Das Wesen und die Erscheinung: Perspektivischer Widerspruch des expandierenden Universums.

von Maciej Zasada

Ist es verboten frei zu denken?
Ist es ein Gottesgebot an die Expansion des Universum und an die Standardinterpretation zu glauben, obwohl die Friedman- Gleichungen, anhand derer sich die Urknalltheorie überhaupt postulieren lässt, zwischen dem Bild eines expandierenden und dem eines kontrahierenden Universums gar nicht unterscheiden?
Haben wir bei der Kosmologie mit heiligem Glauben zu tun?

Wenn es sich bei der Kosmologie um eine Wissenschaft handelt, dann soll es erlaubt sein, ihre Aussagen, auch die wichtigsten, einer logischen Analyse zu unterstellen.
Und wenn sich diese Aussagen als widersprüchlich erweisen, dann sollten sie durch andere ersetzt werden.
Ja oder nein?
Ich stelle Thesen auf, sonst nichts.
Ich bin kein Fanatiker, kein Glaubenskrieger und kein geisteskranker Fundamentalist.

Wenn mir unterstellt wird, dass ich „DIE ERSCHEINUNG ALS WESEN POSTULIERE“, dann entgegne ich, dass es einem Menschen grundsätzlich nichts anderes möglich ist, als anhand der Erscheinung auf das Wesen der Dinge zu schließen.
Seit dem Höhlengleichnis hat sich in dem Punkt nichts verändert.

These
Die beobachtete Expansion des Universums gehört nicht zu seinem Wesen, sondern ist eine Erscheinung.

Beweis
Die Rotverschiebung kann ausschließlich aus der Perspektive des gegenwärtigen Beobachters festgestellt werden. Somit ist spektrale Rotverschiebung des Lichts beobachteter Objekte erst viele Milliarden Jahre nachdem das Licht dieser Objekte entstanden ist, gemessen.

Dies bedeutet, dass das Merkmal des „Rotverschobenseins“ mit der Gegenwart der Beobachtung und nicht mit dem beobachteten Objekt im Augenblick der Lichtemission zu tun hat.
Allein das bedeutet, dass wir auf die Ursache der Erscheinung (Expansion) aus der Perspektive deren Wirkung (Rotverschiebung) schließen.
Die Wirkung steht vor der Ursache.
Die gemessene Rotverschiebung ist kein Expansionsmerkmal des Universums, denn würden sich auf den rotverschobenen Objekten Wesen befinden, die zur Zeit der Lichtemission mit ähnlichen astronomischen Instrumenten wie wir ausgestattet wären und würden sie in unsere Richtung schauen, würden sie, anhand gemessener Rotverschiebung unserer Position, auf die Expansion des Universums schließen – mit dem Unterschied, dass diese Expansion aus ihrer Perspektive, bezogen auf unsere, eine verkehrte Richtung aufweisen würde.
Sowohl wir, als auch „die anderen“ beobachten das Universum von Innen heraus – die Erhaltung der allgemeinen Richtung der Universumsexpansion spielt daher aus dieser Perspektive für alle Beobachter eine wesentliche Rolle – wir sitzen schließlich nicht auf der Oberfläche einer expandierenden Kugel, sondern JEWEILS in ihrem Inneren. Indem sich die festgestellten Expansionsrichtungen gegenüberstehen widerspricht das der Existenz einer universell gültigen Topologie des Universums – und damit der Existenz eines allgemeingültigen Universumswesens und eines universell gültigen Universumsbegriffes – womit wir glatt beim Indiversum und bei der angestrebten Kosmologie der Mitte landen)

Die Expansion des Universum gehört nicht zu seinem Wesen, sie ist eine Erscheinung, die vom Zeitpunkt und vom Ort singulärer Beobachtung abhängig ist (q.e.d.).

Widerspruch der Universaldynamik