8. Die Raumzeit (II)

von Maciej Zasada

Die Raumzeit der 2-dimensionalen Realitätsquanten.
Die im Nr. 7.2 erwähnte Identität von Raum und Zeit lässt sich in unserem Modell leicht nachvollziehen. Die Verbindung von Raum und Zeit existiert darin nicht nur innerhalb des zweidimensionalen Realitätsquants, sondern auch in der Zeitachse, in der die Raumbildung stattfindet (z).

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Im folgenden Bild drehen wir das 3-dimensionale Koordinatensystem um die y-Achse – wir wollen damit die z-Achse – die Zeitebene der Raumbildung – hervorheben.

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Jetzt sehen wir, nach welchem geometrischen Muster die Entstehung der 3-dimensionalen Realität aus 2-dimensionalen Realitätsquanten denkbar wäre.
Die Analogie zu den hypothetischen Vorstellung eines 2-dimensionalen Denkers liegt auf der Hand…
Es stellt sich nun die entscheidende Frage – warum sollte die Realität, die uns eindeutig stabil strukturiert erscheint, auf der elementaren Ebene gerade so simpel, um nicht zu sagen komprimiert, aufgebaut sein?
Es gibt nur einen plausiblen Grund dafür: die geometrisch komprimierte Realität ist ein Architekturmerkmal eines durchdachten Computerprogramms.
In diesem Fall wäre die geometrische (Daten-) Kompression tatsächlich sinnvoll, denn sie diente der Programmeffizienz.
Jedes Computerprogramm, auch das, das innerhalb einer extrem leistungsstarken Umgebung funktioniert, muss effizient aufgebaut sein. Seine Systemeffizienz muss nach Möglichkeit maximal sein, sonst steht es sich selbst im Weg (der evolutionäre Zweck eines Computerprogramms besteht darin, dass sein Nutzen höher ist, als die Kosten seiner Entwicklung und Aktivität. Ein ineffizientes Programm würde gegen die elementaren Gesetze der Evolution verstoßen).
Je komplexer das Programm, desto relevanter seine Systemeffizienz.

Effizienzpostulat:
Je komplexer die Quantenrealität, desto relevanter ihre Systemeffizienz.

Eine Quantenrealität, welche ihre 3-Dimensionalität aus den 2-dimensionalen Komponenten konstruiert, entspricht eindeutig dem Effizienzpostulat.

Die Ressourcenökonomie der Realität.
Der ökonomische Umgang mit der Information muss ein Grundgesetz eines jeden informationsverarbeitenden Systems sein. Unabhängig davon, wie groß die Informationsmenge ist, die potenziell verarbeitet werden kann, ist es für jedes Informatische System wesentlich, diese Menge so gering wie möglich zu halten.
Unabhängig davon, ob wir die Realität explizit für ein Computerprogramm halten oder nicht – wir sehen viele Anzeichen dafür, dass die Information eine wesentliche Rolle darin spielt.
Alle Lebewesen einschließlich uns Menschen kann man auf der elementaren Ebene als Vehikel ihrer Erb-Information ansehen. Wir sind Behälter, in denen eine kostbare Information in der Zeit übertragen wird (das, ob wir Besitzer dieser Information sind, ist strikt genommen fraglich. Die Tatsache wie wir aussehen, können wir uns genauso wenig aussuchen wie das, ob wir im Alter Parkinson oder Alzheimer bekommen).
Im Calculus der Perspektivenlogik erkannten wir, dass die Realität, die strikt beobachterbezogen ist, aus formaler Sicht viel effizienter und ressourcensparender wäre, als die, welche universell gelten würde.
Die beobachterbezogene Realität stellte sich nur dort ein, wo ein Beobachtungsvorgang tatsächlich stattfände, wohingegen eine universell geltende Realität unabhängig von der Tatsache der Beobachtung, überall und jederzeit die maximale Rechenintensität des Systems erfordern würde.
Wenn für ein Realitätsprogramm die 3-Dimensionalität auf effizientere Weise, als auf dem „natürlichen“ Weg erreichbar wäre, dann würde die effizientere Lösung bei der Konstruktion seiner geometrischen Grundlage den Vorzug erhalten.
Unter Umständen bliebe den Bewohnern einer solchen „Realität“ die wahre Geometrie ihrer Welt genauso verborgen, wie verborgen die strikte Beobachterbezogenheit innerhalb unserer Welt ist.

