9. Die Quantenrealität I: Die Realitätswelle.

von Maciej Zasada

Hier wird das Modell der Realitätswelle ausgearbeitet.



9.1 Die quantenmechanische Realität.

Die quantenmechanischen Effekte lassen sich zwar nicht immer und nicht überall beobachten, aber dort, wo sie auftreten, unterliegen sie strenger Gesetzmäßigkeit. Die Quantentheorie wird deshalb seit dem Anfang des 20. Jahrhunderts in Form einer Mechanik ausgedrückt.
Seit dieser Zeit nimmt man die Aussagen der QM ernst, obwohl der Mechanismus, der hinter ihren Effekten steht, bis heute nicht richtig verstanden ist.

Wir wissen, dass die quantenmechanischen Effekte ausschließlich mikrokosmische Systeme betreffen, wir wissen, dass sie mit der Wellennatur dieser Systeme zu tun haben (als Zeichen dieser Wellennatur betrachten wir die Interferenzmuster, welche sich bei den quantenmechanischen Experimenten beobachten lassen), wir wissen auch, dass die Beobachtung, auf die Realität dieser Systeme einen gravierenden Einfluss besitzt.
Seit hundert Jahren kauen wir an der Quantentheorie, kombinieren die Anfangsbedingungen, berechnen Statistiken, experimentieren. Hundert Jahre einer kognitiven Anstrengung derer, welche die Grundlagen dieser Theorie infrage stellen und derer, welche ihre Aussagen um plausible Beschreibungen bereichern sind sehr sehr viel. Anders ausgedrückt: die Tatsache, dass bisher kein deutlicher quantentheoretischer Durchbruch gelungen ist, bedeutet womöglich, dass entweder der mechanische Ansatz der Quantentheorie fehlerhaft ist, oder dass unser Bild der Realität derart unvollständig ist, dass ihm die allerwichtigsten Komponenten fehlen.
Meine These ist, dass die Art wie wir uns die Realität vorstellen, dazu führt, dass wir mit der Theorie nicht vorankommen.
Meine These ist ferner, dass die Realität als Ganzes und nicht nur ihre einzelnen Zustände, eine mechanische Struktur besitzt (die Bedeutung des Wortes „mechanisch“ hat sich seit der Erfindung des Computerprogramms* verändert – „mechanisch“ muss nicht mehr „uhrwerkmäßig“ / „zahnradmäßig“ / „geordnet“ heißen. Seitdem raffinierte Computersimulationen denkbar sind, kann sogar völliges Chaos eine mechanische Grundlage besitzen).
Mit anderen Worten ausgedrückt meine ich, dass die quantenmechanischen Interferenz-Effekte nicht mit den physikalischen Eigenschaften der unmittelbar beteiligten Systeme (wie Lichtteilchen) zu tun haben, sondern durch die Eigenschaften der elementaren Strukturen der Quantenrealität hervorgerufen werden.
Quantenrealität ist die eigentliche Dimension unserer Welt.
Sie ist die Ebene, in der sich die Quantenmechanik abspielt.

9.2 Realitätswelle und Realitätsquanten.
Es ist experimentell bestätigt, dass sich zwei Grundzustände der Quantensysteme unterscheiden lassen – der Zustand der unscharfen Superposition und der Zustand der scharf umrissenen Realität. Nach der klassischen Deutung der Quantentheorie betreffen diese Zustände die Quantensysteme selbst und kommen in Abhängigkeit davon zustande, ob diese beobachtet werden oder nicht.
Nach unserer Auffassung (nach der Auffassung der Allgemeinen Quantentheorie der Realität) ist die gesamte Realität ein Quantensystem und die Quantenzustände betreffen nicht die einzelnen Bestandteile der Realität sondern sie selbst.
Diese Auffassung erfordert, dass eine neue Sicht auf die Strukturen der Realität entsteht. Es wird klar, dass die Realität als solche mit den Eigenschaften ausgestattet ist, die wir noch in der klassischen Deutung ihren Instanzen zugeschrieben haben.
Das Problem des Welle-Teilchen-Dualismus verknüpfen wir beispielsweise nicht mehr mit den Eigenschaften des Lichts, sondern mit den diskreten Strukturen innerhalb der Realität.

9.2.1 Die diskreten Strukturen der Realität.
Wir formen unsere Vorstellung von der geometrischen Architektur der Realität um.
Wir setzen voraus, dass die Realität ein extrem effizientes System sei.
Die Effizienz dieses Systems zeigt sich darin, dass ihre Dreidimensionalität eine Konstruktion ist, die aus 2-dimensionalen Realitätsquanten besteht.
Ein Realitätsquant können wir uns als Kamm einer Welle vorstellen.
Die Grundfrequenz der Realitätswelle wird von einem oszillierenden Wert bestimmt. Es existieren 2 oszillierende Werte, welche die Grundfrequenz der Realitätswelle bestimmen – das Oszillationsintervall ₽, das der Zeit entspricht, die ein Lichtquant dafür benötigt, eine Planck-Länge zurückzulegen

IMG_0638.JPG

und das Oszillationsintervall ¥, das der Zeit entspricht, die eine halbe Wellenlänge des Lichts (ca. 200 nm) für die Bewältigung derselben Planck-Länge benötigt (Zustand der Superposition).

IMG_0639.JPG

Auch wenn uns die Dimensionen des Programms „Quantenrealität“ unvorstellbar erscheinen (die Wiederholfrequenz einer Struktur der Größenordnung der Raumzeit erscheint zugegebenermaßen fantastisch, aber nur deshalb, weil wir an solche Gedanken nicht gewöhnt sind) – dort wo die Oszillation entsteht, spielen ihr zeitlicher Wert und das Volumen der Raumzeit nur insofern eine Rolle, inwiefern sie als mathematische Werte in die Rechnung eingeführt werden.