Konsequenzen der 4. Behauptung III

von Maciej Zasada

4.4.11 Konsequenz 3 – Raumzeitgegenwart.

Neben der Raumzeit fügen wir der Wirklichkeit eine Subdimension hinzu – die Raumzeitgegenwart. Diese markiert den exakten Mittelpunkt des jeweiligen Indiversum.

Durch die Auswirkung vorangegangener Konsequenzen auf unsere Raumzeit-Vorstellung fällt es zunehmend schwer, die Zeit als eine eigenständige Größe zu akzeptieren. Es wird klar, dass die Wirklichkeit wie wir sie kennen, getrennt in der Raumzeitgegenwart und in der Raumzeit stattfindet und dass diese zwei Aspekte getrennt analysiert und getrennt betrachtet werden müssen.

Sowohl die Gegenwart als auch die Raumzeit sind logische An-Argumente. Sie sind prismatische Perspektiven, welche eine neue Sicht auf die Probleme erlauben, die Relativitätstheorie und Quantenmechanik als selektive Interpretationswerkzeuge, einzeln unvollständig machen.
Der Begriff „Raumzeitgegenwart“ ist mit dem der Gegenwart identisch. Durch die Bezeichnung „Raumzeitgegenwart“ wird jedoch der logische Bezug der Gegenwart neu festgelegt.

Es geht uns hier nicht nur um die semantische Abgrenzung eines bestimmten Wirklichkeitsmerkmals, sondern darum, diesen Merkmal mit der relativistischen Vorstellung in Verbindung zu setzen. Dies wird sich schon bald als essentiell erweisen.

Wenn man nämlich die Gegenwart mit der Raumzeit in Verbindung setzt, wenn man sich ihrer Diskrepanz vollends bewusst wird, ist man in der Lage, sie als unabhängige Bestandteile der Wirklichkeit zu akzeptieren. Erst dann entsteht die Vorstellung einer dualen Wirklichkeitsordnung.

Dieses An-Argument überlagert alle konkreten Vorstellungen, alle partikulären Bilder und alle selektiven Interpretationen.
Das Problem der Physik liegt nicht darin, ihrem theoretischen Gebäude eine weitere Ebene hinzuzufügen, welche Quantenmechanik und Relativitätstheorie auf einer höheren Stufe der Erkenntnis ergänzen würde, sondern es besteht darin, eine Perspektive zu finden, welche parallel relativistisch – quantenmechanische Beschreibung der Wirklichkeit erlauben würde.
Diese Perspektive entsteht, indem der Neologismus der Raumzeitgegenwart in den kosmologischen Logismus der Raumzeit eingeführt wird. Die Auswirkungen unserer Gedanken und Worte auf die physikalische Wirklichkeit unserer Welt sind nämlich dieselben, wie die Auswirkungen unserer handfesten Taten. Durch sie rekonfiguriert sich unsere Umwelt – die Worte formen sie aus, wie die Hiebe eines Vorschlaghammers.