Warum ist die 2-dimensionale Architektur der Realität effizienter als die 4-dimensionale?
Diese Frage lässt sich einfach beantworten:

1. Die Rechenintensität.
Um die Bewegung eines Objektes in der 4-dimensionalen Raumzeit zu berechnen sind sehr komplexe, nichtlineare Rechnungen notwendig…um die Bewegung desselben Objektes auf der 2-dimensionalen Fläche zu ermitteln sind zwei Koordinaten, Impuls und Zeit erforderlich (der Raum, einschließlich der Raumeffekte wie Gravitation Spielen in einer 2-dimensionalen Berechnung keine Rolle). Die Tatsache, wie einfach sich das Verhalten der Objekte mathematisch ausdrücken lässt, ist für die Rechenintensität des Programms entscheidend.
Abhängigkeit 1:
Die Rechenintensität auf der Ebene der Realität entspricht der Rechenintensität auf der Ebene der PROZESSVORSCHRIFT.

2. Die Geometrie.
In der Realität der 4-dimensionalen Raumzeit (drei Raumkoordinaten + Zeit) existiert die geometrische Verbindung eines Objektes mit der gesamten Raumzeit. Eine solche Raumzeit ist ein logisches Kontinuum, in dem jedes Objekt in Wechselwirkung mit anderen Objekten und mit der Raumzeit als Ganzes steht (Machsches Äquivalenzprinzip).
In der 2-dimensionalen Raumzeit existiert dieselbe Verbindung ausschließlich innerhalb eines einzelnen Realitätsquants. Objekte, die keine Bestandteile eines gegebenen Realitätsquants sind, spielen in der Berechnung seiner Realität keine Rolle. Die einzelnen Realitätsquanten sind unabhängige Rechengrößen – zwar unglaublich komplex, deren Komplexität jedoch endlich ist.
Eine programmierte Quantenrealität müsste sich durch extreme Effizienz ihrer Algorithmen und ihrer inneren Architektur auszeichnen – das, was kein Bestandteil des jeweiligen Realitätsquants wäre, gehörte nicht der mathematischen Realität an.
Abhängigkeit 2:
Die Ressourcenökonomie auf der Ebene der Realität entspricht der Ressourcenökonomie auf der Ebene der PROZESSVORSCHRIFT.

3. Die Frequenz der Realitätsquanten.
Die „Prozessfrequenz“ der Quantenrealität muss enorm hoch sein. Es werden schließlich Geschwindigkeiten gemessen, die der des Lichts gleichen und der logische Sinn der Geschwindigkeitsmessung besteht ja darin, dass eine Orts- oder Zustandsveränderung innerhalb eines bestimmten Zeitintervalls gemessen werden kann. Die Zustandsveränderung kann nur dann gemessen werden, wenn sie sich tatsächlich und real ereignet. Deshalb muss die Arbeitsfrequenz der gesamten Realität mindestens dem Zeitintervall entsprechen, das dafür benötigt wird, die Zustandsveränderung der Lichtteilchen (im beobachteten Zustand) oder der Lichtwelle (im unbeobachteten Zustand) zu messen.
Das minimale Zeitintervall, das bei der Messung der Lichtgeschwindigkeit noch relevant ist, ergibt sich deshalb entweder aus der Zeit, die ein Lichtquant dafür benötigt, eine Planck-Länge zurückzulegen (Zustand der Beobachtung: Zeitintervall 5,39106*10¯⁴⁴s) oder aus der Zeit, in welcher die halbe Wellenlänge des Lichts (ca. 200 nm) dafür benötigt, dieselbe Entfernung zu bewältigen (Zustand der Superposition). Zwischen den beiden Größen besteht ein relevanter Unterschied, der viel Platz für Interferenzen und Quanteneffekte zur Verfügung stellt.
Abhängigkeit 3:
Die Frequenz-Auflösung auf der Ebene der Realität entspricht der Frequenz-Auflösung auf der Ebene der PROZESSVORSCHRIFT.