Sprachkritik. Satzanalyse. Das An-Argument der Realität I.

von Maciej Zasada

6. Satz
Die Wirklichkeit und der Beobachter sind dasselbe.

Das An-Argument der (Bildschirm)-Realität.
Im Artikel „Von der Mechanik der Realität“ formulieren wir das erste quantenkosmologische An-Argument.
Wir verweisen darin einerseits auf die Existenz einer Korrelation zwischen der singulären Realität eines einzelnen Beobachters und der virtuellen Realität eines Computerspiels, welche auf einem einzelnen Computerbildschirm dargestellt wird, andererseits verweisen wir auf die Existenz einer Korrelation zwischen der universellen Realität aller Beobachter und der universellen Realität eines Computerspiels, welches vernetzt ausgetragen wird und innerhalb dessen alle Spieler auf ihren Bildschirmen dieselbe Spielrealität betrachten,

Wir begründen damit ein anargumentatives Modell der Realität, mithilfe dessen wir in die Lage versetzt werden, sowohl die Singularität, als auch die Universalität der Realität abzubilden.
Dieses Modell stellt die Antwort auf die Frage dar, „warum funktioniert die „Wirklichkeit“ außerhalb von Messvorgängen und insbesondere bei „schwachen“ Messungen trotzdem überall gleich?“
Die Antwort ist: weil ein übergeordnetes System der Realität existiert, das die einzelne Instanzen der „Wirklichkeit“ mit derselben Information versorgt und weil diese Instanzen miteinander in Verbindung stehen, wie die Computerbildschirme auf denen sich gleichzeitig die „Realität“ eines Computerspiels abspielt.

Bild a: Modell der singulären Realität.
Singuläre Realität

Bild b: Modell der universellen Realität.
Universelle Realität
Anhand dieses Modells wird uns klar, wie ein Realitätsbezug des Beobachters in einem Computerspiel-System entsteht und wie einfach sich dieser Bezug auf die Wirklichkeit des Beobachters der „realen Welt“ übertragen lässt.

Das, was noch vor einer Stunde ein richtiges philosophisches Problem darstellte, erweist sich als trivial.
Gut, dass uns hier Instrumente der Perspektivenlogik zur Verfügung stehen – wir sparen Zeit und kommen auf gute Ideen, obwohl wir mit einfachsten Modellen arbeiten.
Was uns hier ins Auge sticht ist die Tatsache, dass in unserem Modell die Perspektive auf die Realität von der mechanischen Beschaffenheit und Funktion des übergeordneten (realitätsstiftenden) Systems abhängig ist (als realitätsstiftendes System kann auf der Ebene des Computerspiels der PC oder der Netzwerk-Server bezeichnet werden).
Link: Das An-Argument der Realität II.