Pragmatischer Grund für die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit.

von Maciej Zasada

4.6.5.1 Erkenntnis 9: Pragmatischer Grund für die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit.

Die Konstanz der Vakuumlichtgeschwindigkeit ergibt sich aus der Tatsache, dass bezogen auf die Systeme, die sich mit dieser Geschwindigkeit fortbewegen, alle übrigen Systeme, unabhängig von ihrem individuellen Zustand, in Ruhe verharren (in Systemen, die sich mit 100% Lichtgeschwindigkeit fortbewegen, erreicht die Zeitdilatation ihren maximalen Wert – die eigene Zeit dieser Systeme, bezogen auf die Zeit ihrer Ruhesysteme, vergeht nicht).
Aus der Perspektive der Systeme, welche sich mit Lichtgeschwindigkeit c fortbewegen, existiert daher im Universum, außer ihrer eigenen, überhaupt keine Bewegung. D.h. unabhängig davon, mit welcher Geschwindigkeit sich ein Messsystem bezogen auf das Objekt der Messung (ein Lichtquant) bewegt, befindet es sich aus Sicht eines Photons stets im Ruhezustand.
Wenn wir annehmen, dass sämtliche Bezugssysteme, in denen die Eigengeschwindigkeit nicht den Wert der Lichtgeschwindigkeit erreicht, aus der Perspektive eines Photons die gleiche, konstante und absolute Geschwindigkeit von 0.0 km/s besitzen, dann muss die Lichtgeschwindigkeit, die aus diesen Systemen heraus gemessen wird, den gleichen, konstanten und absoluten Wert besitzen – diese Konstanz hat ihre Ursache im relativen Stillstand, in dem sich jedes Messsystem in Bezug auf das Objekt der Messung – das Lichtquant – befindet.

(i) Der Wert der Lichtgeschwindigkeit spiegelt nicht die Merkmale des Lichts wider – dieser Wert ist die Konsequenz des Zustandes, in dem sich das Messsystem in Bezug auf das Objekt der Messung befindet.

Jede Messung der Lichtgeschwindigkeit erfolgt aus der Perspektive des Stillstands, aus der Perspektive der Mitte, aus der Perspektive eines Beobachters – jede Messung der Lichtgeschwindigkeit muss daher den gleichen konstanten Wert liefern, unabhängig von der relativen Bewegungsrichtung und unabhängig vom physikalischen Zustand des Systems, in dem sie durchgeführt wird.
Wenn wir daher annehmen, dass sich das Licht unter stabilen Bedingungen mit einer konstanten Geschwindigkeit ausbreitet, dann muss jegliche Messung seiner Geschwindigkeit den selben, absoluten und konstanten Wert liefern.

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Einfach, gell?
Sich eine Frage zu stellen bedeutet manchmal alles.
Manchmal reicht es nicht, etwas zu wissen, zu messen oder zu beweisen, manchmal muss man sich eben das Richtige fragen.
Die Frage, die ich Euch, liebe Mitblogger nunmehr stelle ist folgende: was folgt aus dieser Erkenntnis axiomatisch?

Die Lösung folgt im kosmologischen Teil (Definition der Raumzeit / Lichtgeschwindigkeit / Michelson-Morley). Dort werden die weitreichenden Konsequenzen der Erkenntnis 9 zusammengestellt.