3. Über die Gültigkeit der Naturgesetze.

von Maciej Zasada

Seitdem es Menschen auf diesem Planeten gibt, wird auch die Frage nach dem Aufbau des Universums gestellt. Diese Frage wurde im Laufe der Zeit durch verschiedene kosmologische Modelle unterschiedlich beantwortet. Man schaute in den Nachthimmel und entdeckte immer neue Regelmäßigkeiten, anhand derer, die Aufstellung verschiedener Interpretationen und Modelle möglich wurde.
Abhängig von der technischen Qualität der Beobachtung und davon, welche kosmologischen Wirklichkeitsbilder jeweils erreichbar waren, sind Vorstellungen und Theorien entstanden, die imstande gewesen sind, den Wissensdurst der Menschen für einige Zeit zu stillen – sie dienten als verlässliche Orientierungspunkte in einer Welt voller Unbekannten.
Zunächst war die unmittelbare Beobachtung die Quelle der Erkenntnis, dann die Schlussfolgerung, letztendlich etablierte sich die Mathematik als ein Instrument, mit dessen Hilfe sich die Vorgänge im Universum erklären und voraussagen lassen. Doch genauso wie die früheren Instrumente der Erkenntnis, reichen die heutigen Mittel nicht aus, um alle Fragen zu beantworten. Die heutigen Fragen erscheinen uns vielmehr genauso grundsätzlich wie die gestrigen und genauso grundsätzlich wie die, welche vor Jahrhunderten gestellt wurden und längst beantwortet sind.
…Entweder möchten wir etwas erklären, was wir sehen (dessen Existenz durch unmittelbare Beobachtung bestätigt ist), aber auf der gegenwärtigen Wissensebene unerklärlich ist, oder wir wollen etwas zu sehen bekommen (die jeweilige Existenz durch unmittelbare Beobachtung bestätigen), was die mathematischen Modelle postulieren, was aber aus verschiedenen Gründen „unsichtbar“ bleibt.
Beide Erkenntniswege gestalten sich erstaunlich schwierig.

Wenn Sie die ‚Einführungsseite‘ dieses Blogs aufschlagen (indem Sie etwa die Überschrift „PERSPEKTIVENLOGIK. QUANTENLOGIK.“ anklicken) werden Sie die Liste der Hauptartikel zu sehen bekommen. Diese Liste enthält den anschaulichen Plan des gesamten Unternehmens. Sie entdecken auch den Punkt, an dem wir gegenwärtig arbeiten: „5.4 TEIL IVDie Allgemeine Quantentheorie der Realität„.
Um den Entwurf dieser Theorie geht es in dem quantenkosmologischen Teil…
Innerhalb der Sätze der Quantenkosmologie postulierten wir ein Bild der Realität, das unvereinbar ist, mit der gegenwärtigen Vorstellung.
Das, was in diesem Bild gegen die klassische Physik und gegen die „Naturgesetze“ spricht ist die Erscheinungsform der Realität, die wir darin angenommen haben.
Wir halten darin die Realität als Ganzes (und nicht etwa ihre einzelnen Bestandteile, wie Lichtquanten) für ein Quantenobjekt.
Diese Annahme ist zwar mutig und frech, sie ist allerdings, wenn man auf dem Grund heutiger Physik steht, unhaltbar.
Die Annahme, dass die gesamte Realität aus Quantenpaketen besteht und sich wie ein Quantenobjekt verhält würde bedeuten, dass sie als eine Ganzheit gedacht werden muss.
Unsere (klassische) Vorstellung ist allerdings die, dass die Realität seriell in Erscheinung tritt. In dieser Realität wirkt sich die Ursache lokal aus und pflanzt sich höchstens mit der maximalen Grenzgeschwindigkeit des Lichtes fort.
Durch die Annahme, dass kein Signal und keine Wirkung schneller als mit Lichtgeschwindigkeit übermittelt werden kann, entstehen unüberwindbare Grenzen, die innerhalb der gesamten Realität für alle Objekte gelten – die Realität kann somit auf klassische Weise nur als ein Kontinuum gedacht werden.
Unsere Annahme spricht gegen die Existenz der elementaren Naturkonstante und gegen die Vorstellung der Realität als Kontinuum….
Ich beweise Ihnen gerne, dass dies kein Unfug ist.

Hypothetisches Modell eines 3-dimensionalen Gegenstandes innerhalb einer 2-dimensionalen Realität.

These
Die Konstruktion eines Denkmodells einer (n+1) Dimension ist innerhalb einer (n)-dimensionalen Realität möglich.

Axiom
Eine (n+1) Dimension erscheint innerhalb der n-dimensionalen Realität als ein Prozess.

Beweis (der Plausibilität unseres Realitätsmodells)
Um die oben gestellte These zu beweisen, werden wir uns den gedanklichen Übergang von der 2- in die 3-dimensionale Realität vorstellen.

