Sprachkritik. Satzanalyse. Von der Mechanik der Realität.

von Maciej Zasada

4. Satz der Form
Die Information ist die Grundsubstanz der Welt.

a) Von der Mechanik.
Wenn Information die Grundsubstanz der Welt ist, dann muss ein Zusammenhang zwischen einem bestimmten Zustand einerseits und der Verfügbarkeit der Information über ihn andererseits bestehen.
Ein Zustand existiert nur dann real, wenn seine Information verfügbar ist – dies allerdings macht die Informationsauslesende Instanz (Beobachter) zu einer notwendigen Voraussetzung der Realität.
Die Existenz des Beobachters ist unerlässlich für die Existenz der realen Welt, denn ohne den Beobachter fehlte der WIRKLICHKEIT die notwendige PROJEKTIONSFLÄCHE.
Der Beobachter ist kein passiver Zuschauer – auf seiner Ebene findet die aktive Konstruktion der Welt statt.
Als Beobachter empfangen wir die Quantenpakete verfügbarer Information und verarbeiten sie in fassbare Realität…jeder für sich…wie die Computer-Monitore.
Die Funktion des Beobachters innerhalb der PROZESSVORSCHRIFT kann auf einer bestimmten Ebene tatsächlich mit der Funktion eines Computer-Monitors verglichen werden.

Instanzparallelität.
So wie der Monitor für die Erreichbarkeit der virtuellen Realität eines Computerspiels unverzichtbar ist, so ist auch die Existenz eines Beobachters unverzichtbar für die Realität seiner Welt*.

(*Bemerkenswert:
Es entstehen hier zwei Ebenen der Betrachtung: einerseits die angesprochene Instanzparallelität zwischen dem Beobachter und dem Monitor, andererseits die Begriffs- und Zustandsparallelität zwischen der Realität des Computerspiels und der Realität der Welt)

Der einzige Unterschied zwischen Beobachter und Computerbildschirm besteht bei dieser Metapher darin, dass es sich bei einem Beobachter um eine fortgeschrittene Bildschirmgeneration handelt, in welche bereits die Betrachter-Instanz serienmäßig integriert wird.
Innerhalb der entstehenden Quantenkosmologie bestätigt sich die Gültigkeit des kosmologischen Modells der Mitte und die des Indiversum-Modells.
Es wird hier die Antwort auf die Frage gegeben, warum die Realität streng Beobachterbezogen ist.
Dadurch auch wird die Mechanik dieser Beziehung evident.

b) Von der Mechanik der Realität.
Die Welt um uns, erscheint uns universell aus diesem Grund: sie ist zwar auf der Ebene der Beobachtung unstrittig singulär, der Inhalt jedoch scheint für jeden Teilnehmer der Realität derselbe zu sein.
Damit können wir nur umgehen, wenn wir die prinzipielle Universalität der Realität, die unabhängig ist vom Beobachter und von der Tatsache der Beobachtung, annehmen. Diese Realität nennen wir „das Universum“.
Die experimentelle Quantenphysik besagt jedoch, dass die Universalität, ja dass die Realität außerhalb des Messvorgangs / Beobachtung nicht existiert.
Was nun?
Die Quantenkosmologie wird nicht nur deshalb stark von der Perspektivenlogik beeinflusst, weil diese von mir entworfen wurde. Ich erkenne zwar die Vorteile dieser Logik am liebsten, doch die Perspektivenlogik ist auch ohne meine Zuneigung ein starkes Werkzeug, das ermöglicht, die Grundperspektive der Betrachtung mehrfach zu wechseln und so die geeignete Koordinaten für die Formulierung sinnvoller An-Argumente zu finden.
Wir formulieren das erste quantenkosmologische An-Argument.

P1. 
Die Art, wie sich die Realität singulär auf den jeweiligen Beobachter bezieht, entspricht der Art, wie sich die Realität eines Computerspiels auf den einzelnen Computerbildschirm bezieht.

Die Vernetzung der Realitätsinformation findet nicht auf der Ebene des Beobachters statt, wie sie im Computerspiel nicht auf der Ebene des Monitors stattfindet. Die Vernetzung der Realitätsinformation findet in beiden Fällen auf einer tieferen Ordnungsstufe statt: im Fall des Computerspiels auf der Ebene der Computersoftware und im Fall der Realität auf der Ebene der PROZESSVORSCHRIFT.

Paradigmenwechsel:
Wir verlagern den Perspektivenschwerpunkt der Realität vom Universum auf den einzelnen Beobachter. Wir verletzen dabei keine kosmologischen Voraussetzungen der relativistischen Physik – wir wechseln bloß die Perspektive, aus der wir die Realität sehen. Das reicht aus…bum.

c) Von der Realität.
…Wenn Information die Grundsubstanz der Welt ist, dann muss ein Zusammenhang zwischen einem bestimmten Zustand einerseits und der Verfügbarkeit der Information über ihn andererseits bestehen…

Ein bestimmter Zustand des Universum könnte jedoch auf diese Weise, durch die Vernichtung / Veränderung der Information über ihn, auch nachträglich verändert werden (mein Tod, wie meine Geburt könnten z.B. a posteriori verhindert werden…es ist keine theoretische Spitzfindigkeit, sondern ein experimentell bestätigter Befund: durch die Veränderung der Eingangsinformation kann die Realität quantenmechanischer Zustände auch nachträglich verändert werden, siehe Quantenradierer-Experimente).

Eins der wichtigsten logischen Prinzipien der Realität lautet:
Einmal etablierte Realität ist nicht nachträglich veränderbar.
Dieser Satz gilt allgemein für alle Objekte der Realität bis auf die Quantenobjekte – für sie gilt zusätzlich der 9. Satz der Form:
…Bei den quantenmechanischen Effekten handelt es sich um latenzbedingte Störungen der Realität…

Sobald sich ein bestimmter Informationsstand durch Beobachtung etabliert (sobald seine Realität makrokosmisch relevant wird), ist keine Veränderung seiner Realität möglich. Die Vernichtung / die Veränderung der Realität auf der quantenmechanischen Ebene ist im Gegensatz dazu jederzeit möglich, auch nachträglich.
Die Realität auf der quantenmechanischen Ebene bezieht sich nämlich separat auf jeden einzelnen Realitätsquant (somit bezieht sie sich ausschließlich auf die singuläre Gegenwart der Messung / somit ist die Realität quantenmechanischer Zustände auch nachträglich modifizierbar , denn sie betrifft stets die Gegenwart der Messung – sie betrifft nie die Realität der Raumzeit)
Eine vollständige Information über die Realität kann daher außerhalb der Messung / Beobachtung nicht existieren.