4. Über die einzige Dimension der Realität.

von Maciej Zasada

Wie wir in der Schrift „Über die Gültigkeit der Naturgesetze“ festgestellt haben, ist die Gültigkeit der Naturkonstanten nur innerhalb einer Realität bindend, welche durch passende Naturgesetze vollständig beschrieben wird. Werden innerhalb dieser Realität versteckte Variablen (wie z.B. unsichtbare Dimensionen) entdeckt, erweist sich jede Bezugnahme auf die vorhandenen Naturkonstanten und Naturgesetze als sinnlos.
Die Arbeitsthese, die wir nun aufstellen ist folgende: die Quanteneffekte, welche experimentell die Existenz einer Realität nachweisen, die sich offenbar erheblich von ihrem klassisch-relativistischen Bild unterscheidet, stellen die Gültigkeit der aktuellen Naturkonstanten und Naturgesetze deutlich infrage.
Konsequenz: Wenn ein radikal neues, doch adäquates Bild der Realität entstehen soll, dürfen die Naturkonstanten und Naturgesetze, welche das aktuelle, klassisch-relativistische Realitätsbild stützen, außer Acht gelassen werden.
Wir schicken uns hier ein radikal neues quantenkosmologisches Bild der Realität zu entwerfen.
Indem wir die Arbeitsthese und ihre Konsequenz für gültig erklären, gehen wir der kosmologischen Problematik nicht etwa aus dem Weg – wir versuchen nicht etwa ein neues, aus der Sicht der heutigen Physik „ungefährliches“ (weil falsches) Axiomensystem zu etablieren – wir entwerfen eine neue Theorie, die mit der Zeit ihre eigene Naturgesetze etablieren wird. Wir erkennen, dass die Naturkonstanten und die Naturgesetze der klassisch-relativistischen Physik dort wo wir hingehen, als Orientierungspunkte unbrauchbar sind.

Die Initialpunkte

  1. 1. Die Realität ist monodimensional.
    2. Sämtliche Dimensionen lassen sich auf eine einzige Größe reduzieren: auf die Zeit.
    3. Die Dimensionalität der Realität ist eine Täuschung, die dadurch zustande kommt, dass sich sämtliche materiellen Objekte der Wahrnehmung, bezogen auf das Initialquant der Realität, in der Vergangenheit befinden.
    4. Der dimensionale Raum, in dem sich sämtliche Objekte der Wahrnehmung befinden und die Zeit sind dasselbe.
    5. Die einzige Existenzform der Zeit ist die Vergangenheit.
    Die Vergangenheit ist die einzig messbare Dimension der Zeit. Die Zeitmessung betrifft weder Gegenwart noch Zukunft. Die Zeit ist eine messbare Größe, sie ist somit eine Dimension.
    6. Die Materie ist ein Zustand der Zeit – die Materie existiert ausschließlich in der Vergangenheit.

Unsere Wahrnehmung wird in Bezug auf den Raum dadurch getäuscht, dass wir ihn als unabhängige Dimensionen denken. In Wirklichkeit existiert der Raum (dessen Attribut – die Zeit – scheinbar eine unabhängige Ausdehnung besitzt – folglich als eine zusätzliche Dimension missverstanden wird) ausschließlich im Verbund mit der Vergangenheit. Die räumlichen Koordinaten können problemlos in zeitliche übertragen werden – in raumgerichtete Koordinaten der Vergangenheit.
Wenn der Raum und die Zeit dasselbe sind, dann ist die Konstruktion eines 4-dimensionalen Realitätsmodells ein Unfug.
Die Einführung der raumgerichteten Zeitkoordinate als der einzigen Größe des gesamten Koordinatensystems erschließt uns den Weg hin zu einer neuen geometrischen Vorstellung der Zeit.

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Illustration 1.