Axiom des Beweises.
Die Unmittelbarkeit der 3-dimensionalen Gegenstände in einer 2-dimensionalen Realität existiert aus unserer Sicht notwendig, trotz der „Naturgesetze“ und trotz der physikalischen „Naturkonstanten“, welche innerhalb der 2-dimensionalen Realität gelten und welche gegen diese Existenz sprechen mögen.

Obwohl eine 3-dimensionale Kugel in einer 2-dimensionalen Realität ein Kreis ist, und trotz dessen, dass eine Kugel in dieser Realität als ein Modell gedacht werden kann, und trotz dessen, dass die Naturkonstante „Lichtgeschwindigkeit“ innerhalb dieser Realität genauso gültig ist, wie in unserer, so existiert die Kugel als Körper unabhängig davon, dass sie in der 2-dimensionaler Realität als Objekt gilt, dessen Existenz nur hypothetisch angenommen werden kann und dessen Existenz als Konstrukt abhängig von der Naturkonstante „Lichtgeschwindigkeit“ ist. Sie existiert vollständig, real und unabhängig von dieser Naturkonstante (die Kugel existiert in der 3-dimensionalen Realität als ein vollwertiger, vollstãndiger Gegenstand, der nicht Punkt für Punkt aus den 2-dimensionalen Flächen in einem Prozess, der höchstens mit der Lichtgeschwindigkeit verläuft, erzeugt werden muss – die Kugel ist vielmehr eine 3-dimensionale Ganzheit, die als Struktur vom 2-dimensionalen (gedanklichen) Entstehungsprozess unabhängig ist).

Entstehungsprozess.
Wenn sich der 2-dimensionale Denker die dritte Dimension der Gegenstände vorstellen würde, dann würden seine 3-dimensionalen Gegenstände anhand dieser Vorstellung notwendig durch ein geometrisches Erzeugungsprozess gedacht werden, dann unterstünde das gedachte Erzeugungsprozess den gültigen Naturgesetzen der 2-dimensionalen Realität.
[Die Entstehung 3-dimensionaler Gegenstände (wie etwa Häuser) stellen wir uns in unserer Realität als ein Prozess vor. Ein fertiggestelltes Haus ist dagegen ein vollständiger Gegenstand unserer Dimension. Dieser Gegenstand kann als Ganzheit gedacht werden.
Nicht so in der 2-dimensionalen Realität – darin ist auch ein fertiggestelltes Haus ein Prozess. Ein 3-dimensionaler Gegenstand kann innerhalb einer 2-dimensionalen Realität ausschließlich als ein Prozess gedacht (und vor Allem verstanden) werden].

Ein Denker, der sich innerhalb einer 2-dimensionalen Welt befände, wäre imstande sich eine Kugel als Abfolge übereinander gestapelter Flächen (Welten / Welt-Quanten) vorzustellen, welche höchstens mit Lichtgeschwindigkeit übereinander gestapelt werden könnten.
Er wäre außerstande sich eine 3-dimensionale Figur als eine existierende Ganzheit vorzustellen, denn sein Vorstellungsvermögen durch die Flächenstruktur seiner Realität limitiert wäre.
Die höhere Dimensionalität wäre aus seiner Sicht etwas, was ich mit der Zeitdimension in unserer 4-dimensionalen Welt vergleichen würde.
Die Zeit als ein Teil des Raumzeit-Kontinuums ist ein hiesiges ANALOGON einer unbekannten Dimension(!). Innerhalb der höheren Dimensionalität ist die Zeit vielleicht eine feste Größe, fest wie ein fertiggestelltes Haus…
Die „Flächen“, aus denen wir die Zeit zusammenstellen (aus denen die Zeit in unserer Realität zusammengesetzt ist – Nanosekunden, Millisekunden, Stunden) sind dort keine Intervalle und die Zeit als solche kein fortschreitender Prozess, sondern etwas Vollständiges und Ganzes.

Analogieschluss des Beweises.
Genauso wie die ganzheitliche Existenz einer 3-dimensionalen Kugel unabhängig ist von der 2-dimensionalen Vorstellung und von der Gültigkeit der 2-dimensionalen Naturgesetze, so ist auch die Existenz einer höher dimensionalen (Zeit)-Entität von unserer Vorstellung und von ihrer ausschließlich vorstellbaren Prozessualität in der 4-dimensionalen Realität unabhängig (qed).

Unter bestimmten Voraussetzungen (i.e. unter der Bedingung der Existenz einer höheren Dimensionalität / Rationalität) müssen die Naturgesetze der 4-dimensionalen Physik und die Gesetze der damit in Verbindung stehenden Logik außer Acht gelassen werden.
Wer das versteht, dem steht eine neue Welt offen.

Die Denkbarkeit dieser Konstruktion berechtigt uns, das Modell der Parallelen Ordnung der Realität weiter zu entwickeln.

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Illustration: Ein 2D-Denker könnte sich unendlich viele Flächen der gedachten 3. Dimension vorstellen, genauso wie wir uns unendlich viele Zeiteinheiten zwischen zwei Zeitereignissen vorstellen können.