Kurze Analyse des 2. Satzes.

von Maciej Zasada

Was sagt uns der 2. Satz der Quantenkosmologie? („Der universelle Eigenzustand der Realität ist die Superposition – die Überlagerung aller lokal und universell möglichen Zustände“)
Im 1. Satz der Form behaupten wir: „Kein Zustand ist explizit, solange er nicht explizit beobachtet wird“ – der 2. Satz der Quantenkosmologie erweitert, wie wir sehen, den Bezugsradius des 1. Satzes der Form.
Beide Sätze drücken dieselbe Annahme aus mit dem Unterschied, dass sich der Satz der Quantenkosmologie auf die gesamte Realität und nicht, wie der Satz der Form, auf den Vorgang der singulären Beobachtung bezieht.
Dass sich die gesamte Realität (und nicht nur die nichtbeobachteten Quantensysteme) grundsätzlich im wenig resourcenintensiven Zustand der Superposition befindet, hat eine bedeutende Ursache – wenn die Grundsubstanz der Realität die Information ist (1. Satz der Form), dann ist die Ressourcenökonomie in Bezug auf die Realität das oberstes Gebot des stiftenden Systems.
In einer scharf umrissenen Realität, die dazu noch den Anspruch der Universalität erfüllen soll, muss in jedem beliebigen Ort und zur jeder Zeit eine schier monumentale Datenmenge verfügbar sein.
Der Superposition-Zustand der Realität bietet die Möglichkeit, diese Datenmenge erheblich zu reduzieren. Gerade dies geschieht innerhalb unserer Realität und gerade dies ist für die reelle Existenz der Quanteneffekte verantwortlich.
Die scharf umrissene Realität ist ausschließlich dort punktuell verfügbar, wo tatsächlich Beobachtungen / Messungen stattfinden.
Dies funktioniert bis auf die fast unsichtbaren Quantensysteme perfekt – die Superposition und ihr Zerfall sind für die makrokosmische Realität irrelevant, denn die Realitätlatenz betrifft nur diejenigen Objekte, deren Volumen den raumzeitlichen Frequenzwert der Latenzeinheit unterschreitet (9. Satz der Form und seine Illustration).