Diese Vorstellung verändert nichts an dem geometrischen Kalkül – allein die Vorstellung der Raumzeit unterliegt einer ideologischen Modifikation. Der Raum kann somit als Zeitgröße beschrieben (und verstanden) werden. – die Anwendung verschiedener Maßstäbe für den Raum und die Zeit wird nicht mehr erforderlich – wir operieren mit einem einzigen Maßstab der raumgerichteten Zeit.
Wie komme ich auf die Idee der monodimensionalen Realität (Punkt 1)?
Wir haben uns in der Schrift „Über die Gültigkeit der Naturgesetze“ die Schwierigkeiten vorgestellt, mit denen es der hypothetische Bewohner einer 2-dimensionalen Realität zu tun hätte, wollte er sich die 3. (räumliche) Dimension vorstellen.
Wir haben den offensichtlichsten Gedankengang gewählt und angenommen, dass es für ihn möglich wäre, sich den Raum als eine unendliche Menge aufeinander gestapelten Flächen vorzustellen. Die Konstruktion einer 2-dimensionalen Raumdimension wäre dann von der tatsächlichen Menge der verwendeten Flächen abhängig, von der „Auflösung“ des konstruierten Bildes. Tatsächlich dürfte diese Auflösung unendlich fein sein. Der Unterschied zwischen der konstruierten Räumlichkeit und der Räumlichkeit, die wir in unserer 3-dimensionalen Welt beobachten bestünde lediglich darin, dass die 2-dimensionale Räumlichkeit, infolge eines Erzeugungsprozesses zustande käme, wohingegen unsere „reelle“ Räumlichkeit offensichtlich kein Erzeugnis eines Prozesses ist (die 3-dimensionalen Bestandteile unserer Realität besitzen im Gegensatz zu den 2-dimensionalen Bestandteilen der konstruierten Räumlichkeit eine kontinuierliche, räumliche Gegenständlichkeit, die als eine Ganzheit von unseren Sinnen und unserem Verstand wahrgenommen wird).

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Illustration 2.

Doch wenn wir schon über einen Prozess sprechen: bedenken wir, dass wir von einem Prozess nur dann sprechen dürfen, wenn eine Veränderung eines physikalischen Zustandes innerhalb eines Zeitintervalls stattfindet. Wenn dem so ist, dann ergibt sich in Wirklichkeit gar kein Unterschied zwischen der konstruierten „Flächen-Räumlichkeit“ und der Raumdimension unserer Realität, denn es wäre durchaus denkbar und möglich, einen 2-dimensionalen Räumlichkeit-Erzeugungsprozess mit der Zeitdimension des 4-dimensionalen Raumzeit-Kontinuums gleichzusetzen. Alle Prozesse unserer Realität finden in Zeit statt und wenn wir die Zeit mit dem Raum verbinden und den Raum als Vergangenheit verstehen, verschwindet der Unterschied zwischen der 2-dimensionalen Konstruktion und der 3-dimensionalen Realität völlig. Der räumliche Erzeugungsprozess der 2-dimensionalen Konstruktion entspricht der zeitlichen Ausdehnung der entsprechenden 3-dimensionalen Gegenstände unserer Realität.

Die Analogie zu unserer Zeitvorstellung ist eindeutig. Die Struktur der „Zeitdimension“ unserer Welt kann mit der „Flächenstruktur“ der 2-dimensionalen Welt verglichen werden. Die Zeit stellen wir uns tatsächlich genauso vor, wie man sich den Raum innerhalb der 2-dimensionalen Welt vorstellen würde. Auch im Falle der Zeit könnten wir Ihre Auflösung bis ins Unendliche steigern.

Doch wo entsteht die Verbindung zwischen der neuen Vorstellung von Raum und Zeit und unserem Bild der Parallelen Ordnung der Realität, die sich dem quantentheoretischen Ansatz fugenlos anpassen soll?
Sehen Sie sich bitte folgende Illustration an:

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Illustration 3.

Sie erkennen die Ästhetik meines privaten Graphikprogramms…sie hat etwas mit der Ästhetik der Illustrationen in den „Sätzen der Quantenkosmologie“ zu tun – mit gutem Grund.
Wir sehen hier die Position des Beobachters im Auge der Gegenwart.
Alle erreichbaren Objekte der Beobachtung befinden sich aus Sicht des Betrachters in der Vergangenheit der Raumquanten.
Der Beobachter besetzt als einzige Instanz die Gegenwart des jeweils aktuellen Initialquants der Realität – die materielle Realität „beginnt“ erst mit dem ersten Quant der Vergangenheit, die Realität der Gegenwart ist immateriell…(es wird deutlich, dass die Materie in der Vergangenheit existiert, es wird deutlich, dass die Objekte der Wahrnehmung sich ausschließlich in der Vergangenheit befinden, somit materiell sind und es wird deutlich, dass die Position des Beobachters in der Gegenwart liegt und keine Materie enthalten kann)
Wenn Sie sich das Bild genau ansehen, werden Sie auch feststellen, dass die 2-dimensionalen Flächen der einzelnen Initialquanten der Vergangenheit eine frappierende Ähnlichkeit mit den Raumflächen einer Konstruierten Raumdimension der 2-dimensionalen Realität besitzen (Illustration 2.).
Wir werden uns mit dieser Analogie bald näher befassen.

 

Dieser Beitrag entstand vollständig heute, am 12.11.2014 in Overath bei Köln.