4. Behauptung – Äquivalenzprinzip.

von Maciej Zasada

4.3.8 4. Behauptung – Äquivalenzprinzip.

Sämtliche Standpunkte im Universum sind, in ihrer jeweiligen Gegenwart und bezogen auf den Urknall, äquivalent.

Jedes Objekt kann nur einen einzigen Ort im Raum und in der Gegenwart haben.

Merke: wir wählen hier mit Absicht den Ausdruck „Gegenwart“, wo üblicherweise der Ausdruck „Zeit“ gebraucht wird.
Die Gegenwart eines Raumpunkts ist für die Äquivalenz, welche in der 4. Behauptung ausgedrückt wird, maßgeblich, denn es ist die jeweilige Gegenwart, welche den Mittelpunkt des Universums markiert (siehe Erkenntnis 3. und 4.)

Die symmetrische Mitte des Weltalls, als ein obligatorischer Aufenthaltsort eines Beobachters, befindet sich potenziell in jedem einzelnen Raum- und Gegenwartspunkt des Universums.
Die Begründung dafür liefert teils das 3. Axiom, teils die Tatsache, dass sich jeder potenzieller (auch zukünftiger) Ort im Universum zum Zeitpunkt des Urknalls innerhalb des Universums befand.
Alle Orte des Universums teilten daher im Augenblick des Urknalls die gleiche Gegenwart miteinander.
Die raumzeitliche Entfernung zwischen einem beliebigen Gegenwartspunkt innerhalb des Universums und der Urknalllinie, muss daher für jeden einzelnen Ort im Augenblick seiner aktuellen Gegenwart dieselbe sein (noch einmal: weil alle Orte im Augenblick des Urknalls die selbe Gegenwart miteinander teilten).
Jede Gegenwart bildet deshalb das Zentrum eines vollkommen symmetrischen, sphärischen Universums (das unter diesen Umständen „Indiversum“ genannt werden muss)

(Anmerkung: Um diesen Sachverhalt vollständig zu erfassen ist es notwendig, die Beobachterperspektive mehrfach zu wechseln. Wir betrachten zunächst die Gegenwart des Punktes A, dann den Urknallpunkt, der aus Sicht des Beobachters in A, das ultimative Ereignishorizont darstellt. Wir betrachten einerseits den Punkt A und wir schauen andererseits aus ihm heraus. Auf diese Weise stellen wir die Verbindung zwischen A und dem gesamten Universum her und werden in die Lage versetzt, den Sinn des (Machschen) Äquivalenzprinzips und seine Allgemeingültigkeit intuitiv zu erfassen.)

Aus der 4. Behauptung ergeben sich wichtige Konsequenzen.

Ich gebe sie in der Reihenfolge wieder, in der sie mir eingefallen sind, obwohl ich mir im Klaren bin, dass diese Anordnung nicht immer ihrer inneren Relevanz entspricht. Ich denke gleichwohl, dass sie sich nicht nur aus der 4. Behauptung, sondern auch aus sich selbst heraus ergeben, sodass die Reihenfolge ihrer Erscheinung wichtig ist, um für ihre Intensität, im Sinne der Unvermeidlichkeit ihrer Erscheinung, einen Eindruck zu bekommen.
Dinge erscheinen nämlich rechtzeitig.