich in der Zeit zwischen Zeitpunkt „a“ und Zeitpunkt „b“ mit grĂ¶ĂŸerer oder geringerer Wahrscheinlichkeit ereignen. Der Kollaps der Wellenfunktion ist aus unserer Perspektive gleichbedeutend mit dem MĂŒnden der Wahrscheinlichkeit des Ereignisses „b“ in seiner eigentlichen Gegenwart, in seiner Tatsache.

IMG_0771.JPG

Der Unterschied:
Wir erkennen den Unterschied zwischen der kanonischen Auslegung der Quantenphysik und der Auslegung, welche die Allgemeine Quantentheorie der RealitÀt ermöglicht darin, dass sich die klassische Quantenphysik ausschliesslich mit den gemessenen QuantenzustÀnden der Systeme befasst, wohingegen in der Allgemeinen Quantentheorie der RealitÀt ein Quantenzustand als Kausalkette eines Prozesses betrachtet wird, bei dem sich die Ursache prinzipiell in der Gegenwart und ihre Wirkung in der Zukunft befindet, wobei die Beobachtung als der Gegenwartsbezug des Quantensystems, die Auflösung des Wahrscheinlichkeitsverdichtungsprozesses bewirkt.

Der quantenmechanische Zustand der Superposition ist identisch mit dem Überlagerungszustand, in dem sich die Ereignisse der Zukunft befinden, bevor sie tatsĂ€chlich (in ihrer jeweiligen Gegenwart) geschehen.
Die UnschÀrfe zeichnet sowohl die Superposition, als auch die Zukunft der Systeme aus. Die Superposition und die Zukunft sind dasselbe.