11. Die Quantenrealität III: Interferenzen der Realitätswelle

von Maciej Zasada

Das Interferenzmuster (im Doppelspalt).
Im Punkt 9.2.2 (10. Quantenrealität (II)) haben wir das Modell der dualen Erscheinungsform und der Erscheinungsmechanik der Quantenrealität vorgeschlagen. Wir haben darin eine plausible Erklärung für die Dualität der Quantenzustände gefunden. In dieser Erklärung schlagen wir ein Raumzeit-Modell vor, in dem die Raumzeit aus 2-dimensionalen, oszillierenden Flächen – den Realitätsquanten besteht. Ihre Oszillation bestimmt die Wellenform der Quantenrealität, wir nennen diese Oszillation die „Realitätswelle“. Es existieren zwei verschiedene Wellenlängen der Realitätswelle (₽,¥). Diese Wellenlängen sind für zwei Erscheinungsformen der Realität charakteristisch: für den unscharfen Zustand der Superposition (Wellenlänge ¥) und für den scharf umrissenen Zustand, in dem sich die beobachtete Realität zeigt (Wellenlänge ₽).

Aus unserem Modell ergeben sich zwei wichtige Fragen:

1. Die Frage nach dem Mechanismus der Entstehung des Interferenzmusters im quantenmechanischen Experiment (eine als Ganzheit oszillierende Raumzeit, die zwei verschiedene, doch stets getrennt auftretende Wellenformen besitzt, ergibt aus sich heraus noch keinen Anlass für die Entstehung der Welleninterferenz).

2. Die Frage nach der räumlichen Verteilung verschiedener Beobachter innerhalb einer beobachterbezogenen Raumzeit (wenn jeder Beobachter sich im Bezugsmittelpunkt der gesamten Raumzeit befindet, dann muss der Verteilungsmechanismus gefunden werden, nach dem die Beobachter gleichzeitig verschiedene Punkte der Raumzeit „bewohnen“ und sich in ihrer Mitte befinden)

__

Ad 1.
Die Realität besteht aus zwei Grundzuständen – aus Geist und Materie.
Der Geist existiert in der Gegenwart, die Materie in der Vergangenheit.
Die Gegenwart ist raum- und zeitlos. Sie beherbergt jede Beobachterinstanz der gesamten Realität.
Die Gegenwart ist real.

Jedes Objekt der Raumzeit ist materiell. Jedes Objekt der Raumzeit ist potenziell Objekt der Beobachtung.
Ein Objekt der Raumzeit ist auch der menschliche Körper oder die Oberfläche eines Messinstruments. Die jeweiligen Gegenwartsinstanzen des Menschen (Geist) und der Messapparatur (Detektor) gehören nicht der Raumzeit an – sie sind immateriell, denn sie befinden sich im Augenblick der Beobachtung / Messung im Auge der Gegenwart.
Die Materie allerdings existiert ausschließlich in der Vergangenheit – die Instanzen der Gegenwart sind daher immateriell.

Der Grundzustand der Realität ist der Wellenzustand ¥.
Eine inaktive Gegenwartsinstanz benötigt keine detaillierte Information über die Realität. Die Wellenlänge der Realitätswelle einer unbeobachteten Realität beträgt ca. 400nm. Die Frequenzrate der Realitätsquanten erreicht im Wellenzustand ¥ ihr Minimum, was zur Folge hat, dass die verfügbare Information über die Realität rudimentär ist (Unschärfe).
Eine aktive Gegenwartsinstanz befindet sich im Zustand der Beobachtung. Dieser Zustand besitzt für jeden Beobachter eine universelle Bedeutung.
Die Realitätswelle der beobachteten Realität verändert ihre Form. Die Realitätswelle verändert ihre Wellenlänge – die Frequenzrate der Realitätsquanten erreicht ihr Maximum – die Abtastung der Realität erfolgt hochauflösend – der Beobachter sieht eine scharf umrissene Realität.

Das Interferenzmuster im Doppelspaltexperiment kommt aufgrund der Beobachtungsordnung zustande.
Die Beobachtung findet in diesem Experiment auf zwei Ebenen statt – auf der Ebene des primären Beobachters der Photone, welche durch den Doppelspalt „hindurchfliegen“ und auf der Ebene des sekundären Beobachters der Messung – auf der Ebene des Experimentators.
Sind die Photonendetektoren an den Spalten der Experimentanordnung aktiv, befinden sich ihre Gegenwartsinstanz im Initialpunkt der Realität, wo sich auch die Gegenwartsinstanz des sekundären Beobachters befindet – das Initialquant der Realitätswelle befindet sich für beide Instanzen in der gemeinsamen Gegenwart. Obwohl sie räumlich voneinander entfernt sind und als Objekte der Raumzeit den Gesetzen der Relativitätstheorie unterliegen, unterliegen ihre immateriellen Gegenwartsinstanzen den Gesetzen der Quantenmechanik.
Objekte der Gegenwart unterliegen keinen Gesetzen der materiellen Raumzeit, sie sind nicht durch Raum und Zeit begrenzt.
Sind die Detektoren an den Spalten aktiv ergibt sich im Experiment keine Welleninterferenz zwischen der Realitätswelle des Beobachters und des Detektors.

IMG_0649.JPG

Sind die Detektoren inaktiv, erscheint das Interferenzmuster auf dem Experiment-Bildschirm, denn die inaktiven Detektoren eine Realitätswelle erzeugen, deren Wellenlänge sich von der Wellenlänge der Realitätswelle des Experimentators deutlich unterscheidet.

IMG_0647.JPG
Für den Beobachter A ist der inaktive Beobachter B ein Objekt der Raumzeit – die Wellenlänge der Realitätswelle von A (₽) unterscheidet sich von der Wellenlänge der Realitätswelle von B (¥) – aus seiner Perspektive interferieren die Realitätswellen ¥ und ₽ – das ist der Entstehungsmechanismus der Interferenz z.B. im Doppelspaltexperiment.

Ad 2.
Der Verteilungsmechanismus besteht darin, dass jede Gegenwartsinstanz, deren materielle Instanz (Körper) sich im beliebigen Punkt der Raumzeit befindet, im Augenblick der Beobachtung die aktive Gegenwartsinstanz ist, und sich als solche im Zentrum der Raumzeit befindet.
Wir nähern uns der heiligen Mitte..
…Jeder Beobachter…zu jeder Zeit…befindet sich in allen Welten innerhalb der Gegenwart, die keine Zeit ist.
Jeder Beobachter besetzt die Gegenwartsperspektive, welche der Bezug der gesamten Realität ist.
Die Gegenwart ist kein Raum.
In der Gegenwart befinden sich entweder alle Beobachter oder ein einziger.
Wir nehmen als gegeben an, dass alle Beobachter sich im Zentrum der Gegenwart befinden.
Jeder von uns ist somit mit jedem aktuell und in der Vergangenheit lebenden, „höheren“ oder „niedrigeren“ Geschöpf, mit jedem Gott und mit jedem Grashalm unmittelbar verbunden. Sie sind da.