Calculus (5): Gleichungen der Wirklichkeit.

von Maciej Zasada

6.1.3. Die Wirklichkeit.

a: [F/MP/] = [E/MP/] ∧ [F/MP/] = [A/mp/] ⇒ [F/MP/@G] ∧ [E/MP/@A])
Wirklichkeit a) c ⇒ [F/MP/@G] ∧ [E/MP/@A]

b: [F/MP/] ≠ [A/mp/] ⇒ [F/MP/@G] ∧ ¬[E/MP/@A]
Wirklichkeit b) C ⇒ [F/MP/@G] ≠ [A/mp/]

Zeichen:
c = endliche LG
C = ∞ LG
@ = Richtungszuweisung der Perspektive
A, B, D, E, F, G = Instanzen des DSE
/MP/ = Makroperspektive
/mp/ = Mikroperspektive
⇒ = wenn, dann… [von rechts (wenn) nach links (dann)]
¬ = nicht

6.1.3.1. Interpretation.

These.
Es besteht eine logische Verbindung zwischen dem jeweiligen Wirklichkeitszustand (auch innerhalb der DSE-Anordnung) und der spezifischen System-Lichtgeschwindigkeit.

Der Wert der spezifischen System-Lichtgeschwindigkeit ist davon abhängig, ob innerhalb der jeweiligen Raumzeitgegenwart ein Bezugsmittelpunkt existiert (aktiv ist) oder nicht. (siehe 4.6.5.1.1 Erkenntnis 10)

Beweis.
1. Unterschiedliche Perspektiven (a und b).
Es wird uns zunehmend klar, dass die Grundzustände des Systems DSE, namentlich der Zustand 2a und der Zustand 2b nicht allein die Grundzustände der Wirklichkeit innerhalb DSE, sondern zwei elementare Wirklichkeitszustände sind.

!) Zustand der beobachteten Wirklichkeit.
Im Zustand 2a schaut der Beobachter F die Wirklichkeit an, welche sich auf E bezieht, während sie zugleich von E beobachtet wird (a).

!!) Zustand der unbeobachteten Wirklichkeit.
Im Zustand 2b schaut der Beobachter F dieselbe Wirklichkeit an, während sie von E nicht beobachtet wird (b).

2. Unterschiedliche Lichtgeschwindigkeiten (c und C).
Das Licht spielt im Rahmen des DSE eine elementare Rolle.
Einerseits vermittelt es alle verfügbare Information an die beteiligten Instanzen, andererseits ist es als A der wichtigste und aufschlussreichste Bestandteil des gesamten Experiments.
Die Gleichungen a und b machen deutlich, dass wir im Subjekt-Objekt-System des DSE nicht nur mit zwei Wirklichkeitszuständen (welche unmittelbar vom Zustand des Beobachters abhängen), sondern auch mit zwei Lichtgeschwindigkeiten zu tun haben:

!) mit einer beobachteten Lichtgeschwindigkeit (konstante, endliche Geschwindigkeit mit relativistischen Wert c)

!!) mit einer unbeobachteten Lichtgeschwindigkeit (unendliche Geschwindigkeit C)
Unterschiedliche Lichtgeschwindigkeiten, welche im System DSE für unterschiedliche Effekte auf dem Bildschirm G sorgen sind verantwortlich dafür, was die Beobachter gegebener Wirklichkeit G gleichzeitig sehen (in unserem Fall der primäre Beobachter E und der sekundäre Beobachter F) und dafür, was sieht der sekundäre Beobachter F dann, wenn der primäre Beobachter E inaktiv ist (wenn E nicht „hinschaut„…).
Wirklichkeit a) Im Zustand 2a erreicht die Lichtgeschwindigkeit den relativistischen Wert c.

Das Bild der Wirklichkeit a) ist scharf umrissen.
Hier ist die Lichtgeschwindigkeit konstant und endlich – die Photonen bewältigen die Entfernung zwischen B und G in einer bestimmten Zeit und auf dem kürzesten Wege – ihre Laufbahnen sind vorhersagbar und rekonstruierbar
RzeczywaDDas Bild auf G ist beinahe eine perfekte Projektion beider Spalten.

Wirklichkeit b) Im Zustand 2b erreicht die Lichtgeschwindigkeit den unendlichen Wert C.

Das Bild der Wirklichkeit b) ist unscharf.
Die beobachtete Unschärfe des Wirklichkeitsbildes b) ist die Konsequenz der Geschwindigkeit, mit der sich das Licht fortbewegt, welches dieses Wirklichkeitsbild transportiert.
Diese Geschwindigkeit ist unendlich, daher ist das Bild der Wirklichkeit b), das den Beobachter F erreicht, unscharf – die Photonen bilden auf G ein Interferenzmuster.
Dieses Muster (wie auch die besagte Unschärfe) drückt bildlich das Photonenverhalten aus – diese, indem sie sich unendlich schnell bewegen, sind in der Lage, innerhalb raumzeitlicher Entfernung zwischen B und G einen unendlichen Weg zurückzulegen, wobei ihr Verhalten einer statistischen Ordnung untersteht.
Die Flugbahn eines einzelnen Photons wird deshalb nicht durch die vertrauten Prinzipien der (scharfen) Realität, sondern durch die Prinzipien der Wahrscheinlichkeit beschrieben (was eine unscharfe, interferierte (G)-Wirklichkeit zur Folge hat)

RzeczywbD

Jedesmal, wenn ein Messvorgang durchgeführt wird, jedesmal, wenn beobachtet wird, stellt man eine scharfe und stabile Wirklichkeit fest. Diese Wirklichkeit erscheint logisch sinnvoll, ja beinahe mechanisch.
Berücksichtigen wir in unseren Berechnungen alle Koordinaten, ergeben diese dennoch kein sinnvolles Bild der Wirklichkeit.
Wir vertrauen dem, was wir sehen und messen, wir erwarten von der Wirklichkeit, dass sie unserer archaischen Logik entspricht und wundern uns, dass sie es nicht tut.
Der logische Fehler, den wir dabei stets machen ist kinderschwer:
die Wirklichkeit kann zwar beobachtet, gemessen und berechnet werden, aber über ihre Beschaffenheit im unbeobachtetem Zustand lässt sich keine Aussage machen.

Quanten-Logisches Paradoxon
Wir schließen jedoch, aufgrund unserer Messungen, trotzdem auf diesen unsichtbaren Zustand – ohne eine logische Berechtigung dafür zu besitzen – wir beobachten und wir messen diesen Zustand nicht.

Unser Modell der Wirklichkeit ist eine logisch unzulässige Approximation.
Mehr noch: dieses Modell ist auch im Rahmen unserer androgynen Affenlogik unzulässig.

Dies ist der wahre Grund unserer quantenlogischen Schwäche: unsere logische Schwäche.