8. Satz der Quantenkosmologie: Die Mechanik.

von Maciej Zasada

Aus dem 7. Satz der Quantenkosmologie geht hervor, dass die Grundlage der Kosmologie der Mitte – die Behauptung, dass die Gegenwart der Beobachtung den Bezugsmittelpunkt der Raumzeit markiert – nicht mehr notwendig ist, um den Übergang der Realität vom Zustand der Superposition in den Zustand der Dekohärenz zu erklären. Die Annahme der Existenz eines symmetrischen Bezugsverhältnisses zwischen der Raumzeit und der Gegenwart-Instanz ist dafür in der Tat nicht mehr erforderlich*. Um den Übergang vom universellen in den speziellen Eigenzustand der Realität zu erklären sind nämlich die Gesetze der einfachen Mechanik ausreichend.
Wenn wir annehmen, dass der universelle Eigenzustand der Realität der kohärente Zustand ist (Wellen-Interferenz), den das Merkmal auszeichnet, dass jedes einzelne Realitätsquant aus zwei Aspekten besteht, und zwar aus dem Aspekt der aktualen Gegenwart und aus dem Aspekt der Raumzeit und wenn wir gleichzeitig annehmen, dass dieser Eigenzustand automatisch zu den Interferenzen zwischen den Objekten der Gegenwart und ihren raumzeitlichen Rückkopplungsbildern führt, dann entsteht die Vorstellung, in welcher der kohärente Eigenzustand der Realität im Augenblick der Beobachtung (und zwar durch bloße Perspektive des außenstehenden Beobachters) zusammenbricht.
Es wird klar, dass der Beobachter, allein durch seine Perspektive (der Mitte), den Gegenwart-Aspekt des jeweiligen Realitätsquants besetzt und so die Quanten-Selbstinterferenz mit sofortiger Wirkung unterbindet.
Somit bewirkt jeder Beobachtungsvorgang und jede Messung eine nachvollziehbare und schlüssige Veränderung in der mechanischen Form der Realität.
Der Kollaps der Wellenfunktion kann somit als ein mechanisches Phänomen betrachtet werden, was einerseits die Quantenphysik etwas entzaubert, andererseits jedoch die Realität an sich plausibler erscheinen lässt.
Wir vergleichen nun den universellen Eigenzustand mit dem speziellen Eigenzustand der Realität, damit die Mechanik der Formveränderung der beobachteten und der unbeobachteten Realität deutlich sichtbar wird:

SUPERPOSITION des Systems Q (der universelle Eigenzustand der Realität)

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BEOBACHTUNG des Systems Q (der spezielle Eigenzustand der Realität)

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Wir haben einen Durchbruch in der Interpretation der Realität erzielt – wir haben das mechanische Prinzip hinter den Effekten der Quantenmechanik verstanden.
Tatsächlich stellen wir die erste einfache Interpretation der quantenmechanischen Vorgänge vor – eine Interpretation, mit deren Hilfe sich die quantenmechanischen Vorgänge in der Natur vollständig beschreiben lassen.
Diese Interpretation besitzt ausreichende logische Mächtigkeit, um die Grundlage einer künftigen Quantentheorie der Realität zu bilden.

8. Satz der Quantenkosmologie
Jedes Quant der unbeobachteten Realität enthält zwei sich überlagernde Aspekte: die Gegenwart und die Vergangenheit.
Jedes Quant der beobachteten Realität enthält einen einzigen Aspekt: die aktuale Gegenwart. Sämtliche Objekte der Beobachtung gehören der Vergangenheit an. Die Objekte der Beobachtung gehören demgemäß nie dem jeweils aktuellen, sondern stets dem vorausgegangenen Aktualisierungsquant der Realität an. In den beobachteten Systemen kann dadurch keine Quanteninterferenz entstehen – infolge der Beobachter-Perspektive stellt sich mechanisch eine scharf umrissene Realität der Raumzeit ein.

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* Was nicht etwa heißen soll, den Aussagen der Kosmologie der Mitte keine Bedeutung beimessen zu können – die Perspektive der Mitte ergibt sich für jeden Beobachter auch in der Quantenkosmologie, der Mechanismus der Entstehung dieser Perspektive wird hier jedoch vollständig nachvollziehbar.